Hochdruck im Herbst: Trübes Nebelgrau oder endlich mehr Sonne im Rheinland? - "Nächste Woche tut sich was"

Hochdruckwetter im Herbst bedeutet oft trübes Nebelgrau anstatt eitel Sonnenschein. Die Chancen auf mehr blau als grau stehen im Rheinland gut. Nächste Woche kommt endlich mal wieder Bewegung in die Wetterlage.

Nicht immer scheint die Sonne bei Hochdruckwetter im Herbst so schön wie auf diesem Bild
Nicht immer scheint die Sonne bei Hochdruckwetter im Herbst so schön wie auf diesem Bild

Eine eingefahrene Hochdruckwetterlage bestimmt das Wetter nicht nur im Rheinland, sondern in ganz Deutschland. Hochdruck bedeutet aber nicht automatisch "eitel Sonnenschein". Gerade im Herbst kann ein stabiles Hochdruckgebiet dafür sorgen, dass sich Nebel und Hochnebel besonders hartnäckig halten und manchmal auch tagsüber gar nicht mehr auflösen. So entstehen die typischen grauen Herbsttage, während nur wenige Kilometer oder einige Hundert Höhenmeter weiter oben die Sonne scheint.

Während im Sommer die intensive Sonneneinstrahlung den Boden stark erwärmt und Wolken häufig auflösen kann, ist die Sonnenkraft im Herbst deutlich geringer. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und die Kraft der Sonne reicht dann oft nicht mehr, den Nebel oder Hochnebel aufzulösen.

Ostströmung steigert Chancen auf Sonnenschein

Häufig kommt es zu sogenannten Inversionswetterlagen. Entgegen der normalen Temperaturabnahme mit der Höhe wird es in einer bestimmten Luftschicht nach oben hin wärmer. Diese stabile Schichtung verhindert den Luftaustausch und sorgt dafür, dass sich Nebel und Hochnebel über viele Stunden oder sogar mehrere Tage halten können. Die Berge sind dann oft im Vorteil, da sie über der Inversion im strahlenden Sonnenschein liegen.

Nach einigen trüben Tagen stehen jetzt die Chancen für das Rheinland gut, dass sich die Sonne besser durchsetzen kann. Die Strömung dreht nämlich auf Ost und damit gelangt einerseits etwas trockenere Luft ins Land und andererseits frischt der Wind etwas mehr auf und durchmischt damit die Luftschichten.

Für das Rheinland kommt noch ein anderer besonderer Effekt hinzu: Durch das Bergische Land ergeben sich bei einer östlichen Strömung "leichte Föhneffekte", sprich die Luft sinkt hinter den Bergen ab und trocknet die Luft zusätzlich. All dies lässt in den kommenden Tagen die Chancen steigen, dass hier häufig die Sonne scheinen kann, während es in einigen Teilen Deutschlands häufig trüb bleibt.

Rheinpegel weiter niedrig

Nach dem viel zu trockenen Sommer wäre aber weiterer Regen dringend nötig. Der Rheinpegel sinkt nach einer vorübergehenden Erholung schon wieder deutlich ab. In Köln lag der Pegel am Dienstag (03.11.26) zur Mittagszeit nur bei 72 Zentimetern. Der Normalwasserstand des Rheins liegt dort bei 3,21 Meter.

Regen ist aber vorerst keiner in Sicht. So wird der Mittwoch im Rheinland teils sonnig, teils aber auch hochnebelartig bewölkt. Die größten Sonnenchancen gibt es dabei in der Kölner Bucht. Die Höchstwerte liegen bei 7 bis 10 Grad, der spürbare Ostwind lässt die Luft aber noch kälter anfühlen.

In der Nacht zum Donnerstag klart der Himmel im Rheinland auf und die Werte können bis auf den Gefrierpunkt sinken, verbreitet kommt es zu Bodenfrost. Am Donnerstag tagsüber und auch am Freitag scheint meist die Sonne bei 7 bis 10 Grad und einem weiterhin spürbaren und frischen Ostwind.

Nächste Woche unbeständiger?

Am Wochenende bleibt das stabile Hochdruckwetter zwar weitgehend erhalten, mit einem Höhentief kann aber wieder feuchtere Luft ins Rheinland gelangen. Dadurch würde es wieder häufiger zu trüben Novembergrau kommen, ganz vereinzelt wären auch ein paar Tropfen möglich. Die Temperaturen ändern sich mit 7 bis 10 Grad tagsüber und 0 bis 5 Grad nachts aber nur wenig.

In der nächsten Woche könnte dann endlich mal mehr Bewegung ins Wettergeschehen kommen. Mit einer nordwestlichen Strömung wären dann auch verbreitetere Regenfälle möglich. Für Details über die Dauer der unbeständigeren Wetterlage oder Aussagen über die Niederschlagsmengen ist es soweit im Voraus natürlich noch viel zu früh.