<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" version="2.0"><channel><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><description>News rund ums Wetter: Aktuelle Wetternachrichten - Informieren Sie sich hier über die aktuellsten Wetternachrichten für Deutschland und weltweit. News rund um das Wetter: Wir halten Sie auf dem Laufenden!</description><language>de</language><lastBuildDate>Fri, 11 Sep 2026 16:10:23 +0000</lastBuildDate><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 16:10:23 +0000</pubDate><atom:link href="https://www.daswetter.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[ Copyright 2026 Meteored ]]></copyright><image><url>https://www.daswetter.com/imagenes/logo_rss.png</url><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><width>144</width><height>144</height></image><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>6</sy:updateFrequency><item><title><![CDATA[Nordsee-Ziele für Spätsommer und Herbst: 5 kleine Küstenstädte, die sich besonders lohnen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/nordsee-ziele-fur-spatsommer-und-herbst-5-kleine-kustenstadte-die-sich-besonders-lohnen.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 14:19:00 +0000</pubDate><category>Freizeit</category><description><![CDATA[<p>Seeluft, Wattwandern, Krabbenbrötchen: Diese hübschen Städtchen versetzen sofort in Urlaubslaune und sind für Tagesausflüge und Kurztrips gut erreichbar. Perfekt, um am Ende der Saison noch einmal Meeresluft zu tanken.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/nordsee-ziele-fur-spatsommer-und-herbst-5-kleine-kustenstadte-die-sich-besonders-lohnen-1789111773695.jpg" data-image="qo7o9xrgdqp8" alt="Büsum" title="Büsum"><figcaption>Schönstes Nordsee-Flair im Hafen von Büsum. Foto: Pixabay</figcaption></figure><p><strong>Büsum</strong> ist ein idealer Ausgangspunkt für einen abwechslungsreichen Tag am Meer. Das Städtchen verbindet Nordseeluft mit jeder Menge Flair. Der Hafen ist das Herz des Ortes: Hier liegen <strong>Krabbenkutter</strong> neben <strong>Ausflugsschiffen</strong>, und die Gezeiten verändern das Wattenmeer permanent. </p><h2>Strandfeeling bei jedem Wetter</h2><p>Das<strong> </strong>Bad <strong>Familienlagune Perlebucht</strong> bietet Strandgefühl unabhängig vom Tidenstand, dazu kommen <strong>Wattwanderungen</strong>, Radtouren und Ausflüge mit dem Schiff. Wer es ruhiger angehen lässt, spaziert auf dem <strong>Deich</strong> Richtung Büsumer Deichhausen oder erkundet die Küste mit dem Fahrrad. </p><h2>Ostfriesland wie aus dem Bilderbuch</h2><p><strong><br> Greetsiel</strong> ist Ostfriesland wie aus dem Bilderbuch – allerdings mit echtem Hafenbetrieb. Hinter dem Deich drängen sich <strong>historische Backsteinhäuser</strong> um den Sielhafen, davor liegen die Krabbenkutter dicht an dicht. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Hafens und durch die kleinen Gassen, bevor es hinaus in die Natur geht. </p><p>Die berühmten Greetsieler Zwillingsmühlen gehören ebenso zum Ortsbild wie der <strong>Pilsumer</strong> <strong>Leuchtturm</strong>, der nur wenige Kilometer entfernt steht. Mit dem Fahrrad oder einem Ausflugsschiff lässt sich die weitere Umgebung erkunden.</p><h3>Der womöglich schönste Hafen der Küste</h3><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/nordsee-ziele-fur-spatsommer-und-herbst-5-kleine-kustenstadte-die-sich-besonders-lohnen-1789111914987.jpg" data-image="pq58lx61byyt" alt="Neuharlingersiel" title="Neuharlingersiel"><figcaption>Wer ist der Schönste in Ostfriesland? Der Hafen von Neuharlingersiel liegt weit vorn. Foto: Pixabay</figcaption></figure><p> <strong>Neuharlingersiel </strong>punktet mit einem der schönsten Häfen an der ostfriesischen Küste. Die historischen Kutter liegen direkt vor den Häusern, von hier starten auch die Fähren zur Insel <strong>Spiekeroog</strong>. Rund um den Sielhof, den Hafen und den Deich lässt sich dieses schöne Stück Ostfriesland zu Fuß erkunden. </p><p>Außerdem gibt‘s hier die Möglichkeit zu <strong>Wattwanderungen</strong>, Radtouren und Ausflügen aufs Wasser. Besonders reizvoll: Hafenleben und Landschaft gehen hier harmonisch ineinander über. Hinter dem Deich beginnt das Wattenmeer, landeinwärts wartet ostfriesische <strong>Marschlandschaft</strong>.</p><h2>Markt, Gassen und Backsteinarchitektur</h2><p><strong>Esens</strong> liegt nicht direkt am Meer, doch trotzdem ist der Ort ein schönes Ziel für einen Ausflug oder Zwischenstopp. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="785837" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/tourismus-an-der-nordsee-uebernachtungszahlen-preissteigerungen-und-entwicklungen-auf-den-inseln.html" title="Tourismus an der Nordsee: Übernachtungszahlen, Preissteigerungen und Entwicklungen auf den Inseln">Tourismus an der Nordsee: Übernachtungszahlen, Preissteigerungen und Entwicklungen auf den Inseln</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/tourismus-an-der-nordsee-uebernachtungszahlen-preissteigerungen-und-entwicklungen-auf-den-inseln.html" title="Tourismus an der Nordsee: Übernachtungszahlen, Preissteigerungen und Entwicklungen auf den Inseln"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/tourismus-an-der-nordsee-uebernachtungszahlen-preissteigerungen-und-entwicklungen-auf-den-inseln-1787847137467_320.jpeg" alt="Tourismus an der Nordsee: Übernachtungszahlen, Preissteigerungen und Entwicklungen auf den Inseln"></a></article></aside><p>Die kleine <strong>Altstadt</strong> mit ihren Backsteinhäusern, Gassen und dem Marktplatz lässt sich entspannt zu Fuß erkunden. Sehenswert sind unter anderem die St.-Magnus-Kirche und das <strong>historische Rathaus</strong>. </p><p>Von Esens ist es nicht weit zur Küste und zum <strong>Bensersiel</strong>, von wo die <strong>Fähre nach Langeoog </strong>ablegt. Damit eignet sich die Stadt gut als Ausgangspunkt für einen Ausflug, der ostfriesisches Kleinstadtflair und Küsten-Feeling miteinander verbindet.</p><h3>Historischer Hafen mit Salzwiesen und Watt</h3><p><strong>Hooksiel </strong>bietet mehr als einen Grund für einen Abstecher: Der historische Ortskern liegt nicht unmittelbar an der Nordsee, sondern am Alten Hafen, der einst als Schutz- und Handelshafen diente. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="777223" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/urlaub-ohne-stau-mit-diesen-zugen-kommen-sie-vom-ruhrgebiet-entspannt-an-die-nordsee.html" title="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee ">Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee </a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/urlaub-ohne-stau-mit-diesen-zugen-kommen-sie-vom-ruhrgebiet-entspannt-an-die-nordsee.html" title="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee "><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/per-zug-vom-revier-ans-meer-mit-diesen-direktverbindungen-sind-sie-schnell-an-der-nordsee-1783267403764_320.jpeg" alt="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee "></a></article></aside><p>Kopfsteinpflaster, alte Packhäuser und Backsteinbauten erinnern an die maritime Vergangenheit. Draußen am Meer wartet der weitläufige Hooksieler Strand, dazu kommen <strong>Salzwiesen</strong>, <strong>Watt</strong> und das Hooksmeer. </p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/nordsee-ziele-fur-spatsommer-und-herbst-5-kleine-kustenstadte-die-sich-besonders-lohnen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Stefanie Bisping]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[El Niño 2026–2027 könnte einen rekordverdächtigen Höhepunkt erreichen: Hier erfahren Sie, wann]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-2026-2027-konnte-einen-rekordverdachtigen-hohepunkt-erreichen-hier-erfahren-sie-wann.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 12:16:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die neuesten Modellvorhersagen des ECMWF deuten bereits <strong>auf einen Höhepunkt der mit El Niño verbundenen Anomalien der Meeresoberflächentemperatur (SST)</strong> im zentralen äquatorialen Pazifik hin, der voraussichtlich um Dezember 2026 mit <strong>Rekordwerten</strong> eintreten wird. Und was könnte danach passieren?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-2026-2027-pico-maximo-de-record-historico-ecmwf-1788675312095.png" data-image="gtocl3uw08bh"><figcaption>Probabilistische Vorhersagen vom 1. September 2026 zu den Anomalien der Meeresoberflächentemperatur im zentralen äquatorialen Pazifik, in der Niño-3.4-Region, sowie zu deren relativem Index gemäß dem ECMWF-Modell für die kommenden Monate (rote Linien). ECMWF</figcaption></figure><p>Wie der Experte <strong>Ben Noll</strong> in X betont: „ <em>Nach Monaten immer intensiverer Prognosen haben sich die Vorhersagen nun endlich stabilisiert – allerdings auf einem Rekordniveau</em> .“</p><h2>Ein historisches und rekordverdächtiges El-Niño-Ereignis ist nun Realität geworden</h2><p><strong>El Niño könnte laut der neuesten saisonalen Prognose des ECMWF im November–Dezember 2026 seinen Höchstwert von etwa 4 °C erreichen</strong>, bezogen auf den Niño-3.4-Index und basierend auf diesem Index sowohl im <strong>relativen als auch im traditionellen Modus</strong>. Siehe dazu die Abbildungen oben bzw. unten. <strong>Diese prognostizierten Werte werden den bisherigen Monatsrekord</strong> von +2,8 °C, der im November 2015 erreicht wurde, bei weitem übertreffen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-2026-2027-pico-maximo-de-record-historico-ecmwf-1788708823331.png" data-image="qeee53coultv"><figcaption>Genau wie im vorherigen Fall, jedoch für den traditionellen Niño3.4-Index, der in der Regel etwas höher ausfällt als der oben genannte relative Index. ECMWF</figcaption></figure><p> Seit mehreren Monaten <strong>beeinflussen saisonale Trends, die den El-Niño-3,4-Index im zentralen äquatorialen Pazifik als Referenz heranziehen, den Wert und die maximale Intensität</strong> des diesjährigen historischen El Niño. In vielen Fällen mussten die ursprünglichen Skalen auf der vertikalen Achse aufgrund der durch diesen Index ermittelten Vorhersagen Monat für Monat auf höhere Werte angepasst werden. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-2026-2027-pico-maximo-de-record-historico-ecmwf-1788676290024.png" data-image="cqtqe4po4y8m"><figcaption>Globale Anomalien der Meeresoberflächentemperatur (SST) für November und Dezember 2026 sowie Januar 2027 (NDJ), wobei kalte bzw. warme Anomalien in Blau bzw. Rot dargestellt sind. Beachten Sie die starken El-Niño-Signale im äquatorialen Pazifik. ECMWF.</figcaption></figure><p> In jüngster Zeit haben sich <strong>die Vorhersagen für die maximalen Meeresoberflächentemperaturen (SSTs) laut dem europäischen ECMWF-Modell</strong> stabilisiert, auch wenn es bis zum Jahresende noch einige Überraschungen geben könnte. Tatsächlich sagen einige probabilistische Modelle Werte von bis zu 5 °C voraus. Sollte dies eintreten, müsste die vertikale Skala nach oben korrigiert werden. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-2026-2027-pico-maximo-de-record-historico-ecmwf-1788675638160.png" data-image="ao9dlxd43wr6"><figcaption>Vorhersagen zur Anomalie der Meeresoberflächentemperatur (SST) auf der Grundlage der Niño-3.4-Prognosen für Juli 2026, dargestellt nach mehreren Modellen, geordnet von der höchsten zur niedrigsten SST. Ben Noll</figcaption></figure><p> Laut <strong>Ben Noll</strong> hat der <strong>Niño-1+2-Index vor der Küste Perus und Ecuadors einen bemerkenswerten und rekordverdächtigen Wert von 4,8 °C über dem Durchschnitt erreicht</strong> und damit den Rekord von 1983 übertroffen. Es wird prognostiziert, dass die Meerestemperaturen im Oktober auf etwa 6 °C über dem Durchschnitt ansteigen werden. <strong>Für diese Bedingungen gibt es in der jüngeren Vergangenheit keinen Präzedenzfall</strong>. </p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">It's an incredible 4.32°C degrees warmer than average in the Niño 1+2 region near Peru and Ecuador closing in on the all-time record of 4.67°C set in 1983.<br><br>In the central Pacific's Niño 3.4 region, daily records have been set for 88 straight days.<br><br>This El Niño means business. <a href="https://t.co/xy9U2iJQMo">pic.twitter.com/xy9U2iJQMo</a></p>— Ben Noll (@BenNollWeather) <a href="https://x.com/BenNollWeather/status/2092982971406197171?ref_src=twsrc%5Etfw">August 27, 2026</a></blockquote></figure><h2> Und was kann nach dem Höhepunkt passieren? </h2><p> Nachdem El Niño Ende dieses Jahres seinen Höhepunkt erreicht hat, wird laut den saisonalen Modellvorhersagen des ECMWF erwartet, dass seine Intensität nachlässt und sich bis Ende 2027 <strong>ein La-Niña-Ereignis abzeichnet</strong>. </p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-2026-2027-pico-maximo-de-record-historico-ecmwf-1788675339729.png" data-image="odu64hdcnb00"><figcaption>Wie im ersten Bild, jedoch bis August 2027 in der Referenzregion Niño 3.4 erweitert, mit den am 1. August 2026 erstellten Vorhersagen. ECMWF</figcaption></figure><p> <strong>There is considerable uncertainty in such a long term</strong> , but it seems like it would be the most logical thing to do. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p> </p><p><strong>Auf so lange Sicht besteht zwar erhebliche Unsicherheit</strong>, aber es scheint doch die logischste Vorgehensweise zu sein.</p> ]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-2026-2027-konnte-einen-rekordverdachtigen-hohepunkt-erreichen-hier-erfahren-sie-wann.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Goldener Herbst in Frankfurt? Großwetterlage zeigt Ende des Regens und Herbsteinbruch]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/goldener-herbst-in-frankfurt-gro-wetterlage-zeigt-ende-des-regens-und-herbsteinbruch.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 10:40:02 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Sind es aktuell die letzten sommerlichen Temperaturen in Frankfurt am Main? Nach dem Regen in den kommenden Tagen klopft zumindest schonmal leise der goldene Herbst an der Tür.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb6qvda"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb6qvda.jpg" id="xb6qvda"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Pünktlich zur Erhöhung der Leitzinsen auf 2.5% durch die EZB in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> ziehen graue Wolken über die Stadt des Geldes am Main. Gleichzeitig steigt auch die Regenwahrscheinlichkeit für das Wochenende auf bis zu 80% am Sonntag.</p><p>Ob hier ein Zusammenhang zwischen Finanzdaten und dem Wetter besteht, haben wir aktuell nicht analysiert, aber zumindest die Stimmung der Finanzindustrie könnte sich in dem für das Wochenende vorausgesagtem Wetter wiederfinden. </p><h2>Frankfurt: Regen am Wochenende, dann goldener Herbst?</h2><p>Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage bleiben <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> erhalten. Über das Wochenende bleibt es tagsüber bei angenehmen 25 °C und diese Linie zieht sich auch in bis zur Mitte der kommenden Woche weiter fort. Eine kleine Träne im Auge des Wetters wird trotzdem für <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> erwartet. Ab morgen steigt die Regenwahrscheinlichkeit auf 30% und am Sonntag wird es sich dann laut Modellen ab den Nachmittagsstunden leicht einregnen.</p><h3>Kaltfront am Mittwoch über Deutschland: Gewitterlinie auch über Frankfurt</h3><p>Nach dem Wochenende ist es noch nicht ganz vorbei mit dem Regen in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> und potentiell sind sogar <strong>Gewitter möglich</strong>. Es bleibt weiterhin bewölkt mit leichten Regenschauern am Montag, bevor dann in der Nacht zum Dienstag eine Kaltfront aus dem Norden über Deutschland zieht. In den Temperaturen der höheren Atmosphäre (850 hPa) entsteht ein<strong> horizontaler Temperaturunterschied.</strong> Dieser zieht sich vom Südwesten Deutschlands Richtung Nordosten. <strong>Auch <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> liegt in dieser Linie. </strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787813" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html" title="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet">Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html" title="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788944198908_320.jpg" alt="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet"></a></article></aside><p><br>Ein solcher horizontaler Temperaturgradient, wie in Meteorolog*innen nennen, kann zu Gewitterlinien führen. Grund dafür ist der Eintrag kalter Luftmassen, die wärmere und feuchte Luft in die Höhe verdrängen. Durch die vertikale Bewegung der wärmeren Luft, formen sich Gewitterwolken und Energie wird freigesetzt, was zu Donner und Blitzen führen kann. <strong>Rechnen Sie daher in der Nach Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch mit leichten Gewittern. Eine Unwetterwarnung gibt es aktuell nicht.</strong></p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/goldener-herbst-in-frankfurt-gro-wetterlage-zeigt-ende-des-regens-und-herbsteinbruch-1789118781790.jpg" data-image="i9fyvomxujcb" alt="Temperaturen, 850 hPa, Kaltlufteintrag" title="Temperaturen, 850 hPa, Kaltlufteintrag"><figcaption>Die Großwetterlage wird vom Island- und Skandinavientief dominiert. Zusammen mit einem stabilen Azorenhoch wird kalte Polarluft nach Deutschland getragen.</figcaption></figure><h3>Kommt der goldene Herbst nach Frankfurt?</h3><p>Diese Frage beantwortet uns der allseits beliebte Großlagenwetterfrosch Dieter Donner. Er konsultiert die Position des Jet-Streams (siehe Video), die sich im Laufe der Tage zu einer Wellenform etabliert. Dies begünstigt die <strong>Entwicklung eines Azorenhochs und Islandtiefs</strong>, welche noch gerade so am Rande des mitgelieferten Bildes der 850 hPa Temperaturen erkennbar sind. Diese beiden Druckgebiete prägen häufig das Wetter in Europa und auch in Deutschland.</p><p>Meteorologen fassen die Information dieser beiden Druckgebiete in dem sogenannten <a href="https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/pna/nao.shtml">NAO-Index</a> (also North-Atlantic-Oscillation-Index) zusammen. Ähnlich wie der El Ni ño das Wetter in der Pazifik-Region (und darüber hinaus) beeinflusst, wirkt die NAO auf das Wetter in Europa.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787445" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html" title="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht">Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html" title="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/como-el-nino-amenaza-con-alterar-el-clima-global-al-calentar-el-oceano-pacifico-1787798615886_320.jpg" alt="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht"></a></article></aside><p>Sind das Azorenhoch und Islandtief stark ausgeprägt, so <strong>verstärken sich die Westwinde über dem Atlantik.</strong> Dadurch wird vermehrt feuchte und milde Atlantikluft nach Europa getragen. Normalerweise bedeutet dies, feuchteres und milderes Wetter in Nord- und Mitteleuropa sowie trockeneres Wetter im mediterranen Raum. </p><p>Aktuell mischt sich jedoch ein <strong>starkes Skandinavientief</strong> in die Großwetterlage ein. In dieser Dreier-Konstellation wird gerade vermehrt <strong>trockene und kalte Polarluft</strong> Richtung Deutschland getragen. Dies erklärt einerseits den Temperatursturz in der Höhe von 850 hPa - und damit die Gewitterlinie über <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> - führt aber auch dazu, dass voraussichtlich das Wetter in dritten September Woche trockener und kälter wird. Laut Modellen fällt die Temperatur in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Frankfurt+am+Main-Europa-Deutschland-Hessen--nxw-26566.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Frankfurt</a> auf um 19 °C, doch es bleibt trocken und leicht bewölkt: ganz getreu eines goldenen Herbstes.</p><p><strong>Ich wünsche Ihnen eine goldene Herbstwoche auch unabhängig von der aktuellen Wolkendecke.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/goldener-herbst-in-frankfurt-gro-wetterlage-zeigt-ende-des-regens-und-herbsteinbruch.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Agentic AI: Künstliche Intelligenz erledigt komplexe Aufgaben zunehmend selbstständig]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/agentic-ai-kunstliche-intelligenz-erledigt-komplexe-aufgaben-zunehmend-selbststandig.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 08:07:49 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Nach der Bilderkennung und generativen KI rückt nun eine neue Generation von künstlicher Intelligenz in den Fokus: Systeme, die Aufgaben planen, Werkzeuge auswählen und Ergebnisse eigenständig weiterverarbeiten. Die Rede ist von der Agentic AI – künstliche Intelligenz, die selbst agieren – also handeln – kann.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/agentic-ai-kunstliche-intelligenz-erledigt-komplexe-aufgaben-zunehmend-selbststandig-1789083911635.png" alt="Agentic AI zeichnet sich als nächste Generation der KI-Anwendungen ab." title="Agentic AI zeichnet sich als nächste Generation der KI-Anwendungen ab."><figcaption>Agentic AI zeichnet sich als nächste Generation der KI-Anwendungen ab. Bild: KI-generiert</figcaption></figure><p>Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Auf Systeme zur Bilderkennung folgte der breite Einsatz generativer KI, die Texte, Bilder, Softwarecode und andere Inhalte erzeugen kann. Mit agentischer KI (Agentic AI) zeichnet sich nun ein weiterer Entwicklungsschritt ab: KI-Systeme sollen nicht mehr nur auf einzelne Eingaben reagieren, sondern eigenständig mehrstufige Aufgaben bearbeiten.</p><p>Der entscheidende Unterschied liegt in der Arbeitsweise. Ein klassischer Chatbot beantwortet Anfragen auf Grundlage seiner verfügbaren Informationen. Ein KI-Agent kann dagegen eine umfangreiche Aufgabe in mehrere Schritte zerlegen, geeignete Werkzeuge auswählen, Zwischenergebnisse bewerten und anschließend selbst entscheiden, wie der Prozess fortgesetzt werden soll. Der Mensch gibt dabei zunehmend das Ziel vor, statt jeden einzelnen Arbeitsschritt zu definieren.</p><h2>Von der Antwort zum Handeln</h2><p>Agentic AI ist deshalb weniger als Technologie zu verstehen, bei der verschiedene Komponenten zusammengefügt werden. Ein Sprachmodell kann beispielsweise die Aufgabe analysieren und einen Plan erstellen. Spezialisierte Agenten oder Softwarewerkzeuge übernehmen anschließend Recherchen, Berechnungen, Datenbankabfragen oder Simulationen. Mit den Ergebnissen kann wiederum weitergeplant werden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/agentic-ai-kunstliche-intelligenz-erledigt-komplexe-aufgaben-zunehmend-selbststandig-1789084071667.jpg" alt="KI-Agenten können anspruchsvolle, komplexe Aufgaben übernehmen und passgenaue Lösungen vorschlagen." title="KI-Agenten können anspruchsvolle, komplexe Aufgaben übernehmen und passgenaue Lösungen vorschlagen."><figcaption>KI-Agenten können anspruchsvolle, komplexe Aufgaben übernehmen und passgenaue Lösungen vorschlagen. Bild: Fraunhofer IWU</figcaption></figure><p>Und in unterschiedlichen Bereichen gibt es das bereits. Im Kundenservice können KI-Agenten nicht nur Anfragen beantworten, sondern ganze Vorgänge bearbeiten. In der Softwareentwicklung analysieren sie Anforderungen, schreiben Code, führen Tests durch und korrigieren Fehler. Auch bei Recherche, Wissensmanagement und administrativen Unternehmensprozessen können sie mehrere Anwendungen miteinander verbinden.</p><p>Besonders interessant wird das dort, wo Aufgaben nicht nach festem Schema ablaufen. Wenn das Ergebnis eines Arbeitsschritts darüber entscheidet, welche Untersuchung als Nächstes erforderlich ist, stoßen herkömmliche Automatisierungen schneller an ihre Grenzen. Agenten können jedoch ihren Ablauf entsprechend anpassen.</p><p>Auch in der Produktion eröffnet das neue Möglichkeiten. In Fertigungsprozessen etwa können Fehler oder Qualitätsschwankungen häufig nicht anhand einzelner Messwerte beseitigt werden. Stattdessen müssen Daten verschiedener Maschinen und Arbeitsschritte zusammengeführt und unterschiedliche Hypothesen überprüft werden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/agentic-ai-kunstliche-intelligenz-erledigt-komplexe-aufgaben-zunehmend-selbststandig-1789083925584.jpg" alt="Beispiel für einen KI-Agenten: die Produktionsplattform Orcha-3, die eigens dafür entwickelt wurde, verschiedene Produktionsprozesse zu überwachen und auszuwerten." title="Beispiel für einen KI-Agenten: die Produktionsplattform Orcha-3, die eigens dafür entwickelt wurde, verschiedene Produktionsprozesse zu überwachen und auszuwerten."><figcaption>Beispiel für einen KI-Agenten: die Produktionsplattform Orcha-3, die eigens dafür entwickelt wurde, verschiedene Produktionsprozesse zu überwachen und auszuwerten. Bild: Fraunhofer IWU</figcaption></figure><p>Genau hier setzt beispielsweise das Fraunhofer IWU mit der eigens entwickelten Produktionsplattform <em>Orcha-3 </em>an. Dabei werden spezialisierte Agenten, die einzelne Analyseaufgaben übernehmen, mit einer übergeordneten Planung verbunden. Eine Fragestellung kann dann schrittweise untersucht werden, ohne dass ein Mensch die einzelnen Analyseschritte vorgibt.</p><h2>Vertrauen und Kontrolle</h2><p>Je eigenständiger die Systeme werden, umso mehr wird von Kontrolle und Sicherheit gefordert. Unternehmen müssen nachvollziehen können, welche Daten verwendet und welche Aktionen ausgeführt wurden, auch wie entschieden wird, besonders in sensiblen Produktionsumgebungen. Datenschutz, Zugriffsbeschränkungen und die Protokollierung aller Arbeitsschritte werden daher immer wichtiger.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="711464" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/kuenstliche-intelligenz-erkennt-kein-nein-und-das-ist-ein-gross-es-problem-fuer-medizinische-anwendungen.html" title="Künstliche Intelligenz erkennt kein ‚Nein‘ – und das ist ein großes Problem für medizinische Anwendungen">Künstliche Intelligenz erkennt kein ‚Nein‘ – und das ist ein großes Problem für medizinische Anwendungen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/kuenstliche-intelligenz-erkennt-kein-nein-und-das-ist-ein-gross-es-problem-fuer-medizinische-anwendungen.html" title="Künstliche Intelligenz erkennt kein ‚Nein‘ – und das ist ein großes Problem für medizinische Anwendungen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/kuenstliche-intelligenz-erkennt-kein-nein-und-das-ist-ein-gross-es-problem-fuer-medizinische-anwendungen-1747802233706_320.png" alt="Künstliche Intelligenz erkennt kein ‚Nein‘ – und das ist ein großes Problem für medizinische Anwendungen"></a></article></aside><p>Agentic AI bedeutet nicht zwangsläufig, dass Menschen aus der Arbeit verschwinden. Vielmehr verschiebt sich ihr Aufgabenfeld: Sie definieren Ziele und Regeln, überwachen kritische Entscheidungen und greifen ein, wenn die Systeme an ihre Grenzen stoßen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="706311" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/kunstliche-intelligenz-ist-der-neue-feind-der-umwelt-energieverbrauch-konnte-sich-verdoppeln.html" title="Künstliche Intelligenz ist der neue Feind der Umwelt: Energieverbrauch könnte sich verdoppeln">Künstliche Intelligenz ist der neue Feind der Umwelt: Energieverbrauch könnte sich verdoppeln</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/kunstliche-intelligenz-ist-der-neue-feind-der-umwelt-energieverbrauch-konnte-sich-verdoppeln.html" title="Künstliche Intelligenz ist der neue Feind der Umwelt: Energieverbrauch könnte sich verdoppeln"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/l-intelligenza-artificiale-e-il-nuovo-nemico-dell-ambiente-il-consumo-energetico-potrebbe-raddoppiare-1744716169308_320.jpg" alt="Künstliche Intelligenz ist der neue Feind der Umwelt: Energieverbrauch könnte sich verdoppeln"></a></article></aside><p>Damit könnte agentische KI zu einem wichtigen nächsten Schritt der Automatisierung werden. Ihre besondere Fähigkeit liegt nicht darin, Aufgaben schneller zu erledigen, sondern darin, komplexe Vorgänge aus vielen aufeinanderfolgenden Entscheidungen selbstständig zu koordinieren.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Fraunhofer-Institut%20f%C3%BCr%20Werkzeugmaschinen%20und%20Umformtechnik%20IWU" data-year="2026" data-title="Agentic%20AI%3A%20%C2%BBDas%20n%C3%A4chste%20gro%C3%9Fe%20Ding%C2%AB%20nach%20Bilderkennung%20und%20generativer%20KI%20%E2%80%93%20auch%20in%20der%20Industrie" data-url="https%3A%2F%2Fwww.iwu.fraunhofer.de%2Fde%2Fpresse-und-medien%2Fpresseinformationen%2F2026-agentic-ai-das-naechste-grosse-ding-nach-neuronalen-netzen-und-generativer-ki-auch-in-der-industrie.html">Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. (2026). <a href="https://www.iwu.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026-agentic-ai-das-naechste-grosse-ding-nach-neuronalen-netzen-und-generativer-ki-auch-in-der-industrie.html" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Agentic AI: »Das nächste große Ding« nach Bilderkennung und generativer KI – auch in der Industrie</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/agentic-ai-kunstliche-intelligenz-erledigt-komplexe-aufgaben-zunehmend-selbststandig.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Gerechte Ungleichheit? Warum Menschen weltweit anders über Glück und Leistung urteilen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/gerechte-ungleichheit-warum-menschen-weltweit-anders-uber-gluck-und-leistung-urteilen.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 08:07:19 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Wann gilt Einkommensungleichheit als gerecht? In westlich geprägten Ländern wie der Schweiz zählt Leistung besonders stark, während in Teilen Asiens auch zufälliger Wohlstand eher akzeptiert wird. Das geht aus einer neuen Studie hervor.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/gerechte-ungleichheit-warum-menschen-weltweit-anders-uber-gluck-und-leistung-urteilen-1789083365923.jpg" alt="Glückskeks" title="Glückskeks"><figcaption>Glück oder Leistung – welches Einkommen wird weltweit für gerecht gehalten? Bild: Pablo Jimeno/Pixabay</figcaption></figure><p>Ungleichheit wird nicht allein danach beurteilt, wie groß sie ist. Entscheidend ist für viele Menschen auch, aus welchen Gründen jemand mehr besitzt als andere. Eine internationale Studie der Universität Zürich zeigt nun, dass Vorstellungen von gerechter Verteilung weltweit erheblich auseinandergehen.</p><p>Für die Untersuchung wurden rund 65.000 Menschen in 60 Ländern befragt. Damit repräsentiert die Studie etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung, was einen ungewöhnlich breiten gesellschaftlichen und kulturellen Vergleich erlaubt.</p><h2>Leistung in der Schweiz</h2><p>Im Mittelpunkt stand die Frage, wann Einkommensunterschiede moralisch gerechtfertigt sind. Die Teilnehmenden sollten unter anderem entscheiden, wie Beschäftigte auf einer Online-Arbeitsplattform einen Bonus erhalten sollten: entsprechend ihrer erbrachten Leistung oder per Zufallsauslosung.</p><p>Dabei kam heraus, dass Menschen weltweit Einkommensunterschiede eher akzeptieren, wenn diese auf Arbeit und Leistung – und nicht auf Glück – zurückzuführen sind. In der Schweiz ist diese Haltung besonders ausgeprägt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/gerechte-ungleichheit-warum-menschen-weltweit-anders-uber-gluck-und-leistung-urteilen-1789083372057.jpg" alt="Laptop" title="Laptop"><figcaption>In Ländern mit starken Demokratien herrscht eher ein leistungsorientiertes Verständnis von finanzieller Gerechtigkeit vor. Bild: hamonazaryan1/Pixabay</figcaption></figure><p>„Ein leistungsorientiertes Verständnis von Fairness sehen wir vor allem in Ländern mit demokratischen politischen Systemen, die wohlhabend, gleichberechtigt und individualistisch sind“, sagt Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Ingvild Almås von der Universität Zürich. Die Studie wurde gemeinsam mit norwegischen Forschern durchgeführt.</p><p>Die Schweizer Bevölkerung zum Beispiel befürwortet zugleich eine gewisse Umverteilung. Die Zustimmung steigt besonders dann, wenn Vermögen oder Einkommen größtenteils durch Zufall entstanden sind. Ungleichheit erscheint demnach weniger problematisch, wenn sie als Ergebnis eigener Anstrengung verstanden wird.</p><h2>Unterschied zu China und Indien</h2><p>Dieses Muster ist aber keineswegs universell. In nicht-westlichen Ländern wie China und Indien fanden die Forschenden eine größere Akzeptanz von Wohlstand, der durch Glück oder Zufall entstanden ist. Zugleich sprach sich dort eine Mehrheit dagegen aus, den zufällig erworbenen Wohlstand umzuverteilen.</p><p>Die Ursachen dafür sind noch nicht abschließend geklärt. Kulturelle Prägungen könnten eine Rolle spielen, und auch religiöse Vorstellungen kommen als Einflussfaktor infrage. „In künftigen Studien werden wir untersuchen, inwieweit diese unterschiedlichen Präferenzen zur Umverteilung mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen zusammenhängen“, erklärt Almås.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/gerechte-ungleichheit-warum-menschen-weltweit-anders-uber-gluck-und-leistung-urteilen-1789083377726.jpg" alt="Roulette" title="Roulette"><figcaption>In einigen asiatischen Ländern wie Indien und China wird Geld, das durch eine glückliche Fügung erworben wurde, eher akzeptiert als in westlich geprägten Ländern. Bild: Jeremy Kyejo/Pixabay</figcaption></figure><p>Die damit verbundene Frage betrifft nur die Steuerpolitik: Welche Form von Ungleichheit ist gesellschaftlich überhaupt legitim? Denn dieselbe Einkommensdifferenz kann je nach vermuteter Ursache unterschiedlich bewertet werden.</p><h2>Warum Umverteilung akzeptiert wird</h2><p>Denkbar ist auch, dass Menschen höhere Steuern für Wohlhabende ablehnen, weil sie befürchten, diese könnten anschließend weniger arbeiten. Laut Studie spielt dieser mögliche ökonomische Effekt jedoch eine geringere Rolle als die Frage, ob ein Einkommen durch Leistung oder Zufall zustande kommt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="774614" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimakatastrophen-treffen-arme-besonders-hart-studie-zeigt-dass-soziale-ungleichheit-uber-menschenleben-entscheidet.html" title="Klimakatastrophen treffen Arme besonders hart: Studie zeigt, dass soziale Ungleichheit über Menschenleben entscheidet">Klimakatastrophen treffen Arme besonders hart: Studie zeigt, dass soziale Ungleichheit über Menschenleben entscheidet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimakatastrophen-treffen-arme-besonders-hart-studie-zeigt-dass-soziale-ungleichheit-uber-menschenleben-entscheidet.html" title="Klimakatastrophen treffen Arme besonders hart: Studie zeigt, dass soziale Ungleichheit über Menschenleben entscheidet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/klimakatastrophen-treffen-arme-besonders-hart-studie-zeigt-dass-soziale-ungleichheit-uber-menschenleben-entscheidet-1781809682394_320.jpg" alt="Klimakatastrophen treffen Arme besonders hart: Studie zeigt, dass soziale Ungleichheit über Menschenleben entscheidet"></a></article></aside><p>Die Forschungspraxis untersucht normalerweise eher <strong>WEIRD-Gesellschaften</strong>: westliche, gebildete, industrialisierte, wohlhabende und demokratische Länder (western, educated, industrialised, rich, democratic). Die globale Perspektive macht nun sichtbar, dass Gerechtigkeitsvorstellungen keineswegs überall gleich sind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="719784" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/mit-forscher-zeigen-speisekarten-spiegeln-soziale-ungleichheit-wider-von-boston-bis-dubai.html" title="MIT-Forscher zeigen: Speisekarten spiegeln soziale Ungleichheit wider – von Boston bis Dubai">MIT-Forscher zeigen: Speisekarten spiegeln soziale Ungleichheit wider – von Boston bis Dubai</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/mit-forscher-zeigen-speisekarten-spiegeln-soziale-ungleichheit-wider-von-boston-bis-dubai.html" title="MIT-Forscher zeigen: Speisekarten spiegeln soziale Ungleichheit wider – von Boston bis Dubai"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/mit-forscher-zeigen-speisekarten-spiegeln-soziale-ungleichheit-wider-von-boston-bis-dubai-1752505423997_320.png" alt="MIT-Forscher zeigen: Speisekarten spiegeln soziale Ungleichheit wider – von Boston bis Dubai"></a></article></aside><p>„Ungleichheit ist ein wichtiges globales Thema“, sagt Almås. „Eine entscheidende Frage ist, wie Ungleichheit in der Gesellschaft moralisch gerechtfertigt wird.“ Genau darin liegt die Bedeutung des Datensatzes: Er bietet eine Grundlage, um künftig genauer zu untersuchen, wie kulturelle Vorstellungen von Leistung, Glück und Fairness die politische Stimmung prägen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Alm%C3%A5s%2C%20I.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="Fairness%20Across%20The%20World.%20The%20Quarterly%20Journal%20of%20Economics" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1093%2Fqje%2Fqjag044">Almås, I., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1093/qje/qjag044" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Fairness Across The World. The Quarterly Journal of Economics</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/gerechte-ungleichheit-warum-menschen-weltweit-anders-uber-gluck-und-leistung-urteilen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Satellitendaten zeigen eine Verstärkung des Golfstroms, einer wichtigen Komponente der AMOC]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/satellitendaten-zeigen-eine-verstarkung-des-golfstroms-einer-wichtigen-komponente-der-amoc.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 07:17:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Eine neue Studie der NOAA zeigt, dass sich der Golfstrom zwischen 2014 und 2023 rapide verstärkt hat. Eine Beschleunigung der Strömung kann zu einem verstärkten Wärmetransport in höhere Breitengrade führen, wodurch sich die Meeresoberfläche erwärmt und mehr Wärme an die Atmosphäre abgegeben wird.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/intensificacion-de-la-corriente-del-golfo-1788493334720.png" data-image="lrkgp6b4ohzv" alt="Les données Satellitendaten zeigen eine Zunahme der Stärke des Golfstroms. Quelle: NOAA.satellitaires révèlent l’intensification du Gulf Stream. Source : NOAA." title="Les données Satellitendaten zeigen eine Zunahme der Stärke des Golfstroms. Quelle: NOAA.satellitaires révèlent l’intensification du Gulf Stream. Source : NOAA."><figcaption>Satellitendaten zeigen eine Zunahme der Stärke des Golfstroms. Quelle: NOAA.</figcaption></figure><p>Der Golfstrom, eine der schnellsten Meeresströmungen der Welt, verläuft entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten und transportiert große Mengen warmen Wassers aus den niedrigeren Breitengraden in Richtung der höheren Breitengraden des Nordatlantiks. Je stärker er wird, desto mehr Wärme befördert er nach Norden. Veränderungen seiner Stärke und seines Verlaufs beeinflussen das Klima, die Wetterverhältnisse, die marinen Ökosysteme und den Meeresspiegel in den Küstenregionen des Nordatlantiks.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/intensificacion-de-la-corriente-del-golfo-1788493361367.gif" data-image="r55422xob1iq" alt="Diese Animation zeigt, wie der Golfstrom warmes Wasser in den Nordatlantik befördert, wodurch das kältere Wasser absinkt und sich nach Süden verlagert. Bildquelle: NASA/Goddard Space Flight Center Scientific Visualization Studio" title="Diese Animation zeigt, wie der Golfstrom warmes Wasser in den Nordatlantik befördert, wodurch das kältere Wasser absinkt und sich nach Süden verlagert. Bildquelle: NASA/Goddard Space Flight Center Scientific Visualization Studio"><figcaption>Diese Animation zeigt, wie der Golfstrom warmes Wasser in den Nordatlantik befördert, wodurch das kältere Wasser absinkt und sich nach Süden verlagert. Bildquelle: NASA/Goddard Space Flight Center Scientific Visualization Studio</figcaption></figure><p>In einer Studie, die von Wissenschaftlern des Atlantic Oceanographic and Meteorological Laboratory (AOML) der NOAA und des Cooperative Institute for Marine and Atmospheric Studies (CIMAS) an der Universität von Miami durchgeführt wurde, ergab eine Analyse von 31 Jahren – von 1993 bis 2023 – von kontinuierlichen Beobachtungen mittels Satellitenaltimetrie ergab sich eine erhebliche Schwankung der Stärke des Golfstroms von Jahr zu Jahr und über Jahrzehnte hinweg und folglich auch beim Transport von Wassermassen. Dank dieses mehrere Jahrzehnte umfassenden Datensatzes konnten die Forscher einen längeren Zeitraum der Abschwächung zwischen 2005 und 2014 feststellen, auf den eine rasche Verstärkung folgte, die etwa 2014 einsetzte und bis 2023 anhielt.</p><p>Veränderungen in der Stärke des Golfstroms stehen im Zusammenhang mit Veränderungen in der Zirkulation des subtropischen Wirbels – einem riesigen System rotierender Meeresströmungen. Ein schnellerer Golfstrom, der einem nördlicheren und stabileren Verlauf folgt, geht in der Regel mit einem verstärkten Wirbel einher. Umgekehrt ist ein langsamerer Golfstrom mit einem südlicheren und instabileren Verlauf mit einem abgeschwächten Wirbel verbunden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/intensificacion-de-la-corriente-del-golfo-1788493414988.jpg" data-image="n50uo07b39ku" alt="Beschleunigte Meeresströmungen: Satellitenhöhenmessungen zeigen eine Beschleunigung des Golfstroms nach 2014, sobald dieser sich von der Küste entfernt hat. Quelle: NOAA." title="Beschleunigte Meeresströmungen: Satellitenhöhenmessungen zeigen eine Beschleunigung des Golfstroms nach 2014, sobald dieser sich von der Küste entfernt hat. Quelle: NOAA."><figcaption>Beschleunigte Meeresströmungen: Satellitenhöhenmessungen zeigen eine Beschleunigung des Golfstroms nach 2014, sobald dieser sich von der Küste entfernt hat. Quelle: NOAA.</figcaption></figure><p>Die Studie zeigt, dass sich der Golfstrom zwischen 1993 und 2011 allmählich nach Süden verlagerte und zunehmend instabiler wurde. Ab 2014 verlagerte er sich nach Norden und wurde stabiler, wobei sich seine Stärke bis 2023 weiter verstärkte. Diese Veränderungen wurden durch großräumige Windmuster über dem subtropischen Nordatlantik verursacht, die den Ozeanstrom insgesamt verstärkten.</p><p>„<em>Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklung des Golfstroms weitaus dynamischer ist als eine bloße Verlangsamung. Während die stromaufwärts gerichtete Strömung durch die Floridastraße – zwischen Florida und den Bahamas – relativ konstant blieb, beschleunigte sich der Golfstrom weiter stromabwärts, nachdem er sich von der Küste gelöst und zu einem frei fließenden Jetstream geworden war, ab 2014 rapide</em>“, sagte Shenfu Dong, Ozeanograph am AOML und Hauptautor der Studie.</p><p>Es ist wichtig zu betonen, dass sich der Golfstrom entlang der US-Küste anders verhält als auf seinem Weg hinaus ins offene Meer. Obwohl diese Studie Veränderungen in seiner Intensität festgestellt hat, lässt sich dieses Ergebnis daher nicht direkt mit der gesamten atlantischen meridionalen Umwälzströmung (AMOC) in Verbindung bringen. Jeder Teil des Systems reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen ozeanischen Antriebsmechanismen, wie beispielsweise einen windgetriebenen Wirbel. Der Golfstrom ist nur ein Teil der AMOC.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="779033" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-freitag-100-liter-regen-hagel-wie-golfballe-es-geht-nicht-leise-zu-ende.html" title="Unwetter-Freitag! 100 Liter Regen, Hagel wie Golfbälle – „Es geht nicht leise zu Ende'">Unwetter-Freitag! 100 Liter Regen, Hagel wie Golfbälle – „Es geht nicht leise zu Ende"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-freitag-100-liter-regen-hagel-wie-golfballe-es-geht-nicht-leise-zu-ende.html" title="Unwetter-Freitag! 100 Liter Regen, Hagel wie Golfbälle – „Es geht nicht leise zu Ende'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-freitag-100-liter-regen-hagel-wie-golfballe-es-geht-nicht-leise-zu-ende-1784271527301_320.jpg" alt="Unwetter-Freitag! 100 Liter Regen, Hagel wie Golfbälle – „Es geht nicht leise zu Ende'"></a></article></aside><p>Der Golfstrom ist eine starke westliche Grenzströmung des subtropischen Nordatlantiks und ein wichtiger Bestandteil der atlantischen meridionalen Umwälzströmung. Er hat einen erheblichen Einfluss auf den Meeresspiegel entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten sowie auf Wetter- und Klimaschwankungen in den an den Nordatlantik angrenzenden Regionen. Da sich der Golfstrom bis nach Europa erstreckt, beeinflusst er auch das Winterklima im Vereinigten Königreich und in Westeuropa.</p><p>Ein stärkerer Golfstrom geht mit milderen und feuchteren Wintern einher, während eine schwächere Strömung mit kälteren und trockeneren Bedingungen verbunden ist. Modelle deuten zudem darauf hin, dass die Nährstoffkonzentrationen im Golfstromgebiet höher sind, wenn der Golfstrom einen südlicheren Verlauf nimmt, was sich auf marine Ökosysteme und die Fischerei auswirkt.</p><p>Eine kontinuierliche Beobachtung kann Wissenschaftlern helfen, die Schwankungen des Golfstroms und deren mögliche Auswirkungen auf das Wetter und das Klima im gesamten Nordatlantik sowie in den angrenzenden Ländern, darunter auch Großbritannien, besser zu verstehen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Dong%2C%20S.%2C%20Goes%2C%20M.%2C%20Volkov%2C%20D.%2C%20Lee%2C%20S.-K.%2C%20%26%20Lopez" data-year="" data-title="Rapid%20surface%20intensification%20of%20the%20Gulf%20Stream%20since%202014.%20Geophysical%20Research%20Letters" data-url="https%3A%2F%2Fagupubs.onlinelibrary.wiley.com%2Fdoi%2F10.1029%2F2026GL122338">Dong, S., Goes, M., Volkov, D., Lee, S.-K., & Lopez. <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2026GL122338" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Rapid surface intensification of the Gulf Stream since 2014. Geophysical Research Letters</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/satellitendaten-zeigen-eine-verstarkung-des-golfstroms-einer-wichtigen-komponente-der-amoc.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Weltraumentdeckung: Ein Planetensystem mit einem Lava-Planeten und einer weiteren Welt]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/weltraumentdeckung-ein-planetensystem-mit-einem-lava-planeten-und-einer-weiteren-welt.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 06:12:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>In einer Entfernung von 337 Lichtjahren beherbergt ein Roter Zwerg zwei gegensätzliche Planeten: einen glühend heißen, der möglicherweise von Lava bedeckt ist, und eine weitere Welt mit gemäßigtem Klima, die sich in der bewohnbaren Zone ihres Muttersterns befindet.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/hallazgo-espacial-un-sistema-planetario-con-un-planeta-de-lava-y-otro-donde-podria-haber-vida-1788487164924.jpg" data-image="3v3mr7ytem1x"><figcaption>Künstlerische Darstellung des Planetensystems TOI-1752 und seiner beiden Exoplaneten: der Lava-Welt TOI-1752 b und des potenziell bewohnbaren TOI-1752 c. Bildnachweis: Alberto Peláez Torres (IAA-CSIC).</figcaption></figure><p>Etwa 337 Lichtjahre von der Erde entfernt beherbergt TOI-1752 zwei Planeten, deren Existenz von einem Team des Teide-Observatoriums bestätigt wurde – ein Paar, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Das System umkreist einen roten Zwerg vom Typ M1, einen Stern, der kleiner, kühler und lichtschwächer ist als unsere Sonne.</p><p>Rote Zwerge eignen sich besonders gut für diese Suche, da kleine Planeten einen relativ großen Teil ihres Lichts verdecken können, wenn sie vor ihnen vorbeiziehen. Anhand dieser periodischen Helligkeitsabnahme, die als Transit bezeichnet wird, können Astronomen die Umlaufzeit eines Planeten berechnen und seine Größe abschätzen.</p><p>TESS, das Weltraumteleskop der NASA, das speziell für die Suche nach Exoplaneten entwickelt wurde, hat die beiden ersten Signale erfasst. Ein wiederkehrender Helligkeitsabfall deutet jedoch lediglich auf einen Kandidaten hin, da auch bedeckende Sterne, benachbarte Objekte oder instrumentelle Fehler den Transit eines Planeten vortäuschen können.</p><div class="texto-destacado">Der innere Planet, TOI-1752 b, hat einen Radius von 1,69 Erdradien und benötigt nur 0,935 Tage für eine Umlaufbahn. TOI-1752 c hingegen hat einen Radius von 2,29 Erdradien und bewegt sich auf einer weiter ausgerichteten Umlaufbahn, wobei ein Jahr laut der kombinierten Analyse 32,7 Erdtagen entspricht.</div><p>Diese Architektur macht das System zu einem natürlichen Labor, in dem die innere Welt extremer Strahlung ausgesetzt ist, während der äußere Planet eine Energiemenge erhält, die mit gemäßigten Bedingungen vereinbar ist. Ein Vergleich der beiden Planeten um denselben Stern könnte Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie die Entfernung die Oberflächen und Atmosphären der Planeten prägt.</p><h2>Planeten kommen in Sicht</h2><p>Um die Kandidaten zu bestätigen, kombinierte das Team TESS-Daten mit Beobachtungen mehrerer bodengestützter Teleskope. Mithilfe der Mehrfarbenphotometrie wurde untersucht, ob die Helligkeitsabfälle über verschiedene Filter hinweg die gleiche Tiefe aufwiesen, wie es bei einem echten Planetentransit zu erwarten wäre.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/hallazgo-espacial-un-sistema-planetario-con-un-planeta-de-lava-y-otro-donde-podria-haber-vida-1788487062068.png" data-image="unzctyn8i5xq"><figcaption>TOI-1752 c ist ein neptunähnlicher Exoplanet, der einen Stern vom Typ M umkreist. Er hat die 5,86-fache Masse der Erde, benötigt 32,7 Tage für eine Umlaufbahn um seinen Stern und befindet sich in einer Entfernung von 0,1614 AE von diesem. Seine Entdeckung wurde im Jahr 2026 bekannt gegeben. Bildquelle: NASA.</figcaption></figure><p>MuSCAT2, das am Carlos-Sánchez-Teleskop der Teide-Sternwarte installiert ist, und MuSCAT3, das sich auf Hawaii befindet, lieferten gleichzeitige Messungen bei mehreren Wellenlängen. Zudem wurden hochauflösende Aufnahmen genutzt, um nach nahen Sternen zu suchen, deren Licht das Signal verfälschen und ein falsch positives Ergebnis hervorrufen könnte.</p><p>Im Rahmen des TRICERATOPS-Programms wurden Planetenszenarien anhand von Lichtkurven, Gaia-Daten, kontrastreichen Aufnahmen und Sternpopulationsmodellen mit alternativen Erklärungsansätzen verglichen. Die Wahrscheinlichkeit für falsch-positive Ergebnisse lag unterhalb des erforderlichen Schwellenwerts, wobei bekannte benachbarte Quellen keinen Beitrag dazu leisteten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786347" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren.html" title="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren">In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren.html" title="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren-1788164255333_320.png" alt="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren"></a></article></aside><p>Ein neuronales Netzwerk namens WATSON-Net lieferte eine unabhängige Überprüfung, reichte jedoch allein nicht aus, um beide Objekte zu validieren. Die Schlussfolgerung ergab sich aus der Gesamtheit der Beweise: konsistente periodische Signale, mehrfarbige Folgebeobachtungen, das Fehlen von Störquellen und eine sehr geringe statistische Wahrscheinlichkeit für Falschmeldungen.</p><h3>Eine Welt, die kurz vor dem Schmelzen steht</h3><p>TOI-1752 b umkreist seinen Stern in einem Abstand von nur 0,016 Astronomischen Einheiten, was etwa 4 % der Entfernung zwischen Merkur und Sonne entspricht. Seine geschätzte Gleichgewichtstemperatur erreicht 1.036 Kelvin – hoch genug, um ihn nahe an die Schwelle zu bringen, ab der bestimmte Gesteinsarten zu schmelzen beginnen.</p><p>Der Begriff „Lava-Welt“ beschreibt ein physikalisches Szenario und nicht die direkte Beobachtung glühender Ozeane aus geschmolzenem Gestein. Modelle deuten darauf hin, dass auf der Tagseite des Planeten geschmolzenes Gestein bestehen bleiben könnte, abhängig von dessen Zusammensetzung, der Albedo und der Effizienz, mit der der Planet Wärme umverteilt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/hallazgo-espacial-un-sistema-planetario-con-un-planeta-de-lava-y-otro-donde-podria-haber-vida-1788487000414.png" data-image="ofidaavk35hk"><figcaption>TOI-1752 b ist ein Super-Erde-Exoplanet, der einen Stern vom Typ M umkreist. Er hat eine Masse, die dem 3,51-Fachen der Erdmasse entspricht, benötigt 0,9 Tage für eine Umlaufbahn um seinen Stern und befindet sich in einer Entfernung von 0,01624 AE von diesem. Seine Entdeckung wurde im Jahr 2026 bekannt gegeben. Bildquelle: NASA.</figcaption></figure><p>Angesichts seiner Größe und seiner Nähe zu seinem Stern ist er wahrscheinlich felsig und hat möglicherweise seine ursprüngliche Atmosphäre bereits verloren. Dennoch könnte Magma Gase aus dem Inneren des Planeten freisetzen und so eine sekundäre Atmosphäre aufrechterhalten, die durch Aktivitäten an der Oberfläche kontinuierlich aufgefüllt wird.</p><p>In der Studie wurden Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop simuliert, um zwischen nackten Oberflächen und Atmosphären zu unterscheiden, die reich an Kohlendioxid oder Wasserdampf sind. Das Signal wäre zwar schwach, doch Beobachtungen mehrerer sekundärer Finsternisse könnten Aufschluss darüber geben, wie der Planet Wärme abgibt, insbesondere im Bereich um 15 Mikrometer.</p><h3>„Bewohnbar“ bedeutet nicht „bewohnt“</h3><p>TOI-1752 c befindet sich mit 0,161 Astronomischen Einheiten zehnmal weiter vom Stern entfernt als sein Begleiter. Seine Gleichgewichtstemperatur liegt bei etwa 291 Kelvin oder rund 18 Grad Celsius, wobei dieser idealisierte Wert nicht unbedingt die tatsächliche Oberflächentemperatur des Planeten widerspiegelt.</p><p>Die Lage innerhalb der „optimistischen bewohnbaren Zone“ bedeutet lediglich, dass der Planet eine Energiemenge erhält, die nach einigen Atmosphärenmodellen mit flüssigem Wasser vereinbar sein könnte. Dies bestätigt jedoch weder das Vorhandensein von Ozeanen noch von Leben. Wissenschaftler müssen noch seine Masse, Zusammensetzung, den atmosphärischen Druck, die Wolkendecke und die Reaktion auf die Sternstrahlung bestimmen.</p><p>Aufgrund seines Radius gehört er zur Kategorie der „Sub-Neptune“ – einer Klasse von Planeten, die in unserem Sonnensystem nicht vorkommt und die sowohl Gesteinswelten als auch wasserreiche Planeten oder von dicken Gasschichten umhüllte Welten umfassen kann. Sollte Gas den größten Teil seiner Zusammensetzung ausmachen, verfügt er möglicherweise nicht einmal über eine zugängliche feste Oberfläche, auf der sich Wasser ansammeln könnte.</p><p>Seine Masse wurde bislang noch nicht gemessen, doch die Studie schätzt sie auf etwa 5,2 Erdmassen und schlägt Radialgeschwindigkeitsbeobachtungen vor, um sie genauer zu bestimmen. Sobald seine Masse und seine Atmosphäre besser verstanden sind, könnte er eingehend mit K2-18 b verglichen werden, einem weiteren gemäßigten Sub-Neptun, der weiterhin für wissenschaftliche Diskussionen sorgt.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="A.%20Pel%C3%A1ez-Torres%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="A%20gem%20system%20with%20a%20lava%20world%20and%20a%20habitable%20zone%20sub-Neptune%20orbiting%20TOI%E2%80%931752" data-url="https%3A%2F%2Facademic.oup.com%2Fmnras%2Farticle%2F548%2F3%2Fstag713%2F8654593">A. Peláez-Torres, et al. (2026). <a href="https://academic.oup.com/mnras/article/548/3/stag713/8654593" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">A gem system with a lava world and a habitable zone sub-Neptune orbiting TOI–1752</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/weltraumentdeckung-ein-planetensystem-mit-einem-lava-planeten-und-einer-weiteren-welt.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Unwetter-Alarm für Deutschland? „Es kann jederzeit überschwappen" – was uns dieser Herbst wirklich droht]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-alarm-fur-deutschland-es-kann-jederzeit-uberschwappen-was-uns-dieser-herbst-wirklich-droht.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 03:13:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erst Mallorca, dann wir? Die Bilder aus dem Süden lassen viele zittern. Die entscheidende Frage: Können die extremen Unwetter im Herbst auch Deutschland treffen?</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb6h626"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb6h626.jpg" id="xb6h626"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Die Bilder aus dem Süden gehen um die Welt: überflutete Straßen, Sturzfluten, zerstörte Häuser. Und in Deutschland stellen sich Millionen Menschen dieselbe bange Frage – <strong>schwappt das jetzt auch zu uns über</strong>?</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Kein Wunder, dass die Sorge groß ist. Denn was sich derzeit über dem Mittelmeer zusammenbraut, hat mit unserem Wetter mehr zu tun, als viele denken. Die kurze Antwort lautet: Ja, ein Stück weit hängt beides zusammen.</p><h2><strong>Einen Medicane bekommen wir nicht – aber seine Energie</strong></h2><p>Erst mal Entwarnung an einer Stelle: Einen echten <strong>Medicane</strong>, also den „Hurrikan des Mittelmeers", wird Deutschland nicht abbekommen. Dafür sind wir schlicht zu weit weg vom warmen Wasser, das solche Wirbel überhaupt erst antreibt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787831" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'">Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler-1788955649588_320.jpg" alt="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"></a></article></aside><p>Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn die gewaltige <strong>Energie</strong> und die feuchtwarme Luft, die sich über dem Mittelmeer aufladen, machen an den Alpen nicht einfach halt. Über bestimmte Wetterlagen wird genau dieser Cocktail zu uns transportiert – und dann wird es auch bei uns brenzlig.</p><h3><strong>Das Zauberwort heißt Vb-Wetterlage</strong></h3><p>Meteorologen kennen den Mechanismus gut, er trägt einen unscheinbaren Namen: <strong>Vb-Wetterlage</strong> (gesprochen „Fünf B"). Dabei zieht ein Tief vom Mittelmeer ostwärts, umrundet die Alpen und kommt von Südosten wieder nach Deutschland hinein.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-alarm-fur-deutschland-es-kann-jederzeit-uberschwappen-was-uns-dieser-herbst-wirklich-droht-1789040231270.jpg" data-image="gsnv2bdpkn5h" alt="wetter, wetterlage, wetter" title="wetter, wetterlage, wetter"><figcaption>Die Wetterlage beruhigt sich in den kommenden Tagen wieder ein wenig. Rund ums westliche Mittelmeer wird es wieder ruhiger. </figcaption></figure><p>Auf diesem Weg pumpt es literweise feuchtwarme Luft aus dem Süden zu uns. Trifft die auf kühlere Luft, regnet es sich stunden- oder tagelang aus – <strong>stationär und ergiebig</strong>. Es sind ausgerechnet diese Lagen, die in der Vergangenheit die verheerendsten <strong>Hochwasser</strong> in Deutschland ausgelöst haben.</p><h3><strong>Warmes Wasser – auch vor unserer Haustür</strong></h3><p>Und es gibt einen zweiten Faktor, der oft übersehen wird: <strong>Nord- und Ostsee</strong> sind nach dem heißen Sommer ebenfalls deutlich wärmer als normal. Auch das ist zusätzlicher Treibstoff, direkt vor unserer Haustür.</p><p>Je wärmer das Wasser, desto mehr Feuchtigkeit steht in der Luft zur Verfügung – und desto heftiger können sich Gewitter und <strong>Starkregen</strong> entladen. Es gilt eine grobe Faustregel: Ein Grad wärmere Luft kann rund sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen. Klingt wenig, ist bei Unwettern aber der Unterschied zwischen „nass" und „Land unter".</p><h3><strong>Was der Herbst 2026 wirklich bringen könnte</strong></h3><p>Heißt das nun, dass uns ein Unwetter-Herbst wie auf Mallorca sicher bevorsteht? Nein – seriös lässt sich das Wetter nicht Wochen im Voraus auf den Tag festnageln, wer das behauptet, betreibt Kaffeesatzleserei.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-alarm-fur-deutschland-es-kann-jederzeit-uberschwappen-was-uns-dieser-herbst-wirklich-droht-1789040485797.jpg" data-image="t1pzr2tdhj65" alt="nass, wetter, balearen" title="nass, wetter, balearen"><figcaption>Rund um die Balearen soll es in diesem September immer wieder sehr nass werden. </figcaption></figure><p>Aber das <strong>Potenzial</strong> ist da, und zwar größer als in einem durchschnittlichen Jahr. Die Zutaten – warmes Meer, viel Feuchtigkeit, die passenden Strömungsmuster – liegen bereit. Es braucht dann nur noch den richtigen Auslöser, damit es auch bei uns richtig <strong>kracht</strong>.</p><h2><strong>Darauf solltest Du jetzt achten</strong></h2><p>Für die kommenden Wochen gilt deshalb: Augen auf. Kräftige <strong>Herbststürme</strong>, Starkregen und lokale Überflutungen sind jederzeit möglich, gerade beim Übergang von der warmen zur kühlen Jahreszeit.</p><p>Am wichtigsten ist ein einfacher Rat: Nimm amtliche <strong>Unwetter-Warnungen</strong> ernst, halte dich bei Starkregen von Bächen, Unterführungen und Kellern fern und lass das Wetter in diesem Herbst nicht aus den Augen. Die Ruhe kann trügen – und die Natur hat 2026 schon mehrfach bewiesen, wozu sie fähig ist.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-alarm-fur-deutschland-es-kann-jederzeit-uberschwappen-was-uns-dieser-herbst-wirklich-droht.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[30 Grad im September – doch was gerade am Rhein passiert, wird für uns alle teuer]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/30-grad-im-september-doch-was-gerade-am-rhein-passiert-wird-fur-uns-alle-teuer.html</link><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 02:14:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der Sommer ist zurück, als wäre er nie weg gewesen: noch mal 30 Grad, kein Tropfen Regen, der Rhein auf Rekordtief. Und der Herbst könnte alles nur noch schlimmer machen.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb6gzom"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb6gzom.jpg" id="xb6gzom"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p><br>Erinnern Sie sich noch an den letzten richtig verregneten Tag? Eben – ich auch nicht. Der Sommer war viel zu heiß und <strong>knochentrocken</strong>, und statt sich in den Herbst zu verabschieden, legt er jetzt einfach noch eine Schippe drauf.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Nach dem kurzen Temperatursturz dreht der Spätsommer schon wieder auf, als hätte ihn jemand neu gestartet. Und das ist längst nicht nur ein schönes Sonnen-Comeback – dahinter steckt ein Problem, das uns am Ende alle etwas kostet.</p><h2>Noch mal 30 Grad – und vielleicht sogar mehr</h2><p>In der neuen Woche klettern die Temperaturen im Süden und Südwesten wieder Richtung <strong>30 Grad</strong>, örtlich sogar knapp darüber. Damit ist der Spuk aber womöglich nicht vorbei: Einzelne Modelle deuten für die Wochenmitte einen noch <strong>kräftigeren Warmschub</strong> an.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/30-grad-im-september-doch-was-gerade-am-rhein-passiert-wird-fur-uns-alle-teuer-1789038726257.jpg" data-image="92tj2m2bqzod" alt="dürre, schräg, wetter" title="dürre, schräg, wetter"><figcaption>Das ist total schräg. Weiterhin fällt in Deutschland kaum Regen.</figcaption></figure><p>Der Grund ist ein mächtiges <strong>Hoch</strong>, das sich stur über Mitteleuropa breitmacht und jedes Regentief vom Atlantik einfach abblockt. Solange dieser Riegel liegt, bleibt es sonnig, warm – und vor allem staubtrocken. Kein Tropfen in Sicht.</p><h4>Hält der Sommer wirklich bis in den Oktober?</h4><p>Die spannende Frage, die sich jetzt viele stellen: Wie lange geht das so weiter? Wenn das Hoch sich nicht vom Fleck rührt, holen wir uns solche <strong>Spätsommertage</strong> womöglich noch bis weit in den Oktober hinein.</p><p>Sicher ist das nicht – die Großwetterlage kann in ein, zwei Wochen kippen. Aber der Trend zeigt klar in eine Richtung: <strong>wärmer und trockener</strong> als normal. Von goldenem Herbstregen, den unsere Natur so dringend bräuchte, ist erst mal nichts zu sehen.</p><h4>Der Boden ist knochentrocken – bis tief hinunter</h4><p>Und genau da beginnt das eigentliche Drama. Seit Wochen fällt viel zu wenig Regen, die <strong>Böden sind bis in die Tiefe ausgedörrt</strong>. Der eine oder andere Schauer? Verpufft sofort.</p><p>Man muss sich das wie einen ausgetrockneten Schwamm vorstellen: Der schluckt den ersten Schwung Wasser komplett und gibt nichts weiter an Bäche und Flüsse. Selbst ein kräftiger Regenguss würde deshalb kaum etwas bringen – er müsste tagelang schütten.</p><h4>Der Rhein steht schon jetzt auf Rekordtief</h4><p>Das Ergebnis sieht man am <strong>Rhein</strong>: Der Pegel steht bereits jetzt auf einem <strong>historischen Tiefpunkt</strong>. Und das Verrückte daran – der eigentliche Tiefststand kommt normalerweise erst im Herbst.</p><p>Wir gehen also gerade erst in die Jahreszeit hinein, die dem Fluss traditionell am meisten zusetzt. Heißt im Klartext: Das <strong>Niedrigwasser</strong> bleibt uns nicht nur erhalten, es kann sogar noch deutlich tiefer gehen. Eine echte Entwarnung ist meilenweit entfernt.</p><h2>Und was kostet uns dieser Trocken-Herbst?</h2><p>Jetzt kommt der Punkt, der wehtut: Das wird <strong>richtig teuer</strong> – für uns alle. Die Frachtschiffe auf dem Rhein dürfen bei diesen Pegeln nur noch einen Bruchteil laden, der Rest muss auf <strong>Bahn und Lkw</strong> ausweichen. Die Transportpreise ziehen kräftig an.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p>Bei einer schweren Niedrigwasser-Phase kommen da schnell <strong>zweistellige Millionenbeträge pro Tag</strong> zusammen. Dazu leidet die Ernte – Weizen, Raps, Mais –, und teurere Lebensmittel landen am Ende auf jeder Rechnung. Für einen normalen Haushalt können so übers Jahr locker ein paar <strong>hundert Euro</strong> zusammenkommen. Der trockene Himmel schickt uns also eine Rechnung, die jede Woche weiterläuft. Und solange kein ordentlicher Landregen fällt, wird sie nur länger.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/30-grad-im-september-doch-was-gerade-am-rhein-passiert-wird-fur-uns-alle-teuer.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Australien ist das Land auf der Erde, das sich am schnellsten bewegt: Es verschiebt sich jedes Jahr um sieben Zentimeter]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/australien-ist-das-land-auf-der-erde-das-sich-am-schnellsten-bewegt-es-verschiebt-sich-jedes-jahr-um-sieben-zentimeter.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 11:26:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Australien steht nicht still: Der Kontinent Ozeanien bewegt sich jedes Jahr sieben Zentimeter in Richtung Nord-Nordost, rückt damit näher an Asien heran und prägt die zukünftige tektonische Landkarte der Erde.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/australia-es-el-continente-que-se-mueve-mas-rapido-en-la-tierra-se-desplaza-siete-centimetros-cada-ano-1788523974923.jpeg" data-image="hq8zxp5k9pfq"><figcaption>Der australische Kontinent bewegt sich.</figcaption></figure><p>Australien bewegt sich mit einer Geschwindigkeit, die Sie sicherlich überraschen wird: etwa sieben Zentimeter pro Jahr in Richtung Nord-Nordost. Dies ist auf die Plattentektonik zurückzuführen, die dazu führt, dass Australien mit Südostasien kollidiert.</p><div class="texto-destacado">Diese Zentimeter mögen unbedeutend erscheinen, doch summieren sie sich über <strong>Jahrzehnte, Jahrhunderte oder Millionen von Jahren</strong> hinweg und verändern die Lage des Kontinents Ozean vollständig.</div><p>Tatsächlich hat sich Australien seit Beginn seiner Abspaltung von der Antarktis um Tausende von Kilometern verschoben und bewegt sich weiterhin in Richtung Asien, doch einige geologische Modelle deuten auf etwas Erstaunliches hin und sehen Australien in <strong>etwa 200 oder 300 Millionen Jahren</strong> als Teil eines neuen Superkontinents.</p><h2>Australien ist der schnellste Kontinent</h2><p>Diese Zahl wurde zudem durch geodätische Beobachtungen und GNSS-Systeme bestätigt, die Bewegungen erfassen können, die für den Menschen völlig unmerkbar sind.</p><div class="texto-destacado"><p><strong>Was ist ein GNSS-System? </strong>Es handelt sich um ein Satellitennetzwerk, mit dem sich Position, Geschwindigkeit und Zeit an jedem Ort der Erde bestimmen lassen.</p></div><p>Die australische Platte bewegt sich jährlich um etwa 70 Millimeter, was bedeutet, dass sich die kumulierte Verschiebung in zehn Jahren auf rund 70 Zentimeter beläuft, während sie <strong>in einem Jahrhundert bereits 7 Meter erreicht – eine sehr beachtliche Zahl.</strong></p><h3>Schneller als das Nagelwachstum</h3><p>In der Studie weist das Magazin „ScienceBlog“ darauf hin, dass eine Geschwindigkeit von etwa sieben Zentimetern pro Jahr <strong>etwa 1,7-mal höher ist als das durchschnittliche Nagelwachstum</strong>. Dies ist eine sehr anschauliche Art, die Größenordnung zu veranschaulichen, denn während ein Nagel im Laufe eines Jahres um einige Zentimeter wächst, legt ein ganzer Kontinent eine noch größere Strecke zurück.</p><h2>Warum verändert sich Australien?</h2><p>Die Antwort liegt, sozusagen, <strong>Tausende von Kilometern unter unseren Füßen,</strong> da die Erdoberfläche in große tektonische Platten unterteilt ist, die sich langsam über den Mantel bewegen, und <strong>auf diesen Platten bewegen sich die Kontinente</strong>; und wenn sich diese Platten bewegen, ändert sich auch die Position der Kontinentalmassen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/australia-es-el-continente-que-se-mueve-mas-rapido-en-la-tierra-se-desplaza-siete-centimetros-cada-ano-1788523883833.jpeg" data-image="e2ys9xcrk7za"><figcaption>Die wichtigsten tektonischen Platten der Erde</figcaption></figure><p> Australien ist Teil der <strong>australischen Platte</strong>, zu der nicht nur der Kontinent, sondern auch ein beträchtlicher Teil der ozeanischen Lithosphäre gehört. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787734" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief">Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief-1788884186555_320.jpg" alt="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief"></a></article></aside><p>Seine derzeitige Bewegung in Richtung Nord-Nordost hängt mit <strong>der Dynamik von Subduktionszonen</strong> und den Kräften zusammen, die auf die Australien umgebenden Platten einwirken. Darüber hinaus trifft die Vorwärtsbewegung im Norden und Osten auf <strong>andere Mikroplatten, die eine komplexe Verformungszone bilden.</strong></p><p>Und genau deshalb bewegt sich Australien nicht einfach als isolierter Block über den Ozean.</p><h3>Wo wird Australien in 200 Millionen Jahren sein?</h3><p>Im Laufe der Erdgeschichte gab es verschiedene Superkontinente, die sich später aufspalteten; der bekannteste davon war Pangäa.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="es" dir="ltr">Mil millones de movimiento de placas tectónicas resumidos en 40 segundos. <a href="https://x.com/hashtag/geolog%C3%ADa?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#geología</a> <a href="https://t.co/t1w9NY2V4v">pic.twitter.com/t1w9NY2V4v</a></p>— GeotechTips (@GeotechTips) <a href="https://x.com/GeotechTips/status/1541117971082256386?ref_src=twsrc%5Etfw">June 26, 2022</a></blockquote></figure><p>Zu diesem Zweck gibt es geodynamische Simulationen, die untersuchen, wie sich der nächste Superkontinent bilden könnte. So legt beispielsweise eine in der „National Science Review“ veröffentlichte Studie nahe, dass <strong>der Pazifik sich letztendlich schließen könnte und sich die Kontinente um Asien herum gruppieren würden,</strong> und zwar in einem Prozess, der sich innerhalb von 200 bis 300 Millionen Jahren vollziehen könnte.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Lauren%20Sydoruk" data-year="2022" data-title="Pacific%20Ocean%20set%20to%20make%20way%20for%20world%E2%80%99s%20next%20supercontinent" data-url="https%3A%2F%2Fwww.curtin.edu.au%2Fnews%2Fmedia-release%2Fpacific-ocean-set-to-make-way-for-worlds-next-supercontinent%2F%3Futm_source%3Dchatgpt.com">Lauren Sydoruk. (2022). <a href="https://www.curtin.edu.au/news/media-release/pacific-ocean-set-to-make-way-for-worlds-next-supercontinent/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Pacific Ocean set to make way for world’s next supercontinent</a>.</cite><br><cite data-author="Lab%20Report" data-year="2026" data-title="Australia%20is%20the%20fastest-moving%20continent%20on%20Earth%2C%20shifting%20seven%20centimetres%20north-northeast%20each%20year%E2%80%94almost%20twice%20as%20fast%20as%20your%20fingernails%20grow.%20It%20is%20already%20colliding%20with%20Southeast%20Asia%2C%20and%20some%20models%20place%20it%20inside%20a%20new%20supercontinent%20200%20to%20300%20million%20years%20from%20now." data-url="https%3A%2F%2Fscienceblog.com%2Ft-australia-fastest-moving-continent-seven-centimetres-amasia%2F%23google_vignette">Lab Report. (2026). <a href="https://scienceblog.com/t-australia-fastest-moving-continent-seven-centimetres-amasia/#google_vignette" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Australia is the fastest-moving continent on Earth, shifting seven centimetres north-northeast each year—almost twice as fast as your fingernails grow. It is already colliding with Southeast Asia, and some models place it inside a new supercontinent 200 to 300 million years from now.</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/australien-ist-das-land-auf-der-erde-das-sich-am-schnellsten-bewegt-es-verschiebt-sich-jedes-jahr-um-sieben-zentimeter.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Ein Sommer, wie er früher einmal am Mittelmeer war - "Köln wie Venedig, Freiburg auf Sizilien"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-sommer-wie-er-frueher-einmal-am-mittelmeer-war-koeln-venedig-freiburg-sizilien.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 11:13:54 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Einer der heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn hat in Deutschland für Rekord-Hitze und Rekord-Dürre gesorgt und damit in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt. In vielen Regionen war es ein Sommer, der früher typisch für Südeuropa und das Mittelmeer war.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/ein-sommer-wie-er-frueher-einmal-am-mittelmeer-war-koeln-venedig-freiburg-sizilien-1789030912782.jpeg" data-image="ws07pb2ht04v" alt="Hitzerekorde" title="Hitzerekorde"><figcaption>Der Sommer 2026 brachte zahlreiche Hitzerekorde in Deutschland</figcaption></figure><p>Als der, schon nicht mehr ganz so junge, Autor dieses Artikels noch ein Kind war, da war <strong>der Sommer in Deutschland in der Regel sehr wechselhaft</strong> und eher kühl. Wer es sich leisten konnte und garantiert "schönes Wetter" mit Sonne und Hitze haben wollte, verbrachte genau aus diesem Grund seinen Sommerurlaub im Süden Europas, in<strong> "Bella Italia" oder in Spanien</strong> am Mittelmeer.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787831" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'">Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler-1788955649588_320.jpg" alt="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"></a></article></aside><p>Denn am Mittelmeer, so lernten wir es noch in der Schule, gab es ein anderes Klima als bei uns in Deutschland. Das sogenannte<strong> Mittelmeerklima</strong> zeichnete sich nämlich schon immer dadurch aus, dass die <strong>Sommer sehr warm bis heiß und (bis auf vereinzelte Gewitter) sehr trocken</strong> waren.</p><h2>Zweitwärmster Sommer seit 1881</h2><p>Das gilt soweit auch heute noch, nur das <strong>durch den beschleunigten Klimawandel</strong> die Sommer in Südeuropa noch viel heißer und das Mittelmeer noch viel höhere Wassertemperaturen hat als vor einigen Jahrzehnten. Das Klima des Mittelmeers stößt durch den Klimawandel zudem immer weiter Richtung Norden vor.</p><p>Der Sommer 2026 war mit einem Temperaturmittel von <strong>19,6°C der zweitwärmste seit dem legendären "Jahrhundertsommer"</strong> im Jahr 2003. Nur den gemäßigteren Temperaturen im Norden und Nordosten Deutschlands ist es zu verdanken, dass der Sommer 2003 knapp nicht getoppt wurde. In der Südwesthälfte des Landes setzte der diesjährige Sommer dagegen neue Maßstäbe.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Vielen ist nicht mehr bewusst, dass 35°C selbst im Oberrheingraben früher selten waren und nur alle paar Jahre mal 1 bis 2 Tage dabei waren. Nach 2003 und 2015 stellt der Sommer 2026 nun alles in den Schatten. /FR <a href="https://t.co/Tek37CqyR2">pic.twitter.com/Tek37CqyR2</a></p>— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) <a href="https://x.com/Kachelmannwettr/status/2097304088585105896?ref_src=twsrc%5Etfw">September 8, 2026</a></blockquote></figure><p>Für viele ist es heute kaum vorstellbar, dass es in den <strong>1960 und 1970'er Jahren</strong> Sommer gab, in denen es in <strong>Deutschland fast überall keinen einzigen heißen Tag</strong> mit Temperaturen über 30 Grad gab. Im <strong>Jahr 1977</strong> kam <strong>Köln</strong> immerhin auf <strong>3 (in Worten "drei")</strong> solcher Tage, am Oberrhein gab es damals örtlich <strong>5 Tage</strong>. Das waren allerdings schon die<strong> "Hotspots" in Deutschland</strong> gewesen, in vielen Regionen gab es gar keinen Hitzetag.</p><p>In diesem Sommer kommt <strong>Hamburg auf 11-15</strong> (je nach Station) heiße Tage, <strong>Köln</strong> auf <strong>37, München</strong> (auf 500 Höhenmetern!) auf<strong> 41</strong> und<strong> Frankfurt am Main</strong> auf <strong>50</strong> Tage mit 30 Grad und mehr. Getoppt wird dies noch von vielen <strong>Stationen am Oberrhein </strong>mit teils über<strong> 60 Hitzetagen</strong>, Spitzenreiter ist <strong>Rheinfelden </strong>nahe der Schweizer Grenze mit <strong>unglaublichen 66 heißen Tagen</strong>, davon <strong>24 "sehr heiße Tage"</strong> mit <strong>35 Grad und mehr</strong>.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787734" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief">Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief-1788884186555_320.jpg" alt="Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief"></a></article></aside><p>Damit nicht genug, denn mit <strong>41,8°C</strong> erreichte die Station <strong>Möckern-Drewitz</strong> in Sachsen-Anhalt am 27. Juni einen <strong>neuen Allzeit-Hitzerekord.</strong> Aber auch die Nächte waren so warm wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn, in <strong>Kabschütz</strong> (Sachsen) sank die Temperatur in der <strong>Nacht vom 27. bis 28.06. nicht unter 29,4°C.</strong></p><h2>Ein Sommer wie am Mittelmeer</h2><p>Hinter uns liegt aber nicht nur ein ungewöhnlich heißer, sondern auch ein<strong> sehr trockener Sommer</strong>. Am Rhein wurden zahlreiche neue Rekord-Niedrigstände verzeichnet. Damit hatte insbesondere die Südwesthälfte Deutschlands ein Klima, wie es früher für den<strong> Süden Europas und das Mittelmeer</strong> typisch war.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Wir haben da mal ein Karte gebastelt, wo zu sehen ist, wie sich deutsche Städte nach dem letzten teils rekordverdächtigen Sommermitteltemperaturen (Juni, Juli, August) klimatisch nach Süden verschoben haben. Als Einordnungskriterium wurde die Sommermitteltemperatur vom <a href="https://t.co/D0ptICHOq3">pic.twitter.com/D0ptICHOq3</a></p>— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) <a href="https://x.com/Kachelmannwettr/status/2096234779628687406?ref_src=twsrc%5Etfw">September 5, 2026</a></blockquote></figure><p>Der <strong>Meteorologe Silvio Wandel </strong>vom privaten Wetterdienst<strong> "Kachelmannwetter"</strong> hat sich mal die Mühe gemacht, die <strong>klimatische Verschiebung einiger deutschen Städte zu visualisieren.</strong> Dabei wird anhand der Mitteltemperatur im Sommer 2026 gezeigt, wo diese Städte nach der Klimanormalperiode von 1961-1990 klimatisch liegen würden.</p><p>Das Ergebnis: <strong>Köln</strong> hatte in diesem Sommer mit einem Temperaturmittel von <strong>21,00°C </strong>das Klima, wie es <strong>früher am Gardasee oder in Venedig</strong> typisch war. <strong>München</strong> kommt mit <strong>21,78°C </strong>auf Städte wie<strong> Barcelona </strong>oder <strong>Nizza</strong> und <strong>Freiburg im Breisgau</strong> hat mit<strong> 24,55°C </strong>ein Temperaturniveau gehabt wie <strong>Palermo auf Sizilien</strong> im Mittel 1961-1990.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-sommer-wie-er-frueher-einmal-am-mittelmeer-war-koeln-venedig-freiburg-sizilien.html</guid><dc:creator><![CDATA[Markus Köss]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[In diesen deutschen Städten scheitern die meisten Ehen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/in-diesen-deutschen-staedten-scheitern-die-meisten-ehen.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:48:02 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Viele Paare versprechen sich ewige Liebe, doch die Scheidungsstatistik spricht eine andere Sprache. In welchen Städten Ehen besonders häufig geschieden werden? Hier gibt’s die Antwort.</p><figure id="first-image"><a href="Auf immer und ewig? Dieses Versprechen hält leider deutlich weniger als man denkt (Foto: Adobe Stock)"><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-diesen-deutschen-staedten-scheitern-die-meisten-ehen-1789033477642.jpeg" alt="Auf immer und ewig? Dieses Versprechen hält leider deutlich weniger als man denkt (Foto: Adobe Stock)" title="Auf immer und ewig? Dieses Versprechen hält leider deutlich weniger als man denkt (Foto: Adobe Stock)"></a><figcaption>Auf immer und ewig? Dieses Versprechen hält leider deutlich weniger als man denkt (Foto: Adobe Stock)</figcaption></figure><p>Es gibt Städte, die für Romantik, Hochzeiten und große Liebesgeschichten stehen. Und dann gibt es eben auch<strong> Orte, an denen statistisch betrachtet deutlich mehr Ehen wieder auseinandergehen</strong>. Ein <strong>aktuelles Ranking</strong> zeigt nun, wie groß die regionalen Unterschiede bei Scheidungen in Deutschland sind.</p><p><strong>Für eine Überraschung sorgt dabei vor allem die Spitze</strong>: Denn Leverkusen ist seinen Ruf als “Scheidungs-Hauptstadt los”. Den höchsten Wert unter den untersuchten deutschen Großstädten erreicht 2025 ein anderer Ort. </p><h2>Bremerhaven führt die Scheidungs-Liste an</h2><p><strong>In Bremerhaven wurden im vergangenen Jahr 182 Ehen geschlossen, gleichzeitig aber 155 Ehen geschieden</strong>. Rechnerisch kommen damit 85,2 Scheidungen auf 100 Eheschließungen. Damit liegt Bremerhaven <strong>deutlich vor dem bisherigen Spitzenreiter Leverkusen. </strong>Die Stadt in Nordrhein-Westfalen kommt auf 79,9 Scheidungen je 100 Hochzeiten. Auf dem dritten Platz landet Neumünster mit 76,2 Prozent.</p><h3>Auffälliges Muster im Ruhrgebiet</h3><p>Wer auf die weitere Rangliste blickt, erkennt schnell: Auch mehrere Städte im Ruhrgebiet beziehungsweise in Nordrhein-Westfalen weisen hohe Werte auf.<strong>Duisburg erreicht eine Quote von 68,9 Prozent, Hagen kommt auf 64,6 Prozent.</strong> Ebenfalls weit oben im bundesweiten Vergleich finden sich <strong>Oberhausen und Herne.</strong></p><p>Das Ranking<strong> bedeutet allerdings nicht, dass dort tatsächlich fast sieben von zehn frisch geschlossenen Ehen wieder geschieden werden</strong>. Die Quote setzt vielmehr die Zahl der Scheidungen eines Jahres ins Verhältnis zu den Eheschließungen desselben Jahres. Es handelt sich also um eine<strong> statistische Momentaufnahme</strong> – nicht um eine Prognose für einzelne Paare.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="770176" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/neue-studie-deckt-auf-so-sieht-die-deutsche-traumhochzeit-heute-aus.html" title="Neue Studie deckt auf: So sieht die deutsche Traumhochzeit heute aus">Neue Studie deckt auf: So sieht die deutsche Traumhochzeit heute aus</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/neue-studie-deckt-auf-so-sieht-die-deutsche-traumhochzeit-heute-aus.html" title="Neue Studie deckt auf: So sieht die deutsche Traumhochzeit heute aus"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/neue-studie-deckt-auf-so-sieht-die-deutsche-traumhochzeit-heute-aus-1779457392903_320.jpeg" alt="Neue Studie deckt auf: So sieht die deutsche Traumhochzeit heute aus"></a></article></aside><h2>Hamburg landet vor Berlin und München</h2><p><strong>Interessant wird der Vergleich auch bei den größten deutschen Städten.</strong> Unter den Millionenstädten liegt Hamburg vorn.<strong> 2025 kamen dort 50,1 Scheidungen auf 100 Eheschließungen</strong>. Dahinter folgt <strong>Berlin mit 48,5 Prozent</strong>. München liegt mit 39,7 Prozent deutlich darunter.</p><p><strong>Besonders überraschend fällt der Blick nach Köln aus</strong>. Die Stadt am Rhein, die mit Karneval, Herzchen und dem berühmten Dom nicht gerade als lieblos gilt, landet mit <strong>31,1 Scheidungen je 100 Eheschließungen</strong> vergleichsweise weit hinten.</p><figure><a href="Wenn die Streitigkeiten häufiger werden, denke viele Paare über eine Scheidung nach (Foto: Adobe Stock)"><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-diesen-deutschen-staedten-scheitern-die-meisten-ehen-1789035604087.jpeg" data-image="j7y09xzjyph6" alt="Wenn die Streitigkeiten häufiger werden, denke viele Paare über eine Scheidung nach (Foto: Adobe Stock)" title="Wenn die Streitigkeiten häufiger werden, denke viele Paare über eine Scheidung nach (Foto: Adobe Stock)"></a><figcaption>Wenn die Streitigkeiten häufiger werden, denke viele Paare über eine Scheidung nach (Foto: Adobe Stock)</figcaption></figure><h3>Hier halten Ehen statistisch am häufigsten</h3><p>Am unteren Ende des Rankings sieht die Welt ganz anders aus. <strong>Die niedrigsten Werte weisen Freiburg im Breisgau, Ulm und Heidelberg auf.</strong> In Freiburg kommen 2025 lediglich 16,5 Scheidungen auf 100 Eheschließungen. Ulm folgt mit 16,6 Prozent, Heidelberg mit 17,5 Prozent.</p><p>Doch auch diese Zahlen sollten nicht als Beweis dafür verstanden werden, dass Menschen in diesen Städten grundsätzlich glücklicher verheiratet sind.<strong> Eine Stadt mit einer niedrigen Quote ist nicht automatisch ein Paradies für Paare</strong> – genauso wenig wie eine hohe Quote bedeutet, dass Beziehungen dort grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="713832" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-tornado-ist-die-perfekte-kulisse-fur-die-hochzeitsfotos-eines-paares.html" title="Ein Tornado ist die perfekte Kulisse für die Hochzeitsfotos eines Paares">Ein Tornado ist die perfekte Kulisse für die Hochzeitsfotos eines Paares</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-tornado-ist-die-perfekte-kulisse-fur-die-hochzeitsfotos-eines-paares.html" title="Ein Tornado ist die perfekte Kulisse für die Hochzeitsfotos eines Paares"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/a-tornado-makes-the-perfect-backdrop-for-a-couple-s-wedding-photos-1748971707011_320.jpg" alt="Ein Tornado ist die perfekte Kulisse für die Hochzeitsfotos eines Paares"></a></article></aside><h2>Wenn Geld und Zukunftssorgen die Beziehung belasten</h2><p>Warum die Unterschiede zwischen den Städten so groß ausfallen, lässt sich aus den Zahlen allein nicht ablesen. Die<strong> Psychologin Borbála Rozsnyik</strong> nennt gegenüber BILD allerdings <strong>mögliche Faktoren, die Beziehungen unter Druck setzen können</strong>. Dazu gehören unter anderem<strong> finanzielle Belastungen, Unsicherheit und dauerhafter Stress.</strong></p><p>Gerade wenn Menschen sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation oder ihre Zukunft machen, kann das auch das Zusammenleben als Paar beeinflussen. <strong>Konflikte entstehen dann laut der Expertin nicht zwangsläufig wegen großer grundsätzlicher Probleme. </strong>Manchmal entzündet sich ein Streit an einer scheinbaren Kleinigkeit – während dahinter viel größere Ängste stehen.</p><p>"Finanzieller Druck kann langfristig zum Beziehungsproblem werden", sagt Rozsnyik. Hinter wiederkehrenden Auseinandersetzungen können demnach beispielsweise <strong>Fragen nach Sicherheit, Vertrauen oder der gemeinsamen Zukunft</strong> stehen.</p><h2>Was das Ranking tatsächlich aussagt</h2><p>Die <strong>Grundlage für den Vergleich bilden Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Eheschließungen und Scheidungen im Jahr 2025</strong>. Das Online-Portal Erotik.com hat diese <strong>Daten für die 102 kreisfreien Großstädte Deutschlands ausgewertet.</strong></p><p>Bei aller Aussagekraft der Zahlen sollte man das Ranking jedoch nicht überinterpretieren. Die<strong> Statistik verrät, wo das Verhältnis von Scheidungen zu Eheschließungen im vergangenen Jahr besonders hoch beziehungsweise niedrig war.</strong> Sie kann aber nicht erklären, warum eine konkrete Ehe funktioniert – oder warum sie scheitert.</p><p><strong>Wer also in Freiburg heiratet, hat statistisch nicht automatisch die besseren Chancen auf eine lebenslange Ehe.</strong> Und auch ein Paar in Bremerhaven muss sich keineswegs Sorgen machen, nur weil seine Stadt im Ranking ganz oben steht. Denn am Ende entscheidet nicht die Postleitzahl darüber, wie lange eine Liebe hält.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Bild.de" data-year="2026" data-title="Hier%20gehen%20in%20Deutschland%20die%20meisten%20Ehen%20kaputt" data-url="https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fleben-wissen%2Fpsychologie-liebe%2Fdeutschlands-scheidungs-landkarte-bremerhaven-verdraengt-leverkusen-6aa265ac240b302c8a83fbb6">Bild.de. (2026). <a href="https://www.bild.de/leben-wissen/psychologie-liebe/deutschlands-scheidungs-landkarte-bremerhaven-verdraengt-leverkusen-6aa265ac240b302c8a83fbb6" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Hier gehen in Deutschland die meisten Ehen kaputt</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/in-diesen-deutschen-staedten-scheitern-die-meisten-ehen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Elke Habekost]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Hoch Vukadin übernimmt die Wetterregie: Warum Freiburg 12 Stunden Sonne bekommt und Rosenheim heute keine einzige]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hoch-vukadin-uebernimmt-die-wetterregie-warum-freiburg-12-stunden-sonne-bekommt-und-rosenheim-heute-keine-einzige.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:46:43 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Sonne satt oder grauer Himmel: Zwischen Freiburg und Rosenheim könnte der Unterschied heute kaum größer sein. Hoch Vukadin beruhigt zwar unser Wetter, garantiert aber längst nicht überall strahlenden Sonnenschein.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/hoch-vukadin-uebernimmt-die-wetterregie-warum-freiburg-12-stunden-sonne-bekommt-und-rosenheim-heute-keine-einzige-1789020082305.png" data-image="4gw6t9tu8nng" alt="Wie eine Wetterscheide über Europa: Deutschland gerät unter den schützenden Einfluss der Hochdruckbrücke, während sich vom Mittelmeer bis nach Nordosteuropa Wolken und Regen entlang einer mächtigen Tiefdruckrinne aufreihen." title="Wie eine Wetterscheide über Europa: Deutschland gerät unter den schützenden Einfluss der Hochdruckbrücke, während sich vom Mittelmeer bis nach Nordosteuropa Wolken und Regen entlang einer mächtigen Tiefdruckrinne aufreihen."><figcaption>Wie eine Wetterscheide über Europa: Deutschland gerät unter den schützenden Einfluss der Hochdruckbrücke, während sich vom Mittelmeer bis nach Nordosteuropa Wolken und Regen entlang einer mächtigen Tiefdruckrinne aufreihen.</figcaption></figure><p>Deutschland erlebt an diesem Donnerstag im südliche Raum ein erstaunliches Wettergefälle. Während in <strong>Freiburg rund zwölf Sonnenstunden</strong> möglich sind und die Sonne damit praktisch von ihrem Aufgang bis zum Untergang freie Bahn bekommt, könnte sie sich in <strong>Rosenheim überhaupt nicht zeigen</strong>. Dabei steht ganz Deutschland inzwischen wieder unter Hochdruckeinfluss.</p><p>Nach dem turbulenten Wetterwechsel der vergangenen Tage streckt sich ein Ableger des Azorenhochs nach Mitteleuropa. Er trägt den Namen <strong>Vukadin</strong>. Weiter östlich liegt <strong>Hoch Ulrich</strong>. Beide Hochdruckgebiete verbinden sich und bilden damit eine Brücke hohen Luftdrucks, die sich über große Teile Europas erstreckt. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787831" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'">Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html" title="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler-1788955649588_320.jpg" alt="Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler'"></a></article></aside><h2>Warum ein Hoch nicht automatisch blauen Himmel bringt</h2><p>In einem Hoch bewegt sich Luft großräumig aus höheren Schichten nach unten. Beim Absinken wird sie zusammengedrückt und wärmer. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, und die Entstehung mächtiger Regenwolken wird erschwert. Wegen dieser physikalischen Gesetzgebung bringt Hochdruck trockenes und ruhiges Wetter.</p><p>Doch Vukadin kann bereits vorhandene Wolken nicht einfach wegzaubern. Unter der absinkenden Luft kann sich sogar eine Art <strong>Deckel</strong> bilden. Feuchte Luft bleibt dann in den unteren Schichten gefangen und kann sich als hartnäckige Wolkendecke halten.</p><p>Das erklärt einen Teil der gewaltigen Unterschiede beim Sonnenschein. Im Südwesten ist die Luft trockener und der Himmel kann weit aufklaren. Richtung Alpen halten sich dagegen deutlich mehr Wolken, unter anderem auch orografisch bedingt. Aber auch im Norden ziehen heute zeitweise tiefe Wolkenfelder durch. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/hoch-vukadin-uebernimmt-die-wetterregie-warum-freiburg-12-stunden-sonne-bekommt-und-rosenheim-heute-keine-einzige-1789020313742.png" data-image="qgfh175daeth" alt="UV-Index, Deutschland, UV-Strahlung, Wolken, Sonne" title="UV-Index, Deutschland, UV-Strahlung, Wolken, Sonne"><figcaption>Septembersonne : Von spätsommerlicher Sonne bis zum herbstlichen Grau: Der UV-Index erreicht heute im Süden Europas noch Werte von 6 bis 7. In Deutschland ist die UV-Strahlung mit meist 2 bis 4 deutlich schwächer – und dort, wo dichte Wolken die Sonne abschirmen, nochmals geringer.</figcaption></figure><h2>Tiefdruckgebiete unterbrechen die Hochdruckbrücke</h2><p>Ganz ungestört ist die Hochdruckzone über Europa ohnehin nicht. Vom <strong>Ligurischen Meer</strong> zieht sich eine langgestreckte Zone tieferen Luftdrucks über Osteuropa weit nach Norden bis in Richtung Barentssee. In diesem Bereich befinden sich die Tiefdruckgebiete <strong>Xenia und Wega</strong>.</p><p>Entlang dieser<strong> Tiefdruckrinne b</strong>leibt die Atmosphäre unruhiger. Dort steigt feuchte Luft auf, Wolken und Niederschläge entstehen. <strong>Ein Teil dieser Bewölkung reicht von Süden bis an die deutschen Alpen heran und sorgt dort für einen deutlich graueren Himmel. </strong>Weiter westlich kann sich dagegen der Einfluss von Hoch Vukadin stärker durchsetzen – die Luft trocknet ab, die Wolken lösen sich auf und die Sonne bekommt deutlich mehr Platz.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://x.com/hashtag/WetterHeute?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#WetterHeute</a><br><br>️ Südwesten & Ostsee: viel Sonne<br><br>️ Norden & Alpen: mehr Wolken, kaum Regen<br><br>️ 1724 °C<br><br> Ostseeküste anfangs noch Bft 7<br><br> Nachts frisch: 113 °C<br><br>️ örtlich Nebel, in Mittelgebirgstälern lokal Bodenfrost<br><br>️ <a href="https://t.co/dxKrUw1khu">https://t.co/dxKrUw1khu</a> <a href="https://t.co/AFoLyS3YCU">pic.twitter.com/AFoLyS3YCU</a></p>— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) <a href="https://x.com/MeteoredDE/status/2097906911999926418?ref_src=twsrc%5Etfw">September 10, 2026</a></blockquote></figure><h2>Nachts wird aus dem Hoch eine Kühlmaschine- auch wieder Physik</h2><p>Tagsüber profitieren sonnige Regionen von Vukadin, nachts sorgt derselbe ruhige Wettercharakter jedoch für kräftige Abkühlung. <strong>Wo kaum Wolken vorhanden sind und nur wenig Wind weht, kann die am Boden gespeicherte Wärme besonders gut in die Atmosphäre und schließlich ins All abgegeben werden.</strong></p><p>Die kommende Nacht wird deshalb ausgesprochen frisch. Die Tiefstwerte liegen zwischen <strong>11 und 3 Grad</strong>. In geschützten Tälern der Mittelgebirge kann es unmittelbar über dem Boden sogar für <strong>Frost</strong> reichen. Stellenweise entsteht zudem Nebel. </p><h2><strong>Vom Bodenfrost zurück auf fast 30 Grad</strong></h2><p>Das Septemberwetter zeigt damit enorme Gegensätze. Schon am Freitag werden <strong>18 bis 25 Grad</strong> erreicht, am Samstag sind am Oberrhein <strong>bis 27 Grad</strong> möglich. Am Sonntag könnte es dort sogar <strong>28 Grad</strong> geben. Anfang kommender Woche bleibt besonders der Süden auf der wärmeren Seite – am Dienstag sind am Oberrhein nach jetzigem Stand sogar wieder <strong>28 bis 29 Grad</strong> denkbar. </p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hoch-vukadin-uebernimmt-die-wetterregie-warum-freiburg-12-stunden-sonne-bekommt-und-rosenheim-heute-keine-einzige.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Einstein-Teleskop: So wollen Wissenschaftler die Erschütterungen des Erdreichs herausfiltern]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/einstein-teleskop-so-wollen-wissenschaftler-die-erschutterungen-des-erdreichs-herausfiltern.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:46:11 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Ein gigantisches Observatorium soll künftig in den Tiefen des Erdreichs Gravitationswellen erfassen – Signale aus den frühesten Zeiten des Kosmos. Wissenschaftler entwickeln dafür eine KI, die störende Erdbewegungen unmittelbar herausrechnen soll.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/einstein-teleskop-so-wollen-wissenschaftler-die-erschutterungen-des-erdreichs-herausfiltern-1788967799914.jpg" alt="Illustration des geplanten Einstein-Teleskops. Im Jahr 2027 soll über den endgültigen Standort entschieden werden." title="Illustration des geplanten Einstein-Teleskops. Im Jahr 2027 soll über den endgültigen Standort entschieden werden."><figcaption>Illustration des geplanten Einstein-Teleskops. Im Jahr 2027 soll über den endgültigen Standort entschieden werden. Bild: Marco Kraan/Nikhef</figcaption></figure><p>Gravitationswellen sind winzige, sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitende Veränderungen der Raumzeit. Sie entstehen, wenn sich massereiche Objekte beschleunigen, zum Beispiel wenn Schwarze Löcher oder Neutronensterne einander umkreisen bzw. verschmelzen. </p><p>Im Jahr 1916 hatte Albert Einstein bereits vorausgesagt, dass sich bei Gravitationswellen die Entfernungen kaum messbar dehnen und zusammenziehen müssen. Im Jahr 2015 wurden die Wellen dann erstmals direkt nachgewiesen. </p><p>„Gravitationswellen sind unsichtbar und gleichzeitig können wir damit in die Zeit zurückblicken, in der es noch gar kein Licht im Universum gab“, erklärt Prof. Dr. Ingo Elsen, Professor für Elektrotechnik und Informationstechnik an der FH Aachen, die wissenschaftliche Bedeutung der Untersuchungen. </p><h2>Unterirdisches Observatorium geplant</h2><p>Das Einstein-Observatorium soll künftig Europas empfindlichstes Observatorium für Gravitationswellen werden. Der vielversprechendste Standort für das unterirdische Observatorium ist das Grenzgebiet zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland, weil der Oberboden dort besonders weich ist und daher die menschliche Aktivität besonders gut gedämpft wird. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/einstein-teleskop-so-wollen-wissenschaftler-die-erschutterungen-des-erdreichs-herausfiltern-1788967786299.jpg" alt="Simulation von Gravitationswellen, die durch verschmelzende Neutronensterne verursacht werden." title="Simulation von Gravitationswellen, die durch verschmelzende Neutronensterne verursacht werden."><figcaption>Simulation von Gravitationswellen, die durch verschmelzende Neutronensterne verursacht werden. Bild: R. Hurt/Caltech-JPL</figcaption></figure><p>Die drei je zehn Kilometer langen Arme sollen 250 bis 300 Meter unter der Erdoberfläche liegen und ein gleichseitiges Dreieck bilden. Die Detektorarme erfassen Gravitationswellen, indem sie mit Lasern und Spiegeln ständig die Länge des Raums überwachen. Wenn sich die Länge in einem bestimmten Muster verändert, handelt es sich um eine Gravitationswelle. </p><p>Denn selbst tief unter der Erde bleibt die Umgebung nicht ruhig. Erdbeben, Lastwagen oder Windräder erzeugen Vibrationen, die sich mit den kosmischen Signalen überlagern. Dieses sogenannte Newtonsche Rauschen kann Messungen erheblich erschweren. Die FH Aachen will deshalb mittels künstlicher Intelligenz die extrem schwachen Gravitationswellen aus dem irdischen Störlärm herausfiltern. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/einstein-teleskop-so-wollen-wissenschaftler-die-erschutterungen-des-erdreichs-herausfiltern-1788967792212.jpg" alt="Konzeptzeichnung des Einstein-Teleskops im Dreiländereck Niederlande-Belgien-Deutschland." title="Konzeptzeichnung des Einstein-Teleskops im Dreiländereck Niederlande-Belgien-Deutschland."><figcaption>Konzeptzeichnung des Einstein-Teleskops im Dreiländereck Niederlande-Belgien-Deutschland. Bilder: T. Balder/Nikhef</figcaption></figure><p>„Die Wirkung kann man sich vorstellen wie bei Noise-Cancelling-Kopfhörern“, sagt Elsen. „Störende Hintergrundvibrationen werden live herausgefiltert und es bleibt das übrig, was man wirklich haben möchte.“ Relevante Signale könnten dadurch unmittelbar erkannt und gespeichert werden, während uninteressante Daten nicht erst aufwendig geprüft und archiviert werden müssten.</p><h2>KI auf programmierbaren Chips</h2><p>Klassische mathematische Verfahren würden wegen der schwer vorhersehbaren Störungen nicht ausreichen. Auch herkömmliche KI sei für die erforderliche Geschwindigkeit ungeeignet. „Klassische KI-Rechner, wie sie momentan überall für KI-Sprachmodelle errichtet werden, sind nicht schnell genug“, so Elsen. Deshalb setzt das Projekt auf Field Programmable Gate Arrays, kurz FPGA. Die programmierbaren Chips sollen das KI-Modell direkt ausführen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="776476" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/forscher-hoeren-das-letzte-echo-wie-gravitationswellen-den-rand-eines-schwarzen-lochs-sichtbar-machen.html" title="Forscher hören das letzte Echo: Wie Gravitationswellen den Rand eines Schwarzen Lochs sichtbar machen">Forscher hören das letzte Echo: Wie Gravitationswellen den Rand eines Schwarzen Lochs sichtbar machen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/forscher-hoeren-das-letzte-echo-wie-gravitationswellen-den-rand-eines-schwarzen-lochs-sichtbar-machen.html" title="Forscher hören das letzte Echo: Wie Gravitationswellen den Rand eines Schwarzen Lochs sichtbar machen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/forscher-hoeren-das-letzte-echo-wie-gravitationswellen-den-rand-eines-schwarzen-lochs-sichtbar-machen-1782829063494_320.png" alt="Forscher hören das letzte Echo: Wie Gravitationswellen den Rand eines Schwarzen Lochs sichtbar machen"></a></article></aside><p>„Wir müssen für unser Ziel nun gute, aber möglichst kompakte Modelle entwickeln, damit eine Datenverarbeitung in Echtzeit möglich wird“, sagt Elsen. Über die Astrophysik hinaus könnte sich die Forschung auch auf andere Aufgaben ausweiten lassen. Denkbar wären Anwendungen an Fahrzeugstoßdämpfern oder in der Medizintechnik, wo Vibrationen während Knochenoperationen reduziert werden könnten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="772742" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/neuer-durchbruch-bei-gravitationswellen-forschende-vermessen-das-schwingende-universum.html" title="Neuer Durchbruch bei Gravitationswellen: Forschende vermessen das schwingende Universum">Neuer Durchbruch bei Gravitationswellen: Forschende vermessen das schwingende Universum</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/neuer-durchbruch-bei-gravitationswellen-forschende-vermessen-das-schwingende-universum.html" title="Neuer Durchbruch bei Gravitationswellen: Forschende vermessen das schwingende Universum"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/neuer-durchbruch-bei-gravitationswellen-forschende-vermessen-das-schwingende-universum-1780857563570_320.jpg" alt="Neuer Durchbruch bei Gravitationswellen: Forschende vermessen das schwingende Universum"></a></article></aside><p>An dem dreijährigen Forschungsprojekt, das im Herbst startet, sind neben der FH Aachen auch Kooperationspartner wie die RWTH Aachen, das Forschungszentrum Jülich und die Universität Siegen beteiligt. Über den Standort und die technische Konfiguration des Einstein-Teleskops soll im kommenden Jahr entschieden werden. Der Bau soll bis 2035 weitgehend abgeschlossen sein.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/einstein-teleskop-so-wollen-wissenschaftler-die-erschutterungen-des-erdreichs-herausfiltern.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Die Menschheit wird bis zum Jahr 2178 warten müssen, bis Pluto seine erste Umlaufbahn um die Sonne vollendet hat]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/die-menschheit-wird-bis-zum-jahr-2178-warten-mussen-bis-pluto-seine-erste-umlaufbahn-um-die-sonne-vollendet-hat.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 09:19:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Pluto benötigt 248 Jahre für eine Umlaufbahn um die Sonne, und im Jahr 2178 wird er wieder an den Punkt zurückkehren, an dem er sich bei seiner Entdeckung im Jahr 1930 befand.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/la-humanidad-tendra-que-esperar-hasta-2178-para-ver-a-pluton-realizar-su-primera-orbita-completa-alrededor-del-sol-1788258539077.jpeg" data-image="3raxp10u8nec" alt="Pluto" title="Pluto"><figcaption>Pluto benötigt 248 Jahre für einen vollständigen Umlauf und wird erst im Jahr 2178 wieder an den Punkt zurückkehren, an dem er sich zum Zeitpunkt seiner Entdeckung befand.</figcaption></figure><p>Der amerikanische Astronom Clyde Tombaugh entdeckte Pluto vor fast einem Jahrhundert, doch diese Entdeckung markierte nicht den Beginn seiner Umlaufbahn. Das Objekt umkreiste die Sonne bereits seit Milliarden von Jahren, als es Tombaugh gelang, es auf Fotoplatten im Lowell-Observatorium in Arizona zu identifizieren. Seitdem hat die Menschheit seine Reise nur über einen Bruchteil eines Plutojahres verfolgt.</p><p>Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß dieser außergewöhnlich langen Wartezeit: Zwischen der Entdeckung von Pluto und seiner Rückkehr an denselben Punkt seiner Umlaufbahn werden etwa 248 Jahre vergehen. In dieser Zeit wird Pluto eine enorme Strecke um die Sonne zurücklegen, während mehrere Menschengenerationen geboren werden, leben und sterben. Das Paradoxe daran ist, dass wir bereits ein Raumschiff dorthin geschickt haben und seine Flugbahn kennen, ohne jemals eine vollständige Umlaufbahn miterlebt zu haben.</p><h2>Pluto benötigt 248 Jahre, um seine Umlaufbahn zu vollenden</h2><p>Die Länge eines Jahres hängt davon ab, um welche Welt es sich handelt. Das etwa 365 Tage lange Jahr auf der Erde ist kein universeller Maßstab. Der Merkur benötigt etwa 88 Erdentage, um seine Umlaufbahn zu vollenden, während Neptun fast 165 Jahre dafür benötigt. Auf Pluto dauert ein Jahr etwa 248 Erdjahre.</p><figure class="video"><img src="https://img.youtube.com/vi/fJDuD9e6GNs/sddefault.jpg" alt="youtube video id=fJDuD9e6GNs" id="fJDuD9e6GNs"><span class="boton-video-lista-youtube"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M24.194 7.985h.093l.368.002c2.89.014 14.174.124 17.294.967a5.785 5.785 0 0 1 4.067 4.1c.888 3.345.955 10.049.96 11.041v.249c-.005.992-.072 7.696-.96 11.04a5.786 5.786 0 0 1-4.067 4.101c-3.328.9-15.944.964-17.755.97h-.434c-.962-.003-4.974-.023-9.022-.175l-.715-.029c-3.329-.139-6.562-.372-8.018-.766a5.786 5.786 0 0 1-4.067-4.1c-.363-1.366-.589-3.29-.73-5.158l-.039-.558a93.08 93.08 0 0 1-.19-5.081l-.002-.244V24.095l.002-.244c.015-1.557.125-7.657.96-10.796a5.785 5.785 0 0 1 4.066-4.101c1.456-.393 4.69-.627 8.018-.766l.715-.028c3.572-.135 7.115-.166 8.56-.173l.37-.002h.092Zm-4.922 9.382v13.705l12.023-6.852-12.023-6.853Z" fill="#FFF" fill-rule="evenodd"/></svg></span></figure><p>Der Grund dafür liegt in seiner enormen Entfernung zur Sonne. Pluto ist im Durchschnitt etwa 5,834 Milliarden Kilometer von unserem Stern entfernt, was ungefähr 39 Astronomischen Einheiten entspricht. Auch seine Umlaufbahn ist nicht kreisförmig: Seine Entfernung zur Sonne schwankt zwischen etwa 4,44 Milliarden und 7,375 Milliarden Kilometern, was etwa 30 bis 49,3 AE entspricht.</p><p>Aufgrund dieser Umlaufbahn befand sich Pluto zwischen 1979 und 1999 näher an der Sonne als Neptun. Dies führt jedoch nicht zu einer nahen Begegnung der beiden Himmelskörper, da ihre Umlaufbahnen in einer 3:2-Resonanz miteinander verbunden sind. Auf jeweils zwei Umlaufbahnen, die Pluto um die Sonne vollführt, vollführt Neptun drei, wodurch verhindert wird, dass ihre relativen Positionen zu einer gefährlichen Annäherung führen.</p><h2>Die Entdeckung von Pluto markierte nicht den Beginn seiner ersten Umlaufbahn</h2><p>Im Jahr 1930 suchte Tombaugh vom Lowell-Observatorium aus nach einem möglichen Planeten jenseits von Neptun. Um ihn zu finden, fotografierte er verschiedene Bereiche des Himmels und verglich Aufnahmen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden waren. Die Sterne blieben praktisch unbeweglich, während ein Objekt, das zum Sonnensystem gehörte, seine Position verändern konnte.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/la-humanidad-tendra-que-esperar-hasta-2178-para-ver-a-pluton-realizar-su-primera-orbita-completa-alrededor-del-sol-1788258685724.jpg" data-image="i8yicqpkiozc" alt="Der amerikanische Astronom Clyde Tombaugh entdeckte Pluto vor fast einem Jahrhundert." title="Der amerikanische Astronom Clyde Tombaugh entdeckte Pluto vor fast einem Jahrhundert."><figcaption>Der amerikanische Astronom Clyde Tombaugh entdeckte Pluto vor fast einem Jahrhundert.</figcaption></figure><p>So wurde Pluto entdeckt. Allerdings müssen zwei Ereignisse, die leicht verwechselt werden können, voneinander unterschieden werden: Die Entdeckung eines Objekts ist nicht gleichbedeutend mit dem Beginn seiner Umlaufbahn. Pluto begann nicht im Jahr 1930, die Sonne zu umkreisen. Was in jenem Jahr begann, war die Aufzeichnung seiner Position durch die Menschheit und damit unsere Fähigkeit, seine Bewegung zu verfolgen.</p><p>Die Situation lässt sich mit dem Fotografieren eines Läufers vergleichen, der bereits seit langer Zeit seine Runden auf einer Laufbahn dreht. Das Bild hält den Moment fest, in dem wir zu beobachten begannen, nicht den Moment, in dem das Rennen begann. Im Fall von Pluto erstreckt sich diese Laufbahn über Milliarden von Kilometern, und eine Runde dauert fast zweieinhalb Jahrhunderte.</p><h2>Im Jahr 2178 wird Pluto wieder die Position einnehmen, die er 1930 hatte.</h2><p>Astronomen müssen nicht bis zum Jahr 2178 warten, um zu erfahren, wie lange Plutos Umlaufzeit dauert. Anhand von Beobachtungen können Wissenschaftler seine Position, Geschwindigkeit und Bewegung bestimmen. Indem sie die Gesetze der Schwerkraft auf diese Daten anwenden, können sie seine Flugbahn berechnen, feststellen, wo sich Pluto vor seiner Entdeckung befand, und vorhersagen, wo er sich in Zukunft befinden wird.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/la-humanidad-tendra-que-esperar-hasta-2178-para-ver-a-pluton-realizar-su-primera-orbita-completa-alrededor-del-sol-1788258925700.jpeg" data-image="hdp6bw8cfdjm" alt="Pluto" title="Pluto"><figcaption>Pluto benötigt etwa 248 Jahre für einen Umlauf um die Sonne, was bedeutet, dass er seit seiner Entdeckung im Jahr 1930 noch keinen vollständigen Umlauf vollendet hat.</figcaption></figure><p>Es gibt auch Aufnahmen aus der Zeit vor 1930, auf denen Pluto zu sehen ist, ohne dass ihn damals jemand identifiziert hätte. Diese Bilder aus der Zeit vor der Entdeckung erweitern die verfügbaren Daten und helfen Wissenschaftlern dabei, seine Bewegung über einen längeren Zeitraum zu rekonstruieren.</p><p>Die NASA geht davon aus, dass Pluto im Jahr 2178 wieder die Umlaufbahnposition einnehmen wird, die er zum Zeitpunkt seiner Entdeckung innehatte. Einige Schätzungen gehen von etwa dem 23. März aus, obwohl die Weltraumbehörde kein genaues Datum nennt. Bis dahin werden fast 248 Jahre seit Tombaughs Entdeckung vergangen sein.</p><h2>„New Horizons“ erreichte Pluto, bevor es sein Jahr vollendet hatte</h2><p>Die Menschheit musste nicht auf diese Rückkehr warten, um Pluto aus nächster Nähe zu betrachten. Die 2006 gestartete NASA-Sonde „New Horizons“ erreichte Pluto und führte am 14. Juli 2015 nach einer Reise von Milliarden Kilometern ihren historischen Vorbeiflug durch. Die Bilder zeigten Berge aus Wassereis, weite gefrorene Ebenen und die berühmte helle, herzförmige Region. Der winzige Punkt, den Tombaugh einst zwischen den Sternen entdeckt hatte, wurde 85 Jahre später zu einer Welt, die wir in erstaunlicher Detailgenauigkeit betrachten konnten.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">NASAs New Horizons spacecraft traveled nearly 3 billion miles over nine years to capture this moment on Pluto <br><br>About 15 minutes after its historic flyby, New Horizons turned back toward Pluto and recorded a breathtaking near-sunset view. <a href="https://t.co/fJyFXNZ8fI">pic.twitter.com/fJyFXNZ8fI</a></p>— Night Sky Now (@NightSkyNow) <a href="https://x.com/NightSkyNow/status/2092688412432314878?ref_src=twsrc%5Etfw">August 26, 2026</a></blockquote></figure><p>All dies geschah, während Pluto noch weit davon entfernt war, die Umlaufbahn zu vollenden, deren Verlauf wir aus unserer Perspektive seit 1930 verfolgten. Bis 2015 waren erst 85 Jahre vergangen – immer noch ein relativ kleiner Bruchteil seiner Umlaufzeit von 248 Jahren.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="768198" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/pluto-konnte-seinen-platz-als-planet-im-sonnensystem-zuruckerobern-nasa-administrator-bringt-die-debatte-ins-rollen.html" title="Pluto könnte seinen Platz als Planet im Sonnensystem zurückerobern: NASA-Administrator bringt die Debatte ins Rollen">Pluto könnte seinen Platz als Planet im Sonnensystem zurückerobern: NASA-Administrator bringt die Debatte ins Rollen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/pluto-konnte-seinen-platz-als-planet-im-sonnensystem-zuruckerobern-nasa-administrator-bringt-die-debatte-ins-rollen.html" title="Pluto könnte seinen Platz als Planet im Sonnensystem zurückerobern: NASA-Administrator bringt die Debatte ins Rollen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/pluton-podria-volver-a-ser-planeta-la-nasa-reabre-el-debate-1777885919279_320.jpeg" alt="Pluto könnte seinen Platz als Planet im Sonnensystem zurückerobern: NASA-Administrator bringt die Debatte ins Rollen"></a></article></aside><p>Wenn das Jahr 2178 anbricht, wird Pluto wieder denselben Punkt auf seiner Umlaufbahn erreichen, an dem er sich zum Zeitpunkt seiner Entdeckung befand. Für Pluto wird es weder ein Jubiläum noch eine bedeutende Veränderung geben: Er wird einfach seinen Weg um die Sonne fortsetzen. Das Datum ist nur für uns von Bedeutung, da wir erst 1930 begonnen haben, ihn zu beobachten.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/die-menschheit-wird-bis-zum-jahr-2178-warten-mussen-bis-pluto-seine-erste-umlaufbahn-um-die-sonne-vollendet-hat.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[„Hurricane Hunter“-Flugzeuge fliegen in den Augenbereich des Hurrikans Lowell hinein]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/hurricane-hunter-flugzeuge-fliegen-in-den-augenbereich-des-hurrikans-lowell-hinein.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 07:22:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die Flugzeuge fliegen durch die gewaltige Wolkenwand, die von dem starken Tiefdruckgebiet erzeugt wird, und dringen bis ins Herz des Hurrikans Lowell vor, um wichtige Messdaten zu seiner Intensität zu erfassen und dabei zu helfen, seine weiteren Bewegungen vorherzusagen.</p><figure id="first-video" class="video youtube-short"><img src="https://img.youtube.com/vi/liEV2Eqbq5o/maxresdefault.jpg" alt="youtube video id=liEV2Eqbq5o" id="liEV2Eqbq5o"><span class="boton-video-lista-youtube"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M24.194 7.985h.093l.368.002c2.89.014 14.174.124 17.294.967a5.785 5.785 0 0 1 4.067 4.1c.888 3.345.955 10.049.96 11.041v.249c-.005.992-.072 7.696-.96 11.04a5.786 5.786 0 0 1-4.067 4.101c-3.328.9-15.944.964-17.755.97h-.434c-.962-.003-4.974-.023-9.022-.175l-.715-.029c-3.329-.139-6.562-.372-8.018-.766a5.786 5.786 0 0 1-4.067-4.1c-.363-1.366-.589-3.29-.73-5.158l-.039-.558a93.08 93.08 0 0 1-.19-5.081l-.002-.244V24.095l.002-.244c.015-1.557.125-7.657.96-10.796a5.785 5.785 0 0 1 4.066-4.101c1.456-.393 4.69-.627 8.018-.766l.715-.028c3.572-.135 7.115-.166 8.56-.173l.37-.002h.092Zm-4.922 9.382v13.705l12.023-6.852-12.023-6.853Z" fill="#FFF" fill-rule="evenodd"/></svg></span></figure><p>Mit einem Flugzeug durch die Wolkenwand zu fliegen, die einen Hurrikan umgibt, ist eine der spektakulärsten und gefährlichsten Missionen in der Meteorologie. Genau das haben die „Hurricane Hunter“-Flugzeuge der NOAA und der US-Luftwaffe bei ihren Flügen in den Hurrikan Lowell getan, einem mächtigen Wirbelsturm, der Hawaii in Alarmbereitschaft versetzt hat.</p><p>Die während dieser Einsätze aufgenommenen Bilder zeigen den Moment, in dem sich die Flugzeuge dem Zentrum des Hurrikans Lowell nähern und durch dessen <em>Augenwand</em> fliegen – jene hoch aufragende Wand aus konvektiven Wolken, die das Auge umgibt und in diesem Fall einen spektakulären „Stadion-Effekt“ erzeugt, ein Merkmal, das für besonders intensive Hurrikane typisch ist. Von außen erscheint das System wie eine riesige Wolkenspirale; von innen ändert sich die Perspektive jedoch völlig.</p><h2>Genauere Daten, als sie Satelliten liefern können</h2><p>Der Zweck dieser Flüge besteht nicht lediglich darin, eindrucksvolle Bilder aufzunehmen. Die „Hurricane Hunters“ fliegen direkt in das Sturmsystem hinein, um Informationen zu sammeln, die Satelliten nicht mit derselben Präzision liefern können. Während dieser Einsätze messen Instrumente Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Windgeschwindigkeit und -richtung – entscheidende Daten, um die tatsächliche Intensität des Wirbelsturms zu bestimmen und die Vorhersagen zu verfeinern.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/aviones-cazahuracanes-se-adentran-en-el-ojo-del-lowell-y-captan-la-impresionante-pared-de-nubes-sobre-hawai-1788798009221.jpg" data-image="1lidvw5qai3a"><figcaption>Sehen Sie sich die Nachbildung eines Satellitenbildes der Außenkontur eines Hurrikans an.</figcaption></figure><p>Bei einer der Missionen über Lowell registrierten Aufklärungsinstrumente erhebliche Veränderungen in seiner Struktur. Am 6. September maß ein Flugzeug der Air Force Reserve bei seinem ersten Durchflug durch das Auge einen zentralen Luftdruck von 948 hPa sowie Windgeschwindigkeiten in Flughöhe von 109 Knoten. Anhand dieser Beobachtungen wurde die anfängliche Intensität des Hurrikans auf 200 km/h beziffert.</p><p>Einige Tage zuvor hatte Lowell eine noch größere Intensität erreicht. Das Central Pacific Hurricane Center berichtete am 4. September, dass die von einem „Hurricane Hunter“-Flugzeug gesammelten Daten einen Mindestluftdruck von 922 hPa und Windgeschwindigkeiten in der Flugshöhe von bis zu 280 km/h zeigten. Das System wurde zu diesem Zeitpunkt als Hurrikan der Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Skala eingestuft.</p><h2>Eine gefährliche Mission zur Verfolgung der Entwicklung des Hurrikans</h2><p>Um diese Messungen zu erhalten, fliegen die Flugzeuge mehrmals durch das Zentrum des Hurrikans. Die Besatzungen werfen außerdem Einwegmessgeräte ab, sogenannte <em>Dropsonden</em>, die in Richtung Meer absinken und dabei meteorologische Daten in Echtzeit übertragen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787445" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html" title="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht">Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html" title="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/como-el-nino-amenaza-con-alterar-el-clima-global-al-calentar-el-oceano-pacifico-1787798615886_320.jpg" alt="Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht"></a></article></aside><p>Die bei diesen gefährlichen Einsätzen gesammelten Daten liefern ein genaueres Bild davon, wie der Zyklon aufgebaut ist und wie er sich entwickelt.</p><p>Doch diese Einsätze liefern auch atemberaubende Bilder: Ein Flugzeug, das sich durch Turbulenzen, Regen und hoch aufragende Wolken kämpft, bevor es das relativ ruhige Auge erreicht, das von einer Augenwand umgeben ist, in der einige der heftigsten Winde des Hurrikans wehen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/hurricane-hunter-flugzeuge-fliegen-in-den-augenbereich-des-hurrikans-lowell-hinein.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Alle reden vom Jahrhundertwinter – jetzt spricht der Wetter-Experte Klartext: „Genau das ist der Denkfehler"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 03:38:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der Pazifik kocht auf Rekordniveau, überall ist vom Jahrhundertwinter die Rede. Doch ein Blick zurück entlarvt den größten Irrtum – und stellt alle Prognosen auf den Kopf.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb5x8wy"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb5x8wy.jpg" id="xb5x8wy"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p><br>Im tropischen Pazifik spielt sich gerade etwas ab, das es so seit Jahrzehnten nicht gab: Vor der Küste Südamerikas heizt sich das Meer auf <strong>Rekordniveau</strong> auf, und die Fachwelt spricht von einem der stärksten <strong>El-Niño-Ereignisse</strong> der Messgeschichte. Kein Wunder, dass in Deutschland längst ein Wort die Runde macht, das jeden Winter aufs Neue für Gänsehaut sorgt.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Der <strong>Jahrhundertwinter</strong> – eisige Kälte, meterhoher Schnee, wochenlanger Dauerfrost. Doch je lauter dieses Szenario durch die Schlagzeilen geistert, desto größer wird ein Denkfehler, den kaum jemand auf dem Schirm hat.</p><h2>Ein Meteorologe warnt vor dem Hype</h2><p>Die Zahlen sind tatsächlich beeindruckend. Die Wahrscheinlichkeit für einen <strong>sehr starken El Niño</strong> in diesem Winter liegt bei über <strong>90 Prozent</strong> – und manche Modelle deuten sogar auf das stärkste Ereignis seit 1950 hin. Klingt nach einer glasklaren Ansage für einen knackigen Winter, oder?</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler-1788955649588.jpg" data-image="1gkvuim80jpb" alt="winter, wetter, el nino" title="winter, wetter, el nino"><figcaption>Die Wetterentwicklung der kommenden Monat verspricht spannend zu werden. </figcaption></figure><p>Genau hier setzt die Warnung an. Denn wer glaubt, ein <strong>Rekord-El-Niño</strong> bedeute automatisch einen eiskalten Winter in Deutschland, sitzt einem der hartnäckigsten Irrtümer der ganzen Wetterküche auf. Die Wahrheit ist deutlich unbequemer – und sie beginnt mit einem Blick zurück.</p><h4>Der letzte Super-El-Niño endete völlig anders</h4><p>Man muss dafür gar nicht weit in die Vergangenheit reisen. Der bislang letzte <strong>außergewöhnlich starke El Niño</strong> wütete im Winter <strong>2015/16</strong> – also erst vor wenigen Jahren. Und was passierte in Deutschland? Kein Eispanzer, kein Schneechaos, kein Dauerfrost.</p><p>Stattdessen ging dieser Winter als einer der <strong>wärmsten der gesamten Messgeschichte</strong> in die Bücher ein. Vielerorts gab es <strong>grüne Weihnachten</strong>, Frühlingsgefühle im Januar und Temperaturen, die eher an Ostern erinnerten. Der große Kältewinter? Fehlanzeige – und das ausgerechnet in einem der stärksten El-Niño-Jahre überhaupt.</p><h4>Warum El Niño für uns ein schlechter Wahrsager ist</h4><p>Der Grund liegt auf der Hand, sobald man einmal die <strong>Landkarte</strong> aufschlägt. El Niño tobt Tausende Kilometer entfernt im Pazifik – für Australien, Peru oder Indonesien ist sein Einfluss glasklar. Über unserem Wetter aber entscheidet jemand ganz anderes.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787437" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu">„Jetzt ist es raus": So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu-1788711581362_320.jpg" alt="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"></a></article></aside><p>Für Deutschland zählen der <strong>Nordatlantik</strong>, die Lage des <strong>Jetstreams</strong> und vor allem der <strong>Polarwirbel</strong> hoch über der Arktis. El Niño kann diese Zutaten höchstens anschubsen – mal in Richtung Kälte, mal in Richtung Mildluft. Oder, wie es unter Meteorologen heißt: <strong>El Niño lädt die Würfel, aber er wirft sie nicht.</strong></p><h4>Entwarnung? Nicht ganz – der Spätwinter bleibt spannend</h4><p>Wer jetzt aufatmet und den dicken Wintermantel im Schrank hängen lässt, sollte trotzdem vorsichtig sein. Denn ein starkes El-Niño-Signal kann den <strong>Polarwirbel</strong> im Lauf des Winters durchaus ins Wanken bringen – und dann wird es richtig interessant.</p><p>Kippt dieser gewaltige Windwirbel, öffnet sich wie ein Ventil der Weg für <strong>arktische Kaltluft</strong>. Das größte Risiko dafür liegt allerdings nicht rund um Weihnachten, sondern im <strong>Januar und Februar</strong> – also genau dann, wenn viele längst nicht mehr mit dem großen Schnee-Hammer rechnen.</p><h2>Was das jetzt für den Winter in Deutschland bedeutet</h2><p>Unterm Strich heißt das: Wer den <strong>Jahrhundertwinter</strong> schon fest einplant, geht eine ziemlich riskante Wette ein. Die Datenlage im Pazifik ist zwar spektakulär – die Übertragung auf unser Wetter ist es kein bisschen.</p><p>Mein Rat: Legen Sie sich jetzt bloß nicht fest. Der <strong>Frühwinter</strong> dürfte eher mild und wechselhaft ausfallen, die eigentliche Entscheidung fällt im <strong>Spätwinter</strong>. Ob dieser Ausnahme-Winter am Ende als laue Enttäuschung oder als eisige Sensation in die Geschichte eingeht, steht buchstäblich noch in den Sternen. Und genau das macht ihn so spannend.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/alle-reden-vom-jahrhundertwinter-jetzt-spricht-der-wetter-experte-klartext-genau-das-ist-der-denkfehler.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wetter-Experte überrascht: 33 Grad im September – doch eine Landeshälfte guckt in die Röhre]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-experte-uberrascht-33-grad-im-september-doch-eine-landeshalfte-guckt-in-die-rohre.html</link><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 02:26:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Kaum zu glauben nach dem Kälte-Knick: Ein Wetter-Experte sieht den nächsten Warm-Schub – im Südwesten bis 33 Grad. Doch eine Landeshälfte guckt komplett in die Röhre.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb5wud2"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb5wud2.jpg" id="xb5wud2"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p><br>Kaum zu glauben nach dem nasskalten Intermezzo mitten in der Woche: Der Sommer ist noch längst nicht abgemeldet. Ganz im Gegenteil. Während sich viele schon auf Kürbissuppe und dicke Socken eingestellt haben, macht sich über dem Atlantik ein alter Bekannter bereit für die nächste Runde.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>„Der Herbst muss warten", bringt es ein <strong>Wetter-Experte</strong> auf den Punkt. Ein kräftiger <strong>Hochkeil</strong> schiebt sich zum Wochenende nach Mitteleuropa und dreht die Strömung auf Südwest. Die Folge: Im Süden und Südwesten wird es noch einmal richtig warm – und trocken bleibt es obendrein.</p><h2>Azorenhoch? Jein – das steckt wirklich dahinter</h2><p>Viele fragen sich jetzt: <strong>Azorenhoch oder kein Azorenhoch?</strong> Die ehrliche Antwort lautet: ein bisschen von beidem. Ein eigenständiges, fettes Azorenhoch, das sich gemütlich über Deutschland legt, sehen wir nicht. Was wir sehen, ist ein <strong>Hochdruckkeil</strong>, den ein Tief bei Island mit seiner Drehbewegung geradezu zu uns herüberschaufelt.</p><p>Genau diese Konstellation – Tief im Norden, Hochkeil im Süden – nennen Fachleute eine <strong>Südwestlage</strong>. Und die hat es in sich: Sie teilt Deutschland in zwei Welten.</p><h4>Der Süden schwitzt, der Norden guckt in die Röhre</h4><p>Und hier ist sie, die große Ungerechtigkeit: Während Süden und Südwesten unter dem Hochkeil trocken, sonnig und <strong>ungewöhnlich warm</strong> werden, bekommt der Norden die Vorderseite der Tiefs ab. Heißt konkret: Wolken, Schauer, kräftiger Wind – an den Küsten sogar stürmische Böen. Vom Warm-Schub? Keine Spur.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-experte-uberrascht-33-grad-im-september-doch-eine-landeshalfte-guckt-in-die-rohre-1788954336587.jpg" data-image="leo4l1ctzzdg" alt="warm, südwesten, deutschland" title="warm, südwesten, deutschland"><figcaption>Deutschland steht vor einer neuen Wärmewelle. </figcaption></figure><p>Diese Zweiteilung zieht sich quer durchs Land, etwa von Köln bis nach Berlin. Nördlich davon <strong>frühherbstlich</strong>, südlich davon spätsommerlich. Kontrastprogramm pur, wie aus dem Lehrbuch.</p><h4>Bis 33 Grad – am Oberrhein sogar noch mehr?</h4><p>Und jetzt die Zahlen, auf die alle warten. Am <strong>Montag</strong> klettern die Werte im Südwesten wieder auf glatte <strong>30 Grad</strong>. Am <strong>Dienstag</strong> legt das Thermometer noch eine Schippe drauf: <strong>32, örtlich 33 Grad</strong> sind am Oberrhein absolut realistisch.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787813" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html" title="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet">Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html" title="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788944198908_320.jpg" alt="Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet"></a></article></aside><p>Einzelne Wettermodelle spielen in der Spitze sogar mit noch höheren Werten. Ob es am Ende wirklich Richtung 34 oder 35 Grad geht, ist noch nicht in Stein gemeißelt – aber ein waschechter <strong>Hitzetag</strong> mit über 30 Grad ist so gut wie sicher.</p><h4>So viel zu warm ist das wirklich</h4><p>Bleibt die spannende Frage: Ist das eigentlich noch normal für Mitte September? Die Antwort des Experten: Einzelne warme Tage gibt es in dieser Jahreszeit immer mal wieder. Aber Werte um <strong>32 bis 33 Grad</strong> liegen rund <strong>zehn bis zwölf Grad über dem langjährigen Mittel</strong>.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-experte-uberrascht-33-grad-im-september-doch-eine-landeshalfte-guckt-in-die-rohre-1788954631040.jpg" data-image="h0qmijh6mzax" alt="wetter, deutschland, september" title="wetter, deutschland, september"><figcaption>Ein neues Hoch breitet sich zu Beginn der neuen Woche weiter aus. </figcaption></figure><p>Normal wären für die Jahreszeit im Südwesten eher <strong>21 bis 22 Grad</strong> am Nachmittag. Wir reden also nicht von einem kleinen Ausreißer, sondern von einer richtig dicken Wärme-Anomalie – im Klimawandel leider immer weniger die Ausnahme.</p><h2>Kaum Regen in Sicht – die Dürre bleibt das große Sorgenkind</h2><p>So schön die goldenen Spätsommertage für alle Sonnenhungrigen sind – ein Problem bleibt: <strong>Es fehlt weiter der Regen.</strong> Gerade der Südwesten hat einen extrem trockenen Sommer hinter sich, und der Hochkeil sorgt dafür, dass die nächsten Tage genau dort weitgehend <strong>niederschlagsfrei</strong> bleiben.</p><p>Für Böden, Wälder und Flüsse ist das keine gute Nachricht. Der Rat vom Fachmann: Genießen Sie die warmen Tage, aber vergessen Sie die trockene Kehrseite nicht. Der Herbst kommt bestimmt – nur eben noch nicht in dieser Woche.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-experte-uberrascht-33-grad-im-september-doch-eine-landeshalfte-guckt-in-die-rohre.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Die aktuelle Phase ohne Atlantik-Hurrikane könnte Geschichte schreiben: Der ruhigste Start seit 60 Jahren]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-aktuelle-phase-ohne-atlantik-hurrikane-konnte-geschichte-schreiben-der-ruhigste-start-seit-60-jahren.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 13:13:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Bislang haben sich in diesem Jahr im Atlantik fünf Tropenstürme gebildet, die alle nur von kurzer Dauer waren. Hier erfahren Sie, warum die Saison bisher so ruhig verlaufen ist.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/atlantic-s-hurricane-free-streak-could-be-history-making-here-s-what-s-going-on-with-the-quietest-start-in-60-years-1788628257775.jpg" data-image="ygsuyn88h9su" alt="Satellit, 5. September" title="Satellit, 5. September"><figcaption>Auf den Satellitenbildern vom 5. September ist keine tropische Zyklonaktivität zu erkennen. Das gesamte Becken ist relativ klar, im Osten ist etwas Saharastaub zu sehen.</figcaption></figure><p>Während sich im Pazifik drei Hurrikane toben, herrscht im Atlantikbecken unheimliche Stille, obwohl sich der Höhepunkt der Hurrikansaison am 10. September nähert. </p><div class="texto-destacado">Es ist so ruhig, dass bald ein Rekord aufgestellt werden könnte. </div><p>Das späteste Datum, an dem jemals ein Hurrikan im Atlantik entstanden ist, ist der 12. September. Seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1966 gab es nur sieben Jahre, in denen es im September keinen Atlantik-Hurrikan gab. </p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Tropical Storm <a href="https://x.com/hashtag/Edouard?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Edouard</a> has made landfall in Louisiana with max winds of 60 mph. The Atlantic has yet to have a <a href="https://x.com/hashtag/hurricane?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#hurricane</a> this year. Only 7 seasons in satellite era (since 1966) have gone into September without an Atlantic hurricane. <a href="https://t.co/g2tyxhb2Qo">pic.twitter.com/g2tyxhb2Qo</a></p>— Philip Klotzbach (@philklotzbach) <a href="https://x.com/philklotzbach/status/2094876596142543232?ref_src=twsrc%5Etfw">September 1, 2026</a></blockquote></figure><p>Und laut dem National Hurricane Center ist am Morgen des 5. September für die nächsten sieben Tage keine Hurrikanaktivität zu erwarten. Damit würde der Atlantik den Zeitraum bis zum Stichtag vollständig abdecken. </p><p>Das bedeutet, dass es derzeit so aussieht, als würde dieses Jahr die späteste Hurrikanbildung seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnen.</p><h2>Schuld daran ist der bevorstehende, rekordbrechende El Niño</h2><p>Der entscheidende Faktor, der bislang zu einer ruhigen Hurrikansaison im Atlantik geführt hat, liegt eigentlich im Pazifik: El Niño. Dieses jüngste El-Niño-Ereignis wurde vor einigen Monaten ausgerufen und gewinnt weiter an Stärke. Aktuellen Modellrechnungen zufolge ist es auf dem besten Weg, das stärkste El-Niño-Ereignis seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/atlantic-s-hurricane-free-streak-could-be-history-making-here-s-what-s-going-on-with-the-quietest-start-in-60-years-1788628338719.jpg" data-image="js5epm4gibaj" alt="SST 5. September" title="SST 5. September"> <figcaption>Die Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik sind extrem hoch, da sich El Niño weiter verstärkt.</figcaption></figure><p>Während El-Niño-Ereignissen ist die Hurrikanaktivität im Atlantik häufig gedämpft. Dies liegt daran, dass diese Phase des ENSO-Zyklus die Windscherung im gesamten Becken verstärkt, d. h. die Änderung der Windrichtung mit zunehmender Höhe. Diese verstärkte Windscherung führt dazu, dass sich bereits entstandene Stürme auflösen. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787694" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?">Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788861392625_320.jpg" alt="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"></a></article></aside><p>Hinzu kommt, dass es bisher relativ wenige Wetterstörungen gab, die von Afrika herüberzogen sind und oft den Ausgangspunkt für tropische Stürme über dem Atlantik bilden.</p><h2>Die Lage kann sich schnell ändern, und die Menschen sollten weiterhin vorbereitet sein</h2><p>Bislang gab es in diesem Jahr im Atlantik nur fünf benannte Stürme. Zwar waren alle nur von kurzer Dauer und entwickelten sich nicht zu Hurrikanen, doch drei von ihnen brachten heftigen Regen und Stürme an Land, darunter Arthur und Edouard.</p><div class="texto-destacado">Die Hurrikansaison dauert jedoch bis in den November hinein, und die Wetterbedingungen könnten sich so ändern, dass günstigere Voraussetzungen für Gewitter entstehen, die sich zu tropischen Stürmen oder Hurrikanen entwickeln könnten.</div><p>Einer der wichtigsten Faktoren sind die steigenden Temperaturen im westlichen Atlantik und im Golf von Mexiko, die zur Entstehung dieser Gewitter beitragen könnten. </p><p>Es ist wichtig zu beachten, dass in jedem seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten El-Niño-Jahr mindestens ein Hurrikan entstanden ist. Daher sollten Küstengebiete und ihre Bewohner darauf achten, sich weiterhin wie gewohnt auf die Hurrikansaison vorzubereiten, da diese bis zum 30. November andauert.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-aktuelle-phase-ohne-atlantik-hurrikane-konnte-geschichte-schreiben-der-ruhigste-start-seit-60-jahren.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[November-Hammer: Regen-Wende oder früher Wintereinbruch? Meteorologe: „Die Karte leuchtet komplett"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 12:25:27 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Nach Wochen der Dürre die spannende Wende? Neue Wettermodelle zeigen eine glasklare Tendenz für November – Regen, Wärme oder früher Schnee in den Bergen? Die Antwort überrascht.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett-1788956639372.jpg" data-image="h1p5zeom026y" alt="wetter, november, nebel" title="wetter, november, nebel"> <figcaption data-lt-tmp-id="lt-743737" >Welches Wetter bringt uns der November 2026 nach Deutschland?</figcaption></figure><p><br>Der Sommer 2026 hat tiefe Spuren hinterlassen: <strong>staubtrockene Böden</strong>, niedrige Flusspegel und eine <strong>Dürre</strong>, die sich hartnäckig bis in den September zieht. Millionen Menschen fragen sich jetzt nur eines: Kommt endlich der <strong>große Regen</strong>?</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Ausgerechnet der <strong>November</strong> – von vielen als grauer, langweiliger Monat verkannt – könnte die entscheidende Antwort liefern. Denn kaum ein anderer Monat prägt den Charakter des nahenden Winters so stark wie dieser oft unterschätzte Wackelkandidat zwischen Herbst und Kälte.</p><h2>Warum der November der heimliche Star unter den Wettermonaten ist</h2><p>Der November ist ein <strong>Umstellungsmonat</strong> – meteorologisch gesehen die große Weiche. Die stabilen Hochdruckgebiete des goldenen Herbstes brechen auf, und über dem Atlantik erwacht die <strong>Frontalzone</strong>. Das bedeutet: Tiefdruckgebiete nehmen wieder Fahrt Richtung Mitteleuropa auf.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett-1788956370847.jpg" data-image="bj0ofox1tgz0" alt="november,wetter, deutschland" title="november,wetter, deutschland"><figcaption>Der November 2026 könnte, wen wunderts, mal wieder ein "zu warmer" Monat werden laut europäischem Wettermodell. </figcaption></figure><p>Genau hier liegt die Chance für die ausgedörrten Landschaften. Die aktuellen Modelle von <strong>ECMWF</strong> und <strong>NOAA</strong> deuten an, dass der November nach dem knochentrockenen September und dem durchschnittlichen Oktober <strong>eher zu nass</strong> ausfallen könnte. Der ersehnte Regen rückt also tatsächlich näher – wenn auch mit Ansage, nicht mit Garantie.</p><h4>Regen-Comeback: Was ECMWF und NOAA jetzt wirklich rechnen</h4><p>Ein Blick auf die neue <strong>SEAS5-Karte des ECMWF</strong> (siehe Grafik) macht es unmissverständlich: Für den <strong>November 2026</strong> leuchtet nahezu ganz Deutschland in Gelb- und Orangetönen. Das bedeutet eine Abweichung von rund <strong>+0,5 bis +1,5 Grad</strong> über dem langjährigen Mittel – am kräftigsten im <strong>Süden und an den Alpen</strong>. Ein Kältesignal? <strong>Fehlanzeige</strong> – kein einziger blauer Fleck auf der Karte.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p>Beim Niederschlag aber kippt die Tendenz: weg von der Dürre, hin zu <strong>wechselhaftem, nassem Wetter</strong>. Das ist die gute Nachricht für Land- und Forstwirtschaft. Die schlechte: Ein einzelner nasser November löscht keine monatelange Trockenheit einfach aus. Die tiefen Bodenschichten bleiben ein Sorgenkind – die <strong>Dürre wird gelindert, nicht beendet</strong>.</p><h2>Früher Wintereinbruch? Das sagen die Berge</h2><p>Und was ist mit dem <strong>ersten Schnee</strong>? Viele Wintersportler und Skigebiete sehnen einen frühen Wintereinbruch herbei. Tatsächlich liegen die Zutaten dafür theoretisch auf dem Tisch: Kurze <strong>Kaltlufteinbrüche</strong> können in den <strong>Alpen und Mittelgebirgen</strong> schon im November zu ersten Schneeflocken und Nachtfrösten führen.</p><p>Doch Vorsicht vor zu viel Euphorie. Die Grundtendenz der Modelle bleibt <strong>mild und atlantisch geprägt</strong> – die SEAS5-Karte belegt es eindrücklich. Ein nachhaltiger, früher Vollwinter mit tief herabreichender Schneedecke bis ins Flachland ist im aktuellen Signal nicht zu erkennen. Eher gilt: oben weiß angezuckert, unten grau und nass.</p><h4>Der große Unsicherheitsfaktor – warum kein Meteorologe garantieren kann</h4><p>Bei aller Spannung ist <strong>ehrliche Einordnung</strong> Pflicht. Saisonprognosen sind keine Wettervorhersage, sondern grobe Tendenzen. Vor allem das amerikanische <strong>CFS-Modell</strong> gilt als notorisch <strong>launisch</strong>: Es kann seine Berechnungen binnen Wochen um 180 Grad drehen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786474" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit.html" title="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit">„Verdächtig ruhig über dem Atlantik" – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit.html" title="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit-1788204334290_320.jpg" alt="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit"></a></article></aside><p>Entscheidend werden am Ende Faktoren wie der Zustand des <strong>Polarwirbels</strong> und die <strong>Nordatlantische Oszillation (NAO)</strong> sein. Bricht der Polarwirbel, kann es blitzschnell eisig werden. Bleibt er stabil, dominiert mildes Westwetter. Wer im September felsenfest einen Eiswinter ausruft, betreibt Kaffeesatzleserei – seriös ist derzeit nur eine <strong>Tendenz</strong>, keine Prognose.</p><h2>Das Fazit: Spannung pur bis zum letzten Herbsttag</h2><p>Fassen wir zusammen: Der <strong>verkannte November</strong> könnte zum heimlichen Helden dieses Wetterjahres werden. Die Modelle deuten die <strong>Rückkehr des Regens</strong> an, dazu bleibt es überwiegend <strong>mild</strong> – mit der realistischen Chance auf erste <strong>Schnee-Grüße</strong> in den Hochlagen von Alpen und Mittelgebirgen.</p><p>Ein früher Jahrhundertwinter? Unwahrscheinlich. Ein ordentlicher Dürre-Dämpfer und ein spannendes Auf und Ab? Sehr wahrscheinlich. Eines ist sicher: Langweilig wird dieser November garantiert nicht. Wir behalten die Entwicklung Tag für Tag für Sie im Blick – und melden uns, sobald die Modelle nachlegen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:58:59 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der September in Hamburg startete mit Regen und spielt schon damit die Statistik von 10 Regentagen im September zu reißen. Die aktuelle Großwetterlage scheint jedoch etwas dagegen zu haben.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788944198908.jpg" data-image="1hkr3p7c6hye" alt="Jet Stream, Wind, 300 hPa" title="Jet Stream, Wind, 300 hPa"><figcaption>Ab nächster Woche Montag formt der Jet-Stream einen Ausschlag Richtung Norden über Deutschland. Oft geht dies mit Hochdruckgebieten südlich des Ausschlages einher. Ein Indikator für gutes Wetter in Deutschland und Hamburg.</figcaption></figure><p>Ein sattes und nüchternes "Moin!" an alle Hamburger*innen! Der Septemberstart hatte den klassischen <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburger </a>Beigeschmack. Wechselhaftes Wetter mit Sprühregen steht seit einigen Tagen auf der Menükarte der Wetterküche. Auch am heutigen <strong>Mittwoch bleibt der Regen nicht aus</strong> und kommt pünktlich zur Feierabendzeit um 17.00 Uhr nach <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a>. Zwar fällt der Regen nur leicht aus, aber bei den Spitzengeschwindigkeiten von Alsterrundradler*innen führt es wahrscheinlich trotzdem zur nassen Jeans. <strong>Statistisch gesehen sollte es nach dieser Woche jedoch trockener werden.</strong> Zwei Gründe sprechen dafür: im September regnet es im Mittel an 10 bis 11 Tagen vom gesamten Monat und der <strong>Altweibersommer könnte für stabileres Wetter sorgen</strong>.</p><h2>Statistik und Altweibersommer: Hält sich Hamburg an die "Wetterregeln"?</h2><p>Da <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> jetzt schon nah an der Statistik von 10 bis 11 Regentagen kratzt, könnte man vermuten, dass es trockenes Wetter wahrscheinlicher wird. Auch der Altweibersommer steht vor der Tür. Vertraut man dem Mythos des Altweibersommers, so müsste sich um die Septembermitte trockeneres Wetter einstellen. Wertet man die Statistik zum Mythos aus, <strong>so sprechen Meteorolog*innen tatsächlich von einer Singularität</strong>; also einer Wetterlage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes Jahr zu einer ähnlichen Zeit mit einem ähnlichen Muster wiederkehrt. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787694" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?">Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788861392625_320.jpg" alt="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"></a></article></aside><p><br>Im Falle des Altweibersommers handelt es sich dabei um ein blockierendes Hochdrucksystem über Mitteleuropa, was Tiefdruckgebiete ablenkt. Das sorgt für sonnige, trockene Tage mit Temperaturen oft über 20 Grad, während die Nächte aufgrund des klaren Himmels bereits stark abkühlen und morgens Nebel bilden. </p><h3>Großwetterlage spricht für Altweibersommer und verspricht trockene Tage in Hamburg</h3><p>Mit einem halben Auge schielt der Großlagenwetterfrosch Dieter Donner auf die Jet-Stream Position (siehe erstes Bild), um eine Ahnung zu erhaschen, ob der Altweibersommer nach <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> kommt. Während die restliche Woche in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> noch wechselhaft bleiben soll und zumindest zum Sonntag nochmal stärker der Regen erwartet wird, so könnte es ab nächster Woche wirklich zu trockeneren Temperaturen kommen. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788945390364.jpg" data-image="87tizg3g42g7" alt="Regen, Sonntag, Hamburg" title="Regen, Sonntag, Hamburg"><figcaption>Am Sonntag kommt es in Hamburg vermutlich noch einmal zu Regen. Anschließend könnte es (außer am darauffolgenden Mittwoch) zu trockeneren Wetterlagen kommen.</figcaption></figure><p><br>Am Montag formt der Jet-Stream einen nördlichen Wellenausschlag. Südlich von dieser Welle befinden sich oft stabile Hochdruckgebiete und genau dort befindet sich Deutschland in der kommenden Woche. Bildet sich der Jet-Stream also wirklich in dieser Form aus, spricht einiges für trockene Tage in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> und Deutschland für die kommende Woche. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787247" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?">Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt-1788607798337_320.jpg" alt="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"></a></article></aside><p><br>Dies zeigt sich auch in den Modellvorhersagen für Hamburg. Lediglich am Mittwoch, den 16.09.26 ziehen dort noch einmal Regenwolken auf. Anschließend bleibt es trocken mit Temperaturen um die 20 °C und kühlen Nächten. Also ganz so wie in dem Mythos des Altweibersommers. Ob Hamburg bis dahin die Regenstatistik von zehn Tagen gerissen hat, bleibt jedoch noch eine offene Frage. </p><p><strong>Ich wünsche Ihnen in der kommenden Woche keine größeren Ausreißer aus der Statistik, es sei denn, sie sind von positiver Natur.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Warum Menschen beim Sprechen einem uralten biologischen Rhythmus folgen, den es auch im Tierreich gibt]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:41:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Was hat menschliches Sprechen mit dem Ruf einer Feldlerche oder den Signalen eines Seebären zu tun? Erstaunlich viel! Beide folgen einem zeitlichen Muster, das offenbar tief in der Biologie verankert ist. </p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534889563.jpg" alt="Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich?" title="Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich?"><figcaption>Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich? Bild: Vitaly Gariev/Unsplash</figcaption></figure><p>Menschen sprechen unterschiedliche Sprachen, mit völlig verschiedenen Lautsystemen, Wörtern und grammatischen Regeln. Doch diese kulturelle Vielfalt basiert offenbar auf einem ähnlichen biologischen Takt: Ein typischer Sprechabschnitt samt anschließender Pause dauert etwa zwei Sekunden lang.</p><p>Diesen untersuchte nun eine neue Studie von Forschenden des Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Regensburg und der Aix-Marseille-Universität. Für die Analyse wurden Sprachaufnahmen aus 48 Sprachen von allen bewohnten Kontinenten ausgewertet – und anschließend mit Kommunikationssignalen verschiedener Tierarten verglichen, und zwar von Säugetieren, Vögeln und sogar Fischen.</p><h2>Rhythmus für Menschen – und Tiere</h2><p>Herausragend dabei ist die neue Sicht auf die menschliche Sprache. Die Forschenden betrachteten nicht einzelne Laute oder Silben, sondern das sogenannte <strong>Inter-Onset-Intervall</strong>: einen zusammenhängenden Sprechabschnitt mit der darauffolgenden Pause. Das Maß wird auch in der Forschung zur tierischen Kommunikation verwendet und macht deshalb den direkten Vergleich möglich.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534902425.jpg" alt="Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können." title="Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können."><figcaption>Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können. Bild: Vitaly Gariev/Unsplash</figcaption></figure><p>Mehr als 100.000 dieser Intervalle wurden untersucht. Das Resultat war bemerkenswert stabil: Über die 48 Sprachen hinweg lag ihre typische Dauer bei rund zwei Sekunden. Ob Menschen eine Sprache aus einer bestimmten Sprachfamilie sprechen oder sich hinsichtlich ihrer individuellen Sprechweise unterscheiden, änderte an dem Grundmuster nur wenig.</p><p>Gerade der Vergleich mit kleineren sprachlichen Einheiten macht das Ergebnis interessant. Silben können sich zwischen Sprachen erheblich unterscheiden. Der übergeordnete Sprechrhythmus dagegen scheint einheitlich zu sein. Offenbar gibt es <strong>körperliche und kognitive Grenzen</strong>, die auch die menschliche Kommunikation einhält.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534912048.png" alt="Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause." title="Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause."><figcaption>Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause. Bild: Burchardt, Paschen & Fuchs, 2026</figcaption></figure><p>Noch überraschender wurde es beim Blick auf andere Arten. Der menschliche Sprechrhythmus liegt innerhalb der zeitlichen Bandbreite, die auch für Kommunikationssignale des südafrikanischen Seebären, des Meerraben – eine tiefe Laute produzierende Fischart – und der Feldlerche beschrieben wurde.</p><p>Daraus folgt aber nicht, dass Menschen und Tiere auf dieselbe Weise kommunizieren. Die Studie zeigt vielmehr eine Gemeinsamkeit auf einer grundlegenderen Ebene: Kommunikation muss offenbar mit biologischen Taktgebern zurechtkommen, die über die menschliche Sprache hinausreichen.</p><p>Eine mögliche Erklärung liegt in der <strong>Atmung</strong>. Sie begrenzt, wie lange ein Mensch ohne Unterbrechung sprechen kann, und könnte damit auch die zeitliche Struktur von Äußerungen prägen. </p><p>Hinzu kommen möglicherweise die Kapazitäten des <strong>Arbeitsgedächtnisses</strong>. Denn auch die Verarbeitung und Planung sprachlicher Information ist nicht unbegrenzt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534918446.png" alt="Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot)." title="Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot)."><figcaption>Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot). Bild: Burchardt, Paschen & Fuchs, 2026</figcaption></figure><p>„Wenn man den Sprechrhythmus so berechnet, wie das häufig in der tierischen Kommunikation untersucht wird, zeigen sich deutlich weniger Unterschiede zwischen den untersuchten Sprachen, als man es von kleineren sprachlichen Einheiten wie Silben kennt“, sagt Susanne Fuchs, Senior Researcher am ZAS Berlin und Mitautorin der Studie. „Dies legt nahe, dass hier biologische Faktoren eine wichtige Rolle spielen.“</p><h2>Sprache ist kulturell – ihr Takt vielleicht nicht</h2><p>Die Studie behandelt damit eine zentrale Frage der Sprachwissenschaft. Sprache gilt als eine der herausragenden Fähigkeiten des Menschen und ist zugleich tief von Kultur geprägt. Doch ihre zeitliche Organisation könnte teilweise auf körperlichen Gegebenheiten beruhen, die Menschen mit anderen Tieren teilen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="758538" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt.html" title="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt">Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt.html" title="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt-1773305459777_320.jpeg" alt="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt"></a></article></aside><p>Ludger Paschen, Mitherausgeber des verwendeten Language Documentation Reference Corpus (DoReCo), hebt zudem hervor, dass Sprachaufnahmen weniger erforschter Sprachen für grundlegende Forschungsfragen neu genutzt werden können.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780797" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab.html" title="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab">Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab.html" title="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab-1785203069342_320.jpg" alt="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab"></a></article></aside><p>Die in den <em>Annals of the New York Academy of Sciences</em> veröffentlichte Studie eröffnet damit einen ungewöhnlichen Blick darauf, dass der menschliche Sprachrhythmus weniger ein einzigartiges kulturelles Produkt sein könnte als bisher angenommen – und stärker dem Takt der Biologie folgt.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Burchardt%2C%20L.%20S.%2C%20Paschen%2C%20L.%2C%20%26%20Fuchs%2C%20S" data-year="2026" data-title="Rhythm%20Across%20Species%3A%20Situating%20Human%20Speech%20in%20a%20Comparative%20Framework.%20Annals%20of%20the%20New%20York%20Academy%20of%20Sciences" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1111%2Fnyas.70383">Burchardt, L. S., Paschen, L., & Fuchs, S. (2026). <a href="https://doi.org/10.1111/nyas.70383" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Rhythm Across Species: Situating Human Speech in a Comparative Framework. Annals of the New York Academy of Sciences</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Glaziologe warnt vor den Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscherkatastrophen zwischen Nepal und Tibet]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/glaziologe-warnt-vor-den-auswirkungen-des-klimawandels-auf-gletscherkatastrophen-zwischen-nepal-und-tibet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:06:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die Katastrophe in Nepal ist eine weitere Warnung vor den Gefahren, die von der Klimakrise ausgehen: Der Rückgang der Gletscher hat nicht nur eine Veränderung der Landschaft zur Folge. Hier sind die ersten Theorien zur Rolle der globalen Erwärmung bei der Katastrophe vom 26. August.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb0zj76"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb0zj76.jpg" id="xb0zj76"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Nepal wurde von einer der dramatischsten Gletscher- und hydrogeologischen Katastrophen des Jahres 2026 heimgesucht. Wie wir bereits berichteten, brach am 26. August ein hochgelegener Gletscher in über 5.000 Metern Höhe zusammen und löste einen gigantischen Erdrutsch aus Eis und Gestein aus, der beim Herabstürzen ins Tal eine gewaltige Sturzflut auslöste. Die Folgen waren verheerend und betrafen Dörfer, Touristen und Bergsteiger, flussabwärts gelegene Wasserkraftwerke und vor allem die lokale Bevölkerung.</p><p>Entgegen einigen Berichten aus den ersten Stunden gibt es keine Hinweise darauf, dass entweder ein bereits bestehender Gletschersee oder ein künstlicher Stausee den Vorfall ausgelöst oder verursacht hätte. Welche Rolle spielt der Klimawandel bei diesem Vorfall? Hier sind die ersten Theorien, die ein Professor der Universität Bristol aufgestellt hat.</p><h2>Was passiert mit den Gletschern im Himalaya? </h2><p>Einige Informationen und Erläuterungen stammen von Professor Jonathan Bamber, Professor für Glaziologie und Erdbeobachtung an der Universität Bristol. In einem in „The Conversation“ veröffentlichten Artikel weist er darauf hin, dass sich acht der vierzehn Gipfel über 8.000 Meter in Nepal befinden. Der nördliche Teil des Landes weist ein besonders steiles Gelände auf, wodurch er in hohem Maße anfällig für Erdrutsche, Steinschläge, Lawinen und Gletschereinstürze ist.</p><p>Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung ist hier besonders ausgeprägt; wie in den Polarregionen liegt die Temperaturanstiegsrate über dem globalen Durchschnitt.</p><p>Auf der Grundlage von Satellitendaten und Bodenmessungen zeigt die Massenbilanz der Gletscher zwischen 1976 und 2024 eine Beschleunigung des Eisverlusts im letzten Jahrzehnt. Im Hochgebirge Asiens (HMA), zu dem auch der Himalaya gehört, hat sich die Rate des Eisverlusts um rund 25 % erhöht; in den europäischen Alpen hat sie sich mehr als verdoppelt.</p><h2>Die Gefahren des Gletscherschwunds</h2><p>Die erste Folge des Gletscherschmelzens ist die Freisetzung von Schmelzwasser. Dadurch entstehen Schmelzwasserströme, die wiederum ausgedehnte Flusssysteme speisen. Es gibt jedoch noch ein weiteres schwerwiegendes Problem und eine Gefahr: Gletscher befinden sich auf Permafrostboden, also auf Boden, der auch in der Tiefe gefroren bleibt.</p><p>Mit steigenden Temperaturen taut der Permafrost auf, wodurch Gestein und Eis instabil werden. Die Folge sind Erdrutsche und eine Destabilisierung des Eises in steilem Gelände.</p><p>Dieser Prozess trägt zur Instabilität des Gletschers selbst bei, der an bestimmten Stellen so gelagert sein kann, dass eine Art Kipppunkt, kritischer Punkt oder Punkt ohne Wiederkehr entsteht. In Italien haben wir dies leider bei der Marmolada-Katastrophe im Juli 2022 deutlich gesehen.</p><h2>Schwerpunkt: Nepal und Tibet</h2><p>Was die Katastrophe in Tibet und Nepal betrifft, sollten wir uns einen riesigen Eisblock vorstellen, der etwa 600 Meter lang und 50 Meter hoch ist. Als dieser zusammenbrach, stürzte eine Masse von mehr als einer halben Million Tonnen ins Tal und löste damit das aus, was wir leider miterleben mussten. </p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/un-glaciologo-mette-in-guardia-sull-impatto-dei-cambiamenti-climatici-nei-disastri-glaciali-tra-nepal-e-tibet-1788362497809.jpg" data-image="90svgnj9ccq4"><figcaption>Schneelawine an den Hängen des Annapurna II, Annapurna-Rundwanderweg, Nepal. Der Klimawandel birgt sowohl in den Alpen als auch im Himalaya immer größere Risiken für Bergsteigerexpeditionen. Ein Professor der Universität Bristol erläutert, welche Rolle er bei der jüngsten Katastrophe in Nepal gespielt hat.</figcaption></figure><p>Kleinere Einstürze sind Bergsteigern zwar bekannt, aber dennoch gefährlich. Seracs stürzen oft in den wärmsten Stunden des Tages ein, weshalb Bergsteiger versuchen, Serac-Barrieren nachts oder früh am Morgen zu überqueren. Der Gletscherschwund kann zudem die Entstehung „vorübergehender“ Seen begünstigen, die dadurch entstehen, dass Eis oder Moränen kleine (oder sogar große) natürliche Dämme bilden. Das plötzliche Versagen dieser Barriere kann verheerende Sturzfluten aus Wasser und Eis auslösen. Viele Wanderwege in Nepal und Indien sind mit Warnschildern vor diesem Phänomen versehen.</p><h2>Was sollten Regierungen tun?</h2><p>Der Gletscherschwund ist eine der deutlichsten und offensichtlichsten Auswirkungen des Klimawandels. Es handelt sich um ein Problem, das den europäischen Städten vielleicht weit entfernt erscheint, die jedoch ebenfalls von Hitzewellen heimgesucht werden, wie es im langen Sommer 2026 der Fall ist.</p><p>In Europa erleben wir derzeit den durch diesen langen Sommer, die Waldbrände in Spanien und Frankreich sowie die Dürre, die sich sogar bis nach Großbritannien ausgebreitet hat, verursachten Gesundheitsnotstand – das Gras in den Londoner Parks ist bereits gelb und trocken geworden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="693796" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet.html" title="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet">Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet.html" title="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet-1737726961292_320.png" alt="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet"></a></article></aside><p>Auf den jüngsten COPs wurden die Bemühungen zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verstärkt, doch in Wirklichkeit steigen die Treibhausgasemissionen weiter an. Den symbolischen Erklärungen einiger Länder zum Klimanotstand sind keine konkreten und ausreichenden Maßnahmen gefolgt.</p><p>Laut Professor Jonathan Bamber verfügen wir über das Fachwissen und die Technologie, um die Klimakrise zu bewältigen. Was fehlt, sind der politische Wille und eine langfristige Vision. Er schließt mit einer Warnung: Ohne rasches Handeln wird das Abschmelzen der Gletscher nur ein Aspekt der vom Menschen verursachten Klimakrise sein, und die Folgen werden verheerend sein.</p><h3>Quellenangabe der Nachricht</h3><p><em>Nepal‑Tibet disaster linked to climate change – a glaciologist explains, The Conversion, <a href="https://theconversation.com/nepal-tibet-disaster-linked-to-climate-change-a-glaciologist-explains-290656">https://theconversation.com/nepal-tibet-disaster-linked-to-climate-change-a-glaciologist-explains-290656</a></em></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/glaziologe-warnt-vor-den-auswirkungen-des-klimawandels-auf-gletscherkatastrophen-zwischen-nepal-und-tibet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Schwarze Löcher entwachsen ihrer Galaxie: eROSITA entdeckt Quasare mit extremen Masseverhältnissen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:23:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Manche zentrale Schwarze Löcher wachsen deutlich schneller als die Galaxien, in deren Zentren sie sitzen. Das geht aus einer jüngsten Analyse von eROSITA-Daten hervor. Die Entdeckung stellt ein Grundbild der Galaxienentwicklung infrage.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811011160.png" alt="Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar." title="Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar."><figcaption>Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar. Bild: MPE (KI-generiert)</figcaption></figure><p>Astronomen haben in einem 140 Quadratgrad großen Himmelsareal acht Quasare entdeckt, die ein extremes Verhältnis von Schwarzem Loch und Galaxie aufweisen: Die zentralen Schwarze Löcher machen mindestens fünf Prozent der gesamten Sternmasse ihrer jeweiligen Galaxie aus. Der typische Anteil im nahen Universum liegt dagegen bei rund einem halben Prozent.</p><div class="texto-destacado">Quasare sind besonders leuchtkräftige aktive Galaxienkerne, bei denen Gas auf ein supermassereiches Schwarzes Loch fällt und dabei enorme Mengen Strahlung freisetzt. Quasare gehören zu den leuchtkräftigsten Objekten im Universum.</div><p>Die neue Studie, die unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) entstanden ist, basiert auf der Untersuchung von 22.079 Quasaren. „Astronomen gingen davon aus, dass zentrale Schwarze Löcher stets eng gekoppelt mit ihren Galaxien wachsen“, sagt Studienleiter Dr. Johannes Buchner vom MPE. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass das nicht immer der Fall ist.“</p><h2>Tausendmal schwerer als das Milchstraßenzentrum</h2><p>Die acht Objekte erreichen ein Verhältnis von Schwarzem Loch zu Sternmasse der Galaxie von mindestens 1 zu 20. Das liegt rund zehnmal über dem heute typischen Verhältnis von etwa 1 zu 200. Drei der acht gehören außerdem zu den 200 hellsten Quasaren des untersuchten Feldes.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811005256.jpg" alt="Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert." title="Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert."><figcaption>Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert. Bild: Buchner et al., 2026</figcaption></figure><p>Ihre Schwarzen Löcher besitzen zwischen etwa 800 Millionen und vier Milliarden Sonnenmassen. Damit sind sie ungefähr tausendmal schwerer als Sagittarius A*, das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße. Man könne sich das wie einen Hund vorstellen, der in einer zu kleinen Wohnung lebt, sagt Prof. Dr. Kirpal Nandra, Direktor der Abteilung Hochenergie-Astrophysik am MPE. „Das Schwarze Loch ist schlicht zu groß für sein Zuhause geworden.“</p><p>Die Massen wurden mithilfe optischer Spektren der Sloan Digital Sky Survey bestimmt. Breite Wasserstofflinien verraten die Geschwindigkeit des heißen Gases in der Umgebung. Daraus lässt sich zusammen mit der Leuchtkraft die Masse erschließen. Wegen methodischer Unsicherheiten kann der Wert einzelner Objekte um etwa den Faktor drei schwanken; die Existenz der extremen Population gilt statistisch dennoch als belastbar.</p><h2>Schwache Wirtsgalaxien und rasches Wachstum</h2><p>Besonders auffällig ist, dass die sie umgebenden Galaxien trotz der gewaltigen Schwarzen Löcher kaum sichtbar sind. Auswertungen von ultraviolettem, optischem und infrarotem Licht sprechen dagegen, dass dort eine Sternmasse verborgen ist, die sich mit der Milchstraße vergleichen lässt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811018465.jpg" alt="Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter." title="Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter."><figcaption>Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter. Bild: Buchner et al., 2026</figcaption></figure><p>„Die geringe Helligkeit der Heimatgalaxien zeigt, dass sie keine Sternmasse wie eine Galaxie von der Größe der Milchstraße besitzen können“, erklärt Buchner. „Andernfalls wären sie in den vorhandenen Bildern deutlich sichtbar.“</p><p>Gleichzeitig verschlingen die Schwarzen Löcher weiterhin Materie. Ihre Wachstumsrate wird auf etwa 40 Millionen Sonnenmassen pro Milliarde Jahre geschätzt. Bei anhaltender Akkretion könnten sie ihre Masse innerhalb von ungefähr einer Milliarde Jahren verdoppeln.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="764693" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt.html" title="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt">eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt.html" title="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt-1776623484730_320.png" alt="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt"></a></article></aside><p>„Die Schwarzen Löcher sind im Verhältnis zu ihren Heimatgalaxien bereits ungewöhnlich massereich und nehmen dennoch weiterhin Materie auf“, sagt MPE-Doktorandin Catarina Aydar vom MPE.</p><p>Solche extremen Verhältnisse werden von den gängigen Simulationen bisher kaum hervorgebracht. Auch der Cambridge-Professor Roberto Maiolino, der nicht an der Studie beteiligt war, nennt die Ergebnisse „aufregend und unerwartet“ und findet, dass dadurch die bisherige Vorstellung eines eng gekoppelten Wachstums infrage gestellt wird.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784790" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html" title="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen">Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html" title="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen-1787291326320_320.png" alt="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen"></a></article></aside><p>Weitere eROSITA-Daten sowie hochaufgelöste Beobachtungen sollen nun klären, wie häufig solche Systeme sind, und auch, ob ihre Galaxien noch Sterne bilden und wie das Gas langfristig in ihre zentralen Schwarzen Löcher gelangt. Damit könnte sich entscheiden, ob die Extremfälle eine seltene Ausnahme sind, oder ein unterschätzter Entwicklungsweg von Galaxien.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Buchner%2C%20J.%2C%20Gauger%2C%20I.%2C%20Wu%2C%20Q.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="A%20large%20population%20of%20overmassive%20black%20hole%20quasars%20at%20z%3D0.3-0.8%20revealed%20by%20eROSITA" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1051%2F0004-6361%2F202659356">Buchner, J., Gauger, I., Wu, Q., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1051/0004-6361/202659356" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">A large population of overmassive black hole quasars at z=0.3-0.8 revealed by eROSITA</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[In deutschen Städten war die Hitzebelastung sehr unterschiedlich und abhängig von der Nationalität]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:15:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Institut für Technologie haben eine neue Studie veröffentlicht. Schnell haben sie zwischen der extremen Hitzebelastung und der Bevölkerungsstruktur in Deutschland einen klaren Zusammenhang nachgewiesen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet-1788690972182.jpeg" data-image="cu7xr1h1lfzs"><figcaption>Die extreme Hitze stauten sie vor allem in Gebieten, in denen weniger Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit lebten</figcaption></figure><p>Die Forschenden haben deutschlandweit Daten aus den <strong>Hitzeperioden </strong>aus den Sommermonaten der letzten Jahre 2021 bis 2023 ausgewertet. </p><h2>Nicht überall in der Stadt war die Hitze gleich intensiv</h2><p>Sie haben sich gefragt, ob eine starke Hitzebelastung mit soziodemografischen Daten wie Alter, <strong>Staatsangehörigkeit, Mietspiegel</strong> einhergeht. Schnell wurde deutlich, dass in 84,2 Prozent der analysierten Städte eine deutliche Zunahme an Hitzebelastung zu verzeichnen war, wenn der Anteil der deutschen Bevölkerung sank.</p><h2>Nachts kühlte es nicht überall ab</h2><p>Besonders nachts ist die Luft in den Gebieten deutlich wärmer und auch die Dächer der Häuser kühlten weniger ab. </p><div class="texto-destacado">„Die Oberflächentemperatur zeigt vor allem, wie stark sich Straßen, Dächer oder andere Flächen aufheizen. Die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe trägt etwas direkter zum Hitzestress bei, dem die Menschen ausgesetzt sind. Sie wird vor allem bei Nacht von der lokalen Stadtstruktur beeinflusst, etwa durch Bebauung, Grünflächen und verwendete Materialien.“, erklärt Erstautorin Jayati Chawla</div><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet-1788691235376.jpeg" data-image="mhwp588u7452"><figcaption>Die Bebauung in Städten wie Berlin haben einen großen Einfluss auf lokale Temperaturspitzen</figcaption></figure><p>Der Mietspiegel hingegen liefert nach aktuellen Erkenntnissen keinen Hinweis auf mehr oder weniger <strong>Wärmebelastung</strong>. </p><h2>Wenig Einkommensdaten machten eine Einordnung schwerer</h2><p>Jedoch konnte die Forschungsgruppe auf keine hochaufgelösten <strong>Einkommensdaten </strong>zugreifen. So lässt sich in Deutschland nicht beurteilen, ob die beobachteten Unterschiede auf sozioökonomische Ungleichheiten zurückzuführen sind.</p><p>Nicht zuletzt konnten die Forscherinnen und Forscher nachweisen, dass es klare Unterschiede in den deutschen Städten gibt. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786916" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr.html" title="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027">El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr.html" title="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr-1788431608051_320.png" alt="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027"></a></article></aside><p>Je nach Bebauung und Versiegelung konnten klare Wärmeinseln bestimmt werden. </p><h2>Im ländlichen Raum sind die Temperaturschwankungen geringer</h2><p>So sind die unterschiedlichen Temperaturen besonders in Städten stark zu spüren. Im Vergleich zum suburbanen und <strong>ländlichen Raum</strong> konnte die Hitzebelastung in den Städten auch stark variieren. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787110" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-studie-ein-verborgener-prozess-macht-die-schwule-hitze-moglicherweise-noch-schlimmer.html" title="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer">Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-studie-ein-verborgener-prozess-macht-die-schwule-hitze-moglicherweise-noch-schlimmer.html" title="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/a-hidden-process-may-be-making-humid-heat-even-worse-than-expected-new-study-finds-1788118759742_320.jpg" alt="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer"></a></article></aside><p>Die neuen Erkenntnisse der Forschungsgruppe können deutsche Städte nun dabei unterstützen <strong>hitzegeplagte Gebiete</strong> zu identifizieren und Maßnahmen zur Hitzevorsorge gezielter und nachhaltiger umzusetzen.</p><h2>Weitere Projekte sollen genauere Antworten liefern</h2><p>Weitere Forschungsvorhaben sollen einen Blick auf die ökonomischen Unterschiede ermöglichen. Auch im Hinblick auf die <strong>Umweltgerechtigkeit </strong>in der Stadtplanung möchten die Forscherinnen und Forschern neuen Studien anbringen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Jayati%20Chawla%20et%20al" data-year="2026" data-title="Comparing%20land%20surface%20temperature%20and%20air%20temperature%20for%20assessing%20socio-demographic%20inequalities%20in%20urban%20heat%20exposure%3A%20evidence%20from%20Germany.Environ.%20Res.%20Lett.%2021%20154033" data-url="https%3A%2F%2Fiopscience.iop.org%2Farticle%2F10.1088%2F1748-9326%2Fae929e">Jayati Chawla et al. (2026). <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ae929e" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Comparing land surface temperature and air temperature for assessing socio-demographic inequalities in urban heat exposure: evidence from Germany.Environ. Res. Lett. 21 154033</a>.</cite><br><cite data-author="Karlsruher%20Institut%20f%C3%BCr%20Technologie" data-year="2026" data-title="Hitzeexposition%20in%20St%C3%A4dten%20unterscheidet%20sich%20zwischen%20Bev%C3%B6lkerungsgruppen" data-url="https%3A%2F%2Fwww.kit.edu%2Fkit%2Fpi_2026_074_hitzeexposition-in-staedten-unterscheidet-sich-zwischen-bevoelkerungsgruppen.php">Karlsruher Institut für Technologie. (2026). <a href="https://www.kit.edu/kit/pi_2026_074_hitzeexposition-in-staedten-unterscheidet-sich-zwischen-bevoelkerungsgruppen.php" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Hitzeexposition in Städten unterscheidet sich zwischen Bevölkerungsgruppen</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Poth]]></dc:creator></item></channel></rss>