<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" version="2.0"><channel><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><description>News rund ums Wetter: Aktuelle Wetternachrichten - Informieren Sie sich hier über die aktuellsten Wetternachrichten für Deutschland und weltweit. News rund um das Wetter: Wir halten Sie auf dem Laufenden!</description><language>de</language><lastBuildDate>Mon, 24 Aug 2026 13:20:21 +0000</lastBuildDate><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 13:20:21 +0000</pubDate><atom:link href="https://www.daswetter.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[ Copyright 2026 Meteored ]]></copyright><image><url>https://www.daswetter.com/imagenes/logo_rss.png</url><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><width>144</width><height>144</height></image><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>6</sy:updateFrequency><item><title><![CDATA[Herbstnebel am Morgen, Hitze mit über 32 Grad am Tag: und dann endet die letzte Sommerwoche mit einem donnernden Finale]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/herbstnebel-am-morgen-hitze-mit-ueber-32-grad-am-tag-und-dann-endet-die-letzte-sommerwoche-mit-einem-donnernden-finale.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 12:14:56 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Die letzte Woche des meteorologischen Sommers lässt schon den Jahreswechsel erahnen: Morgens liegt bereits der klassische Herbstnebel über Teilen Deutschlands und tagsüber wird es nochmal sommerlich heiß. Danach- also zum Wochenende hin- drohen Starkregen, Hagel und schwere Gewitter in zahlreichen Regionen des Landes.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/herbstnebel-am-morgen-hitze-mit-ueber-32-grad-am-tag-und-dann-endet-die-letzte-sommerwoche-mit-einem-donnernden-finale-1787559586882.png" data-image="w2nic7j08zwu" alt="Tiefdrucktrog, Höhenluft, Westen, Mitteleuropa, Nacht zum Freitag Gewitter" title="Tiefdrucktrog, Höhenluft, Westen, Mitteleuropa, Nacht zum Freitag Gewitter"><figcaption>Ein mächtiger Tiefdrucktrog mit kalter Höhenluft greift von Westen auf Mitteleuropa über und erhöht in der Nacht zum Freitag die Gefahr schwerer Gewitter.</figcaption></figure><p>Der Sommer ist noch nicht vorbei – und doch zeigt sich in dieser Woche bereits sein Nachfolger. In den Flusstälern der Mittelgebirge liegen am frühen Montagmorgen erste Nebelfelder. Teilweise beträgt die Sichtweite weniger als 150 Meter. Nach klaren Nächten sinken die Temperaturen regional sogar in den einstelligen Bereich.</p><p>Die kühlen und feuchten Morgenstunden lassen bereits den Herbst erahnen.<strong>Die Nächte werden länger und die Luft kann stärker auskühlen. </strong>Unter klarem Himmel und bei schwachem Wind bildete sich in der letzten Nacht eine flache <strong>Bodeninversion</strong>. </p><p>So sank die Temperatur an der knapp 700 Meter hoch gelegenen Station <strong>Deutschneudorf-Brüderwiese im sächsischen Erzgebirge auf nur 1,0 Grad</strong>. Insgesamt wurden heute Morgen an<strong> 33 deutschen Wetterstationen weniger als 5 Grad </strong>gemessen. Doch sobald sich der Nebel auflöst, meldet sich noch einmal der Sommer zurück.</p><p>Tagsüber am Montag scheint in weiten Teilen Deutschlands die Sonne. Lediglich im Norden ziehen zeitweise dichtere Wolken vorüber. <strong>Ganz im Nordosten, zwischen dem nördlichen Brandenburg und der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns, sind vereinzelt kurze Schauer möglich. </strong>Die Höchstwerte reichen von etwa 20 Grad an den Küsten bis zu sommerlichen 28 Grad im Südwesten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="785205" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf.html" title="'Da wird viel Unsinn erzählt': Wetterexperte Dominik Jung räumt mit den Klima-Mythen der AfD auf">"Da wird viel Unsinn erzählt": Wetterexperte Dominik Jung räumt mit den Klima-Mythen der AfD auf</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf.html" title="'Da wird viel Unsinn erzählt': Wetterexperte Dominik Jung räumt mit den Klima-Mythen der AfD auf"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf-1787555322063_320.jpg" alt="'Da wird viel Unsinn erzählt': Wetterexperte Dominik Jung räumt mit den Klima-Mythen der AfD auf"></a></article></aside><h2>Der Sommer nimmt noch einmal Anlauf</h2><p><strong>Am Dienstag </strong>beginnt sich die Wetterlage langsam herbstlich zu modifizieren: während es im Nordosten zunächst sonnig und trocken bleibt, erreichen den Südwesten dichtere Wolken. Das heißt aus Frankreich und der Schweiz ziehen erste Regengebiete heran. Zudem könne sich in der zunehmend feuchten Luft vereinzelt bereits die ersten Schauer und Gewitter bilden.<strong>Gleichzeitig steigen die Temperaturen weiter.</strong> </p><p><strong>Am Mittwoch</strong> wird vielerorts die Sommermarke von 25 Grad überschritten. Besonders im Süden und Südwesten wird es zunehmend warm bis heiß. <strong>Am Donnerstag sind regional sogar mehr als 32 Grad möglich.</strong></p><p>Nach der stark ausgekühlten Luft in den frühen Stunden fühlt man sich vielleicht in den Hochsommer zurückversetzt. Doch da die Luft zunehmend feuchter und schwüler wird, wächst damit die Energie, die für kräftige Gewitter zur Verfügung steht. Eine Hochsommerliche anhaltende heiße Trockenlage mit tropischen Nächten, steht uns also nicht bevor! </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="785199" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html" title="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!">Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade": El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html" title="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter-1787554699396_320.jpg" alt="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!"></a></article></aside><h2>Warme Luft , hohe Luftfeuchtigkeit und Luftmassengrenze</h2><p><strong>Ab Mittwoch </strong>entstehen im Westen und Südwesten häufiger Schauer und Gewitter. Im weiteren Verlauf können sie sich über weite Teile Deutschlands ausbreiten. <strong>Gleichzeitig liegt eine Luftmassengrenze quer über dem Land. In ihrem Umfeld ziehen Regengebiete und Gewitter möglicherweise nur langsam weiter.</strong></p><p>Dadurch steigt das Risiko für hohe Niederschlagsmengen. Treffen Schauer und Gewitter wiederholt dieselben Regionen, ist neben <strong>heftigem Starkrege</strong>n auch mehrstündiger Starkregen möglich. Wo die größten Regenmengen fallen, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig bestimmen.</p><p><strong>Am Donnerstag</strong> verschärft sich die Lage voraussichtlich:</p><ul><li>Zur schwülwarmen Luft kommen stärkere dynamische Antriebe und eine erhöhte Windscherung. </li><li>Damit wächst die Gefahr kräftiger und organisierter Gewitter. </li><li>Neben Starkregen sind Hagel sowie starke oder stürmische Böen möglich.</li><li> Regional können die Entwicklungen Unwettercharakter annehmen.</li></ul><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="de" dir="ltr"> Achtung <br><br>️ Unwettergefahr im SO: 2050 l/m², lokal Hagel um 3 cm<br><br> An den Alpen schwere Sturm- bis Orkanböen um 120 km/h möglich<br><br>️ W/NW: Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und Böen bis 70 km/h.<br><br>Alle Infos zum Wetter gibt es hier <br> <a href="https://t.co/dxKrUw1khu">https://t.co/dxKrUw1khu</a> <a href="https://t.co/zML3jVAASt">pic.twitter.com/zML3jVAASt</a></p>— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) <a href="https://x.com/MeteoredDE/status/2090680815906615321?ref_src=twsrc%5Etfw">August 21, 2026</a></blockquote></figure><h2>Ein donnerndes Finale beendet den Sommer</h2><p>Besonders brisant könnte die<strong> Nacht zum Freitag </strong>werden. Vom Westen aussehend simulieren die Wettermodelle ein gewittriges Regenband auf Deutschland übergreifen. <strong>Dabei sind heftiger Starkregen, größerer Hagel und schwere Sturmböen möglich. Auch einzelne Orkanböen können nach aktuellem Stand nicht ausgeschlossen werden.</strong></p><p>Aber Achtung: Noch bestehen Unsicherheiten bei Zugbahn, Zeitpunkt und Stärke der Entwicklung. Klar ist jedoch: Hinter der Kaltfront erreicht deutlich kühlere und auch wieder trockenere Luft Deutschland.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/herbstnebel-am-morgen-hitze-mit-ueber-32-grad-am-tag-und-dann-endet-die-letzte-sommerwoche-mit-einem-donnernden-finale.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Sommerpause in Hamburg: Brechen jetzt die letzten Sommertage an?]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/sommerpause-in-hamburg-brechen-jetzt-die-letzten-sommertage-an.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 12:13:25 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Sommer, Sonne, Sonnenschein könnte bald vorbei sein in Hamburg. Zwar wird es bis Mittwoch nochmal muckelig warm, dann brechen die Temperaturen mit einem Gewitter jedoch ein. Was kommt danach?</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb077py"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb077py.jpg" id="xb077py"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Ein herzerfrischendes Moin, Moin aus der hanseatischen Hauptstadt <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--1-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburch</a>!</p><p>Für den kommenden Wochenstart zeichnet das ECMWF-Modell ein eher sommerliches Szenario. Bleibt es am heutigen Montag noch teilweise bewölkt, so verzieht sich die Wolkendecke am Dienstag. Der klare Himmel sorgt für stärkere Sonneneinstrahlung und die Temperaturen klettern auf 24 °C und bleiben in der restlichen Woche über dieser Marke. Doch dann kommt wohl ein größerer Einbruch!</p><h2>Gewitter, Regen, Wind: Die nordische Triade kommt am Wochenende nach Hamburg</h2><p><strong>Am Donnerstag werden mit knackigen 28 °C die Spitzentemperaturen</strong> dieser Woche erreicht. Mit den steigenden Temperaturen erhöht sich die verfügbare Energie in der Atmosphäre. Die warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, ist aber trotzdem leichter als kalte Luft und schichtet sich zwangsläufig, langfristig über diese - tendenziell in einer Aufwärtsbewegung. Dabei kühlt die warme Luft wieder ab und verliert den Wasserdampf wieder, es kommt zu <strong>Wolkenbildung und potentiell Gewittern</strong>. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="783467" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/fast-40-grad-hitze-finale-am-freitag-dann-gewitter-knall-sommer-ist-noch-nicht-vorbei.html" title="Fast 40 Grad! Hitze-Finale am Freitag, dann Gewitter-Knall – „Sommer ist noch nicht vorbei!'">Fast 40 Grad! Hitze-Finale am Freitag, dann Gewitter-Knall – „Sommer ist noch nicht vorbei!"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/fast-40-grad-hitze-finale-am-freitag-dann-gewitter-knall-sommer-ist-noch-nicht-vorbei.html" title="Fast 40 Grad! Hitze-Finale am Freitag, dann Gewitter-Knall – „Sommer ist noch nicht vorbei!'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/fast-40-grad-hitze-finale-am-freitag-dann-gewitter-knall-sommer-ist-noch-nicht-vorbei-1786608562859_320.jpg" alt="Fast 40 Grad! Hitze-Finale am Freitag, dann Gewitter-Knall – „Sommer ist noch nicht vorbei!'"></a></article></aside><p>Ein solches Szenario ist für den <strong>Freitag</strong> vorhergesagt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von insgesamt 80 % sollen <strong>Blitze und Donner über <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--1-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a></strong><a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--1-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext"> </a>ziehen - hauptsächlich früh morgens und in den späten Abendstunden. Begleitet wird das Gewitter durch einen leichten Regen, Starkregen wird nicht erwartet. Auch die Windstärke nimmt im Verlauf der Woche immer mehr zu und hat am Freitag Spitzenwerte von bis zu 56 km/h. Es weht also mal wieder eine steife Brise an der Elbe.</p><h3>Ist der Sommer nach dem Gewitter vorbei?</h3><p><strong>Für die langfristige Prognose des Sommers sieht es nicht allzu gut aus</strong> - zumindest wenn man unter Sommer trockene, wolkenlose Tage versteht. Für die erste Septemberwoche bleibt es über <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--1-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg </a>bewölkt, mit vereinzelten Regenschauern. Die Temperaturen liegen meist um die 20 °C. Die steife Brise weht weiterhin mit bis zu 50 km/h, reduziert sich aber zum Wochenende.</p><p>Grund dafür ist ein <strong>Tiefdruckgebiet, was aktuell über dem östlichen Atlantik</strong> sitzt und Richtung Nordosten zieht (siehe Video). Es verdrängt das aktuelle Skandinavien-Hoch in der langfristigen Prognose und setzt sich dann über die Nordsee (leider nicht im Video zu sehen, aber in der ECMWF-Prognose).</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/sommerpause-in-hamburg-brechen-jetzt-die-letzten-sommertage-an-1787554089273.jpg" data-image="iudp0jwnpqnu" alt="Jet Stream, Wind, 300 hPa," title="Jet Stream, Wind, 300 hPa,"><figcaption>Der Jet-Stream bläst am Ende der Woche wieder kräftig über die warmen südeuropäischen Länder sowie Nordafrika und bringt wahrscheinlich warme Luft nach Deutschland. Potentiell führt dies also zu Gewittern, aber bei anhaltendem Luftstrom auch wieder steigenden Temperaturen.</figcaption></figure><p>Ein kleiner<strong> Lichtblick für den Sommer </strong>strahlt jedoch am letzten Tage der langfristigen Vorhersage auf unsere Gesichtshaut: Kein Regen und <strong>27 °C werden am 6. September erwartet</strong>. Ist das realistisch? </p><p>Dazu frage ich wie immer meinen Großlagenwetterfrosch Dieter Donner - der sich gerne die <strong>Position des Jet-Streams</strong> anschaut, um diese Frage zu beantworten. Es sieht so aus, als würde sich der Jet-Stream zum Ende dieser Woche in eine stärkere <strong>Südwest-Lage</strong> bringen. Das heißt, dass wärmere Luft aus Teilen Nordafrikas und Südeuropa wahrscheinlich Richtung Deutschland getragen werden. Sollte diese Position langfristig beibehalten werden, so ist es durchaus realistisch, dass das Thermometer auch in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--1-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> wieder auf die 27 °C zu geht.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782442" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/temperatur-drop-in-hamburg-es-wird-11c-kaelter-nach-dem-wochenende.html" title="Temperatur-Drop in Hamburg: Es wird 11 °C kälter nach dem Wochenende!">Temperatur-Drop in Hamburg: Es wird 11 °C kälter nach dem Wochenende!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/temperatur-drop-in-hamburg-es-wird-11c-kaelter-nach-dem-wochenende.html" title="Temperatur-Drop in Hamburg: Es wird 11 °C kälter nach dem Wochenende!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/temperatur-drop-in-hamburg-es-wird-11c-kaelter-nach-dem-wochenende-1786092586146_320.jpg" alt="Temperatur-Drop in Hamburg: Es wird 11 °C kälter nach dem Wochenende!"></a></article></aside><p><strong>Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Woche den Sommerregen genießen können und denken Sie anschließend vermehrt daran, einen Regenschirm für die leichten Schauer parat zu haben.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/sommerpause-in-hamburg-brechen-jetzt-die-letzten-sommertage-an.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:13:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Der Stern S301 kommt Sagittarius A* näher als jedes bekannte Objekt und bewegt sich mit mehr als acht Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Über die extreme Umlaufbahn können Astronomen erstmals direkt die Rotation des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße vermessen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen-1787291326320.png" alt="Alle bekannten Sterne im Zentrum der Milchstraße, die das massereiche Schwarze Loch Sgr A* umkreisen. Der zentrale Bereich wird von jungen, heißen Sternen (blau) und einigen kühleren Sternen (orange/rot) dominiert. Einer der kühleren Sterne, S301, nähert sich Sgr A* sehr stark an – etwa im Abstand Sonne-Saturn." title="Alle bekannten Sterne im Zentrum der Milchstraße, die das massereiche Schwarze Loch Sgr A* umkreisen. Der zentrale Bereich wird von jungen, heißen Sternen (blau) und einigen kühleren Sternen (orange/rot) dominiert. Einer der kühleren Sterne, S301, nähert sich Sgr A* sehr stark an – etwa im Abstand Sonne-Saturn."><figcaption>Alle bekannten Sterne im Zentrum der Milchstraße, die das massereiche Schwarze Loch Sgr A* umkreisen. Der zentrale Bereich wird von jungen, heißen Sternen (blau) und einigen kühleren Sternen (orange/rot) dominiert. Einer der kühleren Sterne, S301, nähert sich Sgr A* sehr stark an – etwa im Abstand Sonne-Saturn. Bild: MPE</figcaption></figure><p>Der Stern S301 umkreist Sagittarius A*, das rund vier Millionen Sonnenmassen schwere Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie, auf einer außergewöhnlich engen Bahn. Für einen Umlauf benötigt der Stern lediglich 8,7 Jahre. Bei seiner größten Annäherung kommt S301 bis auf 1,78 Milliarden Kilometer an Sagittarius A* heran – etwa zwölfmal die Entfernung zwischen Erde und Sonne.</p><div class="texto-destacado"><strong>„Da er Sagittarius A* so nahe kommt, eröffnet S301 ein neues Fenster zu den fundamentalen Eigenschaften der Raumzeit in dieser extremen Umgebung eines Schwarzen Lochs.“</strong><br><br>– Nobelpreisträger Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) </div><p>Dabei beschleunigt der Stern auf rund 25.000 Kilometer pro Sekunde, mehr als acht Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Damit ist S301 der schnellste bisher bekannte Stern der Milchstraße. „Das ist ohne Beispiel“, sagt Felix Mang vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), Erstautor der in <em>Nature</em> veröffentlichten Studie.</p><h2>Einblick in die verdrehte Raumzeit</h2><p>Die extreme Bahn macht S301 wissenschaftlich besonders wertvoll. Nach Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie zieht ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit mit sich und verdrillt sie. Dieser sogenannte <strong>Frame-Dragging-Effekt</strong> beeinflusst die Bewegung naher Objekte – und wird umso stärker, je näher sie dem Schwarzen Loch kommen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen-1787291336539.png" alt="Aufnahme des galaktischen Zentrums vom Juli 2025. Dargestellt sind die stark exzentrische, enge Umlaufbahn von S301 um Sgr A* (weiß eingefärbt) sowie die Umlaufbahnen von fünf weiteren Sternen im galaktischen Zentrum." title="Aufnahme des galaktischen Zentrums vom Juli 2025. Dargestellt sind die stark exzentrische, enge Umlaufbahn von S301 um Sgr A* (weiß eingefärbt) sowie die Umlaufbahnen von fünf weiteren Sternen im galaktischen Zentrum."><figcaption>Aufnahme des galaktischen Zentrums vom Juli 2025. Dargestellt sind die stark exzentrische, enge Umlaufbahn von S301 um Sgr A* (weiß eingefärbt) sowie die Umlaufbahnen von fünf weiteren Sternen im galaktischen Zentrum. Bild: MPE</figcaption></figure><p>„Wir hoffen, mit diesem Stern innerhalb der nächsten zehn Jahre den <strong>Spin des Schwarzen Lochs</strong> messen zu können“, sagt Mang. Die Wissenschaftler bezeichnen das als „einen zentralen Test für Einsteins Theorie“.</p><p>Entdeckt wurde S301 mit dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile und dem Instrument GRAVITY+, das das Licht von vier 8-Meter-Teleskopen kombiniert. Dadurch entsteht ein virtuelles Teleskop mit 15-fach höherer räumlicher Auflösung als ein einzelnes 8-Meter-Teleskop.</p><p>„Paranal ist weltweit der einzige Ort, an dem Beobachtungen dieser Art möglich sind, da kein anderes Observatorium über vier 8-Meter-Teleskope verfügt, die zusammen als Interferometer geschaltet werden können“, erklärt GRAVITY+-Leiter Frank Eisenhauer.</p><h2>Messung in den kommenden Jahren</h2><p>Erste Beobachtungen von S301 gelangen 2023. Mithilfe älterer Daten konnte seine Bahn bis 2017 zurückverfolgt werden. Die Autoren denken, dass der Stern ursprünglich <strong>Teil eines</strong> <strong>Doppelsternsystems</strong> war, das durch die enormen Gezeitenkräfte von Sagittarius A* auseinandergerissen wurde.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen-1787291360671.jpg" alt="Die Bahn des Sterns S301 um Sagittarius A*. Die Rauten markieren Messungen, die mit dem Instrument GRAVITY am Very Large Telescope Interferometer der ESO (VLTI) durchgeführt wurden. Die Größe der Neptunbahn ist als Vergleichsmaßstab dargestellt." title="Die Bahn des Sterns S301 um Sagittarius A*. Die Rauten markieren Messungen, die mit dem Instrument GRAVITY am Very Large Telescope Interferometer der ESO (VLTI) durchgeführt wurden. Die Größe der Neptunbahn ist als Vergleichsmaßstab dargestellt."><figcaption>Die Bahn des Sterns S301 um Sagittarius A*. Die Rauten markieren Messungen, die mit dem Instrument GRAVITY am Very Large Telescope Interferometer der ESO (VLTI) durchgeführt wurden. Die Größe der Neptunbahn ist als Vergleichsmaßstab dargestellt. Bild: ESO/GRAVITY collaboration/L. Calçada</figcaption></figure><p>S301 wurde dabei eingefangen, während sein Begleiter vermutlich mit hoher Geschwindigkeit aus dem galaktischen Zentrum geschleudert wurde. Die nächste engste Annäherung von S301 steht im Jahr 2031 bevor. Mit GRAVITY+ und künftig dem Instrument MICADO am Extremely Large Telescope soll seine Bahn über mindestens zwei Umläufe vermessen werden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="414791" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/milchstrasse-monster-sagittarius-monster-weltall.html" title="Sagittarius A: Riesiges 'Monster' im Herzen der Milchstraße entdeckt!">Sagittarius A: Riesiges "Monster" im Herzen der Milchstraße entdeckt!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/milchstrasse-monster-sagittarius-monster-weltall.html" title="Sagittarius A: Riesiges 'Monster' im Herzen der Milchstraße entdeckt!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/sagittarius-a-o-enorme-monstro-descoberto-no-coracao-da-via-lactea-buraco-negro-imagem-1652400954880_320.jpg" alt="Sagittarius A: Riesiges 'Monster' im Herzen der Milchstraße entdeckt!"></a></article></aside><p>„Ohne diesen Stern müssten wir die Bewegung anderer Sterne noch mehrere Jahrzehnte lang verfolgen, um der Messung des Spins auch nur nahezukommen“, erklärt Juan Osorno vom Observatoire de Paris-PSL. Mang fasst die wissenschaftliche Bedeutung knapp zusammen: „Das wäre die Erfüllung eines Traums.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Abd%20El%20Dayem%2C%20K.%2C%20Abuter%2C%20R.%2C%20Aimar%2C%20N.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="Discovery%20of%20a%20star%20sensitive%20to%20the%20spin%20of%20Sagittarius%20A*.%20Nature" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1038%2Fs41586-026-10894-w">Abd El Dayem, K., Abuter, R., Aimar, N., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10894-w" target="_blank" rel="" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Discovery of a star sensitive to the spin of Sagittarius A*. Nature</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA["Da wird viel Unsinn erzählt": Wetterexperte Dominik Jung räumt mit den Klima-Mythen der AfD auf]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:06:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erderwärmung, CO₂, Rekordhitze: Rund ums Klima kursieren hartnäckige Mythen – auch aus der Politik. Der bekannte Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung nimmt im Meteored-Interview die AfD‑Parolen auseinander.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf-1787555322063.jpg" data-image="j2dc9wgly4kl" alt="dürre, wetter, sommer 2026" title="dürre, wetter, sommer 2026"><figcaption>Im Sommer 2026 war es sehr trocken. Waldbrände konnten sich daher immer wieder problemlos ausbreiten. </figcaption></figure><p>Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter so wie das Klima. Unter jedem zweiten Wetterbeitrag stehen dieselben Sprüche: alles Panikmache, das Klima habe sich doch schon immer geändert, Deutschland sei viel zu klein, um etwas zu bewegen. Besonders laut trommelt dabei die AfD gegen die Klimaforschung.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Wir haben mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung gesprochen – einem Mann, der seit über 25 Jahren mit Wetterdaten arbeitet und wenig Geduld für Halbwahrheiten hat. Sein Urteil fällt deutlich aus.</p><h2>Herr Jung, wird beim Klima wirklich so viel Unsinn erzählt?</h2><p>"Leider ja, und das jeden Tag", sagt Jung. "Da wird mit Behauptungen um sich geworfen, die jeder Messreihe widersprechen." Die Zahlen sind eindeutig: In Deutschland ist es seit 1881 im Schnitt um rund <strong>2,5 Grad</strong> wärmer geworden – deutlich schneller als im weltweiten Mittel.</p><p>Die <strong>zehn wärmsten Jahre</strong> seit Beginn der Aufzeichnungen liegen allesamt im 21. Jahrhundert. <strong>2022, 2023 und 2024</strong> brachten sogar drei <strong>Rekordjahre in Folge</strong>. "Das ist kein Zufall und kein Gefühl", so Jung, "das steht schwarz auf weiß in den Thermometern."</p><h4>"Das Klima hat sich doch immer geändert"</h4><p>Der Klassiker unter den Ausreden. Jung winkt ab: "Natürlich hat es Warm- und Kaltzeiten gegeben – aber über Jahrtausende, nicht über Jahrzehnte. Was wir gerade erleben, läuft in <strong>atemberaubendem Tempo</strong> ab."</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf-1787555469593.jpg" data-image="96324k0cef2w" alt="hitzewelle, 40 Grad, sommer 2026" title="hitzewelle, 40 Grad, sommer 2026"><figcaption>Noch nie brachte ein Sommer in Deutschland seit 1881 so viele Hitzetage wie in diesem Jahr. </figcaption></figure><p>Sonnenflecken, Vulkane, natürliche Schwankungen – all das haben Forscher längst durchgerechnet und als Hauptursache ausgeschlossen. Übrig bleibt der <strong>CO₂‑Ausstoß des Menschen</strong>. Über <strong>420 ppm</strong> stecken heute in der Luft, so viel wie seit Hunderttausenden Jahren nicht. "Diesen Fingerabdruck wegzudiskutieren, ist einfach unseriös."</p><h4>"Deutschland ist doch viel zu klein"</h4><p>Auch dieses Argument hört Jung ständig – und hält es für besonders bequem. 'Deutschland gehört pro Kopf zu den <strong>größten Klimasündern</strong> der Welt. Sich hinzustellen und zu sagen, wir seien zu klein, das ist Rosinenpickerei.'</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="785199" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html" title="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!">Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade": El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html" title="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter-1787554699396_320.jpg" alt="Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade': El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!"></a></article></aside><p>Und die Physik kenne ohnehin keine Landesgrenzen. Wie ernst die Lage ist, zeigte der <strong>Juni 2026</strong>: In Sachsen-Anhalt kletterte das Thermometer auf <strong>41,8 Grad</strong> – der höchste je in Deutschland gemessene Wert. 'Solche Marken hätte vor 30 Jahren niemand für möglich gehalten.'</p><h4>Was bei den Parolen gern verschwiegen wird</h4><p>Denn hinter den Zahlen stecken handfeste Folgen. <strong>Dürre</strong>, sinkende Grundwasserstände, ausgetrocknete Böden, eine steigende <strong>Waldbrandgefahr</strong> und Tausende <strong>Hitzetote</strong> pro Jahr – das ist längst Realität, nicht Zukunftsmusik.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf-1787555633288.jpg" data-image="zqgthr4hrg47" alt="dominik jung, Universität Mainz" title="dominik jung, Universität Mainz"><figcaption>Der renommierte Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung ordnet ein und räumt mit gängigen Klimamythen auf.</figcaption></figure><p>"Wer das als Panikmache abtut, der hat die letzten Sommer verschlafen", sagt Jung. „Die <strong>Rechnung</strong> für die Erwärmung zahlen wir doch schon heute – bei der Ernte, beim Trinkwasser, bei der Gesundheit." Ideologie, betont er, sei das keine, sondern schlicht <strong>Messtechnik</strong>.</p><h2>"Fakten kann man nicht wegwählen"</h2><p>Und was entgegnet er denen, die trotzdem alles abstreiten? Jung bleibt gelassen: „Über den richtigen Weg darf man streiten – über Windräder, über Tempolimit, über Kosten. Das ist Demokratie, das gehört dazu."</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="695363" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund.html" title="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?">Klimwandel: UN erklärt 2025 zum "Jahr zur Erhaltung der Gletscher" - Ist das überhaupt noch möglich?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund.html" title="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund-1738662597086_320.jpeg" alt="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?"></a></article></aside><p>„Aber seine eigene <strong>Physik</strong> kann sich niemand backen. Das Thermometer zeigt für keine <strong>Partei</strong> andere Werte." Sein Schlusssatz sitzt: '<strong>Fakten kann man nicht wegwählen</strong> – auch nicht mit den lautesten Parolen.'</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-wird-viel-unsinn-erzahlt-wetterexperte-dominik-jung-raumt-mit-den-klima-mythen-der-afd-auf.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Stammbaum der Menschheit neu geschrieben werden muss]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-forschungsergebnisse-deuten-darauf-hin-dass-der-stammbaum-der-menschheit-neu-geschrieben-werden-muss.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 07:26:57 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Was wäre, wenn alles, was wir über unsere menschlichen Vorfahren zu wissen glaubten, falsch wäre? Neue Forschungsergebnisse stellen unsere Einordnung in die Evolutionsgeschichte infrage – und könnten unser Verständnis davon, woher wir stammen, grundlegend verändern.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/the-human-family-tree-needs-a-rewrite-new-research-suggests-1787480157428.jpg" data-image="6c5z3gpp32fm" alt="Schädel" title="Schädel"><figcaption>Schädel eines Paranthropus. Bildnachweis: Ian Towle, Monash University.</figcaption></figure><p>Neue Forschungsergebnisse der Monash University, die in der Fachzeitschrift <em>American Journal of Biological Anthropology</em> veröffentlicht wurden, stellen unser Verständnis der menschlichen Evolution sowie die Art und Weise, wie wir unsere Vorfahren benennen und klassifizieren, infrage. </p><p>Der Studie zufolge sollten wir alle Menschenarten und unsere nahen Verwandten aus dem Fossilienbestand, die in den letzten 4 bis 5 Millionen Jahren gelebt haben, neu überdenken und als Teil der Gattung Homo neu klassifizieren.</p><h2>Ist es an der Zeit, eine Neuklassifizierung vorzunehmen?</h2><p>Der Mensch wird oft als eine geradlinige Entwicklung durch verschiedene Arten dargestellt, von affenähnlichen Vorfahren über den Australopithecus und andere frühe Vertreter der Gattung Homo bis hin zum Homo sapiens, der heute lebt. </p><p>Die Fossilienfunde zeichnen jedoch ein weitaus komplexeres Bild, wobei neue Funde jene Merkmale in Frage stellen, von denen man einst annahm, dass sie uns von unseren Verwandten unterscheiden. </p><p>Dr. Ian Towle, leitender Forscher und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Monash Biomedicine Discovery Institute, erklärte, dass die jüngsten Erkenntnisse die Genauigkeit der derzeitigen Klassifizierungsmethoden in Frage stellen, darunter auch die Einordnung der aktuellen Arten in die Gattungen Homo, Australopithecus und Paranthropus, die ebenfalls in den letzten 5 Millionen Jahren gelebt haben. </p><p>„Die jüngsten Fossilienfunde und Fortschritte in der Evolutions- und Genanalyse machen dies zu einem idealen Zeitpunkt, um zu überdenken, ob unsere traditionelle Taxonomie die menschliche Evolution noch zutreffend widerspiegelt“, sagte Dr. Towle.</p><p>„Diese Gruppen stellen nicht unbedingt eigenständige evolutionäre Zweige oder ‚Kladen‘ dar, und auch die Unterschiede in Verhalten und Ökologie, anhand derer man sie früher unterschieden hat, lassen sich zunehmend schwerer aufrechterhalten.</p><p>„Ich schlage vor, den Begriff ‚Homo‘ auf diese anderen Gruppen auszuweiten, um eine genauere und stabilere Möglichkeit zu schaffen, die komplexen evolutionären Beziehungen darzustellen, die sich aus dem immer umfangreicheren Fossilienbestand ergeben.“</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782875" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-wmo-warnt-vor-waldbranden-der-klimawandel-erhoht-das-risiko-ist-aber-nicht-die-einzige-ursache.html" title="Die WMO warnt vor Waldbränden: „Der Klimawandel erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache“">Die WMO warnt vor Waldbränden: „Der Klimawandel erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache“</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-wmo-warnt-vor-waldbranden-der-klimawandel-erhoht-das-risiko-ist-aber-nicht-die-einzige-ursache.html" title="Die WMO warnt vor Waldbränden: „Der Klimawandel erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache“"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/el-aviso-de-la-omm-sobre-los-incendios-forestales-el-cambio-climatico-aumenta-el-riesgo-pero-no-es-el-unico-culpable-1785751856331_320.jpeg" alt="Die WMO warnt vor Waldbränden: „Der Klimawandel erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache“"></a></article></aside><p>In den letzten 50 Jahren hat das Verständnis der Evolution dazu geführt, dass Wissenschaftler Organismen heute anders klassifizieren. Die moderne Taxonomie, also die Lehre von der Benennung und Klassifizierung von Organismen, zielt darauf ab, evolutionäre Verwandtschaftsverhältnisse widerzuspiegeln, indem Arten entsprechend ihrer gemeinsamen Abstammung in Gruppen zusammengefasst werden. </p><p>Betrachtet man jedoch die Evolutionsgeschichte des Menschen, so haben sich die Wissenschaftler etwas langsamer auf diesen Weg begeben.</p><p>In den letzten Jahrzehnten hat sich der Trend durchgesetzt, eine evolutionäre Gruppe oder Klade als gemeinsamen Vorfahren und alle ihre Nachkommen darzustellen. </p><p>Die Gattung Homo zeichnet sich durch ein großes Gehirn, den Gebrauch von Werkzeugen sowie bestimmte anatomische Merkmale und Verhaltensweisen aus. </p><p>Allerdings gibt es mittlerweile auch Mitglieder dieser Gattung mit kleinem Gehirn, und bei Paranthropus und Australopithecus wurden wahrscheinlich komplexe Verhaltensweisen beobachtet.</p><h2>Unsere Vorfahren einordnen</h2><p>Dr. Towle ist der Ansicht, dass wir die Arten der Gattungen Australopithecus und Paranthropus der Gattung Homo zuordnen sollten, was ein schlüssigeres Verständnis unserer Evolutionsgeschichte ermöglichen und dazu beitragen würde, eine Neudefinition von Arten zu vermeiden, sobald wir neue Fossilien entdecken. </p><p>„Je mehr wir über unsere Vorfahren und nahen fossilen Verwandten erfahren, desto mehr wird uns bewusst, wie komplex und nichtlinear unser Stammbaum ist“, sagte Dr. Towle. „Die Erweiterung der Gattung Homo um Arten der Gattungen Australopithecus und Paranthropus wird es uns ermöglichen, Unterschiede zu berücksichtigen, ohne bestimmte Gruppen regelmäßig neu klassifizieren zu müssen.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Towle%2C%20I." data-year="2026" data-title="Clades%2C%20grades%2C%20and%20the%20genus%20problem%3A%20A%20case%20for%20revising%20hominin%20taxonomy." data-url="https%3A%2F%2Fonlinelibrary.wiley.com%2Fdoi%2F10.1002%2Fajpa.70344">Towle, I.. (2026). <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajpa.70344" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Clades, grades, and the genus problem: A case for revising hominin taxonomy.</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-forschungsergebnisse-deuten-darauf-hin-dass-der-stammbaum-der-menschheit-neu-geschrieben-werden-muss.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wetterforscher erschrocken: „Der Schalter kippt gerade": El Niño ist zurück – und plötzlich reden alle über den Winter!]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 07:02:31 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Über Monate stand alles auf La Niña. Jetzt dreht der Pazifik – und eine 97-Prozent-Prognose holt eine alte Winter-Erinnerung zurück ins Spiel. Was jetzt auf uns zukommt.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter-1787554699396.jpg" data-image="rb7cq78t2sbd" alt="schnee, el nino, winter" title="schnee, el nino, winter"><figcaption>El Nino könnte im Winter 2026/2027 für einige Überraschungen sorgen. </figcaption></figure><p>Monatelang war die Lage klar. <strong>La Niña</strong>, die kühle Schwester im Pazifik, hatte das Kommando – und mit ihr die Aussicht auf einen weiteren durchwachsenen Winter. Doch damit ist es vorbei. Der Ozean hat den Kurs gewechselt, und zwar deutlich schneller, als die meisten es im Frühjahr noch für möglich gehalten hätten.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Der Schalter ist umgelegt. <strong>El Niño</strong>, das große Gegenstück, ist zurück – und diesmal offenbar mit Wucht. Was das für die kalte Jahreszeit bei uns bedeutet, sorgt in diesen Tagen für reichlich Gesprächsstoff. Denn ein ganz bestimmtes Jahr taucht in den Diskussionen immer wieder auf.</p><h2>„Das ist keine Prognose mehr – das ist Messwert"</h2><p>Das Besondere an der jetzigen Lage: Es geht längst nicht mehr um eine vage Vorhersage. Die zuständige Klimabehörde in den USA hat ihre Warnstufe bereits im Sommer angehoben. Die <strong>Meerestemperaturen</strong> im zentralen Pazifik liegen spürbar über dem Normalwert, vor der Küste Südamerikas sind es sogar mehr als zwei Grad zu viel.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter-1787554869434.jpg" data-image="m9yekvbg8qvj" alt="pazifik, wasser, warm" title="pazifik, wasser, warm"><figcaption>Im Pazifik brodelt es. Die Wassertemperaturen erreichen dort Rekordwerte. </figcaption></figure><p>Und die Fachleute rechnen fest damit, dass sich daran so schnell nichts ändert. Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund <strong>97 Prozent</strong> soll das Phänomen bis weit ins kommende Frühjahr durchhalten. Ein kräftiger El Niño mischt die großen Luftströmungen rund um den Globus komplett neu – und Mitteleuropa liegt mittendrin.</p><h4>Der eigentliche Chef sitzt über dem Nordpol</h4><p>Für unser Winterwetter entscheidend ist am Ende aber ein anderer Akteur, hoch oben in der Stratosphäre: der <strong>Polarwirbel</strong>. Solange dieser gewaltige Luftwirbel kräftig und stabil rotiert, hält er die eisige Kälte wie ein fester Deckel im hohen Norden zurück. Bei uns bleibt es dann mild, oft windig, wenig winterlich.</p><p>Doch dieser Deckel kann platzen. Kommt es mitten im Winter zu einer plötzlichen Erwärmung dort oben, bricht die arktische Luft nach Süden aus – und aus einem lauen Winter wird binnen weniger Tage eine <strong>knackige Kältewelle</strong>. Genau hier kommt El Niño ins Spiel, denn er kann solche Störungen anschieben.</p><h4>Erst lasch, dann eiskalt? Das typische Muster</h4><p>Wer in die Vergangenheit schaut, erkennt ein wiederkehrendes Schema. In Jahren mit El Niño startet der Winter bei uns häufig ausgesprochen <strong>mild</strong>. November und Dezember bleiben oft weich, von Westen weht milde Atlantikluft heran, an Schnee ist kaum zu denken.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet">Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet-1787262165061_320.jpg" alt="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"></a></article></aside><p>Die große Bühne gehört dann meist dem <strong>Spätwinter</strong>. Erst im Januar und Februar, wenn viele schon gar nicht mehr mit Frost rechnen, kann der Polarwirbel ins Wanken geraten. Dann drohen ausgerechnet in der zweiten Winterhälfte die dicksten Überraschungen – mit Frost, Schnee und klirrenden Nächten.</p><h4>Ein Winter, an den sich viele mit Wehmut erinnern</h4><p>Und damit sind wir bei dem Jahr, das gerade in aller Munde ist. Auch im Winter <strong>2009 auf 2010</strong> hatte El Niño seine Finger im Spiel – und heraus kam ein Winter zum Verlieben. Eiskalt, tief verschneit, mit zugefrorenen Seen von der Küste bis hinunter in die Alpen.</p><p>Wochenlang lag damals der Schnee, nachts kroch das Thermometer weit unter den Gefrierpunkt, und Kinder rodelten selbst dort, wo sonst kaum eine Flocke fällt. Wer sich einen echten Winter herbeisehnt, klammert sich an genau diese Erinnerung – und hofft insgeheim, dass sich die Geschichte wiederholt.</p><h2>Ein Blick, der sich lohnt – aber kein Grund zur Panik</h2><p>So verlockend die Rechnung klingt, ein Selbstläufer ist sie nicht. Unter den Fachleuten wird gerade <strong>heftig gestritten</strong>, ob El Niño eine Störung des Polarwirbels eher begünstigt oder ihn im Gegenteil sogar ausbremst. Ein Joker, der noch verdeckt auf dem Tisch liegt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784915" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html" title="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?">München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html" title="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/munchen-nach-regen-unwetter-kommt-wieder-hitze-1787332632107_320.jpeg" alt="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?"></a></article></aside><p>Dazu kommt die nüchterne Statistik: Der vergangene Winter war bereits der <strong>fünfzehnte zu warme in Folge</strong> – wer auf strenge Kälte wettet, wettet gegen eine lange Serie. Belastbare Hinweise liefert am Ende nur der Polarwirbel selbst, und der zeigt seine Karten frühestens im Spätherbst.</p><p>Der Pazifik hat vorgelegt. Entschieden wird über dem Nordpol – und zwar erst mitten im Winter. Bleibt also nur eins: jetzt ganz genau hinschauen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erschrocken-der-schalter-kippt-gerade-el-nino-ist-zuruck-und-plotzlich-reden-alle-uber-den-winter.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wie aus Fremden Freunde werden: Wann wir fremden Menschen vertrauen – und wann nicht]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/wie-aus-fremden-freunde-werden-wann-wir-fremden-menschen-vertrauen-und-wann-nicht.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 06:47:37 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Zwei Menschen müssen nicht komplett gleich ticken, um einander zu vertrauen: Eine neue Studie zeigt, dass Nähe zwischen Menschen vor allem durch bessere Vorhersagen des Gegenübers entsteht. Demnach bereitet es uns oft Probleme, Menschen zu vertrauen, wenn wir ihr Verhalten nicht zuverlässig abschätzen können.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/wie-aus-fremden-freunde-werden-wann-wir-fremden-menschen-vertrauen-und-wann-nicht-1787474630518.jpg" alt="Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir uns nicht durch ähnliche Hirnaktivität einander näher fühlen – sondern durch vorhersagbares Verhalten." title="Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir uns nicht durch ähnliche Hirnaktivität einander näher fühlen – sondern durch vorhersagbares Verhalten."><figcaption>Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir uns nicht durch ähnliche Hirnaktivität einander näher fühlen – sondern durch vorhersagbares Verhalten. Bild: Duy Pham/Unsplash</figcaption></figure><p>Wie entsteht Nähe zwischen zunächst fremden Menschen? Schweizer Wissenschaftler haben genau das nun untersucht: <strong>Vertrautheit</strong> bedeutet demnach nicht automatisch, dass sich die Hirnaktivität von zwei Menschen ähnelt. Viel wichtiger ist es, wie gut Menschen einander einschätzen und aufeinander reagieren können.</p><p>Forschende der ETH Zürich untersuchten sechs Wochen lang 61 Zweierteams, die sich sechsmal zum gemeinsamen Zeichnen trafen. Die Teilnehmenden waren entweder 18 bis 35 oder 70 bis 85 Jahre alt. Dabei bestanden 31 Paare aus Angehörigen verschiedener Generationen, 30 bestanden aus Gleichaltrigen.</p><p>Während der Treffen trugen alle Probanden Hirnsensoren. Zunächst sollten die Teammitglieder etwas getrennt zeichnen, und danach gemeinsam auf einem Blatt. Sie durften sich unterhalten, beim Zeichnen selbst aber nicht sprechen. So konnten die Wissenschaftler die Hirnaktivität unter natürlichen Bedingungen erfassen.</p><h2>Unerwartete Synchronität</h2><p>Im Mittelpunkt stand die sogenannte <strong>Hirnsynchronität</strong>: Sie beschreibt, wie ähnlich sich die Aktivität zweier Gehirne während einer gemeinsamen Tätigkeit entwickelt. Frühere Untersuchungen hatten vermuten lassen, dass diese Übereinstimmung mit wachsender Vertrautheit zunimmt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wie-aus-fremden-freunde-werden-wann-wir-fremden-menschen-vertrauen-und-wann-nicht-1787474638153.jpg" alt="Drei Beispiele gemeinsamer Zeichnungen. Gemeinsames Zeichnen wurde als Aufgabe ausgewählt, weil es auch in der Praxis von intergenerationellen Programmen oft zur Anwendung kommt." title="Drei Beispiele gemeinsamer Zeichnungen. Gemeinsames Zeichnen wurde als Aufgabe ausgewählt, weil es auch in der Praxis von intergenerationellen Programmen oft zur Anwendung kommt."><figcaption>Drei Beispiele gemeinsamer Zeichnungen. Gemeinsames Zeichnen wurde als Aufgabe ausgewählt, weil es auch in der Praxis von intergenerationellen Programmen oft zur Anwendung kommt. Bild: Social Brain Sciences Lab</figcaption></figure><p>Die Versuchsergebnisse fielen jedoch anders aus. „Bei den generationenübergreifenden Paaren war die Hirnsynchronität zu Beginn höher – und sie nahm von Woche zu Woche ab“, sagt die Kognitionswissenschaftlerin Dr. Ryssa Moffat, Postdoktorandin im Social Brain Sciences Lab am Lehrstuhl für kognitive und soziale Neurowissenschaften. Bei Gleichaltrigen zeigte sich der gegenteilige Verlauf: Ihre zunächst niedrigere Synchronität nahm über die sechs Wochen zu.</p><p>Die Abstimmung war beim gemeinsamen Zeichnen stärker als beim Alleinmalen. Moffat wendet jedoch ein: „Mehr Hirnsynchronität kann auch bedeuten, dass zwei Menschen sich besonders stark bemühen, einander zu verstehen.“</p><h2>Vorhersagen statt Gleichklang</h2><p>Die Forschenden schlagen eine alternative Erklärung vor. Beim Kennenlernen könnten Menschen vor allem lernen, die nächsten Handlungen, Aussagen oder Reaktionen ihres Gegenübers vorherzusehen. Dieses Prinzip nennen sie <strong>Mutual Prediction</strong>, also wechselseitige Vorhersage.</p><p>Zwischen den Generationen ist diese Anpassung zunächst schwieriger. „Die gleichaltrigen Teilnehmenden waren meist Studierende mit ähnlichem Alltag und fanden schnell gemeinsame Themen. Jüngere und ältere Menschen mussten dagegen erst herausfinden, worüber sie überhaupt reden konnten“, erklärt Moffat.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wie-aus-fremden-freunde-werden-wann-wir-fremden-menschen-vertrauen-und-wann-nicht-1787474646384.jpg" alt="Mit mobiler Hirnmessung (fNIRS) wurde die Hirnaktivität zweier Personen beim Zeichnen erfasst. Die leichten Sensorkappen messen Veränderungen des Blutflusses. Auch Körperbewegungen wurden aufgezeichnet." title="Mit mobiler Hirnmessung (fNIRS) wurde die Hirnaktivität zweier Personen beim Zeichnen erfasst. Die leichten Sensorkappen messen Veränderungen des Blutflusses. Auch Körperbewegungen wurden aufgezeichnet."><figcaption>Mit mobiler Hirnmessung (fNIRS) wurde die Hirnaktivität zweier Personen beim Zeichnen erfasst. Die leichten Sensorkappen messen Veränderungen des Blutflusses. Auch Körperbewegungen wurden aufgezeichnet. Bild: PLOS Biology/Social Brain Sciences Lab</figcaption></figure><p>Zudem verändert sich mit zunehmender Vertrautheit das soziale Spiel. „Gleichaltrige finden eine gemeinsame Basis oft schneller oder bringen sie bereits mit“, sagt die Forscherin. „Mit der Zeit werden sie jedoch spielerischer, überraschen sich gegenseitig im Gespräch und machen es ihrem Gegenüber dadurch wieder schwerer, ihr Verhalten vorauszusagen.“</p><h2>Rollen zwischen den Generationen</h2><p>Eine zweite Untersuchung derselben Begegnungen identifizierte mehrere stabile Muster von Hirnaktivität. Auffällig war bei generationenübergreifenden Paaren, dass es zwischen den Gehirnen geringere Verbindung gab, aber starker Synchronität innerhalb eines einzelnen Gehirns.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="773590" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/kooperationsbereitschaft-menschen-sind-anderen-gegenuber-oft-hilfsbereiter-als-wir-denken.html" title="Kooperationsbereitschaft: Menschen sind anderen gegenüber oft hilfsbereiter, als wir denken">Kooperationsbereitschaft: Menschen sind anderen gegenüber oft hilfsbereiter, als wir denken</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/kooperationsbereitschaft-menschen-sind-anderen-gegenuber-oft-hilfsbereiter-als-wir-denken.html" title="Kooperationsbereitschaft: Menschen sind anderen gegenüber oft hilfsbereiter, als wir denken"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/kooperationsbereitschaft-menschen-sind-anderen-gegenuber-oft-hilfsbereiter-als-wir-denken-1781284387803_320.jpg" alt="Kooperationsbereitschaft: Menschen sind anderen gegenüber oft hilfsbereiter, als wir denken"></a></article></aside><p>Die Forschenden deuten das vorsichtig als Rollenverteilung: Die Person mit stärkerer interner Synchronität passte ihr Verhalten eher an. Meist war dies die jüngere Person, während die ältere führte. Generationenübergreifende Paare wechselten beim Zeichnen zudem häufiger ab, Gleichaltrige hingegen zeichneten öfter gleichzeitig.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="728387" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/was-dein-gehirn-weiss-bevor-du-es-tust-warum-meinungsaenderungen-mehr-sind-als-blosse-schwaeche.html" title="Was dein Gehirn weiß, bevor du es tust – Warum Meinungsänderungen mehr sind als bloße Schwäche">Was dein Gehirn weiß, bevor du es tust – Warum Meinungsänderungen mehr sind als bloße Schwäche</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/was-dein-gehirn-weiss-bevor-du-es-tust-warum-meinungsaenderungen-mehr-sind-als-blosse-schwaeche.html" title="Was dein Gehirn weiß, bevor du es tust – Warum Meinungsänderungen mehr sind als bloße Schwäche"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/was-dein-gehirn-weiss-bevor-du-es-tust-warum-meinungsaenderungen-mehr-sind-als-blosse-schwaeche-1757342265652_320.png" alt="Was dein Gehirn weiß, bevor du es tust – Warum Meinungsänderungen mehr sind als bloße Schwäche"></a></article></aside><p>Die in <em>PLOS Biology </em>und <em>Acta Psychologica</em> veröffentlichten Arbeiten betreten wissenschaftliches Neuland. „Unsere Studie ist die erste, die über mehrere Wochen hinweg zeigt, wie sich die Hirnaktivität bei jüngeren und älteren Menschen entwickelt“, sagt Moffat. Die Forschung könnte erklären, „wie aus Fremden Bekannte und vielleicht sogar Freunde werden“.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Naudszus%2C%20L.%20A.%2C%20Moffat%2C%20R.%2C%20%26%20Cross%2C%20E.%20S" data-year="2026" data-title="Two-brain%20states%20characterize%20within-%20and%20between-brain%20connectivity%20during%20intergenerational%20collaborative%20drawing.%20Acta%20Psychologica" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1016%2Fj.actpsy.2026.107252">Naudszus, L. A., Moffat, R., & Cross, E. S. (2026). <a href="https://doi.org/10.1016/j.actpsy.2026.107252" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Two-brain states characterize within- and between-brain connectivity during intergenerational collaborative drawing. Acta Psychologica</a>.</cite><br><cite data-author="Moffat%2C%20R.%2C%20Dumas%2C%20G.%2C%20%26%20Cross%2C%20E.%20S" data-year="2026" data-title="Social%20interactions%20between%20people%20of%20same%20and%20different%20generations%20shape%20longitudinal%20changes%20in%20interpersonal%20neural%20synchrony%2C%20loneliness%2C%20and%20social%20connection.%20PLOS%20Biology" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1371%2Fjournal.pbio.3003899">Moffat, R., Dumas, G., & Cross, E. S. (2026). <a href="https://doi.org/10.1371/journal.pbio.3003899" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Social interactions between people of same and different generations shape longitudinal changes in interpersonal neural synchrony, loneliness, and social connection. PLOS Biology</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/wie-aus-fremden-freunde-werden-wann-wir-fremden-menschen-vertrauen-und-wann-nicht.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA["Ich hab so einen Sommer noch nicht erlebt": Schon wieder Tornado-Gefahr, Hagel und Orkanböen im Anmarsch]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ich-hab-so-einen-sommer-noch-nicht-erlebt-schon-wieder-tornado-gefahr-hagel-und-orkanboen-im-anmarsch.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 06:46:45 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Kaum ist die letzte Hitzewelle vorbei, rollt schon die nächste heftige Unwetterlage heran. Tornados, Hagelschlag, schwere Sturmböen – der Schadenssommer 2026 legt jetzt noch einen drauf.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb07com"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb07com.jpg" id="xb07com"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich schaue seit Wochen jeden Morgen auf die Modelle und frage mich, was da eigentlich noch alles auf uns zurollt. Kaum haben wir die letzte <strong>Hitzewelle</strong> hinter uns, kaum wird über den bisher heißesten Sommer der Messgeschichte gesprochen, da schiebt sich schon die nächste <strong>brenzlige Unwetterlage</strong> an uns heran.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Und mittendrin stehen wieder Warnungen vor <strong>Tornados</strong>, vor <strong>Hagelschlag</strong> und vor schweren Sturmböen. Das ist kein normaler Sommer mehr. Das ist ein Sommer, der Rekorde reihenweise pulverisiert.</p><h2>Ein Schadenssommer wie aus dem Bilderbuch</h2><p>Kurze Rückblende: <strong>41,8 Grad</strong> im Juni – neuer deutscher Allzeitrekord. Dann die zweite Hitzewelle Ende Juli, die dritte Mitte August, und dazwischen kaum ein Tropfen richtiger Landregen. An über <strong>240 Stationen</strong> in Deutschland wurden bereits Rekorde für die meisten Hitzetage einer Saison eingestellt, in Rheinfelden sogar sagenhafte 54.</p><p>Staubtrockene Böden, Flüsse mit Niedrigwasser, Waldbrände von Brandenburg bis in die Pfalz, weggekippte Fischbestände – die <strong>Schadensbilanz</strong> ist jetzt schon dreistellig, und wir sind noch längst nicht durch. Genau in diese Kulisse knallt nun die nächste heftige Wetterlage.</p><h4>Ab Donnerstag kippt das Wetter komplett</h4><p>Dienstag und Mittwoch geht es zunächst noch mal richtig hoch. Im Markgräfler Land werden <strong>30 Grad</strong> erreicht, am Donnerstag im Süden sogar <strong>31 Grad</strong>. Doch schon in der Nacht zum Freitag schiebt sich von Westen ein <strong>gewittriges Regenband</strong> herein – und das hat es faustdick hinter den Ohren.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/ich-hab-so-einen-sommer-noch-nicht-erlebt-schon-wieder-tornado-gefahr-hagel-und-orkanboen-im-anmarsch-1787553866319.jpg" data-image="u8wa9wg4vhbo" alt="unwetter, gewitter, regen" title="unwetter, gewitter, regen"><figcaption>Ab Donnerstagabend drohen teils heftige Gewitter und Unwetter. </figcaption></figure><p>Lokal sind <strong>schwere Gewitter</strong> möglich, mit Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen. Am Freitag zieht die ganze Chose langsam nordostwärts weiter, und eine <strong>Unwetterentwicklung</strong> schließe ich ausdrücklich nicht aus.</p><h4>Warum die Gewitter jetzt so heftig werden</h4><p>Das Rezept ist bekannt und trotzdem jedes Mal unangenehm: schwül-heiße Luft aus Süd bis Südwest, dazu <strong>hohe Energiewerte</strong> in der Atmosphäre und dann eine Kaltfront, die von Westen dagegen drückt. Genau in diesem Zusammenprall entstehen die richtig widerlichen Zellen.</p><p>Wenn dann noch die <strong>Windscherung</strong> passt – und danach sieht es in den Modellen aus – können sich rotierende Gewitter bilden. Und aus rotierenden Gewittern entstehen bei uns in Mitteleuropa immer wieder <strong>Tornados</strong>. Meistens kurzlebig, meistens lokal, aber ganz sicher nicht harmlos.</p><h4>Diese Regionen müssen besonders aufpassen</h4><p>Die erste Front trifft schon Dienstag den <strong>Südwesten</strong> und arbeitet sich langsam Richtung Mitte vor. Donnerstag steht dann vor allem die <strong>Mitte und der Süden</strong> im Fokus, mit teils kräftigen Schauern und Gewittern und im Norden dazu einem frischen bis stürmischen Ostwind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784883" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027">„So ungemütlich wird der Winter": Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309811902_320.jpg" alt="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"></a></article></aside><p>Am Freitag verlagert sich der Schwerpunkt weiter nach Osten und Nordosten. Am <strong>Alpenrand</strong> kann sich der Regen sogar festsetzen und stundenlang herunterprasseln – Stichwort <strong>Sturzfluten</strong> in engen Tälern. Auch das haben wir dieses Jahr leider schon zu oft gesehen.</p><h2>Meine ehrliche Einschätzung</h2><p>Ich weiß, ich klinge wie eine kaputte Schallplatte, aber bitte: Nehmen Sie diese Lage ernst. Der Sommer 2026 hat gezeigt, wozu die Atmosphäre inzwischen fähig ist, und die kommenden Tage passen leider ins Bild. Verstauen Sie loses Zeug im Garten, parken Sie das Auto nicht unter dem alten Ahorn, und behalten Sie <strong>die Warnungen</strong> in den nächsten Tagen unbedingt im Blick.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/ich-hab-so-einen-sommer-noch-nicht-erlebt-schon-wieder-tornado-gefahr-hagel-und-orkanboen-im-anmarsch-1787553948915.jpg" data-image="83kef0g0k4vq" alt="nass, regen, wetter" title="nass, regen, wetter"><figcaption>Besonders im Westen und Süden wird es in den nächsten Tagen immer wieder recht nass werden. </figcaption></figure><p>Und noch etwas: Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Woche durch sind. Solange die Böden so trocken sind und die umliegenden Meere so warm, bleibt das <strong>Unwetterrisiko</strong> hoch – bis weit in den Spätsommer und Frühherbst hinein.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ich-hab-so-einen-sommer-noch-nicht-erlebt-schon-wieder-tornado-gefahr-hagel-und-orkanboen-im-anmarsch.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Attraktives Ausflugsziel: Warum die Region Saale-Unstrut als „Toskana des Nordens" gilt ]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/attraktives-ausflugsziel-warum-die-region-saale-unstrut-als-toskana-des-nordens-gilt.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 05:12:00 +0000</pubDate><category>Freizeit</category><description><![CDATA[<p>Grüne Rebhänge, eine reizvolle historische Altstadt und malerische Flussauen: Freyburg verbindet Weintradition mit einem nahezu mediterranen Landschaftserlebnis. Da kann man sich fast ein bisschen wie in Italien fühlen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/attraktives-ausflugsziel-warum-die-region-saale-unstrut-als-toskana-des-nordens-gilt-1787244406761.jpg" data-image="5htplj1bq41y" alt="Freyburg Rebhänge" title="Freyburg Rebhänge"><figcaption>Ein Hauch Italien in Sachsen-Anhalt: Weinberg in Freyburg. Foto: Pixabay</figcaption></figure><p>Rund eine Stunde von Leipzig entfernt liegt eine Landschaft, die mit ihren grünen Hügeln und <strong>Weinbergen</strong> fast mediterran wirkt. Die Reben liegen an den Hängen des <strong>Unstrut-Tals</strong> und künden von zukünftigen Freuden. </p><p>Auf dem <strong>Weinlehrpfad</strong> lässt sich die Umgebung zu Fuß erkunden, während der <strong>Unstrutradweg</strong> durch das Flusstal führt. Immer wieder eröffnen sich dabei weite Ausblicke auf die Weinlandschaft, die Freyburg den Beinamen „Toskana an der Unstrut" eingebracht hat.</p><h2>Mediterrane Vibes zwischen historischem Fachwerk</h2><p>Auch die Stadt selbst lohnt einen Rundgang. Zwischen verwinkelten Gassen und restaurierten Fachwerkhäusern verströmt Freyburgs Zentrum den Charme einer <strong>historischen Weinstadt</strong>. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/attraktives-ausflugsziel-warum-die-region-saale-unstrut-als-toskana-des-nordens-gilt-1787244599129.jpg" data-image="7v4d2yo5e7su" alt="St. Marien" title="St. Marien"><figcaption>Reizvoll ist Freyburgs Altstadt mit der spätromanischen Basilika St Marien. Foto: Pixabay</figcaption></figure><p>Zu den besonders sehenswerten Bauten zählt die im 13. Jahrhundert erbaute Stadtkirche St. Marien, die von der langen Geschichte der Stadt zeugt, aber auch das oberhalb der Stadt gelegene, mittelalterliche <strong>Schloss Neuenburg</strong>.</p><h3>1000 Jahre Weintradition</h3><p>Der Weinbau ist seit mehr als einem Jahrtausend Teil des Lebens in der Region. Die <strong>klimatischen Bedingungen</strong> an den Hängen der Flusstäler schaffen günstige Voraussetzungen für den Anbau diverser Rebsorten. </p><p>Die Flussauen von Saale und Unstrut sorgen für ein besonderes <strong>Mikroklima</strong>. Lange Vegetationsperioden, ausreichend Sonne und der <strong>kühlende Effekt des Flusses</strong> lassen vor allem charaktervolle, meist <strong>trockene Weine</strong> entstehen.</p><h2>Heimat eines berühmten Sekts</h2><p>Freyburg steht allerdings nicht nur für Wein, sondern ebenso für <strong>Sekt</strong>. Seit 1856 wird hier Rotkäppchen hergestellt. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/attraktives-ausflugsziel-warum-die-region-saale-unstrut-als-toskana-des-nordens-gilt-1787244901160.jpg" data-image="doww016ndxrt" alt="Sekt" title="Sekt"><figcaption>Auch ein bekannter Sekt wird in der Region erzeugt. Foto: Pixabay</figcaption></figure><p>Bei Führungen durch die <strong>historischen Keller</strong> erhalten Besucher Einblicke in die Herstellung und können die Erzeugnisse verkosten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781827" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/viel-fachwerk-und-geschichte-zum-anfassen-in-einer-der-altesten-stadte-deutschlands.html" title="Viel Fachwerk und Geschichte zum Anfassen in einer der ältesten Städte Deutschlands">Viel Fachwerk und Geschichte zum Anfassen in einer der ältesten Städte Deutschlands</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/viel-fachwerk-und-geschichte-zum-anfassen-in-einer-der-altesten-stadte-deutschlands.html" title="Viel Fachwerk und Geschichte zum Anfassen in einer der ältesten Städte Deutschlands"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/fachwerk-rausch-und-geschichte-zum-anfassen-in-einer-der-altesten-stadte-deutschlands-1785761152355_320.jpeg" alt="Viel Fachwerk und Geschichte zum Anfassen in einer der ältesten Städte Deutschlands"></a></article></aside><p>Eine weitere Anlaufstelle für Weinliebhaber ist die <strong>Winzervereinigung Freyburg</strong>. Mehr als <strong>300 Winzer</strong> sind darin organisiert und erzeugen Weine, die die Besonderheiten der Saale-Unstrut-Region widerspiegeln. Im historischen Barockgewölbe können Besucher probieren und auch gleich kaufen.</p><h3>Und so kommen Sie in die Toskana an der Unstrut</h3><p>Von <strong>Leipzig </strong>aus ist Freyburg ein ideales Ausflugsziel. Mit dem Auto geht es zunächst über die A9 und anschließend auf die A38. An der Ausfahrt <strong>Merseburg-Süd</strong> führt die Strecke über Landstraßen weiter nach Freyburg.</p><p>Mit der Bahn dauert die Fahrt etwa <strong>75 Minuten</strong>. In der Regel ist ein <strong>Umstieg in Naumburg</strong> an der Saale erforderlich. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="777482" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/hinein-ins-nass-im-norden-verbirgt-sich-eine-der-ruhigsten-badestellen-deutschlands.html" title="Hinein ins Nass: Im Norden verbirgt sich eine der ruhigsten Badestellen Deutschlands ">Hinein ins Nass: Im Norden verbirgt sich eine der ruhigsten Badestellen Deutschlands </a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/hinein-ins-nass-im-norden-verbirgt-sich-eine-der-ruhigsten-badestellen-deutschlands.html" title="Hinein ins Nass: Im Norden verbirgt sich eine der ruhigsten Badestellen Deutschlands "><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/abkuhlung-in-norddeutschland-verbirgt-sich-eine-der-ruhigsten-badestellen-deutschlands-1783423511139_320.jpeg" alt="Hinein ins Nass: Im Norden verbirgt sich eine der ruhigsten Badestellen Deutschlands "></a></article></aside><p>In Freyburg lassen sich die wichtigsten Ziele bequem <strong>zu Fuß</strong> oder mit dem <strong>Fahrrad </strong>erreichen. Zum <strong>Schloss Neuenburg</strong> führt ein etwa halbstündiger Spaziergang vom Stadtzentrum.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="t-online%20(mgr)" data-year="2026" data-title="Ausflug%20ab%20Leipzig%3A%20Die%20%22Toskana%20an%20der%20Unstrut%22%20ist%20ein%20echter%20Geheimtipp" data-url="https%3A%2F%2Fleipzig.t-online.de%2Fregion%2Fleipzig%2Fid_101387758%2Fausflug-ab-leipzig-toskana-der-unstrut-ist-noch-ein-geheimtipp.html">t-online (mgr). (2026). <a href="https://leipzig.t-online.de/region/leipzig/id_101387758/ausflug-ab-leipzig-toskana-der-unstrut-ist-noch-ein-geheimtipp.html" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Ausflug ab Leipzig: Die "Toskana an der Unstrut" ist ein echter Geheimtipp</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/attraktives-ausflugsziel-warum-die-region-saale-unstrut-als-toskana-des-nordens-gilt.html</guid><dc:creator><![CDATA[Stefanie Bisping]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Tornados in Deutschland 2026: Zwischenbilanz einer ruhigen Saison]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/tornados-in-deutschland-2026-zwischenbilanz-einer-ruhigen-saison.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 04:23:44 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die Tornadosaison 2026 verläuft in Deutschland bislang deutlich ruhiger als im langjährigen Mittel. Mitte August sorgte eine aktivere Wetterphase für mehrere bestätigte Tornados und Sturmschäden in mehreren Bundesländern, an der grundsätzlichen Bilanz änderte das bislang wenig.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/tornados-in-deutschland-2026-zwischenbilanz-einer-ruhigen-saison-1787493102770.jpg" data-image="ppqrr5rjxr1h"><figcaption>Die Tornadosaison 2026 verlief in Deutschland bislang deutlich ruhiger als im langjährigen Mittel, mit einer aktiveren Phase Mitte August. Foto: Greg Johnson.</figcaption></figure><p>Nach DWD-Angaben galten bis Ende Juli erst 13 Tornados in Deutschland als bestätigt, im langjährigen Mittel sind es rund 49 pro Jahr. Als Grund nannte der DWD „lang anhaltende Hochdruck- und Dürrephasen“, die den Sommer 2026 prägten und die für Tornados nötige Windscherung unterdrückten.</p><p>Die bislang <strong>aktivste Phase der Saison</strong> begann in der Nacht zum <strong>20. August</strong>. Der DWD bestätigte Tornados bei Fürstenwalde/Spree in Brandenburg (Kategorie IF1: rund 150 km/h) und im Raum Wetzlar in Hessen, dazu kamen erhebliche Schäden in Rheinland-Pfalz und Thüringen. Bei den Stürmen kamen zwei Menschen ums Leben.</p><h2><strong><strong><strong><strong>Weder isoliert noch mit festem Schwerpunkt</strong></strong></strong></strong><br></h2><p>Der 19. August war <strong>europaweit ungewöhnlich aktiv</strong>. Die European Severe Weather Database (ESWD) bestätigte für diesen einen Tag <a href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sieben-tornados-an-einem-tag-europaiesche-unwetter-datenbank-bestaetigt-wirbelsturm-serie-quer-durch-europa.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">sieben Tornados in fünf Ländern</a>, neben Fürstenwalde auch in Italien, Dänemark, Polen und Litauen. </p><p> Für die deutsche Bilanz zählt davon nur der Fall in Fürstenwalde, das Beispiel zeigt aber, dass die Wetterlage jenes Tages weit über Deutschland hinaus für rotierende Gewitter sorgte, statt ein isoliertes deutsches Ereignis zu sein. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784609" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/tornado-chaos-in-deutschland-so-etwas-sieht-man-selten-wirbelsturm-zerlegt-hauser-jetzt-droht-der-nachste.html" title="Tornado-Chaos in Deutschland: „So etwas sieht man selten' – Wirbelsturm zerlegt Häuser, jetzt droht der nächste">Tornado-Chaos in Deutschland: „So etwas sieht man selten" – Wirbelsturm zerlegt Häuser, jetzt droht der nächste</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/tornado-chaos-in-deutschland-so-etwas-sieht-man-selten-wirbelsturm-zerlegt-hauser-jetzt-droht-der-nachste.html" title="Tornado-Chaos in Deutschland: „So etwas sieht man selten' – Wirbelsturm zerlegt Häuser, jetzt droht der nächste"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/tornado-chaos-in-deutschland-so-etwas-sieht-man-selten-wirbelsturm-zerlegt-hauser-jetzt-droht-der-nachste-1787206690326_320.jpg" alt="Tornado-Chaos in Deutschland: „So etwas sieht man selten' – Wirbelsturm zerlegt Häuser, jetzt droht der nächste"></a></article></aside><p>Auch innerhalb Deutschlands lässt sich <strong>kein verlässliches Muster</strong> ablesen, wo Tornados am häufigsten auftreten. </p><p>Eine aktuelle Studie von DWD-Forschern in der Meteorologischen Zeitschrift kommt zu dem Schluss, dass Tornados im ganzen Land vorkommen und die scheinbare regionale Häufung vor allem von der Bevölkerungsdichte abhängt, also davon, wie <strong>viele Menschen ein Ereignis überhaupt melden</strong>. </p><p>Nur bei den stärkeren Fällen zeichnen sich durch die Geländeform bedingte lokale Schwerpunkte ab. Die Tornados der Saison 2026 verteilten sich entsprechend breit, von Brandenburg bis Rheinland-Pfalz.<br> </p><h2> Ruhiger Start in die Saison</h2><p>Zuvor war die Saison ungewöhnlich ruhig verlaufen. Bereits im Frühjahr hatten Meteorologen darauf hingewiesen, Anfang Mai lagen erst vier unbestätigte Verdachtsfälle vor und kein einziger bestätigter Tornado. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784608" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sieben-tornados-an-einem-tag-europaiesche-unwetter-datenbank-bestaetigt-wirbelsturm-serie-quer-durch-europa.html" title="Sieben Tornados an einem Tag: Europäische Unwetter-Datenbank bestätigt Wirbelsturm-Serie quer durch Europa!">Sieben Tornados an einem Tag: Europäische Unwetter-Datenbank bestätigt Wirbelsturm-Serie quer durch Europa!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sieben-tornados-an-einem-tag-europaiesche-unwetter-datenbank-bestaetigt-wirbelsturm-serie-quer-durch-europa.html" title="Sieben Tornados an einem Tag: Europäische Unwetter-Datenbank bestätigt Wirbelsturm-Serie quer durch Europa!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/sieben-tornados-an-einem-tag-europaische-unwetter-datenbank-bestaetigt-wirbelsturm-serie-quer-durch-europa-1787208438012_320.png" alt="Sieben Tornados an einem Tag: Europäische Unwetter-Datenbank bestätigt Wirbelsturm-Serie quer durch Europa!"></a></article></aside><p>Eines der auffälligsten, aber folgenlosen Ereignisse dieser ruhigen Phase war eine Wasserhose über dem Bodensee. Am 1. Juli 2026 drehte sich kurz nach 13:00h vor Friedrichshafen ein Wirbel über dem Wasser, der für Aufsehen sorgte, ohne dass Schäden gemeldet wurden.</p><h3>Wie Tornados entstehen</h3><p>Tornados entstehen meist in Superzellen, besonders kräftigen Gewittern mit einem in sich rotierenden Aufwindbereich. </p><p>Am 19. August zeigte sich das anschaulich: </p><p>Kalte Luft aus dem Norden traf auf warme Luft aus dem Süden, entlang dieser Grenze entwickelte sich eine einzelne, langlebige Superzelle, die von Belgien bis nach Thüringen zog. </p><p>Ungewöhnlich starke Windscherung, unterschiedliche Windrichtungen und -geschwindigkeiten in verschiedenen Höhen, sorgte für die nötige Drehung, obwohl die Luft selbst nur mäßig instabil war, eine Kombination, die Tornados eher begünstigt als klassische Hitzegewitter.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784874" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig.html" title="Unwetter-Wucht im Süden: Riesenhagel, Orkanböen, Tornado-Gefahr – Experte: „Jetzt wird's brenzlig'">Unwetter-Wucht im Süden: Riesenhagel, Orkanböen, Tornado-Gefahr – Experte: „Jetzt wird's brenzlig"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig.html" title="Unwetter-Wucht im Süden: Riesenhagel, Orkanböen, Tornado-Gefahr – Experte: „Jetzt wird's brenzlig'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig-1787304410531_320.jpg" alt="Unwetter-Wucht im Süden: Riesenhagel, Orkanböen, Tornado-Gefahr – Experte: „Jetzt wird's brenzlig'"></a></article></aside><p>Einen belegten Trend zu mehr oder stärkeren Tornados in Deutschland gibt es bislang nicht. Mehr gemeldete Fälle in den vergangenen Jahren erklären sich nach bisheriger Einschätzung<strong> vor allem durch mehr Smartphones und eine bessere Dokumentation</strong>, nicht durch eine tatsächliche Zunahme des Phänomens selbst.</p><h2> Ausblick<br></h2><p>Bereits in seiner Zwischenbilanz Ende Juli ging der DWD davon aus, dass die Tornadosaison 2026 trotz aktiver Monate im August und September in der <strong>Gesamtbilanz deutlich unterdurchschnittlich</strong> bleiben würde. </p><p>Mit Fürstenwalde und dem Raum Wetzlar kamen nach der Unwetterphase mindestens zwei weitere bestätigte Fälle hinzu, an der grundsätzlichen Lücke zum langjährigen Mittel von rund 49 Tornados änderte das wenig. </p><p>Für die Tage danach rechnete der DWD mit weiteren schweren Gewittern im Süden, Details dazu in der separaten Vorhersage. Ob und wie stark sich die Bilanz bis zum Ende der Saison noch verschiebt, bleibt bis dahin offen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Beyer%2C%20Wapler%20%26%20K%C3%BChne" data-year="2026" data-title="Tornadoes%20in%20Germany%3A%20intensity%2C%20temporal%20and%20spatial%20distribution.%20Meteorologische%20Zeitschrift%2034(4)%2C%20237%E2%80%93250" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1127%2Fmetz%2F1276%20(Verlag%3A%20https%3A%2F%2Fwww.schweizerbart.de%2Fjournals%2Fmetz)">Beyer, Wapler & Kühne. (2026). <a href="https://doi.org/10.1127/metz/1276 (Verlag: https://www.schweizerbart.de/journals/metz)" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Tornadoes in Germany: intensity, temporal and spatial distribution. Meteorologische Zeitschrift 34(4), 237–250</a>.</cite><br><cite data-author="DWD" data-year="31.07.2026" data-title="Zwischenbilanz%20der%20Tornadosaison%202026" data-url="https%3A%2F%2Fwww.dwd.de%2FDE%2Fwetter%2Fthema_des_tages%2F2026%2F7%2F31.html">DWD. (31.07.2026). <a href="https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2026/7/31.html" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Zwischenbilanz der Tornadosaison 2026</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/tornados-in-deutschland-2026-zwischenbilanz-einer-ruhigen-saison.html</guid><dc:creator><![CDATA[Sabin Klein]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Einsteins Raumzeit-Test wird noch genauer: Satelliten vermessen das Mitziehen der Erde]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/einsteins-raumzeit-test-wird-noch-genauer-satelliten-vermessen-das-mitziehen-der-erde.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 04:16:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Rund 200.000 Lasermessungen testen Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie so genau wie noch nie zuvor. Zwei Satelliten machen bei ihrer Erdumrundung sichtbar, wie die rotierende Erde die Raumzeit geringfügig mitzieht.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/einsteins-raumzeit-test-wird-noch-genauer-satelliten-vermessen-das-mitziehen-der-erde-1787292071191.png" alt="Der LARES-2-Satellit testet das Frame-Dragging der Erde." title="Der LARES-2-Satellit testet das Frame-Dragging der Erde."><figcaption>Der LARES-2-Satellit testet das Frame-Dragging der Erde. Bild: Ciufolini et al., 2026</figcaption></figure><p>Die Satelliten <strong>LARES-2 und LAGEOS</strong> kreisen in etwa 5900 Kilometern Höhe um die Erde. Bodenstationen schicken Laserpulse zu den kugelförmigen, mit Reflektoren bestückten Satelliten und bestimmen aus der Länge der Lasersignale ihre Entfernung. So werden winzige Veränderungen ihrer Bahnen erfasst.</p><p>LAGEOS ist seit 1976 im All, LARES-2 kam 2022 hinzu. Der jüngere Satellit ist nur 42 Zentimeter groß, wiegt aber 295 Kilogramm. Dieses besondere Oberfläche-Masse-Verhältnis macht ihn besonders unempfindlich gegenüber störenden Einflüssen wie dem Strahlungsdruck der Sonne.</p><h2>Ein winziges relativistisches Signal</h2><p>Die Umlaufbahnen der Satelliten sind nahezu spiegelbildlich zur Äquatorebene geneigt. Dadurch lässt sich das unregelmäßige Erdschwerefeld herausrechnen, wofür zusätzliche Daten der Missionen GRACE und GRACE Follow-On verwendet wurden, an denen das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung maßgeblich beteiligt ist.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/einsteins-raumzeit-test-wird-noch-genauer-satelliten-vermessen-das-mitziehen-der-erde-1787292077644.png" alt="Schematische Darstellung des LARES-2–LAGEOS-Raumexperiments zur Untersuchung der Allgemeinen Relativitätstheorie und des Frame-Draggings." title="Schematische Darstellung des LARES-2–LAGEOS-Raumexperiments zur Untersuchung der Allgemeinen Relativitätstheorie und des Frame-Draggings."><figcaption>Schematische Darstellung des LARES-2–LAGEOS-Raumexperiments zur Untersuchung der Allgemeinen Relativitätstheorie und des Frame-Draggings. Bild: Ciufolini et al., 2026</figcaption></figure><p>Ausgewertet wurden Beobachtungen über 1050 Tage von Juli 2022 bis Juni 2025. Der <strong>Frame-Dragging-Effekt</strong> verändert die Orientierung der Bahnebenen jährlich nur um etwa 30,7 Millibogensekunden. Auf der Satellitenbahn entspricht das einer Verschiebung von ungefähr 1,8 Metern pro Jahr.</p><div class="texto-destacado">Der Frame-Dragging-Effekt, auch Lense-Thirring-Effekt genannt, beschreibt, wie eine rotierende Masse die Raumzeit in ihrer Umgebung beeinflusst. Vereinfacht gesagt, zieht die rotierende Masse die Raumzeit gewissermaßen mit und „verdrillt“ sie. Dadurch ändert sich die Ausrichtung der Umlaufbahn eines Körpers.</div><p>Das Ergebnis bestätigt Einsteins Vorhersage mit einer relativen Unsicherheit von rund 0,2 Prozent. Damit ist die Messung ungefähr zehnmal genauer als frühere Tests im Sonnensystem. „Dass sich dieser Effekt im Erdorbit mit solcher Genauigkeit messen lässt, zeigt, wie leistungsfähig moderne Satellitengeodäsie, präzise Bahndynamik und Erdschwerefeldmodellierung heute sind“, sagt GFZ-Forscher Dr. Patrick Schreiner.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/einsteins-raumzeit-test-wird-noch-genauer-satelliten-vermessen-das-mitziehen-der-erde-1787292297917.jpg" alt="Die Illustration des Frame-Dragging-Effekts zeigt, wie ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum mitzieht. Gelangt ein Stern nah genug an ein rotierendes Schwarzes Loch, verändert sich seine Umlaufbahn auf eine Weise, die sich über längere Zeiträume hinweg messen lässt." title="Die Illustration des Frame-Dragging-Effekts zeigt, wie ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum mitzieht. Gelangt ein Stern nah genug an ein rotierendes Schwarzes Loch, verändert sich seine Umlaufbahn auf eine Weise, die sich über längere Zeiträume hinweg messen lässt."><figcaption>Die Illustration des Frame-Dragging-Effekts zeigt, wie ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum mitzieht. Gelangt ein Stern nah genug an ein rotierendes Schwarzes Loch, verändert sich seine Umlaufbahn auf eine Weise, die sich über längere Zeiträume hinweg messen lässt. Bild: ESO/M. Kornmesser</figcaption></figure><p>Die Messung setzt auch engere Grenzen für alternative Gravitationstheorien, die sich in klassischen Experimenten kaum von Einsteins Theorie unterscheiden, beim Frame-Dragging aber abweichende Vorhersagen machen. Damit berührt das Ergebnis auch Fragen der modernen Kosmologie.</p><h2>Geodäsie trifft Geophysik</h2><p>Eine besondere Herausforderung war die <strong>K1-Tide</strong>, die durch die Anziehung von Mond und Sonne verursacht wird. Die Gezeitenwelle verformt die Erde und verschiebt die Wassermassen auf dem Planeten, wodurch das Schwerefeld verändert und wiederum die Satellitenbahnen beeinflusst werden. In der rund 1050-tägigen Beobachtungsdauer (ca. 2,9 Jahre) der Satelliten kann das relativistische Signal überlagert worden sein.</p><p>Die Forschenden konnten letztlich den Gezeiteneffekt herausrechnen und die K1-Tidenamplitude korrigieren. „Dieselben Messungen, die eine Vorhersage der Allgemeinen Relativitätstheorie bestätigen, liefern auch neue Informationen über Erdtiden und die Dynamik unseres Planeten“, erklärt Schreiner.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="738814" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/unterschiedliche-arten-schwarzer-locher-stellen-einstein-infrage-forscher-testen-alternative-gravitationstheorien.html" title="Unterschiedliche Arten Schwarzer Löcher stellen Einstein infrage – Forscher testen alternative Gravitationstheorien">Unterschiedliche Arten Schwarzer Löcher stellen Einstein infrage – Forscher testen alternative Gravitationstheorien</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/unterschiedliche-arten-schwarzer-locher-stellen-einstein-infrage-forscher-testen-alternative-gravitationstheorien.html" title="Unterschiedliche Arten Schwarzer Löcher stellen Einstein infrage – Forscher testen alternative Gravitationstheorien"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/unterschiedliche-arten-schwarzer-locher-stellen-einstein-infrage-forscher-testen-alternative-gravitationstheorien-1762803406881_320.png" alt="Unterschiedliche Arten Schwarzer Löcher stellen Einstein infrage – Forscher testen alternative Gravitationstheorien"></a></article></aside><p>Das GFZ steuerte vor allem Verfahren der genauen Bahnbestimmung und das Orbitprogramm EPOS-OC bei. Die Software wird dort seit Jahrzehnten weiterentwickelt. Die Studie beweist insgesamt, dass Satellitengeodäsie – also die Vermessung der Erde mittels Satelliten – auch fundamentale Eigenschaften der Raumzeit erfassen kann.</p><p>Da LARES-2 und LAGEOS voraussichtlich noch Jahrzehnte beobachtet werden, dürfte die Genauigkeit weiter zunehmen. Zugleich eröffnen längere Messreihen neue Wege für Geodäsie, Geophysik und Gravitationstests. Die Satellitengeodäsie wird damit ein Labor für fundamentale Naturgesetze.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Ciufolini%2C%20I.%2C%20Paolozzi%2C%20A.%2C%20Pavlis%2C%20E.%20C.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="LARES-2%20satellite%20measures%20frame-dragging%20effect%20around%20the%20Earth.%20Nature" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1038%2Fs41586-026-10715-0">Ciufolini, I., Paolozzi, A., Pavlis, E. C., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10715-0" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">LARES-2 satellite measures frame-dragging effect around the Earth. Nature</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/einsteins-raumzeit-test-wird-noch-genauer-satelliten-vermessen-das-mitziehen-der-erde.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Chaos-Herbst 2026? Was da auf uns zurollt – Klima-Experte warnt: „So einen Herbst hatten wir noch nie"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie.html</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 02:32:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erst Rekordhitze, jetzt ein Meer, das brodelt wie nie. Ein Wetter-Experte erklärt, warum uns der Herbst 2026 ordentlich durchschütteln könnte.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb00sfm"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb00sfm.jpg" id="xb00sfm"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Der heißeste Sommer seit Langem ist gerade halbwegs ausgestanden – da rollt schon das nächste Kapitel heran. Und das hat es faustdick hinter den Ohren. Während viele hierzulande noch auf goldene Spätsommertage hoffen, kocht es im Süden Europas bereits bedrohlich. Das <strong>Mittelmeer</strong> ist so warm wie nie zuvor, und diese Wärme verschwindet nicht einfach wieder.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong><br> </div><p>Sie ist reiner Zündstoff. Und sie wartet nur auf den passenden Moment, um loszulegen. Was das für <strong>Deutschland</strong> und die kommenden Wochen heißt, sollte man besser jetzt wissen – nicht erst, wenn es kracht.</p><h2><strong>Ein Meer, das brodelt wie nie zuvor</strong></h2><p>Vor Mallorca schnellte die Wassertemperatur zuletzt auf sagenhafte <strong>33 Grad</strong> hoch – so heiß war dieses Meer noch nie, seit Menschen dort messen. Das gesamte westliche Mittelmeer liegt momentan vier bis sechs Grad über dem, was um diese Zeit üblich ist. Für Urlauber klingt das nach purem Badeglück, tatsächlich steckt darin eine Menge Sprengkraft.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie-1787510563855.jpg" data-image="agcrl2h4eitw" alt="wetter, wasser, meer" title="wetter, wasser, meer"><figcaption>Das Mittelmeer brodelt. Das könnte vielen Regionen Europas im Herbst zum Verhängnis werden. </figcaption></figure><p>Denn heißes Wasser wirkt wie ein bis zum Rand gefüllter <strong>Energiespeicher</strong>. Je wärmer das Meer, desto mehr Feuchtigkeit dampft nach oben – und desto brisanter wird das Ganze, sobald sich von Norden die erste Kaltluft schiebt. „So einen Herbst hatten wir in dieser Ausgangslage noch nie", warnt ein Wetter-Experte.</p><h3><strong>Der trockenste Sommer seit Jahren</strong></h3><p>Dazu kommt: Hinter uns liegt bereits ein Sommer der Superlative. Wochenlange <strong>Hitze</strong>, viel zu wenig Regen – und in vielen Ecken sind die Böden mittlerweile trockener als im Dürre-Jahr 2018. Aufgerissene Äcker, Bäche auf dem letzten Tropfen, knochentrockene Wälder: Dieser Sommer hat gewaltige Spuren hinterlassen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784883" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027">„So ungemütlich wird der Winter": Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309811902_320.jpg" alt="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"></a></article></aside><p>Und das ist keineswegs harmlos. Ein ausgedörrter Boden schluckt kaum noch Wasser. Prasselt plötzlich viel <strong>Regen</strong> in kurzer Zeit herunter, perlt er einfach ab und schießt oberflächlich davon – aus einem kurzen Schauer wird dann im Nu eine überschwemmte Straße oder ein volllaufender Keller.</p><h3><strong>Wenn das Meer seine Wucht nach Norden schickt</strong></h3><p>Und jetzt der Punkt, der viele überrascht: Was da unten im Mittelmeer passiert, betrifft uns hier oben durchaus. Baut sich über dem überhitzten Wasser ein kräftiges Tief auf, kann es diese enorme <strong>Energie</strong> wie auf einem Fließband in Richtung Mitteleuropa transportieren.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie-1787511087222.jpg" data-image="neopipbrt6xm" alt="unwetter, meer, medicane" title="unwetter, meer, medicane"><figcaption>Heftige Unwetter im Mittelmeerraum könnten diesen Herbst für Chaos sorgen.</figcaption></figure><p>Fachleute treibt dann gleich doppelt die Sorge um: Da wäre zum einen der sogenannte <strong>Medicane</strong>, ein wirbelsturmartiges Mittelmeer-Tief mit Orkanböen und Regen wie aus Kübeln. Zum anderen genau jene Hochwasserlagen, die uns in den letzten Jahren schon böse erwischt haben. Die Zutaten dafür liegen 2026 komplett bereit.</p><h3><strong>El Niño – der große Unbekannte</strong></h3><p>Über allem thront noch ein weltweiter Mitspieler: <strong>El Niño</strong>. Das berüchtigte Klima-Phänomen im Pazifik läuft gerade zur Höchstform auf – Fachleute reden sogar vom stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen. Es wirbelt Wetterlagen rund um den Planeten durcheinander, treibt die Temperaturen und verschiebt Regen- und Sturmzonen mit voller Wucht.</p><p>Für Deutschland bleibt El Niño aber ein echter <strong>Wackelkandidat</strong>. Mal beschert er milde, stürmische Phasen, mal kippt er zum Ende hin ins Eisige. „Seriös vorhersagen lässt sich das jetzt noch nicht", räumt der Experte ein. Sicher ist nur: Ruhig und eintönig wird dieser Herbst ganz sicher nicht.</p><h2><strong>Was das für Sie bedeutet</strong></h2><p>Aber bitte trotzdem nicht in Panik verfallen – die ist immer der schlechteste Berater. Millionen Menschen werden ihren Herbsturlaub am Mittelmeer völlig sorglos genießen, und auch bei uns wird bestimmt nicht jeder Tag zum Drama. Doch aufmerksam bleiben, das zahlt sich in diesem Jahr wirklich aus.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784722" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?">7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei-1787259477678_320.jpg" alt="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"></a></article></aside><p>Der Tipp vom Fachmann: Behalten Sie die <strong>Wetterwarnungen</strong> im Auge, und wer gen Süden aufbricht, packt am besten eine flexible Reiserücktrittsversicherung ein. Und daheim? Stellen Sie sich lieber darauf ein, dass dieser Herbst die eine oder andere <strong>Überraschung</strong> bereithält. Die Karten sind neu gemischt – und sie liegen anders als in all den geruhsamen Jahren zuvor.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Seit 2018 verlieren die europäischen Wälder mehr Biomasse und binden weniger CO₂]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/seit-2018-verlieren-die-europaischen-walder-mehr-biomasse-und-binden-weniger-co.html</link><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 13:32:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die Wälder Europas verlieren mehr Biomasse als bisher angenommen, und Störungen wie Dürren und Schädlingsbefall führen in einigen der ältesten Wälder Europas zu immer schwerwiegenderen Verlusten. Die Lage hat sich seit 2018 erheblich verschlechtert.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/bosques-europeos-estan-perdiendo-mas-biomasa-1785986354946.jpg" data-image="8rgwnojquyya"><figcaption>Der absolute Schweregrad gibt den Umfang des Verlusts an oberirdischer Biomasse nach einer Störung wie Windschäden, Feuer, Insektenbefall oder Holzeinschlag an. ESA</figcaption></figure><p>Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die in <em>Nature Geoscience</em> veröffentlicht wurde. Die von einer Initiative der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterstützte Untersuchung ergab, dass die Biomasseverluste nach 2018 dramatisch zunahmen, da Dürren, Stürme und Insektenbefall einige der ältesten und biomassereichsten Wälder Mitteleuropas zunehmend beeinträchtigten.</p><p>Die Studie wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative der ESA durch das RECCAP-2-Projekt gefördert, einer internationalen Initiative, die satellitengestützte Klimadaten nutzt, um die globale Bestandsaufnahme im Rahmen des Pariser Abkommens zu unterstützen.</p><p>Zum ersten Mal haben Wissenschaftler die durch Waldstörungen in ganz Europa verursachten Biomasseverluste quantifiziert, anstatt lediglich die betroffene Fläche zu messen. Sie stellten fest, dass seit 2018 pro Hektar betroffener Waldfläche 46 % mehr Biomasse verloren gegangen ist.</p><p>Die Wälder Europas bedecken etwa 39 % der Landfläche des Kontinents und speichern 10,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in der oberirdischen Biomasse, darunter Blätter, Äste und Baumstämme. Dies stellt einen der größten terrestrischen Kohlenstoffspeicher Europas dar.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784722" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?">7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei-1787259477678_320.jpg" alt="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"></a></article></aside><p>Zwischen 1985 und 2023 führten jedoch Störungen wie Waldbrände, Schädlingsbefall und Holzeinschlag europaweit zu einem Verlust von schätzungsweise 6,5 Milliarden Tonnen oberirdischer Biomasse, wobei ein erheblicher Teil dieser Verluste inzwischen durch die Waldverjüngung ausgeglichen wurde.</p><p>Seit Jahrzehnten bewerten Wissenschaftler die Auswirkungen von Waldstörungen anhand der Messung der betroffenen Fläche. Die betroffene Fläche allein reicht jedoch nicht aus, um Biomasseverluste genau zu quantifizieren. So kann beispielsweise ein Waldbrand ein großes Gebiet offenen mediterranen Waldes und Buschlandes verwüsten, dabei aber relativ wenig Biomasse zerstören, während ein ähnlich großes Gebiet mit dichtem, altem Wald weitaus größere Verluste erleiden würde.</p><h2>Wie viel Biomasse geht tatsächlich verloren?</h2><p>Diese Studie ist die erste, die nicht nur erfasst, wo in Europa Waldflächen verloren gegangen sind, sondern auch, wie viel Biomasse damit über einen Zeitraum von fast vier Jahrzehnten auf dem gesamten Kontinent verschwunden ist.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/bosques-europeos-estan-perdiendo-mas-biomasa-1785986631204.jpg" data-image="81qyd6ze2csj"><figcaption>Der relative Schweregrad gibt den prozentualen Verlust an Biomasse im Vergleich zu der Menge an, die vor der Störung oder der Ernte erfasst wurde. ESA</figcaption></figure><p><em></em><em>„Was mich am meisten überrascht hat, war das Ausmaß, in dem sich Störungen in unterschiedliche Ausmaße des Biomasseverlusts in ganz Europa niederschlagen. Zwei Ereignisse mögen auf einer Karte fast identisch erscheinen, haben jedoch sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die in Wäldern gespeicherte Kohlenstoffmenge. Bislang haben wir diesen Unterschied praktisch nicht berücksichtigt“,</em> sagte Katja Kowalski, Hauptautorin der Studie und Postdoktorandin in der Gruppe „Erdbeobachtung für Ökosystemmanagement“ an der Technischen Universität München.</p><p>Die Studie kombiniert zwei Satellitendatenreihen: jährliche Karten zum Verlust der Baumbedeckung in ganz Europa, die aus dem Landsat-Archiv abgeleitet wurden, sowie eine hochauflösende Biomassekarte aus dem Jahr 2019, die die in jedem Waldgebiet enthaltene Biomassemenge zeigt. Durch die Überlagerung der beiden Karten rekonstruierte das Team die tatsächliche Menge an Biomasse, die Jahr für Jahr aus den europäischen Wäldern verloren ging.</p><p>Die Ergebnisse zeigten eine dramatische Veränderung um das Jahr 2018 herum, als mehrere mitteleuropäische Länder, insbesondere Deutschland, die Tschechische Republik und Polen, von einer schweren Dürre heimgesucht wurden. Diese Dürren schwächten die Bäume und beeinträchtigten ihre Abwehrkräfte, was zu weit verbreiteten Befällen durch den Europäischen Fichtenborkenkäfer führte, der sich durch die Rinde bohrt und einen ausgewachsenen Baum innerhalb weniger Wochen töten kann.</p><p>Zwar entfielen zwischen 1985 und 2023 rund 82 % des Biomasseverlusts auf die Holzeinschlag, doch die verbleibenden 18 %, die auf natürliche Störungen zurückzuführen waren, waren ausschlaggebend für den nach 2018 beobachteten starken Anstieg.</p><h2>Die Wälder werden schneller geschädigt, als sie sich erholen können</h2><p>Eine zweite Studie, die ebenfalls im Rahmen des RECCAP-2-Projekts finanziert wurde, hat ergänzende Ergebnisse geliefert. Die in der <em>National Science Review</em> veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass der zunehmende Waldverlust und die zunehmenden Waldschäden die Rolle der Wälder bei der Eindämmung des Klimawandels gefährden.</p><p>Durch die Kombination nationaler Waldberichte mit Satellitenkarten zu Waldstörungen und Biomasse – einschließlich Biomasse-Daten aus der ESA-Klimawandelinitiative – erstellte das Team eine Prognose darüber, wie sich die Kohlenstoffsenke der europäischen Wälder bis 2030 voraussichtlich entwickeln wird. Sie stellten fest, dass die Fähigkeit der europäischen Wälder, Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern, zwischen 2010 und 2030 voraussichtlich um 39 % zurückgehen wird. Dies liegt daran, dass Störungen in einem Ausmaß auftreten, das die natürliche Regenerations- und Erholungsfähigkeit der Wälder bei weitem übersteigt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784620" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/die-4-fehler-die-ihren-lavendel-beim-zuruckschneiden-im-sommer-ruinieren-und-wie-man-es-richtig-macht.html" title="Die 4 Fehler, die Ihren Lavendel beim Zurückschneiden im Sommer ruinieren – und wie man es richtig macht">Die 4 Fehler, die Ihren Lavendel beim Zurückschneiden im Sommer ruinieren – und wie man es richtig macht</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/die-4-fehler-die-ihren-lavendel-beim-zuruckschneiden-im-sommer-ruinieren-und-wie-man-es-richtig-macht.html" title="Die 4 Fehler, die Ihren Lavendel beim Zurückschneiden im Sommer ruinieren – und wie man es richtig macht"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/los-4-errores-al-podar-la-lavanda-en-verano-que-arruinan-tu-planta-y-los-pasos-para-hacerlo-bien-1784668194232_320.jpg" alt="Die 4 Fehler, die Ihren Lavendel beim Zurückschneiden im Sommer ruinieren – und wie man es richtig macht"></a></article></aside><p><em>„Europa könnte seine Waldfläche vergrößern und dennoch seine Fähigkeit zur Kohlenstoffbindung einbüßen. Die eigentliche Frage ist, ob Wachstum und Regeneration die Auswirkungen von Störungen und Holzeinschlag ausgleichen können. Derzeit ist dies nicht der Fall, und um diese Lücke zu schließen, ist ein anderer Ansatz in der Waldbewirtschaftung erforderlich, insbesondere durch eine Reduzierung des Holzeinschlags, da natürliche Störungen immer häufiger auftreten“,</em> sagte Philippe Ciais vom Labor für Klima- und Umweltwissenschaften in Frankreich, Mitautor der Studie in der <em>National Science Review</em> und wissenschaftlicher Leiter des RECCAP-2-Projekts der ESA.</p><p>Quelle: ESA<strong><a href="https://www.esa.int/Newsroom" target="_blank"></a></strong></p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Fran%C3%A7ois%20Ritter%2C%20et%20al" data-year="" data-title="Alarming%20decline%20in%20the%20carbon%20sink%20of%20European%20forests%20driven%20by%20disturbances%2C%20National%20Science%20Review" data-url="https%3A%2F%2Facademic.oup.com%2Fnsr%2Fadvance-article%2Fdoi%2F10.1093%2Fnsr%2Fnwag354%2F8706387">François Ritter, et al. <a href="https://academic.oup.com/nsr/advance-article/doi/10.1093/nsr/nwag354/8706387" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Alarming decline in the carbon sink of European forests driven by disturbances, National Science Review</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/seit-2018-verlieren-die-europaischen-walder-mehr-biomasse-und-binden-weniger-co.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Natürliche Klimatisierung: Pflanzen, die dazu beitragen können, Ihr Zuhause kühler zu halten und dessen Wärmedämmung zu ]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/naturliche-klimatisierung-pflanzen-die-dazu-beitragen-konnen-ihr-zuhause-kuhler-zu-halten-und-dessen-warmedammung-zu.html</link><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 04:19:00 +0000</pubDate><category>Pflanzen</category><description><![CDATA[<p>Pflanzen können die perfekten Verbündeten im Kampf gegen die Hitze sein. Sie verschönern nicht nur Ihr Zuhause, sondern tragen auch dazu bei, Innenräume zu kühlen, Schatten zu spenden und den thermischen Komfort den ganzen Sommer über zu verbessern.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/aire-acondicionado-natural-las-plantas-que-pueden-ayudar-a-crear-un-hogar-mas-fresco-y-mejorar-el-aislamiento-termico-1785413309225.jpeg" data-image="fx9n694msjak" alt="Bild 1" title="Bild 1"><figcaption>Pflanzen können dazu beitragen, im Sommer für ein kühleres Raumklima zu sorgen.</figcaption></figure><p>Wenn der Sommer kommt, wird es besonders wichtig, die Wohnung kühl zu halten. Neben herkömmlichen Klimaanlagen gibt es verschiedene natürliche Lösungen, die dazu beitragen können, den Komfort in den Innenräumen zu verbessern.</p><p>Unter ihnen spielen Pflanzen eine besonders wichtige Rolle, da sie Schatten spenden, Feuchtigkeit liefern und vor allem für Evapotranspiration sorgen – einen natürlichen Prozess, der dazu beiträgt, dass sich die Luft um uns herum kühler anfühlt.</p><p>Pflanzen kühlen ein Haus zwar nicht so wie eine Klimaanlage, doch bestimmte Pflanzenarten können dazu beitragen, das Hitzeempfinden zu verringern und ein angenehmeres Mikroklima zu schaffen – insbesondere in Kombination mit einer geeigneten Ausrichtung, Belüftung und Dämmung.</p><h2>Evapotranspiration: Das Kühlsystem der Natur</h2><p>Der Schlüssel liegt in der Evapotranspiration, einem Prozess, bei dem die Verdunstung von Wasser aus dem Boden oder dem Wachstumsmedium mit der Transpiration der Pflanzen über ihre Blätter einhergeht.</p><p>Wenn Pflanzen über ihre Wurzeln Wasser aufnehmen, wird ein erheblicher Teil davon über winzige Poren, die sogenannten Stomata, als Wasserdampf wieder an die Atmosphäre abgegeben.</p><p>Dieser Mechanismus ähnelt dem Vorgang, der stattfindet, wenn Schweiß von unserer Haut verdunstet. Dadurch kann gesunde, gut bewässerte Vegetation die Luftverhältnisse in ihrer unmittelbaren Umgebung verändern.</p><div class="texto-destacado">Wasser benötigt Energie, um von einem flüssigen in einen gasförmigen Zustand überzugehen, und entzieht diese Energie seiner Umgebung in Form von Wärme. Das Ergebnis ist ein Kühleffekt.</div><p>Allerdings kühlen nicht alle Pflanzen die Luft gleichermaßen. Die Evapotranspirationsrate hängt von Faktoren wie der Art, der Pflanzengröße, der Blattfläche, der Wasserverfügbarkeit, der Temperatur, der Sonneneinstrahlung, dem Wind und der Luftfeuchtigkeit ab.</p><h2>Welche Pflanzen können dazu beitragen, Ihr Zuhause zu kühlen?</h2><p>Schnellwachsende Arten mit üppigem Laub und hohem Wasserbedarf im Sommer weisen in der Regel höhere Evapotranspirationsraten auf, wodurch sie ihre Umgebung auf natürliche Weise effektiver kühlen können.</p><h3>Farne</h3><p>Farne können in hellen, geschützten Innenräumen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, während andere blättrige Zierpflanzen dazu beitragen, in ihrer Umgebung eine kühlere Atmosphäre zu schaffen.</p><h3>Efeu, Amerikanischer Efeu und bestimmte Jasminarten</h3><p>Efeu, Wildem Efeu und einige Jasminarten spielen rund um das Haus eine wichtige Rolle, da sie an Wänden und Fenstern natürlichen Schatten spenden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/aire-acondicionado-natural-las-plantas-que-pueden-ayudar-a-crear-un-hogar-mas-fresco-y-mejorar-el-aislamiento-termico-1785414367413.jpeg" data-image="a4o3gtjq302s" alt="Bild 2" title="Bild 2"><figcaption>Mit Pflanzen begrünte Fassaden können dazu beitragen, die Raumtemperaturen zu senken.</figcaption></figure><p>Diese Vegetationsschicht wirkt als natürliche Wärmebarriere und reduziert den Wärmeeintrag in das Haus im Sommer erheblich.</p><h3>Bäume und Sträucher</h3><p>Bäume und Sträucher sind in noch stärkerem Maße in der Lage, das lokale Mikroklima zu beeinflussen. Ein dichtes Baumkronendach hält einen Teil der Sonnenstrahlung ab, bevor diese Wände, Fenster oder Dächer erreicht. Gleichzeitig wird durch die Transpiration Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgegeben, was zur Regulierung des Wärmeaustauschs beiträgt.</p><h2>Sonnenschutz und Wärmedämmung: eine gelungene Kombination</h2><p>Die kühlende Wirkung von Pflanzen beschränkt sich nicht nur auf die Evapotranspiration. Bei strategischer Anordnung dient die Vegetation zudem als wirksamer natürlicher Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.</p><p>Eine teilweise mit Pflanzen bewachsene Fassade wird weniger direktem Sonnenlicht ausgesetzt, während ein vor einem Fenster gepflanzter Baum den Wärmeeintrag in die Wohnung während der heißesten Stunden des Tages erheblich reduzieren kann.</p><h2>Zimmerpflanzen: Können sie die Temperatur wirklich senken?</h2><p>In Innenräumen ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben. Eine einzelne Topfpflanze kann die Luftfeuchtigkeit lokal leicht erhöhen und ein dezentes Gefühl von Frische vermitteln, was sicherlich angenehm sein kann, aber sie kann eine Klimaanlage nicht ersetzen oder die Temperatur in der Wohnung allein um mehrere Grad senken.</p><p>Dieser Effekt macht sich deutlich stärker bemerkbar, wenn Pflanzen auf Terrassen, Balkonen oder in Gärten stehen, wo sie eine größere Blattfläche haben und das einfallende Sonnenlicht direkt abschirmen können.</p><p>Es ist außerdem zu beachten, dass zu viele Pflanzen in einem schlecht belüfteten Raum die Luftfeuchtigkeit übermäßig ansteigen lassen können, insbesondere wenn die Luftzirkulation eingeschränkt ist. Es ist entscheidend, das richtige Gleichgewicht zwischen Pflanzen, Belüftung und Bewässerung zu finden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/aire-acondicionado-natural-las-plantas-que-pueden-ayudar-a-crear-un-hogar-mas-fresco-y-mejorar-el-aislamiento-termico-1785414491993.jpeg" data-image="ormh8p1981yj" alt="Bild 3" title="Bild 3"><figcaption>Ein Garten, der sowohl optisch ansprechend als auch von Natur aus kühler ist.</figcaption></figure><h2>Ein kühleres Zuhause mit natürlichen Lösungen</h2><p>Pflanzen können eine wertvolle Ergänzung im Kampf gegen die Sommerhitze sein. Durch ihre Fähigkeit, durch Evapotranspiration für Kühlung zu sorgen, Schatten zu spenden und das Mikroklima in der Umgebung zu verbessern, können sie die thermische Belastung eines Hauses verringern und den Komfort in den heißesten Monaten erhöhen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet">Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet-1787262165061_320.jpg" alt="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"></a></article></aside><p>Es ist unerlässlich, Arten auszuwählen, die für das lokale Klima geeignet sind. Ebenso wichtig ist es, sie dort zu pflanzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.</p><ul> <li>Bäume, die Schatten auf Wände und Fenster werfen.</li> <li>Kletterpflanzen zur Kühlung von Außenwänden.</li> <li>Blattpflanzen für Innenhöfe, Balkone und Terrassen.</li> </ul><p>Die eigentliche „natürliche Klimaanlage“ ist nicht eine einzelne Pflanze. Es ist eine durchdacht gestaltete Grünfläche, die die natürlichen Kühlprozesse der Vegetation voll ausnutzt.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/naturliche-klimatisierung-pflanzen-die-dazu-beitragen-konnen-ihr-zuhause-kuhler-zu-halten-und-dessen-warmedammung-zu.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Super-El-Niño 2026: Kommt der erste Schnee schon im Oktober? Meteorologe stellt klar: „So einfach ist das nicht"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-2026-kommt-der-erste-schnee-schon-im-oktober-meteorologe-stellt-klar-so-einfach-ist-das-nicht.html</link><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 02:56:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Ein Rekord-El-Niño rollt auf uns zu, so stark wie selten zuvor. Bringt er uns schon im Oktober die ersten Flocken? Ein Meteorologe ordnet ein.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xazvhkm"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xazvhkm.jpg" id="xazvhkm"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Über dem tropischen Pazifik braut sich gerade etwas zusammen, das Wetterfans weltweit elektrisiert. Ein <strong>El Niño</strong> wächst heran, und zwar nicht irgendeiner, sondern einer der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Meerestemperaturen liegen so weit über dem Normalwert, dass Fachleute bereits von einem <strong>Super-El-Niño</strong> sprechen.</p><p>Und sofort steht die große Frage im Raum, die viele von uns umtreibt: Schneit es bei uns dann etwa schon im <strong>Oktober</strong>? Fällt der Winter dieses Jahr früher, härter und spektakulärer aus als sonst?</p><h2>Ein Rekord-Phänomen, wie es die Welt selten gesehen hat</h2><p>Was sich da im Pazifik abspielt, ist tatsächlich außergewöhnlich. Die Werte deuten auf ein Ereignis hin, das in seiner Wucht an die ganz großen El-Niño-Jahre heranreicht, vielleicht sie sogar übertrifft. Ein solcher <strong>Super-El-Niño</strong> krempelt weltweit das Wettergeschehen um: Dürren hier, Sturzregen dort, verschobene Sturmbahnen über halben Kontinenten.</p><div class="texto-destacado"><strong>Was ist El Niño?<br><br>El Niño</strong> ist eine natürliche Klima-Erscheinung, bei der sich das Meerwasser im tropischen Pazifik ungewöhnlich stark erwärmt. Diese Wärme heizt die Atmosphäre auf und verschiebt weltweit Wind- und Regenmuster. Die Folge sind Dürren in manchen Regionen und heftige Regenfälle in anderen. El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und erreicht seine größte Wucht meist im Winter.</div><p>Kein Wunder, dass viele sofort auch bei uns mit einem spektakulären Wetter-Umschwung rechnen. Doch genau an dieser Stelle lohnt sich der <strong>nüchterne Blick</strong> eines Meteorologen, bevor die Fantasie mit uns durchgeht.</p><h3>Warum El Niño über Deutschland kaum das Sagen hat</h3><p>Die Wahrheit ist unbequem für alle, die auf frühen Schnee hoffen: <strong>Europa reagiert deutlich schwächer</strong> auf El Niño als etwa Nordamerika. Zwischen dem tropischen Pazifik und unserem Wetter liegen tausende Kilometer und ein Dutzend anderer Faktoren, die mitreden. Der Jetstream, der Nordatlantik, die Großwetterlage über Grönland: Sie alle können jedes El-Niño-Signal überstimmen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784291" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/36-grad-september-sommer-zurueckschlagen-hitzewelle-altweibersommer-herbst.html" title="36 Grad – im September?! Wetterforscher: „Den Sommer jetzt abzuschreiben, wäre ein Fehler'">36 Grad – im September?! Wetterforscher: „Den Sommer jetzt abzuschreiben, wäre ein Fehler"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/36-grad-september-sommer-zurueckschlagen-hitzewelle-altweibersommer-herbst.html" title="36 Grad – im September?! Wetterforscher: „Den Sommer jetzt abzuschreiben, wäre ein Fehler'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/36-grad-september-sommer-zurueckschlagen-hitzewelle-altweibersommer-herbst-1787041447121_320.jpg" alt="36 Grad – im September?! Wetterforscher: „Den Sommer jetzt abzuschreiben, wäre ein Fehler'"></a></article></aside><p>Für Mitteleuropa gibt es lediglich eine grobe statistische <strong>Tendenz</strong>, und die spricht sogar eher gegen einen frühen Wintereinbruch: mildere, windige Starts in den Winter, kältere Phasen erst zum Ende hin.</p><h3>Erster Schnee im Oktober? Das steckt wirklich dahinter</h3><p>Damit zur eigentlichen Frage. Ja, <strong>erster Schnee im Oktober</strong> ist möglich, aber er ist kein Beweis für irgendein Ausnahme-Phänomen. In den Hochlagen der Alpen und der Mittelgebirge fallen fast jedes Jahr die ersten <strong>Flocken</strong> schon im Oktober, ganz ohne Zutun aus dem Pazifik.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-2026-kommt-der-erste-schnee-schon-im-oktober-meteorologe-stellt-klar-so-einfach-ist-das-nicht-1787440393150.jpg" data-image="a6174vnwz7f3" alt="wintereinbruch, alpen, schnee" title="wintereinbruch, alpen, schnee"><figcaption>Bekommen die Alpen bald eine fette und weiße Überraschung?</figcaption></figure><p>Wer also in ein paar Wochen das erste Weiß auf dem Feldberg oder der Zugspitze sieht, erlebt damit keine El-Niño-Sensation, sondern schlicht ganz normalen Herbst in der Höhe. Im Flachland dagegen bliebe Schnee im Oktober weiterhin die absolute <strong>Ausnahme</strong>.</p><h3>Worauf es diesen Winter wirklich ankommt</h3><p>Entscheidend für unseren Winter wird nicht der ferne Pazifik, sondern das, was sich über dem <strong>Nordatlantik</strong> und der Arktis abspielt. Bricht der <strong>Polarwirbel</strong> ein, kann uns eisige Luft aus dem Norden erreichen, dann wird es schnell winterlich, El Niño hin oder her.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784883" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027">„So ungemütlich wird der Winter": Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309811902_320.jpg" alt="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"></a></article></aside><p>Bleibt der Wirbel dagegen stabil, dominieren milde Westwinde, und der Winter startet grau und nass statt weiß. Diese Weichen stellen sich meist erst wenige Wochen vorher, seriöse Detailprognosen für Dezember gibt es im Oktober schlicht noch nicht.</p><h2>Das Fazit des Meteorologen</h2><p>Unterm Strich bleibt: Der <strong>Super-El-Niño</strong> ist real und historisch stark, aber er ist kein Schalter, der bei uns automatisch früher den Winter anknipst. Wer jetzt schon Schneeketten kauft, handelt aus Vorfreude, nicht aus Fakten.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-2026-kommt-der-erste-schnee-schon-im-oktober-meteorologe-stellt-klar-so-einfach-ist-das-nicht-1787440782432.jpg" data-image="u2wpb68vxc8i" alt="regen, deutschland, wetter" title="regen, deutschland, wetter"><figcaption>Viel Regen bis Anfang September? Fällt dann bald schon der erste Schnee?</figcaption></figure><p>Mein Rat: Genießen Sie den <strong>goldenen Herbst</strong>, halten Sie eine warme Jacke bereit und lassen Sie sich vom nächsten Kaltluftvorstoß überraschen. Der erste Schnee kommt bestimmt, ob im Oktober oder erst deutlich später, das entscheidet am Ende unser Wetter direkt vor der Haustür und nicht der Pazifik.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-2026-kommt-der-erste-schnee-schon-im-oktober-meteorologe-stellt-klar-so-einfach-ist-das-nicht.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Die unsichtbaren Auswirkungen extremer Hitze: Experten erklären, wie steigende Temperaturen Menschen isolieren]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-unsichtbaren-auswirkungen-extremer-hitze-experten-erklaren-wie-steigende-temperaturen-menschen-isolieren.html</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 16:09:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Heftige Stürme, Hitzewellen und Waldbrände können das gesellschaftliche Leben einer Gemeinde zum Erliegen bringen. Hier erfahren Sie, warum.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/o-efeito-invisivel-do-calor-extremo-como-as-altas-temperaturas-estao-a-isolar-a-populacao-explicam-os-especialistas-1786369472783.jpg" data-image="cg60m8oo8dbn" alt="Auswirkungen des Klimawandels auf die Erde." title="Auswirkungen des Klimawandels auf die Erde."><figcaption>Studien zeigen, dass die Zeit, die Amerikaner mit persönlichen Begegnungen mit Freunden und Familie verbringen, bereits zurückgegangen war, noch bevor die COVID-19-Pandemie ab 2020 zu einem drastischen Rückgang der sozialen Kontakte führte.</figcaption></figure><p>Wenn die Temperaturen steigen, informieren Freunde und Nachbarn einander über Hitzewarnungen, schauen nach älteren Menschen oder anderen Mitgliedern der Gemeinschaft, die möglicherweise Hilfe benötigen, und richten kommunale Kühlzentren ein, wenn die offiziellen Dienste überlastet sind. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten jedoch auch genau das soziale Gefüge schwächen, das zum Gedeihen der Gemeinschaften beiträgt.</p><p>Da extreme Wetterereignisse immer häufiger auftreten und immer größere Störungen verursachen, können sie Beziehungen belasten, den Alltag und die Kommunikation beeinträchtigen sowie die Orte, an denen sich Menschen versammeln, und die Grundlagen langjähriger Gemeinschaftstraditionen schädigen.</p><p>Fiona Doherty, Assistenzprofessorin für Sozialarbeit an der University of Tennessee, die sich mit sich überschneidenden sozialen und ökologischen Krisen befasst, darunter soziale Isolation und extreme Wetterereignisse, hat festgestellt, dass eine der am meisten übersehenen Auswirkungen des Klimawandels darin bestehen könnte, dass er die anhaltende Epidemie der Einsamkeit noch verschlimmert.</p><p>Jüngste Untersuchungen, die Dohertys Team in der ländlichen Region der Appalachen durchgeführt hat, haben gezeigt, auf welche Weise extreme Wetterereignisse soziale Aktivitäten noch weiter erschweren.</p><h2>Extreme Wetterbedingungen halten die Menschen auseinander</h2><p>Wenn die Außentemperaturen gefährlich hoch werden, ziehen sich die Menschen ins Haus zurück und halten sich in klimatisierten Räumen oder in der Nähe von Ventilatoren auf. Dies kann soziale Folgen haben.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/o-efeito-invisivel-do-calor-extremo-como-as-altas-temperaturas-estao-a-isolar-a-populacao-explicam-os-especialistas-1786370091604.jpg" data-image="s0jpau4sjdwe" alt="Sturm" title="Sturm"><figcaption>Manche Wetterereignisse können Menschen daran hindern, ihre Wohnungen zu verlassen.</figcaption></figure><p>Heftige Stürme und Überschwemmungen können das Reisen unsicher oder unmöglich machen und Menschen daran hindern, ihr Zuhause zu verlassen, Verwandte zu besuchen oder an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Diese Beeinträchtigungen können die alltäglichen zwischenmenschlichen Kontakte beeinträchtigen, die dazu beitragen, dass Menschen sich verbunden fühlen.</p><h2>Stromausfälle beeinträchtigen die Kommunikation</h2><p>Extreme Wetterereignisse können zudem die Kommunikationswege unterbrechen, die den Menschen helfen, in Verbindung zu bleiben. Schwere Stürme, Überschwemmungen, Winterwetter und extreme Hitze gehen oft mit Stromausfällen einher, wodurch die Bewohner unter Umständen wochenlang ohne Strom auskommen müssen.</p><p>Stromausfälle gehen oft mit Störungen der Internet- und Mobilfunkdienste einher, was die Kommunikation per SMS, Telefon, über soziale Medien oder per E-Mail gerade dann erschwert, wenn diese Verbindungen am dringendsten benötigt werden.</p><h2>Aufrechterhaltung sozialer Kontakte in Katastrophenfällen</h2><p>Da die globalen Temperaturen weiter steigen, wirkt sich der Klimawandel zunehmend auf den Alltag aus. Soziale Verbindungen sind von entscheidender Bedeutung – sowohl für die Bewältigung extremer Wetterereignisse als auch für die gemeinsame Unterstützung ganzer Gemeinschaften bei der Anpassung an diese Veränderungen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet">Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet-1787262165061_320.jpg" alt="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"></a></article></aside><p>Eine vielversprechende Lösung besteht darin, dass Städte und Gemeinden in Gemeinschaftszentren wie öffentliche Bibliotheken investieren oder neue Treffpunkte in den lokalen Gemeinschaften schaffen.</p><p>Diese Räume können das ganze Jahr über soziale Bindungen stärken, indem sie inklusive Angebote für lebenslanges Lernen bereitstellen, und gleichzeitig als Kühllokale und Zentren für Klimaresilienz dienen. Sie können Ressourcen bereitstellen, die den Bewohnern helfen, sich auf Katastrophen vorzubereiten, sowie Ladestationen für Mobiltelefone bei großflächigen Stromausfällen und Internetzugang, wenn andere Dienste nicht verfügbar sind.</p><p>In einer Zeit des sich beschleunigenden Klimawandels sind soziale Bindungen vielleicht das größte Kapital einer Gemeinschaft, gleichzeitig aber auch eine ihrer empfindlichsten Ressourcen, die es zu schützen gilt.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Doherty%2C%20F." data-year="" data-title="Climate%20change%20may%20be%20making%20us%20lonelier%3A%20How%20heat%20waves%20and%20extreme%20weather%20disrupt%20social%20connections%20everyone%20relies%20on" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.64628%2FAAI.gynpnk4c7">Doherty, F.. <a href="https://doi.org/10.64628/AAI.gynpnk4c7" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Climate change may be making us lonelier: How heat waves and extreme weather disrupt social connections everyone relies on</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-unsichtbaren-auswirkungen-extremer-hitze-experten-erklaren-wie-steigende-temperaturen-menschen-isolieren.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Der Regen war ein "Segen für die Waldbrände" - Kommt die Hitze nochmal zurück ins Rheinland?]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/der-regen-war-ein-segen-waldbraende-hitze-comeback-rheinland.html</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 14:58:02 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Endlich gab es den ersehnten Regen für das Rheinland, die Eifel und das Hohe Venn. Die großen Waldbrände sind damit endlich wieder unter Kontrolle und auch der Rheinpegel steigt wieder an. Entspannt sich damit die Lage nachhaltig oder kommt Hitze und Trockenheit zurück?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/der-regen-war-ein-segen-waldbraende-hitze-comeback-rheinland-1787395962331.jpeg" data-image="y6rc64qxgkpa" alt="Regen" title="Regen"><figcaption>Großes Aufatmen nach den vergangenen Regenfällen im Rheinland und der Umgebung</figcaption></figure><p>Nach der<strong> historischen Dürre mit Rekord-Niedrigwasser im Rhein</strong> und den großen <strong>Waldbränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn </strong>hat sich die Lage endlich entspannt. Glücklicherweise fielen genau über der Eifel und dem Hohen Venn mit <strong>die größten Regenmengen</strong> und sorgten bei den Rettungskräften und Anwohnern für ein Aufatmen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784915" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html" title="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?">München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html" title="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/munchen-nach-regen-unwetter-kommt-wieder-hitze-1787332632107_320.jpeg" alt="München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?"></a></article></aside><p>Dabei fiel in den <strong>vergangenen 72 Stunden</strong> (Stand Samstag) teilweise mehr Niederschlag als davor im ganzen bisherigen Sommer zusammen. In der<strong> Kölner Innenstadt </strong>gab es bei der Wetterstation des Autors dieses Artikels <strong>27 mm</strong> (entspricht Liter pro Quadratmeter) Regen seit Mittwoch, am <strong>Flughafen Köln/Bonn</strong> waren es sogar rund<strong> 63 mm</strong>. Im gesamten <strong>Juli 2026 fielen hier lediglich 5,7 mm </strong>Regen.</p><h2>Waldbrand im Hürtgenwald gelöscht</h2><p>In der Eifel und im Hohen Venn wurden verbreitet noch höhere Regenmengen gemessen. In <strong>Simmerath</strong> und <strong>Schleiden </strong>waren es in den letzten drei Tagen knapp <strong>70 mm</strong>, im <strong>Hohen Venn</strong> fielen laut Radaranalyse teilweise über <strong>100 mm Regen</strong>, ein wahrer <strong>Segen für die Waldbrandregionen.</strong></p><p>Einer der größten Waldbrände in der Geschichte Belgiens ist laut Behörden <strong>"vollumfänglich" unter Kontrolle</strong>. Nur im Osten des Hohen Venns wird weiter gegen die Flammen gekämpft. Das Feuer im Naturschutzgebiet nahe der Grenze zu Deutschland<strong> "dürfte sich nicht weiter ausbreiten, sofern die Wetterbedingungen ähnlich wie derzeit bleiben"</strong>, erklärten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Das Feuer in <a href="https://x.com/hashtag/H%C3%BCrtgenwald?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Hürtgenwald</a> ist gelöscht. Das teilte der Bürgermeister am Donnerstag (20.08.) mit. Vor einer Woche war der <a href="https://x.com/hashtag/Waldbrand?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Waldbrand</a> ausgebrochen. Es ist der größte in der Geschichte von <a href="https://x.com/hashtag/NRW?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#NRW</a>. Die letzten Einsatzkräfte können das Gebiet nun verlassen. Es ist bis auf weiteres <a href="https://t.co/oNoo6fsN0Y">pic.twitter.com/oNoo6fsN0Y</a></p>— RTL WEST (@RTLWEST) <a href="https://x.com/RTLWEST/status/2090701532970811599?ref_src=twsrc%5Etfw">August 21, 2026</a></blockquote></figure><p>In <strong>Hürtgenwald</strong> bei Aachen ist der größte Waldbrand der NRW-Geschichte vorbei und die<strong> letzten Feuer und Glutnester sind gelöscht</strong>. Zeitweise waren mehr als 1.800 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Polizei und weiteren Organisationen im Einsatz. </p><p>Durch den Regen hat sich auch der<strong> Rheinpegel wieder leicht erholt. </strong>Nach wochenlangen außergewöhnlich niedrigen Wasserständen stiegen die Pegel überall an. Zwar bleiben die<strong> Pegel weiterhin auf niedrigem Niveau</strong>, doch die aktuellen Prognosen zeigen für die kommenden Tage einen Aufwärtstrend. Bis Anfang der Woche könnte sich der<strong> Wasserstand in Köln wieder der Ein-Meter-Marke</strong> nähern, Mitte August wurde mit nur <strong>47 cm </strong>noch ein historischer Tiefststand erreicht.</p><h2>Sommerlich, aber wechselhaft</h2><p><strong>Und wie geht es jetzt beim Wetter weiter?</strong> Nachdem am Samstag noch einige Schauer für Regennachschub sorgen, bleibt der <strong>Sonntag</strong> im Rheinland bei einem Sonne-Wolken Mix überwiegend trocken und mit Werten <strong>um 20 Grad</strong> angenehm warm. Der <strong>Montag </strong>wird dann durchweg sonnig und trocken und bei <strong>20 bis 25 Grad</strong> wieder sommerlich warm.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784883" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027">„So ungemütlich wird der Winter": Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html" title="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309811902_320.jpg" alt="„So ungemütlich wird der Winter': Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027"></a></article></aside><p><strong>Ab Dienstag</strong> wird es zwar teilweise hochsommerlich warm weiter gehen mit Temperaturen von meist<strong> 25 bis 30 Grad</strong>. Dazu wird es aber auch <strong>häufig unbeständig </strong>mit Schauern und Gewittern. Bezüglich der zu erwartenden Regenmengen bestehen allerdings noch große Unsicherheiten, eine<strong> erneute lange Trockenphase</strong> ist aber glücklicherweise erstmal nicht mehr in Sicht.</p><ul></ul>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/der-regen-war-ein-segen-waldbraende-hitze-comeback-rheinland.html</guid><dc:creator><![CDATA[Markus Köss]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[München: kommt die Hitze nach dem Unwetter zurück?]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 07:45:33 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Am Freitag kam es zu starken Winden und stärkeren Regenfällen. Wichtig für die Landwirtschaft, sofern der Boden das Wasser aufnehmen kann. Doch wie geht es nun weiter?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/munchen-nach-regen-unwetter-kommt-wieder-hitze-1787332632107.jpeg" data-image="qd94344wid0i" alt="Regen, München" title="Regen, München"><figcaption>Mit Geduld im Regen stehen. Das hätte heute einigen von uns in München passieren können. Hoffentlich mit Regenschirm.</figcaption></figure><p><strong>Seit mehreren Stunden regnet es ziemlich stark in </strong><a href="https://www.daswetter.com/wetter_Munchen-Europa-Deutschland-Bayern--nxw-27076.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext"><strong>München</strong> </a>und es scheint nicht aufzuhören. Bis zu <strong>21 mm sind in den letzten 6 Stunden gefallen</strong>. Nach der Trockenheit in den letzten Wochen ist das kühle Nass vom Himmel natürlich ein Lichtblick für Landwirt*innen. In der Heftigkeit sickert der Regen jedoch nur schwerfällig in die Böden und könnte auf der einen oder anderen Wiese größere Pfützen hinterlassen haben. Was erwartet den Stadtstern des deutschen Südens nun nach diesen Regenfällen? </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="783959" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/massiver-temperaturdrop-in-munchen-hitze-geht-regen-bleibt.html" title="Massiver Temperaturdrop in München: Hitze geht, Regen bleibt!">Massiver Temperaturdrop in München: Hitze geht, Regen bleibt!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/massiver-temperaturdrop-in-munchen-hitze-geht-regen-bleibt.html" title="Massiver Temperaturdrop in München: Hitze geht, Regen bleibt!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/massiver-temperaturdrop-in-munchen-hitze-geht-regen-bleibt-1786884689927_320.jpg" alt="Massiver Temperaturdrop in München: Hitze geht, Regen bleibt!"></a></article></aside><h2>Hitze bringt Unwetter und weiteren Regen nach München</h2><p>Schauen wir auf den Wochenverlauf für den Regen, so soll es zumindest am morgigen Samstag noch leicht weiter Schauern. Der Wind weht weiterhin mit einer steiferen Brise mit Windspitzen bis zu 45 km/h, doch die Wolkendecke könnte teilweise schon aufreißen. <strong>Am Sonntag verschwindet der Regen dann komplett</strong>, es bleibt jedoch teilweise wolkig und die Temperaturen bleiben bei angenehmen 20 °C. Auch der Wind flaut wieder ab. </p><p>Zumindest für den Sonntag entspannt sich also die Lage in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Munchen-Europa-Deutschland-Bayern--nxw-27076.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">München</a> und sorgt für ein gediegenes Ende des etwas wilderen Wochenendes. Der Wochenstart bleibt dann meteorologisch unspektakulär - doch die Modelle zeigen eine interessante Wetterlage, die einen Umschwung nach <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Munchen-Europa-Deutschland-Bayern--nxw-27076.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">München</a> bringen könnte.</p><h3>Am Mittwoch springen die Temperaturen in München wieder nach oben</h3><p>Unser Großwetterlagenfrosch Dieter Donner hat wieder einen Blick auf den Jet-Stream gewagt. In den letzten Wochen hatte dieser eine weitestgehend zonale (also West-Ost ausgerichtete) Position. Nun schlägt er aber wieder eine Wellenform über dem südeuropäischen Kontinent und bringt potentiell warme Luft aus den südlichen Ländern nach Süddeutschland und <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Munchen-Europa-Deutschland-Bayern--nxw-27076.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">München</a> - zumindest kurzfristig.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/munchen-nach-regen-unwetter-kommt-wieder-hitze-1787333424953.jpg" data-image="w961qf7lv7qo" alt="Jet Stream, Wind, 850 hPa," title="Jet Stream, Wind, 850 hPa,"><figcaption>Der Jet-Stream schlägt am Mittwoch wieder in einer Wellenbewegung über den südeuropäischen Kontinent aus. Voraussichtlich könnte dies für höhere Temperaturen in Deutschlands Süden sorgen.</figcaption></figure><p>Schon am Mittwoch reagiert das Thermometer und die Temperaturen klettern auf 28 °C. <strong>Am darauf folgenden Donnerstag sehen wir maximale Temperaturen von 31 °C. </strong></p><h3>Hitze wird wohl schnell durch Gewitter aufgelöst</h3><p>Direkt für den Donnerstag und Freitag rechnen die Modelle dann jedoch schon mit erlösenden <strong>Gewittern</strong>. Die Winde werden etwas stärker mit Spitzengeschwindigkeiten von voraussichtlich 40 km/h - weniger stark als aktuell. Eine neue Hitzeperiode steht dementsprechend nicht vor der Tür. Die trockenen Böden profitieren jedoch von dem kurzen Gewitter, denn es ist begleitet durch weniger starke Regenfälle als am heutigen Freitag. Natürlich ist die Vorhersagezeit aktuell noch deutlich zu lang, insbesondere für den Regen, um genaueres zu sagen. Doch die Großwetterlage sieht vielversprechend dafür aus, dass zumindest die Hitze nicht langfristig bleibt.</p><p><strong>Ich wünsche Ihnen ein genauso abwechslungsreiches Wochenende wie das Wetter es vorgibt!</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/munchen-kommt-die-hitze-nach-dem-unwetter-zuruck.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Eine Abschwächung des atlantischen Meeresströmungssystems, der AMOC, könnte die globale Erwärmung beschleunigen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/eine-abschwachung-des-atlantischen-meeresstromungssystems-der-amoc-konnte-die-globale-erwarmung-beschleunigen.html</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 06:17:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Ein Strömungssystem im Atlantik, das das regionale Klima prägt und Nährstoffe im Ozean verteilt, fungiert laut neuer Forschungsergebnisse auch als Regulierungsmechanismus, der dazu beiträgt, die Temperaturen auf der ganzen Erde zu regulieren.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/un-debilitamiento-amoc-acelerar-el-calentamiento-global-1787033783062.jpg" data-image="uc875vozymqi"><figcaption>Archivbild, dient nur zur Veranschaulichung. Quelle: PXHERE.com</figcaption></figure><p>Eine Analyse der natürlichen Schwankungen der Stärke der atlantischen meridionalen Umwälzströmung (AMOC) in der Vergangenheit zeigt, dass in Zeiten, in denen die AMOC stark war, der Ozean und der Planet insgesamt Wärme verloren haben. Wenn die AMOC schwach war, haben der Ozean und der Planet insgesamt zusätzliche Wärme aufgenommen.</p><h2>Was ist die AMOC?</h2><p>Die AMOC (Atlantische Meridionale Umwälzströmung) ist ein riesiges System von Meeresströmungen, das wie ein riesiges Förderband funktioniert.</p><p>„Die AMOC wirkt wie ein Wärmventil, das den Energiehaushalt des Planeten reguliert“, sagte Christo Buizert, Paläoklimatologe an der Oregon State University und Hauptautor der Studie, die soeben in <em>Nature Geoscience</em> veröffentlicht wurde.</p><h2>Die Rolle der AMOC und ihrer Schwankungen</h2><p>Forschern ist seit langem bekannt, dass die AMOC eine wichtige Rolle bei der Wärmeverteilung durch die globalen Meeresströmungen spielt. Während die AMOC in den letzten 11.700 Jahren, seit dem Ende der letzten Eiszeit, stark geblieben ist, sagen viele Klimamodelle eine künftige Abschwächung der AMOC aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels voraus.</p><p>Laut Buizert, einem außerordentlichen Professor am College of Earth, Ocean, and Atmospheric Sciences der Oregon State University (OSU), würde diese Abschwächung der AMOC die globale Erwärmung noch verstärken. Die unmittelbarste Auswirkung dieser Abschwächung ist eine Abkühlung im Nordatlantik und den angrenzenden Regionen, einschließlich Grönlands.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/un-debilitamiento-amoc-acelerar-el-calentamiento-global-1787034024065.jpg" data-image="lwufvy23epd7"><figcaption>Die AMOC treibt warmes Oberflächenwasser von der Küste in Richtung der hohen Breitengrade. Dort trifft das Wasser auf starke Winde und niedrige Lufttemperaturen, wodurch es abkühlt und dichter wird. Dieses kalte, dichte Wasser sinkt in die Tiefen des Ozeans ab und wird anschließend wieder nach Süden transportiert, wodurch eine Zirkulation entsteht, die einem Förderband ähnelt. Illustration von Eric S. Taylor, © Woods Hole Oceanographic Institution</figcaption></figure><p>„Wenn wir jedoch den Blickwinkel erweitern und den Planeten als Ganzes betrachten, nimmt die Gesamtwärmemenge tatsächlich zu“, sagte Buizert.</p><p>Frühere Forschungen haben gezeigt, dass die AMOC während jeder der Eiszeiten der Erde, die zwischen vor 11.700 Jahren und vor 2,7 Millionen Jahren wiederholt auftraten, eine Reihe abrupter Veränderungen durchlief, die als Dansgaard-Oeschger-Ereignisse bekannt sind. Diese abrupten Veränderungen sind wahrscheinlich das beste Beispiel für klimatische „Kipppunkte“: kritische Schwellenwerte, die, sobald sie überschritten werden, plötzliche und potenziell irreversible Klimaveränderungen auslösen.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>In Zeiten, in denen die AMOC schwach war, führte eine plötzliche Abkühlung im Nordatlantik dazu, dass in Gebieten wie dem heutigen Europa, Grönland und New York deutlich kältere Temperaturen herrschten. Die vorherrschende wissenschaftliche Theorie ging davon aus, dass Wärme in die südliche Hemisphäre übertragen wurde – ein Phänomen, das als „bipolare thermische Wippe“ bekannt ist.<br><svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass es nicht lediglich zu einer Umverteilung der Wärme kommt, sondern dass die von den Ozeanen weltweit gespeicherte Wärmemenge tatsächlich netto zunimmt.</p><p>„Um dies in die richtige Perspektive zu rücken: Phasen der Abschwächung der AMOC während der letzten Eiszeit führten zu einer Erwärmung, die derjenigen entspricht, die heute durch 25 ppm Kohlendioxid verursacht würde. Das entspricht etwa den Emissionen des Menschen in zehn Jahren.“</p><p>Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, entwickelten die Forscher ein neues Analyserahmenwerk, bei dem sie Simulationen abrupter Veränderungen der AMOC auf der Grundlage von drei verschiedenen Klimamodellen nutzten. Über alle drei Modelle hinweg verfolgten sie, wie sich Wärme durch die Ozeane bewegt und wie viel Wärme der Planet insgesamt verliert oder gewinnt.</p><p>Der Ozean nimmt kontinuierlich Wärme aus dem Sonnenlicht auf, insbesondere in den Tropen. Wenn die AMOC stark ist, wird diese Wärme durch Meeresströmungen in Richtung Nordatlantik transportiert, wo sie durch einen als Tiefseekonvektion bezeichneten Prozess an die Atmosphäre abgegeben wird.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784463" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-schlagt-alarm-atlantik-wie-leergefegt-kommt-der-gro-e-hurrikan-knall-jetzt-erst.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Atlantik wie leergefegt – kommt der große Hurrikan-Knall jetzt erst?">Wetterforscher schlägt Alarm: Atlantik wie leergefegt – kommt der große Hurrikan-Knall jetzt erst?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-schlagt-alarm-atlantik-wie-leergefegt-kommt-der-gro-e-hurrikan-knall-jetzt-erst.html" title="Wetterforscher schlägt Alarm: Atlantik wie leergefegt – kommt der große Hurrikan-Knall jetzt erst?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-schlagt-alarm-atlantik-wie-leergefegt-kommt-der-gro-e-hurrikan-knall-jetzt-erst-1787127766544_320.jpg" alt="Wetterforscher schlägt Alarm: Atlantik wie leergefegt – kommt der große Hurrikan-Knall jetzt erst?"></a></article></aside><p>Die neue Studie ergab, dass sich diese Wärme bei einer Abschwächung der AMOC im Ozean, einschließlich des Nordatlantiks, ansammelt. Nur eine dünne Oberflächenschicht des Nordatlantiks kühlt sich ab, während sich der Rest des Ozeans erwärmt.</p><p>„Es ist, als würde der gesamte Ozean wie ein riesiger Wärmespeicher wirken“, sagte Buizert. Die AMOC fungiert als Ventil, das reguliert, wie viel von dieser Wärme entweichen kann.</p><h2>Positive Seite</h2><p>„Unsere Forschung zeigt zudem, dass die AMOC in einer wärmeren Welt tendenziell stabiler ist, was darauf hindeutet, dass diese Kipppunkte in Zukunft möglicherweise nicht eintreten werden“, sagte Buizert. „Der Klimawandel würde zwar zu einer künftigen Abschwächung der AMOC führen, doch könnte sie sich wieder erholen. Ein irreversibler Zusammenbruch der AMOC muss nicht eintreten. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um die künftige Stabilität der AMOC besser zu verstehen.“</p><p>Laut Buizert lassen sich die natürlichen Veränderungen, die in der Vergangenheit im AMOC stattfanden, nicht eins zu eins mit den aktuellen Klimaveränderungen vergleichen, doch je mehr Forscher über die Vergangenheit erfahren, desto besser können sie verstehen, wie die Zukunft aussehen könnte.</p><p>Es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die Rolle, die die sich verändernde AMOC bei den Wetter- und Klimamuster weltweit spielt, besser zu verstehen.</p><p>Quelle: <a href="https://news.oregonstate.edu/"><strong>Oregon State University</strong></a><a href="https://news.oregonstate.edu/" target="_blank"> </a></p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Christo%20Buizert%20et%20al" data-year="" data-title="Planetary%20energy%20budget%20during%20abrupt%20glacial%20climate%20events%20set%20by%20Atlantic%20Ocean%20heat%20valve%2C%20Nature%20Geoscience" data-url="https%3A%2F%2Fwww.nature.com%2Farticles%2Fs41561-026-02070-6">Christo Buizert et al. <a href="https://www.nature.com/articles/s41561-026-02070-6" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Planetary energy budget during abrupt glacial climate events set by Atlantic Ocean heat valve, Nature Geoscience</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/eine-abschwachung-des-atlantischen-meeresstromungssystems-der-amoc-konnte-die-globale-erwarmung-beschleunigen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[„So ungemütlich wird der Winter": Wetterforscher sieht milden Sturm- und Hochwasser-Winter 2026/2027]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 02:56:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erst knochentrockener Herbst, dann die große Kehrtwende: Die neuen Langfristkarten deuten auf einen extrem milden, klatschnassen und stürmischen Winter hin. Droht Deutschland ein echter Flut- und Orkan-Winter?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309811902.jpg" data-image="rswl46psyt4y" alt="winter 2026/27, kältewelle, CFS-Prognose" title="winter 2026/27, kältewelle, CFS-Prognose"><figcaption>Die neuste CFS-Prognose für den Winter 2026/27 ist da! Was erwartet uns in Deutschland?</figcaption></figure><p>Der Sommer ist noch nicht ganz Geschichte, da werfen die großen Langfristmodelle schon einen langen Schatten auf die kalte Jahreszeit – und was sich da abzeichnet, hat es in sich. Erst ein <strong>staubtrockener Herbst</strong>, dann ein Winter, der alles andere als klassisch kalt und weiß werden könnte.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Stattdessen deuten die Berechnungen auf einen <strong>extrem milden</strong> und zugleich <strong>klatschnassen</strong> Jahresausklang hin. Die entscheidende Frage lautet schon jetzt: Steuern wir auf einen echten <strong>Sturm- und Hochwasser-Winter</strong> zu?</p><h2>Trockener Start – der Herbst dreht am Wasserhahn</h2><p>Zunächst eine Entwarnung für alle Regenmuffel: Der <strong>Herbst 2026</strong> zeichnet sich in den aktuellen Karten für weite Teile Deutschlands <strong>zu trocken</strong> ab. Vom Rheinland bis nach Sachsen fehlt der große Niederschlag, dazu bleibt es meist <strong>eine Spur zu mild</strong>.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309435899.jpg" data-image="ymiun4q28fxe" alt="winter 2026/27, mildwinter, orkan" title="winter 2026/27, mildwinter, orkan"><figcaption>Der Winter 2026/27 könnte in vielen Teilen Europas deutlich "zu warm" ausfallen. </figcaption></figure><p>Für die Natur ist das nach dem heißen Sommer allerdings ein zweischneidiges Schwert. Die Böden sind vielerorts <strong>ausgedörrt</strong>, Grundwasser und kleine Flüsse haben sich kaum erholt. Ein <strong>regenarmer Oktober</strong> würde die Lage weiter verschärfen – bis der Winter das Ruder brutal herumreißt.</p><h4>Bis zu zwei Grad zu warm – wo bleibt der Winter?</h4><p>Und genau dann kippt das Bild komplett. Für die Monate <strong>Dezember, Januar und Februar</strong> rechnen die Modelle mit Temperaturen, die <strong>verbreitet ein bis zwei Grad über dem Mittel</strong> liegen – örtlich sogar noch mehr.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="783312" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-braut-sich-was-zusammen-dieser-wintermonat-konnte-uns-eiskalt-erwischen-trotz-rekordsommer.html" title="„Da braut sich was zusammen': Dieser Wintermonat könnte uns eiskalt erwischen – trotz Rekordsommer">„Da braut sich was zusammen": Dieser Wintermonat könnte uns eiskalt erwischen – trotz Rekordsommer</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/da-braut-sich-was-zusammen-dieser-wintermonat-konnte-uns-eiskalt-erwischen-trotz-rekordsommer.html" title="„Da braut sich was zusammen': Dieser Wintermonat könnte uns eiskalt erwischen – trotz Rekordsommer"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/da-braut-sich-was-zusammen-dieser-wintermonat-konnte-uns-eiskalt-erwischen-trotz-rekordsommer-1786522847484_320.jpeg" alt="„Da braut sich was zusammen': Dieser Wintermonat könnte uns eiskalt erwischen – trotz Rekordsommer"></a></article></aside><p>Für einen kompletten Winter ist das eine gewaltige Abweichung. Wer auf <strong>Schnee, Schlittschuhwetter und knackigen Frost</strong> hofft, dürfte enttäuscht werden. Der große Trend geht klar Richtung <strong>grüner, ungemütlich-milder Winter</strong>, bei dem der Winterdienst häufiger Pause hat als die Regenschirm-Industrie.</p><h4>Land unter? Der große Nass-Faktor</h4><p>Denn milde Luft bringt selten Trockenheit – im Gegenteil. Die Karten zeigen für den Winter <strong>verbreitet zu viel Niederschlag</strong>, teils <strong>deutlich über dem langjährigen Schnitt</strong>. Statt Pulverschnee gibt es dann eben Dauerregen von der Nordsee bis zu den Alpen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter-1787309615236.jpg" data-image="mgf00fzc8awz" alt="dezember, 2026 nass, ecmwf" title="dezember, 2026 nass, ecmwf"><figcaption>Das europäische Wettermodell ECMWF rechnet mit einem sehr nassen Dezember 2026. Dazu soll der Monat wie auch beim CFS-Modell der NOAA sehr warm werden. </figcaption></figure><p>Das weckt ungute Erinnerungen. Fallen große Regenmengen auf bereits gesättigte Böden, steigt die <strong>Hochwassergefahr</strong> rasant. Besonders an <strong>Rhein, Mosel, Main und Donau</strong> müsste man die Pegel dann sehr genau im Auge behalten – ein nasser Winter ist oft auch ein <strong>Flut-Winter</strong>.</p><h4>Sturmtief nach Sturmtief – die Atlantik-Peitsche</h4><p>Mild und nass zugleich – das hat meist einen klaren Absender: den <strong>Atlantik</strong>. Wenn die Tiefdruckgebiete auf der Autobahn Richtung Mitteleuropa Fahrt aufnehmen, bringen sie nicht nur Regen, sondern auch <strong>kräftigen Wind</strong>.</p><p>Ein solcher Winter bedeutet oft <strong>Sturmtief im Wochentakt</strong>, von rauen <strong>Orkanböen an den Küsten</strong> bis zu umstürzenden Bäumen im Binnenland. Für Bahn, Fährverkehr und alle mit Dachziegeln über dem Kopf wäre das eine echte Geduldsprobe – und deutlich spannender als so mancher ruhige Frostwinter früherer Jahre.</p><h2>Was jetzt schon sicher ist – und was nicht</h2><p>Bei aller Dramatik ist ein Punkt entscheidend: Eine <strong>Langfristprognose</strong> ist keine Vorhersage für den einzelnen Tag, sondern zeigt eine <strong>Tendenz</strong> über Wochen und Monate. Ob der erste Advent verregnet oder ausnahmsweise mal weiß wird, verrät sie nicht.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="783108" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/herbst-prognose-noch-mal-32-grad-dann-der-winter-schock-der-november-hat-es-in-sich.html" title="Herbst-Prognose: Noch mal 32 Grad – dann der Winter-Schock? „Der November hat es in sich'">Herbst-Prognose: Noch mal 32 Grad – dann der Winter-Schock? „Der November hat es in sich"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/herbst-prognose-noch-mal-32-grad-dann-der-winter-schock-der-november-hat-es-in-sich.html" title="Herbst-Prognose: Noch mal 32 Grad – dann der Winter-Schock? „Der November hat es in sich'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/herbst-prognose-noch-mal-32-grad-dann-der-winter-schock-der-november-hat-es-in-sich-1786431032687_320.jpg" alt="Herbst-Prognose: Noch mal 32 Grad – dann der Winter-Schock? „Der November hat es in sich'"></a></article></aside><p>Sicher scheint dagegen der große Rahmen: <strong>zu mild, zu nass, zu stürmisch</strong>. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass <strong>milde Nass-Winter</strong> immer mehr zum Normalfall werden. Den Schneeschieber lässt man also besser im Keller – <strong>Regenjacke</strong> und ein Blick auf die Pegelstände sind in diesem Winter vermutlich die klügere Wahl.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-ungemutlich-wird-der-winter-wetterforscher-sieht-milden-sturm-und-hochwasser-winter.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Was nützt eine frühe El-Niño-Prognose, wenn die am stärksten Gefährdeten trotzdem nicht handeln können?]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/was-nutzt-eine-fruhe-el-nino-prognose-wenn-die-am-starksten-gefahrdeten-trotzdem-nicht-handeln-konnen.html</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 16:23:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Es ist mittlerweile möglich, El Niño so weit im Voraus vorherzusagen, dass man sich auf seine Auswirkungen vorbereiten kann. Doch zwischen dem Wissen, dass ein Ereignis bevorsteht, und der Fähigkeit, sich davor zu schützen, klafft nach wie vor eine enorme Lücke. Daher steht im Jahr 2026 ebenso viel auf dem Spiel in sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht wie in meteorologischer Hinsicht.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/a-quoi-sert-de-prevoir-el-nino-plusieurs-mois-a-l-avance-si-les-plus-vulnerables-restent-sans-moyens-d-action-previsions-climatiques-1786866524042.jpeg" data-image="5c5sbz6yrr2e" alt="Die eigentliche Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, El Niño vorherzusagen, sondern die Vorhersage für diejenigen nutzbar zu machen, die am stärksten davon betroffen sind." title="Die eigentliche Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, El Niño vorherzusagen, sondern die Vorhersage für diejenigen nutzbar zu machen, die am stärksten davon betroffen sind."><figcaption>Die eigentliche Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, El Niño vorherzusagen, sondern die Vorhersage für diejenigen nutzbar zu machen, die am stärksten davon betroffen sind.</figcaption></figure><p>El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das mit Wechselwirkungen zwischen dem Pazifik und der Atmosphäre zusammenhängt. Es tritt in der Regel alle 2 bis 7 Jahre auf und kann 9 bis 12 Monate andauern.</p><p>Da sich diese Entwicklung relativ langsam vollzieht, haben die Gemeinden die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten.</p><h2>Vorausplanen, bevor die Krise eintritt</h2><p>Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie wird sich die Lage in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 voraussichtlich verschlechtern. Im südlichen Afrika, in Mittelamerika sowie in Teilen Asiens und des Pazifikraums könnte es zu trockeneren Bedingungen kommen, während am Horn von Afrika ein erhöhtes Risiko für Niederschläge und Überschwemmungen besteht.</p><p>Die WMO hat jedoch keine Hinweise darauf gefunden, dass der Klimawandel die Häufigkeit extremer El-Niño-Ereignisse erhöht. Andererseits verändert sich der thermische Hintergrund: Ein solches Ereignis kann die globale Temperatur, die aufgrund der vom Menschen verursachten Erwärmung bereits um etwa 1,4 °C gestiegen ist, um weitere 0,1 bis 0,2 °C erhöhen. Eine wärmere Atmosphäre kann zudem Starkregenereignisse in Gebieten verstärken, in denen El Niño feuchtere Bedingungen begünstigt.</p><h2>Die Märkte haben bereits begonnen zu reagieren</h2><p>Die Erwartungen im Zusammenhang mit El Niño reichen mittlerweile weit über die Wetterdienste hinaus: Die Finanzmärkte preisen die damit verbundenen Risiken bereits ein. Der Kakaopreis ist seit Anfang Juni um 37 % gestiegen, der für Arabica-Kaffee um 26 %, während australischer Weizen und indischer Reis aufgrund von Risiken, die sich auf die Ernten auswirken könnten, genau beobachtet werden.</p><p>In Indien weist die Monsunzeit bereits ein Defizit von mehr als 10 % auf, was mögliche Folgen für die Reis- und Zuckerproduktion haben könnte. Auch die Lieferketten sind gefährdet: Niedrigere Wasserstände könnten den Panamakanal erneut lahmlegen, wie es bereits während der Dürre von 2023–2024 der Fall war, während Kupferminen in Sambia anfällig für Dürre und in Chile für Überschwemmungen sind.</p><p>Daher kann ein und dasselbe Klimaphänomen je nach Region unterschiedliche Auswirkungen haben. Für Investoren werden diese Informationen zu einer wirtschaftlichen Variable; für gefährdete Bevölkerungsgruppen sollten sie in erster Linie als Instrument dienen, um Auswirkungen vorherzusehen und sich davor zu schützen.</p><h2>Aber Informationen allein bringen noch kein Essen auf den Tisch</h2><p>Für gefährdete Bevölkerungsgruppen sind die Folgen unmittelbarer. Das Welternährungsprogramm (WFP) schätzt, dass dieses Phänomen mindestens 49 Millionen Menschen zusätzlich in die Ernährungsunsicherheit treiben könnte. Der El-Niño-Zyklus 2015–2016 betraf mehr als 60 Millionen Menschen; in den Jahren 2023–2024 waren fast 68 Millionen Menschen von der Dürre im südlichen Afrika betroffen.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">El Niño-induced climate hazards pose high risks to <a href="https://x.com/hashtag/FoodSecurity?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#FoodSecurity</a>. <br><br>By disrupting rainfall and temperature patterns, <a href="https://x.com/hashtag/ElNi%C3%B1o?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#ElNiño</a> can strongly impact agriculture and rural livelihoods. <a href="https://x.com/FAO?ref_src=twsrc%5Etfw">@FAO</a> is working to mitigate its effects on vulnerable communities <a href="https://t.co/ffLT8grzCQ">https://t.co/ffLT8grzCQ</a> <a href="https://t.co/tMDELCRPnk">pic.twitter.com/tMDELCRPnk</a></p>— Food and Agriculture Organization (@FAO) <a href="https://x.com/FAO/status/2068724161644531728?ref_src=twsrc%5Etfw">June 21, 2026</a></blockquote></figure><p>Eine 2023 in <em>Science</em> veröffentlichte Studie zeigt zudem, dass große El-Niño-Ereignisse das Wirtschaftswachstum über mehrere Jahre hinweg beeinflussen können. Die Auswirkungen des Klimas können daher noch lange nach dem Ende des Ereignisses selbst Folgen haben.</p><h2>Prognosen in Handlungsfähigkeit umsetzen</h2><p>Genau darin besteht die Aufgabe vorausschauender Maßnahmen: einzugreifen, bevor Auswirkungen eintreten, wenn die Prognosen ausreichend zuverlässig sind und noch Zeit zum Handeln bleibt. Eine globale El-Niño-Prognose löst jedoch nicht automatisch Hilfsmaßnahmen aus. Die Auslösung hängt von lokalen Prognosen, vordefinierten Schwellenwerten und Mechanismen zur Freigabe von Ressourcen ab.</p><p>Die FAO und das WFP haben 22 Schwerpunktländer, darunter Madagaskar, ermittelt und wollen mit einem Spendenaufruf in Höhe von 202 Millionen US-Dollar 8,8 Millionen Menschen erreichen. Es fehlen jedoch noch 167 Millionen US-Dollar. Diese Mittel sind unerlässlich, um widerstandsfähiges Saatgut zu kaufen, die Viehbestände zu unterstützen, Wasser zu speichern, Ernten zu schützen und vor kritischen Zeiträumen Geldtransfers bereitzustellen.</p><h2>Ein paar Monate können den Lauf der Dinge verändern</h2><p>Bisherige Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung. Während des El-Niño-Ereignisses 2023–2024 leisteten die FAO und das WFP mehr als 3 Millionen Menschen Hilfe – und zwar bis zu 10 Monate früher als bei herkömmlichen Maßnahmen –, wodurch Verluste in Höhe von bis zu 3 US-Dollar pro investiertem Dollar verhindert werden konnten. Der Bericht schätzt sogar, dass durch vorausschauendes Handeln humanitäre Verluste in Höhe von bis zu 7 US-Dollar pro investiertem Dollar verhindert werden können.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet">Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet-1787262165061_320.jpg" alt="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"></a></article></aside><p>Die Logik ist einfach: Eine Familie, die vor der Aussaat das richtige Saatgut, vor einer Dürre Wasser oder vor einem Preisanstieg finanzielle Unterstützung erhält, kann ihre Existenzgrundlage sichern, anstatt ihr Vermögen verkaufen zu müssen, um zu überleben.</p><p>Was sollen wir also mit der Zeit anfangen, die uns die Wissenschaft verschafft? Eine Planung mehrere Monate im Voraus macht nur dann Sinn, wenn diese Zeit denjenigen zugutekommt, die über die geringsten Ressourcen zur Vorbereitung verfügen. Finanzierung, Organisation und gemeinsames Handeln müssen diese Vorlaufzeit in konkrete Ergebnisse umsetzen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Simon%20Mundy" data-year="2026" data-title="How%20will%20El%20Ni%C3%B1o%20hit%20the%20world%20economy%3F" data-url="https%3A%2F%2Fwww.ft.com%2Fcontent%2F4469e5f8-1839-45a5-9e1d-b63ea58b8763%3Fsyn-25a6b1a6%3D1">Simon Mundy. (2026). <a href="https://www.ft.com/content/4469e5f8-1839-45a5-9e1d-b63ea58b8763?syn-25a6b1a6=1" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">How will El Niño hit the world economy?</a>.</cite><br><cite data-author="WFP%2FFAO" data-year="2026" data-title="El%20Ni%C3%B1o%20FAO%E2%80%93WFP%20Joint%20Anticipatory%20Action%20Appeal%20June%202026%E2%80%93March%202027" data-url="https%3A%2F%2Fwww.fao.org%2Fnewsroom%2Fdetail%2Fel-nino-is-coming-here-is-where-the-risks-to-agriculture-are-highest%2Ffr">WFP/FAO. (2026). <a href="https://www.fao.org/newsroom/detail/el-nino-is-coming-here-is-where-the-risks-to-agriculture-are-highest/fr" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">El Niño FAO–WFP Joint Anticipatory Action Appeal June 2026–March 2027</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/was-nutzt-eine-fruhe-el-nino-prognose-wenn-die-am-starksten-gefahrdeten-trotzdem-nicht-handeln-konnen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Mehr als 3.700 Jahre alt und trägt immer noch Oliven: Die Geschichte des ältesten Olivenbaums Portugals]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/mehr-als-3-700-jahre-alt-und-tragt-immer-noch-oliven-die-geschichte-des-altesten-olivenbaums-portugals.html</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 10:51:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Es gibt Bäume, die jahrzehntelang oder jahrhundertelang gedeihen. Und dann gibt es uralte Olivenbäume – wahre lebende Zeitkapseln, die den Untergang ganzer Zivilisationen miterleben und dabei weiterhin Oliven tragen. Lernen Sie den Baum in Portugal kennen, der möglicherweise mehr als 3.700 Jahre alt ist.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/tem-mais-de-3-700-anos-e-ainda-produz-azeitonas-a-historia-da-oliveira-mais-antiga-de-portugal-1787143695958.jpg" data-image="a9r3vmo3pdvw"><figcaption>Oliveira do Peso, Herdade do Peso – Vidigueira. Bild: © Nuno Fox, Expresso (2023).</figcaption></figure><p>In Portugal gibt es Hunderte von Olivenbäumen, die mehr als 2.000 Jahre alt sind. Einige könnten sogar bereits 3.000 Jahre überschritten haben. Das geschätzte Alter dieser Olivenbäume wurde mithilfe einer wissenschaftlichen Methode ermittelt, die von Forschern der Universität Trás-os-Montes und Alto Douro (UTAD) entwickelt wurde und bei der die Merkmale des Stammes in eine Art biologische Uhr umgewandelt werden.</p><p>Lange Zeit galt der „Oliveira do Mouchão“ in Abrantes als der berühmteste. Im Jahr 2018 schätzte die UTAD sein Alter auf etwa 3.350 Jahre, was bedeutet, dass er bereits zur Zeit der Phönizier, Keltiberer und Römer existierte und Invasionen, Völkerwanderungen sowie tiefgreifende Veränderungen der Landschaft überstanden hat. Selbst nach Tausenden von Jahren rauer Witterung trug dieser berühmte Olivenbaum im Jahr 2022 noch immer Oliven.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/tem-mais-de-3-700-anos-e-ainda-produz-azeitonas-a-historia-da-oliveira-mais-antiga-de-portugal-1787143863651.jpg" data-image="s8m9jle74302"><figcaption>Oliveira do Mouchão, in Abrantes. Bild: © João Pinheiro, Wikimedia Commons.</figcaption></figure><p>Inzwischen tauchte ein noch älterer Anwärter auf. Auf der Herdade do Peso in Vidigueira steht der „Oliveira do Peso“, dessen Alter laut einer im Jahr 2021 durchgeführten Untersuchung auf mehr als 3.700 Jahre geschätzt wurde. Dieser Olivenbaum war sogar im Wettbewerb um den „Portugiesischen Baum des Jahres 2024“ nominiert und belegte dort den dritten Platz.</p><p>Laut einer Erklärung des Landguts geht seine Bedeutung über ein einzelnes Exemplar hinaus, da der „älteste antike Olivenbaum auf der Herdade do Peso“ auf einer Ebene steht, auf der sich „eine Gruppe von Olivenbäumen befindet, deren Gesamtalter 7.000 Jahre übersteigt“.</p><h2>So haben Forscher das Alter eines tausendjährigen Baumes berechnet</h2><p>Die von der UTAD entwickelte und bereits patentierte Methode basiert auf einem mathematischen Modell, das <strong>t</strong>das wahrscheinliche Alter des Baumes mit Merkmalen wie Durchmesser, Höhe und Stammumfang in Beziehung setzt. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Oliveiras Milenares konnten mithilfe dieser Methode mehrere Exemplare in Portugal und im Ausland untersucht und das Alter weiterer außergewöhnlicher Olivenbäume bestimmt werden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780549" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste.html" title="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste">Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste.html" title="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste-1785093550256_320.jpg" alt="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste"></a></article></aside><p>Beispiele hierfür sind der Olivenbaum in Santa Iria de Azóia (dessen Alter auf etwa 2.850 Jahre geschätzt wird) und der in Monsaraz (dessen Alter auf etwa 2.450 Jahre geschätzt wird). Es gibt noch weitere uralte Olivenbäume, die über das ganze Land verstreut sind, insbesondere südlich des Flusses Mondego, obwohl es auch weiter nördlich Beispiele gibt: Estremoz, Montemor-o-Novo, Lagoa, Beja, Vilamoura, Évora und im Serralves-Park (Porto).</p><p>Die UTAD gab bekannt, dass sie auch eingeladen worden sei, diese wissenschaftliche Forschungsmethode im Ausland anzuwenden, nachdem sie Olivenbäume in Spanien und Frankreich untersucht hatte, darunter Exemplare in Bordeaux, Girona, Málaga und auf der spanischen Insel Menorca. Auf Menorca wurde ein Baum zertifiziert, der mehr als 2.300 Jahre alt ist.</p><h2>Das Geheimnis der Langlebigkeit von Olivenbäumen</h2><p>Laut José Luís Louzada, einem Forscher an der UTAD, ist einer der Hauptgründe für ihre Langlebigkeit die außergewöhnliche Fähigkeit des Olivenbaums, sich zu verjüngen.</p><p>So hat ein <em>„Stammstück, egal wie alt es ist, die Fähigkeit, wieder auszutreiben“</em>, wodurch der Baum weiterhin <em>„Oliven tragen“</em> kann. Dieser Wissenschaftler führt die Langlebigkeit des Baumes unter anderem darauf zurück, dass es sich um eine Art handelt, die <em>„sehr gut an unser mediterranes Klima angepasst ist“.</em><em></em></p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/tem-mais-de-3-700-anos-e-ainda-produz-azeitonas-a-historia-da-oliveira-mais-antiga-de-portugal-1787144139359.jpg" data-image="prwe60a1v5po"><figcaption>Der Olivenbaum ist gut an das mediterrane Klima angepasst und vereint Widerstandsfähigkeit mit einer außergewöhnlichen Regenerationsfähigkeit.</figcaption></figure><p>In Portugal befinden sich diese Olivenbäume<em> „vor allem südlich des Mondego“</em> und können <em>„theoretisch“</em> <em>„ewig“</em> leben und damit das Alter unzähliger Generationen überdauern, die dasselbe Gebiet durchqueren.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Ema%20Gil%20Pires" data-year="2026" data-title="Portugal%20guarda%20centenas%20de%20oliveiras%20milenares%20%E2%80%94%20e%20uma%20pode%20ter%20mais%20de%203700%20anos" data-url="https%3A%2F%2Fpt.euronews.com%2F2026%2F08%2F17%2Fportugal-guarda-centenas-de-oliveiras-milenares-e-uma-pode-ter-mais-de-3700-anos">Ema Gil Pires. (2026). <a href="https://pt.euronews.com/2026/08/17/portugal-guarda-centenas-de-oliveiras-milenares-e-uma-pode-ter-mais-de-3700-anos" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Portugal guarda centenas de oliveiras milenares — e uma pode ter mais de 3700 anos</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/mehr-als-3-700-jahre-alt-und-tragt-immer-noch-oliven-die-geschichte-des-altesten-olivenbaums-portugals.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Unwetter-Wucht im Süden: Riesenhagel, Orkanböen, Tornado-Gefahr – Experte: „Jetzt wird's brenzlig"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig.html</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 09:28:18 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der Süden versinkt am Freitagnachmittag im Unwetter: stundenlanger Starkregen, Hagelkörner so groß wie Walnüsse, Orkanböen bis 120 km/h. Und die Wirbelstürme vom Mittwoch sitzen vielen noch in den Knochen.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xazk6sa"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xazk6sa.jpg" id="xazk6sa"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Es braut sich zusammen – und diesmal trifft es den <strong>Süden</strong> mit voller Wucht. Während in der Mitte und im Osten seelenruhig die Sonne scheint, schiebt sich am <strong>Freitagnachmittag</strong> eine feuchte, brodelnde Luftmasse über den Südwesten und Südosten der Republik. <strong>Starkregen</strong>, <strong>Hagel</strong> und <strong>Sturm</strong> – die Zutaten für einen brenzligen Nachmittag sind alle beisammen.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Wer im Süden lebt, sollte die nächsten Stunden <strong>draußen besser meiden</strong>. Denn was sich da über Baden-Württemberg und Bayern zusammenzieht, hat es in sich – und die Erinnerung an die verheerenden <strong>Tornados vom Mittwoch</strong> macht die Sache nicht eben ruhiger.</p><h2>Zwischen Bodensee und Oberpfalz: Hier wird es richtig ungemütlich</h2><p>Der Regen frisst sich stundenlang durch den Süden. Vom südlichen <strong>Baden-Württemberg</strong> und dem <strong>Allgäu</strong> weitet er sich über die Schwäbische Alb bis nach <strong>Oberbayern</strong> aus – womöglich sogar bis nach Mittelfranken und in die Oberpfalz. Gebietsweise fallen <strong>20 bis 40 Liter</strong> pro Quadratmeter, und das in nur sechs bis neun Stunden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig-1787304303774.jpg" data-image="d53wqr1o44nj" alt="starkregen, wetter, unwetter" title="starkregen, wetter, unwetter"><figcaption>Im Südosten drohen ab Freitagabend heftige Regenfälle durch schwere Gewitter.</figcaption></figure><p>Örtlich können es sogar <strong>mehr als 40 Liter</strong> werden – die Schwelle, ab der man offiziell von <strong>Unwetter</strong> spricht. Die Folgen kennt man: <strong>volllaufende Keller</strong>, überflutete Straßen und Unterführungen, die im Nu zur Falle werden. Zwischen Bodensee und Oberpfalz heißt es an diesem Freitag: Augen auf.</p><h3>Hagel um drei Zentimeter und Orkanböen bis 120 km/h</h3><p>Richtig ruppig wird es am <strong>Nachmittag und frühen Abend</strong> am Alpenrand und im Vorland. Von West nach Ost können kräftige <strong>Gewitter</strong> durchziehen – und die haben es faustdick hinter den Ohren. Im Extremfall drohen <strong>Hagelkörner um drei Zentimeter</strong>, so groß wie Walnüsse, dazu schwere Sturm- bis <strong>Orkanböen bis 120 km/h</strong>.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet">Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet.html" title="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/super-el-nino-ist-da-und-ausgerechnet-ein-alter-winter-verrat-was-uns-2026-2027-erwartet-1787262165061_320.jpg" alt="Super-El-Niño ist da – und ausgerechnet ein alter Winter verrät, was uns 2026/2027 erwartet"></a></article></aside><p>Auch <strong>Downbursts</strong> – heftige, lokal begrenzte Fallböen – sind mit von der Partie und können in Sekunden ganze Dächer abdecken und Bäume knicken. Selbst dort, wo kein Gewitter durchzieht, frischt der Westwind zum Abend spürbar auf: <strong>Böen der Stärke 8 bis 9</strong> fegen dann durchs Alpenvorland.</p><h3>Tornado-Gefahr? Ganz ausschließen lässt sich das nicht</h3><p>Und dann ist da noch das Reizwort, das nach dieser Woche allen im Kopf herumspukt: <strong>Tornado</strong>. Die gute Nachricht vorweg – das Risiko ist heute <strong>geringer</strong> als am verheerenden Mittwoch. Doch vom Tisch ist es nicht. Die Atmosphäre über dem Süden ist <strong>hochenergetisch aufgeladen</strong>, und das ist der gefährliche Nährboden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig-1787304410531.jpg" data-image="b53kwewyn7z9" alt="sturm, unwetter, gewitter" title="sturm, unwetter, gewitter"><figcaption>Schwerer Sturm ab Freitagnachmittag im Süden. Es drohen zahlreiche Gewitter und Unwetter.</figcaption></figure><p>Verantwortlich ist die sogenannte <strong>Windscherung</strong>: Dreht der Wind mit der Höhe kräftig, kann er Gewitterzellen in <strong>Rotation</strong> versetzen – und genau das ist die Zutat, aus der Wirbelstürme entstehen. „Einzelne Tornados lassen sich nicht komplett ausschließen", heißt es unter Fachleuten. Die Entwicklung sei <strong>„generell noch sehr unsicher"</strong>.</p><h3>Der Mittwoch als Mahnung: abgedeckte Dächer, ein Todesopfer</h3><p>Was solche Lagen anrichten können, hat der <strong>Mittwochabend</strong> auf brutale Weise vorgeführt. Gleich <strong>mehrere Tornados</strong> wurden bestätigt. In Fürstenwalde an der Spree deckte ein Wirbel ein <strong>komplettes Dach ab</strong> und ließ Bäume auf geparkte Autos krachen. Im hessischen Solms-Oberndorf wurden <strong>mindestens 60 Gebäude beschädigt</strong> – mehrere sind bis auf Weiteres unbewohnbar.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784395" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/der-sommer-schlagt-zuruck-nachste-blockadelage-im-anmarsch-im-september-wird-es-wieder-uber-30-grad.html" title="'Der Sommer schlägt zurück!' – Nächste Blockadelage im Anmarsch, im September wird es wieder über 30 Grad">"Der Sommer schlägt zurück!" – Nächste Blockadelage im Anmarsch, im September wird es wieder über 30 Grad</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/der-sommer-schlagt-zuruck-nachste-blockadelage-im-anmarsch-im-september-wird-es-wieder-uber-30-grad.html" title="'Der Sommer schlägt zurück!' – Nächste Blockadelage im Anmarsch, im September wird es wieder über 30 Grad"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/der-sommer-schlagt-zuruck-nachste-blockadelage-im-anmarsch-im-september-wird-es-wieder-uber-30-grad-1787083694614_320.jpg" alt="'Der Sommer schlägt zurück!' – Nächste Blockadelage im Anmarsch, im September wird es wieder über 30 Grad"></a></article></aside><p>Am tragischsten traf es den Norden von Rheinland-Pfalz: Dort <strong>starb eine 58-jährige Frau</strong>, als bei einem Spaziergang ein Baum auf sie stürzte. Ein Ausnahmephänomen sind solche Wirbel hierzulande übrigens nicht – die meisten werden zwischen Mai und September registriert, mit einem klaren <strong>Höhepunkt ausgerechnet im August</strong>.</p><h2>So gefährlich ist der Freitagnachmittag wirklich – meine Einordnung</h2><p>Im Endeffekt gilt: Der Süden bekommt heute die <strong>volle Breitseite</strong> ab – mit Starkregen als Hauptdarsteller, Riesenhagel und Orkanböen als brandgefährlichen Nebenrollen und einem <strong>Tornado-Restrisiko</strong>, das man ernst nehmen, aber nicht künstlich aufbauschen sollte. Ob die schwersten Gewitter am Alpenrand überhaupt zünden, entscheidet sich erst im Lauf des Nachmittags.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784722" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?">7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei.html" title="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/7-tage-regenwetter-ist-der-sommer-in-bremerhaven-und-bremen-vorbei-1787259477678_320.jpg" alt="7 Tage Regenwetter: Ist der Sommer in Bremerhaven und Bremen vorbei?"></a></article></aside><p>Mein Rat: Behalten Sie die <strong>Warnungen</strong> im Blick, meiden Sie bei Gewitter das Freie und halten Sie Abstand von Unterführungen und wackeligen Bäumen. Und die gute Nachricht zum Schluss – zur Nacht lässt der Spuk im Südosten rasch nach, der Samstag wird mit <strong>18 bis 21 Grad</strong> deutlich ruhiger. Nach diesem Nachmittag dürfte das für viele im Süden eine echte Erleichterung sein.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/unwetter-wucht-im-suden-riesenhagel-orkanboen-tornado-gefahr-experte-jetzt-wird-s-brenzlig.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Unwetter-Alarm in Süddeutschland: 50 Liter Regen und Orkanböen bis 120 km/h treffen jetzt den Alpenrand]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/am-alpenrand-droht-eine-gefaehrliche-wetter-eskalation-50-liter-regen-und-satte-orkanboeen-bis-120-km-h.html</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 09:11:16 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Am Alpenrand spitzt sich die heutige Wetterlage brisant zu: Lokal drohen 50 Liter Regen, Hagel und Orkanböen bis 120 km/h. Ein kleines Tief verschärft die Bedingungen für Alpine Unwetter. Die Gefahr von Muren und umstürzenden Bäumen steigt deutlich – dort kein Wanderwetter!</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/am-alpenrand-droht-eine-gefaehrliche-wetter-eskalation-50-liter-regen-und-satte-orkanboeen-bis-120-km-h-1787298554910.png" data-image="yv6xa5xjugoj" alt="ECMWF-Windfeld, Druckanstieg, Tief, Böen" title="ECMWF-Windfeld, Druckanstieg, Tief, Böen"><figcaption>Das ECMWF-Windfeld für heute Abend um 20 Uhr zeigt die brisante Entwicklung im Südosten: Mit dem Druckanstieg hinter dem Tief können die Böen sprunghaft zunehmen.</figcaption></figure><p>Im Süden braut sich heute eine gefährliche Doppel-Lage zusammen:<strong> Vom Hochrhein und Bodensee schiebt sich ein kräftiges Regengebiet über das Allgäu und Oberbayern bis nach Ostbayern</strong>. Dabei können selbst ohne Gewitter binnen weniger Stunden enorme Wassermengen fallen. Am Alpenrand droht später die nächste Eskalationsstufe: Einzelne Gewitter können Hagel, Regenfluten und Orkanböen bis 120 km/h bringen.</p><h2><strong>Die Atmosphäre ist im Südosten so nass wie ein nasser Schwamm</strong></h2><p>In der Luftsäule befinden sich regional bis zu 40 Millimeter niederschlagbares Wasser. Vereinfacht bedeutet das: <strong>Über jedem Quadratmeter steht rechnerisch Wasserdampf für bis zu 40 Liter Regen zur Verfügung.</strong> Diese Menge fällt nicht automatisch vollständig aus. </p><blockquote><p>Heute wird die feuchte Luft über längere Zeit zum Aufsteigen gezwungen. Dadurch entsteht kräftiger Hebungs- und Aufgleitniederschlag, der sich am Alpenrand zusätzlich stauen kann.</p> </blockquote><h2><strong>Warum sich der Regen so stark aufschaukelt</strong></h2><p><strong>Von Frankreich nähert sich in mehreren Kilometern Höhe ein Tiefdruckausläufer.</strong> Er wirkt wie ein atmosphärischer Fahrstuhl: Die feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und ein Teil des enthaltenen Wasserdampfs fällt als kräftiger Regen aus.</p><p><strong>Gleichzeitig bildet sich nördlich der Alpen ein kleines Tief.</strong> Während der Wind in den unteren Luftschichten aus Nordwesten bis Westen weht, strömt er weiter oben aus Südwesten. <strong>Dadurch gleiten die Luftmassen übereinander und der Aufstieg der feuchten Luft hält länger an. </strong>So können sich die Regenfälle immer wieder verstärken und über Stunden große Mengen bringen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784492" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-zeeland-nach-hitzesommer-bringen-schauer-und-wind-abkuhlung.html" title="Wetter Zeeland: Nach Hitzesommer bringen Schauer und Wind Abkühlung">Wetter Zeeland: Nach Hitzesommer bringen Schauer und Wind Abkühlung</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-zeeland-nach-hitzesommer-bringen-schauer-und-wind-abkuhlung.html" title="Wetter Zeeland: Nach Hitzesommer bringen Schauer und Wind Abkühlung"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-zeeland-nach-hitzesommer-bringen-schauer-und-wind-abkuhlung-1787139908281_320.jpg" alt="Wetter Zeeland: Nach Hitzesommer bringen Schauer und Wind Abkühlung"></a></article></aside><p>Gebietsweise werden innerhalb von sechs bis neun Stunden 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter erwartet. Lokal sind sogar rund 50 Liter möglich.<strong> Das Tückische: Diese Mengen können auch ohne Blitz und Donner fallen. </strong></p><div class="texto-destacado">Ein vermeintlich gewöhnlicher Dauerregen kann dadurch die Unwetterschwelle erreichen.</div><p>An steilen Berghängen kann das viele Wasser Geröll und Erdreich in Bewegung bringen. Damit steigt örtlich die Gefahr kleinerer Erdrutsche und Murenabgänge. Auch Bäche können innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen und Wege überfluten.</p><h2><strong>Plötzlicher Drucksprung kann den Wind entfesseln</strong></h2><p>Am Nachmittag und Abend zieht das kleine Tief ostwärts ab:</p><p><strong>Dahinter kann der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit deutlich steigen. Dieser Drucksprung könnte den West- bis Nordwestwind am Alpenrand abrupt beschleunigen. Selbst ohne Gewitter sind dann stürmische Böen oder Sturmböen möglich.</strong></p><p>Entstehen zusätzlich kräftige Gewitter, sind örtlich schwere Sturm- oder sogar <strong>Orkanböen bis 120 km/h</strong> nicht ausgeschlossen. Auch Hagelkörner um drei Zentimeter sind möglich. Die Windprognose bleibt allerdings unsicher: Einige Modelle zeigen eine heftige Entwicklung, andere berechnen deutlich schwächere Böen.</p><p>Unterhalb der Baumgrenze können kräftige Böen große Äste abbrechen oder einzelne Bäume entwurzeln. Auf offenen Höhen, Graten und ungeschützten Wegen drohen gefährliche Windstöße. <strong>Zusammen mit Starkregen, Gewittern und möglichen Muren ist das heute am Alpenrand ausdrücklich kein Wetter für Wanderungen oder Bergtouren am Nachmittag.</strong></p><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="de" dir="ltr"> Achtung <br><br>️ Unwettergefahr im SO: 2050 l/m², lokal Hagel um 3 cm<br><br> An den Alpen schwere Sturm- bis Orkanböen um 120 km/h möglich<br><br>️ W/NW: Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und Böen bis 70 km/h.<br><br>Alle Infos zum Wetter gibt es hier <br> <a href="https://t.co/dxKrUw1khu">https://t.co/dxKrUw1khu</a> <a href="https://t.co/zML3jVAASt">pic.twitter.com/zML3jVAASt</a></p>— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) <a href="https://x.com/MeteoredDE/status/2090680815906615321?ref_src=twsrc%5Etfw">August 21, 2026</a></blockquote></figure><h2><strong>Im Westen nur einzelne Gewitter</strong></h2><p>Abseits des süddeutschen Regenschwerpunkts bleibt das Wetter ebenfalls wechselhaft. I<strong>m Westen und Nordwesten entstehen einzelne Gewitter mit kleinem Hagel, Böen bis 70 km/h und lokal mehr als 25 Litern Regen in kurzer Zeit.</strong> Von der Mitte bis in den Nordosten bleibt es dagegen häufig trocken. Dort zeigt sich länger die Sonne, und die Temperaturen steigen auf 26 bis 27 Grad.</p><h2><strong>Kühleres Wochenende mit einzelnen Gewittern</strong></h2><p><strong>Am Samstag</strong> fließt deutlich kühlere Meeresluft ein. In der Mitte entstehen noch einzelne Schauer und Gewitter, während es im Süden zunehmend auflockert. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 18 und 24 Grad. <strong>Am Sonntag</strong> bleibt es vielerorts trocken. An den Küsten und im Nordosten sind jedoch weitere Schauer möglich; an der Ostsee drohen stürmische Böen bis 70 km/h.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/am-alpenrand-droht-eine-gefaehrliche-wetter-eskalation-50-liter-regen-und-satte-orkanboeen-bis-120-km-h.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Merkur ist näher an der Sonne, aber die Venus ist heißer: Das extreme Phänomen, das dieses Paradoxon erklärt]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/merkur-ist-naher-an-der-sonne-aber-die-venus-ist-hei-er-das-extreme-phanomen-das-dieses-paradoxon-erklart.html</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 06:37:02 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Die Antwort liegt nicht in der Entfernung zur Sonne, sondern in der Atmosphäre. Ein außer Kontrolle geratener Treibhauseffekt verwandelte die Venus in einen Ofen, in dem Temperaturen erreicht werden können, die höher sind als auf dem Merkur.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/mercurio-esta-mas-cerca-del-sol-pero-venus-es-mas-caliente-el-fenomeno-extremo-que-explica-esta-paradoja-1786116756810.jpg" data-image="p1nmdpi9caf7" alt="Sonnensystem" title="Sonnensystem"><figcaption>Ein außer Kontrolle geratener Treibhauseffekt verwandelte die Venus in einen Ofen, in dem Temperaturen erreicht werden können, die höher sind als auf dem Merkur.</figcaption></figure><p>Wenn man raten müsste, welcher Planet der heißeste im Sonnensystem ist, würde man wahrscheinlich den Merkur nennen. Schließlich ist er der Sonne am nächsten. Die richtige Antwort lautet jedoch Venus – ein Planet, der fast 50 Millionen Kilometer weiter entfernt um die Sonne kreist und dessen Oberflächentemperatur fast ständig bei etwa 464 °C liegt.</p><p>Die Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch liegt in einem Phänomen, das als „ausufernder Treibhauseffekt“ bekannt ist – ein Prozess, der die Venus in eine der extremsten Umgebungen im Sonnensystem verwandelt hat und uns zudem hilft zu verstehen, warum die Erdatmosphäre für die Aufrechterhaltung lebensfreundlicher Bedingungen so wichtig ist.</p><h2>Die Atmosphäre macht den Unterschied</h2><p>Merkur erhält viel mehr Sonnenenergie als die Venus, weist jedoch eine entscheidende Besonderheit auf: Er verfügt praktisch über keine Atmosphäre.</p><p>Das bedeutet, dass die von seiner Oberfläche aufgenommene Wärme schnell ins All entweicht, sobald er kein Sonnenlicht mehr erhält. Infolgedessen weist der Planet eine der größten Temperaturschwankungen im Sonnensystem auf. Tagsüber kann die Oberflächentemperatur 430 °C erreichen – eine Temperatur, die hoch genug ist, um Blei zum Schmelzen zu bringen. Nachts sinken die Temperaturen auf etwa -180 °C.</p><div class="texto-destacado">Die Venus hingegen ist von einer extrem dichten Atmosphäre umgeben, die zu 96 % aus Kohlendioxid besteht, einem der wichtigsten Treibhausgase.</div><p>Die Sonnenstrahlung durchdringt diese Atmosphäre und erwärmt die Oberfläche, die daraufhin Energie in Form von Infrarotstrahlung abgibt. Das Problem besteht darin, dass ein Großteil dieser Wärme durch die enorme Menge an Kohlendioxid zurückgehalten wird, sodass sie nicht ins All entweichen kann. Die Folge ist eine Oberflächentemperatur von etwa 464 °C, die sowohl tagsüber als auch nachts nahezu gleich bleibt.</p><h2>Von einem Planeten mit Wasser zu einem ewigen Feuerofen</h2><p>Wissenschaftliche Modelle deuten darauf hin, dass sich die Venus und die Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren viel ähnlicher waren als heute. Man geht davon aus, dass beide über beträchtliche Wasserreserven und ähnliche Mengen an Kohlendioxid verfügten.</p><p>Im Laufe der Zeit wurde die Sonne allmählich heller. Studien zufolge strahlt sie heute schätzungsweise etwa 40 % mehr Energie aus als in den Anfängen des Sonnensystems.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/mercurio-esta-mas-cerca-del-sol-pero-venus-es-mas-caliente-el-fenomeno-extremo-que-explica-esta-paradoja-1786116870648.jpg" data-image="zm5ihyxedilj" alt="Venus" title="Venus"><figcaption>Aufgrund der großen Menge an Kohlendioxid wird Wärme in der Atmosphäre der Venus zurückgehalten.</figcaption></figure><p>Dieser Anstieg begünstigte die Verdunstung des Oberflächenwassers auf der Venus. Da es keine Ozeane gab, die Kohlendioxid aufnehmen und speichern konnten, begann sich das Gas in der Atmosphäre anzureichern. Mit steigender Konzentration verstärkte sich der Treibhauseffekt, was zu einer noch stärkeren Erwärmung und Verdunstung führte.</p><div class="texto-destacado">Dadurch entstand ein Teufelskreis, der als „ausufernder Treibhauseffekt“ bekannt ist und von dem sich der Planet nie wieder erholt hat.</div><p>Heute ist der Luftdruck an der Oberfläche der Venus mehr als 90-mal so hoch wie auf der Erde. Um einen vergleichbaren Druck auf der Erde zu erleben, müsste man etwa 940 Meter unter die Meeresoberfläche tauchen.</p><h2>Der Treibhauseffekt tritt auch auf der Erde auf</h2><p>Obwohl er oft mit der globalen Erwärmung in Verbindung gebracht wird, ist der Treibhauseffekt an sich nichts Negatives. Tatsächlich ist er für das Leben unverzichtbar.</p><p>Die Erdatmosphäre enthält geringe Mengen an Kohlendioxid, Wasserdampf und Methan, die wie eine Decke wirken und einen Teil der von der Erdoberfläche abgegebenen Wärme zurückhalten.</p><div class="texto-destacado">Dank dieses Mechanismus liegt die Durchschnittstemperatur des Planeten bei etwa 15 °C. Ohne diese Gase würde sie auf etwa -18 °C sinken, und ein Großteil der Erde wäre weiterhin von Eis bedeckt.</div><p>Der Unterschied zur Venus liegt in der Intensität dieses Prozesses. Dort hat die enorme Konzentration an Kohlendioxid einen natürlichen Mechanismus in ein extremes System verwandelt, das die Temperaturen auf ein Niveau ansteigen ließ, das mit dem Vorhandensein von flüssigem Wasser unvereinbar ist.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780549" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste.html" title="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste">Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste.html" title="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/ist-die-venus-geologisch-aktiv-forscher-vermuten-junge-grabenbruche-in-der-kruste-1785093550256_320.jpg" alt="Ist die Venus geologisch aktiv? Forscher vermuten junge Grabenbrüche in der Kruste"></a></article></aside><p>Wissenschaftler gehen nicht davon aus, dass sich die Erde in Richtung eines Szenarios entwickeln wird, das dem der Venus ähnelt. Der durch menschliche Aktivitäten verursachte Anstieg der Treibhausgase verändert jedoch die Energiebilanz des Planeten und trägt zu einem anhaltenden Anstieg der globalen Temperaturen bei.</p><p>Die Venus dient daher als natürliches Labor, um zu verstehen, wie weit dieser Mechanismus gehen kann, wenn es keine Einschränkungen gibt. Ihre Geschichte zeigt, dass die Entfernung zur Sonne nicht immer ausschlaggebend für die Temperatur eines Planeten ist: In manchen Fällen ist die Atmosphäre die eigentliche treibende Kraft.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/merkur-ist-naher-an-der-sonne-aber-die-venus-ist-hei-er-das-extreme-phanomen-das-dieses-paradoxon-erklart.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item></channel></rss>