<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" version="2.0"><channel><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><description>News rund ums Wetter: Aktuelle Wetternachrichten - Informieren Sie sich hier über die aktuellsten Wetternachrichten für Deutschland und weltweit. News rund um das Wetter: Wir halten Sie auf dem Laufenden!</description><language>de</language><lastBuildDate>Wed, 09 Sep 2026 15:50:22 +0000</lastBuildDate><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 15:50:22 +0000</pubDate><atom:link href="https://www.daswetter.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[ Copyright 2026 Meteored ]]></copyright><image><url>https://www.daswetter.com/imagenes/logo_rss.png</url><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><width>144</width><height>144</height></image><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>6</sy:updateFrequency><item><title><![CDATA[Die aktuelle Phase ohne Atlantik-Hurrikane könnte Geschichte schreiben: Der ruhigste Start seit 60 Jahren]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-aktuelle-phase-ohne-atlantik-hurrikane-konnte-geschichte-schreiben-der-ruhigste-start-seit-60-jahren.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 13:13:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Bislang haben sich in diesem Jahr im Atlantik fünf Tropenstürme gebildet, die alle nur von kurzer Dauer waren. Hier erfahren Sie, warum die Saison bisher so ruhig verlaufen ist.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/atlantic-s-hurricane-free-streak-could-be-history-making-here-s-what-s-going-on-with-the-quietest-start-in-60-years-1788628257775.jpg" data-image="ygsuyn88h9su" alt="Satellit, 5. September" title="Satellit, 5. September"><figcaption>Auf den Satellitenbildern vom 5. September ist keine tropische Zyklonaktivität zu erkennen. Das gesamte Becken ist relativ klar, im Osten ist etwas Saharastaub zu sehen.</figcaption></figure><p>Während sich im Pazifik drei Hurrikane toben, herrscht im Atlantikbecken unheimliche Stille, obwohl sich der Höhepunkt der Hurrikansaison am 10. September nähert. </p><div class="texto-destacado">Es ist so ruhig, dass bald ein Rekord aufgestellt werden könnte. </div><p>Das späteste Datum, an dem jemals ein Hurrikan im Atlantik entstanden ist, ist der 12. September. Seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1966 gab es nur sieben Jahre, in denen es im September keinen Atlantik-Hurrikan gab. </p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Tropical Storm <a href="https://x.com/hashtag/Edouard?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Edouard</a> has made landfall in Louisiana with max winds of 60 mph. The Atlantic has yet to have a <a href="https://x.com/hashtag/hurricane?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#hurricane</a> this year. Only 7 seasons in satellite era (since 1966) have gone into September without an Atlantic hurricane. <a href="https://t.co/g2tyxhb2Qo">pic.twitter.com/g2tyxhb2Qo</a></p>— Philip Klotzbach (@philklotzbach) <a href="https://x.com/philklotzbach/status/2094876596142543232?ref_src=twsrc%5Etfw">September 1, 2026</a></blockquote></figure><p>Und laut dem National Hurricane Center ist am Morgen des 5. September für die nächsten sieben Tage keine Hurrikanaktivität zu erwarten. Damit würde der Atlantik den Zeitraum bis zum Stichtag vollständig abdecken. </p><p>Das bedeutet, dass es derzeit so aussieht, als würde dieses Jahr die späteste Hurrikanbildung seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnen.</p><h2>Schuld daran ist der bevorstehende, rekordbrechende El Niño</h2><p>Der entscheidende Faktor, der bislang zu einer ruhigen Hurrikansaison im Atlantik geführt hat, liegt eigentlich im Pazifik: El Niño. Dieses jüngste El-Niño-Ereignis wurde vor einigen Monaten ausgerufen und gewinnt weiter an Stärke. Aktuellen Modellrechnungen zufolge ist es auf dem besten Weg, das stärkste El-Niño-Ereignis seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/atlantic-s-hurricane-free-streak-could-be-history-making-here-s-what-s-going-on-with-the-quietest-start-in-60-years-1788628338719.jpg" data-image="js5epm4gibaj" alt="SST 5. September" title="SST 5. September"> <figcaption>Die Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik sind extrem hoch, da sich El Niño weiter verstärkt.</figcaption></figure><p>Während El-Niño-Ereignissen ist die Hurrikanaktivität im Atlantik häufig gedämpft. Dies liegt daran, dass diese Phase des ENSO-Zyklus die Windscherung im gesamten Becken verstärkt, d. h. die Änderung der Windrichtung mit zunehmender Höhe. Diese verstärkte Windscherung führt dazu, dass sich bereits entstandene Stürme auflösen. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787694" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?">Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788861392625_320.jpg" alt="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"></a></article></aside><p>Hinzu kommt, dass es bisher relativ wenige Wetterstörungen gab, die von Afrika herüberzogen sind und oft den Ausgangspunkt für tropische Stürme über dem Atlantik bilden.</p><h2>Die Lage kann sich schnell ändern, und die Menschen sollten weiterhin vorbereitet sein</h2><p>Bislang gab es in diesem Jahr im Atlantik nur fünf benannte Stürme. Zwar waren alle nur von kurzer Dauer und entwickelten sich nicht zu Hurrikanen, doch drei von ihnen brachten heftigen Regen und Stürme an Land, darunter Arthur und Edouard.</p><div class="texto-destacado">Die Hurrikansaison dauert jedoch bis in den November hinein, und die Wetterbedingungen könnten sich so ändern, dass günstigere Voraussetzungen für Gewitter entstehen, die sich zu tropischen Stürmen oder Hurrikanen entwickeln könnten.</div><p>Einer der wichtigsten Faktoren sind die steigenden Temperaturen im westlichen Atlantik und im Golf von Mexiko, die zur Entstehung dieser Gewitter beitragen könnten. </p><p>Es ist wichtig zu beachten, dass in jedem seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten El-Niño-Jahr mindestens ein Hurrikan entstanden ist. Daher sollten Küstengebiete und ihre Bewohner darauf achten, sich weiterhin wie gewohnt auf die Hurrikansaison vorzubereiten, da diese bis zum 30. November andauert.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-aktuelle-phase-ohne-atlantik-hurrikane-konnte-geschichte-schreiben-der-ruhigste-start-seit-60-jahren.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[November-Hammer: Regen-Wende oder früher Wintereinbruch? Meteorologe: „Die Karte leuchtet komplett"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 12:25:27 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Nach Wochen der Dürre die spannende Wende? Neue Wettermodelle zeigen eine glasklare Tendenz für November – Regen, Wärme oder früher Schnee in den Bergen? Die Antwort überrascht.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett-1788956639372.jpg" data-image="h1p5zeom026y" alt="wetter, november, nebel" title="wetter, november, nebel"> <figcaption data-lt-tmp-id="lt-743737" >Welches Wetter bringt uns der November 2026 nach Deutschland?</figcaption></figure><p><br>Der Sommer 2026 hat tiefe Spuren hinterlassen: <strong>staubtrockene Böden</strong>, niedrige Flusspegel und eine <strong>Dürre</strong>, die sich hartnäckig bis in den September zieht. Millionen Menschen fragen sich jetzt nur eines: Kommt endlich der <strong>große Regen</strong>?</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Ausgerechnet der <strong>November</strong> – von vielen als grauer, langweiliger Monat verkannt – könnte die entscheidende Antwort liefern. Denn kaum ein anderer Monat prägt den Charakter des nahenden Winters so stark wie dieser oft unterschätzte Wackelkandidat zwischen Herbst und Kälte.</p><h2>Warum der November der heimliche Star unter den Wettermonaten ist</h2><p>Der November ist ein <strong>Umstellungsmonat</strong> – meteorologisch gesehen die große Weiche. Die stabilen Hochdruckgebiete des goldenen Herbstes brechen auf, und über dem Atlantik erwacht die <strong>Frontalzone</strong>. Das bedeutet: Tiefdruckgebiete nehmen wieder Fahrt Richtung Mitteleuropa auf.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett-1788956370847.jpg" data-image="bj0ofox1tgz0" alt="november,wetter, deutschland" title="november,wetter, deutschland"><figcaption>Der November 2026 könnte, wen wunderts, mal wieder ein "zu warmer" Monat werden laut europäischem Wettermodell. </figcaption></figure><p>Genau hier liegt die Chance für die ausgedörrten Landschaften. Die aktuellen Modelle von <strong>ECMWF</strong> und <strong>NOAA</strong> deuten an, dass der November nach dem knochentrockenen September und dem durchschnittlichen Oktober <strong>eher zu nass</strong> ausfallen könnte. Der ersehnte Regen rückt also tatsächlich näher – wenn auch mit Ansage, nicht mit Garantie.</p><h4>Regen-Comeback: Was ECMWF und NOAA jetzt wirklich rechnen</h4><p>Ein Blick auf die neue <strong>SEAS5-Karte des ECMWF</strong> (siehe Grafik) macht es unmissverständlich: Für den <strong>November 2026</strong> leuchtet nahezu ganz Deutschland in Gelb- und Orangetönen. Das bedeutet eine Abweichung von rund <strong>+0,5 bis +1,5 Grad</strong> über dem langjährigen Mittel – am kräftigsten im <strong>Süden und an den Alpen</strong>. Ein Kältesignal? <strong>Fehlanzeige</strong> – kein einziger blauer Fleck auf der Karte.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p>Beim Niederschlag aber kippt die Tendenz: weg von der Dürre, hin zu <strong>wechselhaftem, nassem Wetter</strong>. Das ist die gute Nachricht für Land- und Forstwirtschaft. Die schlechte: Ein einzelner nasser November löscht keine monatelange Trockenheit einfach aus. Die tiefen Bodenschichten bleiben ein Sorgenkind – die <strong>Dürre wird gelindert, nicht beendet</strong>.</p><h2>Früher Wintereinbruch? Das sagen die Berge</h2><p>Und was ist mit dem <strong>ersten Schnee</strong>? Viele Wintersportler und Skigebiete sehnen einen frühen Wintereinbruch herbei. Tatsächlich liegen die Zutaten dafür theoretisch auf dem Tisch: Kurze <strong>Kaltlufteinbrüche</strong> können in den <strong>Alpen und Mittelgebirgen</strong> schon im November zu ersten Schneeflocken und Nachtfrösten führen.</p><p>Doch Vorsicht vor zu viel Euphorie. Die Grundtendenz der Modelle bleibt <strong>mild und atlantisch geprägt</strong> – die SEAS5-Karte belegt es eindrücklich. Ein nachhaltiger, früher Vollwinter mit tief herabreichender Schneedecke bis ins Flachland ist im aktuellen Signal nicht zu erkennen. Eher gilt: oben weiß angezuckert, unten grau und nass.</p><h4>Der große Unsicherheitsfaktor – warum kein Meteorologe garantieren kann</h4><p>Bei aller Spannung ist <strong>ehrliche Einordnung</strong> Pflicht. Saisonprognosen sind keine Wettervorhersage, sondern grobe Tendenzen. Vor allem das amerikanische <strong>CFS-Modell</strong> gilt als notorisch <strong>launisch</strong>: Es kann seine Berechnungen binnen Wochen um 180 Grad drehen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786474" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit.html" title="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit">„Verdächtig ruhig über dem Atlantik" – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit.html" title="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/verdachtig-ruhig-uber-dem-atlantik-und-ein-riese-im-pazifik-schreibt-schon-an-unserem-winter-mit-1788204334290_320.jpg" alt="„Verdächtig ruhig über dem Atlantik' – und ein Riese im Pazifik schreibt schon an unserem Winter mit"></a></article></aside><p>Entscheidend werden am Ende Faktoren wie der Zustand des <strong>Polarwirbels</strong> und die <strong>Nordatlantische Oszillation (NAO)</strong> sein. Bricht der Polarwirbel, kann es blitzschnell eisig werden. Bleibt er stabil, dominiert mildes Westwetter. Wer im September felsenfest einen Eiswinter ausruft, betreibt Kaffeesatzleserei – seriös ist derzeit nur eine <strong>Tendenz</strong>, keine Prognose.</p><h2>Das Fazit: Spannung pur bis zum letzten Herbsttag</h2><p>Fassen wir zusammen: Der <strong>verkannte November</strong> könnte zum heimlichen Helden dieses Wetterjahres werden. Die Modelle deuten die <strong>Rückkehr des Regens</strong> an, dazu bleibt es überwiegend <strong>mild</strong> – mit der realistischen Chance auf erste <strong>Schnee-Grüße</strong> in den Hochlagen von Alpen und Mittelgebirgen.</p><p>Ein früher Jahrhundertwinter? Unwahrscheinlich. Ein ordentlicher Dürre-Dämpfer und ein spannendes Auf und Ab? Sehr wahrscheinlich. Eines ist sicher: Langweilig wird dieser November garantiert nicht. Wir behalten die Entwicklung Tag für Tag für Sie im Blick – und melden uns, sobald die Modelle nachlegen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/november-hammer-regen-wende-oder-fruher-wintereinbruch-meteorologe-die-karte-leuchtet-komplett.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:58:59 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der September in Hamburg startete mit Regen und spielt schon damit die Statistik von 10 Regentagen im September zu reißen. Die aktuelle Großwetterlage scheint jedoch etwas dagegen zu haben.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788944198908.jpg" data-image="1hkr3p7c6hye" alt="Jet Stream, Wind, 300 hPa" title="Jet Stream, Wind, 300 hPa"><figcaption>Ab nächster Woche Montag formt der Jet-Stream einen Ausschlag Richtung Norden über Deutschland. Oft geht dies mit Hochdruckgebieten südlich des Ausschlages einher. Ein Indikator für gutes Wetter in Deutschland und Hamburg.</figcaption></figure><p>Ein sattes und nüchternes "Moin!" an alle Hamburger*innen! Der Septemberstart hatte den klassischen <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburger </a>Beigeschmack. Wechselhaftes Wetter mit Sprühregen steht seit einigen Tagen auf der Menükarte der Wetterküche. Auch am heutigen <strong>Mittwoch bleibt der Regen nicht aus</strong> und kommt pünktlich zur Feierabendzeit um 17.00 Uhr nach <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a>. Zwar fällt der Regen nur leicht aus, aber bei den Spitzengeschwindigkeiten von Alsterrundradler*innen führt es wahrscheinlich trotzdem zur nassen Jeans. <strong>Statistisch gesehen sollte es nach dieser Woche jedoch trockener werden.</strong> Zwei Gründe sprechen dafür: im September regnet es im Mittel an 10 bis 11 Tagen vom gesamten Monat und der <strong>Altweibersommer könnte für stabileres Wetter sorgen</strong>.</p><h2>Statistik und Altweibersommer: Hält sich Hamburg an die "Wetterregeln"?</h2><p>Da <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> jetzt schon nah an der Statistik von 10 bis 11 Regentagen kratzt, könnte man vermuten, dass es trockenes Wetter wahrscheinlicher wird. Auch der Altweibersommer steht vor der Tür. Vertraut man dem Mythos des Altweibersommers, so müsste sich um die Septembermitte trockeneres Wetter einstellen. Wertet man die Statistik zum Mythos aus, <strong>so sprechen Meteorolog*innen tatsächlich von einer Singularität</strong>; also einer Wetterlage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes Jahr zu einer ähnlichen Zeit mit einem ähnlichen Muster wiederkehrt. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787694" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?">Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html" title="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788861392625_320.jpg" alt="Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?"></a></article></aside><p><br>Im Falle des Altweibersommers handelt es sich dabei um ein blockierendes Hochdrucksystem über Mitteleuropa, was Tiefdruckgebiete ablenkt. Das sorgt für sonnige, trockene Tage mit Temperaturen oft über 20 Grad, während die Nächte aufgrund des klaren Himmels bereits stark abkühlen und morgens Nebel bilden. </p><h3>Großwetterlage spricht für Altweibersommer und verspricht trockene Tage in Hamburg</h3><p>Mit einem halben Auge schielt der Großlagenwetterfrosch Dieter Donner auf die Jet-Stream Position (siehe erstes Bild), um eine Ahnung zu erhaschen, ob der Altweibersommer nach <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> kommt. Während die restliche Woche in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> noch wechselhaft bleiben soll und zumindest zum Sonntag nochmal stärker der Regen erwartet wird, so könnte es ab nächster Woche wirklich zu trockeneren Temperaturen kommen. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/gro-wetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet-1788945390364.jpg" data-image="87tizg3g42g7" alt="Regen, Sonntag, Hamburg" title="Regen, Sonntag, Hamburg"><figcaption>Am Sonntag kommt es in Hamburg vermutlich noch einmal zu Regen. Anschließend könnte es (außer am darauffolgenden Mittwoch) zu trockeneren Wetterlagen kommen.</figcaption></figure><p><br>Am Montag formt der Jet-Stream einen nördlichen Wellenausschlag. Südlich von dieser Welle befinden sich oft stabile Hochdruckgebiete und genau dort befindet sich Deutschland in der kommenden Woche. Bildet sich der Jet-Stream also wirklich in dieser Form aus, spricht einiges für trockene Tage in <a href="https://www.daswetter.com/wetter_Hamburg-Europa-Deutschland-Hamburg--nxw-26706.html" data-mrf-recirculation="cuerpo_intext">Hamburg</a> und Deutschland für die kommende Woche. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787247" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?">Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt-1788607798337_320.jpg" alt="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"></a></article></aside><p><br>Dies zeigt sich auch in den Modellvorhersagen für Hamburg. Lediglich am Mittwoch, den 16.09.26 ziehen dort noch einmal Regenwolken auf. Anschließend bleibt es trocken mit Temperaturen um die 20 °C und kühlen Nächten. Also ganz so wie in dem Mythos des Altweibersommers. Ob Hamburg bis dahin die Regenstatistik von zehn Tagen gerissen hat, bleibt jedoch noch eine offene Frage. </p><p><strong>Ich wünsche Ihnen in der kommenden Woche keine größeren Ausreißer aus der Statistik, es sei denn, sie sind von positiver Natur.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/grosswetterlage-bringt-hamburg-hoch-altweibersommer-zur-septembermitte-erwartet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Warum Menschen beim Sprechen einem uralten biologischen Rhythmus folgen, den es auch im Tierreich gibt]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:41:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Was hat menschliches Sprechen mit dem Ruf einer Feldlerche oder den Signalen eines Seebären zu tun? Erstaunlich viel! Beide folgen einem zeitlichen Muster, das offenbar tief in der Biologie verankert ist. </p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534889563.jpg" alt="Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich?" title="Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich?"><figcaption>Unterscheidet sich die menschliche Sprache womöglich gar nicht so sehr von der Kommunikation im Tierreich? Bild: Vitaly Gariev/Unsplash</figcaption></figure><p>Menschen sprechen unterschiedliche Sprachen, mit völlig verschiedenen Lautsystemen, Wörtern und grammatischen Regeln. Doch diese kulturelle Vielfalt basiert offenbar auf einem ähnlichen biologischen Takt: Ein typischer Sprechabschnitt samt anschließender Pause dauert etwa zwei Sekunden lang.</p><p>Diesen untersuchte nun eine neue Studie von Forschenden des Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Regensburg und der Aix-Marseille-Universität. Für die Analyse wurden Sprachaufnahmen aus 48 Sprachen von allen bewohnten Kontinenten ausgewertet – und anschließend mit Kommunikationssignalen verschiedener Tierarten verglichen, und zwar von Säugetieren, Vögeln und sogar Fischen.</p><h2>Rhythmus für Menschen – und Tiere</h2><p>Herausragend dabei ist die neue Sicht auf die menschliche Sprache. Die Forschenden betrachteten nicht einzelne Laute oder Silben, sondern das sogenannte <strong>Inter-Onset-Intervall</strong>: einen zusammenhängenden Sprechabschnitt mit der darauffolgenden Pause. Das Maß wird auch in der Forschung zur tierischen Kommunikation verwendet und macht deshalb den direkten Vergleich möglich.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534902425.jpg" alt="Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können." title="Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können."><figcaption>Wissenschaftler denken, dass der Kommunikation kognitiv und körperlich Grenzen gesetzt sind, wodurch Sprechabschnitte naturgemäß nicht länger als zwei Sekunden dauern können. Bild: Vitaly Gariev/Unsplash</figcaption></figure><p>Mehr als 100.000 dieser Intervalle wurden untersucht. Das Resultat war bemerkenswert stabil: Über die 48 Sprachen hinweg lag ihre typische Dauer bei rund zwei Sekunden. Ob Menschen eine Sprache aus einer bestimmten Sprachfamilie sprechen oder sich hinsichtlich ihrer individuellen Sprechweise unterscheiden, änderte an dem Grundmuster nur wenig.</p><p>Gerade der Vergleich mit kleineren sprachlichen Einheiten macht das Ergebnis interessant. Silben können sich zwischen Sprachen erheblich unterscheiden. Der übergeordnete Sprechrhythmus dagegen scheint einheitlich zu sein. Offenbar gibt es <strong>körperliche und kognitive Grenzen</strong>, die auch die menschliche Kommunikation einhält.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534912048.png" alt="Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause." title="Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause."><figcaption>Darstellung eines Interonset-Intervalls (IOI), definiert als der Zeitraum zwischen einer Interpausen-Einheit (IPU) und einer darauf folgenden Sprachpause. Bild: Burchardt, Paschen & Fuchs, 2026</figcaption></figure><p>Noch überraschender wurde es beim Blick auf andere Arten. Der menschliche Sprechrhythmus liegt innerhalb der zeitlichen Bandbreite, die auch für Kommunikationssignale des südafrikanischen Seebären, des Meerraben – eine tiefe Laute produzierende Fischart – und der Feldlerche beschrieben wurde.</p><p>Daraus folgt aber nicht, dass Menschen und Tiere auf dieselbe Weise kommunizieren. Die Studie zeigt vielmehr eine Gemeinsamkeit auf einer grundlegenderen Ebene: Kommunikation muss offenbar mit biologischen Taktgebern zurechtkommen, die über die menschliche Sprache hinausreichen.</p><p>Eine mögliche Erklärung liegt in der <strong>Atmung</strong>. Sie begrenzt, wie lange ein Mensch ohne Unterbrechung sprechen kann, und könnte damit auch die zeitliche Struktur von Äußerungen prägen. </p><p>Hinzu kommen möglicherweise die Kapazitäten des <strong>Arbeitsgedächtnisses</strong>. Denn auch die Verarbeitung und Planung sprachlicher Information ist nicht unbegrenzt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt-1788534918446.png" alt="Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot)." title="Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot)."><figcaption>Vergleich von menschlichen Sprachdaten (blau) mit denen dreier anderer Arten: der Meerrabe, ein Fisch (blau), der südafrikanische Seebär, ein Säugetier (orange) und die Feldlerche als Vogel (rot). Bild: Burchardt, Paschen & Fuchs, 2026</figcaption></figure><p>„Wenn man den Sprechrhythmus so berechnet, wie das häufig in der tierischen Kommunikation untersucht wird, zeigen sich deutlich weniger Unterschiede zwischen den untersuchten Sprachen, als man es von kleineren sprachlichen Einheiten wie Silben kennt“, sagt Susanne Fuchs, Senior Researcher am ZAS Berlin und Mitautorin der Studie. „Dies legt nahe, dass hier biologische Faktoren eine wichtige Rolle spielen.“</p><h2>Sprache ist kulturell – ihr Takt vielleicht nicht</h2><p>Die Studie behandelt damit eine zentrale Frage der Sprachwissenschaft. Sprache gilt als eine der herausragenden Fähigkeiten des Menschen und ist zugleich tief von Kultur geprägt. Doch ihre zeitliche Organisation könnte teilweise auf körperlichen Gegebenheiten beruhen, die Menschen mit anderen Tieren teilen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="758538" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt.html" title="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt">Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt.html" title="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/umfrage-verrat-es-das-ist-die-freundlichste-sprache-der-welt-1773305459777_320.jpeg" alt="Umfrage verrät es: Das ist die freundlichste Sprache der Welt"></a></article></aside><p>Ludger Paschen, Mitherausgeber des verwendeten Language Documentation Reference Corpus (DoReCo), hebt zudem hervor, dass Sprachaufnahmen weniger erforschter Sprachen für grundlegende Forschungsfragen neu genutzt werden können.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780797" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab.html" title="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab">Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab.html" title="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/das-verlorene-goldene-zeitalter-zehntausende-sprachen-pragten-einst-die-welt-dann-nahm-ihre-zahl-wieder-ab-1785203069342_320.jpg" alt="Das verlorene Goldene Zeitalter: Zehntausende Sprachen prägten einst die Welt – dann nahm ihre Zahl wieder ab"></a></article></aside><p>Die in den <em>Annals of the New York Academy of Sciences</em> veröffentlichte Studie eröffnet damit einen ungewöhnlichen Blick darauf, dass der menschliche Sprachrhythmus weniger ein einzigartiges kulturelles Produkt sein könnte als bisher angenommen – und stärker dem Takt der Biologie folgt.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Burchardt%2C%20L.%20S.%2C%20Paschen%2C%20L.%2C%20%26%20Fuchs%2C%20S" data-year="2026" data-title="Rhythm%20Across%20Species%3A%20Situating%20Human%20Speech%20in%20a%20Comparative%20Framework.%20Annals%20of%20the%20New%20York%20Academy%20of%20Sciences" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1111%2Fnyas.70383">Burchardt, L. S., Paschen, L., & Fuchs, S. (2026). <a href="https://doi.org/10.1111/nyas.70383" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Rhythm Across Species: Situating Human Speech in a Comparative Framework. Annals of the New York Academy of Sciences</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-menschen-beim-sprechen-einem-uralten-biologischen-rhythmus-folgen-den-es-auch-im-tierreich-gibt.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Glaziologe warnt vor den Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscherkatastrophen zwischen Nepal und Tibet]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/glaziologe-warnt-vor-den-auswirkungen-des-klimawandels-auf-gletscherkatastrophen-zwischen-nepal-und-tibet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:06:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die Katastrophe in Nepal ist eine weitere Warnung vor den Gefahren, die von der Klimakrise ausgehen: Der Rückgang der Gletscher hat nicht nur eine Veränderung der Landschaft zur Folge. Hier sind die ersten Theorien zur Rolle der globalen Erwärmung bei der Katastrophe vom 26. August.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb0zj76"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb0zj76.jpg" id="xb0zj76"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Nepal wurde von einer der dramatischsten Gletscher- und hydrogeologischen Katastrophen des Jahres 2026 heimgesucht. Wie wir bereits berichteten, brach am 26. August ein hochgelegener Gletscher in über 5.000 Metern Höhe zusammen und löste einen gigantischen Erdrutsch aus Eis und Gestein aus, der beim Herabstürzen ins Tal eine gewaltige Sturzflut auslöste. Die Folgen waren verheerend und betrafen Dörfer, Touristen und Bergsteiger, flussabwärts gelegene Wasserkraftwerke und vor allem die lokale Bevölkerung.</p><p>Entgegen einigen Berichten aus den ersten Stunden gibt es keine Hinweise darauf, dass entweder ein bereits bestehender Gletschersee oder ein künstlicher Stausee den Vorfall ausgelöst oder verursacht hätte. Welche Rolle spielt der Klimawandel bei diesem Vorfall? Hier sind die ersten Theorien, die ein Professor der Universität Bristol aufgestellt hat.</p><h2>Was passiert mit den Gletschern im Himalaya? </h2><p>Einige Informationen und Erläuterungen stammen von Professor Jonathan Bamber, Professor für Glaziologie und Erdbeobachtung an der Universität Bristol. In einem in „The Conversation“ veröffentlichten Artikel weist er darauf hin, dass sich acht der vierzehn Gipfel über 8.000 Meter in Nepal befinden. Der nördliche Teil des Landes weist ein besonders steiles Gelände auf, wodurch er in hohem Maße anfällig für Erdrutsche, Steinschläge, Lawinen und Gletschereinstürze ist.</p><p>Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung ist hier besonders ausgeprägt; wie in den Polarregionen liegt die Temperaturanstiegsrate über dem globalen Durchschnitt.</p><p>Auf der Grundlage von Satellitendaten und Bodenmessungen zeigt die Massenbilanz der Gletscher zwischen 1976 und 2024 eine Beschleunigung des Eisverlusts im letzten Jahrzehnt. Im Hochgebirge Asiens (HMA), zu dem auch der Himalaya gehört, hat sich die Rate des Eisverlusts um rund 25 % erhöht; in den europäischen Alpen hat sie sich mehr als verdoppelt.</p><h2>Die Gefahren des Gletscherschwunds</h2><p>Die erste Folge des Gletscherschmelzens ist die Freisetzung von Schmelzwasser. Dadurch entstehen Schmelzwasserströme, die wiederum ausgedehnte Flusssysteme speisen. Es gibt jedoch noch ein weiteres schwerwiegendes Problem und eine Gefahr: Gletscher befinden sich auf Permafrostboden, also auf Boden, der auch in der Tiefe gefroren bleibt.</p><p>Mit steigenden Temperaturen taut der Permafrost auf, wodurch Gestein und Eis instabil werden. Die Folge sind Erdrutsche und eine Destabilisierung des Eises in steilem Gelände.</p><p>Dieser Prozess trägt zur Instabilität des Gletschers selbst bei, der an bestimmten Stellen so gelagert sein kann, dass eine Art Kipppunkt, kritischer Punkt oder Punkt ohne Wiederkehr entsteht. In Italien haben wir dies leider bei der Marmolada-Katastrophe im Juli 2022 deutlich gesehen.</p><h2>Schwerpunkt: Nepal und Tibet</h2><p>Was die Katastrophe in Tibet und Nepal betrifft, sollten wir uns einen riesigen Eisblock vorstellen, der etwa 600 Meter lang und 50 Meter hoch ist. Als dieser zusammenbrach, stürzte eine Masse von mehr als einer halben Million Tonnen ins Tal und löste damit das aus, was wir leider miterleben mussten. </p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/un-glaciologo-mette-in-guardia-sull-impatto-dei-cambiamenti-climatici-nei-disastri-glaciali-tra-nepal-e-tibet-1788362497809.jpg" data-image="90svgnj9ccq4"><figcaption>Schneelawine an den Hängen des Annapurna II, Annapurna-Rundwanderweg, Nepal. Der Klimawandel birgt sowohl in den Alpen als auch im Himalaya immer größere Risiken für Bergsteigerexpeditionen. Ein Professor der Universität Bristol erläutert, welche Rolle er bei der jüngsten Katastrophe in Nepal gespielt hat.</figcaption></figure><p>Kleinere Einstürze sind Bergsteigern zwar bekannt, aber dennoch gefährlich. Seracs stürzen oft in den wärmsten Stunden des Tages ein, weshalb Bergsteiger versuchen, Serac-Barrieren nachts oder früh am Morgen zu überqueren. Der Gletscherschwund kann zudem die Entstehung „vorübergehender“ Seen begünstigen, die dadurch entstehen, dass Eis oder Moränen kleine (oder sogar große) natürliche Dämme bilden. Das plötzliche Versagen dieser Barriere kann verheerende Sturzfluten aus Wasser und Eis auslösen. Viele Wanderwege in Nepal und Indien sind mit Warnschildern vor diesem Phänomen versehen.</p><h2>Was sollten Regierungen tun?</h2><p>Der Gletscherschwund ist eine der deutlichsten und offensichtlichsten Auswirkungen des Klimawandels. Es handelt sich um ein Problem, das den europäischen Städten vielleicht weit entfernt erscheint, die jedoch ebenfalls von Hitzewellen heimgesucht werden, wie es im langen Sommer 2026 der Fall ist.</p><p>In Europa erleben wir derzeit den durch diesen langen Sommer, die Waldbrände in Spanien und Frankreich sowie die Dürre, die sich sogar bis nach Großbritannien ausgebreitet hat, verursachten Gesundheitsnotstand – das Gras in den Londoner Parks ist bereits gelb und trocken geworden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="693796" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet.html" title="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet">Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet.html" title="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/chhaupadi-noch-immer-werden-millionen-frauen-in-nepal-durch-aberglaubische-praktiken-isoliert-und-gefahrdet-1737726961292_320.png" alt="Chhaupadi: Noch immer werden Millionen Frauen in Nepal durch abergläubische Praktiken isoliert und gefährdet"></a></article></aside><p>Auf den jüngsten COPs wurden die Bemühungen zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verstärkt, doch in Wirklichkeit steigen die Treibhausgasemissionen weiter an. Den symbolischen Erklärungen einiger Länder zum Klimanotstand sind keine konkreten und ausreichenden Maßnahmen gefolgt.</p><p>Laut Professor Jonathan Bamber verfügen wir über das Fachwissen und die Technologie, um die Klimakrise zu bewältigen. Was fehlt, sind der politische Wille und eine langfristige Vision. Er schließt mit einer Warnung: Ohne rasches Handeln wird das Abschmelzen der Gletscher nur ein Aspekt der vom Menschen verursachten Klimakrise sein, und die Folgen werden verheerend sein.</p><h3>Quellenangabe der Nachricht</h3><p><em>Nepal‑Tibet disaster linked to climate change – a glaciologist explains, The Conversion, <a href="https://theconversation.com/nepal-tibet-disaster-linked-to-climate-change-a-glaciologist-explains-290656">https://theconversation.com/nepal-tibet-disaster-linked-to-climate-change-a-glaciologist-explains-290656</a></em></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/glaziologe-warnt-vor-den-auswirkungen-des-klimawandels-auf-gletscherkatastrophen-zwischen-nepal-und-tibet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Schwarze Löcher entwachsen ihrer Galaxie: eROSITA entdeckt Quasare mit extremen Masseverhältnissen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:23:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Manche zentrale Schwarze Löcher wachsen deutlich schneller als die Galaxien, in deren Zentren sie sitzen. Das geht aus einer jüngsten Analyse von eROSITA-Daten hervor. Die Entdeckung stellt ein Grundbild der Galaxienentwicklung infrage.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811011160.png" alt="Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar." title="Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar."><figcaption>Eine künstlerische Visualisierung einer Galaxie mit massereichem Schwarzen Loch (schwarze Kugel, nicht maßstabsgetreu). Die unmittelbare Umgebung des schwarzen Lochs strahlt hell als Quasar. Bild: MPE (KI-generiert)</figcaption></figure><p>Astronomen haben in einem 140 Quadratgrad großen Himmelsareal acht Quasare entdeckt, die ein extremes Verhältnis von Schwarzem Loch und Galaxie aufweisen: Die zentralen Schwarze Löcher machen mindestens fünf Prozent der gesamten Sternmasse ihrer jeweiligen Galaxie aus. Der typische Anteil im nahen Universum liegt dagegen bei rund einem halben Prozent.</p><div class="texto-destacado">Quasare sind besonders leuchtkräftige aktive Galaxienkerne, bei denen Gas auf ein supermassereiches Schwarzes Loch fällt und dabei enorme Mengen Strahlung freisetzt. Quasare gehören zu den leuchtkräftigsten Objekten im Universum.</div><p>Die neue Studie, die unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) entstanden ist, basiert auf der Untersuchung von 22.079 Quasaren. „Astronomen gingen davon aus, dass zentrale Schwarze Löcher stets eng gekoppelt mit ihren Galaxien wachsen“, sagt Studienleiter Dr. Johannes Buchner vom MPE. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass das nicht immer der Fall ist.“</p><h2>Tausendmal schwerer als das Milchstraßenzentrum</h2><p>Die acht Objekte erreichen ein Verhältnis von Schwarzem Loch zu Sternmasse der Galaxie von mindestens 1 zu 20. Das liegt rund zehnmal über dem heute typischen Verhältnis von etwa 1 zu 200. Drei der acht gehören außerdem zu den 200 hellsten Quasaren des untersuchten Feldes.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811005256.jpg" alt="Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert." title="Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert."><figcaption>Ergebnisse der Messungen der Sternenmasse (aus ultraviolett bis infrarot Bildern) und der Masse des schwarzen Lochs (aus Spektren). Die optischen Galaxienbildausschnitte sind bei den Messwerten positioniert. Bild: Buchner et al., 2026</figcaption></figure><p>Ihre Schwarzen Löcher besitzen zwischen etwa 800 Millionen und vier Milliarden Sonnenmassen. Damit sind sie ungefähr tausendmal schwerer als Sagittarius A*, das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße. Man könne sich das wie einen Hund vorstellen, der in einer zu kleinen Wohnung lebt, sagt Prof. Dr. Kirpal Nandra, Direktor der Abteilung Hochenergie-Astrophysik am MPE. „Das Schwarze Loch ist schlicht zu groß für sein Zuhause geworden.“</p><p>Die Massen wurden mithilfe optischer Spektren der Sloan Digital Sky Survey bestimmt. Breite Wasserstofflinien verraten die Geschwindigkeit des heißen Gases in der Umgebung. Daraus lässt sich zusammen mit der Leuchtkraft die Masse erschließen. Wegen methodischer Unsicherheiten kann der Wert einzelner Objekte um etwa den Faktor drei schwanken; die Existenz der extremen Population gilt statistisch dennoch als belastbar.</p><h2>Schwache Wirtsgalaxien und rasches Wachstum</h2><p>Besonders auffällig ist, dass die sie umgebenden Galaxien trotz der gewaltigen Schwarzen Löcher kaum sichtbar sind. Auswertungen von ultraviolettem, optischem und infrarotem Licht sprechen dagegen, dass dort eine Sternmasse verborgen ist, die sich mit der Milchstraße vergleichen lässt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen-1788811018465.jpg" alt="Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter." title="Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter."><figcaption>Das Objekt mit der ID 32 – ein sehr helles Objekt der von eROSITA entdeckten Röntgenquellen. Jede Zeile steht für einen Filter. Bild: Buchner et al., 2026</figcaption></figure><p>„Die geringe Helligkeit der Heimatgalaxien zeigt, dass sie keine Sternmasse wie eine Galaxie von der Größe der Milchstraße besitzen können“, erklärt Buchner. „Andernfalls wären sie in den vorhandenen Bildern deutlich sichtbar.“</p><p>Gleichzeitig verschlingen die Schwarzen Löcher weiterhin Materie. Ihre Wachstumsrate wird auf etwa 40 Millionen Sonnenmassen pro Milliarde Jahre geschätzt. Bei anhaltender Akkretion könnten sie ihre Masse innerhalb von ungefähr einer Milliarde Jahren verdoppeln.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="764693" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt.html" title="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt">eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt.html" title="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/erosita-enthullt-wie-unser-sonnensystem-den-rontgenhimmel-beeinflusst-und-unsere-sicht-verzerrt-1776623484730_320.png" alt="eROSITA enthüllt, wie unser Sonnensystem den Röntgenhimmel beeinflusst – und unsere Sicht verzerrt"></a></article></aside><p>„Die Schwarzen Löcher sind im Verhältnis zu ihren Heimatgalaxien bereits ungewöhnlich massereich und nehmen dennoch weiterhin Materie auf“, sagt MPE-Doktorandin Catarina Aydar vom MPE.</p><p>Solche extremen Verhältnisse werden von den gängigen Simulationen bisher kaum hervorgebracht. Auch der Cambridge-Professor Roberto Maiolino, der nicht an der Studie beteiligt war, nennt die Ergebnisse „aufregend und unerwartet“ und findet, dass dadurch die bisherige Vorstellung eines eng gekoppelten Wachstums infrage gestellt wird.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="784790" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html" title="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen">Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen.html" title="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/dieser-stern-bewegt-sich-schneller-um-das-schwarze-loch-der-milchstra-e-als-alle-anderen-1787291326320_320.png" alt="Dieser Stern bewegt sich schneller um das Schwarze Loch der Milchstraße als alle anderen"></a></article></aside><p>Weitere eROSITA-Daten sowie hochaufgelöste Beobachtungen sollen nun klären, wie häufig solche Systeme sind, und auch, ob ihre Galaxien noch Sterne bilden und wie das Gas langfristig in ihre zentralen Schwarzen Löcher gelangt. Damit könnte sich entscheiden, ob die Extremfälle eine seltene Ausnahme sind, oder ein unterschätzter Entwicklungsweg von Galaxien.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Buchner%2C%20J.%2C%20Gauger%2C%20I.%2C%20Wu%2C%20Q.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="A%20large%20population%20of%20overmassive%20black%20hole%20quasars%20at%20z%3D0.3-0.8%20revealed%20by%20eROSITA" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1051%2F0004-6361%2F202659356">Buchner, J., Gauger, I., Wu, Q., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1051/0004-6361/202659356" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">A large population of overmassive black hole quasars at z=0.3-0.8 revealed by eROSITA</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schwarze-locher-entwachsen-ihrer-galaxie-erosita-entdeckt-quasare-mit-extremen-masseverhaltnissen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[In deutschen Städten war die Hitzebelastung sehr unterschiedlich und abhängig von der Nationalität]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:15:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Institut für Technologie haben eine neue Studie veröffentlicht. Schnell haben sie zwischen der extremen Hitzebelastung und der Bevölkerungsstruktur in Deutschland einen klaren Zusammenhang nachgewiesen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet-1788690972182.jpeg" data-image="cu7xr1h1lfzs"><figcaption>Die extreme Hitze stauten sie vor allem in Gebieten, in denen weniger Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit lebten</figcaption></figure><p>Die Forschenden haben deutschlandweit Daten aus den <strong>Hitzeperioden </strong>aus den Sommermonaten der letzten Jahre 2021 bis 2023 ausgewertet. </p><h2>Nicht überall in der Stadt war die Hitze gleich intensiv</h2><p>Sie haben sich gefragt, ob eine starke Hitzebelastung mit soziodemografischen Daten wie Alter, <strong>Staatsangehörigkeit, Mietspiegel</strong> einhergeht. Schnell wurde deutlich, dass in 84,2 Prozent der analysierten Städte eine deutliche Zunahme an Hitzebelastung zu verzeichnen war, wenn der Anteil der deutschen Bevölkerung sank.</p><h2>Nachts kühlte es nicht überall ab</h2><p>Besonders nachts ist die Luft in den Gebieten deutlich wärmer und auch die Dächer der Häuser kühlten weniger ab. </p><div class="texto-destacado">„Die Oberflächentemperatur zeigt vor allem, wie stark sich Straßen, Dächer oder andere Flächen aufheizen. Die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe trägt etwas direkter zum Hitzestress bei, dem die Menschen ausgesetzt sind. Sie wird vor allem bei Nacht von der lokalen Stadtstruktur beeinflusst, etwa durch Bebauung, Grünflächen und verwendete Materialien.“, erklärt Erstautorin Jayati Chawla</div><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet-1788691235376.jpeg" data-image="mhwp588u7452"><figcaption>Die Bebauung in Städten wie Berlin haben einen großen Einfluss auf lokale Temperaturspitzen</figcaption></figure><p>Der Mietspiegel hingegen liefert nach aktuellen Erkenntnissen keinen Hinweis auf mehr oder weniger <strong>Wärmebelastung</strong>. </p><h2>Wenig Einkommensdaten machten eine Einordnung schwerer</h2><p>Jedoch konnte die Forschungsgruppe auf keine hochaufgelösten <strong>Einkommensdaten </strong>zugreifen. So lässt sich in Deutschland nicht beurteilen, ob die beobachteten Unterschiede auf sozioökonomische Ungleichheiten zurückzuführen sind.</p><p>Nicht zuletzt konnten die Forscherinnen und Forscher nachweisen, dass es klare Unterschiede in den deutschen Städten gibt. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786916" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr.html" title="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027">El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr.html" title="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/el-nino-wird-immer-staerker-uno-warnt-vor-extremer-hitze-duerren-und-ueberschwemmungen-bis-weit-in-das-kommende-jahr-1788431608051_320.png" alt="El Niño wird immer stärker: UNO warnt vor extremer Hitze, Dürren und Überschwemmungen bis weit in das kommende Jahr 2027"></a></article></aside><p>Je nach Bebauung und Versiegelung konnten klare Wärmeinseln bestimmt werden. </p><h2>Im ländlichen Raum sind die Temperaturschwankungen geringer</h2><p>So sind die unterschiedlichen Temperaturen besonders in Städten stark zu spüren. Im Vergleich zum suburbanen und <strong>ländlichen Raum</strong> konnte die Hitzebelastung in den Städten auch stark variieren. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787110" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-studie-ein-verborgener-prozess-macht-die-schwule-hitze-moglicherweise-noch-schlimmer.html" title="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer">Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/neue-studie-ein-verborgener-prozess-macht-die-schwule-hitze-moglicherweise-noch-schlimmer.html" title="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/a-hidden-process-may-be-making-humid-heat-even-worse-than-expected-new-study-finds-1788118759742_320.jpg" alt="Neue Studie: Ein verborgener Prozess macht die schwüle Hitze möglicherweise noch schlimmer"></a></article></aside><p>Die neuen Erkenntnisse der Forschungsgruppe können deutsche Städte nun dabei unterstützen <strong>hitzegeplagte Gebiete</strong> zu identifizieren und Maßnahmen zur Hitzevorsorge gezielter und nachhaltiger umzusetzen.</p><h2>Weitere Projekte sollen genauere Antworten liefern</h2><p>Weitere Forschungsvorhaben sollen einen Blick auf die ökonomischen Unterschiede ermöglichen. Auch im Hinblick auf die <strong>Umweltgerechtigkeit </strong>in der Stadtplanung möchten die Forscherinnen und Forschern neuen Studien anbringen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Jayati%20Chawla%20et%20al" data-year="2026" data-title="Comparing%20land%20surface%20temperature%20and%20air%20temperature%20for%20assessing%20socio-demographic%20inequalities%20in%20urban%20heat%20exposure%3A%20evidence%20from%20Germany.Environ.%20Res.%20Lett.%2021%20154033" data-url="https%3A%2F%2Fiopscience.iop.org%2Farticle%2F10.1088%2F1748-9326%2Fae929e">Jayati Chawla et al. (2026). <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ae929e" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Comparing land surface temperature and air temperature for assessing socio-demographic inequalities in urban heat exposure: evidence from Germany.Environ. Res. Lett. 21 154033</a>.</cite><br><cite data-author="Karlsruher%20Institut%20f%C3%BCr%20Technologie" data-year="2026" data-title="Hitzeexposition%20in%20St%C3%A4dten%20unterscheidet%20sich%20zwischen%20Bev%C3%B6lkerungsgruppen" data-url="https%3A%2F%2Fwww.kit.edu%2Fkit%2Fpi_2026_074_hitzeexposition-in-staedten-unterscheidet-sich-zwischen-bevoelkerungsgruppen.php">Karlsruher Institut für Technologie. (2026). <a href="https://www.kit.edu/kit/pi_2026_074_hitzeexposition-in-staedten-unterscheidet-sich-zwischen-bevoelkerungsgruppen.php" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Hitzeexposition in Städten unterscheidet sich zwischen Bevölkerungsgruppen</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/in-deutschen-staedten-war-die-hitzebelastung-sehr-unterschiedlich-und-abhaengig-von-der-nationalitaet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Poth]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wettermodell sieht eine deutlich zu nasse Woche. Doch Achtung: der meiste Regen fällt nur innerhalb von 36 Stunden! ]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wettermodell-sieht-eine-deutlich-zu-nasse-woche-doch-achtung-der-meiste-regen-faellt-nur-innerhalb-von-36-stunden.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:12:04 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Setzt Tiefdruckkomplex Wega Deutschland unter Wasser? Das ECMWF zeigt eine deutlich zu nasse Woche. Der meiste Regen fällt geballt innerhalb von nur 36 Stunden – Unwettermengen drohen dabei aber allenfalls regional am Alpenrand.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/wettermodell-sieht-eine-deutlich-zu-nasse-woche-doch-achtung-der-meiste-regen-fallt-nur-innerhalb-von-36-stunden-1788846386801.png" data-image="gev8jifccoc7" alt="Regen-Hammer, Sonntag, ECMWF, Deutschland, Regensummen, 36 Stunden" title="Regen-Hammer, Sonntag, ECMWF, Deutschland, Regensummen, 36 Stunden"><figcaption>Regen-Hammer bis Sonntag? Das ECMWF berechnet für Deutschland verbreitet Regen– doch ein Großteil davon fällt geballt innerhalb von nur rund 36 Stunden.</figcaption></figure><p>Beim Blick auf die aktuelle Wochenprognose des europäischen Wettermodells ECMWF fällt Deutschland deutlich ins Auge. Für den Zeitraum vom 7. bis 14. September werden vielerorts<strong> positive Niederschlagsabweichungen</strong> berechnet. </p><p>Es fällt also mehr Regen, als zu dieser Jahreszeit im Mittel zu erwarten wäre. <strong>Doch daraus lässt sich weder eine komplett verregnete Woche noch eine flächendeckende Unwetterlage ableiten.</strong></p><p>Entscheidend ist vielmehr, <strong>wann und in welcher Intensität der Regen fällt</strong>. Ein großer Teil der Niederschläge konzentriert sich zwar auf ein Zeitfenster von nur etwa 36 Stunden. Doch eine großflächige Unwetterlage wird sich aller Voraussicht nicht einstellen. Verantwortlich dafür ist der Tiefdruckkomplex Wega mit seiner Kaltfront, die von Nordwesten über Deutschland hinwegzieht und einen markanten Luftmassenwechsel einleitet. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787588" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer.html" title="Teurer Herbst-Schock: Erst Altweibersommer, dann Preis-Hammer – „Das Wetter macht alles teurer'">Teurer Herbst-Schock: Erst Altweibersommer, dann Preis-Hammer – „Das Wetter macht alles teurer"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer.html" title="Teurer Herbst-Schock: Erst Altweibersommer, dann Preis-Hammer – „Das Wetter macht alles teurer'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer-1788802679743_320.jpg" alt="Teurer Herbst-Schock: Erst Altweibersommer, dann Preis-Hammer – „Das Wetter macht alles teurer'"></a></article></aside><h2>Heute noch 34 Grad – gleichzeitig kommt die Kaltfront</h2><p><strong>Am Dienstag </strong>liegen über Deutschland zunächst zwei völlig unterschiedliche Wetterwelten:</p><p><strong>Im Nordwesten</strong> hat die Kaltfront bereits dichtere Wolken und kühlere Atlantikluft gebracht. Dort werden teilweise nur 18 bis 23 Grad erreicht und gebietsweise fällt schauerartiger Regen.</p><p>Ganz anders sind die Wetter Parameter in der Südhälfte. Hier hält sich noch die sehr warme Luft, die Temperaturen steigen bei häufigem Sonnenschein auf bis zu <strong>34 Grad</strong>. </p><p>Am späten Nachmittag und Abend nimmt allerdings das Gewitterrisiko zu. <strong>Im Südwesten können kräftige Gewitter mit Hagel, Sturmböen und lokal etwa 20 Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde auftreten</strong>. Eng begrenzt sind dort auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787435" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern.html" title="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern">Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm" und schweren Unwettern</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern.html" title="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern-1788709947294_320.jpg" alt="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern"></a></article></aside><h2>Mittwoch fällt ein großer Teil des Wochenregens</h2><p>In der<strong> Nacht zum Mittwoch </strong>arbeitet sich die Kaltfront weiter nach Südosten vor. Damit breitet sich auch der Regen über weitere Teile Deutschlands aus. Am Mittwoch selbst liegt der Schwerpunkt schließlich im Süden und Osten.</p><p>Dort trifft die Front noch auf eine sehr feuchte Luftmasse und die Labilität der Schichtung nimmt mit duchzug der Front rasant zu. Regen kann deshalb zeitweise kräftiger und konvektiv verstärkt ausfallen. <strong>Das bedeutet aber nicht, dass Deutschland flächendeckend Unwettermengen bevorstehen.</strong> </p><p>Besonders im Fokus steht vielmehr der Alpenrand. Dort werden innerhalb von zwölf Stunden recht einheitlich <strong>15 bis lokal 35 Liter pro Quadratmeter</strong> berechnet. </p><p>Gleichzeitig wird die heiße Luft vollständig verdrängt. Statt bis zu 33 Grad am Dienstag werden am Mittwoch verbreitet nur noch <strong>17 bis 22 Grad</strong> erreicht.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wettermodell-sieht-eine-deutlich-zu-nasse-woche-doch-achtung-der-meiste-regen-fallt-nur-innerhalb-von-36-stunden-1788845328496.png" data-image="hctf6q15p2vt" alt="Wochenkarte, Regenflut, Deutschland" title="Wochenkarte, Regenflut, Deutschland"><figcaption>ECMWF Wettermodell zeigt eine nasse Wochenkarte – aber keine Regenflut für ganz Deutschland</figcaption></figure><h2>Nach 36 Stunden dreht die Wetterlage</h2><p>Schon<strong> am Donnerstag </strong>beruhigt sich das Wetter deutlich. <strong>Hinter dem abziehenden Kaltlufttrog ist maritime Polarluft eingeflossen; in 850 hPa liegen die Temperaturen nur noch zwischen etwa 3 und 8 Grad. Am Boden werden 17 bis 23 Grad erreicht.</strong></p><p>Und genau hier liegt die Besonderheit der vermeintlich „zu nassen Woche“: <strong>Nach dem konzentrierten Regenfenster nimmt der Hochdruckeinfluss zu. </strong></p><p>Zum Wochenende baut sich voraussichtlich eine <strong>Hochdruckbrücke über Mitteleuropa</strong> auf. Längere sonnige und trockene Phasen werden wahrscheinlicher, während die Temperaturen bis Sonntag und Montag wieder auf etwa <strong>22 bis 27 Grad</strong> steigen können.</p><p><strong>Überdurchschnittlich nass kann die Woche damit durchaus werden –</strong> nur eben nicht, weil es eine Woche lang regnet, sondern weil ein erheblicher Teil des Niederschlags innerhalb kurzer Zeit fällt. Der wiederum glücklicherweise keine markant Unwetterlage für Deutschland bedeutet.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wettermodell-sieht-eine-deutlich-zu-nasse-woche-doch-achtung-der-meiste-regen-faellt-nur-innerhalb-von-36-stunden.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Eine unsichtbare „Wolke“ am Rande des Weltraums gibt Wissenschaftlern Rätsel auf und könnte Funksignale stören]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/eine-unsichtbare-wolke-am-rande-des-weltraums-gibt-wissenschaftlern-ratsel-auf-und-konnte-funksignale-storen.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:12:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer NASA-Mission gelang es erstmals, eine sporadische E-Schicht von mehreren Standorten aus gleichzeitig zu beobachten, wobei sich eine Struktur zeigte, die weitaus komplexer war als bisher angenommen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/una-nube-invisible-en-el-borde-del-espacio-desconcierta-a-los-cientificos-y-puede-alterar-las-senales-de-radio-1788483646977.jpg" data-image="h1wv954a382u" alt="Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA" title="Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA"><figcaption>Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA</figcaption></figure><p>Etwa 100 Kilometer über der Erdoberfläche, in der Ionosphäre, können Strukturen entstehen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber den Funkverkehr stören können. Diese werden als <strong>sporadische E-Schichten</strong> bezeichnet und bestehen zum Teil aus Metallen, die von Meteoren stammen, die beim Eintritt in die Atmosphäre zerfallen.</p><div class="texto-destacado">Nun ist es einer NASA-Mission gelungen, eine dieser Schichten von mehreren Punkten aus gleichzeitig zu beobachten, und dabei wurde festgestellt, dass ihre Struktur weitaus komplexer ist als bisher angenommen.</div><p>Bei dem Experiment mit dem Namen <strong>„Sporadic E Electrodynamics Demonstration“ (SpEED Demon)</strong> kam eine suborbitale Rakete zum Einsatz, die am 24. August 2022 vom Wallops Launch Complex der NASA in Virginia gestartet wurde. Die Ergebnisse wurden im <em>„Journal of Geophysical Research: Space Physics“</em> von einem Team unter der Leitung von Forschern der Embry-Riddle Aeronautical University veröffentlicht.</p><h2><strong>Trümmer von Meteoren, die zu „Spiegeln“ für Radiowellen werden</strong></h2><p>Sporadische E-Schichten bilden sich in einem Bereich der Atmosphäre, in dem <strong>Gase zu ionisieren beginnen und zu Plasma werden</strong>. Wenn Meteore verglühen, hinterlassen sie geringe Mengen an Eisen, Magnesium und anderen Metallen, die sich unter bestimmten Bedingungen anreichern und dichte Schichten bilden können.</p><figure class="video"><img src="https://img.youtube.com/vi/1NvYDmBv8FA/maxresdefault.jpg" alt="youtube video id=1NvYDmBv8FA" id="1NvYDmBv8FA"><span class="boton-video-lista-youtube"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M24.194 7.985h.093l.368.002c2.89.014 14.174.124 17.294.967a5.785 5.785 0 0 1 4.067 4.1c.888 3.345.955 10.049.96 11.041v.249c-.005.992-.072 7.696-.96 11.04a5.786 5.786 0 0 1-4.067 4.101c-3.328.9-15.944.964-17.755.97h-.434c-.962-.003-4.974-.023-9.022-.175l-.715-.029c-3.329-.139-6.562-.372-8.018-.766a5.786 5.786 0 0 1-4.067-4.1c-.363-1.366-.589-3.29-.73-5.158l-.039-.558a93.08 93.08 0 0 1-.19-5.081l-.002-.244V24.095l.002-.244c.015-1.557.125-7.657.96-10.796a5.785 5.785 0 0 1 4.066-4.101c1.456-.393 4.69-.627 8.018-.766l.715-.028c3.572-.135 7.115-.166 8.56-.173l.37-.002h.092Zm-4.922 9.382v13.705l12.023-6.852-12.023-6.853Z" fill="#FFF" fill-rule="evenodd"/></svg></span></figure><p>Diese Strukturen wirken wie riesige <strong>„Spiegel“ für Radiowellen</strong>. Signale können unerwartet zur Oberfläche zurückreflektiert werden, wodurch weit entfernte Signale so wirken, als kämen sie aus nächster Nähe, oder Radarsysteme Ziele erfassen, die in Wirklichkeit gar nicht existieren.</p><p>Dieses Phänomen kann auch zu Unsicherheiten bei Ortungssystemen <strong>wie GPS</strong> führen, da die Eigenschaften des in der Ionosphäre vorhandenen Plasmas die Ausbreitung der Signale beeinflussen.</p><h2><strong>Fünf Beobachtungspunkte brachten eine unerwartete Struktur zum Vorschein</strong></h2><p>Bislang war es für Wissenschaftler schwierig, diese Schichten zu untersuchen, da sie für Wetterballons zu hoch und für Satelliten zu tief liegen. Sondierungsraketen konnten diese Schichten zwar durchqueren, jedoch nur entlang einer einzigen Flugbahn Messungen vornehmen.</p><p>SpEED Demon verfügte über eine entscheidende Innovation: Sobald sich die Rakete in der Schicht befand, setzte sie <strong>vier kleine Sonden</strong> frei, die sich vom Hauptkörper entfernten. Jede Sonde führte entlang ihrer eigenen Flugbahn Messungen durch. Zusammen mit den Instrumenten der Rakete erhielten die Forscher <strong>gleichzeitige Daten von fünf verschiedenen Punkten.</strong></p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/una-nube-invisible-en-el-borde-del-espacio-desconcierta-a-los-cientificos-y-puede-alterar-las-senales-de-radio-1788483897543.jpg" data-image="0szvorjnu93z" alt="Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA" title="Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA"><figcaption>Demonstration der Elektrodynamik des sporadischen E-Schicht-Phänomens (SpEED Demon) – NASA</figcaption></figure><p>Die Ergebnisse zeigten, dass die Schicht keine gleichmäßige, flache Struktur war, wie eine Art „Pfannkuchen“ aus Metallpartikeln. Im Gegenteil, <strong>sie wies Unregelmäßigkeiten und Wellenbildungen auf</strong>, die mit turbulenten atmosphärischen Bewegungen in Zusammenhang standen.</p><p>Während des Sinkflugs wurden sogar zwei deutliche Spitzenwerte in der Plasmakonzentration beobachtet. Die Forscher vermuten, dass dieses Muster mit <strong>Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten</strong> zusammenhängen könnte, einem Phänomen, bei dem Wellen entstehen, wenn sich verschiedene Luftschichten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen.</p><p>Sie stellen jedoch klar, dass diese Erklärung <strong>noch nicht als bestätigt angesehen werden kann</strong>, da lokale Winde und elektrische Felder während des Fluges nicht direkt gemessen werden konnten.</p><h2><strong>Ein neues Instrument zum Verständnis der Ionosphäre</strong></h2><p>Die Mission war ursprünglich dazu gedacht, zu prüfen, ob es möglich ist, Sonden innerhalb einer sporadischen E-Schicht einzusetzen. Das positive Ergebnis ebnete den Weg für <strong>neue Experimente.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786347" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren.html" title="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren">In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren.html" title="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/in-heidelberg-gebaut-jetzt-auf-dem-weg-ins-all-deutsche-praezision-hilft-der-nasa-unsichtbare-welten-aufzuspueren-1788164255333_320.png" alt="In Heidelberg gebaut, jetzt auf dem Weg ins All: Deutsche Präzision hilft der NASA, unsichtbare Welten aufzuspüren"></a></article></aside><p>Das Team wandte anschließend bei den Sonnenfinsternissen der Jahre 2023 und 2024 eine ähnliche Strategie an, um die durch den plötzlichen Rückgang der Sonnenstrahlung verursachten Veränderungen in der oberen Atmosphäre zu untersuchen. Im Juni 2025 startete es zudem von den Marshallinseln aus eine Folgemission, <strong>SEED</strong>, um diese Strukturen in niedrigeren Breitengraden zu analysieren.</p><p>Wissenschaftler wissen bereits, dass sporadische E-Schichten eine gewisse Saisonalität aufweisen und <strong>während des</strong> lokalen Sommers häufiger auftreten. Mit den neuen Mehrpunktmessungen hoffen sie, der Beantwortung einer Frage, die seit Jahrzehnten offen ist, einen Schritt näher zu kommen: Wie und warum sich diese gigantischen, mysteriösen Strukturen am Rande des Weltraums bilden – Strukturen, die Radiowellen verändern können. </p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Diana%20J.%20Swanson%20et%20al." data-year="2026" data-title="High%20Latitude%20Thermosphere%20and%20Ionosphere%20Density%20Response%20to%20the%20May%202024%20Geomagnetic%20Storm%20Observed%20by%20the%20LLITED%20CubeSat%20Mission" data-url="https%3A%2F%2Fagupubs.onlinelibrary.wiley.com%2Fdoi%2F10.1029%2F2026JA035137">Diana J. Swanson et al.. (2026). <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2026JA035137" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">High Latitude Thermosphere and Ionosphere Density Response to the May 2024 Geomagnetic Storm Observed by the LLITED CubeSat Mission</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/eine-unsichtbare-wolke-am-rande-des-weltraums-gibt-wissenschaftlern-ratsel-auf-und-konnte-funksignale-storen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Runner’s High: Warum es im Körper eine cannabisähnliche Wirkung entfaltet – auch bei Marathon und Ultramarathon]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/runner-s-high-warum-es-im-korper-eine-cannabisahnliche-wirkung-entfaltet-auch-bei-marathon-und-ultramarathon.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 06:11:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Laufen kann Schmerzen dämpfen, Angst reduzieren und Euphorie auslösen – gemeint ist das berüchtigte Runner’s High. Eine Studie zeigt nun, dass auch über Stunden hinweg ein körpereigenes System aktiv bleibt, das cannabisähnliche Botenstoffe ansteigen lässt.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/runner-s-high-warum-es-im-korper-eine-cannabisahnliche-wirkung-entfaltet-auch-bei-marathon-und-ultramarathon-1788535460079.jpg" alt="Als Runner’s High wird ein Hochzustand bezeichnet, der sich bei längerer körperlicher Betätigung einstellt." title="Als Runner’s High wird ein Hochzustand bezeichnet, der sich bei längerer körperlicher Betätigung einstellt."><figcaption>Als Runner’s High wird ein Hochzustand bezeichnet, der sich bei längerer körperlicher Betätigung einstellt. Bild: James Lee/Unsplash</figcaption></figure><p>Als Runner’s High – oder Läuferhoch – wird ein Zustand schmerzfreier Euphorie bezeichnet, der nach langanhaltender sportlicher Aktivität wie dem Laufen, aber auch beim Radfahren oder Rudern eintreten kann. Besonders, wer einen Marathon oder sogar Ultramarathon absolviert, bringt seinen Körper an diese magische Belastungsgrenze.</p><p>Forschende der Universität Duisburg-Essen haben nun erstmals untersucht, wie sich die <strong>Botenstoffe</strong> im Körper bei Distanzen bis 230 Kilometer verändern, insbesondere die des Endocannabinoid-Systems – ein körpereigenes System, das ähnliche Wirkungen wie Cannabis hervorrufen kann.</p><h2> Auch 230 Kilometer verändern das System </h2><p>Im Mittelpunkt stand die Fettsäure <strong>Anandamid</strong> (AEA). Der Stoff gehört zu den Endocannabinoiden und kann an Rezeptoren andocken, an die sich auch das THC aus dem Cannabis bindet. Lange wurden zwar Endorphine als Ursache für das Runner’s High diskutiert, die jedoch nicht wie die Endocannabinoide die Blut-Hirn-Schranke passieren können.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/runner-s-high-warum-es-im-korper-eine-cannabisahnliche-wirkung-entfaltet-auch-bei-marathon-und-ultramarathon-1788535452672.png" alt="Forschungsdesign der Messungen beim Marathon und Ultramarathon." title="Forschungsdesign der Messungen beim Marathon und Ultramarathon."><figcaption>Forschungsdesign der Messungen beim Marathon und Ultramarathon. Bild: Siebers et al., 2026</figcaption></figure><p>Für die Marathonstudie liefen 19 erfahrene Läuferinnen und Läufer eine Strecke rund um den Baldeneysee, einen der Ruhrstauseen. Vor dem Start sowie nach 14, 28 und etwa 43 Kilometern wurden Blutproben genommen. Eine weitere Probe folgte nach 45 Minuten Erholung. Um einen Vergleichswert zu haben, absolvierten dieselben Personen später eine gleich lange Strecke im Gehen.</p><p>„Wir haben festgestellt, dass Anandamid nicht nur zu Beginn des Laufens ansteigt“, berichtet Studienleiter Dr. Michael Siebers. „Die Konzentration nimmt über einen ganzen Marathon weiter zu, und selbst 45 Minuten später sind die Werte noch erhöht.“ Beim Gehen sei die Veränderung wesentlich geringer ausgefallen.</p><p>Noch weiter ging der zweite Teil der Untersuchung bei der TorTour de Ruhr 2024, bei der 36 Ultramarathonläuferinnen und -läufer Strecken über 100, 160 oder sogar 230 Kilometer bewältigten. Vor und nach dem Rennen wurden erneut die Konzentrationen verschiedener Endocannabinoide bestimmt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/runner-s-high-warum-es-im-korper-eine-cannabisahnliche-wirkung-entfaltet-auch-bei-marathon-und-ultramarathon-1788535468432.jpg" alt="Die Botenstoffe, die beim Runner’s High ausgeschüttet werden, setzen an dieselben Rezeptoren an wie Cannabis – daher auch die Bezeichnung Endocannabinoide." title="Die Botenstoffe, die beim Runner’s High ausgeschüttet werden, setzen an dieselben Rezeptoren an wie Cannabis – daher auch die Bezeichnung Endocannabinoide."><figcaption>Die Botenstoffe, die beim Runner’s High ausgeschüttet werden, setzen an dieselben Rezeptoren an wie Cannabis – daher auch die Bezeichnung Endocannabinoide. Bild: Fitsum Admasu/Unsplash</figcaption></figure><p>Auch nach den Extremdistanzen lag AEA deutlich über dem Ausgangswert. Zudem zeigte sich ein Anstieg bei 2-AG, einem weiteren wichtigen Endocannabinoid. Die psychischen Effekte waren jedoch andere: Nach dem Ultramarathon berichteten die Teilnehmenden von weniger Angst, während sich die Euphorie nicht signifikant veränderte. Schmerzen nahmen dagegen zu.</p><h2>Runner’s High weiterhin ungeklärt</h2><p>Bereits früher hatten Experimente mit Mäusen und später auch mit Menschen darauf hingedeutet, dass Angst- und Schmerzlinderung beim Laufen stärker mit dem Endocannabinoid-System als mit Endorphinen zusammenhängen könnten. Die Studie beweist dennoch nicht, dass Endocannabinoide die einzige Ursache des Runner’s High sind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="742619" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/untergrabt-eine-langfristige-belastung-durch-giftige-luft-die-wirkung-von-sport.html" title="Untergräbt eine langfristige Belastung durch giftige Luft die Wirkung von Sport?">Untergräbt eine langfristige Belastung durch giftige Luft die Wirkung von Sport?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/untergrabt-eine-langfristige-belastung-durch-giftige-luft-die-wirkung-von-sport.html" title="Untergräbt eine langfristige Belastung durch giftige Luft die Wirkung von Sport?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/does-long-term-exposure-to-toxic-air-undermine-the-effects-of-exercise-1764687171209_320.jpeg" alt="Untergräbt eine langfristige Belastung durch giftige Luft die Wirkung von Sport?"></a></article></aside><p>„Unsere aktuellen Ergebnisse zeigen zwar, dass das Endocannabinoid-System auch bei sehr langen Läufen aktiv bleibt“, sagt Prof. Dr. Johannes Fuß, dessen Arbeitsgruppe an der Universität Duisburg-Essen das Phänomen seit Jahren erforscht. „Ob die Botenstoffe tatsächlich für das Runner’s High verantwortlich sind, lässt sich daraus aber noch nicht ableiten.“</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="724161" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/outdoor-sport-bei-hitze-und-hoher-uv-strahlung-so-sollten-sich-sportler-im-sommer-schutzen.html" title="Outdoor-Sport bei Hitze und hoher UV-Strahlung: So sollten sich Sportler im Sommer schützen">Outdoor-Sport bei Hitze und hoher UV-Strahlung: So sollten sich Sportler im Sommer schützen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/outdoor-sport-bei-hitze-und-hoher-uv-strahlung-so-sollten-sich-sportler-im-sommer-schutzen.html" title="Outdoor-Sport bei Hitze und hoher UV-Strahlung: So sollten sich Sportler im Sommer schützen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/outdoor-sport-bei-hitze-und-hoher-uv-strahlung-so-sollten-sich-sportler-im-sommer-schutzen-1754941435358_320.jpg" alt="Outdoor-Sport bei Hitze und hoher UV-Strahlung: So sollten sich Sportler im Sommer schützen"></a></article></aside><p>Künftige Untersuchungen müssen daher klären, welchen Anteil die Endocannabinoide an Euphorie, Angst und Schmerzempfinden beu Langstreckenläufen tatsächlich haben.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Siebers%2C%20M.%2C%20Huvermann%2C%20D.%2C%20Siebers%2C%20C.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="Endocannabinoid%20dynamics%20across%20marathon%20and%20ultramarathon%20running%3A%20evidence%20from%20two%20field%20studies.%20BMC%20Medicine" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1186%2Fs12916-026-05186-z">Siebers, M., Huvermann, D., Siebers, C., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1186/s12916-026-05186-z" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Endocannabinoid dynamics across marathon and ultramarathon running: evidence from two field studies. BMC Medicine</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/runner-s-high-warum-es-im-korper-eine-cannabisahnliche-wirkung-entfaltet-auch-bei-marathon-und-ultramarathon.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wetterforscher schlägt Alarm: Dieses neue Hoch könnte uns Millionen kosten – Rhein rast Richtung Rekordtief]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 03:06:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erst der Absturz um bis zu 15 Grad, dann ein neues Hoch – doch die Rettung hat einen fatalen Haken: Der Rhein rast Richtung Rekordtief, und das könnte Millionen kosten.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb5gdqy"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb5gdqy.jpg" id="xb5gdqy"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p><br>Es klingt wie ein Wetter-Krimi – und genau der spielt sich gerade über Deutschland ab: Erst noch <strong>Hochsommer</strong> mit bis zu <strong>33 Grad</strong>, dann der brutale <strong>Wettersturz</strong> um <strong>10 bis 15 Grad</strong> – und mitten im Chaos schiebt sich ein <strong>neues Hoch</strong> heran.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Klingt nach Rettung? Von wegen. Denn dieses Hoch hat einen fatalen Haken – und der könnte uns am Ende <strong>Millionen</strong> kosten. Der Grund: Der <strong>Rhein</strong> rast schon wieder Richtung <strong>Rekordtief</strong>.</p><h2>Wetterexperte schlägt Alarm: Der Absturz ist erst der Anfang</h2><p>Zunächst dreht der Spätsommer noch einmal auf: verbreitet <strong>25 bis 33 Grad</strong>, drückend schwül – für viele der <strong>letzte Hitzetag des Jahres</strong>. Doch die Ruhe ist trügerisch.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787068" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-kippt-alles-von-33-grad-richtung-bodenfrost-der-herbst-absturz-trifft-deutschland-mit-wucht.html" title="„Der Sommer ist erledigt!' – 20 Grad Absturz: Herbst kracht mit Sturm und Regen nach Deutschland">„Der Sommer ist erledigt!" – 20 Grad Absturz: Herbst kracht mit Sturm und Regen nach Deutschland</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-kippt-alles-von-33-grad-richtung-bodenfrost-der-herbst-absturz-trifft-deutschland-mit-wucht.html" title="„Der Sommer ist erledigt!' – 20 Grad Absturz: Herbst kracht mit Sturm und Regen nach Deutschland"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/jetzt-kippt-alles-von-33-grad-richtung-bodenfrost-der-herbst-absturz-trifft-deutschland-mit-wucht-1788509229473_320.jpg" alt="„Der Sommer ist erledigt!' – 20 Grad Absturz: Herbst kracht mit Sturm und Regen nach Deutschland"></a></article></aside><p>Zur Wochenmitte kippt alles. Von Nordwesten pflügt sich <strong>kühle Meeresluft</strong> heran, es kracht mit <strong>Gewittern und Starkregen</strong>, die Höchstwerte brechen auf teils <strong>16 Grad</strong> ein. In den Alpen fällt sogar schon der <strong>erste Schnee</strong>. Ein Absturz mit Ansage – und der Auftakt zu einem völlig <strong>neuen Wetterabschnitt</strong>.</p><h4>Die trügerische Rettung am Wochenende</h4><p>Wer nach dem <strong>Temperatursturz</strong> die Winterjacke rauskramt, wird überrascht: Zum <strong>Wochenende</strong> meldet sich der Sommer schon wieder zurück. Ein kräftiges <strong>Hoch</strong> übernimmt das Kommando.</p><p>Wolken und Regen sind dann schnell Geschichte, es dominieren <strong>viel Sonne</strong> und knochentrockene Luft. Die Temperaturen klettern zurück Richtung <strong>20 Grad</strong>, örtlich sogar darüber. Klingt traumhaft – ist aber genau das Problem. Denn was uns Sonne schenkt, nimmt es den <strong>Flüssen</strong> gnadenlos weg.</p><h4>Kommt jetzt das gefürchtete Dauerhoch?</h4><p>Jetzt wird es richtig brisant: Bleibt dieses Hoch – oder wird sogar ein <strong>Dauerhoch</strong> daraus? Die <strong>Statistik</strong> ist ein Warnsignal, denn die <strong>letzte Septemberdekade</strong> neigt immer wieder zu <strong>hartnäckigen Hochdruckphasen</strong>.</p><p>Über Skandinavien lauert bereits ein Hoch, das sich nach dem Kälteeinschub neu aufbauen könnte. <strong>Durchaus realistisch, aber noch nicht sicher</strong> – so die ehrliche Prognose. Fest steht: Genau dieser Wetterabschnitt zeichnete sich schon vor Wochen ab. Und er könnte teuer werden.</p><h4>Der Rhein trocknet aus – Pegel im freien Fall</h4><p>Was für Sonnenanbeter ein Fest ist, wird für den <strong>Rhein</strong> zur Katastrophe. Der Strom führt so wenig Wasser wie fast nie – das <strong>Niedrigwasser</strong> spitzt sich dramatisch zu.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief-1788884186555.jpg" data-image="dhgchv48f3th" alt="regen, wetter, wochenende" title="regen, wetter, wochenende"><figcaption>So wird das nichts! Bis zum Wochenende sind weiterhin kaum nennenswerte Niederschläge in Sicht.</figcaption></figure><p>Am entscheidenden <strong>Pegel Kaub</strong> ging es kurz unter die <strong>30-Zentimeter-Marke</strong>, aktuell sind es klägliche <strong>29 Zentimeter</strong> – weit unter jedem Normalwert. Noch heftiger trifft es <strong>Worms</strong>: Dort stehen nur noch magere <strong>7 Zentimeter</strong> an der Latte. Die <strong>Schifffahrt</strong> ächzt, viele Frachter dürfen längst nur noch halb beladen fahren.</p><h3>Warum uns dieses Hoch Millionen kosten könnte</h3><p>Und hier schließt sich der teure Kreis: Ausgerechnet das ersehnte <strong>Hoch</strong> ist für den Rhein pures Gift. Mehr Sonne heißt weniger Regen – und die <strong>Pegel</strong> rutschen weiter Richtung <strong>Rekordtief</strong>.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p>Weil die Frachter kaum noch beladen dürfen, brauchen sie mehr Fahrten für dieselbe Menge – die <strong>Frachtkosten</strong> explodieren. Am Ende schlägt das über Kohle, Öl, Benzin und Baustoffe voll auf uns alle durch: <strong>Die Preise steigen</strong>, und die Rechnung geht schnell in die <strong>Millionen</strong>. Das schöne Wetter am Wochenende? Es hat einen bitterteuren Beigeschmack. Bleibt nur eine Frage: Wie lange geht das noch gut?</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterexperte-schlagt-alarm-dieses-neue-hoch-konnte-uns-millionen-kosten-rhein-rast-richtung-rekordtief.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[„Ein einziges Zahnrad entscheidet" – ob uns ein langer Altweibersommer mit bis zu 30 Grad beschert wird]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-einziges-zahnrad-entscheidet-ob-uns-ein-langer-altweibersommer-mit-bis-zu-30-grad-beschert-wird.html</link><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 02:13:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Erst der kühle Dämpfer, jetzt die Rückkehr der Sonne: Doch ob daraus ein langer Altweibersommer mit bis zu 30 Grad wird, hängt an einem einzigen entscheidenden Faktor.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb5f7au"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb5f7au.jpg" id="xb5f7au"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p><br>Kaum ist die große Hitze mit einem kühlen Dämpfer verschwunden, blicken viele schon wieder sehnsüchtig nach vorn – und der Blick lohnt sich. Denn hinter dem nasskalten Intermezzo dieser Woche deutet sich eine echte <strong>Wärmerückkehr</strong> an. Manche Berechnungen liebäugeln für Anfang Oktober sogar mit der magischen <strong>30-Grad-Marke</strong>.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Doch bevor die Sektkorken knallen: Ein solcher Ausnahme-Herbst fällt nicht vom Himmel. In der Atmosphäre müssen mehrere Zahnräder ineinandergreifen – doch eines davon entscheidet über alles. Springt dieses <strong>eine Zahnrad</strong> nicht an, bleibt der lange <strong>Altweibersommer</strong> ein schöner Traum.</p><h2>Ein Hoch muss das Kommando übernehmen</h2><p>Der wichtigste Baustein ist ein kräftiges, ortsfestes <strong>Hochdruckgebiet</strong> über Mitteleuropa. Nur wenn sich ein solches Hoch festsetzt und die atlantischen Tiefs mit ihren Regenfronten außen vor hält, bekommen wir die ruhige, trockene und sonnige Witterung, die den Altweibersommer ausmacht.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/ein-einziges-zahnrad-entscheidet-ob-uns-ein-langer-altweibersommer-mit-bis-zu-30-grad-beschert-wird-1788879416506.jpg" data-image="qd1nk19stay4" alt="hochdruck, altweibersommer, wetter" title="hochdruck, altweibersommer, wetter"><figcaption>Ein Hoch rückt Richtung Wochenende in Richtung Deutschland vor.</figcaption></figure><p>Genau danach sieht es zum Wochenende hin tatsächlich aus: Der Wind schläft ein, der Nebel am Morgen löst sich zügig auf, und die Nachmittage werden mild und golden. Das ist die klassische <strong>Startrampe</strong> – die Frage ist nur, ob das Hoch die Kraft hat, sich richtig festzubeißen.</p><h4>Die Omega-Lage – der eigentliche Schlüssel</h4><p>Damit der Spätsommer nicht nach zwei, drei Tagen wieder kippt, braucht es die berühmte <strong>Omegalage</strong>. Dabei legt sich ein mächtiges Hoch wie der griechische Buchstabe Omega über den Kontinent und wird links und rechts von zwei Tiefs regelrecht in Position gehalten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787434" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann">Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html" title="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551_320.png" alt="Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann"></a></article></aside><p>Diese <strong>blockierende Wetterlage</strong> ist das entscheidende Zahnrad für einen langen Altweibersommer: Sie friert das schöne Wetter förmlich ein und lässt Tiefdruckgebiete stur außen herum wandern. Deutet sich so ein Muster an, stehen die Chancen auf eine wochenlange Schönwetterphase plötzlich richtig gut.</p><h4>Woher die Extra-Wärme kommt</h4><p>Für die ganz warmen Werte reicht ein Hoch allein aber nicht – es braucht auch den passenden Nachschub aus dem Süden. Wenn die Strömung auf <strong>Südwest</strong> dreht und milde, teils noch subtropische Luft vom Mittelmeer bis zu uns lenkt, kommen die entscheidenden Extra-Grade obendrauf.</p><p>Kommt dann noch viel <strong>Sonnenschein</strong> über trockenem, spätsommerlich aufgeheiztem Boden dazu, addiert sich das schnell. Aus zunächst harmlos wirkenden 22 oder 24 Grad können unter optimalen Bedingungen tatsächlich sommerliche <strong>Spitzenwerte</strong> werden.</p><h4>Und was ist mit den 30 Grad?</h4><p>Bleiben wir ehrlich: Verlässlich vorhersagen lässt sich Anfang Oktober noch nicht, dafür ist der Zeitraum viel zu weit weg. Der <strong>Trend</strong> zeigt für die nächsten Tage angenehme 22 bis 26 Grad – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/ein-einziges-zahnrad-entscheidet-ob-uns-ein-langer-altweibersommer-mit-bis-zu-30-grad-beschert-wird-1788879553958.jpg" data-image="4gyi5v7xglkc" alt="regen, trockenheit, wetter" title="regen, trockenheit, wetter"><figcaption>Regen? Welcher Regen? Die kommenden Tage bringen kaum Niederschläge. </figcaption></figure><p>Die <strong>30 Grad</strong> sind damit eher die große Ausnahme als die Regel. Möglich sind sie nur, wenn Hoch, Omegalage und warmer Südwind gleichzeitig mitspielen – ein meteorologischer Volltreffer, der in besonders warmen Jahren aber schon vorgekommen ist. Ausgeschlossen ist also nichts.</p><h2>Wie lange hält der goldene Herbst?</h2><p>Und genau hier wird es spannend: Setzt sich die blockierende Lage durch, kann uns der Altweibersommer über eine Woche hinaus erhalten bleiben – mit stabilem Hoch, milden Nachmittagen und den typisch glitzernden <strong>Spinnenfäden</strong> in der Luft.</p><p>Kippt das Muster dagegen, meldet sich der Herbst schneller zurück, als uns lieb ist. Nach heutigem Stand stehen die Zeichen aber gut, dass uns ein <strong>freundlicher, warmer Auftakt in den Oktober</strong> erwartet. Meine Empfehlung: Genießen Sie jeden sonnigen Tag – dieser Spätsommer könnte sich als echtes Geschenk entpuppen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-einziges-zahnrad-entscheidet-ob-uns-ein-langer-altweibersommer-mit-bis-zu-30-grad-beschert-wird.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Die verborgene Geschichte eines Schafmörders]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-verborgene-geschichte-eines-schafmorders.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 14:37:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Alte Handschriften wie das York-Evangelium geben Einblicke in die 3.500-jährige Geschichte des Schafpocken-Virus und liefern Wissenschaftlern neue Hinweise auf Tierkrankheiten, die Evolution und Ausbrüche in ganz Europa.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/the-hidden-history-of-a-sheep-killer-1788699306200.jpg" data-image="urdfq8b24cxw" alt="schaafe" title="schaafe"><figcaption>Bild eines Schafs. Quelle: Pixabay.</figcaption></figure><p>Die York-Evangelien und andere bekannte historische Handschriften aus Europa haben sich als Zeitkapseln erwiesen, die Einblicke in die 3.500-jährige Geschichte des Schafpocken-Virus (SPPV) gewähren.</p><p>Wissenschaftler können aus den Tierhäuten, aus denen das Pergament hergestellt wird, DNA gewinnen, und ein internationales Team unter der Leitung des University College Dublin hat nun den ersten genetischen Nachweis dafür erbracht, wie diese Krankheit die Herden europäischer Landwirte heimsucht.</p><p> </p><h2>Was war das für ein Virus?</h2><p>Die Schafpocken sind hochansteckend und verbreiten sich schnell in einer Herde. Sie können insbesondere bei jüngeren Tieren zu hohen Sterblichkeitsraten führen und die Produktivität des Betriebs beeinträchtigen, indem sie die Woll-, Milch- und Fleischerträge mindern. <br> <br> „Die Gewinnung alter DNA von Krankheitserregern hat unser Verständnis von Infektionskrankheiten in der Vergangenheit grundlegend verändert, und hier zeigen wir, dass auch Pergament die DNA tierischer Krankheitserreger bewahren kann. Es ist möglich, dass Archive und Bibliotheken auf der ganzen Welt ebenfalls genetische Spuren von Tierkrankheitsausbrüchen in der Vergangenheit enthalten“, sagte Louis L’Hôte, Doktorand an der UCD. <br> <br> „Diese Genome helfen uns zu verstehen, wie sich diese Krankheitserreger entwickelt haben und wie sie sich auf vergangene Gesellschaften ausgewirkt haben – wie beispielsweise das Schafpockenvirus, von dem wir nachweisen konnten, dass es eurasische Schafherden seit mindestens dreieinhalb Jahrtausenden befällt.“</p><p>In der neuen Studie rekonstruierte das Team die Entwicklung der Schafpocken über einen Zeitraum von mehr als 3.500 Jahren und identifizierte die Krankheit in alten Handschriften. Zu den von ihnen analysierten Werken gehörte auch das 1.000 Jahre alte York-Evangelium, eine der schönsten illuminierten Handschriften aus der frühen angelsächsischen Zeit.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/the-hidden-history-of-a-sheep-killer-1788699449386.jpg" data-image="ltdg7rliyam8" alt="manuskript" title="manuskript"><figcaption>Briefe des heiligen Paulus, Nahaufnahme. Bildquelle: Cambridge, Trinity College, MS B.10.5, fol. 62v, die Briefe des heiligen Paulus, Irland/Northumbria, 700–800 n. Chr. Abgebildet mit freundlicher Genehmigung des Rektors und der Fellows des Trinity College Cambridge.</figcaption></figure><p> <br> In mehreren Fällen wurde festgestellt, dass mehrere Seiten desselben Manuskripts DNA des Schafpockenvirus enthielten, was darauf hindeutet, dass infizierte Schafe zur Herstellung dieser Dokumente verwendet worden waren. Da das verwendete Pergament aus den Häuten von Tieren wie Kühen, Ziegen und Schafen hergestellt wurde, dient es als einzigartiges Bioarchiv, das den Gesundheitszustand der Tiere zum Zeitpunkt ihres Todes bewahrt. <br> <br> Einer der überraschendsten Befunde der Studie war das Vorhandensein des Schafpockenvirus auf Pergament aus Rinder- und Ziegenhäuten, was darauf hindeutet, dass es möglicherweise zu einer artübergreifenden Infektion oder zu einer Kontamination des Pergaments während der Herstellung des Dokuments gekommen ist.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="765937" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/eine-alternative-zur-lebertransplantation-ein-revolutionarer-durchbruch-in-der-regenerativen-medizin.html" title="Eine Alternative zur Lebertransplantation: ein revolutionärer Durchbruch in der regenerativen Medizin">Eine Alternative zur Lebertransplantation: ein revolutionärer Durchbruch in der regenerativen Medizin</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/eine-alternative-zur-lebertransplantation-ein-revolutionarer-durchbruch-in-der-regenerativen-medizin.html" title="Eine Alternative zur Lebertransplantation: ein revolutionärer Durchbruch in der regenerativen Medizin"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/un-alternativa-ai-trapianti-di-fegato-la-novita-rivoluzionaria-nel-campo-della-medicina-generativa-1776776922064_320.jpg" alt="Eine Alternative zur Lebertransplantation: ein revolutionärer Durchbruch in der regenerativen Medizin"></a></article></aside><p>„Die Pergamentherstellung galt lange Zeit als aussterbendes Handwerk, doch wir beginnen nun zu verstehen, wie viel von der Vergangenheit darin bewahrt wurde. Dieses Projekt zeigt, dass Pergamente nicht nur unsere Kulturgeschichte über Hunderte von Jahren hinweg bewahren, sondern auch Aufschluss über das Krankheitsgeschehen bei unserem Viehbestand im Mittelalter geben“, sagte Dr. Kevin G. Daly, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Landwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften der UCD.<br> <br> „Solche spannenden, überraschenden Entdeckungen sind nur möglich, wenn Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommen, um ihr Fachwissen und ihre Daten auszutauschen – eine Großzügigkeit und ein Vertrauen, auf denen wissenschaftliche Zusammenarbeit beruht.“<br> <br> Durch die Untersuchung sowohl der Manuskripte als auch älterer Proben von Schafszähnen aus der Bronzezeit zeigte die Studie, dass die Schafpocken das Vieh seit rund 3.700 Jahren bedrohen. Zähne können genetische Spuren von Infektionen über Jahrtausende hinweg bewahren und liefern so wichtige Aufzeichnungen über vergangene Ausbrüche. </p><h2>Die frühesten Belege finden</h2><p>Das Team hat herausgefunden, dass die frühesten Hinweise auf das Schafpockenvirus aus Zahnresten alter Hirten-Siedlungen in der eurasischen Steppe stammen. Durch den Vergleich der alten Sequenzen mit modernen können sie abschätzen, dass sich die Capripoxviren (Schafpockenvirus, Ziegenpockenvirus und das Virus der Lumpy-Skin-Krankheit) vor etwa 11.500 bis 3.700 Jahren auseinanderentwickelt haben. <br> <br> Dieser Zeitrahmen deckt sich mit der Domestizierung von Tieren und der Verlagerung von Schafen aus der Steppe nach Europa. <br> <br> „Menschen auf der ganzen Welt kämpfen immer noch gegen diesen Erreger – derzeit gibt es in Griechenland einen Ausbruch der Schafpocken, der großen wirtschaftlichen Schaden verursacht“, sagte Louis L’Hôte. „Alte Genome können uns helfen zu verstehen, wie sich diese Erreger, die uns heute betreffen, entwickelt haben. Wir stellen fest, dass das Genom des Schafpockenvirus im Gegensatz zum Pockenvirus in den letzten Jahrtausenden sehr stabil war.“<br> <br> „Das könnte bedeuten, dass genetische Veränderungen vor diesem Zeitpunkt sehr wichtig dafür waren, wie sich das Schafpockenvirus so entwickelt hat, dass es seinen Wirt infizieren kann – was uns helfen könnte, den Erreger in Zukunft zu bekämpfen.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="%3A%20L%E2%80%99H%C3%B4te%2C%20L.%2C%20Sacrist%C3%A1n%2C%20L.%2C%20Ferguson%2C%20R.%2C%20Siekmann%2C%20A.%2C%20Rogers%2C%20L.%2C%20Richter%2C%20B.%2C%20Weissenb%C3%B6ck%2C%20H.%2C%20Lorke%2C%20J.%2C%20Artemis%2C%20L.%2C%20L%C3%A9v%C3%AAque%2C%20%C3%89.%2C%20Hark%2C%20R.%2C%20Engel%2C%20P.%2C%20Josephine%20Webber%2C%20M.%20T.%2C%20Bennett%2C%20M.%2C%20Rose-Beers%2C%20K.%2C%20Nichols%2C%20E.%2C%20Alegre%2C%20M.%20M.%2C%20Rams%C3%B8e%2C%20M.%2C%20Fiddyment%2C%20S.%2C%20%E2%80%A6%20Daly%2C%20K.%20G." data-year="2026" data-title="3%2C500%20Years%20of%20sheeppox%20virus%20evolution%20inferred%20from%20archaeological%20and%20codicological%20genomes." data-url="https%3A%2F%2Fwww.biorxiv.org%2Fcontent%2F10.64898%2F2026.02.23.707469v3">: L’Hôte, L., Sacristán, L., Ferguson, R., Siekmann, A., Rogers, L., Richter, B., Weissenböck, H., Lorke, J., Artemis, L., Lévêque, É., Hark, R., Engel, P., Josephine Webber, M. T., Bennett, M., Rose-Beers, K., Nichols, E., Alegre, M. M., Ramsøe, M., Fiddyment, S., … Daly, K. G.. (2026). <a href="https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.02.23.707469v3" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">3,500 Years of sheeppox virus evolution inferred from archaeological and codicological genomes.</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-verborgene-geschichte-eines-schafmorders.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wie ist das Zentrum der Milchstraße entstanden? Eine neue Simulation liefert Hinweise auf den Entstehungsprozess]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/wie-ist-das-zentrum-der-milchstra-e-entstanden-eine-neue-simulation-liefert-hinweise-auf-den-entstehungsprozess.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 14:31:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Eine neue Studie versucht, den Ursprung von Strukturen zu erklären, die kürzlich im Zentrum der Milchstraße und anderer Galaxien beobachtet wurden.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-o-centro-da-via-lactea-se-formou-nova-simulacao-traz-pistas-sobre-o-processo-1786297040690.png" data-image="mnie712l4ri6" alt="Eine neue Studie versucht zu ergründen, wie sich die verschiedenen Strukturen der Milchstraße im Laufe von Milliarden von Jahren gebildet und entwickelt haben. Bildquelle: NASA" title="Eine neue Studie versucht zu ergründen, wie sich die verschiedenen Strukturen der Milchstraße im Laufe von Milliarden von Jahren gebildet und entwickelt haben. Bildquelle: NASA"><figcaption>Eine neue Studie versucht zu ergründen, wie sich die verschiedenen Strukturen der Milchstraße im Laufe von Milliarden von Jahren gebildet und entwickelt haben. Bildquelle: NASA</figcaption></figure><p>Die Milchstraße ist eine Spiralgalaxie, die aus verschiedenen Komponenten besteht, darunter die Sternscheibe, der zentrale Bulge, der Halo und ein dichter Kernbereich. Im Zentrum der Galaxie befindet sich das supermassive Schwarze Loch Sagittarius A*, das von einer großen Ansammlung von Sternen und Gas umgeben ist.</p><p>Trotz der Fortschritte bei Beobachtungen und Simulationen verstehen wir den Prozess, der zur Entstehung und Entwicklung der Milchstraße führte, noch immer nicht vollständig. Die Galaxie wuchs über Milliarden von Jahren hinweg durch Prozesse wie Gasakkretion, Sternentstehung und Verschmelzungen mit anderen Galaxien und kleineren Systemen.</p><p>Neue Simulationen tragen dazu bei, die Entwicklung des zentralen Bereichs von Galaxien, die der Milchstraße ähneln, nachzuvollziehen. Diese Modelle ermöglichen es uns, die Dynamik von Sternen, Gas und dem Gravitationspotential über Milliarden von Jahren hinweg zu verfolgen. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über den Kern und die Scheibe.</p><h2>Das Zentrum der Milchstraße</h2><p>Das Zentrum der Milchstraße weist eine Struktur auf, die von einem Sternenbulge und einer galaktischen Bar dominiert wird, bei der es sich um eine Ansammlung von Sternen handelt, die sich über den zentralen Bereich der Scheibe erstreckt. Die Bar erstreckt sich über mehrere tausend Lichtjahre und beeinflusst die Verteilung und Dynamik von Gas und Sternen in ihrer Umgebung.</p><div class="texto-destacado">Sagittarius A*, das supermassive Schwarze Loch der Galaxie, befindet sich nahe dem Zentrum dieser Struktur.<br></div><p>Die Hauptspiralarme der Milchstraße gehen nicht direkt vom Schwarzen Loch aus, sondern sind mit der galaktischen Scheibe und den Enden des Balkens verbunden. Die differentielle Rotation der Scheibe und die Massenverteilung tragen zur Entstehung dieser Arme bei, in denen sich Gas- und Staubkonzentrationen sowie Sternentstehungsgebiete befinden.</p><h2>Die galaktische Bar</h2><p>Der Sternbalken spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des inneren Bereichs der Galaxie und fungiert als Mechanismus, der Gas zum Zentrum transportiert. In der Simulation wirkt er wie eine Art „kosmisches Förderband“, das Material von der Scheibe zum Zentrum leitet.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-o-centro-da-via-lactea-se-formou-nova-simulacao-traz-pistas-sobre-o-processo-1786297277395.png" data-image="k7qehumz6psj" alt="Mithilfe von Computersimulationen konnte die Entwicklung dieser Strukturen verfolgt und untersucht werden, wie sie physikalisch miteinander verbunden sind. Quelle: Kwak et al. 2026" title="Mithilfe von Computersimulationen konnte die Entwicklung dieser Strukturen verfolgt und untersucht werden, wie sie physikalisch miteinander verbunden sind. Quelle: Kwak et al. 2026"><figcaption>Mithilfe von Computersimulationen konnte die Entwicklung dieser Strukturen verfolgt und untersucht werden, wie sie physikalisch miteinander verbunden sind. Quelle: Kwak et al. 2026</figcaption></figure><p>Die Simulation zeigt zudem, dass sich diese Strukturen nicht in einem einzigen Vorgang, sondern dynamisch über einen längeren Zeitraum hinweg bilden. Wenn sich Gas im zentralen Bereich anreichert, erzeugt die Rückkopplung durch Sterne in ihren Endphasen Stoßwellen, die neue Phasen der Sternentstehung auslösen.</p><h2>Zusammenhang zwischen dem galaktischen Kern und der Scheibe<br></h2><p>Die Beziehung zwischen dem Kernsternhaufen und der Kernsternscheibe könnte enger sein, als Beobachtungen vermuten lassen. Der scheinbare Unterschied zwischen diesen Strukturen deutet nicht zwangsläufig auf die Existenz von Sternpopulationen mit unterschiedlichem Alter, unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung oder unterschiedlichen Bewegungen hin.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786553" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schnell-bewegter-stern-konnte-die-rotation-des-schwarzen-lochs-im-zentrum-der-milchstra-e-auf-die-probe-stellen.html" title="Schnell bewegter Stern könnte die Rotation des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße auf die Probe stellen">Schnell bewegter Stern könnte die Rotation des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße auf die Probe stellen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/schnell-bewegter-stern-konnte-die-rotation-des-schwarzen-lochs-im-zentrum-der-milchstra-e-auf-die-probe-stellen.html" title="Schnell bewegter Stern könnte die Rotation des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße auf die Probe stellen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/estrela-em-alta-velocidade-pode-testar-a-rotacao-do-buraco-negro-no-centro-da-via-lactea-1787424647858_320.png" alt="Schnell bewegter Stern könnte die Rotation des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße auf die Probe stellen"></a></article></aside><p>Die Simulation zeigt, dass sich diese Beziehung im Laufe der Zeit auf natürliche Weise verändert. Während längerer Phasen der Sternentstehung entwickeln sich die relativen Massen und Größen des Clusters und der Scheibe mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, wodurch sie sich optisch immer stärker voneinander unterscheiden.</p><h2>Die Rolle der Dunklen Materie</h2><p>Dunkle Materie bildet einen ausgedehnten Halo, der die Galaxie umgibt, und macht den größten Teil ihrer Gesamtmasse aus. Ihre Gravitationsverteilung beeinflusst die Rotation der Scheibe sowie die Dynamik der Sterne, des Gases und des galaktischen Balkens selbst. Es ist von entscheidender Bedeutung, dunkle Materie als dynamische Komponente zu betrachten.</p><figure></figure><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-o-centro-da-via-lactea-se-formou-nova-simulacao-traz-pistas-sobre-o-processo-1786297260170.png" data-image="7s9hobggye3t" alt="Das Verständnis des Kerns der Milchstraße ist von entscheidender Bedeutung, da Strukturen wie der Balken und die galaktische Scheibe in direktem Zusammenhang mit der Dynamik des zentralen Bereichs stehen. Bildquelle: NASA" title="Das Verständnis des Kerns der Milchstraße ist von entscheidender Bedeutung, da Strukturen wie der Balken und die galaktische Scheibe in direktem Zusammenhang mit der Dynamik des zentralen Bereichs stehen. Bildquelle: NASA"><figcaption>Das Verständnis des Kerns der Milchstraße ist von entscheidender Bedeutung, da Strukturen wie der Balken und die galaktische Scheibe in direktem Zusammenhang mit der Dynamik des zentralen Bereichs stehen. Bildquelle: NASA</figcaption></figure><p>In der neuen Simulation wurde die Dunkle Materie durch dynamische Teilchen dargestellt, wodurch der Halo gravitativ auf die Entwicklung des Balkens reagieren konnte<strong>.</strong> Dieser Ansatz ermöglichte es, dass sich ein Balken auf natürliche Weise bildete und im Laufe der Zeit weiterentwickelte, was schließlich zur Entstehung von Kernstrukturen beitrug.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Kwak%20et%20al" data-year="2026" data-title="SMUGGLE-Ring%3A%20Evolutionary%20link%20between%20nuclear%20star%20cluster%20and%20nuclear%20disk" data-url="https%3A%2F%2Farxiv.org%2Fabs%2F2606.05157">Kwak et al. (2026). <a href="https://arxiv.org/abs/2606.05157" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">SMUGGLE-Ring: Evolutionary link between nuclear star cluster and nuclear disk</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/wie-ist-das-zentrum-der-milchstra-e-entstanden-eine-neue-simulation-liefert-hinweise-auf-den-entstehungsprozess.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Berlin-Wetter: Wo bleibt der stabile Altweibersommer?]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 14:30:07 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Nicht nur das Leben in Berlin ist aktuell trubelig und bunt, auch das Wetter kann sich derzeit nicht entscheiden, wo es hin soll. Fällt der Altweibersommer mit den schönen Spätsommertemperaturen aus?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788859387752.jpg" data-image="g1e9atgfh8av" alt="Wolken, Regen, Berlin" title="Wolken, Regen, Berlin"><figcaption>Das Wetter in Berlin kann sich nicht richtig entscheiden. Es bleibt die Woche über wechselhaft. Zum Wochenende könnte es regnen. Insbesondere Sonntag.</figcaption></figure><p>Stabiles Wetter nach dem Sommer, gekennzeichnet durch Wärme, Sonnenschein und nahezu kein Regen; das ist mittlerweile im Volksmund bekannt als "Altweibersommer". Die deutsche Hauptstadt Berlin scheint aktuell jedoch nicht so wirklich in einem stabilen Modus zu sein, zumindest, was das Wetter angeht. Am heutigen Dienstag ist mit Schauern zu rechnen, trotzdem reißt der Himmel immer wieder auf und lässt die Sonne schneien. Auch der restliche Wochenverlauf gleicht eher der bunten Techno-Kultur Berlins als dem stabilen Umfeld in Steglitz. </p><h2>Wetterachterbahn in Berlin - Wo bleibt der Altweibersommer?</h2><p>Eine stets präsente Frage in Berlin ist wohl: Was soll ich heute anziehen? Die Antwort darauf aus wettertechnischer Sicht ist in der kommenden Woche wohl eher: Ja. </p><p>Am Mittwoch soll es trocken bleiben, doch am Donnerstag können schon wieder vereinzelt Regentropfen vom Himmel herabfallen. Weitestgehend soll es jedoch bis zum Wochenende trocken bleiben. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit ist am Sonntag zu verbuchen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787132" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/klimaresiliente-beete-wie-der-berliner-staudenmarkt-loesungen-fuer-extreme-jahreszeiten-bietet.html" title="Klimaresiliente Beete: Wie der Berliner Staudenmarkt Lösungen für extreme Jahreszeiten bietet">Klimaresiliente Beete: Wie der Berliner Staudenmarkt Lösungen für extreme Jahreszeiten bietet</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/klimaresiliente-beete-wie-der-berliner-staudenmarkt-loesungen-fuer-extreme-jahreszeiten-bietet.html" title="Klimaresiliente Beete: Wie der Berliner Staudenmarkt Lösungen für extreme Jahreszeiten bietet"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/klimaresiliente-beete-wie-der-berliner-staudenmarkt-loesungen-fuer-extreme-jahreszeiten-bietet-1788530645880_320.jpeg" alt="Klimaresiliente Beete: Wie der Berliner Staudenmarkt Lösungen für extreme Jahreszeiten bietet"></a></article></aside><p>Temperaturtechnisch könnten Wetter-Pragmatist*innen in der kommenden Woche zum altbewährten Zwiebel-Look greifen. Die Temperaturen fallen bis zum Donnerstag von aktuellen 26 °C auf bis zu 19 °C. Zum Wochenende hin steigt das Thermometer dann wieder auf 25 °C an. </p><h3>Kommen bald stabilere Wetterbedingungen nach Berlin?</h3><p>Aus meteorologischer Sicht handelt es sich beim Altweibersommer um eine "Singularität". Das klingt jetzt komplex, meint aber nichts anderes als eine zur selben Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkehrende Wetterlage. Beim Altweibersommer handelt es sich dabei um Hochdruckgebiete, die meistens Mitte September auftreten und für trockenes und spätsommerliches Wetter sorgen. Wer also nicht das gesamte Kleidungs-Spektrum des Kleiderschranks bereit halten möchte, hofft auf darauf, dass der Altweibersommer nach Berlin kommt. Denn dann ist ein T-Shirt sowie ein leichter Pulli wohl das beste Mittel der Wahl, um durch den Tag und die Abendstunden zu kommen.Doch wie sieht es aus für Berlin? Fällt dieses Jahr der Altweibersommer aus? </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787247" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?">Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt.html" title="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/hamburger-regen-wird-die-regenstatistik-vom-september-jetzt-schon-gesprengt-1788607798337_320.jpg" alt="Hamburger Regen: Wird die Regenstatistik vom September jetzt schon gesprengt?"></a></article></aside><p>Der Großlagenwetterfrosch Dieter Donner wagt einen Ausblick in die folgende Woche. Das Wettermodell sieht für Berlin tatsächlich stabile Temperaturen ab Dienstag von um die 22 °C mit leichten Schwankungen nach oben und unten. Nach einem verregneten Montag verzieht sich dann das Regenfeld aller Voraussicht nach und eine leichte Wolkendecke lässt die Sonne immer mal wieder zum Vorschein kommen. Es bleibt also voraussichtlich tatsächlich trocken und wohl temperiert. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer-1788861392625.jpg" data-image="9jhplqxetqhg" alt="Jet Stream, Wind, 300 hPa" title="Jet Stream, Wind, 300 hPa"><figcaption>Die Jet-Stream Position schlägt Richtung Norden aus. Diese Position könnte dazu führen, dass sich ein Hochdruckgebiet über Deutschland setzt und den Altweibersommer einläutet.</figcaption></figure><p>Auch ein Blick auf den Jet-Stream unterstützt diese Vorhersage. Dieser scheint sich im Laufe dieser Woche zu einer Wellenposition zu entwickeln mit einem Ausschlag Richtung Norden. Die sorgt für ausreichend Platz, sodass warme Luft Richtung Deutschland strömen kann. Schiebt sich dieser Wellenausschlag weiter Richtung Nordosten, so könnte es zu einem markanten Hochdruckgebiet über Deutschland führen und damit zu den trockenen und warmen Temperaturen des Altweibersommers in Berlin.</p><p><strong>Ich wünsche Ihnen im Laufe der Woche genügend fliegende Spinnfäden zu fangen. Ein (außergewöhnliches) +Zeichen für Glück im Mythos des Altweibersommers.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/berlin-wetter-wo-bleibt-der-stabile-altweibersommer.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kai Bellinghausen]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Meteorologe schlägt Alarm: Super-El-Niño entscheidet über ersten Schnee – doch DIESER Faktor kippt alles]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/meteorologe-schlagt-alarm-super-el-nino-entscheidet-uber-ersten-schnee-doch-dieser-faktor-kippt-alles.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:11:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Ein Winter, drei Giganten, ein Rätsel: Über dem Pazifik tobt ein Rekord-El-Niño. Doch ob bei uns früh Schnee fällt, entscheidet am Ende ein ganz anderer.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/meteorologe-schlagt-alarm-super-el-nino-entscheidet-uber-ersten-schnee-doch-dieser-faktor-kippt-alles-1788820223428.jpg" data-image="a3blg8tkx2io" alt="schnee, wetter, winter" title="schnee, wetter, winter"><figcaption>Verschiedene Wetterphänomene könnten diesen Winter aufeinanderstoßen.</figcaption></figure><p><br>Es gibt Winter, die kündigen sich leise an. Und dann gibt es diesen. Über dem Pazifik brodelt gerade eine Kraft, wie sie Klimaforscher seit Jahrzehnten nicht gesehen haben – und sie könnte darüber mitentscheiden, wann in Deutschland die erste Flocke fällt.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Doch der Reihe nach. Denn wer glaubt, ein einziger Schalter regele unseren Winter, der irrt gewaltig. Es sind gleich drei Giganten, die sich in den kommenden Wochen ins Gehege kommen.</p><h2>Der Pazifik brodelt – und alle schauen hin</h2><p>Der Star dieser Saison heißt <strong>El Niño</strong> – und er tritt in einer Wucht auf, die selbst hartgesottene Meteorologen aufhorchen lässt. Der entscheidende Messwert im tropischen Pazifik ist auf über <strong>plus 2,6 Grad</strong> geklettert. Solche Zahlen hat es seit den 90er-Jahren nicht mehr gegeben. Manche sprechen bereits vom <strong>stärksten Ereignis seit Beginn der modernen Aufzeichnungen</strong>.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/meteorologe-schlagt-alarm-super-el-nino-entscheidet-uber-ersten-schnee-doch-dieser-faktor-kippt-alles-1788820634731.jpg" data-image="i0oojrq1j89c" alt="jetstream, winter, spannung" title="jetstream, winter, spannung"><figcaption>Spielt beim Winter auch eine nicht unwichtige Rolle. </figcaption></figure><p>Was in tausenden Kilometern Entfernung im Ozean passiert, klingt erst mal weit weg. Ist es aber nicht. Denn diese gewaltige Wärme pumpt Energie in die globale Luftzirkulation – und die Wellen schwappen bis zu uns nach Europa. Nur eben nicht so direkt, wie viele jetzt denken.</p><h4>Der heimliche Chef sitzt woanders</h4><p>Denn der wahre Entscheider über unser Winterwetter schwebt in rund zehn Kilometern Höhe: der <strong>Jetstream</strong>, ein reißendes Starkwindband, das den Atlantik überquert. Wellt er sich, kippt <strong>eiskalte Polarluft</strong> weit nach Süden – und der Schnee kommt bis ins Flachland. Läuft er dagegen schnurgerade, drückt er milde Atlantikluft heran, und der Winter fällt buchstäblich ins Wasser.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786907" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27">Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!" – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter-1788429829810_320.jpg" alt="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"></a></article></aside><p>Und genau hier wird es spannend. El Niño kann diesen Windgürtel anschubsen, ihn stören, ihn ins Schlingern bringen. Aber garantieren kann er nichts. Es ist ein <strong>Tauziehen</strong> – und der Ausgang ist offen.</p><h4>Die Wildcard, die alles sprengen kann</h4><p>Bleibt der dritte im Bunde – und der ist der unberechenbarste von allen: der <strong>Polarwirbel</strong> hoch über der Arktis. Ist er stabil, hält er die Kälte wie in einem Tresor über dem Nordpol fest, und bei uns bleibt es mild. Doch bricht er zusammen, passiert das, was Wetterfans jedes Jahr herbeisehnen.</p><p>Fachleute nennen es <strong>plötzliche Stratosphärenerwärmung</strong>. Im Klartext: Die eisige Luft ergießt sich schlagartig über halb Europa, und aus einem lauen Dezember wird über Nacht <strong>Väterchen Frost</strong>. Ob und wann das passiert, sieht man frühestens ein bis zwei Wochen vorher. Kein Modell der Welt schafft es früher.</p><h4>Diese Regionen bekommen zuerst weiße Dächer</h4><p>Trotz allem Chaos lässt sich eine Reihenfolge abstecken – und die dürfte viele nicht überraschen. Zuerst dran sind wie immer die <strong>Alpen</strong> und die Hochlagen oberhalb von rund 1800 Metern. Dort kann schon im <strong>Oktober</strong> alles weiß sein.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="785140" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie.html" title="Chaos-Herbst 2026? Was da auf uns zurollt – Klima-Experte warnt: „So einen Herbst hatten wir noch nie'">Chaos-Herbst 2026? Was da auf uns zurollt – Klima-Experte warnt: „So einen Herbst hatten wir noch nie"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie.html" title="Chaos-Herbst 2026? Was da auf uns zurollt – Klima-Experte warnt: „So einen Herbst hatten wir noch nie'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/chaos-herbst-2026-was-da-auf-uns-zurollt-klima-experte-warnt-so-einen-herbst-hatten-wir-noch-nie-1787511087222_320.jpg" alt="Chaos-Herbst 2026? Was da auf uns zurollt – Klima-Experte warnt: „So einen Herbst hatten wir noch nie'"></a></article></aside><p>Danach folgen die <strong>Mittelgebirge</strong>: Schwarzwald, Harz, Erzgebirge und Bayerischer Wald. Hier hängt der erste Schnee meist im <strong>November</strong> in den Gipfellagen fest. Das <strong>Flachland</strong> – und damit die große Mehrheit der Deutschen – muss sich in aller Regel bis in den <strong>Dezember</strong> gedulden. Es sei denn, der Polarwirbel funkt dazwischen. Dann kann es blitzschnell gehen.</p><h2>Wann fällt bei IHNEN die erste Flocke?</h2><p>Und damit sind wir bei der Frage, die alle umtreibt: Wann schneit es endlich vor der eigenen Haustür? Die ehrliche Antwort lautet – noch weiß es niemand ganz genau. Zu viele Kräfte ziehen gleichzeitig am Winter, und ausgerechnet der <strong>stärkste Spieler wirkt bei uns nur aus der zweiten Reihe</strong>.</p><p>Sicher ist nur eines: Dieser Winter hat das Zeug, ein außergewöhnlicher zu werden. Ob er als <strong>Schnee-Wunder</strong> oder als milde Enttäuschung in die Bücher geht, entscheidet sich in den nächsten Wochen – Grad für Grad, Welle für Welle. Wir behalten es für Sie im Blick. Und wenn sich das Blatt wendet, erfahren Sie es hier zuerst.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/meteorologe-schlagt-alarm-super-el-nino-entscheidet-uber-ersten-schnee-doch-dieser-faktor-kippt-alles.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Urzeitliche Waldbrände nahe dem Südpol: So haben Feuer einst antarktische Moore entstehen lassen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/urzeitliche-waldbrande-nahe-dem-sudpol-so-haben-feuer-einst-antarktische-moore-entstehen-lassen.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:10:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Vor 90 Millionen Jahren brannten nahe dem Südpol regelmäßig Wälder. Ein neuer Blick auf einen Bohrkern aus der Westantarktis zeigt nun, dass Feuer dort nicht nur möglich waren, sondern offenbar die Entwicklung früher Torfmoore beeinflussten. Die Funde zeichnen das Bild eines warmen, feuchten und zugleich feuergeprägten Ökosystems.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/urzeitliche-waldbrande-nahe-dem-sudpol-so-haben-feuer-einst-antarktische-moore-entstehen-lassen-1788811868496.jpg" alt="Eine Visualisierung des antarktischen Ökosystems vor etwa 90 Millionen Jahren. Forschungen zeigen, dass es damals regelmäßig Waldbrände nahe des Südpols gab." title="Eine Visualisierung des antarktischen Ökosystems vor etwa 90 Millionen Jahren. Forschungen zeigen, dass es damals regelmäßig Waldbrände nahe des Südpols gab."><figcaption>Eine Visualisierung des antarktischen Ökosystems vor etwa 90 Millionen Jahren. Forschungen zeigen, dass es damals regelmäßig Waldbrände nahe des Südpols gab. Bild: Alfred-Wegener-Institut/James McKay </figcaption></figure><p>Die Landschaft der Oberkreide unterschied sich radikal von der heutigen Antarktis. Wo heute ein kilometerdicker Eisschild liegt und Jahresmitteltemperaturen um minus 30 Grad herrschen, wuchs vor rund 90 Millionen Jahren ein gemäßigter Regenwald. Nadelbäume und Baumfarne prägten sumpfige Gebiete, in denen Dinosaurier lebten.</p><p>Das Klima war trotz der Nähe zum Südpol erstaunlich mild. Die mittlere Jahrestemperatur lag bei etwa zwölf Grad Celsius. Auf Phasen relativer Trockenheit folgten monsunartige Regenzeiten – während der rund viermonatigen Polarnacht blieb der Wald jedoch dauerhaft ohne Sonnenlicht.</p><h2>Holzkohle verrät Brände</h2><p>Im Jahr 2020 hatte das Team um den Meeresgeologen Johann Klages vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bereits berichtet, dass es einen außergewöhnlich gut erhaltenen Waldboden aus dem Amundsenmeer entdeckt hatte. Pollen, Sporen und ein dichtes Wurzelnetz zeugten davon, dass dort ein Regenwald existiert haben musste. Der Fundort lag tektonisch bedingt nur etwa 900 Kilometer vom damaligen Südpol entfernt.</p><p>Nun wurde derselbe Sedimentbohrkern mit weiteren Methoden untersucht. Dabei fanden sich mikroskopisch kleine Holzkohlepartikel über den gesamten relevanten Abschnitt verteilt, zunehmend im jüngeren Sediment. Die Analysen sprechen dafür, dass vor allem weiches Nadelholz bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen brannte.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/urzeitliche-waldbrande-nahe-dem-sudpol-so-haben-feuer-einst-antarktische-moore-entstehen-lassen-1788811880016.jpg" alt="Sedimentkerne der PS104-Expedition vor einer CT-Untersuchung im Krankenhaus Bremen-Mitte." title="Sedimentkerne der PS104-Expedition vor einer CT-Untersuchung im Krankenhaus Bremen-Mitte."><figcaption>Sedimentkerne der PS104-Expedition vor einer CT-Untersuchung im Krankenhaus Bremen-Mitte. Bild: Alfred-Wegener-Institut/Johann P. Klages</figcaption></figure><p>Das deutet auf bodennahe Feuer hin, die nicht zwangsläufig die Baumkronen erfassten. Zusätzliche Hinweise liefert Bernstein, der als Baumharz aus verbrannten Stämmen ausgetreten sein könnte, als natürlicher Wundverschluss. Aufschlussreich sind zudem zahlreiche Sporen des Torfmooses Sphagnum, das auf die ersten Hochmoore hinweist, die im Umfeld der ersten regelmäßigen Bränden entstanden.</p><p>Aus diesen Spuren ergibt sich, dass Feuer und Moorbildung zusammenhingen. Der Regenwald wurde durch zunehmende Brände und die starke jahreszeitliche Trockenheit schrittweise offener. Dadurch konnten sich Torfmoose ausbreiten, und aus den sumpfigen Waldflächen entwickelten sich torfgeprägte Moorgebiete. Innerhalb dieser Moore dürften später erneut bodennahe Schwelbrände aufgetreten sein.</p><h2>Andere klimatische Bedingungen</h2><p>Als Ursache der Brände kommen laut den Forschenden vor allem Gewitterblitze infrage. Vulkangebiete lagen mindestens 400 Kilometer entfernt, sodass Lava und Ascheströme wahrscheinlich nicht die Auslöser waren. Feuer könnten damit ein natürlicher Bestandteil des damaligen Ökosystems gewesen sein.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/urzeitliche-waldbrande-nahe-dem-sudpol-so-haben-feuer-einst-antarktische-moore-entstehen-lassen-1788811891080.jpg" alt="Ein Sedimentkern aus der PS104-Expedition in einem CT-Scanner im Krankenhaus Bremen-Mitte." title="Ein Sedimentkern aus der PS104-Expedition in einem CT-Scanner im Krankenhaus Bremen-Mitte."><figcaption>Ein Sedimentkern aus der PS104-Expedition in einem CT-Scanner im Krankenhaus Bremen-Mitte. Bild: Alfred-Wegener-Institut/Johann P. Klages</figcaption></figure><p>Die Studie ist auch für die Gegenwart relevant. Moore speichern große Mengen Kohlenstoff über lange Zeiträume und beeinflussen damit den globalen Kohlenstoffkreislauf. In einem wärmeren Klima können Sumpfgebiete schneller verlanden, derweilen häufigere Brände den sich ausbreitenden Wald bremsen und die Entwicklung offener, torfreicher Lebensräume fördern.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="773943" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/was-sich-darunter-verbirgt-schmelzwasser-aus-der-antarktis-schnellere-gletscher-und-ein-uberraschendes-okosystem.html" title="Was sich darunter verbirgt: Schmelzwasser aus der Antarktis, schnellere Gletscher und ein überraschendes Ökosystem">Was sich darunter verbirgt: Schmelzwasser aus der Antarktis, schnellere Gletscher und ein überraschendes Ökosystem</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/was-sich-darunter-verbirgt-schmelzwasser-aus-der-antarktis-schnellere-gletscher-und-ein-uberraschendes-okosystem.html" title="Was sich darunter verbirgt: Schmelzwasser aus der Antarktis, schnellere Gletscher und ein überraschendes Ökosystem"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/what-lies-beneath-antarctic-meltwater-faster-glaciers-and-a-surprising-ecosystem-1781373384576_320.jpg" alt="Was sich darunter verbirgt: Schmelzwasser aus der Antarktis, schnellere Gletscher und ein überraschendes Ökosystem"></a></article></aside><p>Die Forschenden sehen deshalb Parallelen zu heutigen Hochmooren, die ebenfalls von Feuer und Wasserhaushalt geprägt werden. Zugleich zeigt der antarktische Fund, wie stark sich Ökosysteme unter deutlich höheren CO₂-Konzentrationen verändern können. In der Oberkreide lag der atmosphärische CO₂-Gehalt etwa vier- bis sechsmal höher als heute.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782457" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sturmsysteme-in-der-antarktis-treten-immer-haufiger-auf-und-werden-immer-heftiger-die-auswirkungen.html" title="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen">Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sturmsysteme-in-der-antarktis-treten-immer-haufiger-auf-und-werden-immer-heftiger-die-auswirkungen.html" title="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/borrascas-antartida-mas-frecuentes-e-intensas-1785402033882_320.png" alt="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen"></a></article></aside><p>Der Bohrkern liefert damit nicht nur einen Blick auf eine längst verschwundene Landschaft. Er dokumentiert auch eine frühe Verbindung von Wald, Feuer und Torfbildung und macht sichtbar, wie eng Kohlenstoffspeicherung und Klimaentwicklung miteinander verflochten sind.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Salzmann%2C%20U.%2C%20Bauersachs%2C%20T.%2C%20Klages%2C%20J.%20P.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="Co-evolution%20of%20wildfires%20and%20early%20Sphagnum-peatlands%20near%20the%20Cretaceous%20South%20Pole.%20Communications%20Earth%20%26%20Environment" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1038%2Fs43247-026-03959-1">Salzmann, U., Bauersachs, T., Klages, J. P., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1038/s43247-026-03959-1" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Co-evolution of wildfires and early Sphagnum-peatlands near the Cretaceous South Pole. Communications Earth & Environment</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/urzeitliche-waldbrande-nahe-dem-sudpol-so-haben-feuer-einst-antarktische-moore-entstehen-lassen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Rockstar trifft Reptil: Eine neue Schlangenart, benannt nach Slash]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/rockstar-trifft-reptil-eine-neue-schlangenart-benannt-nach-slash.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:09:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>What does a rock legend have to do with a mysterious snake from New Guinea? The answer is stranger than you might expect—and it all begins with Slash and his lifelong love of reptiles.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/rock-star-meets-reptile-a-new-snake-species-named-for-slash-1788611907725.jpg" data-image="eu1wbvbjpjg0" alt="slash" title="slash"><figcaption>Slash und Sara Ruane, die leitende Autorin der Studie, im Field Museum. Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von Sara Ruane.</figcaption></figure><p>Slash, der legendäre Gitarrist von Guns N’ Roses, ist seit jeher ein Liebhaber von Reptilien und ein Förderer von Zoos und Museen. Und nun ist er Namensgeber für eine neu entdeckte Art: <em>Lielaphis slashi </em> – Slashs Bodenschlange. </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>„Als langjähriger Herpetologiefan fühle ich mich äußerst geehrt und bin tief bewegt, dass der Lielaphis slashi aus Neuguinea nach mir benannt wurde. Das ist wirklich aufregend; ich hätte mir nie vorstellen können, dass dieser Moment einmal kommen würde“, sagte Slash.<br><svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>„Guns N’ Roses ist seit meiner ersten Klasse eine meiner Lieblingsbands, und schon in der fünften Klasse hatte ich meiner Lehrerin erzählt, dass ich später einmal Herpetologin werden wolle – also eine Wissenschaftlerin, die Reptilien erforscht“, sagte Sara Ruane, stellvertretende Kuratorin für Herpetologie am Field Museum und leitende Autorin der in <em>Zootaxa</em> veröffentlichten Studie. „Als ich dann zwölf Jahre alt war und meine Ausgabe des ‚Reptiles Magazine‘ per Post erhielt, auf deren Titelseite ein Bild von Slash zu sehen war, der seine Netzpython im Arm hielt, dachte ich: ‚Dieser Typ ist so cool.‘“</p><p>Ruane wurde später Wissenschaftlerin, und als sie einer neuen Reptilienart einen offiziellen wissenschaftlichen Namen geben durfte, dachte sie an den Zeitschriftenartikel zurück. </p><p>Ich habe sein Interview noch einmal gelesen, und er erzählte darin, wie sehr er Museen, Zoos und Naturkunde liebt und dass er als Kind oft nach draußen ging, um nach Schlangen zu suchen – das waren alles Dinge, mit denen ich mich wirklich identifizieren konnte.</p><h2>Die Chance, einer neuen Art einen Namen zu geben</h2><p>Dann bot sich ihr die Gelegenheit mit einer rotbraunen, 28 Zoll langen Schlange aus den Wäldern Neuguineas.</p><p>Neuguinea ist die zweitgrößte Insel der Welt und liegt unmittelbar nördlich von Australien. Die tropischen Wälder der Insel sind bislang noch nicht umfassend erforscht worden, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise eine bisher unbekannte Artenvielfalt beherbergen. Im Jahr 2006 führte Chris Austin, Kurator für Herpetologie am Naturkundemuseum der Louisiana State University, Feldforschungen in Neuguinea durch, als er auf eine ihm unbekannte Schlange stieß.</p><p> </p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/rock-star-meets-reptile-a-new-snake-species-named-for-slash-1788612497979.jpg" data-image="ll679twwogk6" alt="neue schlange" title="neue schlange"><figcaption>Die neue Schlangenart L. slashi. Bildnachweis: Chris Austin.</figcaption></figure><p> </p><p>„Diese Neuguinea-Bodenschlangen sind nachtaktiv, daher findet man sie am besten nachts. In der Regel sind sie kurz nach Sonnenuntergang am Fuße großer Bäume anzutreffen, wo sie nach Nahrung suchen“, sagte Austin. „Wenn man nachts in Neuguinea arbeitet, muss man sehr vorsichtig sein, da es mehrere hochgiftige Arten gibt, die den ungiftigen Bodenschlangen sehr ähnlich sehen.“</p><p>Im Jahr 2016 arbeitete Ruane dann eine Zeit lang mit Austin zusammen, wo sie gemeinsam begannen, die kaum erforschten Schlangen Neuguineas zu untersuchen. </p><p>Allein aufgrund ihres Aussehens waren sie sich nicht sicher, ob es sich bei der Schlange um eine neue Art handelte. Doch bei den Laboranalysen wurden dann einige interessante Unterschiede festgestellt. </p><p>„Mithilfe mehrerer modernster genetischer Analysen haben wir festgestellt, dass sich <em>L. slashi</em> genetisch von anderen ähnlichen Schlangen derselben Gattung unterscheidet“, sagte Tianqi Huang, Postdoktorand am Field Museum und Mitarbeiter von Ruane. „Die Kombination aus physischen Merkmalen – wie beispielsweise Unterschieden in der Anzahl der Schuppen im Vergleich zu anderen Arten – und den genetischen Beweisen hat uns zu der Erkenntnis geführt, dass es sich um eine völlig neue Art handelt. Außerdem haben wir mithilfe ökologischer Modellierung gezeigt, dass sich der bevorzugte Lebensraum von <em>L. slashi</em> von dem ähnlicher Schlangen unterscheidet.“</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787437" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu">„Jetzt ist es raus": So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu-1788711581362_320.jpg" alt="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"></a></article></aside><p>Über Slashs „Groundsnake“ gibt es noch viel zu entdecken. </p><p>„Es ist unglaublich schwierig, Schlangen in freier Wildbahn zu beobachten, bevor sie davonkriechen, daher ist unser Wissen über <em>L. slashi</em> begrenzt“, sagte Ruane. „Schlangen dieser Gattung haben oft große Zähne im hinteren Teil ihres Mauls, mit denen Neuguinea-Bodenschlangen möglicherweise kleine, glitschige Eidechsen und die Eier anderer Reptilien fangen und fressen; diese Schlange packt und erdrückt ihre Beute nicht wie eine Boa constrictor.“</p><p> </p><h2>Zeichnen sich mögliche Gefahren am Horizont ab?</h2><p>Die Bodenschlange von Slash stellt keine Gefahr für den Menschen dar, doch menschliche Aktivitäten könnten dieser Schlange in Zukunft schaden. </p><p>„Die Lebensräume, aus denen die Slash-Bodenschlange stammt, sind durch Wirtschaftszweige wie den Kaffeeanbau und den Bergbau bedroht“, sagte Ruane. „Das ist einer der Gründe, warum es wichtig ist, die dort lebenden Arten zu beschreiben. Jede Art sollte erfasst werden, damit wir besser verstehen können, wie Ökosysteme funktionieren und wie alles in die Umwelt eingebunden ist. Wir können keine Tiere oder andere Lebewesen schützen, von denen wir nichts wissen.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="HUANG%2C%20T.%2C%20AUSTIN%2C%20C.%20C.%2C%20BERNSTEIN%2C%20J.%20M.%2C%20IOVA%2C%20B.%2C%20ROBERTS%2C%20J.%20R.%2C%20FREDERICK%2C%20J.%20H.%2C%20%26%20RUANE%2C%20S." data-year="2026" data-title="A%20new%20species%20of%20papuan%20groundsnake%20(squamata%3A%20Colubridae%3A%20Lielaphis)%20from%20New%20Guinea." data-url="https%3A%2F%2Fmapress.com%2Fzt%2Farticle%2Fview%2Fzootaxa.5866.2.6">HUANG, T., AUSTIN, C. C., BERNSTEIN, J. M., IOVA, B., ROBERTS, J. R., FREDERICK, J. H., & RUANE, S.. (2026). <a href="https://mapress.com/zt/article/view/zootaxa.5866.2.6" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">A new species of papuan groundsnake (squamata: Colubridae: Lielaphis) from New Guinea.</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/rockstar-trifft-reptil-eine-neue-schlangenart-benannt-nach-slash.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[In 80.000 Jahren nach Alpha Centauri: Eine Reise, die nur 15 Millionen Dollar kosten soll]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-80-000-jahren-nach-alpha-centauri-eine-reise-die-nur-15-millionen-dollar-kosten-soll.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 06:31:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Eine kleine Sonde, ein Budget von höchstens 15 Millionen Dollar und eine Reisezeit von rund 80.000 Jahren: Fermi Explorer plant einen ungewöhnlichen ersten Schritt in den interstellaren Raum. Ziel ist der nächstgelegene Nachbar unseres Sonnensystems, das Sternsystem Alpha Centauri. </p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-80-000-jahren-nach-alpha-centauri-eine-reise-die-nur-15-millionen-dollar-kosten-soll-1788649963843.png" alt="So könnte die „nur“ 15 Millionen US-Dollar teure Sonde, die zum Nachbarsternsystem Alpha Centauri reisen soll, aussehen." title="So könnte die „nur“ 15 Millionen US-Dollar teure Sonde, die zum Nachbarsternsystem Alpha Centauri reisen soll, aussehen."><figcaption>So könnte die „nur“ 15 Millionen US-Dollar teure Sonde, die zum Nachbarsternsystem Alpha Centauri reisen soll, aussehen. Bild: KI-generiert</figcaption></figure><p>Es ist ein Ziel für ferne Generationen. Die Fermi Explorer Mission will bis Ende 2029 eine Raumsonde in Richtung Alpha Centauri starten. Das rund 4,4 Lichtjahre entfernte Sternsystem ist der nächste stellare Nachbar der Sonne. Die geplante Flugzeit beträgt allerdings etwa 80.000 Jahre – ein Zeitraum, der die Lebensspanne sämtlicher heute lebender Menschen bei weitem übersteigt.</p><div class="texto-destacado">Das nächste Sternsystem in der Milchstraße, Alpha Centauri, liegt im Sternbild Centaurus und besteht aus den drei Sternen Alpha Centauri A, Alpha Centauri B und dem kleineren Proxima Centaurus.</div><p>Gerade darin sieht Mitgründer und Präsident Philip Johnston den Sinn des Projekts. „Wir hoffen, sowohl die Ersten zu sein, die aufbrechen, als auch die Letzten, die Alpha Centauri erreichen“, erklärte er. „Keiner von uns wird hier sein, wenn diese Reise endet, und genau das ist der Punkt.“</p><h2>Solarantrieb statt Science-Fiction</h2><p>Die Organisation verfolgt damit bewusst einen anderen Ansatz für interstellare Reisen als bisherige, womöglich spektakulärere Konzepte. Statt auf eine futuristische Hochgeschwindigkeitsantriebstechnik setzt sie auf elektrische Solarantriebe, die bereits im Weltraum erprobt wurden. Das Ziel lautet nicht, Alpha Centauri innerhalb eines Menschenlebens zu erreichen, sondern überhaupt eine realistisch umsetzbare Mission zu starten.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-80-000-jahren-nach-alpha-centauri-eine-reise-die-nur-15-millionen-dollar-kosten-soll-1788649957533.jpg" alt="Das Sternsystem Alpha Centauri, mit den Hauptsternen Alpha Centauri A und Alpha Centauri B, vom Paranal aus betrachtet." title="Das Sternsystem Alpha Centauri, mit den Hauptsternen Alpha Centauri A und Alpha Centauri B, vom Paranal aus betrachtet."><figcaption>Das Sternsystem Alpha Centauri, mit den Hauptsternen Alpha Centauri A und Alpha Centauri B, vom Paranal aus betrachtet. Bild: John Colosimo/ESO</figcaption></figure><p>Nach dem Start soll die Sonde zunächst etwa zwölf Jahre lang die Sonne umkreisen. Mithilfe mehrerer gezielter Triebwerksmanöver soll sie dabei schrittweise Geschwindigkeit aufbauen. Ein sogenannter <strong>Perihel-Pump</strong> soll schließlich dafür sorgen, dass die Sonde genügend Energie erhält, um das Sonnensystem zu verlassen und ihren langen Flug zwischen den Sternen anzutreten.</p><p>Bei der Missionsplanung arbeitete Fermi Explorer mit dem Physik-KI-Labor Physical Superintelligence zusammen. Dessen Analyse führte unter anderem zur Ausarbeitung des Manövers. Die Organisation will zudem ihre Forschung, Simulationen und Daten öffentlich zugänglich machen, damit Fachleute, Studierende und interessierte Laien die Annahmen überprüfen und eigene Vorschläge entwickeln können.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/in-80-000-jahren-nach-alpha-centauri-eine-reise-die-nur-15-millionen-dollar-kosten-soll-1788649969803.jpg" alt="Schema der nächstgelegenen Sterne zur Sonne" title="Schema der nächstgelegenen Sterne zur Sonne"><figcaption>Schema der nächstgelegenen Sterne zur Sonne. Bild: Nsae Comp/NASA/Penn State University</figcaption></figure><p>Das Vorhaben erinnert an das Projekt Breakthrough Starshot, das 2016 mit einem Budget von rund 100 Millionen Dollar angekündigt wurde. Winzige, lichtgetriebene Sonden sollten Alpha Centauri innerhalb von ungefähr 20 Jahren erreichen. Einen konkreten Starttermin gibt es dafür noch nicht. „Wir wollten nicht noch ein Breakthrough Starshot machen“, sagte Johnston dem <em>MIT Technology Review</em>. „Wir wollen unbedingt etwas, das tatsächlich startet.“</p><h2>Kleine Sonde, große Botschaft</h2><p>Fermi Explorer kalkuliert für Konstruktion, Start und Betrieb mit weniger als 15 Millionen Dollar ein. Die Sonde soll mindestens ein Kilogramm Nutzlast in einem abgeschirmten Würfel von zehn Zentimetern Kantenlänge transportieren. Wissenschaftliche und künstlerische Beiträge sollen in einem dreimonatigen Auswahlverfahren gesammelt werden.</p><p>Geplant ist außerdem eine digitale Kopie der Voyager-Goldenen Schallplatte sowie <strong>Botschaften von Kindern aus aller Welt</strong>. Die beiden Voyager-Sonden sind bisher die einzigen von Menschen gebauten Raumfahrzeuge, die das Sonnensystem verlassen haben. Voyager 1 bewegt sich mit rund 60.900 Kilometern pro Stunde durch den interstellaren Raum – Alpha Centauri liegt jedoch etwa 40 Billionen Kilometer entfernt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="729936" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/400-jahre-im-weltraum-projekt-chrysalis-das-58-km-lange-stadtschiff-das-menschen-zum-alpha-centauri-bringen-wird.html" title="400 Jahre im Weltraum: Projekt Chrysalis, das 58 km lange „Stadtschiff“, das Menschen zum Alpha Centauri bringen wird">400 Jahre im Weltraum: Projekt Chrysalis, das 58 km lange „Stadtschiff“, das Menschen zum Alpha Centauri bringen wird</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/400-jahre-im-weltraum-projekt-chrysalis-das-58-km-lange-stadtschiff-das-menschen-zum-alpha-centauri-bringen-wird.html" title="400 Jahre im Weltraum: Projekt Chrysalis, das 58 km lange „Stadtschiff“, das Menschen zum Alpha Centauri bringen wird"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/proyecto-chrysalis-la-nave-generacional-que-viajara-400-anos-hacia-alfa-centauri-1755082753538_320.jpg" alt="400 Jahre im Weltraum: Projekt Chrysalis, das 58 km lange „Stadtschiff“, das Menschen zum Alpha Centauri bringen wird"></a></article></aside><p>Garrett Jameson, der ehemalige US-Luftwaffenoffizier und operative Leiter der Mission, sieht deshalb vor allem einen symbolischen Wert: „Der inspirierendste Teil dieser Mission ist, dass Menschen nicht auf Erlaubnis oder perfekte Bedingungen warten müssen.“ Man könne „die Einschränkungen annehmen, das bauen, was jetzt möglich ist, und der nächsten Generation etwas Bedeutendes hinterlassen“.</p><p>Damit versteht sich Fermi Explorer weniger als Versprechen auf eine schnelle Ankunft, denn als Startpunkt einer interstellaren Ära. Ob die Sonde tatsächlich 2029 abheben wird, wird sich noch zeigen. Doch selbst ein Flug, dessen Ziel erst in 80.000 Jahren erreicht wird, könnte schon heute eine Frage beantworten: ob die Menschheit den ersten Schritt zu einem anderen Stern wagt.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/in-80-000-jahren-nach-alpha-centauri-eine-reise-die-nur-15-millionen-dollar-kosten-soll.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wenn wir Leben im All finden, wäre die Menschheit dafür politisch kaum vorbereitet]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/wenn-wir-leben-im-all-finden-ware-die-menschheit-dafur-politisch-kaum-vorbereitet.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 06:09:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Die Suche nach außerirdischem Leben wird immer konkreter. Zwar denken viele beim Begriff sofort an intelligente Wesen, viel wahrscheinlicher aber ist zunächst der Nachweis von Mikroorganismen. Ein solcher Fund könnte schon bald gelingen – und könnte zugleich Konflikte auslösen, auf die wir weder politisch noch sicherheitspolitisch vorbereitet sind.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/wenn-wir-leben-im-all-finden-ware-die-menschheit-dafur-politisch-kaum-vorbereitet-1788725709011.jpg" alt="Die Ergebnisse zahlreicher Weltraummissionen deuten darauf hin, dass organische Moleküle im All weiter verbreitet sein dürften, als wir zuerst gedacht haben." title="Die Ergebnisse zahlreicher Weltraummissionen deuten darauf hin, dass organische Moleküle im All weiter verbreitet sein dürften, als wir zuerst gedacht haben."><figcaption>Die Ergebnisse zahlreicher Weltraummissionen deuten darauf hin, dass organische Moleküle im All weiter verbreitet sein dürften, als wir zuerst gedacht haben. Bild: NASA</figcaption></figure><p>Die Marsmissionen konnten bereits große Mengen gefrorenen und flüssigen Wassers nachweisen, und auch die japanische Sonde Hayabusa2 fand in Asteroidenproben Uracil, einen Bestandteil der RNA. Währenddessen untersuchen NASA und ESA mit neuen Missionen Jupiters Eismonde, und weitere Projekte richten ihren Blick auf den Saturnmond Enceladus, um Spuren des Lebens – vorerst in mikrobieller Form – nachzuweisen. </p><p>Damit wächst nicht nur die wissenschaftliche Spannung. Es rückt auch eine bisher eher wenig beachtete Frage in den Vordergrund: Was geschieht auf der Erde, wenn tatsächlich Leben außerhalb unseres Planeten bestätigt wird?</p><h2>Regelwerk hat große Lücken</h2><p>Das wichtigste internationale Fundament, der im Jahr 1967 geschlossene Weltraumvertrag (Outer Space Treaty), verpflichtet Staaten zur friedlichen Nutzung des Alls und verbietet nationale Hoheitsansprüche auf Himmelskörper. Für lebende Organismen aus dem Weltraum bietet er jedoch kaum Orientierung.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wenn-wir-leben-im-all-finden-ware-die-menschheit-dafur-politisch-kaum-vorbereitet-1788725702791.png" alt="In Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu wurde die Aminosäure Uracil gefunden – ein typischer Baustein lebender Zellen." title="In Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu wurde die Aminosäure Uracil gefunden – ein typischer Baustein lebender Zellen."><figcaption>In Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu wurde die Aminosäure Uracil gefunden – ein typischer Baustein lebender Zellen. Bild: Oba et al., 2023, Uracil in the carbonaceous asteroid (162173) Ryugu, https://doi.org/10.1038/s41467-023-36904-3</figcaption></figure><p>Ungeklärt wäre etwa, wem extraterrestrische Mikroben gehören, wer sie untersuchen darf und unter welchen Bedingungen Proben auf die Erde gelangen könnten. Ebenso fehlen klare Regeln für mögliche biologische Gefahren oder die Frage, ob solche Organismen verändert, genutzt oder vernichtet werden dürften.</p><p>Historische Erfahrungen zeigen, dass unterschiedliche Reaktionen möglich sind. Der Wettlauf zum Mond war eng mit dem Kalten Krieg verbunden und verstärkte den technologischen und militärischen Wettbewerb. Bei der Abwehr potenziell gefährlicher Asteroiden dagegen arbeiten Staaten international zusammen. Auch die Internationale Raumstation zeigt, dass rivalisierende Mächte bei gemeinsamen Zielen kooperieren können.</p><h2>Drei Szenarien für den Ernstfall</h2><p>Ein Fund könnte deshalb in drei Richtungen gehen. Im <strong>kooperativen Szenario </strong>würden Staaten Daten austauschen, Forschung koordinieren und neue internationale Regeln schaffen. Ein <strong>konkurrierender Verlauf</strong> wäre weitaus konfliktreicher: Länder könnten versuchen, Zugang zu außerirdischen Organismen zu kontrollieren und daraus wirtschaftliche oder militärische Vorteile zu gewinnen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wenn-wir-leben-im-all-finden-ware-die-menschheit-dafur-politisch-kaum-vorbereitet-1788725715752.png" alt="NASAs Rover Perseverance entdeckte im Juli 2024 im Jezero-Krater Flecken auf einem rötlichen Gestein, die möglicherweise darauf hinweisen, dass es vor Milliarden Jahren mikrobielles Leben gegeben haben könnte." title="NASAs Rover Perseverance entdeckte im Juli 2024 im Jezero-Krater Flecken auf einem rötlichen Gestein, die möglicherweise darauf hinweisen, dass es vor Milliarden Jahren mikrobielles Leben gegeben haben könnte."><figcaption>NASAs Rover Perseverance entdeckte im Juli 2024 im Jezero-Krater Flecken auf einem rötlichen Gestein, die möglicherweise darauf hinweisen, dass es vor Milliarden Jahren mikrobielles Leben gegeben haben könnte. Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS </figcaption></figure><p>Biologische Entdeckungen könnten neue Anwendungen in Medizin, Landwirtschaft oder Energie ermöglichen – zugleich aber auch Biosecurity-Risiken verschärfen. Hinzu kommen private Raumfahrtunternehmen, deren wirtschaftliche Interessen zunehmend mit staatlichen Strategien verflochten sind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="770428" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/gefahr-blinder-flecken-haben-wir-wichtige-hinweise-bei-der-suche-nach-au-erirdischem-leben-ubersehen.html" title="Gefahr blinder Flecken: Haben wir wichtige Hinweise bei der Suche nach außerirdischem Leben übersehen?">Gefahr blinder Flecken: Haben wir wichtige Hinweise bei der Suche nach außerirdischem Leben übersehen?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/gefahr-blinder-flecken-haben-wir-wichtige-hinweise-bei-der-suche-nach-au-erirdischem-leben-ubersehen.html" title="Gefahr blinder Flecken: Haben wir wichtige Hinweise bei der Suche nach außerirdischem Leben übersehen?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/gefahr-blinder-flecken-haben-wir-wichtige-hinweise-bei-der-suche-nach-au-erirdischem-leben-ubersehen-1779617858519_320.jpg" alt="Gefahr blinder Flecken: Haben wir wichtige Hinweise bei der Suche nach außerirdischem Leben übersehen?"></a></article></aside><p>Schließlich ist auch <strong>Isolation</strong> denkbar. Aus Angst vor unbekannten Erregern könnten Staaten Informationen zurückhalten und internationale Zusammenarbeit einschränken. Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Nanotechnologie könnten dabei sowohl die Forschung beschleunigen als auch die Möglichkeiten zur Nutzung oder Manipulation fremder Organismen erweitern.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780510" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/saturnmond-enceladus-warum-die-suche-nach-leben-auch-wenn-wir-nichts-finden-ein-erfolg-bleibt.html" title="Saturnmond Enceladus: Warum die Suche nach Leben, auch wenn wir nichts finden, ein Erfolg bleibt">Saturnmond Enceladus: Warum die Suche nach Leben, auch wenn wir nichts finden, ein Erfolg bleibt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/saturnmond-enceladus-warum-die-suche-nach-leben-auch-wenn-wir-nichts-finden-ein-erfolg-bleibt.html" title="Saturnmond Enceladus: Warum die Suche nach Leben, auch wenn wir nichts finden, ein Erfolg bleibt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/saturnmond-enceladus-warum-die-suche-nach-leben-auch-wenn-wir-nichts-finden-ein-erfolg-bleibt-1785067775613_320.png" alt="Saturnmond Enceladus: Warum die Suche nach Leben, auch wenn wir nichts finden, ein Erfolg bleibt"></a></article></aside><p>Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob Menschen eines Tages Leben jenseits der Erde entdecken. Entscheidend ist, ob Politik und internationale Institutionen dann vorbereitet sind. Szenarien und Planspiele könnten bereits heute helfen, verschiedene Reaktionen durchzuspielen – bevor ein solcher Fund die Welt unvorbereitet trifft.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Margaret%20E.%20Kosal%2C%20M.%20E.%2C%20Alagirova%2C%20D.%2C%20%26%20Sagun%20Trajano%2C%20K.%20K" data-year="2026" data-title="Many%20space%20missions%20are%20searching%20for%20life%20beyond%20Earth%20%E2%80%93%20but%20are%20we%20prepared%20for%20the%20fallout%20if%20they%20succeed" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.64628%2FAAI.wm3cp7u5v">Margaret E. Kosal, M. E., Alagirova, D., & Sagun Trajano, K. K. (2026). <a href="https://doi.org/10.64628/AAI.wm3cp7u5v" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Many space missions are searching for life beyond Earth – but are we prepared for the fallout if they succeed</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/wenn-wir-leben-im-all-finden-ware-die-menschheit-dafur-politisch-kaum-vorbereitet.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Teurer Herbst-Schock: Erst Altweibersommer, dann Preis-Hammer – „Das Wetter macht alles teurer"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 05:06:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Die Sonne bleibt, doch der Regen fehlt – und das wird teuer. Warum die Dürre am Rhein jetzt zum Milliarden-Risiko wird und Ihren Einkauf spürbar verteuert.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb55kfm"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb55kfm.jpg" id="xb55kfm"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Es fühlt sich an wie ein echter <strong>Temperatursturz</strong>: Morgens Nebel über den Wiesen, kühle Nächte, und plötzlich holt man die dicke Jacke wieder aus dem Schrank. Tagsüber aber knallt die <strong>Sonne</strong> vom fast wolkenlosen Himmel – goldenes Licht, milde Nachmittage, perfektes Ausflugswetter.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Klingt traumhaft? Ist es auch – für ein paar Tage. Doch hinter dem freundlichen Himmel steckt ein handfestes <strong>Problem</strong>: Es fällt weiter <strong>kein Regen</strong>. Und genau das wird uns diesen Herbst richtig teuer zu stehen kommen.</p><h2>Was ist eigentlich der Altweibersommer?</h2><p>Viele fragen jetzt: Was <strong>genau</strong> ist der Altweibersommer? Gemeint ist eine Phase mit stabilem <strong>Hochdruck</strong> im Frühherbst – warm, trocken, windschwach, mit sonnigen Tagen und frischen Nächten. Der Name hat übrigens nichts mit alten Damen zu tun.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer-1788802679743.jpg" data-image="4quqqgzwzvip" alt="herbst, sonne, wetter" title="herbst, sonne, wetter"><figcaption>Die Sonne hat noch lange nicht fertig in diesem Spätsommer.</figcaption></figure><p>Verantwortlich sind feine <strong>Spinnenfäden</strong>, die junge Spinnen im Herbst durch die Luft segeln lassen. Im Morgentau glitzern sie silbrig – wie graue Haarsträhnen. Das alte Wort „weiben" stand fürs <strong>Weben</strong> dieser Fäden. Fachleute sprechen von einer echten <strong>Singularität</strong>, also einer Wetterlage, die fast jedes Jahr um dieselbe Zeit auftaucht.</p><h4>Die Dürre? Wird so schnell nicht enden</h4><p>Jetzt die schlechte Nachricht: Die <strong>Trockenheit</strong> verschwindet nicht. Der Boden ist bis in tiefe Schichten ausgedörrt, die Flüsse führen viel zu wenig Wasser. Am <strong>Rhein</strong> ist die Lage dramatisch wie selten.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer-1788802938152.jpg" data-image="9yrgkuga97zj" alt="regen, wetterlage, rhein" title="regen, wetterlage, rhein"><figcaption>Viel Regen ist trotz des Wetterwechsel weiterhin nicht in Sicht. </figcaption></figure><p>An der Schlüsselstelle <strong>Kaub</strong> rutschte der Pegel in diesem Sommer auf Werte, wie es sie seit Beginn der Messungen 1880 <strong>noch nie</strong> gab – zeitweise nur einstellige Zentimeter. Für die großen Frachter bleibt kaum noch Wasser unterm Kiel. Und ein Hoch, das die Sonne bringt, bringt eben genau <strong>keinen</strong> Regen.</p><h4>Milliarden-Risiko für die deutsche Wirtschaft</h4><p>Was viele nicht ahnen: Der niedrige Rhein ist ein <strong>Wirtschaftskiller</strong>. Über den Fluss laufen jedes Jahr rund <strong>285 Millionen Tonnen</strong> Fracht – Kohle, Erze, Chemie, Benzin, Getreide. Können die Schiffe nur halb beladen fahren, stockt die <strong>Industrie</strong>.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786546" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren.html" title="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren">Experte: „Wird jetzt richtig teuer": Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren.html" title="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren-1788247428451_320.jpg" alt="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren"></a></article></aside><p>Fachleute rechnen vor: Bleibt der Pegel bei Kaub 30 Tage unter der kritischen Marke, sinkt die Industrieproduktion um rund <strong>ein Prozent</strong>. Allein im laufenden Quartal drohen <strong>ein bis zwei Milliarden Euro</strong> Wertschöpfungsverlust. Umgerechnet sind das grob <strong>zweistellige Millionenbeträge – Tag für Tag</strong>, die das Niedrigwasser die Volkswirtschaft kostet.</p><h4>Warum jetzt Ihr Einkauf teurer wird</h4><p>Und was hat das mit Ihrem <strong>Geldbeutel</strong> zu tun? Eine ganze Menge. Steigen die <strong>Transportkosten</strong>, weil Sprit, Rohstoffe und Baustoffe teurer über den Fluss kommen, landet das am Ende in den <strong>Preisen</strong> – vom Heizöl bis zum Baumarkt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786907" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27">Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!" – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter-1788429829810_320.jpg" alt="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"></a></article></aside><p>Dazu die <strong>Ernte</strong>: Trockene Felder bedeuten weniger Ertrag, Bauern müssen Futter zukaufen, mancherorts schon Tiere früher schlachten. Selbst das <strong>Wasser</strong> wird teurer – in einzelnen Städten steigen die Gebühren spürbar. Kein Regen heißt am Ende: <strong>höhere Preise</strong> im Supermarkt. Das Wetter greift Ihnen direkt in die Tasche.</p><h2>So geht es mit dem Wetter weiter</h2><p>Bleibt die große Frage: Kommt endlich <strong>Regen</strong>? Kurzfristig sieht es mau aus. Das stabile Hoch hält den goldenen Herbst am Leben – und damit leider auch die <strong>Dürre</strong>. Ein einzelner Schauer reicht längst nicht, um die tiefen Böden und die Flüsse wieder aufzufüllen.</p><p>Heißt für uns alle: Genießen Sie die <strong>Sonne</strong>, packen Sie das Ausflugswetter aus – aber stellen Sie sich darauf ein, dass dieser Herbst <strong>teuer</strong> wird. Der Altweibersommer ist schön anzusehen. Die Rechnung dafür zahlen am Ende wir alle – <strong>beim Einkaufen</strong>.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/teurer-herbst-schock-erst-altweibersommer-dann-preis-hammer-das-wetter-macht-alles-teurer.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Global Warming und Eiswinter zugleich? Wie El Niño den Polarwirbel schwächen und Europa auskühlen kann]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 05:02:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Die weltweiten Meldungen schlagen Alarm wegen El Niño, Klimawandel und Erderwärmung. Doch zugleich warnen Experten vor einem extrem kalten Winter in Europa. Wie passen Global Warming und Eiswinter überhaupt zusammen?</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788712139551.png" data-image="40lp0uakgsnm" alt="Schnee, Winter 2026/27, El Niño, Klimaphänomen, Polarwirbel, Kaltluftausbrüche,Deutschland, Winter, Symbolbild" title="Schnee, Winter 2026/27, El Niño, Klimaphänomen, Polarwirbel, Kaltluftausbrüche,Deutschland, Winter, Symbolbild"><figcaption>Schnee und Eis im Winter 2026/27 – wegen El Niño? Das Klimaphänomen kann den Polarwirbel schwächen und Kaltluftausbrüche nach Europa begünstigen. Ob Deutschland tatsächlich einen eisigen Winter erlebt, steht damit jedoch noch nicht fest. Symbolbild.</figcaption></figure><p>Global Warming, ein ungewöhnlich warmer Pazifik – und gleichzeitig Warnungen vor einem extrem kalten Winter in Europa: Woher kommt diese scheinbar widersprüchliche Verbindung? </p><p><strong>Die NOAA-Wissenschaftlerin Dr. Amy Butler beschreibt einen atmosphärischen Weg, der tatsächlich vom tropischen Pazifik bis zum Polarwirbel über der Arktis führt. </strong></p><p>El Niño löst dessen Zusammenbruch zwar nicht automatisch aus, kann aber genau die gewaltigen Luftwellen verstärken, die den Polarwirbel ausbremsen, verformen oder sogar spalten. </p><p>Für euch bedeutet das: Die Warnungen vor möglicher Winterkälte sind nicht aus der Luft gegriffen – eine verlässliche Eiswinter-Prognose ergibt sich daraus jedoch noch nicht.</p><h2>Zwei Wetterwelten in verschiedenen Höhen</h2><p>Der Polarwirbel dreht sich Tausende Kilometer vom tropischen Pazifik entfernt über der Arktis. Beide Phänomene spielen sich zunächst nicht einmal in derselben Schicht der Atmosphäre ab.</p><p>El Niño beginnt im Zusammenspiel zwischen Pazifik und Troposphäre, der untersten Luftschicht, in der unser Wetter entsteht. </p><p>Der stratosphärische Polarwirbel befindet sich dagegen ungefähr zehn bis 50 Kilometer über der Erdoberfläche. <strong>Er besteht aus einem mächtigen Band westlicher Winde, das sich im Winter rund um den Nordpol bildet und die sehr kalte arktische Luft umschließt.</strong></p><p>Trotz dieser Entfernung sind El Niño und Polarwirbel miteinander verbunden. Das Bindeglied sind riesige Wellen in der Atmosphäre.</p><h2>El Niño bringt die Atmosphäre aus dem Takt</h2><p>Während El Niño verlagern sich das besonders warme Meerwasser und die kräftigsten tropischen Regen- und Gewittergebiete über dem Pazifik. Dadurch verändern sich Luftdruck, Wind und Aufwärtsbewegungen in der Atmosphäre.</p><p><strong>Diese Verschiebungen erzeugen planetarische Wellen.</strong> Sie bestehen aus gewaltigen Schwingungen der Luftströmung.<strong> Manche von ihnen erstrecken sich über mehr als 1.000 Kilometer und beeinflussen den Verlauf des Jetstreams sowie die Zugbahnen von Hoch- und Tiefdruckgebieten.</strong></p><p>Der entscheidende Umweg führt über den Nordpazifik, in die Gegend zwischen Alaska und Russland. <strong>Dort liegt im Winter häufig ein großräumiges Tiefdruckgebiet, das nach der Inselkette der Aleuten als Aleutentief bezeichnet wird</strong>. Es handelt sich nicht um ein einzelnes Sturmtief, sondern um eine typische Zone niedrigen Luftdrucks. </p><p>Während El Niño wird dieses Tief häufig kräftiger und bringt die großräumige Luftströmung stärker ins Schwingen. <strong>Ein Teil der dabei entstehenden Wellenenergie breitet sich bis in die Stratosphäre aus.</strong> Dort treffen die Luftwellen auf den Polarwirbel und bremsen seine starken Westwinde ab.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann-1788711948839.png" data-image="tq8mfuh1hk81" alt="Erst Global Warming, Eis-Chaos, Straßen, Polarwirbel kann arktische Kälte nach Europa, El Niño, Winter, Symbolbild" title="Erst Global Warming, Eis-Chaos, Straßen, Polarwirbel kann arktische Kälte nach Europa, El Niño, Winter, Symbolbild"><figcaption>Erst Global Warming, dann Eis-Chaos auf unseren Straßen? Ein geschwächter Polarwirbel kann arktische Kälte nach Europa lenken. Lässt El Niño unseren Winter tatsächlich eskalieren? Symbolbild.</figcaption></figure><h2>Der Polarwirbel gerät ins Taumeln</h2><p>Treffen die aufsteigenden Wellen auf den stratosphärischen Polarwirbel und brechen dort, übertragen sie Energie. <strong>Dadurch werden die starken Westwinde des Wirbels abgebremst.</strong></p><p>Der Polarwirbel kann sich daraufhin stark verformen, vom Nordpol verdrängt oder sogar in zwei Teile gespalten werden. </p><div class="texto-destacado">NOAA-Wissenschaftlerin Amy Butler vergleicht diese Entwicklung mit einem angestoßenen Kreisel: Er beginnt zu schwanken und verliert seine stabile Drehbewegung.</div><p>Bei einer besonders kräftigen Störung kann sich die Windrichtung rund um den Pol vollständig umkehren. Gleichzeitig wird Luft über der Arktis zum Absinken gezwungen. Dabei gerät sie unter höheren Druck, wird zusammengedrückt und erwärmt sich stark. Innerhalb weniger Tage steigt die Temperatur in der polaren Stratosphäre um etwa 28 bis 39 Grad. Meteorologen sprechen dann von einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786907" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27">Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!" – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter.html" title="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/kein-garant-fur-eis-und-schnee-die-wahrheit-uber-den-polarwirbel-und-unseren-winter-1788429829810_320.jpg" alt="Wetterforscher erklärt: „Kein Garant für Eis und Schnee!' – Die Wahrheit über den Polarwirbel und unseren Winter 2026/27"></a></article></aside><h2>Oben extreme Erwärmung, unten arktische Kälte</h2><p>Die starke Erwärmung findet weit über unserem unmittelbaren Wetter statt. Trotzdem kann sich die Störung anschließend von der Stratosphäre bis in die Troposphäre fortsetzen:</p><ul><li>Dabei verändert sich die großräumige Druck- und Windverteilung über der Nordhalbkugel für Tage oder sogar Wochen. </li><li>Der Jetstream verläuft stärker gewellt und blockierende Hochdruckgebiete können die gewöhnlichen Zugbahnen der Tiefs unterbrechen. </li><li>Arktische Luft bleibt dann nicht mehr eng am Nordpol gebunden, sondern kann weit nach Süden ausbrechen.</li></ul><p>Auswertungen früherer Polarwirbel-Zusammenbrüche zeigen ein auffälliges Muster: Grönland und der Nordosten Kanadas waren anschließend häufig ungewöhnlich warm, während sich über Europa und Asien vermehrt kalte Temperaturabweichungen entwickelten.</p><p>Damit löst sich der vermeintliche Widerspruch auf. Der tropische Pazifik ist ungewöhnlich warm, während die veränderte Zirkulation gleichzeitig arktische Luft nach Europa transportiert. Wärme und Kälte treten dabei an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Höhen auf.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="en" dir="ltr">The El Niño climate phenomenon will intensify in the coming months, increasing risks of floods, drought and extreme heat worldwide, <a href="https://x.com/WMO?ref_src=twsrc%5Etfw">@WMO</a> warns.<br><br>Early warnings and preparedness are critical to protect lives and livelihoods.<a href="https://t.co/lkqm7f6Di2">https://t.co/lkqm7f6Di2</a> <a href="https://t.co/FzjKaCmrld">pic.twitter.com/FzjKaCmrld</a></p>— United Nations (@UN) <a href="https://x.com/UN/status/2095542586387693619?ref_src=twsrc%5Etfw">September 3, 2026</a></blockquote></figure><h2>Warum daraus noch keine Eiswinter-Prognose folgt</h2><p>El Niño kann die atmosphärischen Voraussetzungen für eine spätere Schwächung des Polarwirbels schaffen. Er schaltet den europäischen Winter aber nicht auf Knopfdruck um.</p><p>Nicht jeder El-Niño-Winter führt zu einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung. Nicht jede Störung des Polarwirbels erreicht das Wetter am Boden. <strong>Und selbst nach einem vollständigen Zusammenbruch entscheidet die genaue Luftdruckverteilung darüber, ob die arktische Kälte Europa, Asien oder Nordamerika trifft.</strong></p><p>Viele Kälteeinbrüche entstehen auch ohne einen Zusammenbruch des stratosphärischen Polarwirbels. Entscheidend sind dann die Hoch- und Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik und der Verlauf des Jetstreams. Baut sich beispielsweise ein blockierendes Hoch über Grönland oder Skandinavien auf, wird die milde Luft vom Atlantik ausgebremst. Gleichzeitig kann arktische oder kontinentale Kaltluft nach Mitteleuropa strömen. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787074" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos.html" title="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos">Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos.html" title="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos-1788511488802_320.jpg" alt="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos"></a></article></aside><p>Auch die Temperaturverteilung über dem Atlantik, kräftige tropische Gewittergebiete und große Gebirgszüge beeinflussen die Wellen des Jetstreams. Ob Deutschland einen Kälteeinbruch erlebt, hängt deshalb vom Zusammenspiel mehrerer Vorgänge in der Atmosphäre ab.</p><p>Ein „extremer Eiswinter“ lässt sich aus El Niño allein deshalb nicht ableiten. Wissenschaftlich korrekt ist: <strong>El Niño kann über planetarische Wellen die Wahrscheinlichkeit einer Polarwirbelstörung erhöhen.</strong> Ob daraus tatsächlich eine lang anhaltende Kältephase in Deutschland entsteht, zeigt erst die konkrete Entwicklung der Atmosphäre.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Amy%20Butler%2C%20NOAA%20Climate.gov" data-year="28.%20April%202016" data-title="El%20Ni%C3%B1o%20and%20the%20stratospheric%20polar%20vortex" data-url="https%3A%2F%2Fwww.climate.gov%2Fnews-features%2Fblogs%2Fenso%2Fel-ni%25C3%25B1o-and-stratospheric-polar-vortex%3Futm_source%3Dchatgpt.com">Amy Butler, NOAA Climate.gov. (28. April 2016). <a href="https://www.climate.gov/news-features/blogs/enso/el-ni%C3%B1o-and-stratospheric-polar-vortex?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">El Niño and the stratospheric polar vortex</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/global-warming-und-eiswinter-zugleich-wie-el-nino-den-polarwirbel-schwachen-und-europa-auskuhlen-kann.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Erst kurzer Absturz, dann Sonne satt: „Der Altweibersommer kommt" – Anfang Oktober träumen manche sogar von 30 Grad]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/erst-kurzer-absturz-dann-sonne-satt-der-altweibersommer-kommt-anfang-oktober-traumen-manche-sogar-von-30-grad.html</link><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 02:12:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Die ganz große Hitze verabschiedet sich mit einem kurzen Knick – doch danach lockt goldenes Spätsommerwetter. Der Altweibersommer wird immer wahrscheinlicher, und die Sonne kehrt zurück.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xb551yq"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xb551yq.jpg" id="xb551yq"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Der Sommer 2026 will einfach nicht loslassen – doch jetzt naht die entscheidende Wende. Am <strong>Dienstag</strong> dreht der Südosten Deutschlands noch einmal richtig auf: Bis zu <strong>33 Grad</strong> sind möglich, während sich im Nordwesten von der Eifel bis zur Nordsee bereits dichte Wolken und ab dem Nachmittag häufiger Regen breitmachen.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Man spürt es also schon: Die ganz große Hitze steht auf der Kippe. Von Südwesten her schiebt sich langsam kühlere Luft heran – und die sorgt in den nächsten Tagen für einen kurzen, aber knackigen <strong>Temperatursturz</strong>.</p><h2>Kurzer Absturz zur Wochenmitte</h2><p>In der Nacht zum Mittwoch wird es dann ungemütlich: Vom Süden her ziehen <strong>kräftige Gewitter</strong> mit Starkregen und Hagel durch, im Nordwesten regnet es zeitweise, an der Nordsee gibt es Schauerwetter. Die Temperaturen sacken auf 17 bis 10 Grad ab.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/erst-kurzer-absturz-dann-sonne-satt-der-altweibersommer-kommt-anfang-oktober-traumen-manche-sogar-von-30-grad-1788799187836.jpg" data-image="z8wh4w7ov5sh" alt="hoch, wetter, september" title="hoch, wetter, september"><figcaption>Kommt da etwa unser Altweibersommerhoch nach Deutschland?</figcaption></figure><p>Am <strong>Mittwoch</strong> selbst wird es spürbar frisch: Nur noch <strong>17 bis 22 Grad</strong> zeigt das Thermometer, an der Nordsee frischt der Wind sogar zu stürmischen Böen auf. Wer die 33 Grad vom Dienstag noch im Kopf hat, reibt sich da verwundert die Augen.</p><h4>Donnerstag und Freitag: erst mal durchatmen</h4><p>Nach dem Schwung nasser Luft beruhigt sich die Lage zusehends. Am <strong>Donnerstag</strong> wechseln sich Sonne und Wolken ab, einzelne Schauer sind noch möglich – längst aber nicht mehr überall. Die Höchstwerte pendeln um <strong>17 bis 22 Grad</strong>.</p><p>Der <strong>Freitag</strong> zeigt sich bereits deutlich freundlicher: Oft startet der Tag heiter, und bis auf ein paar Tropfen an der Nordsee und am Alpenrand bleibt es weitgehend trocken. Am meisten Sonne tankt der Südwesten – hier klettern die Werte auf bis zu <strong>23 Grad</strong>.</p><h4>Am Wochenende dreht die Sonne wieder auf</h4><p>Und dann kommt, worauf viele sehnsüchtig warten: Das Wochenende bringt ruhiges, freundliches Spätsommerwetter. Am <strong>Samstag</strong> löst sich der morgendliche Nebel rasch auf, danach gibt es einen angenehmen Wechsel aus <strong>Sonne und Wolken</strong> – im Süden sogar länger am Stück blauer Himmel. Bis zu <strong>24 Grad</strong> werden erreicht.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786546" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren.html" title="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren">Experte: „Wird jetzt richtig teuer": Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren.html" title="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/experte-wird-jetzt-richtig-teuer-rhein-rekordtief-und-trocken-herbst-diese-folgen-bekommen-wir-alle-zu-spuren-1788247428451_320.jpg" alt="Experte: „Wird jetzt richtig teuer': Rhein-Rekordtief und Trocken-Herbst – diese Folgen bekommen wir alle zu spüren"></a></article></aside><p>Der <strong>Sonntag</strong> legt noch eine Schippe drauf: Abgesehen von ein paar Wolken im Norden scheint häufig die Sonne, im Süden ist es oft strahlend schön. Die Temperaturen steigen auf bis zu <strong>25 Grad</strong> – ideal für den letzten Kaffee draußen auf der Terrasse.</p><h4>Altweibersommer – das steckt wirklich dahinter</h4><p>Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem vielbeschworenen <strong>Altweibersommer</strong>? Gemeint ist eine ruhige, sonnige und meist trockene Wetterphase im Frühherbst, die von einem stabilen <strong>Hochdruckgebiet</strong> gesteuert wird. Typisch sind kühle, oft neblige Morgenstunden, gefolgt von milden, goldenen Nachmittagen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/erst-kurzer-absturz-dann-sonne-satt-der-altweibersommer-kommt-anfang-oktober-traumen-manche-sogar-von-30-grad-1788799535261.jpg" data-image="xt922kt4eanu" alt="wetter, herbst, oktober" title="wetter, herbst, oktober"><figcaption>Wie schön wird der Herbst? Der Altweibersommer kommt schon an diesem Wochenende.</figcaption></figure><p>Seinen Namen verdankt er den feinen <strong>Spinnenfäden</strong>, die an solchen Tagen glitzernd durch die Luft schweben und im Morgentau wie silbernes Haar schimmern. Genau dieses ruhige, stabile Muster deutet sich für die zweite Wochenhälfte und das kommende Wochenende immer deutlicher an.</p><h2>Ausblick auf Anfang Oktober: die 30-Grad-Hoffnung</h2><p>Bleibt die große Frage: Sind Anfang Oktober wirklich noch einmal <strong>30 Grad</strong> möglich? Ehrlich gesagt zeigt der aktuelle Trend eher <strong>angenehme 22 bis 26 Grad</strong> – schon zum Wochenstart geht es wieder spürbar bergauf. Ein goldener Altweibersommer mit viel Sonne ist also gut möglich, die ganz große Hitze aber vorerst nicht.</p><p>Ausgeschlossen sind Ausreißer nach oben trotzdem nie: In ausgeprägten Altweibersommer-Jahren hat es Anfang Oktober örtlich schon einmal kräftig an der <strong>30-Grad-Marke</strong> gekratzt. Realistisch dürfen Sie sich aber vor allem auf eines freuen – jede Menge <strong>Sonnenschein</strong>, milde Nachmittage und einen richtig versöhnlichen Ausklang des Sommers. Genießen Sie es!</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/erst-kurzer-absturz-dann-sonne-satt-der-altweibersommer-kommt-anfang-oktober-traumen-manche-sogar-von-30-grad.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wie El Niño durch die Erwärmung des Pazifiks das Wetter weltweit zu stören droht]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html</link><pubDate>Mon, 07 Sep 2026 12:13:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Wenn sich im Pazifik ein El-Niño-Phänomen entwickelt, verschiebt es die Jetstreams, löst extreme Dürren und Überschwemmungen aus und belastet die marinen Ökosysteme. Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-el-nino-amenaza-con-alterar-el-clima-global-al-calentar-el-oceano-pacifico-1787798615886.jpg" data-image="gd36d6hn6tfy" alt="El Niño geht mit überdurchschnittlich hohen Meeresoberflächentemperaturen im Äquatorialgebiet einher. Die für El Niño charakteristische Wärme ist auf dieser Karte vom November 2015 deutlich zu erkennen. Karten des NASA Earth Observatory von Michala Garrison unter Verwendung von Daten aus dem Projekt „Multiscale Ultrahigh Resolution Sea Surface Temperature“ (MUR SST)." title="El Niño geht mit überdurchschnittlich hohen Meeresoberflächentemperaturen im Äquatorialgebiet einher. Die für El Niño charakteristische Wärme ist auf dieser Karte vom November 2015 deutlich zu erkennen. Karten des NASA Earth Observatory von Michala Garrison unter Verwendung von Daten aus dem Projekt „Multiscale Ultrahigh Resolution Sea Surface Temperature“ (MUR SST)."><figcaption>El Niño geht mit überdurchschnittlich hohen Meeresoberflächentemperaturen im Äquatorialgebiet einher. Quelle: NASA Earth Observatory (MUR SST).</figcaption></figure><p>Der Ozean beherbergt ein komplexes Unterwassersystem, das zur Regulierung des „Thermostats“ unseres Planeten beiträgt. Tief unter der Oberfläche treffen Strömungen und Wassermassen aufeinander und transportieren Wärme und Nährstoffe über Tausende von Meilen. Wenn sich die Temperatur dieser Schichten verändert, kann dies eine Kettenreaktion auslösen, die die Wetterverhältnisse weltweit verändert.</p><p>Der äquatoriale Pazifik fungiert als wichtigstes Wärmespeicher der Erde, da er intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Unter normalen Bedingungen treiben die Passatwinde warmes Wasser in Richtung Asien und Ozeanien, wodurch sich die Wärme im westlichen Pazifik konzentriert, während gleichzeitig ein stetiger Nährstofffluss entlang der Küsten Amerikas aufrechterhalten wird.</p><div class="texto-destacado">Diese Dynamik ist Teil eines Phänomens, das in der Atmosphärenforschung als El-Niño-Southern-Oscillation (ENSO) bekannt ist. Dieses System aus Ozean und Atmosphäre wechselt zwischen neutralen Zuständen, einer als La Niña bezeichneten Kaltphase und einer als El Niño bekannten Warmphase.<br></div><p>Die warme Phase beginnt, wenn die Passatwinde nachlassen oder ihre Richtung ändern. Ohne diesen Antrieb fließt die riesige Warmwassermasse nach Osten und reicht dabei bis in eine Tiefe von 200 Metern, bevor sie die Küsten Amerikas erreicht, wobei sie unterwegs die thermische Struktur des Ozeans verändert.</p><h2>Wie sich El Niño auf die Atmosphäre auswirkt</h2><p>Diese Erwärmung der Ozeane verändert unmittelbar die globale atmosphärische Zirkulation. Durch die massive Verdunstung aus ungewöhnlich warmen Gewässern werden enorme Energiemengen freigesetzt, was zu einer Verlagerung der Jetstreams und zu Störungen der Niederschlagsmuster weltweit führt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-el-nino-amenaza-con-alterar-el-clima-global-al-calentar-el-oceano-pacifico-1787798741983.jpg" data-image="t2qvybwxhkd0"><figcaption>El Niño verändert in der Regel den pazifischen Jetstream, indem er ihn weiter nach Süden und Osten ausdehnt, ihn beständiger macht und im Westen der Vereinigten Staaten sowie in Mexiko feuchtere Wetterbedingungen mit sich bringt. Quelle: Illustration des NASA Earth Observatory.</figcaption></figure><p>Weltweit können die wetterbedingten Auswirkungen der warmen ENSO-Phase verheerend sein. Während einige Regionen unter anhaltender Dürre, Waldbränden und extremen Hitzewellen leiden, sind andere von sintflutartigen Regenfällen, schweren Stürmen und historischen Überschwemmungen betroffen, die ganze Gemeinden bedrohen können.</p><h2>Risiken für marine Ökosysteme und abrupte Veränderungen in den Ozeankreisläufen</h2><p>Im Ozean belastet das Vordringen von warmem Wasser die marinen Ökosysteme durch die Bildung von Kelvin-Wellen. Dieser Warmwasserimpuls drückt die kalte Tiefenschicht, die sogenannte Thermokline, nach unten und verhindert so den Aufstieg nährstoffreichen Wassers, das für die Arten an den Küsten lebenswichtig ist.</p><p>Eine Störung dieses lebenswichtigen Kreislaufs kann zum Zusammenbruch der marinen Nahrungskette führen. Ein Mangel an Nahrung kann dazu führen, dass Fische, Seevögel und Meeressäugetiere in großer Zahl abwandern oder sterben, was zudem die Fischerei beeinträchtigt und der lokalen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787074" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos.html" title="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos">Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos.html" title="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/ein-riss-im-polarwirbel-und-der-mildwinter-ist-geschichte-so-schnell-kippt-deutschland-in-eiseskalte-und-schneechaos-1788511488802_320.jpg" alt="Ein Riss im Polarwirbel – und der Mildwinter ist Geschichte: So schnell kippt Deutschland in Eiseskälte und Schneechaos"></a></article></aside><p>Eine übermäßige Erwärmung der Ozeane kann zudem zu schweren Korallenbleichen führen. Extrem warmes Wasser setzt die Riffe einer weitreichenden Belastung aus, bedroht die marine Artenvielfalt und schwächt den natürlichen Schutz, den die Riffe den Küsten bieten.</p><h3>Beobachtung des ENSO</h3><p>Um diese Veränderungen zu verfolgen, wurde ein globales Netzwerk aus mehr als 4.000 In-situ-Messgeräten in den Ozeanen eingerichtet. Bojen, Treibgeräte und Argo-Floats tauchen kontinuierlich bis in Tiefen von bis zu 300 Metern ab, um Veränderungen der Temperatur und des Salzgehalts in Echtzeit zu messen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/como-el-nino-amenaza-con-alterar-el-clima-global-al-calentar-el-oceano-pacifico-1787824029762.jpg" data-image="mk0e01xv7z3x"><figcaption>RAMA-Bojen messen mithilfe von Tiefensensoren die Lufttemperatur und die Temperatur der Wassersäule, sodass Wissenschaftler regionale Veränderungen im Ozean von Jahr zu Jahr verfolgen können.</figcaption></figure><p>An der Oberfläche ergänzen Wettersatelliten diese Beobachtungen, indem sie die Infrarotstrahlung der Meeresoberfläche messen. Mit Hilfe dieser Instrumente lassen sich Gebiete mit ungewöhnlich warmem Wasser erfassen und der durch die thermische Ausdehnung des Meerwassers verursachte Anstieg des Meeresspiegels verfolgen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="786776" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/polarwirbel-signal-fur-den-winter-die-vorentscheidung-fallt-jetzt-in-30-kilometern-hohe.html" title="Polarwirbel-Signal für den Winter: „Die Vorentscheidung fällt jetzt – in 30 Kilometern Höhe'">Polarwirbel-Signal für den Winter: „Die Vorentscheidung fällt jetzt – in 30 Kilometern Höhe"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/polarwirbel-signal-fur-den-winter-die-vorentscheidung-fallt-jetzt-in-30-kilometern-hohe.html" title="Polarwirbel-Signal für den Winter: „Die Vorentscheidung fällt jetzt – in 30 Kilometern Höhe'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/polarwirbel-signal-fur-den-winter-die-vorentscheidung-fallt-jetzt-in-30-kilometern-hohe-1788348548058_320.jpg" alt="Polarwirbel-Signal für den Winter: „Die Vorentscheidung fällt jetzt – in 30 Kilometern Höhe'"></a></article></aside><p>Offizielle Institutionen wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), meteorologische Dienste und Behörden weltweit sowie die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) bestätigen das Auftreten von El Niño, wenn die Anomalie der Meeresoberflächentemperatur in der Region „Niño 3.4“ drei Monate in Folge um mehr als 0,5 °C über dem Durchschnitt liegt.</p><p>Das Verständnis und die Beobachtung dieses gewaltigen Wärmekraftwerks sind entscheidend für die Vorhersage künftiger Wetter- und Klimakatastrophen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Michael%20Carlowicz%20y%20Stephanie%20Schollaert%20Uz%2C%20NASA" data-year="2%20de%20octubre%20de%202024" data-title="Los%20cambios%20en%20los%20vientos%20y%20las%20corrientes%20del%20Pac%C3%ADfico%20producen%20condiciones%20atmosf%C3%A9ricas%20c%C3%A1lidas%20e%20impredecibles" data-url="https%3A%2F%2Fciencia.nasa.gov%2Ftierra%2Fel-nino%2F%23que-es-el-nino">Michael Carlowicz and Stephanie Schollaert Uz, NASA. (October 2, 2024). <a href="https://ciencia.nasa.gov/tierra/el-nino/#que-es-el-nino" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Changes in Pacific winds and currents produce warm and unpredictable atmospheric conditions</a>.</cite><br><cite data-author="Jessica%20Mkitarian%2C%20NOAA" data-year="September%2019%2C%202024" data-title="Three%20ocean%20observing%20platforms%20that%20are%20keeping%20an%20eye%20on%20ocean%20heat" data-url="https%3A%2F%2Fglobalocean.noaa.gov%2Fthree-ocean-observing-platforms-that-are-keeping-an-eye-on-ocean-heat%2F">Jessica Mkitarian, NOAA. (September 19, 2024). <a href="https://globalocean.noaa.gov/three-ocean-observing-platforms-that-are-keeping-an-eye-on-ocean-heat/" target="_blank">Three ocean observing platforms that are keeping an eye on ocean heat</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wie-el-nino-durch-die-erwarmung-des-pazifiks-das-wetter-weltweit-zu-storen-droht.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Sommerfinale mit über 30°C für Baden-Württemberg - Hat die Hitze dann "endlich fertig"? ]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/sommerfinale-30grad-baden-wuerttemberg-hitze-endlich-fertig.html</link><pubDate>Mon, 07 Sep 2026 11:46:18 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Vielleicht zum letzten Mal in diesem Jahr steht in Baden-Württemberg hochsommerliche Hitze an, bevor eine Kaltfront die große Warmluft endgültig abräumen wird.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/sommerfinale-30grad-baden-wuerttemberg-hitze-endlich-fertig-1788772938238.jpeg" data-image="gl2110edwjgq" alt="Hitze" title="Hitze"><figcaption>Die vielleicht letzten Hitzetage in diesem Jahr stehen für Baden-Württemberg an</figcaption></figure><p>Das große<strong> Sommerfinale steht in Baden-Württemberg</strong> an, bevor zur Wochenmitte eine <strong>Kaltfront für eine deutliche Abkühlung</strong> sorgen wird. Nach dem beispiellosen Hitzesommer 2026 werden sich viele fragen, ob es das denn dann <strong>endgültig war mit Hitze und tropischen Nächten</strong> im Land.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787437" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu">„Jetzt ist es raus": So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu.html" title="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/jetzt-ist-es-raus-so-hoch-ist-die-eiswinter-chance-2026-2027-super-el-nino-mischt-deutschland-neu-1788711581362_320.jpg" alt="„Jetzt ist es raus': So hoch ist die Eiswinter-Chance 2026/2027 – Super-El-Niño mischt Deutschland neu"></a></article></aside><p>In Zeiten der fortschreitenden Klimaerwärmung beginnt <strong>die Hitze im Mittel nicht nur immer früher</strong> im Jahr, sondern endet auch später. Selbst im <strong>September sind mittlerweile heiße Tage mit über 30 Grad </strong>keine Seltenheit mehr und auch tropische Nächte (Temperatur sinkt nicht unter 20,0°C) sind noch möglich.</p><h2>Bis zu 33 Grad am Oberrhein</h2><p>Die <strong>Nacht zum Montag </strong>(07.09.) war am Oberrhein schon wieder ausgesprochen mild, wenn auch keine Tropennacht mehr erreicht wurde. In <strong>Freiburg-Mitte (269m)</strong> lag die Tiefsttemperatur bei <strong>19,3°C</strong>, in <strong>Weil am Rhein (242m)</strong> bei <strong>18,7°C</strong>. Deutlich besser konnte sich die Luft Richtung Osten abkühlen, in <strong>Ulm-Mähringen (593m)</strong> sank das Thermometer auf erfrischende<strong> 8,3°C </strong>ab.</p><p>Der <strong>Montag</strong> bringt dann am Nachmittag neben <strong>viel Sonnenschein auch wieder Hitze</strong> nach Baden-Württemberg. Dabei steigen die Temperaturen nochmals auf hochsommerliche <strong>30 bis 33 Grad</strong> in den Niederungen und selbst in höheren Lagen werden Werte um <strong>27 Grad</strong> erreicht.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Nach einer Kaltfront am Mittwoch sieht es im Süden schon nach dem nächsten Hoch mit trockenem Wetter aus. <br><br>Anbei der Trend für Stuttgart, andere Orte:<a href="https://t.co/vX6Mpc972S">https://t.co/vX6Mpc972S</a><br>/FR <a href="https://t.co/zhwrGFxTCX">pic.twitter.com/zhwrGFxTCX</a></p>— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) <a href="https://x.com/Kachelmannwettr/status/2096896758009704765?ref_src=twsrc%5Etfw">September 7, 2026</a></blockquote></figure><p>Zum Spätnachmittag können sich in der <strong>labilen Luftmasse bevorzugt über Alb und Schwarzwald</strong> einzelne starke Gewitter bilden, örtlich mit<strong> Starkregen, Sturmböen um 80 km/h und Hagel</strong>. Außerhalb der Gewitter weht ein mäßiger Wind aus Südwest bis West.</p><p>In der <strong>Nacht zum Dienstag</strong> wird es verbreitet klar oder nur gering bewölkt, in geschützten Tallagen können sich einzelne Nebelfelder bilden. Es bleibt für eine <strong>Septembernacht ausgesprochen lau </strong>bei Tiefsttemperaturen von <strong>18 bis 14 Grad,</strong> örtlich am Oberrhein nur <strong>wenig unter 20 Grad.</strong></p><h2>Hitze ade </h2><p>Am <strong>Dienstag</strong> gelangt dann im <strong>Vorfeld der Kaltfront erneut sehr warme bis heiße Luft</strong> nach Baden-Württemberg. Dazu wird es tagsüber verbreitet sonnig und trocken und die Werte steigen (ein vielleicht letztes Mal in diesem Jahr) auf hochsommerliche <strong>27 Grad im Hochschwarzwald und 32 Grad im Breisgau</strong>. Erst zum <strong>Dienstagabend</strong> und in der <strong>Nacht zum Mittwoch</strong> nimmt die Bewölkung zu und es kann zu Schauern und Gewittern kommen. Schwerpunktmäßig ist davon die Südhälfte des Landes betroffen, hier kann es auch <strong>von der Schweiz her zu Unwettern</strong> kommen. Gleichzeitig kommt mit der Kaltfront aus Nordwesten Regen auf, dazu liegen die Tiefstwerte bei <strong>18 bis 11 Grad.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="787435" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern.html" title="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern">Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm" und schweren Unwettern</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern.html" title="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-absturz-von-33-auf-15-grad-wetterdienst-warnt-vor-lila-alarm-und-schweren-unwettern-1788709947294_320.jpg" alt="Wetter-Absturz von 33 auf 15 Grad! Wetterdienst warnt vor „Lila-Alarm' und schweren Unwettern"></a></article></aside><p>Am <strong>Mittwoch </strong>ist die Hitze dann aus ganz Baden-Württemberg ausgeräumt. Dazu wird es <strong>entlang und südlich der Alb teilweise kräftig und anhaltend </strong>regnen, während sonst von Nordwesten mit Auflockerungen zeitweise auch mal die Sonne zum Vorschein kommt. Im <strong>Dauerregen werden im Allgäu und auf der Alb nur 15 Grad</strong> erreicht, sonst gibt es <strong>Werte um 20 Grad.</strong> In den Tagen danach bleibt es bei für die Jahreszeit "normalen" Temperaturen von <strong>20 bis 23 Grad</strong> recht freundlich mit Sonne und Wolken. Eine <strong>Hitze-Rückkehr ist bis auf Weiteres nicht mehr in Sicht </strong>und wird aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit dann auch immer unwahrscheinlicher.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/sommerfinale-30grad-baden-wuerttemberg-hitze-endlich-fertig.html</guid><dc:creator><![CDATA[Markus Köss]]></dc:creator></item></channel></rss>