<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" version="2.0"><channel><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><description>News rund ums Wetter: Aktuelle Wetternachrichten - Informieren Sie sich hier über die aktuellsten Wetternachrichten für Deutschland und weltweit. News rund um das Wetter: Wir halten Sie auf dem Laufenden!</description><language>de</language><lastBuildDate>Tue, 11 Aug 2026 22:30:18 +0000</lastBuildDate><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 22:30:18 +0000</pubDate><atom:link href="https://www.daswetter.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[ Copyright 2026 Meteored ]]></copyright><image><url>https://www.daswetter.com/imagenes/logo_rss.png</url><title>Meteored Deutschland</title><link>https://www.daswetter.com</link><width>144</width><height>144</height></image><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>6</sy:updateFrequency><item><title><![CDATA[Galaxienzentren: Sternhaufen und Sternscheiben entstehen und entwickeln sich zusammen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/galaxienzentren-sternhaufen-und-sternscheiben-entstehen-und-entwickeln-sich-zusammen.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 16:03:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Jüngste Simulationen zeigen, wie sich Galaxienzentren entwickeln. Demnach wachsen Kernsternhaufen und nukleare Sternscheiben nicht unabhängig voneinander, sondern entstehen aus denselben Vorgängen und beeinflussen sich gegenseitig.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/galaxienzentren-sternhaufen-und-sternscheiben-entstehen-und-entwickeln-sich-zusammen-1786430956650.jpg" alt="Der zentrale Balken der Großen Balkenspiralgalaxie (NGC 1365) beeinflusst die Sternentstehung in der gesamten Galaxie und beheimatet ein supermassereiches Schwarzes Loch, das hinter zahlreichen neu entstandenen Sternen verborgen liegt." title="Der zentrale Balken der Großen Balkenspiralgalaxie (NGC 1365) beeinflusst die Sternentstehung in der gesamten Galaxie und beheimatet ein supermassereiches Schwarzes Loch, das hinter zahlreichen neu entstandenen Sternen verborgen liegt."><figcaption>Der zentrale Balken der Großen Balkenspiralgalaxie (NGC 1365) beeinflusst die Sternentstehung in der gesamten Galaxie und beheimatet ein supermassereiches Schwarzes Loch, das hinter zahlreichen neu entstandenen Sternen verborgen liegt. Bild: Dark Energy Survey/DOE/FNAL/DECam/CTIO/NOIRLab/NSF/AURA</figcaption></figure><p>Galaxienzentren zählen zu den geheimnisvollsten Regionen des Universums. Dort befinden sich meist supermassereiche Schwarze Löcher, die von dichten Ansammlungen aus Sternen umgeben sind. Wie diese Strukturen entstehen und sich über Milliarden Jahre entwickeln, gehört zu den zentralen Fragen der modernen Astrophysik.</p><p>Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) konnte nun mithilfe einer hochauflösenden Computersimulation zeigen, dass zwei charakteristische Bestandteile vieler Galaxien – Kernsternhaufen und nukleare Sternscheiben – eng miteinander verbunden sind und gemeinsam wachsen.</p><h2>Gemeinsamer Ursprung im Zentrum</h2><p><strong>Kernsternhaufen </strong>(Nuclear Star Cluster, NSC) sind extrem dichte, kompakte Ansammlungen von Millionen Sternen im innersten Zentrum einer Galaxie, die häufig ein supermassereiches Schwarzes Loch umgeben und durch enorme Schwerkraft zusammengehalten werden.</p><p><strong>Nukleare Sternscheiben</strong> (Nuclear Stellar Disc, NSD) hingegen sind flache, rotierende Scheiben aus Sternen und Gas, ebenfalls im galaktischen Zentrum, die sich um den Kernsternhaufen erstrecken und durch stetigen Gaseinstrom kontinuierlich neue Sterne bilden.</p><p>Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass beide Komponenten unabhängig voneinander entstehen. Beobachtungen weisen bisher nicht eindeutig auf einen Zusammenhang zwischen ihren Massen oder Größen hin. Realistische Simulationen, die ihre Entwicklung nachvollziehen konnten, fehlten ebenfalls.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/galaxienzentren-sternhaufen-und-sternscheiben-entstehen-und-entwickeln-sich-zusammen-1786430939971.png" alt="Simulation des SMUGGLE-Ring-Projekts" title="Simulation des SMUGGLE-Ring-Projekts"><figcaption>Simulation des SMUGGLE-Ring-Projekts. Bild: AIP/S. Kwak</figcaption></figure><p>Die nun vorgestellte hydrodynamische Simulation einer milchstraßenähnlichen Balkengalaxie schließt diese Lücke. Die Galaxienentwicklung wird über einen Zeitraum von vier Milliarden Jahren verfolgt, und erstmals wird abgebildet, wie beide Strukturen innerhalb eines einzigen Modells entstehen.</p><p>Im Mittelpunkt steht dabei der galaktische <strong>Balken</strong> – eine langgestreckte Sternenstruktur im Inneren vieler Spiralgalaxien. Er transportiert Gas aus den äußeren Bereichen in Richtung Zentrum und schafft so die Grundlage für neue Sternentstehung.</p><p>„Unsere Simulation verdeutlicht dies, indem sie zeigt, wie der galaktische Balken wie ein kosmisches Förderband wirkt, das Gas nach innen leitet, so dass beide Strukturen gleichzeitig aus genau demselben Reservoir versorgt werden“, erklärt Dr. SungWon Kwak vom AIP.</p><h2>Milliarden Jahre galaktischer Entwicklung</h2><p>Im Zentrum sammelt sich dadurch immer mehr Gas an. Gleichzeitig lösen Schockwellen sterbender Sterne wiederholt neue Phasen der Sternbildung aus. Über Milliarden Jahre entstehen so zentrale Sternpopulationen mit einer Gesamtmasse von mehreren hundert Millionen Sonnenmassen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/galaxienzentren-sternhaufen-und-sternscheiben-entstehen-und-entwickeln-sich-zusammen-1786430948520.jpg" alt="In der Balkenspiralgalaxie NGC 1300 zeigt der Kern eine eigene außergewöhnliche Spiralstruktur von etwa 3300 Lichtjahren Länge. Nur Galaxien mit großräumigen Balken scheinen diese groß gestalteten inneren Scheiben zu haben – eine Spirale innerhalb einer Spirale." title="In der Balkenspiralgalaxie NGC 1300 zeigt der Kern eine eigene außergewöhnliche Spiralstruktur von etwa 3300 Lichtjahren Länge. Nur Galaxien mit großräumigen Balken scheinen diese groß gestalteten inneren Scheiben zu haben – eine Spirale innerhalb einer Spirale."><figcaption>In der Balkenspiralgalaxie NGC 1300 zeigt der Kern eine eigene außergewöhnliche Spiralstruktur von etwa 3300 Lichtjahren Länge. Nur Galaxien mit großräumigen Balken scheinen diese groß gestalteten inneren Scheiben zu haben – eine Spirale innerhalb einer Spirale. Bild: NASA/ESA/The Hubble Heritage Team STScI/AURA</figcaption></figure><p>Der große Vorteil der Simulation liegt darin, dass sie Entwicklungen sichtbar macht, die sich astronomisch nicht direkt beobachten lassen. Teleskope liefern stets nur Momentaufnahmen einzelner Galaxien. Das Computermodell hingegen zeigt Schritt für Schritt, wie sich Balken bilden, Gas ins Zentrum strömt und die Sternscheibe allmählich nach außen wächst.</p><p>Die Ergebnisse erklären außerdem, weshalb Kernsternhaufen und nukleare Sternscheiben in verschiedenen Galaxien oft sehr unterschiedlich erscheinen. Ihre Beziehung verändert sich ständig im Laufe der Entwicklung.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781942" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/astronomen-beobachten-eine-massereiche-galaxie-die-sich-nur-1-2-milliarden-jahre-nach-dem-urknall-entwickelt.html" title="Astronomen beobachten eine massereiche Galaxie, die sich nur 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickelt">Astronomen beobachten eine massereiche Galaxie, die sich nur 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickelt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/astronomen-beobachten-eine-massereiche-galaxie-die-sich-nur-1-2-milliarden-jahre-nach-dem-urknall-entwickelt.html" title="Astronomen beobachten eine massereiche Galaxie, die sich nur 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickelt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/astronomos-acompanham-uma-galaxia-massiva-crescendo-1-2-bilhoes-de-anos-apos-big-bang-1785011969511_320.png" alt="Astronomen beobachten eine massereiche Galaxie, die sich nur 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickelt"></a></article></aside><p>„Die scheinbar fehlende Verbindung bedeutet nicht, dass sich die Sterne selbst grundlegend in Alter, chemischer Zusammensetzung oder Bewegung unterscheiden“, erklärt Mitautorin Dr. Cristina Chiappini. Vielmehr entwickle sich die strukturelle Beziehung beider Komponenten im Laufe der Zeit auf natürliche Weise.</p><h2>Verschmelzungen im galaktischen Herzen</h2><p>Besonders spektakulär ist ein Ereignis innerhalb der Simulation: Ein rund 30 Millionen Sonnenmassen schwerer Sternhaufen wandert spiralförmig ins Galaxienzentrum und verschmilzt dort mit dem Kernsternhaufen. Vergleichbare Objekte wurden inzwischen auch in der Balkengalaxie NGC 1365 beobachtet.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="772356" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/james-webb-lost-ein-gro-es-astrophysikalisches-ratsel-schwarze-locher-entstanden-vor-ihren-eigenen-galaxien.html" title="James Webb löst ein großes astrophysikalisches Rätsel: Schwarze Löcher entstanden vor ihren eigenen Galaxien">James Webb löst ein großes astrophysikalisches Rätsel: Schwarze Löcher entstanden vor ihren eigenen Galaxien</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/james-webb-lost-ein-gro-es-astrophysikalisches-ratsel-schwarze-locher-entstanden-vor-ihren-eigenen-galaxien.html" title="James Webb löst ein großes astrophysikalisches Rätsel: Schwarze Löcher entstanden vor ihren eigenen Galaxien"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/james-webb-resuelve-el-gran-enigma-astrofisico-los-agujeros-negros-nacieron-antes-que-sus-propias-galaxias-1780186480620_320.jpg" alt="James Webb löst ein großes astrophysikalisches Rätsel: Schwarze Löcher entstanden vor ihren eigenen Galaxien"></a></article></aside><p>Solche Verschmelzungen können Masse und Ausdehnung der zentralen Sternhaufen innerhalb kurzer Zeit verändern. Da sich im Zentrum zudem ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet, könnte auch dessen Wachstum beeinflusst werden. Anhand der neuen Simulationen könnten dann künftige Beobachtungen galaktischer Zentren besser eingeordnet und ihre Entwicklung besser verstanden werden.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Kwak%2C%20S.%2C%20Schultheis%2C%20M.%2C%20Minchev%2C%20I.%2C%20Chiappini%2C%20C.%2C%20Kim%2C%20W.-T.%2C%20Baek%2C%20S.%2C%20Marinacci%2C%20F.%2C%20Vogelsberger%2C%20M.%2C%20Sales%2C%20L.%20V.%2C%20Li%2C%20H.%2C%20%26%20Steinmetz%2C%20M" data-year="2026" data-title="SMUGGLE-Ring%3A%20Evolutionary%20link%20between%20nuclear%20star%20cluster%20and%20nuclear%20disk.%20A%26A%20Letter" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.48550%2FarXiv.2606.05157">Kwak, S., Schultheis, M., Minchev, I., Chiappini, C., Kim, W.-T., Baek, S., Marinacci, F., Vogelsberger, M., Sales, L. V., Li, H., & Steinmetz, M. (2026). <a href="https://doi.org/10.48550/arXiv.2606.05157" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">SMUGGLE-Ring: Evolutionary link between nuclear star cluster and nuclear disk. A&A Letter</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/galaxienzentren-sternhaufen-und-sternscheiben-entstehen-und-entwickeln-sich-zusammen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Ein mysteriöser 27,5-Millionen-Jahre-Zyklus könnte die größten Katastrophen der Erde erklären]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/ein-mysterioser-27-5-millionen-jahre-zyklus-konnte-die-gro-ten-katastrophen-der-erde-erklaren.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 14:15:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Eine neue Studie hat eine umstrittene Hypothese wiederbelebt, wonach die größten geologischen Krisen der Erde möglicherweise einem natürlichen Zyklus folgen, der sich seit Hunderten von Millionen Jahren wiederholt.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/un-misterioso-ciclo-de-27-5-millones-de-anos-podria-explicar-las-mayores-catastrofes-de-la-tierra-1785459147254.jpg" data-image="fkmg65t02w3b" alt="Katastrophe auf dem Planeten Erde" title="Katastrophe auf dem Planeten Erde"><figcaption>Die Forscher werteten bereits veröffentlichte geologische Datenbanken aus, die Aufzeichnungen zu 89 bedeutenden Ereignissen aus den letzten 260 Millionen Jahren enthielten.</figcaption></figure><p>Massenaussterben, gewaltige Vulkanausbrüche und Zeiträume, in denen die Ozeane einen Großteil ihres Sauerstoffs verloren, mögen auf den ersten Blick als voneinander unabhängige Ereignisse erscheinen. Eine neue Studie legt jedoch nahe, dass diese bedeutenden Ereignisse in der Erdgeschichte durch ein bemerkenswertes Muster miteinander verbunden sein könnten, das sich etwa alle 27,5 Millionen Jahre wiederholt.</p><p>Die in der Fachzeitschrift <em>Evolving Earth</em> veröffentlichte Studie greift eine Hypothese wieder auf, die seit Jahrzehnten für Diskussionen unter Geologen sorgt. Diese Idee tauchte erstmals in den 1980er Jahren auf, als mehrere Studien die These aufstellten, dass einige der bedeutendsten Ereignisse in der Erdgeschichte nicht gänzlich zufällig stattfanden, sondern einem Zyklus folgten, der sich über mehrere zehn Millionen Jahre erstreckte. Seitdem wurde diese Theorie gleichermaßen angefochten wie verteidigt.</p><p>Nun hat der Geologe Michael Rampino von der New York University die Beweislage unter Verwendung aktualisierter geologischer Zeitskalen und präziserer statistischer Methoden erneut untersucht. Seinen Erkenntnissen zufolge steht die Existenz dieses Zyklus nicht nur nach wie vor im Einklang mit den vorliegenden Beweisen, sondern die Argumente dafür haben sich im Laufe der Zeit sogar noch verstärkt.</p><h2>Eine Analyse, die sich über 260 Millionen Jahre geologischer Geschichte erstreckt</h2><p>Für die Durchführung der Studie wertete Rampino bereits veröffentlichte geologische Datenbanken aus, die Aufzeichnungen zu 89 bedeutenden Ereignissen aus den letzten 260 Millionen Jahren enthielten.</p><p>Der Datensatz umfasst marine Massensterben, Zeiträume, in denen die Ozeane fast vollständig sauerstofffrei waren, massive Basaltflut-Eruptionen auf den Kontinenten, globale Schwankungen des Meeresspiegels, das Aussterben von Landwirbeltieren, Veränderungen der Geschwindigkeit der Meeresbodenausbreitung sowie Phasen verstärkter vulkanischer Aktivität innerhalb der tektonischen Platten.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/un-misterioso-ciclo-de-27-5-millones-de-anos-podria-explicar-las-mayores-catastrofes-de-la-tierra-1785459187982.jpg" data-image="ngda5ayvh0i5" alt="Katastrophe auf dem Planeten Erde" title="Katastrophe auf dem Planeten Erde"><figcaption>Das Alter einiger der größten bekannten Einschlagkrater auf der Erde scheint mit dem vorgeschlagenen 27,5-Millionen-Jahre-Zyklus übereinzustimmen.</figcaption></figure><p>Bei der gemeinsamen Auswertung all dieser Informationen zeigte sich erneut dasselbe vorherrschende Muster von etwa 27,5 Millionen Jahren. Die Ergebnisse brachten zudem ein deutlich schwächeres sekundäres Signal mit einer Periodizität von etwa 8,9 Millionen Jahren zum Vorschein.</p><p>Die Studie legt nicht nahe, dass eine bestimmte Art von geologischer Katastrophe direkt eine andere verursacht. Vielmehr wird darin die These aufgestellt, dass verschiedene Systeme der Erde möglicherweise in regelmäßigen Abständen auf denselben zugrunde liegenden Mechanismus reagieren, der sich über extrem lange Zeiträume erstreckt.</p><h2>Was könnte diesen Rhythmus bestimmen?</h2><p>Die Erklärung ist nach wie vor unklar, obwohl Forscher verschiedene Möglichkeiten untersuchen.</p><p>Eine Hypothese verweist auf Vorgänge tief im Erdinneren. Der Erdmantel befindet sich durch extrem langsame Konvektionsströmungen in ständiger Bewegung. Periodische Veränderungen dieser Zirkulation oder das Aufsteigen großer Plumes aus heißem Material aus den Tiefen des Planeten könnten die vulkanische Aktivität, die Bewegungen der tektonischen Platten und die Gebirgsbildung beeinflussen.</p><div class="texto-destacado"><strong><strong>Da all diese Prozesse eng miteinander verknüpft sind, könnte eine Veränderung, die tief im Erdinneren ihren Ursprung hat, Millionen von Jahren später schließlich Auswirkungen auf die Erdoberfläche, die Ozeane, das Klima und sogar die Artenvielfalt haben.</strong></strong></div><p>Eine weitere Möglichkeit sind sehr langfristige Schwankungen der Erdumlaufbahn. Diese Veränderungen können das Klima und den Meeresspiegel beeinflussen und dazu führen, dass enorme Mengen an Wasser, Eis und Sedimenten über die Erdoberfläche verteilt werden. Laut Rampino könnten diese Verschiebungen der Oberflächenbelastung die auf die Erdkruste und den oberen Mantel einwirkenden Spannungen geringfügig verändern und bestimmte tektonische und vulkanische Prozesse begünstigen.</p><h2>Wissenschaftler untersuchen zudem kosmische Erklärungsansätze</h2><p>Die Studie befasst sich zudem mit eher spekulativen Szenarien, die mit der Position des Sonnensystems innerhalb der Milchstraße zusammenhängen.</p><p>Da das Sonnensystem den Mittelpunkt der Galaxie umkreist, durchquert es in regelmäßigen Abständen die galaktische Ebene. Einige Forscher vermuten, dass diese Durchquerungen die weit entfernte Oortsche Wolke durch Gravitationskräfte stören könnten, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass große Kometen in das innere Sonnensystem abgelenkt werden, und somit auch die Gefahr von Einschlägen auf der Erde zunimmt.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/un-misterioso-ciclo-de-27-5-millones-de-anos-podria-explicar-las-mayores-catastrofes-de-la-tierra-1785459222409.jpg" data-image="jhum0e5lqqm9" alt="Katastrophe auf dem Planeten Erde" title="Katastrophe auf dem Planeten Erde"><figcaption>Verschiedene Systeme der Erde können in regelmäßigen Abständen auf denselben zugrunde liegenden Mechanismus reagieren, der sich über extrem lange Zeiträume erstreckt.</figcaption></figure><p>Rampino erörtert zudem eine Hypothese, die mit dunkler Materie zusammenhängt. Sollte dunkle Materie in der Nähe der galaktischen Ebene stärker konzentriert sein, könnten bei diesen Durchquerungen geringe Mengen davon in der Erde eingeschlossen werden und über Millionen von Jahren hinweg zu einer leichten Zunahme der inneren Erwärmung führen. Er räumt jedoch ein, dass es derzeit keine direkten Belege gibt, die einen dieser Mechanismen stützen, weshalb sie nach wie vor höchst umstritten sind.</p><p>Große Asteroideneinschläge wurden in der statistischen Hauptanalyse nicht berücksichtigt. Der Forscher weist jedoch darauf hin, dass das Alter einiger der größten bekannten Einschlagkrater offenbar mit dem vorgeschlagenen 27,5-Millionen-Jahre-Zyklus übereinstimmt. Dennoch geht er nicht so weit, einen direkten kausalen Zusammenhang zu vermuten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782457" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sturmsysteme-in-der-antarktis-treten-immer-haufiger-auf-und-werden-immer-heftiger-die-auswirkungen.html" title="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen">Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/sturmsysteme-in-der-antarktis-treten-immer-haufiger-auf-und-werden-immer-heftiger-die-auswirkungen.html" title="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/borrascas-antartida-mas-frecuentes-e-intensas-1785402033882_320.png" alt="Sturmsysteme in der Antarktis treten immer häufiger auf und werden immer heftiger: die Auswirkungen"></a></article></aside><p>Derzeit ist die Existenz dieses vermuteten geologischen Rhythmus noch ungeklärt. Die geologischen Aufzeichnungen sind unvollständig, und die Datierung sehr alter Ereignisse wird umso unsicherer, je weiter die Forscher in die Vergangenheit zurückblicken. Zudem können statistische Analysen manchmal Muster aufzeigen, die verschwinden, sobald neue Daten vorliegen.</p><p>Dennoch argumentiert Rampino, dass das Fortbestehen dieses Signals über Jahrzehnte der Forschung hinweg in Verbindung mit immer umfassenderen geologischen Datensätzen eine weitere Untersuchung dieser Hypothese rechtfertigt. Sollten zukünftige Studien diese bestätigen, könnten die größten Katastrophen der Erdgeschichte nicht mehr als isolierte Ereignisse betrachtet werden, sondern als periodischer Ausdruck tiefer geologischer Prozesse, die den Planeten seit Hunderten von Millionen Jahren geprägt haben.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/ein-mysterioser-27-5-millionen-jahre-zyklus-konnte-die-gro-ten-katastrophen-der-erde-erklaren.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Rätselhafter Sterntod: Seltene Supernova ohne Gammablitz stellt bisherige Vorstellungen infrage]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ratselhafter-sterntod-seltene-supernova-ohne-gammablitz-stellt-bisherige-vorstellungen-infrage.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 12:28:00 +0000</pubDate><category>Astronomie</category><description><![CDATA[<p>Ein seltsamer Röntgenblitz aus einer rund 500 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie hat Wissenschaftler stutzig gemacht. Denn offenbar handelte es sich um keine gewöhnliche Sternexplosion. Die überraschende Entdeckung stellt bisherige Annahmen darüber infrage, wie Supernovae und Gammastrahlenausbrüchen zusammenhängen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/ratselhafter-sterntod-seltene-supernova-ohne-gammablitz-stellt-bisherige-vorstellungen-infrage-1786429674381.jpg" alt="Die Supernova SN 2026gzf ist als leuchtender Punkt in der zentralen blauen Galaxie zu sehen. Sie wurde durch einen Röntgenblitz entdeckt, der am 21. März 2026 von der Einstein-Sonde aufgenommen wurde." title="Die Supernova SN 2026gzf ist als leuchtender Punkt in der zentralen blauen Galaxie zu sehen. Sie wurde durch einen Röntgenblitz entdeckt, der am 21. März 2026 von der Einstein-Sonde aufgenommen wurde."><figcaption>Die Supernova SN 2026gzf ist als leuchtender Punkt in der zentralen blauen Galaxie zu sehen. Sie wurde durch einen Röntgenblitz entdeckt, der am 21. März 2026 von der Einstein-Sonde aufgenommen wurde. Bild: CTIO/NOIRLab/DOE/NSF/AURA</figcaption></figure><p>Ein kurzer, schwacher Röntgenblitz hat Astronomen auf eine außergewöhnliche Sternexplosion aufmerksam gemacht. Das Ereignis mit der Bezeichnung <strong>EP260321a </strong>wurde vom Satelliten Einstein Probe registriert und ist ein sogen annter <strong>Schockausbruch</strong> – in solch einem Moment durchbricht die Stoßwelle eines kollabierenden massereichen Sterns dessen Oberfläche und setzt das erste Licht einer Supernova frei.</p><p>Solche Schockausbrüche treten eigentlich immer auf, wenn massereiche Sterne sterben, sind jedoch extrem schwer nachzuweisen. Sie dauern nur wenige Minuten und strahlen vor allem im Röntgenbereich. Entsprechend selten sind gesicherte Beobachtungen – innerhalb von zwei Jahrzehnten ist das erst zum zweiten Mal gelungen.</p><h2>Weltweite Jagd nach der Explosion</h2><p>Der registrierte Blitz löste umgehend eine internationale Beobachtungskampagne aus. Zu den ersten Einrichtungen gehörte das 2,1-Meter-Fraunhofer-Teleskop der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) am Wendelstein-Observatorium. Dort wurde die rasch heller werdende <strong>Supernova SN 2026gzf</strong> entdeckt.</p><p>Später wurde sie den breitlinigen Typ-Ic-Supernovae zugeordnet. Diese besonders energiereichen Explosionen hängen normalerweise eng mit Gammastrahlenausbrüchen zusammen, weil sie Materie in nahezu Lichtgeschwindigkeit als schmale Jets ins All schleudern.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/ratselhafter-sterntod-seltene-supernova-ohne-gammablitz-stellt-bisherige-vorstellungen-infrage-1786429693609.png" alt="Eine Abfolge von Bildern über mehrere Tage, die vom Fraunhofer-Teleskop der LMU im Verlauf der Supernova aufgenommen wurde. Der umgebende blaue Fleck ist ein großes Gebiet neu entstandener Sterne, in einer nahegelegenen Galaxie." title="Eine Abfolge von Bildern über mehrere Tage, die vom Fraunhofer-Teleskop der LMU im Verlauf der Supernova aufgenommen wurde. Der umgebende blaue Fleck ist ein großes Gebiet neu entstandener Sterne, in einer nahegelegenen Galaxie."><figcaption>Eine Abfolge von Bildern über mehrere Tage, die vom Fraunhofer-Teleskop der LMU im Verlauf der Supernova aufgenommen wurde. Der umgebende blaue Fleck ist ein großes Gebiet neu entstandener Sterne, in einer nahegelegenen Galaxie. Bild: Wendelstein-Observatorium/Surya Shivaprasad (LMU)</figcaption></figure><p>Genau dieser erwartete Jet fehlte jedoch vollständig. Weder Gammastrahlung noch typische Nachleuchterscheinungen ließen sich nachweisen, und das, obwohl die Explosion selbst außergewöhnlich energiereich war.</p><p>„Täglich sterben irgendwo im Universum Sterne. Doch nur selten geschieht etwas Ungewöhnliches in unserer Nähe, sodass Beobachtungen grundlegend neue Erkenntnisse liefern können“, sagt LMU-Astrophysiker Daniel Gruen. „EP260321a ließ sofort die Alarmglocken läuten – ein Röntgenblitz, aber kein Gamma-Strahlen-Alarm?“</p><h2>Kein Jet, kein Nachleuchten</h2><p>Brendan O’Connor kombinierte Daten zahlreicher Observatorien, darunter das Chandra-Röntgenobservatorium und das Very Large Array. SN 2026gzf weise bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit anderen energiereichen Supernovae auf, die zuvor mit Gammastrahlenausbrüchen in Verbindung gebracht wurden, sagt O’Connor. </p><p>„Doch bei Folgebeobachtungen mit allen Wellenlängen unter Einsatz der empfindlichsten Teleskope der Welt fanden sich keine Hinweise auf einen Jet oder ein Nachleuchten, wie sie bei solchen Ereignissen typischerweise zu beobachten sind.“ Eine Möglichkeit sei, dass zunächst ein Jet vorhanden war, dieser jedoch entweder durch die Oberfläche des Sterns oder durch ihn umgebendes Material „abgewürgt“ wurde, so O’Connor.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782128" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/astronomen-entdecken-das-erste-sternpaar-das-eine-doppelte-supernova-explosion-uberstanden-hat.html" title="Astronomen entdecken das erste Sternpaar, das eine doppelte Supernova-Explosion überstanden hat">Astronomen entdecken das erste Sternpaar, das eine doppelte Supernova-Explosion überstanden hat</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/astronomen-entdecken-das-erste-sternpaar-das-eine-doppelte-supernova-explosion-uberstanden-hat.html" title="Astronomen entdecken das erste Sternpaar, das eine doppelte Supernova-Explosion überstanden hat"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/os-astronomos-descobrem-o-primeiro-par-de-estrelas-que-sobreviveu-a-explosao-de-uma-supernova-dupla-1784809370135_320.jpg" alt="Astronomen entdecken das erste Sternpaar, das eine doppelte Supernova-Explosion überstanden hat"></a></article></aside><p>Weitere Hinweise lieferten Spektren des Explosionsortes, also Farbanalysen, aus denen hervorgeht, welche Elemente sich dort befinden. Die Untersuchungen zeigen, dass der Stern in einer äußerst <strong>metallarmen Gaswolke</strong> entstand.</p><p>„Was wir im Spektrum festgestellt haben, ist, dass der explodierte Stern aus einer Wolke aus in seinem ursprünglichen Zustand belassenen Gas entstanden war“, erläutert Mitautor und LMU-Doktorand Malte Busmann. „Nun, diese Metalle werden gerade hinzugefügt. Nur vier Tage nach dem Ausbruch der Schockwelle können wir bereits erste Signaturen der Metalle im Spektrum sehen.“</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="768946" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/sternenstaub-im-ewigen-eis-antarktisproben-deuten-auf-spuren-uralter-supernovae-hin.html" title="Sternenstaub im ewigen Eis: Antarktisproben deuten auf Spuren uralter Supernovae hin">Sternenstaub im ewigen Eis: Antarktisproben deuten auf Spuren uralter Supernovae hin</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/sternenstaub-im-ewigen-eis-antarktisproben-deuten-auf-spuren-uralter-supernovae-hin.html" title="Sternenstaub im ewigen Eis: Antarktisproben deuten auf Spuren uralter Supernovae hin"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/sternenstaub-im-ewigen-eis-antarktisproben-deuten-auf-spuren-uralter-supernovae-hin-1778828679265_320.jpg" alt="Sternenstaub im ewigen Eis: Antarktisproben deuten auf Spuren uralter Supernovae hin"></a></article></aside><p>Lange Zeit galt eine geringe Metallhäufigkeit als günstige Voraussetzung dafür, dass schnelle Jets entstehen. SN 2026gzf widerspricht dieser Annahme nun jedoch und deutet darauf hin, dass massereiche Sterne auf unterschiedliche Weise sterben können.</p><p>„Wenn ein massereicher Stern aus so metallarmem Gas gebildet wird, erwarten wir, dass er etwa die Hälfte seines Materials abstößt, bevor er als Supernova explodiert“, sagt Joachim Puls, der massereiche Sterne und deren Winde an der LMU erforscht. „Das passt also mit der Hypothese zusammen, dass ein Jet von Material in der Umgebung des Sternes abgebremst wurde.“ Künftige Beobachtungen, unter anderem mit dem James-Webb-Weltraumteleskop, sollen die ungewöhnliche Explosion nun noch genauer untersuchen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="O%E2%80%99Connor%2C%20B.%2C%20Hall%2C%20X.%20J.%2C%20Busmann%2C%20M.%2C%20Gruen%2C%20D.%2C%20Floris%2C%20A.%2C%20Cabrera%2C%20T.%2C%20Zhu%2C%20Z.%2C%20Palmese%2C%20A.%2C%20Green%2C%20D.%2C%20%26%20Banovetz%2C%20J" data-year="2026" data-title="EP260321a%2FSN%202026gzf%3A%20The%20Faintest%20Shock%20Breakout%20Associated%20with%20a%20Broad-lined%20Supernova.%20The%20Astrophysical%20Journal%20Letters" data-url="https%3A%2F%2Fiopscience.iop.org%2Farticle%2F10.3847%2F2041-8213%2Fae84ba">O’Connor, B., Hall, X. J., Busmann, M., Gruen, D., Floris, A., Cabrera, T., Zhu, Z., Palmese, A., Green, D., & Banovetz, J. (2026). <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ae84ba" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">EP260321a/SN 2026gzf: The Faintest Shock Breakout Associated with a Broad-lined Supernova. The Astrophysical Journal Letters</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/ratselhafter-sterntod-seltene-supernova-ohne-gammablitz-stellt-bisherige-vorstellungen-infrage.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Weltweit leiden junge Menschen vor allem unter Hitzewellen bestätigt eine australische Studie]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/weltweit-leiden-junge-menschen-vor-allem-unter-hitzewellen-bestaetigt-eine-australische-studie.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 12:08:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Während in Europa die aktuelle Dürreperiode und Hitze dauerhaft präsent sind, bereiten sich die Länder wie Australien und Neuseeland noch auf den extremen Sommer vor, der noch vor ihnen liegt.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/weltweit-leiden-junge-menschen-vor-allem-unter-hitzewellen-bestaetigt-eine-australische-studie-1786359601306.jpeg" data-image="ubkt0lj98vll"><figcaption>Kinder und Jugendliche haben ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen und leiden besonders in Hitzeperioden</figcaption></figure><p>Eine neue globale <strong>Übersichtsstudie </strong>des Flinders University in Adelaide und der University of Canberra in Australien zeigen deutlich, dass die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unter Wetterextremen leidet.</p><h2>El Niño wird auch dort für intensive Temperaturen sorgen</h2><div class="texto-destacado">„Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Kinder anfälliger für Klimaveränderungen sind, die mit sozialen und entwicklungsbezogenen Stressfaktoren zusammenhängen, darunter fallen insbesondere Beeinträchtigungen bei Aktivitäten im Freien, in der Schule und bei Freizeitaktivitäten.“, sagt Jacqueline Stephens, außerordentliche Professorin am Health and Medical Research Institute</div><p>Insgesamt wurden 23 Studien ausgewertet. Das Forschungsteam legte einen Fokus auf den Zusammenhang zwischen <strong>Temperatur, Hitzewellen und psychischer Gesundheit</strong>. So sind Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren besonders gefährdet.</p><h2>Psychische Erkrankungen werden häufiger</h2><p>Das Risiko für psychische Erkrankungen und Gesundheitsprobleme steigt in dem Zeitraum von Hitzewellen auf <strong>25 Prozent </strong>sowie bei höheren Temperaturen im Allgemeinen um 1,5 Prozent.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/weltweit-leiden-junge-menschen-vor-allem-unter-hitzewellen-bestaetigt-eine-australische-studie-1786359293386.jpeg" data-image="an9fnx0nvrx7"><figcaption>Die Hitze raubt auch Kindern und Jugendlichen den Schlaf</figcaption></figure><p>Einen klaren Zusammenhang sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schon bei den Belastungen der heißen und tropische Nächte und der mentalen Gesundheit. Die <strong>Schlafstörungen </strong>beeinflussen direkt die Entwicklungen der jungen Menschen und haben Auswirkungen beispielsweise auf die <strong>emotionale</strong> <strong>Regulierung</strong>, Konfliktanfälligkeit und Sensibilität. </p><h2>Schlafmangel und heiße Nächte beeinflussen die psychische Entwicklung</h2><p>Die schulischen Leistungen sind in Hitzewellen ebenso deutlich schlechter und sorgen so beispielsweise für noch mehr Stress und familiäre Konflikte.</p><div class="texto-destacado">„Die Pubertät ist zudem eine sensible Phase für die Entwicklung der psychischen Gesundheit, was die Anfälligkeit gegenüber extremer Hitze erhöhen kann.“, ergänzt Stephens</div><p>Die extremen Wetterlagen und insbesondere die Hitze führen bei Kindern und Jugendliche zu <strong>instabilen Verhältnissen</strong>. Sie benötigen deutlich mehr Schutz und Handlungsmöglichkeiten als Erwachsene. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="780059" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/belasten-extremwetter-wie-duerre-und-hitze-unsere-psyche.html" title="Belasten Extremwetter wie Dürre und Hitze unsere Psyche?">Belasten Extremwetter wie Dürre und Hitze unsere Psyche?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/belasten-extremwetter-wie-duerre-und-hitze-unsere-psyche.html" title="Belasten Extremwetter wie Dürre und Hitze unsere Psyche?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/belasten-extremwetter-wie-duerre-und-hitze-unsere-psyche-1784821678615_320.jpeg" alt="Belasten Extremwetter wie Dürre und Hitze unsere Psyche?"></a></article></aside><p>So stellt das Forschungsteam ebenfalls einen deutlichen Zusammenhang zwischen Hitzewellen und dem Anstieg von jungen Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen, von <strong>Angstzuständen </strong>und Depressionen sowie von Suizidversuchen her.</p><h2>Mehr Kinder- und Jugendschutz fordern die Wissenschaftler</h2><p>Das Forschungsteam fordert eindringlich weltweit die Klassenzimmer herunterzukühlen, die Unterrichtsformen zu verändern, bessere <strong>Belüftungsmöglichkeiten </strong>und schattige Außenbereiche einzurichten. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="773951" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-menschliche-gesundheit-wird-bei-klimaanpassung-nur-zu-12-prozent-beruecksichtigt.html" title="Die menschliche Gesundheit wird bei Klimaanpassung nur zu 12 Prozent berücksichtigt">Die menschliche Gesundheit wird bei Klimaanpassung nur zu 12 Prozent berücksichtigt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/die-menschliche-gesundheit-wird-bei-klimaanpassung-nur-zu-12-prozent-beruecksichtigt.html" title="Die menschliche Gesundheit wird bei Klimaanpassung nur zu 12 Prozent berücksichtigt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/die-menschliche-gesundheit-wird-bei-klimaanpassung-nur-zu-12-prozent-beruecksichtigt-1781515450531_320.jpeg" alt="Die menschliche Gesundheit wird bei Klimaanpassung nur zu 12 Prozent berücksichtigt"></a></article></aside><p>Weitere Forschungen sollen dann festhalten, ob die psychische Gesundheit der jungen Menschen wieder besser wird.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="International%20Journal%20of%20Epidemiology" data-year="2026" data-title="First%20global%20synthesis%20of%20heat-related%20mental%20health%20impacts%20in%20children%20and%20young%20people%3A%20a%20systematic%20review%20and%20meta-analysis" data-url="https%3A%2F%2Facademic.oup.com%2Fije%2Farticle%2F55%2F4%2Fdyag121%2F8741913%3Flogin%3Dfalse">International Journal of Epidemiology. (2026). <a href="https://academic.oup.com/ije/article/55/4/dyag121/8741913?login=false" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">First global synthesis of heat-related mental health impacts in children and young people: a systematic review and meta-analysis</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/weltweit-leiden-junge-menschen-vor-allem-unter-hitzewellen-bestaetigt-eine-australische-studie.html</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Poth]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Warum gab es keine winzigen Dinosaurier? Säugetiere könnten die Antwort darauf liefern]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-gab-es-keine-winzigen-dinosaurier-saugetiere-konnten-die-antwort-darauf-liefern.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 10:08:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Dinosaurier sind für ihre enorme Größe bekannt, doch Wissenschaftler haben ein überraschendes Rätsel gelüftet, warum manche Dinosaurier nie wirklich winzig wurden, und damit Hinweise auf ihre Evolution geliefert.</p><figure id="first-image"> <img src="https://services.meteored.com/img/article/why-were-there-no-tiny-dinosaurs-mammals-may-hold-the-answer-1786286194815.jpg" data-image="fozt71skvq9b" alt="fossil" title="fossil"><figcaption>Fossil eines Microraptors. Bildnachweis: Mick Ellison / ©AMNH.</figcaption></figure><p>In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift <em>Evolution</em> veröffentlicht wurde, beschreiben Wissenschaftler des American Museum of Natural History und der Princeton University, dass das Rätsel der Dinosaurier-Evolution nicht darin besteht, wie sie so groß wurden, sondern warum kleine Dinosaurier nie wirklich winzig waren. </p><p>Das Team analysierte anhand mathematischer Modelle die Entwicklung der Körpergröße bei Wirbeltieren und stellte fest, dass zwar Physiologie und Energiehaushalt die Größe eines Säugetiers, Vogels oder einer Schildkröte erklären können, jedoch nicht, warum die kleinsten Nicht-Vogel-Dinosaurier im Laufe der Evolutionsgeschichte dennoch groß blieben.</p><h2>Warum waren Dinosaurier so groß und nie winzig?</h2><p>Die Ergebnisse deuten vielmehr darauf hin, dass der Wettbewerb mit kleinwüchsigen frühen Säugetieren die Dinosaurier daran gehindert hätte, so klein wie eine Maus oder ein Spatz zu werden – Tierarten, die unter den heutigen Wirbeltieren sehr verbreitet sind. </p><p>„Jeder liebt riesige Dinosaurier“, sagte Roger Benson, Macaulay-Kurator für Dinosaurier-Paläobiologie am Museum. „Aber wir haben uns entschlossen, das andere Ende der Skala zu betrachten. Das Fehlen winziger Dinosaurier könnte genauso interessant sein wie die Existenz riesiger Exemplare. Wir wussten bereits, dass Dinosaurier vor dem Massensterben am Ende der Kreidezeit verhinderten, dass sich Säugetiere zu großen Größen entwickelten. Hier legen wir nahe, dass Säugetiere ihrerseits verhinderten, dass sich Dinosaurier zu kleinen Größen entwickelten.“</p><p>Während die größten Dinosaurier bis zu 80 Tonnen wiegen konnten, wog der kleinste Dinosaurier nur 450 Gramm – etwa so viel wie ein Kaninchen. Das ist 200 Mal mehr als der kleinste Vogel der Welt, der nur 1,75 Gramm wiegt. </p><p>Etwa 75 % der heute lebenden Säugetiere und 90 % der heute lebenden Vögel sind kleiner als die kleinsten Nicht-Vogel-Dinosaurier. </p><p>„Kleine Tiere dominieren moderne Ökosysteme“, sagte Stephanie Lechki, Hauptautorin der Studie und Postdoktorandin an der Princeton University. „Wenn wir verstehen wollen, wie sich die heutige Artenvielfalt entwickelt hat, müssen wir verstehen, warum winzige Dinosaurier offenbar gefehlt haben.“</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="750953" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/in-portugal-entdecktes-dinosauriernest-beeindruckt-die-wissenschaftliche-gemeinschaft.html" title="In Portugal entdecktes Dinosauriernest beeindruckt die wissenschaftliche Gemeinschaft">In Portugal entdecktes Dinosauriernest beeindruckt die wissenschaftliche Gemeinschaft</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/in-portugal-entdecktes-dinosauriernest-beeindruckt-die-wissenschaftliche-gemeinschaft.html" title="In Portugal entdecktes Dinosauriernest beeindruckt die wissenschaftliche Gemeinschaft"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/ninho-de-dinossauro-descoberto-em-portugal-impressiona-a-comunidade-cientifica-1768857404943_320.jpg" alt="In Portugal entdecktes Dinosauriernest beeindruckt die wissenschaftliche Gemeinschaft"></a></article></aside><p>Eine Theorie besagt, dass Paläontologen den kleinsten Dinosaurier noch nicht gefunden haben, da kleinere Tiere aufgrund ihrer zerbrechlichen Beschaffenheit nur schwer zu entdecken sind. Benson und Lechki halten diese Erklärung jedoch für unwahrscheinlich, da in Fossilienlagerstätten, in denen Dinosaurier erhalten geblieben sind, auch kleinere Tiere wie Säugetiere, Eidechsen und Amphibien zu finden sind. Wenn es tatsächlich mausgroße Dinosaurier gegeben hätte, würden Wissenschaftler erwarten, sie zusammen mit diesen anderen kleinen Tieren zu finden. </p><p>Die Fossilienfunde deuten darauf hin, dass winzige Nicht-Vogel-Dinosaurier äußerst selten gewesen wären oder möglicherweise gar nicht existiert haben. </p><p>Um zu untersuchen, warum sie nicht winzig wurden, verwendeten sie mathematische Modelle, die vorhersagen, wie die natürliche Selektion die Körpergröße auf der Grundlage der Energieaufnahme und der Fortpflanzung beeinflusst. Die Modelle basieren auf der Vorstellung, dass sich Tiere zu einer Größe entwickeln, die es ihnen ermöglicht, Energie effizient in Nachkommen umzuwandeln. </p><p>Damit ließen sich die beobachteten Körpergrößenverteilungen von Vögeln, Schildkröten und Säugetieren erfolgreich vorhersagen, bei Eidechsen, Schlangen und Krokodilen funktionierte dies jedoch nicht. Selbst unter Berücksichtigung einer Reihe physiologischer Möglichkeiten konnten die Modelle nicht erklären, warum die meisten Nicht-Vogel-Dinosaurier so groß waren.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/why-were-there-no-tiny-dinosaurs-mammals-may-hold-the-answer-1786286042204.jpg" data-image="msyrxwbpr495" alt="Microraptor" title="Microraptor"><figcaption>Ein Modell eines Microraptors, das im American Museum of Natural History ausgestellt wird. Der Microraptor war einer der kleinsten bekannten Dinosaurier und wog etwa ein Pfund – er war ungefähr so groß wie ein großes Kaninchen. Bildnachweis: Alvaro Keding / ©AMNH.</figcaption></figure><p>Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Körpergröße der Dinosaurier nicht allein durch physiologische Faktoren erklärt werden kann. Vielmehr dürften ökologische Faktoren wie Prädation und Konkurrenz eine große Rolle dabei gespielt haben, wie klein nicht-fliegende Dinosaurier werden konnten. </p><p>Die Studie gibt zudem Aufschluss über einen der dramatischsten Übergänge in der Evolutionsgeschichte – die Entstehung der Vögel. Vögel haben sich aus Dinosauriern entwickelt, doch heutige Vögel sind sogar viel kleiner als der kleinste bekannte Nicht-Vogel-Dinosaurier. In der kurzen Zeit nach ihrem ersten Auftreten in der frühen Kreidezeit entwickelten Vögel Körpergrößen, die weitaus kleiner waren als die jeder anderen Dinosauriergruppe. </p><p>Das Team stellte fest, dass sich diese Entwicklung hin zu einer geringeren Körpergröße ebenfalls nicht allein durch physiologische Faktoren erklären lässt. Stattdessen gehen sie davon aus, dass die Entwicklung des aktiven Fluges die ökologischen Möglichkeiten der frühen Vögel verändert haben dürfte. </p><p>„Die Fähigkeit zu fliegen hat möglicherweise völlig neue Lebensweisen eröffnet“, sagte Lechki. „Sobald die Vögel diese neuen ökologischen Nischen besetzt hatten, konnten sie sich zu Körpergrößen entwickeln, die für andere Dinosaurier schlichtweg unmöglich gewesen wären.“</p><h2>Zukünftige Studie</h2><p>Zukünftige Studien könnten weitere Erkenntnisse über die ökologischen Einflüsse liefern, die darüber entschieden haben, welche Körpergrößen sich durchsetzen konnten und welche nie die Chance hatten, sich weiterzuentwickeln. </p><p>„Wir haben es hier mit einer ungewöhnlichen Situation zu tun, in der die Vorfahren der Dinosaurier winzig gewesen sein könnten. Die lebenden Nachkommen der Dinosaurier – die Vögel – können winzig sein. Aber den Dinosauriern selbst schien es verwehrt zu sein, winzig zu sein“, sagte Benson. „Wir verstehen das zwar noch nicht so recht, aber es ist eine Frage, der wir weiter nachgehen sollten, wenn wir die Dinosaurier und ihre faszinierende Biologie wirklich verstehen wollen.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Lechki%2C%20S.%20C.%2C%20%26%20Benson%2C%20R.%20B.%20J." data-year="2026" data-title="The%20explanatory%20power%20of%20energetic%20fitness%20models%20across%20living%20amniotes%20and%20extinct%20non-avian%20dinosaurs." data-url="https%3A%2F%2Facademic.oup.com%2Fevolut%2Fadvance-article%2Fdoi%2F10.1093%2Fevolut%2Fqpag117%2F8738986">Lechki, S. C., & Benson, R. B. J.. (2026). <a href="https://academic.oup.com/evolut/advance-article/doi/10.1093/evolut/qpag117/8738986" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">The explanatory power of energetic fitness models across living amniotes and extinct non-avian dinosaurs.</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/warum-gab-es-keine-winzigen-dinosaurier-saugetiere-konnten-die-antwort-darauf-liefern.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Blaualgen-Alarm an deutschem Ostseestrand]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/blaualgen-alarm-an-deutschem-ostseestrand.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 09:39:42 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Urlauber an der Ostsee müssen derzeit besonders aufmerksam sein: Vor Warnemünde ist ein Algenteppich entdeckt worden, bei dem es sich möglicherweise um giftige Blaualgen handelt. </p><figure id="first-image"><a href="Zwischen Warnemünde und Kühlungsborn herrscht derzeit eine Gefahr durch Blaualgen (Foto: Adobe Stock)"><img src="https://services.meteored.com/img/article/blaualgen-alarm-an-deutschem-ostseestrand-1786440040432.jpeg" alt="Zwischen Warnemünde und Kühlungsborn herrscht derzeit eine Gefahr durch Blaualgen (Foto: Adobe Stock)" title="Zwischen Warnemünde und Kühlungsborn herrscht derzeit eine Gefahr durch Blaualgen (Foto: Adobe Stock)"></a><figcaption>Zwischen Warnemünde und Kühlungsborn herrscht derzeit eine Gefahr durch Blaualgen (Foto: Adobe Stock)</figcaption></figure><p>Für viele Urlauber gehört ein Sprung in die Ostsee zu einem perfekten Sommertag im August mit dazu. An einem <strong>Strandabschnitt westlich von Warnemünde </strong>sollten Badegäste darauf allerdings momentan verzichten. Wie die Hansestadt Rostock mitteilt, wurde dort ein Algenteppich entdeckt. Nach Einschätzung der Behörden besteht der Verdacht, dass es sich um Blaualgen handeln könnte.</p><p>Eine Erkenntnis, über die übereinstimmend auch die "Bild"-Zeitung berichtet. Vor allem in Bezug auf die damit verbundene Bade-Warnung. Die Behörden beobachten die Entwicklung aufmerksam, denn <strong>Wind und Strömungen könnten den Algenteppich in Richtung Ufer treiben.</strong></p><p>Betroffen sind nach Angaben der Stadt die <strong>Strandabschnitte 30 bis 36</strong>. Das entspricht einem <strong>Bereich von ungefähr zwei Kilometern</strong> westlich von Warnemünde. In der Mitteilung heißt es: "In der Ostsee westlich von Warnemünde wurde ein Algenteppich beobachtet. Darüber informiert das Amt für Brandschutz/Rettungsdienst und Katastrophenschutz."</p><h2>Ausdrückliches Badeverbot verhängt</h2><p>Die Warnung betrifft konkret den Bereich "etwa vom Neuen Friedhof Warnemünde aus in westlicher Richtung". Wer dort seinen Urlaub verbringt, sollte deshalb derzeit nicht ins Wasser gehen. <strong>Das Amt empfiehlt ausdrücklich, "in diesem Bereich derzeit nicht zu baden und Hautkontakt mit den Algen zu vermeiden“</strong>.</p><p>Der Grund für die Vorsicht: <strong>Einige Blaualgen können Giftstoffe bilden</strong>. Bei Kontakt mit der Haut sind unter anderem allergische Reaktionen oder Schwellungen möglich. <strong>Wird belastetes Wasser verschluckt, können außerdem Magen-Darm-Beschwerden auftreten</strong>. Bei einer besonders hohen Konzentration können auch stärkere Beschwerden wie Erbrechen oder Atemnot auftreten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="778986" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/erst-die-hitze-jetzt-die-kalte-dusche-starkregen-bleibt-scheinbar-an-der-ostsee-hangen.html" title="Erst die Hitze, jetzt die kalte Dusche - Starkregen bleibt scheinbar über der Ostseeküste hängen!">Erst die Hitze, jetzt die kalte Dusche - Starkregen bleibt scheinbar über der Ostseeküste hängen!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/erst-die-hitze-jetzt-die-kalte-dusche-starkregen-bleibt-scheinbar-an-der-ostsee-hangen.html" title="Erst die Hitze, jetzt die kalte Dusche - Starkregen bleibt scheinbar über der Ostseeküste hängen!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/erst-die-hitze-jetzt-die-kalte-dusche-starkregen-bleibt-scheinbar-an-der-ostsee-hangen-1784231203365_320.jpg" alt="Erst die Hitze, jetzt die kalte Dusche - Starkregen bleibt scheinbar über der Ostseeküste hängen!"></a></article></aside><h3>Kinder und Hunde müssen besonders geschützt werden</h3><p>Besonders wichtig ist die Warnung für Familien mit Kindern. K<strong>leine Kinder reagieren möglicherweise empfindlicher</strong> und neigen zudem dazu, beim Baden oder Spielen Wasser zu verschlucken. Auch <strong>Hunde sollten von dem betroffenen Wasser ferngehalten werden.</strong> Sie dürfen das Wasser keinesfalls trinken und sollten nicht mit dem Algenteppich in Kontakt kommen.</p><figure><a href="Auch für Hunde können die Blaualgen zur Gefahr werden (Foto: Adobe Stock)"><img src="https://services.meteored.com/img/article/blaualgen-alarm-an-deutschem-ostseestrand-1786440555949.jpeg" data-image="sh5i6ukcwm6l" alt="Auch für Hunde können die Blaualgen zur Gefahr werden (Foto: Adobe Stock)" title="Auch für Hunde können die Blaualgen zur Gefahr werden (Foto: Adobe Stock)"></a><figcaption>Auch für Hunde können die Blaualgen zur Gefahr werden (Foto: Adobe Stock)</figcaption></figure><p><strong>Blaualgen, die biologisch zu den Cyanobakterien zählen, können sich vor allem bei warmen Bedingungen stark vermehren</strong>. Hohe Temperaturen und nährstoffreiches Wasser begünstigen solche Entwicklungen. Erkennbar sind entsprechende Ansammlungen häufig an einer grünlichen oder blaugrünen Verfärbung des Wassers. <strong>Teilweise bilden sich deutlich sichtbare Schlieren oder Teppiche auf der Wasseroberfläche.</strong></p><h2>Auch in Graal-Müritz wurden Algen entdeckt</h2><p>Nicht nur in Warnemünde haben Strandbesucher zuletzt auffällige Algenansammlungen beobachtet. Auch aus Graal-Müritz, das<strong> rund 15 Kilometer östlich von Warnemünde</strong> in der Rostocker Heide liegt, wurden am Wochenende <strong>grüne Algenteppiche gemeldet.</strong></p><p>Für diesen Bereich besteht nach den vorliegenden Informationen allerdings <strong>derzeit keine entsprechende Bade-Warnung</strong>. Urlauber sollten die örtlichen Hinweise dennoch beachten und <strong>bei auffälligen Verfärbungen oder Algenteppichen vorsichtig sein</strong>.</p><p><strong>Die Situation an der Ostsee kann sich zudem durch Wind und Strömung verändern.</strong> Ein Algenteppich, der zunächst weiter draußen beobachtet wird, kann dadurch näher an den Strand gelangen. <strong>Wer aktuell an der Ostsee baden möchte, sollte deshalb insbesondere die Hinweise der örtlichen Behörden beachten.</strong></p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Bild.de" data-year="" data-title="Algen-Invasion%20an%20beliebtem%20Ostseestrand" data-url="https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fregional%2Fmecklenburg-vorpommern%2Fgesundheitsamt-warnt-blaualgen-alarm-an-beliebtem-ostsee-strand-6a797df4e22753e756e9b5ba">Bild.de. <a href="https://www.bild.de/regional/mecklenburg-vorpommern/gesundheitsamt-warnt-blaualgen-alarm-an-beliebtem-ostsee-strand-6a797df4e22753e756e9b5ba" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Algen-Invasion an beliebtem Ostseestrand</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/blaualgen-alarm-an-deutschem-ostseestrand.html</guid><dc:creator><![CDATA[Elke Habekost]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[CDR: die finale Lösung der Klimafrage? - Teil 1 -]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/cdr-die-finale-losung-der-klimafrage-teil.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 09:22:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Die Hitzetage der letzten Monate haben uns die Auswirkungen der Erderwärmung sehr deutlich vor Augen geführt. Vom 10.- 12. Juni 2026 trafen sich mehr als 260 Forscher in Mailand, um die Chancen, Herausforderungen und Risiken zu diskutieren, die mit der technischen Skalierung der „Kohlendioxidentfernung“ (CDR) verbunden sind. </p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/cdr-die-finale-losung-der-klimafrage-teil-1786270733661.jpeg" data-image="j9yr8qime9h0"><figcaption>Die Wälder - der aktivste, naturürliche Kohlenstoff-Speicher</figcaption></figure><p>Ziel der Konferenz war es, alle Mehoden zu diskutieren, mit denen das emittierte Kohlendioxid aus dem Kreislauf des Treibhauseffektes entfernen werden kann, um damit den Klimawandel einzudämmen.</p><p>Die Konferenz fand auf dem <strong>Campus des Politecnico di Milano </strong>statt. Sie ist die vierte nach früheren Konferenzen im britischen Oxford im Jahr 2024 und im schwedischen Göteborg in den Jahren 2018 und 2022. </p><h2><strong>Hochkarätige Klimawissenschaft arbeitete an schwierigen Fragen</strong></h2><p>Ein breites Spektrum von Wissenschaftlern – von <strong>Wälder-, Meeres- und Bodenexperten bis hin zu Sozial- und Politikwissenschaftlern – </strong>diskutierte die Vor- und Nachteile sowie die Kompromisse, die mit der von CO<sub>2</sub> aus der Atmosphäre verbunden sind. Schwerpunkt waren die <strong>Versuche von Antworten</strong> zur Art und Weise, <strong>wie die Politik den CDR-Einsatz vorantreiben könnte</strong>.</p><p><strong>Carbon Brief </strong>berichtete ausführlich über die Konferenz und führte zahlreiche Interviews. So sagte <strong>Dr. Soheil Shayegh</strong>, Direktor des industriellen und planetarischen Kohlenstoff-Kreislaufprogramms der <strong>Fondazione Centro Euro-Mediterraneo für Klimawandel (CMCC)</strong>, dass die Idee hinter der Konferenz sei </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>… Wissenschaftler zusammenzubringen, um den politischen Entscheidungsträgern eine Botschaft darüber zu vermitteln, wo die Technologie steht".<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Er fuhr fort: </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Wir sollten sehr deutlich machen, dass es immer noch große Unsicherheiten über die Wirksamkeit vieler dieser CDR-Technologien gibt. Sind sie marktfähig oder nicht? Was uns aber klar ist, das ist die Notwendigkeit von CDR.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p><strong>Dr. Morgan Edwards</strong>, Hauptautor des kürzlich veröffentlichten <strong>„State of CDR-Report 2026“,</strong> sagte den Delegierten, dass die Erreichung des 1,5<sup>o</sup>C. -Ziels des Pariser Abkommens von 2015 bis zum Ende dieses Jahrhunderts erfordern würde, dass <strong>CDR-Technologien bis 2050 von heute 2,2 Milliarden Tonnen CO<sup>2</sup> </strong>(GtCO<sup>2</sup> pro Jahr) <strong>auf 8,8GtCO<sub>2</sub> dynamisch wachsen </strong>müssten.</p><h3>Letzte Ausfahrt CDR??</h3><p>Die Entfernung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre gilt als entscheidend, um die Emissionen von Treibhausgasen, vor allem Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) aus menschlichen Aktivitäten zu kompensieren. </p><p>Vor allen Dingen gibt es Bereiche, die sehr<strong> schwierig zu dekarbonisieren</strong> sind, wie die industrielle und private Energieerzeugung, die Luftfahrt oder die Landwirtschaft. </p><div class="texto-destacado">Die Mailänder Konferenz kommt zu dem Schluss, dass das 1,5<sup>o</sup>-C.-Ziel des Pariser Abkommens mit seinem Bezug auf einen 20-Jahres-Durchschnitt bis zum Ende dieses Jahrzehnts überschritten werden könnte. </div><h3>Größte Aufgabe seit Menschengedenken</h3><p><strong>Prof. Massimo Tavoni</strong>, wissenschaftlicher Direktor des RFF-CMCC European Institute on Economics and the Environment, beschrieb die Notwendigkeit und die Absicht, die <strong>Temperaturen mit Hilfe von CDR auf 1,5<sup>o</sup> C. zurückzuführen</strong>, als das </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>……größte Erdwiederherstellungsprojekt aller Zeiten.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Tavoni stellte fest, dass <strong>alle neuen Emissionsszenarien</strong>, die vor der siebten Phase des im April 2026 vorgestellten <strong>Coupled Model Intercomparison Project (CMIP7) </strong>dargestellt sind, die <strong>1,5<sup>o</sup> C.-Grenze überschritten </strong>haben. </p><p>Das Projekt CMIP ist eine globale Initiative, die die Arbeit von Dutzenden von Klimamodellierungszentren auf der ganzen Welt koordiniert. Sie veröffentlicht eine gemeinsame Reihe von <strong>Modellexperimenten zu Szenarien der Erderwärmung </strong>bis Ende dieses Jahrhunderts.</p><p>Eine Reihe von Sitzungen auf der Konferenz befasste sich mit der Reaktion des Erdsystems auf groß angelegte, technologische Kohlensotffentnahme.</p><h2>Keine schnelle Umkehr</h2><p><strong>Dr. Momme Butenschön vom CMCC</strong> präsentierte Forschungen, wie die <strong>Ozeane auf „globale Netto-Negativ-Emissionen“ reagieren </strong>würden. Er untersuchte mit seinem Team hypothetische Situationen, in denen mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt wird, als durch Emissionen hinzugefügt wird. </p><p><strong>Modellläufe bis 2100 </strong>würden deutlich machen, dass ein <strong>Rückgang der globalen Oberflächentemperatur </strong>die<strong> Temperaturen in der oberen Schicht des Ozeans </strong>für mindestens 30-40 Jahre<strong> nicht absenken würde.</strong> Die Meerestemperaturen würden während dieser Zeit aufgrund der Trägheit des Ozeans gleichbleiben. </p><p>In <strong>tieferen Zonen von 200-1.000 Meter </strong>unter der Oberfläche würde sich der <strong>Ozean weiter erwärmen</strong>. Seine Temperatur würde also erst später wieder sinken. Dort ginge alles, also <strong>Versauerung, Sauerstoffknappheit und Erwärmung </strong>unvermindert weiter. </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Der tiefe Ozean merkt nicht einmal, dass es negative Emissionen gibt <svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>sagte Dr. Butenschön gegenüber Carbon Brief</p><h3>Wälder: ein entscheidendes Kriterium </h3><p>In einer Plenarsitzung erklärte <strong>Dr. Edwards – Assistenzprofessorin an der University of Wisconsin und Hauptautorin des CDR-Berichts 2026 – </strong>dass der</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>…größte Anteil der CDR, die heute stattfindet, sogenannte ‚konventionelle‘ CDR ist – also vor allem die Entfernung von CO<sup>2</sup> aus Wäldern.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Edwards fasste einige der Ergebnisse des neuesten<strong> "State of CDR-Reports“ </strong>zusammen, der besagt, dass derzeit 99,9% der bestehenden CDR "konventionelle", also landbasierte Techniken wie Baumpflanzung sind.</p><p>Die <strong>Wälder der Welt entfernen derzeit 2,2 GtCO<sub>2</sub> pro Jahr</strong>, was laut dem Bericht rund 5% der weltweiten CO<sub>2</sub>-Emissionen entspricht. Es bestätigte, dass „Klimaszenarien mit hoher Zielsetzung" notwendig machen, dass <strong>alle Formen von CDR bis 2035 einen Medianwert von 3,9 GtCO<sub>2</sub> und bis 2050 8,8 GtCO<sub>2</sub></strong> erreichen.</p><p>Edwards sagte, dass <strong>konventionelle CDR-Methoden tendenziell gut etabliert </strong>sind. Beachtenswert ist auch die gute Kostenbilanz der landbasierten Techniken. In der Regel lägen ihre Kosten bei weniger als $ 10 pro Tonne CO<sub>2</sub> und damit sehr deutlich unter den Kosten technologischer Methoden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781888" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/schutzt-die-taiga-das-klima-walder-speichern-im-permafrost-gewaltige-mengen-an-kohlenstoff.html" title="Schützt die Taiga das Klima? Wälder speichern im Permafrost gewaltige Mengen an Kohlenstoff">Schützt die Taiga das Klima? Wälder speichern im Permafrost gewaltige Mengen an Kohlenstoff</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/schutzt-die-taiga-das-klima-walder-speichern-im-permafrost-gewaltige-mengen-an-kohlenstoff.html" title="Schützt die Taiga das Klima? Wälder speichern im Permafrost gewaltige Mengen an Kohlenstoff"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schutzt-die-taiga-das-klima-walder-speichern-im-permafrost-gewaltige-mengen-an-kohlenstoff-1785792519811_320.jpg" alt="Schützt die Taiga das Klima? Wälder speichern im Permafrost gewaltige Mengen an Kohlenstoff"></a></article></aside><h3>Diversifizierung notwendig</h3><p>Experten wiesen während der gesamten Konferenz wiederholt darauf hin, dass die <strong>CDR-Methoden diversifiziert werden müssten</strong>. </p><div class="texto-destacado">Nur so könne die Kohlenstoffentfernung das Niveau erreichen, dass erforderlich sei, um mit CDR entscheidend die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu stoppen. </div><p>Dr. Shayegh von CMCC erklärte, dass die Welt angesichts der "großen Kompromisse", die mit verschiedenen CDR-Ansätzen verbunden sind, ein <strong>"Portfolio" an Lösungen benötigen </strong>würde. Er erklärte dazu:</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Bei Wäldern muss man für konventionelle CDR-Methoden viel bewirtschaftetes Land umwandeln, was die Landwirtschaft stören würde. Es gäbe also einen Wettbewerb zwischen Aufforstung als CDR-Methode und der Lebensmittel- und Biokraftstoff-Versorgung. <svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>In einer Forschungssitzung stellte <strong>Dr. Clemens Schwingshackl von der LMU München</strong> fest, dass <strong>CDR aus Aufforstung und Wiederaufforstung zwischen 2014 und 2023 etwa 6% </strong>der menschengemachten <strong>Treibhausgasemissionen</strong> aus fossiler Verbrennung <strong>kompensiert.</strong> </p><p>Er betonte die großen unbekannten Faktoren bei der Berechnung, wie Waldbrände und deren Folgen, Abholzungen und deren Auswirkungen und fehlende Informationen über Aufforstungsprojekte.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/cdr-die-finale-losung-der-klimafrage-teil-1786270805253.jpeg" data-image="mwjj389ooi8h"><figcaption>Waldbrände - Vernichtungsmechanismus unserer wichtigen Kohlenstoff-Speicher</figcaption></figure><p><strong>Barbara Saget von der Paris School of Economics </strong>präsentierte die Ergebnisse einer Studie, mit der das optimale Timing und die Skalierung von naturbasierter und technologischer CDR verständlicher und genauer dargestellt werden können. </p><p>Damit soll bestimmt werden, inwieweit sich Netto-Null-Ziele nur auf naturbasierte CDR stützen können.</p><p>Ihre Forschung zeigte, dass<strong> naturbasierte CDR mittelfristig benötigt wurde</strong>, um schwer zu reduzierende Emissionen auszugleichen und die Abhängigkeit von teureren, technologischen Lösungen zu begrenzen. </p><p>Die<strong> Modellergebnisse zeigten jedoch</strong>, dass mit dem<strong> Wachstum der Wälder </strong>ein <strong>zunehmender Anteil</strong> an abgefangenem CO<sub>2</sub> <strong>verwendet</strong> wird, um das bei <strong>Waldbränden entstehende CO<sub>2</sub> zu kompensieren</strong>, anstelle der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781374" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/der-klimawandel-hat-in-prahistorischer-zeit-waldbrande-in-ganz-europa-angeheizt.html" title="Der Klimawandel hat in prähistorischer Zeit Waldbrände in ganz Europa angeheizt">Der Klimawandel hat in prähistorischer Zeit Waldbrände in ganz Europa angeheizt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/der-klimawandel-hat-in-prahistorischer-zeit-waldbrande-in-ganz-europa-angeheizt.html" title="Der Klimawandel hat in prähistorischer Zeit Waldbrände in ganz Europa angeheizt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/climate-change-fuelled-wildfires-across-europe-in-prehistoric-times-1785338140984_320.jpeg" alt="Der Klimawandel hat in prähistorischer Zeit Waldbrände in ganz Europa angeheizt"></a></article></aside><p>Darüber hinaus schränkt die Frage der geringen <strong>Landverfügbarkeit </strong>in der EU die Ausweitung der natürlichen CDR (durch Aufforstung) ein. Saget erklärte dazu:</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Unser theoretisches Modell zeigt, dass Wälder auf lange Sicht nicht zuverlässig sind, um die schwer zu reduzierenden Emissionen auszugleichen … Wir müssen uns also auf die technologische CDR verlassen, um letztendlich das notwendige Reduktionsniveau der Emissionen zu erreichen.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Und genau darum wird es im zweiten Teil meiner Betrachtung der CDR-Konferenz vom Juni 2026 gehen. </p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="-" data-year="2026" data-title="CRD-Konferenz%20in%20Mailand" data-url="https%3A%2F%2Fwww.cmcc.it%2Flectures_conferences%2F4th-international-conference-on-carbon-dioxide-removal-formerly-international-conference-on-negative-co%25E2%2582%2582-emissions">-. (2026). <a href="https://www.cmcc.it/lectures_conferences/4th-international-conference-on-carbon-dioxide-removal-formerly-international-conference-on-negative-co%E2%82%82-emissions" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">CRD-Konferenz in Mailand</a>.</cite><br><cite data-author="-" data-year="" data-title="Link%20zum%20CMCC" data-url="https%3A%2F%2Fwww.cmcc.it%2F">-. <a href="https://www.cmcc.it/" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Link zum CMCC</a>.</cite><br><cite data-author="-" data-year="2026" data-title="State%20of%20CRD%2C%20Edition%202026" data-url="https%3A%2F%2Fwww.stateofcdr.org%2Freport%2F3rd-edition">-. (2026). <a href="https://www.stateofcdr.org/report/3rd-edition" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">State of CRD, Edition 2026</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/cdr-die-finale-losung-der-klimafrage-teil.html</guid><dc:creator><![CDATA[Ralf Roschlau]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Kolumbien – Dutzende Tote und Millionen Menschen in Schock]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-starkes-erdbeben-der-starke-7-4-erschuttert-kolumbien-dutzende-tote-und-millionen-menschen-in-schock.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:10:42 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Am Montag erschütterte ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens. Dabei kamen Dutzende Menschen ums Leben, Gebäude in mehreren Städten wurden beschädigt und Millionen Menschen spürten die Erschütterungen, obwohl das Beben seinen Ursprung 68 Meilen unter der Erdoberfläche hatte. Hier erfahren Sie, warum dieses tiefliegende Erdbeben dennoch weitreichende Zerstörungen verursachen konnte.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/powerful-magnitude-7-4-earthquake-rocks-colombia-leaving-dozens-dead-and-millions-shaken-1786382827567.jpg" data-image="18aqhffepx78" alt="Seismograph und Erdbeben Von Andrey VP" title="Seismograph und Erdbeben Von Andrey VP"><figcaption>Aus Pereira, Cali, Manizales, Quibdó und Buenaventura wurden erhebliche Schäden gemeldet: Dort stürzten Gebäude teilweise oder vollständig ein, Straßen wurden beschädigt, und Rettungskräfte eilten herbei, um nach Überlebenden zu suchen, die unter den Trümmern verschüttet waren.</figcaption></figure><p>Am Montag erschütterte ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens. Dabei kamen mindestens <a href="https://abcnews.com/International/colombia-earthquake-fatalities-buildings-collapsed/story?id=135518897">50</a> Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt, und in weiten Teilen des Landes wurden Gebäude in Schutt und Asche gelegt. Obwohl das Erdbeben seinen Ursprung 110 Kilometer (68 Meilen) unter der Erdoberfläche hatte, war es dennoch stark genug, um Millionen von Menschen in seinen Bann zu ziehen – ein Beweis dafür, dass die Tiefe allein das Risiko einer großen Katastrophe nicht ausschließt.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"> A powerful magnitude 7.4 earthquake causes damage in <a href="https://x.com/hashtag/Pereira?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Pereira</a> and <a href="https://x.com/hashtag/Manizales?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Manizales</a>, Colombia. <a href="https://t.co/sSWyNCOAei">pic.twitter.com/sSWyNCOAei</a></p>— Meteored (@meteoredcom) <a href="https://x.com/meteoredcom/status/2086825174385459476?ref_src=twsrc%5Etfw">August 10, 2026</a></blockquote></figure><p>Vorläufige Schätzungen des U.S. Geological Survey (USGS) zeigen, dass rund 10,5 Millionen Menschen starke bis sehr starke Erschütterungen verspürten; die Behörde warnt vor einer hohen Wahrscheinlichkeit weitreichender Schäden und Opfer. Rettungskräfte suchen weiterhin in beschädigten Gebäuden, während Seismologen darauf hinweisen, dass die Region auf weitere Nachbeben vorbereitet sein sollte, von denen einige starke Erschütterungen auslösen können.</p><h2>Warum es zu diesem Erdbeben kam</h2><p>Der Westen Kolumbiens liegt an einer der aktivsten tektonischen Grenzen der Welt, an der sich die Nazca-Platte ständig nach Osten unter die südamerikanische Platte schiebt. Dieses Erdbeben entstand jedoch nicht an der Schnittstelle dieser beiden Platten.</p><div class="texto-destacado">Stattdessen gehen <a href="https://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us6000tjl2/executive">Wissenschaftler</a> davon aus, dass es innerhalb der Nazca-Platte selbst stattfand, nachdem die ozeanische Platte bereits tief unter Südamerika abgesunken war. Während sich die Platte unter enormem Druck verbiegt und verformt, bauen sich Spannungen auf, bis das Gestein plötzlich bricht und die Energie in Form eines Erdbebens freisetzt.</div><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/powerful-magnitude-7-4-earthquake-rocks-colombia-leaving-dozens-dead-and-millions-shaken-1786383197540.jpg" data-image="9jwcrsyv36bd" alt="Erdbeben (1900–2019), Quelle: USGS" title="Erdbeben (1900–2019), Quelle: USGS"><figcaption>Karte, die die Verteilung der tektonischen Platten und die wichtigsten Plattengrenzen in der Region Kolumbien zeigt.</figcaption></figure><p><br>Analysen der USGS deuten darauf hin, dass das Beben in erster Linie durch eine Verschiebung entlang einer Querverschiebungsverwerfung verursacht wurde, bei der Gesteinsabschnitte horizontal aneinander vorbeigleiten. Obwohl Erdbeben auf Karten als einzelne Punkte dargestellt werden, reißt ein Beben der Stärke 7,4 tatsächlich einen großen Teil einer Verwerfung auf, wahrscheinlich ein Gebiet von etwa 105 Kilometern (65 Meilen) Länge.</p><h3>Warum die Tiefe genauso wichtig ist wie die Größe</h3><p>Wenn ein Erdbeben eintritt, entsteht seine Energie an einem Punkt im Untergrund, der als Hypozentrum oder Herd bezeichnet wird. Je weiter dieser Punkt von der Erdoberfläche entfernt ist, desto größere Strecke müssen die seismischen Wellen zurücklegen, bevor sie Menschen und Gebäude erreichen. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass tiefere Erdbeben direkt über dem Epizentrum schwächere Erschütterungen verursachen als Erdbeben gleicher Stärke, die nahe an der Oberfläche auftreten. </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Kompromiss: Da sich die seismischen Wellen tief im Erdinneren durch festes Gestein ausbreiten, erstrecken sie sich oft über ein viel größeres Gebiet, bevor sie an Energie verlieren.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Genau das ist in Kolumbien passiert. Obwohl das Erdbeben seinen Ursprung in einer Tiefe von etwa 110 Kilometern hatte, spürten dennoch Millionen von Menschen die Erschütterungen, und es gab Berichte, die weit über das Epizentrum hinausreichten.</p><h2>Kolumbien hat schon früher verheerende Erdbeben erlebt – doch dieses hier ist anders</h2><p>Kolumbien ist zwar an seismische Aktivitäten gewöhnt, doch dieses Erdbeben sticht sowohl hinsichtlich seines Ortes als auch seiner Tiefe hervor. Seit 1950 gab es im Umkreis von etwa 250 Kilometern um das Epizentrum des Erdbebens vom Montag nur zwei Erdbeben der Stärke 7,0 oder höher, und beide ereigneten sich näher an der Pazifikküste.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="778756" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-erdbeben-in-venezuela-haben-an-der-nordkuste-des-landes-zu-einer-verschiebung-des-bodens-gefuhrt.html" title="Die Erdbeben in Venezuela haben an der Nordküste des Landes zu einer Verschiebung des Bodens geführt">Die Erdbeben in Venezuela haben an der Nordküste des Landes zu einer Verschiebung des Bodens geführt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-erdbeben-in-venezuela-haben-an-der-nordkuste-des-landes-zu-einer-verschiebung-des-bodens-gefuhrt.html" title="Die Erdbeben in Venezuela haben an der Nordküste des Landes zu einer Verschiebung des Bodens geführt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/terremotos-de-venezuela-desplazamiento-1783741182641_320.jpg" alt="Die Erdbeben in Venezuela haben an der Nordküste des Landes zu einer Verschiebung des Bodens geführt"></a></article></aside><p>Die meisten der verheerenden Erdbeben in Kolumbien waren vielmehr flache Erdbeben, die entweder vor der Küste entlang der Plattengrenze oder innerhalb der kontinentalen Kruste unterhalb von besiedelten Gebieten auftraten. Diese Ereignisse führen in der Regel zu wesentlich stärkeren lokalen Erschütterungen, auch wenn sie nur ein kleineres geografisches Gebiet betreffen.</p><h2>Die Erdbebenserie hält weiterhin an</h2><p>Für die Katastrophenschutzverantwortlichen markiert das Hauptbeben den Beginn und nicht das Ende der Krise. Da sich die Erdkruste an die während des Hauptbruchs freigesetzte Spannung anpasst, ist mit Nachbeben zu rechnen.</p><p>Die meisten davon werden zwar schwächer ausfallen, doch einige könnten dennoch bereits geschwächte Gebäude beschädigen oder in den bergigen Gebieten Kolumbiens Erdrutsche auslösen. Während die Schadensbegutachtung fortgesetzt und die Such- und Rettungsmaßnahmen ausgeweitet werden, werden auch Wissenschaftler dieses Erdbeben genau untersuchen. </p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="USGS" data-year="August%2010%2C%202026" data-title="Latest%20on%20the%20M%207.4%20earthquake%20-%205%20km%20S%20of%20San%20Jos%C3%A9%20del%20Palmar%2C%20Colombia" data-url="https%3A%2F%2Fearthquake.usgs.gov%2Fearthquakes%2Feventpage%2Fus6000tjl2%2Fexecutive">USGS. (August 10, 2026). <a href="https://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us6000tjl2/executive" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Latest on the M 7.4 earthquake - 5 km S of San José del Palmar, Colombia</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ein-starkes-erdbeben-der-starke-7-4-erschuttert-kolumbien-dutzende-tote-und-millionen-menschen-in-schock.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Nach dem Rekordsommer: Das eine Szenario, das Deutschland in einen Extrem-Winter kippt]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/nach-dem-rekordsommer-das-eine-szenario-das-deutschland-in-einen-extrem-winter-kippt.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:07:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der Sommer 2026 hat sämtliche Hitzerekorde pulverisiert. Jetzt richtet sich der Blick auf den Winter. Es gibt genau eine Wetterlage, die das Land eiskalt erwischen könnte – und sie ist nicht ausgeschlossen.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/nach-dem-rekordsommer-das-eine-szenario-das-deutschland-in-einen-extrem-winter-kippt-1786429177186.jpg" data-image="etii36xjt16r" alt="schnee, schneemassen, winter" title="schnee, schneemassen, winter"><figcaption>Was wäre wenn der kommende Winter genauso Rekordwinter werden würde wie der Sommer 2026 Rekordsommer war?</figcaption></figure><p><strong>41,8 Grad im Juni</strong>, ein Sommer knapp am Allzeitrekord: Was in diesem Jahr an Hitze über Deutschland hinwegzog, war historisch. Kein Wunder, dass jetzt eine Frage die Runde macht. Schlägt das Pendel im Winter genauso heftig zurück?</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Die meisten würden auf Kälte tippen. Doch so einfach ist es nicht. Ein echter <strong>Extrem-Winter</strong> hängt heute an einem einzigen, entscheidenden Schalter weit über unseren Köpfen. Springt er um, kippt das Land binnen Tagen. Bleibt er stehen, wird es ein Winter wie so viele zuletzt: mild, nass, unspektakulär.</p><h2>Warum ein Kälte-Rekord eigentlich unmöglich geworden ist</h2><p>Fangen wir mit der unbequemen Wahrheit an. Ein Winter, der im Schnitt so kalt wird wie 1962/63, ist heute kaum noch zu schaffen. Das Grundniveau ist schlicht zu warm.</p><p>Die Klimaerwärmung hebt jeden Winter um mehrere Grad an. Selbst ein knackiger Kälteeinbruch wird immer wieder von milden Phasen aufgefangen und aus der Statistik gebügelt. Ein Rekordhitze-Sommer läuft mit dem Trend, ein Rekordkälte-Winter muss gegen ihn ankämpfen. Genau deshalb braucht es<strong> für ein Extrem-Ereignis </strong>inzwischen ein sehr spezielles Zusammenspiel in großer Höhe.</p><h3>Der Polarwirbel – der Schalter für alles</h3><p><strong>Dieser Schalter sitzt in rund 30 Kilometern Höhe</strong>. Dort kreist im Winter der Polarwirbel, ein gigantischer Kaltluftkreisel über der Arktis. Solange er stabil und rund läuft, bleibt die Kälte im hohen Norden eingesperrt, und Deutschland bekommt milde Atlantikluft.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782872" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html" title="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'">Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: "Die Chancen sind riesig"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html" title="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig-1786344721543_320.jpg" alt="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'"></a></article></aside><p>Wird dieser Wirbel jedoch gestört, ändert sich alles. Auslöser ist meist eine plötzliche Erwärmung der Stratosphäre, die den Kreisel abbremst und aus dem Takt bringt. <strong>Und hier beginnt das eine Szenario, das diesen Winter so brisant machen könnte.</strong></p><h3>Das eine Szenario: Wenn der Wirbel zerreißt</h3><p><strong>Kippt die Stratosphäre </strong>stark genug, kann der Polarwirbel sich verformen oder sogar in zwei Teile zerreißen. Dann ist der Deckel weg, der die arktische Kälte bislang festgehalten hat.</p><p>Die Folge: Ein riesiges Kältereservoir rutscht nach Süden und schwappt aus Nordost bis nach Mitteleuropa. Statt Westwind vom milden Atlantik dreht der Wind auf eisigen Ost, direkt aus dem sibirischen Kältevorrat. Genau diese Konstellation stand hinter fast jedem großen Wintereinbruch der letzten Jahrzehnte. Und das Beste für Prognostiker: <strong>Sie kündigt sich oft zwei bis drei Wochen vorher an.</strong></p><h3>Super-El-Niño als Brandbeschleuniger</h3><p>Ein Faktor macht das Ganze in diesem Jahr noch heikler. Im Pazifik baut sich derzeit ein außergewöhnlich kräftiger El Niño auf, ein sogenannter Super-El-Niño. Solche Ereignisse mischen die Luftströmungen rund um den Globus neu auf.</p><p>Für Europa wirkt El Niño nur aus der Ferne, dafür aber spürbar: Die Atlantikfront wird dynamischer, Tiefdruckgebiete werden häufiger und heftiger, und das Potenzial für kräftige Schneefälle steigt. Trifft ein solcher gestörter Polarwirbel auf diese <strong>aufgeladene Großwetterlage, ist die Bühne für ein Extrem-Ereignis bereitet.</strong></p><h2>So würde sich dieser Extrem-Winter anfühlen</h2><p><strong>Man muss ihn sich in Wellen vorstellen, nicht als monatelangen Dauerfrost. Erst tagelang bleierne Kälte</strong> mit Werten um minus 10 Grad am Tag und klirrenden Nächten, dazu Schneeverwehungen und ein Verkehr, der streckenweise stillsteht.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Dann, oft ebenso plötzlich, der Umschwung: mildes Tauwetter, Regen auf Schnee, steigende Flüsse, Hochwasser. <strong>Dieser wilde Wechsel aus arktischer Strenge und stürmischer Milde wäre das neue Gesicht eines Rekordwinters</strong>. Nicht kälter als früher im Schnitt, aber ruppiger und unberechenbarer als je zuvor. Ob der Schalter tatsächlich umspringt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/nach-dem-rekordsommer-das-eine-szenario-das-deutschland-in-einen-extrem-winter-kippt.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Schon hitzefrei in der ersten Schulwoche? 58.400 I-Tüpfelchen starten heute – und Hessen steuert auf bis zu 39 Grad zu]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schon-hitzefrei-in-der-ersten-schulwoche-58-400-i-tupfelchen-starten-heute-und-hessen-steuert-auf-bis-zu-39-grad-zu.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 06:07:34 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Für 58.400 Kinder in Hessen heißt es heute: Erster Schultag. Und das mitten in der nächsten Hitzewelle: Bis Freitag drohen bis zu 39 Grad. Damit wird ausgerechnet in der ersten Schulwoche die enorme Wärmebelastung für Kinder, Eltern und Schulen zu einer weiteren Herausforderung.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/schon-hitzefrei-in-der-ersten-schulwoche-58-400-i-tupfelchen-starten-heute-und-hessen-steuert-auf-bis-zu-39-grad-zu-1786425547844.png" data-image="exnejajy4gqw" alt="Erste Schulwoche, Hitze-Hammer, I-Tüpfelchen, Hessen,39 Grad" title="Erste Schulwoche, Hitze-Hammer, I-Tüpfelchen, Hessen,39 Grad"><figcaption>Erste Schulwoche und gleich der Hitze-Hammer: 58.400 I-Tüpfelchen starten – Hessen steuert auf bis zu 39 Grad zu</figcaption></figure><p>Großer Tag für rund 58.400 Kinder in Hessen: An diesem Dienstag beginnt für viele von ihnen die Schulzeit. <strong>Schultüte, neuer Ranzen, fremde Gesichter und ein völlig neuer Tagesablauf – aufregender könnte eine Woche für die I-Tüpfelchen kaum sein. </strong></p><p>Doch ausgerechnet während ihrer ersten Schultage meldet sich der Hochsommer mit voller Kraft zurück.</p><p>Heute ist die große Hitze allerdings noch nicht überall angekommen. Deutschland steckt in einem bemerkenswerten Temperaturkontrast: Während im Norden vergleichsweise kühle Meeresluft liegt, hält sich im Süden die sommerlich warme bis heiße Luft. </p><p><strong>Gleichzeitig gewinnt Hoch RALF zunehmend die Oberhand. Regen wird damit zur Ausnahme, die Luft trocknet ab und über weiten Teilen des Landes übernimmt die Sonne- zum Teil auch wieder gnadenlos.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="783042" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre.html" title="Wetterforscher erstaunt: 'Das gibt's doch nicht!' Kippt JETZT das Wetter? Regen-Hammer nach 12 Wochen Dürre!">Wetterforscher erstaunt: "Das gibt's doch nicht!" Kippt JETZT das Wetter? Regen-Hammer nach 12 Wochen Dürre!</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre.html" title="Wetterforscher erstaunt: 'Das gibt's doch nicht!' Kippt JETZT das Wetter? Regen-Hammer nach 12 Wochen Dürre!"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre-1786396542809_320.jpg" alt="Wetterforscher erstaunt: 'Das gibt's doch nicht!' Kippt JETZT das Wetter? Regen-Hammer nach 12 Wochen Dürre!"></a></article></aside><h2><strong>Die Hitze arbeitet sich zurück nach Norden</strong></h2><p>Ab Mittwoch beginnt sich das Temperaturbild deutlich zu verändern. Der Schwerpunkt des Hochs zieht weiter nach Osten. Damit dreht sich auch die Luftmassenzufuhr für Deutschland: <strong>Sehr warme Luft kann sich wieder weiter nach Norden ausbreiten.</strong></p><p>Wie kräftig dieser Vorgang ausfällt, zeigt der Blick in etwa 1.500 Meter Höhe. Dort werden im Südwesten am Mittwoch bereits rund <strong>20 Grad</strong> erwartet. Am Boden sind deutschlandweit <strong>26 bis 35 Grad</strong> möglich. Die höchsten Temperaturen konzentrieren sich zunächst auf den Südwesten.</p><p>Noch hilft die trockene Luft während der Nacht: Bei klarem und wolkenlosen Himmel kann viel Wärme wieder ausgestrahlt werden. Deshalb fallen die Temperaturen in der Nacht zum Donnerstag verbreitet auf <strong>16 bis 8 Grad</strong>. Danach wird allerdings auch die nächtliche Erholung schwieriger.</p><h2><strong>Bis zu 37 Grad – und dann kommt der Freitag</strong></h2><p>Am Donnerstag erreicht die Hitze immer größere Teile Deutschlands. Fast ungestörter Sonnenschein und die immer wärmere Luftmasse treiben die Höchstwerte auf <strong>27 bis 37 Grad</strong>. Damit steigt auch die Wärmebelastung erheblich.</p><p>Noch eine Stufe heißer könnte es am Freitag werden. Dann werden in rund 1.500 Metern Höhe bereits etwa <strong>18 Grad im Norden und bis zu 23 Grad im Süden</strong> berechnet. Unter kräftiger Augustsonne sind am Boden <strong>29 bis 39 Grad</strong> möglich.</p><p>Und auch die Nächte reagieren: In Ballungsräumen im, wie zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet, wird es in der Nacht zum Samstag stellenweise <strong>nicht mehr unter 20 Grad</strong> abkühlen.</p><h2><strong>Für Schulanfänger werden die ersten Tage zur Belastungsprobe</strong></h2><p>Gerade für die jüngsten Schülerinnen und Schüler werden die kommenden Tage zur Belastungsprobe. Das Hessische Kultusministerium macht darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche empfindlicher auf hohe Temperaturen reagieren. </p><div class="texto-destacado">Schulen sollen deshalb ihren Tagesablauf an die Hitze anpassen. </div><p><strong>Viel trinken, die morgendliche Kühle für die Klassenräume nutzen und die Belastung durch Sonne und körperliche Aktivitäten möglichst gering halten</strong>, gehören zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="de" dir="ltr"> <a href="https://x.com/hashtag/Gro%C3%9Fwetterlage?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Großwetterlage</a><br><br>️ N/NO 1825 °C, wolkiger, meist trocken<br><br>️ W/S viel Sonne- bis 14 Sonnenstunden, 2632 °C, am Hochrhein bis 34 °C<br><br>️ Alpen einzelne Schauer/Gewitter, an der See böiger Nordwind mit einzelnen steife Böen bis 60 km/h <br><br> ️ <a href="https://t.co/dxKrUw1khu">https://t.co/dxKrUw1khu</a> <a href="https://t.co/aVRIQ1RWBD">pic.twitter.com/aVRIQ1RWBD</a></p>— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) <a href="https://x.com/MeteoredDE/status/2087025705641021460?ref_src=twsrc%5Etfw">August 11, 2026</a></blockquote></figure><h2><strong>Hitzefrei schon in der ersten Schulwoche?</strong></h2><p>Ob tatsächlich hitzefrei gegeben wird, lässt sich aus der Temperaturprognose allein nicht ableiten. Fest steht aber: <strong>Donnerstag und vor allem Freitag fallen mitten in eine ausgeprägte Hitzephase.</strong></p><p>Danach könnte die Wetterküche grundlegend umgebaut werden. Ab Samstag gelangt zunehmend feuchtere Luft nach Deutschland. Gleichzeitig steckt noch enorme Energie in der aufgeheizten Atmosphäre: Bis zu <strong>2000 J/kg MU-CAPE</strong> werden berechnet. Damit steigt das Risiko kräftiger Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen deutlich an.</p><p>Zu Beginn der kommenden Woche verdichten sich schließlich sogar die Signale für <strong>den langersehnten Landregen!</strong> Nach der extrem trockenen Hochdruckphase wäre das eine bemerkenswerte und erlösende Veränderung. </p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Hessen%20Kultus" data-year="abgerufen%20am%2011.08.2026" data-title="Empfehlungen%20zum%20%20Umgang%20mit%20Hitze%20an%20Schulen" data-url="https%3A%2F%2Fkultus.hessen.de%2Fumgang-mit-hitze-an-schulen">Hessen Kultus. (abgerufen am 11.08.2026). <a href="https://kultus.hessen.de/umgang-mit-hitze-an-schulen" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Empfehlungen zum Umgang mit Hitze an Schulen</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schon-hitzefrei-in-der-ersten-schulwoche-58-400-i-tupfelchen-starten-heute-und-hessen-steuert-auf-bis-zu-39-grad-zu.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Garten-Tipp bei Hitze: Wie Sie mit einem Glas den Wasserbedarf Ihres Rasens messen]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/garten-tipp-bei-hitze-wie-sie-mit-einem-glas-den-wasserbedarf-ihres-rasens-messen.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 06:06:53 +0000</pubDate><category>Pflanzen</category><description><![CDATA[<p>Die anhaltende Hitze und die Trockenheit machen dem eigenen Rasen im Garten ordentlich zu schaffen. Lokale Bewässerungsverbote sorgen ebenfalls für zunehmenden Dürrestress. Die gute Nachricht ist, dass sich der Rasen schnell wieder erholen kann.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/garten-tipp-bei-hitze-wie-sie-mit-einem-glas-den-wasserbedarf-ihres-rasens-messen-1786355912604.jpeg" data-image="7ev1w5vvvk3x"><figcaption>Mit einem einfachen Marmeladenglas lässt sich die Bewässerungsmenge bestimmen</figcaption></figure><p>In manchen Gebieten gibt es tatsächlich noch keine <strong>Bewässerungseinschränkungen</strong>, sodass hier die oder der eine täglich versucht mit dem eigenen Trinkwasser den Rasen im Garten fit zu halten. Jedoch ist das tägliche Gießen bei Hitze und Trockenheit nicht so förderlich.</p><h2>Der Rasen sollte nicht täglich bewässert werden</h2><p>Es ist ratsam, sich ein neues Bewässerungsritual anzugewöhnen. <strong>Gartenexperte</strong> Elmar Mai empfiehlt eine gründliche Bewässerung nur zwei- bis maximal dreimal in der Woche. Wenig Bewässerung und dafür täglich können bei der Dürre nicht viel ausrichten. Das Wasser kommt nicht an die <strong>Wurzeln </strong>heran. </p><h2>Eine ausreichende Menge zwei Mal pro Woche ist effektiver</h2><p>Mit einem leeren <strong>Marmeladenglas </strong>lässt sich bequem feststellen, wie viel Wasser der Rasen wirklich benötigt. </p><p>Ein handelsübliches Glas hat etwa ein Fassungsvermögen von 200 Milliliter und wird inmitten der Wiese platziert. Elmar Mai erläutert, dass es ausreicht, wenn der <strong>Rasensprenger </strong>dieses Glas zur Hälfte gefüllt hat. Nicht zuletzt ist ausschlaggebend, wann der Rasen gewässert wird. </p><h2>Die beste Zeit ist in den frühen Morgenstunden</h2><p>So ist es in Gebieten mit Wasserknappheit meistens schon geregelt, dass nur in den Abend- oder Morgenstunden gegossen werden darf.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/garten-tipp-bei-hitze-wie-sie-mit-einem-glas-den-wasserbedarf-ihres-rasens-messen-1786355675373.jpeg" data-image="7r8vb8ravpj9"><figcaption>Der Rasen ist durch die Trockenheit merkbar gestresst, dennoch ist eine tägliche Bewässerung nicht notwendig</figcaption></figure><p>Hier sind die Expertinnen und Experten derselben Meinung. Ideal ist eine Bewässerung des eigenen Rasens am <strong>frühen Morgen</strong>. Am Abend kann ebenso gegossen werden, wenn die Nächte nicht merkbar abkühlen. Bei eher kühlen Nächten ist das Gießen am Morgen der beste Zeitpunkt.</p><h2>Nach der Dürre kommt der Rasen wieder</h2><p>Darüber hinaus ist es mittlerweile eine Form der eigenen <strong>Einstellung </strong>und des eigenen Geldbeutels. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="775157" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/nicht-einfach-wegwerfen-warum-ihr-rasenschnitt-wertvoller-ist-als-sie-denken.html" title="Nicht einfach wegwerfen: Warum Ihr Rasenschnitt wertvoller ist, als Sie denken">Nicht einfach wegwerfen: Warum Ihr Rasenschnitt wertvoller ist, als Sie denken</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/nicht-einfach-wegwerfen-warum-ihr-rasenschnitt-wertvoller-ist-als-sie-denken.html" title="Nicht einfach wegwerfen: Warum Ihr Rasenschnitt wertvoller ist, als Sie denken"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/don-t-bag-it-why-your-grass-clippings-are-more-valuable-than-you-think-1781640252380_320.jpg" alt="Nicht einfach wegwerfen: Warum Ihr Rasenschnitt wertvoller ist, als Sie denken"></a></article></aside><p>Aus wissenschaftlicher Sicht benötigt der Rasen <strong>keine Bewässerung</strong> im Sommer. Der Rasen kommt von selbst wieder, sobald die Dürre nachlässt und es wieder regelmäßig regnet. Mit ein wenig Dünger kann dann der frisch gewachsene Rasen auch den Winter gut überstehen.</p><h2>Der Rasen kann resilienter werden</h2><p>So ist vielleicht der <strong>braune Rasen</strong> einfach kein schöner Anblick, doch dringend auf Wasser angewiesen, ist der Rasen tatsächlich nicht. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="775992" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/rasenmaehen-bei-ueber-30-grad-so-bleibt-die-rasenflaeche-trotz-sommerlicher-hitze-gesund.html" title="Rasenmähen bei über 30 Grad: So bleibt die Rasenfläche trotz sommerlicher Hitze gesund">Rasenmähen bei über 30 Grad: So bleibt die Rasenfläche trotz sommerlicher Hitze gesund</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/rasenmaehen-bei-ueber-30-grad-so-bleibt-die-rasenflaeche-trotz-sommerlicher-hitze-gesund.html" title="Rasenmähen bei über 30 Grad: So bleibt die Rasenfläche trotz sommerlicher Hitze gesund"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/rasenmaehen-bei-ueber-30-grad-so-bleibt-die-rasenflaeche-trotz-sommerlicher-hitze-gesund-1782574855255_320.jpeg" alt="Rasenmähen bei über 30 Grad: So bleibt die Rasenfläche trotz sommerlicher Hitze gesund"></a></article></aside><p>Resilienter und widerstandsfähiger wird der eigene Rasen beispielsweise, wenn er nicht kurz gemäht wird. Eine Länge von <strong>8 Zentimetern </strong>hilft dem Rasen selbst Feuchtigkeit zu speichern.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="stern.de" data-year="2026" data-title="Saftig%20gr%C3%BCner%20Rasen%20trotz%20Hitze%20%E2%80%93%20dank%20des%20Marmeladenglas-Tricks" data-url="https%3A%2F%2Fwww.stern.de%2Fpanorama%2Fwissen%2Fgruener-rasen-trotz-hitze--so-funktioniert-der-marmeladenglas-trick-38034450.html">stern.de. (2026). <a href="https://www.stern.de/panorama/wissen/gruener-rasen-trotz-hitze--so-funktioniert-der-marmeladenglas-trick-38034450.html" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Saftig grüner Rasen trotz Hitze – dank des Marmeladenglas-Tricks</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/garten-tipp-bei-hitze-wie-sie-mit-einem-glas-den-wasserbedarf-ihres-rasens-messen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Poth]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[100 Liter Regen in Sicht: Kommt jetzt die große Wetter-Wende? – „Noch nichts fix!"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/100-liter-regen-in-sicht-kommt-jetzt-die-gro-e-wetter-wende-noch-nichts-fix.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 06:05:56 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Über 100 Liter Regen in der zweiten Augusthälfte – die Böden lechzen, die Flüsse dürsten. Doch Meteorologen zögern: Ist das die ersehnte Erlösung oder nur ein Strohfeuer?</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xawpzj2"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xawpzj2.jpg" id="xawpzj2"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: <strong>Über 100 Liter Regen</strong> pro Quadratmeter sollen in der <strong>zweiten Augusthälfte</strong> vom Himmel fallen – und das ausgerechnet dort, wo die Not am größten ist. Nach Wochen der <strong>Trockenheit</strong>, staubtrockenen Feldern und historisch niedrigen Pegeln wäre das die reinste <strong>Erlösung</strong>.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Doch bevor jetzt alle jubeln: So einfach ist die Sache leider nicht. Denn die <strong>Wettermodelle</strong> spielen gerade völlig verrückt – und je nach Berechnung liegen zwischen Segen und Enttäuschung nur ein paar Kilometer. Die große Frage lautet also: Wie <strong>seriös</strong> ist dieser Regen-Traum wirklich?</p><h2>Ausgerechnet der Süden: Hier soll es richtig krachen</h2><p>Besonders im <strong>Süden Deutschlands</strong> rechnen einzelne Modelle mit üppigen Mengen. Vor allem das europäische <strong>ECMWF</strong> wirft für Bayern und den Alpenrand Regensummen aus, die selbst hartgesottene Wetterfrösche kurz schlucken lassen. <strong>Über 100 Liter</strong> über mehrere Tage verteilt – das würde die <strong>Flüsse</strong> endlich wieder steigen lassen und den Grundwasserspeichern spürbar guttun.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/100-liter-regen-in-sicht-kommt-jetzt-die-gro-e-wetter-wende-noch-nichts-fix-1786428127663.jpg" data-image="akodhnxfzpee" alt="wetter, regen, deutschland" title="wetter, regen, deutschland"><figcaption>Bis Sonntagabend sieht es in Sachen Regen noch recht bescheiden aus. Viel Niederschlag ist bis dahin nicht in Sicht. </figcaption></figure><p>Aber – und das ist ein dickes Aber – genau bei solchen Extremwerten ist <strong>höchste Vorsicht</strong> geboten. Modelle neigen dazu, in der Ferne gern mal kräftig zu übertreiben. Was heute nach <strong>Jahrhundert-Regen</strong> aussieht, kann morgen schon zum kläglichen Nieselregen zusammenschrumpfen.</p><h3>Start erst am 17. August – und das ist noch verdammt weit weg</h3><p>Losgehen soll das Ganze frühestens am <strong>Montag, den 17. August</strong>. Und genau hier liegt der Haken: Dieser Termin ist aus heutiger Sicht noch <strong>meilenweit entfernt</strong>. In der Wetterprognose sind zehn Tage im Voraus eine halbe Ewigkeit – da kann sich das komplette Bild noch dutzendfach drehen.</p><p>Wer jetzt also schon die Regentonne rausstellt, könnte am Ende ganz schön enttäuscht dastehen. <strong>Fest ist rein gar nichts.</strong> Die Modelle rechnen bei jedem neuen Lauf komplett neu – und gerade bei so einer heiklen Großwetterlage schwanken die Ergebnisse von Tag zu Tag teils dramatisch.</p><h3>Andere Modelle bremsen die Euphorie sofort aus</h3><p>Denn während das eine Modell in Feierlaune ist, treten andere kräftig auf die Bremse. In <strong>exakt denselben Regionen</strong>, für die das ECMWF von über 100 Litern träumt, sehen konkurrierende Berechnungen gerade einmal <strong>magere 10 bis 20 Liter</strong>. Ein himmelweiter Unterschied – und ein klares Warnsignal.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Diese enorme <strong>Spannbreite</strong> zeigt: Die Atmosphäre hat sich noch längst nicht entschieden. Mal landet das Tief weiter westlich, mal weiter östlich, mal zerfasert es komplett. Für eine belastbare Aussage ist es schlicht <strong>zu früh</strong> – auch wenn die dicken Zahlen natürlich mächtig verlockend sind.</p><h3>So viel Regen bräuchten wir wirklich – und der fehlt</h3><p>Und selbst wenn: Für eine echte <strong>Entspannung</strong> der Lage bräuchte es keine Eintagsfliege. Damit sich Böden, Bäche und Flüsse nachhaltig erholen, müssten <strong>100 bis 200 Liter</strong> über mehrere Tage verteilt herunterkommen – schön gleichmäßig, ohne alles auf einmal wegzuschwemmen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/100-liter-regen-in-sicht-kommt-jetzt-die-gro-e-wetter-wende-noch-nichts-fix-1786428292808.jpg" data-image="z6tv1sotgaj8" alt="regenwetter, wetteränderung, deutschland" title="regenwetter, wetteränderung, deutschland"><figcaption>Ist das das Ender große Dürre? Nächste Woche könnte es immer wieder Regen geben. </figcaption></figure><p>Genau diese Mengen sind aktuell aber <strong>höchst unsicher</strong> und ehrlich gesagt kaum in Sicht. Ein paar kräftige Schauer helfen dem ausgedörrten Land nur für den Moment. Was danach passiert, entscheidet, ob wir von echter Erholung oder nur von einem <strong>Tropfen auf den heißen Stein</strong> sprechen.</p><h2>Mini-Entspannung statt Dürre-Ende?</h2><p>Der Blick weiter nach vorn macht die Hoffnung leider auch nicht größer. Das amerikanische <strong>CFS-Modell</strong> deutet an, dass sowohl der <strong>September</strong> als auch der <strong>Oktober</strong> wieder deutlich <strong>zu trocken</strong> ausfallen könnten. Von einer echten Wende im Herbst ist also erst einmal keine Spur.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782269" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/september-prognose-ist-da-und-sie-ist-ein-schock-oh-gott-der-arme-rhein.html" title="September-Prognose ist da – und sie ist ein Schock: 'Oh Gott, der arme Rhein'">September-Prognose ist da – und sie ist ein Schock: "Oh Gott, der arme Rhein"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/september-prognose-ist-da-und-sie-ist-ein-schock-oh-gott-der-arme-rhein.html" title="September-Prognose ist da – und sie ist ein Schock: 'Oh Gott, der arme Rhein'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/september-prognose-ist-da-und-sie-ist-ein-schock-oh-gott-der-arme-rhein-1786000949678_320.jpg" alt="September-Prognose ist da – und sie ist ein Schock: 'Oh Gott, der arme Rhein'"></a></article></aside><p>Wie nennt man das Ganze dann? Am ehesten eine <strong>Mini-Entspannung</strong> – eine kleine <strong>Dürrepause</strong>, mehr nicht. Sollten die 100 Liter tatsächlich kommen, wäre das ein Segen für ein paar Tage. Doch das große Aufatmen sieht anders aus. Bleibt also nur eins: <strong>Daumen drücken und abwarten</strong> – und hoffen, dass die Modelle diesmal nicht mogeln.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/100-liter-regen-in-sicht-kommt-jetzt-die-gro-e-wetter-wende-noch-nichts-fix.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wetterforscher erstaunt: "Das gibt's doch nicht!" Kippt JETZT das Wetter? Regen-Hammer nach 12 Wochen Dürre!]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 04:09:42 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Wochenlang nur Hitze und Trockenheit – doch jetzt zeigen die neuen Wetterkarten etwas, das kaum einer für möglich hielt. Was da auf Deutschland zurollt, sorgt für ungläubiges Staunen. Kommt die große Wende?</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xawkdvq"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xawkdvq.jpg" id="xawkdvq"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Man reibt sich verwundert die Augen. Wochenlang zeigten die Wetterkarten nur eine einzige Farbe – heißes, gnadenloses Rot über ausgedörrten Feldern und rissigen Böden.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Doch was die neuesten Berechnungen jetzt ausspucken, lässt selbst erfahrene Beobachter kurz stutzen: Da bahnt sich etwas an, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte. Auf einmal tauchen auf den Karten Farben auf, die es gefühlt eine halbe Ewigkeit nicht mehr gab. Blau. Grün. <strong>Regen.</strong> Und zwar nicht nur ein bisschen.</p><p>Kommt jetzt tatsächlich der große Umschwung, auf den halb Deutschland sehnsüchtig gewartet hat?</p><h2>Erst noch mal Vollgas Hitze – dann der verblüffende Bruch</h2><p>Doch der Reihe nach. Wer jetzt schon jubelt, muss sich noch ein wenig gedulden. Denn bis zum Wochenende bleibt es zunächst <strong>heiß</strong>. Die Sonne knallt weiter, in vielen Regionen klettern die Temperaturen noch einmal in schwindelerregende Höhen. Es ist das letzte große Aufbäumen des Hochsommers – bevor die Karten komplett neu gemischt werden.</p><figure> <img src="https://services.meteored.com/img/article/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre-1786396542809.jpg" data-image="6bcycvy3xkun" alt="regen, wetter, sommer" title="regen, wetter, sommer"><figcaption>Endlich Regen? Das europäische Wettermodell ECMWF macht Hoffnung auf Niederschläge in der zweiten Augusthälfte.</figcaption></figure><p>Und genau dann passiert das Erstaunliche: <strong>Ab dem 17. oder 18. August</strong> könnte die Wetterlage regelrecht kippen. Nicht langsam, nicht zaghaft – sondern so deutlich, dass man beim Blick auf die Modelle zweimal hinschauen muss.</p><h3>50 bis 100 Liter Regen – kaum zu glauben nach dieser Dürre</h3><p>Und dann diese Zahl, die einen kurz die Luft anhalten lässt: <strong>50 bis 100 Liter Regen</strong> pro Quadratmeter könnten in der zweiten Augusthälfte fallen. Nach zwölf Wochen Staubtrockenheit klingt das fast schon zu schön, um wahr zu sein.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782872" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html" title="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'">Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: "Die Chancen sind riesig"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html" title="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig-1786344721543_320.jpg" alt="Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: 'Die Chancen sind riesig'"></a></article></aside><p>Ganz ehrlich: Die Dürre wäre damit nicht mit einem Schlag beendet. Dafür sitzt der Wassermangel nach diesem Extrem-Sommer viel zu tief. Aber es wäre ein <strong>gewaltiger Schritt</strong> in die richtige Richtung – einer, den Landwirte, Gärtner und die ausgedörrte Natur so dringend brauchen.</p><h3>Kühler, wechselhaft – plötzlich ist alles anders</h3><p>Mit dem Regen kommt auch die ersehnte Abkühlung. Statt Rekordhitze zeigt das Thermometer nach dem Wochenende nur noch <strong>20 bis 25 Grad</strong> – Temperaturen, bei denen man endlich wieder durchatmen kann. Dazu immer wieder <strong>Schauer und Gewitter</strong>, teils sogar länger anhaltender Landregen.</p><p>Das Verblüffende daran: Es bleibt nicht bei diesen kurzen Wärmegewittern, die verpuffen, bevor der Boden überhaupt nass wird. Diesmal deutet vieles auf nachhaltigen, flächigen Regen hin – die Art, die tatsächlich in der Tiefe ankommt.</p><h3>Der Hammer: Auch der Südwesten am Rhein soll was abbekommen</h3><p>Und jetzt kommt der Punkt, der so manchen überrascht: Selbst der oft benachteiligte <strong>Südwesten</strong> soll diesmal nicht leer ausgehen. Ausgerechnet die Regionen entlang des <strong>Rheins</strong>, die unter der Dürre am meisten gelitten haben, könnten endlich Regen sehen. Dort, wo die Pegel niedrig und die Böden am durstigsten sind.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Das ist alles andere als selbstverständlich. Oft genug bleibt gerade der Südwesten bei solchen Umstellungen trocken, während nur der Norden abregnet. Dass diesmal auch das Rheingebiet mitspielt, macht die Aussichten so erstaunlich wertvoll.</p><h2>Können wir jetzt endlich aufatmen? Der ehrliche Blick nach vorn</h2><p>Bleibt die große Frage: Ist die Dürre damit Geschichte? Ganz so weit ist es nicht. Wetterlagen können sich schnell wieder drehen, und ob am Ende überall die volle Regenmenge fällt, muss sich erst noch zeigen. Ein nasser Abschnitt macht noch keinen Ausgleich für zwölf Wochen Trockenheit.</p><p>Aber die Richtung stimmt – und das ist nach diesem Sommer fast schon eine kleine Sensation. Nach Wochen der Dürre, der Rekordhitze und der bangen Blicke auf verdorrte Felder liegt zum ersten Mal wieder <strong>echte Zuversicht</strong> in der Luft. Die Karten der Hoffnung sind da. Und wenn sie recht behalten, dürfen wir bald tatsächlich aufatmen. <strong>Endlich.</strong></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetterforscher-erstaunt-das-gibt-s-doch-nicht-kippt-jetzt-das-wetter-regen-hammer-nach-12-wochen-durre.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Historisches Niedrigwasser droht deutsche Schifffahrt lahmzulegen: Rhein kurz vor der Teilung! Das hat heftige Folgen!]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/historisches-niedrigwasser-droht-deutsche-schifffahrt-lahmzulegen-rhein-kurz-vor-der-teilung-das-hat-heftige-folgen.html</link><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 04:05:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffe stehen bereits still, Frachter transportieren weniger als 20 Prozent, Transportkosten haben sich verdreifacht, Rohstoffengpässe bestehen bereits. Nun drohen eine geteilte Rheinroute, Inflation und 0,4 Prozentpunkte weniger Wirtschaftsleistung- und alles nur wegen 'Niedrigwasser'!</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/historisches-niedrigwasser-droht-deutsche-schifffahrt-lahmzulegen-rhein-kurz-vor-der-teilung-das-hat-heftige-folgen-1786358184347.png" data-image="5azwm3rjs4qa" alt="Symbolbild, Rhein, Tiefstände , Kaub, Pegel, Wasserstraße, Deutschland" title="Symbolbild, Rhein, Tiefstände , Kaub, Pegel, Wasserstraße, Deutschland"><figcaption>Symbolbild: Der Rhein fällt auf historische Tiefstände. Bei Kaub könnte der Pegel einstellig werden und die wichtigste Wasserstraße Deutschlands zerreißen. </figcaption></figure><p>Auf dem Rhein werden die Folgen der extremen Trockenheit unübersehbar. Am Pegel Kaub zwischen Mainz und Koblenz droht nun erstmals ein einstelliger Wert. <strong>Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt, warnte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass der Rhein damit für die Schifffahrt nicht mehr durchgängig befahrbar wäre.</strong></p><h2>Europas wichtigste Wasserstraße droht als Transportachse auszufallen </h2><p>Nördlich des kritischen Mittelrheinabschnitts könnten Transporte zwischen den großen Nordseehäfen und dem westdeutschen Kanalgebiet fortgesetzt werden. Südlich davon blieben die angeschlossenen Wasserstraßen grundsätzlich nutzbar. <strong>Dazwischen aber droht die entscheidende Verbindung wegzubrechen.</strong></p><div class="texto-destacado">Damit würde eine der bedeutendsten europäischen Transportachsen ausgerechnet an einer besonders flachen Stelle des Mittelrheins unterbrochen. </div><p>Für Industrie und Handel wären die Folgen erheblich: Zusätzliche Transporte über Straße und Schiene können die fehlenden Schiffskapazitäten nur begrenzt ersetzen.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782433" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/40-grad-wetterforscher-warnt-die-hitze-dreht-jetzt-voll-auf-extrem-sommer-und-durre-ohne-ende-in-deutschland.html" title="40 Grad? Wetterforscher warnt: „Die Hitze dreht jetzt voll auf!' – Extrem-Sommer und Dürre ohne Ende in Deutschland">40 Grad? Wetterforscher warnt: „Die Hitze dreht jetzt voll auf!" – Extrem-Sommer und Dürre ohne Ende in Deutschland</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/40-grad-wetterforscher-warnt-die-hitze-dreht-jetzt-voll-auf-extrem-sommer-und-durre-ohne-ende-in-deutschland.html" title="40 Grad? Wetterforscher warnt: „Die Hitze dreht jetzt voll auf!' – Extrem-Sommer und Dürre ohne Ende in Deutschland"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/40-grad-wetterforscher-warnt-die-hitze-dreht-jetzt-voll-auf-extrem-sommer-und-durre-ohne-ende-in-deutschland-1786088066237_320.jpg" alt="40 Grad? Wetterforscher warnt: „Die Hitze dreht jetzt voll auf!' – Extrem-Sommer und Dürre ohne Ende in Deutschland"></a></article></aside><h2>Das Niedrigwasser erfasst ganz Deutschland</h2><p>Doch der Blick allein auf Kaub greift zu kurz.<strong> Die Bundesanstalt für Gewässerkunde stellt in ihrem Bericht „Niedrigwasser wird immer extremer“ fest, dass sämtliche deutschen Stromgebiete stark betroffen sind. </strong>An freifließenden Abschnitten von Rhein, Donau und Elbe wurden bereits niedrigste bekannte Wasserstände erreicht oder sogar unterschritten.</p><h3>Außergewöhnlich ist nicht nur die Intensität, sondern auch der Zeitpunkt:</h3><p><strong>Normalerweise beginnt die Niedrigwassersaison in Mitteleuropa außerhalb der Hochgebirge erst im Herbst. 2026 geraten die großen Flüsse dagegen bereits mitten im Sommer an historische Marken.</strong></p><h2>2026 unterbietet selbst berüchtigte Dürrejahre</h2><p>Die Ursache liegt in einem gewaltigen und weiter wachsenden <strong>Niederschlagsdefizit.</strong> Innerhalb von 30 Tagen fielen in den mitteleuropäischen Flusseinzugsgebieten durchschnittlich nur etwa 45 Prozent des langjährigen Mittels.</p><p>Besonders dramatisch ist die Situation im Rheingebiet zwischen Andernach und Lobith. Dort erreichte die Regenmenge nur 28 Prozent des üblichen Wertes. </p><p>Noch alarmierender ist die Jahresbilanz: Die kumulierte Niederschlagssumme von 2026 liegt bereits unter den Werten der großen Niedrigwasserjahre 2003, 2018 und 2022 – und sogar knapp unter dem Minimum der Referenzperiode von 1993 bis 2022.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781870" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/nur-noch-24-zentimeter-pegel-kaub-bricht-jahrhundert-rekord-seit-1905-gab-es-das-nie.html" title="Nur noch 24 cm! Pegel Kaub bricht Jahrhundert-Rekord – seit 1905 gab es das nie! Wetterforscher: 'Es wird schlimmer'">Nur noch 24 cm! Pegel Kaub bricht Jahrhundert-Rekord – seit 1905 gab es das nie! Wetterforscher: "Es wird schlimmer"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/nur-noch-24-zentimeter-pegel-kaub-bricht-jahrhundert-rekord-seit-1905-gab-es-das-nie.html" title="Nur noch 24 cm! Pegel Kaub bricht Jahrhundert-Rekord – seit 1905 gab es das nie! Wetterforscher: 'Es wird schlimmer'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/nur-noch-24-zentimeter-pegel-kaub-bricht-jahrhundert-rekord-seit-1905-gab-es-das-nie-1785781810678_320.jpg" alt="Nur noch 24 cm! Pegel Kaub bricht Jahrhundert-Rekord – seit 1905 gab es das nie! Wetterforscher: 'Es wird schlimmer'"></a></article></aside><h2>Warum heftige Gewitter den Flüssen kaum helfen</h2><p>Ein Gewitter kann einen Bach anschwellen oder einen einzelnen Pegel kurzzeitig anheben. Um Rhein, Donau und Elbe nachhaltig zu stabilisieren, müsste es dagegen über große Teile ihrer Einzugsgebiete ausdauernd und ergiebig regnen. Doch dieser flächendeckende Landregen ist bislang ausgeblieben.</p><h2>Historischer Pegel – aber kein historischer Abfluss</h2><p>Die BfG mahnt zugleich zu einer wichtigen Unterscheidung. <strong>Ein rekordtiefer Pegelstand bedeutet nicht automatisch, dass auch noch nie so wenig Wasser durch den Rhein geflossen ist. </strong>Pegelstände verändern sich langfristig ebenfalls durch Eintiefungen der Flusssohle und wasserbauliche Maßnahmen.</p><p><strong>Am Pegel Kaub wurde am 5. August mit 20 Zentimetern über dem Pegelnullpunkt ein neuer niedrigster bekannter Wasserstand registriert. Der gleichzeitig gemessene Abfluss von 521 Kubikmetern pro Sekunde war jedoch kein Rekord. Seit 1901 wurde dieser Wert in sechs Jahren unterschritten.</strong></p><p>Für die Schifffahrt bleibt der niedrige Pegel dennoch entscheidend. Er bestimmt gemeinsam mit der Fahrrinnentiefe, wie tief Schiffe eintauchen und wie viel Ladung sie noch aufnehmen können.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet" data-dnt="true" align="center"><p lang="de" dir="ltr">️ Temperaturtrend<br><br> Die Atmosphäre dreht wieder völlig auf: Heute 850 hPa von 5 bis 20 °C doch die Heißluft schlägt zurück!<br><br> Do bis 22 °C, Fr sogar 23 °C in 850 hPa<br><br> Am Boden drohen bis 38 °C die nächste massive Hitzespitze!<br><br>️ <a href="https://t.co/dxKrUw1khu">https://t.co/dxKrUw1khu</a> <a href="https://t.co/vQ50slTqKq">pic.twitter.com/vQ50slTqKq</a></p>— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) <a href="https://x.com/MeteoredDE/status/2086755221418500499?ref_src=twsrc%5Etfw">August 10, 2026</a></blockquote></figure><h2>Hochdruckwetter verschärft die Krise</h2><p>Eine nachhaltige Entspannung ist weiterhin nicht in Sicht. Hochdruckeinfluss bringt häufig sonniges, warmes bis heißes und überwiegend trockenes Wetter. <strong>Tiefausläufer können zwar regional neue Schauer und Gewitter auslösen, doch für eine grundlegende Erholung der Flüsse reicht das nicht.</strong></p><p>Damit droht sich das extreme Niedrigwasser weiter festzusetzen. <strong>Schätzungen zufolge könnte die Wirtschaftsleistung durch das Niedrigwasser um 0,4 Prozentpunkte schrumpfen</strong>. Was am Rhein sichtbar wird, ist deshalb längst mehr als ein Problem der Binnenschiffer – es ist eine Krise mit Folgen für ganz Deutschland.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="BfS" data-year="06.08.2026" data-title="Niedrigwasser%20wird%20immer%20extremer" data-url="https%3A%2F%2Fwww.bafg.de%2FSharedDocs%2FDownloads%2FDE%2Fbfg_niedrigwasserbericht%2F2026%2F260806_nw_bericht.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D6">BfS. (06.08.2026). <a href="https://www.bafg.de/SharedDocs/Downloads/DE/bfg_niedrigwasserbericht/2026/260806_nw_bericht.pdf?__blob=publicationFile&v=6" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Niedrigwasser wird immer extremer</a>.</cite><br><cite data-author="Rheinische%20Post" data-year="10.08.2026" data-title="Rhein%20droht%20f%C3%BCr%20Schifffahrt%20zweigeteilt%20zu%20werden" data-url="">Rheinische Post. (10.08.2026). Rhein droht für Schifffahrt zweigeteilt zu werden.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/historisches-niedrigwasser-droht-deutsche-schifffahrt-lahmzulegen-rhein-kurz-vor-der-teilung-das-hat-heftige-folgen.html</guid><dc:creator><![CDATA[Kathy Schrey]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Ladebordsteine - für eine verbesserte Ladeinfrastruktur]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ladebordsteine-fur-eine-verbesserte-ladeinfrastruktur.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 17:13:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Wie und vor allen Dingen wo lädt man das E-Auto in engen Innenstädten? Die Installation von Ladesäulen ist teuer. Der Platz ist beengt. Laden an der eigenen Steckdose ist nicht erlaubt, wenn das Stromkabel dafür über den Bürgersteig verläuft. Das Laden von Elektroautos in städtischer Umgebung kann herausfordernd sein.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/ladebordsteine-fur-eine-verbesserte-ladeinfrastruktur-1786432299381.jpg" data-image="fbcbh6cyl89t"><figcaption>Bordsteinladen - ein Experiment mit Zukunft</figcaption></figure><p>E-Autofahrer in Bamberg können ab sofort ihr Auto direkt am Bordstein laden. Die Stadt testet seit kurzem ein neues <strong>Ladesystem für E-Autos,</strong> und zwar <strong>Ladebordsteine</strong>. Die Vorteile liegen auf der Hand. Versenkte Ladebuchsen sind platzsparend, unauffällig und robust. Das mühsame Einparken an den Ladesäulen entfällt. </p><p>Die <strong>Weltkulturerbe-Stadt Bamberg</strong> hat sich damit einem Test eines neues Ladesystems angeschlossen, dass seine <strong>Premiere</strong> in einigen Großstädten in <strong>Nordrhein-Westfalen</strong> hatte. </p><p><strong>Neue Technik aus NRW </strong></p><p>Die neue Ladetechnik ist ein <strong>„Made in Germany“-Produkt</strong> und wurde von der Firma <strong>Rheinmetall</strong> entwickelt. Das Laden an der Bordsteinkante funktioniert genauso wie eine Ladesäule. Der große Unterschied: das Kabel muss zum Aufladen nicht in eine Säule, sondern in den Ladepunkt am Boden eingesteckt werden. </p><p>Rheinmetall hat ein System erfunden, dass gerade für die <strong>Enge in den Großstädten viele Vorteile </strong>bietet.</p><p>Nachdem der Hersteller erste Ladebordsteine in Düsseldorf, Dortmund und Köln getestet hat, will er nun weitere, <strong>vor allem historische Städte</strong> damit ausstatten. Genau deshalb viel die Entscheidung auch für Bamberg als nächste „Teststadt“. </p><p><strong>Jan Giersberg von den Stadtwerken Bamberg</strong> erklärte dazu bei <strong>BR24: </strong></p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Wir sind hier in der Weltkulturerbestadt. Da passen die großen, weißen, klobigen Ladesäulen einfach nicht rein. Die stören das Bild."<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><h2>Attraktives Angebot</h2><p>Bordsteinladestellen sind im Stadtbild kaum wahrnehmbar. Dadurch können sie sich gerade in einer historischen Altstadt wie Bamberg <strong>stadtgestalterisch gut integrieren. </strong>Allerdings ist das auch ein zumindest kleiner Schwachpunkt des Systems, denn die <strong>Ladepunkte im Bordstein können auch leicht übersehen werden. </strong></p><p>Während der Ladezeit ist in Bamberg das Parken bis zu zwei Stunden kostenlos. </p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Ist der Testbetrieb erfolgreich, könnten die Bordsteinladestationen dort zum Einsatz kommen, wo der Einsatz klassischer Ladesäulen an Platz, Gestaltung oder baulichen Vorgaben scheitert <svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>so die <strong>Stadtwerke Bamberg bei BR24.</strong></p><h3>Anschaffungskosten (noch) höher</h3><p>Ein<strong> kleiner Nachteil</strong> ist die Tatsache, dass zumindest noch im Moment die <strong>Anschaffungskosten höher</strong> sind als bei den klassischen Ladesäulen. Der Hersteller erwartet bei <strong>zunehmender Nachfrage aus positive Skaleneffekte</strong>, die zu einer Kostenreduzierung des Systems führen könnten.</p><p>Bereits heute können die höheren Kosten dadurch kompensiert werden, dass die <strong>Bordsteinlösung weniger anfällig für Störungen </strong>ist. Wichtig ist auch, dass vor allem<strong> Vandalismusschäden vermieden </strong>werden.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/ladebordsteine-fur-eine-verbesserte-ladeinfrastruktur-1786432369537.jpg" data-image="1ww4vvj1gp97"><figcaption>Ansicht des "Innenlebens" des Lademoduls</figcaption></figure><p>Auch die Wartung sei nach Aussagen des Herstellers deutlich einfacher als bei einer Ladesäule.</p><h3><strong>Edelstahlmodul statt Ladesäule </strong></h3><p>Der Ladebordstein ist einen Meter lang. Er sieht auf den ersten Blick genauso aus, wie ein normaler Bordstein. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man, dass in dem Segment ein <strong>Edelstahlmodul mit Lade-Steckdose, Kartenlesegerät und Kontrolldisplay</strong> eingebaut ist. </p><p>Wie bei einer Ladesäule funktioniert das Ab- und Anmelden per RFID-Ladekarte oder mit einer App. Bei Beschädigung kann das Modul sehr einfach ausgetauscht werden. </p><p>Die beiden neuen Bordsteinladestationen ermöglichen <strong>Wechselstromladen (AC) bis zu 22 kWh.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="728825" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/elektromobilitat-sehenden-auges-den-wandel-verschlafen.html" title="Elektromobilität: Sehenden Auges den Wandel verschlafen?">Elektromobilität: Sehenden Auges den Wandel verschlafen?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/elektromobilitat-sehenden-auges-den-wandel-verschlafen.html" title="Elektromobilität: Sehenden Auges den Wandel verschlafen?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/elektromobilitat-sehenden-auges-den-wandel-verschlafen-1757592382382_320.jpeg" alt="Elektromobilität: Sehenden Auges den Wandel verschlafen?"></a></article></aside><h2>Feldversuche und Meinungen</h2><p>Bei den ersten Test-Ladebordsteinen in <strong>Köln-Lindenthal wurde 2.800 Ladevorgänge</strong> mit einer <strong>Zuverlässigkeit von 99 Prozent</strong> durchgeführt. Rheinmetall hat nach einem <strong>Bericht von AutoBILD</strong> am Ende eines einjährigen Feldversuchs in Köln viele Kunden befragt, die den Ladebordstein für ihr E-Auto nutzten. Das Stimmungsbild nach dieser Umfrage war positiv. </p><p>Gelobt wurden Platzersparnis, weniger Vandalismus und einfache Nutzbarkeit. Der einzige Kritikpunkt war die Sichtbarkeit: Ladesäulen sieht man zumeist schon von Weitem. Den unauffälligen <strong>Ladebordstein hingegen mussten Kunden oft suchen. </strong></p><p>Probleme mit Schmutz oder Hinterlassenschaften von Hunden hab es laut der Befragung nicht. Das liegt auch an der<strong> ausgeklügelten Abdeckung des Ladesystems</strong>. Ist es für das Laden freigegeben, also entsperrt, lässt sie sich mit dem <strong>Typ-2-Stecker des Elektroauto-Ladekabels aufschieben</strong>, ohne dass mit der Hand den Ladebordstein berührt wird. </p><p>Einzelne Kunden hielten die Beleuchtung für unzureichend. Doch letztendlich fand in beiden Punkten die große Mehrheit der Befragten die Ladebordsteine "befriedigend", "gut" oder sogar "sehr gut".</p><h3><strong>Wie funktioniert das System bei Regen?</strong></h3><p>Die Ladeelektronik ist innerhalb des Bauteils <strong>komplett wasserdicht verbaut</strong>. So können weder Regenwasser noch Wasser aus Schneeschmelze in die sensiblen Bereiche vordringen, was ein störungsfreies Laden ermöglicht. </p><p>Das System verfügt auch über einen <strong>Wasserstandssensor</strong>. Sollte durch ein außergewöhnliches Ereignis, zum Beispiel Überschwemmung, der <strong>Ladebordstein unter Wasser liegen, alarmiert der Sensor die Ladeelektronik</strong>. Dann wird der Ladevorgang unterbrochen, anschließend schaltet ein integrierter FI-Schutzschalter den gesamten Ladebordstein stromlos.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="754749" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/von-elektrostaaten-und-fossilen-staaten.html" title="Von Elektrostaaten und fossilen Staaten">Von Elektrostaaten und fossilen Staaten</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/von-elektrostaaten-und-fossilen-staaten.html" title="Von Elektrostaaten und fossilen Staaten"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/von-elektrostaaten-und-fossilen-staaten-1771409948825_320.jpeg" alt="Von Elektrostaaten und fossilen Staaten"></a></article></aside><h3>Zusatznutzen Wohngebiete</h3><p>Ein weiterer Vorteil des Ladebordsteins könnte ihn zur <strong>perfekten Lösung für Wohngebiete </strong>machen, bei denen zwischen Stromleitung und Straße ein Bürgersteig liegt. Es ist wenig bekannt, dass das <strong>zeitweise Verlegen eines Ladekabel quer über den Fußgängerweg nicht erlaub</strong><strong>t</strong> ist. </p><p>Mit der im Bordstein integrierten Ladestation besteht eine sehr gute Lademöglichkeit für Mieter in Mehrfamilienhäusern oder Eigenheimbesitzer ohne Stellplatz auf dem eigenen Grundstück.</p><h3><strong>Mehrere Alternativen sind schon auf dem Markt </strong></h3><p>In den <strong>Niederlanden sind in den Innenstädten kleine Wallboxen an Laternenmasten</strong> zu finden, die ebenfalls weniger auffällig sind. <strong>Großbritannien </strong>bietet das System von <strong>UrbanFox Lademöglichkeiten an der Bordsteinkante </strong>mit einer <strong>versenkbaren Ladesäule.</strong></p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/ladebordsteine-fur-eine-verbesserte-ladeinfrastruktur-1786202552784.png" data-image="b2zsr71obllx"><figcaption>urbanFox - ein Bordstein-Ladesystem aus Großbritannien</figcaption></figure><p><strong>Bamberg </strong>hat sich neben dem Bordsteinladen zu einer weiteren, neuen Variante entschieden. In <strong>Granitstelen verbaute Ladestationen </strong>sollen sich ebenfalls in der historischen Innenstadt stadtgestalterisch einpassen. </p><p>Die Altrernative wurde von einem örtlichen Natursteinwerk in Bamberg entwickelt. Die Technik der Ladeeinheit kommt ebenfalls vom einem ortsansässigen E-Modulhersteller.</p><p>Die <strong>E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten</strong>, was im Hinblick auf die Maßnahmen zur Reduzierung fossiler Energieträger und damit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen hoffnungsvoll stimmt</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/ladebordsteine-fur-eine-verbesserte-ladeinfrastruktur.html</guid><dc:creator><![CDATA[Ralf Roschlau]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Bei den riesigen Waldbränden in Südfrankreich explodieren mehr als 400 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/bei-den-riesigen-waldbranden-in-sudfrankreich-explodieren-mehr-als-400-blindganger-aus-dem-zweiten-weltkrieg.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 15:41:00 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Eine beispiellose Waldbrandkrise hat Frankreich erfasst und dabei ein unerwartetes Phänomen ausgelöst: die Explosion historischer Munition. Die Waldbrände führten zur Detonation tödlicher Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg, die jahrzehntelang unter der Erde verborgen gelegen hatten.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/los-megaincendio-en-el-sur-de-francia-hace-estallar-mas-de-400-proyectiles-olvidados-de-la-segunda-guerra-mundial-1785835049012.jpeg" data-image="3i54xzm5e27f" alt="Die Großbrände in Südfrankreich lassen mehr als 400 vergessene Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg explodieren" title="Die Großbrände in Südfrankreich lassen mehr als 400 vergessene Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg explodieren"><figcaption>Die Großbrände in Südfrankreich lassen mehr als 400 vergessene Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg explodieren</figcaption></figure><p>Die malerischen Landschaften, für die der Südwesten Frankreichs traditionell bekannt ist, haben sich in Verwüstungslandschaften verwandelt. Anhaltende Dürre und dauerhaft überdurchschnittliche Temperaturen haben die rasante Ausbreitung der Brände über weite Vegetationsgebiete begünstigt und das ökologische Gleichgewicht der Region dramatisch verändert.</p><div class="texto-destacado">Die durch die Brände entstehende extreme Hitze wirkte als Auslöser, wodurch Sprengladungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gezündet wurden und Feuerwehrleute sowie Rettungskräfte einer erheblichen Gefahr durch umherfliegende Trümmer und Blindgänger ausgesetzt waren.</div><p>Dieses extreme Verbrennungsereignis führte dazu, dass sich das Feuer unter der Oberfläche ausbreitete, wo es mit nicht explodierten Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg in Kontakt kam, die unter Schichten von Waldhumus vergraben geblieben waren. Der Vorfall verdeutlicht die gefährliche Schnittstelle zwischen der aktuellen Klimakrise und den anhaltenden ökologischen Folgen des Krieges.</p><h2>Departement Gironde</h2><p>Die Region Gironde ist zum Epizentrum dieser Umweltkatastrophe geworden. Mehr als 40.000 Hektar Wald wurden zerstört, wodurch Pyrocumulus-Wolken entstanden und den lokalen Ökosystemen schwerer Schaden zugefügt wurde, was zur höchsten seit 1949 verzeichneten Entwaldungsrate führte.</p><p>Meteorologische Beobachtungen deuten darauf hin, dass die niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Winde als Auslöser für die unkontrollierbare Ausbreitung der Flammen wirkten. Diese Bedingungen hinderten die Feuerwehrleute daran, den Brand schnell einzudämmen, und erforderten einen beispiellosen Notfalleinsatz in der gesamten Region.</p><p>Trotz der Schwere der Brände gelang es durch Eindämmungsmaßnahmen, wirtschaftlich wichtige Weinbaugebiete zu schützen. Die ökologischen Auswirkungen auf die lokale Tierwelt und die Störung der Bodenkreisläufe sind jedoch nach wie vor äußerst gravierend.</p><h2>Die Stadt Le Porge</h2><p>Die Gemeinde Le Porge war sowohl von Gebäudebränden als auch von explodierenden Sprengkörpern betroffen. In diesem Gebiet löste intensive Hitze im Boden eine Kettenreaktion aus, die zur Detonation von fast 100 Mörsergranaten und deutsch-französischen Panzerabwehrwaffen führte.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Nach Angaben von Bürgermeister Martial Zaninetti gegenüber dem französischen Sender France Info waren in der zweiten Nacht des Waldbrands mehr als 100 Explosionen zu hören, die er mit „Kriegsgeräuschen“ verglich.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p><br>Die Wucht der Explosionen, die zunächst fälschlicherweise für explodierende Haushaltsgasflaschen gehalten wurden, veranlasste die Behörden dazu, eine strenge Sperrzone einzurichten. Spezialisierte Bombenräumkommandos wurden hinzugezogen, um rund 400 verrostete Sprengkörper zu entschärfen, die unter der Oberfläche zum Vorschein gekommen waren.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>„Bestimmte Gebiete sind nach wie vor nicht zugänglich. Mehr als 180 Häuser in der Gegend wurden durch den Waldbrand zerstört“, sagte Bürgermeister Zaninetti.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p><br>Maßnahmen zur Eindämmung und Entsorgung verzögerten die Rückkehr der Bewohner in die betroffenen Gemeinden. Laut Berichten lokaler Medien führten die Behörden Risikomanagementmaßnahmen durch, um sicherzustellen, dass die Munition sicher eingesammelt und später auf Militärgelände vernichtet werden konnte.</p><h2>Der Wald der Landes de Gascogne</h2><p>Das Waldökosystem der Landes de Gascogne hat erhebliche Schäden davongetragen. Brennendes Kiefernharz und dichte Schichten organischen Materials begünstigten die Ausbreitung von Untergrundbränden, wodurch die Hitze direkt auf vergrabene Kriegsmunition übertragen wurde.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="695363" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund.html" title="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?">Klimwandel: UN erklärt 2025 zum "Jahr zur Erhaltung der Gletscher" - Ist das überhaupt noch möglich?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund.html" title="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/klimwandel-jahr-erhaltung-gletscher-schmelze-gletscherschwund-1738662597086_320.jpeg" alt="Klimwandel: UN erklärt 2025 zum 'Jahr zur Erhaltung der Gletscher' - Ist das überhaupt noch möglich?"></a></article></aside><p>Diese Wärmeübertragung durch Wärmeleitung führte dazu, dass die Temperatur der Metallgehäuse aus dem Zweiten Weltkrieg über den Punkt stieg, ab dem sie chemisch stabil blieben. Die Folge war eine Reihe spontaner Explosionen, die die Bemühungen, die Brände unter Kontrolle zu bringen, erheblich erschwerten.</p><p>Eine Analyse nach dem Brand hat ergeben, dass durch die Zerstörung des Walddachs – der obersten Schicht eines Waldes, die aus den Baumkronen besteht, das Sonnenlicht filtert, die Auswirkungen von Niederschlägen mindert und dazu beiträgt, Feuchtigkeit in der Luft zu binden – eine beträchtliche Menge an Granatsplittern und zahlreiche Sekundärkrater freigelegt wurden. Nun sind archäologische Untersuchungen und umfangreiche Dekontaminierungsarbeiten erforderlich, bevor der Wald wieder als sicher gelten kann.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="BBC" data-year="" data-title="France%20wildfires%20reveal%20hundreds%20of%20WW2%20shells%20in%20village" data-url="https%3A%2F%2Fwww.bbc.com%2Fnews%2Farticles%2Fcgmkxjrrwdvo">BBC. <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cgmkxjrrwdvo" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">France wildfires reveal hundreds of WW2 shells in village</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/bei-den-riesigen-waldbranden-in-sudfrankreich-explodieren-mehr-als-400-blindganger-aus-dem-zweiten-weltkrieg.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Zwei Ursprünge des Lebens: So könnte die frühe Evolution von Bakterien und Archaeen abgelaufen sein]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/zwei-ursprunge-des-lebens-so-konnte-die-fruhe-evolution-von-bakterien-und-archaeen-abgelaufen-sein.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 12:28:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Wie entstanden die ersten Zellen auf der Erde? Eine internationale Studie hat den Ursprung des Lebens neu untersucht und ist zu einem überraschenden Schluss gekommen: Der genetische Code entstand nur einmal, das Leben jedoch offenbar zweimal.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/zwei-ursprunge-des-lebens-so-konnte-die-fruhe-evolution-von-bakterien-und-archaeen-abgelaufen-sein-1786289379562.jpg" alt="Die Ursprünge des Lebens lassen sich auf wenige Ausgangsstoffe wie Wasser und Kohlendioxid reduzieren. Über 420 chemische Reaktionen wurden damit die Grundlagen des komplexen Lebens geschaffen." title="Die Ursprünge des Lebens lassen sich auf wenige Ausgangsstoffe wie Wasser und Kohlendioxid reduzieren. Über 420 chemische Reaktionen wurden damit die Grundlagen des komplexen Lebens geschaffen."><figcaption>Die Ursprünge des Lebens lassen sich auf wenige Ausgangsstoffe wie Wasser und Kohlendioxid reduzieren. Über 420 chemische Reaktionen wurden damit die Grundlagen des komplexen Lebens geschaffen. Bild: Birger Strahl/Unsplash</figcaption></figure><p>Wie die ersten Lebewesen entstanden und sich entwickelten, zählt zu den großen Rätseln der Biologie. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat nun neue Einblicke in die <strong>frühesten Phasen der Evolution</strong> gewonnen. Die in der Fachzeitschrift <em>Science Advances</em> veröffentlichte Studie rekonstruiert, wie die ersten Stoffwechselprozesse funktionierten und welche Energiequellen den Urzellen zur Verfügung standen.</p><p>Wer vier Milliarden Jahre in die Vergangenheit blickt, würde sehen, „wie zwei sehr unterschiedliche Zelltypen entstehen – Pionier-<strong>Bakterien und -Archaeen</strong> –, die die ersten Versuche unternehmen, außerhalb der Grenzen der Hydrothermalquelle zu leben“, sagt Erstautorin Natalia Mrnjavac, Doktorandin am Institut für Molekulare Evolution. Die einzelligen Bakterien und Archaeen verfügen – im Gegensatz zu den später entstehenden mehrzelligen Lebewesen – über keinerlei Zellkern. Trotz weiterer Gemeinsamkeiten stellen sie jedoch zwei unterschiedliche Domänen dar.</p><h2>Stoffwechsel entstand schrittweise</h2><p>Die Wissenschaftler analysierten Genome, Proteinstrukturen und Stoffwechselreaktionen. Im Mittelpunkt standen jene <strong>420 chemischen Reaktionen</strong>, mit denen Zellen aus Wasserstoff, Ammoniak und Kohlendioxid lebenswichtige Bausteine wie Aminosäuren, RNA-Basen und Vitamine herstellen. Die Reaktionen sind bis heute in allen Organismen erhalten geblieben.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/zwei-ursprunge-des-lebens-so-konnte-die-fruhe-evolution-von-bakterien-und-archaeen-abgelaufen-sein-1786289390307.png" alt="Hydrothermale Quellen wie diese schwarzen Raucher bringen wertvolle Stoffe aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Auch heute noch entsteht in ihrer Nähe besonders viel Leben." title="Hydrothermale Quellen wie diese schwarzen Raucher bringen wertvolle Stoffe aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Auch heute noch entsteht in ihrer Nähe besonders viel Leben."><figcaption>Hydrothermale Quellen wie diese schwarzen Raucher bringen wertvolle Stoffe aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Auch heute noch entsteht in ihrer Nähe besonders viel Leben. Bild: GEOMAR</figcaption></figure><p>„Diese Vergleiche lassen uns in jene Phase der Evolution blicken, in der sich der durch Enzyme katalysierte Stoffwechsel aus spontanen, durch Metalle in der Erdkruste katalysierten Reaktionen entwickelte“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. William Martin. Überraschend sei, dass die Enzyme beider Lebenslinien trotz identischer Stoffwechselreaktionen nicht miteinander verwandt sind.</p><p>Den Analysen zufolge verfügte der letzte gemeinsame Vorfahr aller heutigen Zellen, <strong>LUCA</strong>, lediglich über Enzyme für etwa die Hälfte der Stoffwechselreaktionen. Die übrigen Prozesse wurden durch natürlich vorkommende Metalle ermöglicht. „Metalle, die natürlicherweise in hydrothermalen Quellen vorkommen, können eine überraschend große Anzahl von Enzymen im Stoffwechsel ersetzen“, sagt Dr. Harun Tüysüz, Chemiker am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und am IMDEA Materials Institute in Madrid.</p><p>Die Forschenden rekonstruieren <strong>vier Entwicklungsphasen</strong>: Zunächst dominierten ausschließlich metallkatalysierte Reaktionen. Anschließend entstand mit LUCA ein hybrider Stoffwechsel aus metallischen und enzymatischen Katalysatoren. Erst danach trennten sich die Entwicklungslinien von Bakterien und Archaeen. Beide entwickelten unabhängig voneinander unterschiedliche Enzyme für dieselben lebenswichtigen Reaktionen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/zwei-ursprunge-des-lebens-so-konnte-die-fruhe-evolution-von-bakterien-und-archaeen-abgelaufen-sein-1786289396898.jpg" alt="Stoffwechsel der ersten Zellen: Die Ausgangssubstanzen (links) wie Wasser oder Kohlendioxid werden in die Bausteine des Lebens umgewandelt. Hinzu kommen enzymatische Reaktionen (Kreise), Stoffwechselprodukte (Diamanten), Reaktionen mit gemeinsamen Reaktionspartnern (Linien) und Reaktionen von den ersten Zellen durch anorganische Substanzen (rote Kreise)." title="Stoffwechsel der ersten Zellen: Die Ausgangssubstanzen (links) wie Wasser oder Kohlendioxid werden in die Bausteine des Lebens umgewandelt. Hinzu kommen enzymatische Reaktionen (Kreise), Stoffwechselprodukte (Diamanten), Reaktionen mit gemeinsamen Reaktionspartnern (Linien) und Reaktionen von den ersten Zellen durch anorganische Substanzen (rote Kreise)."><figcaption>Stoffwechsel der ersten Zellen: Die Ausgangssubstanzen (links) wie Wasser oder Kohlendioxid werden in die Bausteine des Lebens umgewandelt. Hinzu kommen enzymatische Reaktionen (Kreise), Stoffwechselprodukte (Diamanten), Reaktionen mit gemeinsamen Reaktionspartnern (Linien) und Reaktionen von den ersten Zellen durch anorganische Substanzen (rote Kreise). Bild: HHU/Nadja Hoffmann</figcaption></figure><p>„Wir beobachten Fälle, in denen die Vorfahren der Bakterien und Archaeen unabhängig voneinander strukturell unterschiedliche Enzyme entwickelten, mit denen sie aber dieselbe essenzielle Stoffwechselreaktion katalysieren“, sagt Mrnjavac. Diese parallelen Entwicklungen könnten den Übergang zu frei lebenden Organismen ermöglicht haben.</p><h2>Eine andere Energiequelle</h2><p>Offen war bisher auch, wie die ersten Stoffwechselprozesse ohne das Energiemolekül ATP ablaufen konnten, das heute unverzichtbar an der Energieumwandlung beteiligt ist. Die Studie schlägt dafür eine andere Lösung vor. „Wir haben eine neue Energiequelle metabolischen Ursprungs identifiziert: <strong>Phosphit und Palladium</strong>“, sagt die Doktorandin Manon Schlikker. Beide Stoffe könnten frühe Phosphorylierungsreaktionen ermöglicht und damit ATP sowie entsprechende Enzyme ersetzt haben.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="688767" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/conan-das-bakterium-wissenschaftler-entdecken-bakterien-die-extreme-strahlung-uberleben-konnen.html" title="„Conan das Bakterium“: Wissenschaftler entdecken Bakterien, die extreme Strahlung überleben können">„Conan das Bakterium“: Wissenschaftler entdecken Bakterien, die extreme Strahlung überleben können</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/conan-das-bakterium-wissenschaftler-entdecken-bakterien-die-extreme-strahlung-uberleben-konnen.html" title="„Conan das Bakterium“: Wissenschaftler entdecken Bakterien, die extreme Strahlung überleben können"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/conan-a-bacteria-cientistas-descobrem-bacteria-capaz-de-sobreviver-a-radiacao-extrema-1734118645662_320.png" alt="„Conan das Bakterium“: Wissenschaftler entdecken Bakterien, die extreme Strahlung überleben können"></a></article></aside><p>Mit einem neu entwickelten mathematischen Verfahren ordnete das Forschungsteam sämtliche Stoffwechselreaktionen nach ihrer vermuteten Entstehungsreihenfolge. Daraus ergibt sich ein klares Bild der frühen Evolution.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="704454" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wissenschaftler-erhellen-die-anfange-der-erdentstehung-mithilfe-numerischer-simulationen.html" title="Wissenschaftler erhellen die Anfänge der Erdentstehung mithilfe numerischer Simulationen">Wissenschaftler erhellen die Anfänge der Erdentstehung mithilfe numerischer Simulationen</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/wissenschaftler-erhellen-die-anfange-der-erdentstehung-mithilfe-numerischer-simulationen.html" title="Wissenschaftler erhellen die Anfänge der Erdentstehung mithilfe numerischer Simulationen"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/primeros-dias-formacion-tierra-1743393217881_320.png" alt="Wissenschaftler erhellen die Anfänge der Erdentstehung mithilfe numerischer Simulationen"></a></article></aside><p>„Die neuen Daten lassen nur einen Schluss zu: Bakterien und Archaea haben den Übergang von den Hydrothermalquellen zum freilebenden Zustand unabhängig voneinander vollzogen“, fasst Martin zusammen. „Um es auf den Punkt zu bringen: Es gibt einen Ursprung des genetischen Codes, aber zwei Ursprünge des Lebens.“</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="Mrnjavac%2C%20N.%2C%20Hoffmann%2C%20N.%20K.%2C%20Schlikker%2C%20M.%20L.%2C%20Burmeister%2C%20M.%2C%20Schwander%2C%20L.%2C%20et%20al" data-year="2026" data-title="Intermediate%20stages%20in%20the%20origin%20of%20metabolism%20at%20a%20phosphorylating%20hydrothermal%20vent.%20Science%20Advances" data-url="https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1126%2Fsciadv.aef3128">Mrnjavac, N., Hoffmann, N. K., Schlikker, M. L., Burmeister, M., Schwander, L., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1126/sciadv.aef3128" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Intermediate stages in the origin of metabolism at a phosphorylating hydrothermal vent. Science Advances</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/zwei-ursprunge-des-lebens-so-konnte-die-fruhe-evolution-von-bakterien-und-archaeen-abgelaufen-sein.html</guid><dc:creator><![CDATA[Lisa Seyde]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Rückgang des arktischen Meereises: Neue Studien 2026]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/rueckgang-des-arktischen-meereises-neue-studien.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 12:17:00 +0000</pubDate><category>Wissenschaft</category><description><![CDATA[<p>Das arktische Meereis erreichte 2026 erneut einen Tiefstand, statistisch gleichauf mit dem Rekordtief von 2025. Zwei neue Studien zeigen: Die vermeintliche Pause beim Rückgang ist vorbei – mit spürbaren Folgen für das arktische Ökosystem.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/rueckgang-des-arktischen-meereises-neue-studien-1786298785750.jpeg" data-image="3mit5btj1uad"><figcaption>Neue Studien zeigen: Der Rückgang des arktischen Meereises hält an. Foto: Rung.</figcaption></figure><h2><strong>Rekordverdächtiger Winter 2026</strong></h2><p>Am 15. März 2026 erreichte das arktische Meereis mit 14,29 Mio. km² seinen winterlichen Höchststand – nur unwesentlich über dem Rekordtief des Vorjahres von 14,31 Mio. km², wie das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) berichtet. Der Wert liegt <strong>1,36 Mio. km² unter dem langjährigen Mittel der Jahre 1981–2010</strong>. </p><p> Unabhängige Datensätze bestätigen das Bild, auch wenn die absoluten Zahlen je nach Methodik leicht abweichen. Der europäische Klimawandeldienst Copernicus Climate Change Service (C3S/ECMWF) maß am 7. März einen Tageshöchstwert von 14,43 Mio. km² – nur 0,01 Mio. mehr als 2025, ebenfalls ein statistischer Gleichstand. Der März-Monatsmittelwert lag bei 14,2 Mio. km² und damit <strong>5,7 % unter dem langjährigen Mittel</strong> – der niedrigste März-Durchschnitt der Satellitenära. </p><p>Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) registrierte mit 13,76 Mio. km² sogar den niedrigsten Wert ihrer eigenen, über 40 Jahre reichenden Messreihe. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/rueckgang-des-arktischen-meereises-neue-studien-1786301011830.png" data-image="ra81s4trbm21"><figcaption>Ausdehnung des Arktischen Meereises – März 2026 im Vergleich zum Median des gleichen Monats (1981 - 2010). Karte: Sabin Klein</figcaption></figure><p>Alle drei Institutionen stimmen darin überein, dass es sich um einen statistischen Gleichstand mit 2025 handelt, nicht um einen eindeutigen neuen Rekord. Besonders betroffen war die Barentssee, wo warme, feuchte Luftmassen aus dem Nordatlantik für ungewöhnlich dünnes, brüchiges Eis sorgten.<br> </p><h2> <strong>Sommer 2026 deutlich unter dem Mittel</strong></h2><p>Auch im Sommer setzt sich der Rückgang fort. Nach Angaben des britischen Wetterdienstes Met Office lag die arktische Meereisausdehnung am 2. August bei 7,02 Mio. km² – der neuntniedrigste Wert für diesen Kalendertag seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 und 1,38 Mio. km² unter dem Mittel von 1981–2010.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="768662" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/arktisches-meereis-erreicht-tiefstandrekord.html" title="Arktisches Meereis erreicht Tiefstandrekord">Arktisches Meereis erreicht Tiefstandrekord</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/arktisches-meereis-erreicht-tiefstandrekord.html" title="Arktisches Meereis erreicht Tiefstandrekord"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/arktisches-meereis-erreicht-tiefstandrekord-1778681626678_320.jpeg" alt="Arktisches Meereis erreicht Tiefstandrekord"></a></article></aside><p>Der Juli-Durchschnitt von 8,29 Mio. km² war der gemeinsam fünftniedrigste seiner Art. Wie tief das Eis im September, dem Monat des saisonalen Minimums, tatsächlich sinkt, ist noch offen. Das Met Office hält einen Wert innerhalb der seit 2007 üblichen Spanne von 3,99 bis 5,68 Mio. km² für am wahrscheinlichsten. Ein neuer Rekord ist damit ebenso wenig ausgeschlossen wie eine leichte Erholung.<br> </p><h2> <strong>Die vermeintliche Pause ist vorbei</strong></h2><p>Besonders bedeutsam ist eine im Juli 2026 im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Studie. Ein Team um Duo Chan von der University of Southampton zeigt: Die Rekordtiefs von 2025 und 2026 stellen einen zuvor statistisch nicht mehr eindeutig nachweisbaren 20-Jahres-Abwärtstrend beim winterlichen Meereis wieder her. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="768507" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/antarktis-drama-meereis-verschwindet-in-rekordtempo-klimawandel-kippt-das-eis-system-der-erde-in-gefahrliche-dynamik.html" title="Antarktis Drama: Meereis verschwindet in Rekordtempo – Klimawandel kippt das Eis-System der Erde in gefährliche Dynamik">Antarktis Drama: Meereis verschwindet in Rekordtempo – Klimawandel kippt das Eis-System der Erde in gefährliche Dynamik</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/antarktis-drama-meereis-verschwindet-in-rekordtempo-klimawandel-kippt-das-eis-system-der-erde-in-gefahrliche-dynamik.html" title="Antarktis Drama: Meereis verschwindet in Rekordtempo – Klimawandel kippt das Eis-System der Erde in gefährliche Dynamik"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/antarktis-drama-meereis-verschwindet-in-rekordtempo-klimawandel-kippt-das-eis-system-der-erde-in-gefahrliche-dynamik-1778597672878_320.png" alt="Antarktis Drama: Meereis verschwindet in Rekordtempo – Klimawandel kippt das Eis-System der Erde in gefährliche Dynamik"></a></article></aside><p>Allein von 2024 auf 2025 schrumpfte die winterliche Ausdehnung um 5,8 % – der größte je gemessene Jahresrückgang in dieser Jahreszeit seit Beginn der Satellitenmessungen.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg> Was in den frühen 2020er-Jahren wie eine Pause aussah, erweist sich nun als vorübergehende Verlangsamung innerhalb eines längerfristigen, mit der globalen Erwärmung verbundenen Rückgangs.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p> – Duo Chan, Erstautor der Studie, University of Southampton</p><p>Für die Einordnung ist das entscheidend: Wie das NSIDC betont, zählt weniger das einzelne Rekordjahr als die Übereinstimmung mit dem langfristigen, mehrjährigen Rückgang – ein Muster, zu dem auch der Winter 2026 einen weiteren Datenpunkt beiträgt.<br> </p><h2> <strong>Folgen für das Nahrungsnetz des Nordpolarmeers</strong></h2><p>Wie tiefgreifend der Eisrückgang das arktische Ökosystem verändert, zeigt eine zweite, 2026 in Communications Earth & Environment erschienene Studie. Ein internationales Team um Marina Santos-García dokumentiert, dass der schwindende Eispanzer seit etwa 2009 die Stickstoffchemie des Nordpolarmeers grundlegend verschoben hat. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="779056" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/algen-sind-keine-pflanzen-uberraschende-fakten-uber-das-leben-im-wasser-die-sie-kennen-sollten.html" title="Algen sind keine Pflanzen: Überraschende Fakten über das Leben im Wasser, die Sie kennen sollten">Algen sind keine Pflanzen: Überraschende Fakten über das Leben im Wasser, die Sie kennen sollten</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/algen-sind-keine-pflanzen-uberraschende-fakten-uber-das-leben-im-wasser-die-sie-kennen-sollten.html" title="Algen sind keine Pflanzen: Überraschende Fakten über das Leben im Wasser, die Sie kennen sollten"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/seaweeds-aren-t-plants-seven-surprising-facts-about-aquatic-life-1783270730480_320.jpg" alt="Algen sind keine Pflanzen: Überraschende Fakten über das Leben im Wasser, die Sie kennen sollten"></a></article></aside><p>Auf den flachen Schelfgebieten – vor allem vor der Tschuktschensee und der Ostsibirischen See – baut ein mikrobieller Prozess im Meeresboden zunehmend Nitrat ab, ein für das Algenwachstum lebenswichtiger Nährstoff.</p><div class="texto-destacado"> <strong>Denitrifikation: </strong>Ein mikrobieller Prozess, bei dem Bakterien im Meeresboden Nitrat in gasförmigen Stickstoff umwandeln, der in die Atmosphäre entweicht und dem Wasser damit einen wichtigen Nährstoff entzieht. Der Rückgang des Meereises hat diesen Prozess auf den flachen arktischen Schelfgebieten in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt.<br> </div><p> Nicht mehr Licht, sondern Nitrat begrenzt der Studie zufolge inzwischen das Algenwachstum im Nordpolarmeer – mit Folgen für das gesamte Nahrungsnetz bis hin zu Fischen, Seevögeln und Meeressäugern sowie für die Fähigkeit des arktischen Ozeans, Kohlendioxid zu binden. Die Autoren halten diesen Wandel für kaum umkehrbar, solange das Meereis weiter zurückgeht.</p><p> <em>Chan, D., Silvano, A., Josey, S.A., et al. (2026). Record-low 2025 and 2026 ice extents restore Arctic winter sea-ice decline. Proceedings of the National Academy of Sciences. https://doi.org/10.1073/pnas.2614134123</em></p><p><em>Santos-García, M., Ganeshram, R.S., Oziel, L., Dodd, P.A., de Steur, L., Tuerena, R.E., & Stedmon, C.A. (2026). Sea ice loss drives a regime shift in Arctic Ocean nitrogen biogeochemistry. Communications Earth & Environment, 7, Article 442. https://doi.org/10.1038/s43247-026-03569-x</em></p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/rueckgang-des-arktischen-meereises-neue-studien.html</guid><dc:creator><![CDATA[Sabin Klein]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Große Hitze kehrt nach NRW zurück: "Noch einmal tief durchatmen" - Weiterhin extreme Dürre!]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/rueckkehr-grosse-hitze-nrw-tief-durchatmen-extreme-duerre.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 11:53:18 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Im Verlauf der Woche wird es wieder zunehmend heiß in Nordrhein-Westfalen. Bis dahin sorgen angenehme Sommertemperaturen am Tag und kühle Nächte für ein Durchschnaufen. Ein Ende der extremen Dürre ist aber weiter nicht in Sicht.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/rueckkehr-grosse-hitze-nrw-tief-durchatmen-extreme-duerre-1786354060112.jpeg" data-image="glv7ea92lffv" alt="Dürre" title="Dürre"><figcaption>Durch die große Dürre ist auch der Rheinpegel in Köln auf ein Rekordniveau gefallen</figcaption></figure><p>Das Muster des diesjährigen Sommers mit<strong> großen Kontrasten zwischen Norden und Süden</strong> setzt sich weiter fort. Während der Norden Deutschlands häufig nur kurzzeitig von Hitze erfasst wird, bleibt sie ganz im<strong> Süden und Südwesten fast ununterbrochen.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782874" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre.html" title="Niedrigwasser am Rhein: „Der Fluss ist zweigeteilt!' – doch dieser Satz führt Sie in die Irre">Niedrigwasser am Rhein: „Der Fluss ist zweigeteilt!" – doch dieser Satz führt Sie in die Irre</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre.html" title="Niedrigwasser am Rhein: „Der Fluss ist zweigeteilt!' – doch dieser Satz führt Sie in die Irre"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre-1786346921500_320.jpg" alt="Niedrigwasser am Rhein: „Der Fluss ist zweigeteilt!' – doch dieser Satz führt Sie in die Irre"></a></article></aside><p>Am Beispiel der<strong> Hitzetage</strong> - sprich Tage mit 30,0°C oder mehr - lässt sich das noch einmal verdeutlichen. Mit Stand vom 10. August 2026 gab es auf <strong>Helgoland</strong> und <strong>Arkona auf Rügen</strong> lediglich <strong>einen (1) Hitzetag</strong>, in <strong>Hamburg</strong> am Flughafen <strong>10</strong>, in <strong>Berlin-Tegel 14</strong>, in <strong>Frankfurt</strong> am Flughafen<strong> 40</strong> und in <strong>Rheinfelden</strong> an der Grenze zur Schweiz sagenhafte <strong>52 Tage</strong> mit 30,0°C oder mehr.</p><h2>Rheinpegel so niedrig wie nie</h2><p>Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt dabei genau <strong>zwischen den Stühlen dieser beiden Extreme</strong>, aber auch hier gibt es einen <strong>Nord(ost)/Süd(west) Kontrast bei den Hitzetagen</strong> im Land: In <strong>Ostwestfalen</strong> und im <strong>Münsterland</strong> gab es bisher <strong>10 bis 15</strong>, im Raum <strong>Köln-Bonn</strong> dagegen <strong>27 bis 31 Hitzetage</strong>. Mit jedem Meter in die Höhe nimmt die Zahl natürlicherweise ab, auf dem <strong>Kahlen Asten (841m)</strong> wurden lediglich<strong> 3 Hitzetage </strong>gemessen.</p><p>Neben der Hitze ist auch die<strong> große Trockenheit und Dürre</strong> ein Thema. Der Rheinpegel in<strong> Köln</strong> zum Beispiel ist schon seit einigen Tagen auf<strong> Rekord-Niedrigstand.</strong> Am <strong>Montagmorgen</strong> (10.08.26) um 10 Uhr lag er bei <strong>61 cm</strong>, das sind <strong>80 % unter dem Mittelwert </strong>der Jahre 2010 bis 2020 von 297 cm. Der Rekord vor der diesjährigen Dürre stammte vom <strong>23.10.2018 mit 69 cm</strong>.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Am Donnerstag schiebt sich von Frankreich wieder extrem heiße Luft zu uns und es werden 29 bis 38 Grad erreicht. Vom Oberrhein bis in die Main-Rhein-Region sind bis 39 oder 40 Grad zu erwarten. <a href="https://x.com/hashtag/Hitze?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Hitze</a><br><br>/CG<a href="https://t.co/oSzNsCxQxV">https://t.co/oSzNsCxQxV</a></p>— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) <a href="https://x.com/Kachelmannwettr/status/2086741175742906757?ref_src=twsrc%5Etfw">August 10, 2026</a></blockquote></figure><p>Eine Besserung zeichnet sich nicht ab, denn auch die<strong> kommenden Tage in NRW bleiben weitgehend trocken</strong>. Aber zumindest kann man vor der nächsten Hitze nochmal kräftig durchatmen und lüften. Vorübergehend dringen <strong>etwas kühlere und angenehmere Luftmassen</strong> aus dem Norden Deutschlands bis nach NRW.</p><p>Der <strong>Dienstag</strong> wird sonnig und trocken, im Nordosten des Landes bilden sich einige harmlose Quellwolken. Dazu wird es mit<strong> 23 Grad im Norden</strong> und <strong>27 Grad im Rheinland</strong> angenehm warm. In der sehr trockenen und klaren <strong>Nacht zum Mittwoch</strong> kann sich die Luft gut abkühlen bei Tiefstwerten von <strong>13 bis 7 Grad</strong>.</p><h2>Bis zu 38 Grad, kein Regen in Sicht</h2><p>Am <strong>Mittwoch </strong>steigen die Temperaturen schon wieder an bei einem erneut durchweg sonnigen und trockenen Tag. Die Höchsttemperaturen liegen bei <strong>28 Grad in Ostwestfalen</strong> und schon wieder <strong>heißen 32 Grad im Rheinland</strong>, im Hochsauerland<strong> um 25 Grad</strong>. Vom Wetter her also perfekte Bedingungen für die Sonnenfinsternis. In der <strong>Nacht zum Donnerstag</strong> kühlt sich die Luft bei Tiefstwerten von<strong> 16 bis 12 Grad</strong>, in Tallagen des Berglandes <strong>bis 8 Grad</strong>, nochmal gut ab!</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782868" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/neue-40-grad-welle-rollt-an-und-an-einem-tag-wird-es-diese-woche-richtig-extrem-wissen-sie-schon-welcher.html" title="Neue 40-Grad-Welle rollt an – und an EINEM Tag wird es diese Woche richtig extrem: Wissen Sie schon, welcher?">Neue 40-Grad-Welle rollt an – und an EINEM Tag wird es diese Woche richtig extrem: Wissen Sie schon, welcher?</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/neue-40-grad-welle-rollt-an-und-an-einem-tag-wird-es-diese-woche-richtig-extrem-wissen-sie-schon-welcher.html" title="Neue 40-Grad-Welle rollt an – und an EINEM Tag wird es diese Woche richtig extrem: Wissen Sie schon, welcher?"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/neue-40-grad-welle-rollt-an-und-an-einem-tag-wird-es-diese-woche-richtig-extrem-wissen-sie-schon-welcher-1786343082838_320.jpg" alt="Neue 40-Grad-Welle rollt an – und an EINEM Tag wird es diese Woche richtig extrem: Wissen Sie schon, welcher?"></a></article></aside><p><strong>Ab Donnerstag steigert sich die Hitze dann wieder aus Frankreich her</strong>, wo erneut Temperaturen von <strong>40 Grad und mehr</strong> erreicht werden können. In NRW wird es zwar nicht ganz so extrem, mit weiterhin viel Sonne und keinem Niederschlag steigen die Werte aber auch hier auf <strong>30 bis 35 Grad am Donnerstag</strong> und <strong>33 bis 38 Grad </strong>am Freitag. Der Hitzeschwerpunkt wird dabei mal wieder das Rheinland, wo es auch zu<strong> Tropennächten </strong>(Tiefstwert nicht unter 20°C) kommen wird. Ganz allgemein werden die Nächte wieder deutlich lauer. Und auch wenn sich die Hitze zum<strong> kommenden Wochenende wieder abschwächen</strong> könnte, <strong>flächiger Regen und ein Ende der großen Dürre</strong> sind weiterhin nicht in Sicht! </p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/rueckkehr-grosse-hitze-nrw-tief-durchatmen-extreme-duerre.html</guid><dc:creator><![CDATA[Markus Köss]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Eine Untersuchung von 938 Blättern deckt den unsichtbaren Einfluss des Waldes auf Kaffeepflanzen auf]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/eine-untersuchung-von-938-blattern-deckt-den-unsichtbaren-einfluss-des-waldes-auf-kaffeepflanzen-auf.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 11:51:00 +0000</pubDate><category>Pflanzen</category><description><![CDATA[<p>Eine Studie in Costa Rica ergab, dass Kaffeepflanzen, die in der Nähe von Waldrändern wachsen, häufiger von Pilzen und Blattfleckenkrankheiten befallen sind, obwohl die genaue Herkunft der nachgewiesenen Sporen noch nicht geklärt ist.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/estudo-com-938-folhas-descobre-como-a-borda-da-floresta-afeta-a-saude-do-cafe-entenda-1784925963874.jpg" data-image="prku8pwncmhh" alt="Eine Kaffeeplantage, die an tropischen Regenwald grenzt. Die Studie ermittelte Veränderungen in den Pilzgemeinschaften auf Wildpflanzen." title="Eine Kaffeeplantage, die an tropischen Regenwald grenzt. Die Studie ermittelte Veränderungen in den Pilzgemeinschaften auf Wildpflanzen."><figcaption>Eine Kaffeeplantage, die an tropischen Regenwald grenzt. Die Studie ermittelte Veränderungen in den Pilzgemeinschaften auf Wildpflanzen.</figcaption></figure><p>Kaffeeplantagen können die Pilzgemeinschaften in benachbarten Wäldern verändern und den Krankheitsdruck auf mit Kaffee verwandte Wildpflanzen erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von <em>Nature Communications</em> zur Veröffentlichung angenommene Studie, in der 938 Blätter auf acht Farmen in Coto Brus, Costa Rica, sowie Luftproben und Sämlinge im Unterholz untersucht wurden.</p><p>Forscher stellten fest, dass Blattfleckenkrankheiten insbesondere bei Arten der Familie der <em>Rubiaceae</em> (derselben Familie wie der Kaffee) am Rand der Plantagen häufiger auftraten.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Dieser Effekt ließ mit zunehmender Entfernung in den Wald hinein allmählich nach und wurde bei Pflanzen aus weiter entfernt verwandten Familien nicht beobachtet.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Die Ergebnisse deuten auf einen biologischen Randeffekt hin, der eher durch die Bewegung von Organismen als ausschließlich durch Veränderungen von Licht, Wind oder Luftfeuchtigkeit bedingt ist. Die Nähe zur Monokultur scheint vor allem dann eine Rolle zu spielen, wenn Pilze auf biologisch kompatible Wirtspflanzen treffen.</p><h2>Im Rahmen der Studie wurden Pilze bis zu 100 Meter tief in den Wald hinein verfolgt</h2><p>Zwischen März und August 2021 legte das Forschungsteam Transekte in Kaffeeplantagen an, die an ausgewachsene Waldfragmente mit einer Fläche von mehr als 10 Hektar grenzten. Die Standorte befanden sich in Höhenlagen zwischen 800 und 1.133 Metern (2.625 bis 3.717 Fuß) mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von 4.000 Millimetern (157 Zoll) und einer Durchschnittstemperatur von 21 °C (70 °F).</p><p>Die Blätter wurden in Abständen von 10, 25, 50 und 100 Metern vom Waldrand entfernt gesammelt. Insgesamt wurden 131 Kaffeeblätter und 807 Waldblätter, die 26 Arten aus acht Pflanzenfamilien repräsentierten, in die visuelle Analyse einbezogen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/estudo-com-938-folhas-descobre-como-a-borda-da-floresta-afeta-a-saude-do-cafe-entenda-1784926550045.jpg" data-image="8ex0hzypq019" alt="Im Rahmen des Experiments wurden Blätter und in der Luft schwebende Pilze in unterschiedlichen Entfernungen gesammelt, die von der Kaffeeplantage über den Waldrand bis ins Waldinnere reichten." title="Im Rahmen des Experiments wurden Blätter und in der Luft schwebende Pilze in unterschiedlichen Entfernungen gesammelt, die von der Kaffeeplantage über den Waldrand bis ins Waldinnere reichten."><figcaption>Im Rahmen des Experiments wurden Blätter und in der Luft schwebende Pilze in unterschiedlichen Entfernungen gesammelt, die von der Kaffeeplantage über den Waldrand bis ins Waldinnere reichten.</figcaption></figure><p>Die Studie kombinierte visuelle Untersuchungen von Blattflecken, Luftprobenahmen und Metabarcoding, eine Technik, bei der Organismen anhand von DNA-Fragmenten identifiziert werden. Die Forscher entnahmen zudem über einen Zeitraum von vier Monaten 203 Luftproben, von denen 136 ausreichend DNA für die Analyse lieferten.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="779333" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/tief-cerry-hinterlasst-wolkendecke-im-norden.html" title="Wetter-Chaos in Berlin: S-Bahn kracht gegen Baum – und jetzt legt sich der graue Deckel über die Hauptstadt">Wetter-Chaos in Berlin: S-Bahn kracht gegen Baum – und jetzt legt sich der graue Deckel über die Hauptstadt</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/tief-cerry-hinterlasst-wolkendecke-im-norden.html" title="Wetter-Chaos in Berlin: S-Bahn kracht gegen Baum – und jetzt legt sich der graue Deckel über die Hauptstadt"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/tief-cerry-hinterlasst-wolkendecke-im-norden-1784479642822_320.jpg" alt="Wetter-Chaos in Berlin: S-Bahn kracht gegen Baum – und jetzt legt sich der graue Deckel über die Hauptstadt"></a></article></aside><p>Bei wildwachsenden <em>Rubiaceae</em> nahm die Häufigkeit von Blattflecken mit zunehmender Entfernung zu den Kaffeeplantagen ab. Bei Pflanzen anderer Familien zeigte sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit der Entfernung.</p><h2>In den wilden Verwandten des Kaffees kamen mehr Pilze vor, die mit Kaffeekulturen in Verbindung stehen</h2><p>Von den 1.000 am häufigsten vorkommenden Pilztaxa, die auf Kaffeeblättern gefunden wurden, kamen 836 auch in mehr als 10 Waldproben vor. Davon wurden 19 weiter im Waldinneren deutlich seltener.</p><p>Weitere 93 Taxa wurden in größerer Häufigkeit auf Pflanzen gefunden, die evolutionär näher mit dem Kaffee verwandt sind, darunter Gruppen, die potenzielle Krankheitserreger enthalten, sowie Organismen, die in Pflanzen leben, ohne Symptome zu verursachen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/estudo-com-938-folhas-descobre-como-a-borda-da-floresta-afeta-a-saude-do-cafe-entenda-1784926590209.jpg" data-image="7ikhovt1638h" alt="Zur Pilzordnung der Pleosporales gehören mehrere Arten, die diese Art von Blattschäden verursachen können." title="Zur Pilzordnung der Pleosporales gehören mehrere Arten, die diese Art von Blattschäden verursachen können."><figcaption>Zur Pilzordnung der Pleosporales gehören mehrere Arten, die diese Art von Blattschäden verursachen können.</figcaption></figure><p>Eine Pilzordnung namens <em>Pleosporales</em>, die auf Kaffeeblättern reichlich vorkommt und bekanntermaßen Krankheitserreger umfasst, die Blattfleckenkrankheiten verursachen, wies sowohl in den Luftproben als auch in den <em>Rubiaceae</em> des Waldes das gleiche Verbreitungsmuster auf. Dies untermauert die Interpretation, dass die Pilzausbreitung von der Plantage ausgeht, auch wenn damit nicht die Herkunft jeder einzelnen Spore nachgewiesen wird. Zusammenfassend ergab die Studie Folgendes:</p><ul><li>Ein häufigeres Auftreten von Blattflecken auf Kaffeeblättern als auf Waldblättern;</li> <li>Ein Rückgang des Auftretens von Blattflecken mit zunehmender Entfernung von der Plantage, jedoch nur bei Pflanzen, die mit Kaffee verwandt sind;</li> <li>Dreiunddreißig in der Luft vorkommende Pilztaxa, deren Häufigkeit mit zunehmender Entfernung vom Waldrand abnahm;</li> <li>Neunzehn mit Kaffee in Verbindung stehende Pilztaxa, deren Vorkommen mit zunehmender Tiefe im Wald abnahm;</li> <li>Ein höheres Expositionspotenzial bei biologisch verträglichen Pflanzenarten.</li> </ul><h2>Die Ergebnisse könnten die Art und Weise verändern, wie landwirtschaftliche Grenzen verwaltet werden</h2><p>Die Autoren vermuten, dass dichte Plantagen als Verstärkungsreservoirs fungieren: Pilze, die in der Landschaft natürlich vorkommen, vermehren sich möglicherweise innerhalb der Plantage und breiten sich anschließend wieder in die nahegelegene Waldvegetation aus. Eine mögliche Strategie für die Zukunft wäre es, Pufferzonen zu testen, die aus Pflanzenarten bestehen, die nicht eng mit der Kulturpflanze verwandt sind.</p><div class="frase-destacada"><svg class="abre" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#abre"></use></svg>Dieser Ansatz wurde jedoch im Rahmen der Studie noch nicht getestet und sollte daher nicht als bewährte Lösung dargestellt werden.<svg class="cierra" viewBox="0 0 40 40"><use xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="#cierra"></use></svg></div><p>Es gibt jedoch auch wesentliche Einschränkungen. Die Daten stammen lediglich von acht Standorten in einer tropischen Region, und die Forscher haben die Ausbreitung einzelner Pilzstämme nicht genetisch nachverfolgt. Der Artikel wurde zur Veröffentlichung angenommen und durchläuft derzeit noch die abschließende redaktionelle Bearbeitung durch die Fachzeitschrift.</p><p>Zukünftige Forschungsarbeiten müssen Wälder ohne nahegelegene Kaffeeplantagen vergleichen und die Ausbreitung von Pilzsporen direkt nachverfolgen. Dennoch haben die Ergebnisse wichtige Auswirkungen auf die weltweiten Naturschutzbemühungen: Beim Schutz von Waldfragmenten muss möglicherweise nicht nur das geschützte Gebiet selbst berücksichtigt werden, sondern auch die an dessen Rändern angebauten Kulturen.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference"> <h3 class="article-reference__label">Reference</h3> <p class="article-reference__body"><cite data-author="Lackmann, J.A., et al." data-year="2026" data-title="Field-to-forest fungal spillover is a biotic edge effect of coffee in Costa Rica" data-url="https://doi.org/10.1038/s41467-026-75178-3">Lackmann, J.A., et al. (2026). <a href="https://doi.org/10.1038/s41467-026-75178-3" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Field-to-forest fungal spillover is a biotic edge effect of coffee in Costa Rica</a>.</cite></p> </section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/pflanzen/eine-untersuchung-von-938-blattern-deckt-den-unsichtbaren-einfluss-des-waldes-auf-kaffeepflanzen-auf.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Strandurlaub am See: Deshalb ist die Blaue Lagune ein perfektes Sommerziel ]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/strandurlaub-am-see-deshalb-ist-die-blaue-lagune-ein-perfektes-sommerziel.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 10:49:37 +0000</pubDate><category>Freizeit</category><description><![CDATA[<p>Lust auf Abkühlung und eine entspannte Auszeit am Wasser? Dafür müssen Sie nicht bis ans Meer fahren. Rund eine Autostunde von Aachen entfernt liegt nahe der niederländischen Grenze ein wunderschöner Ausflugsort. </p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/strandurlaub-am-see-deshalb-ist-die-blaue-lagune-ein-perfektes-sommerziel-1786347879202.jpeg" data-image="aexphocll2k5" alt="Badesee" title="Badesee"><figcaption>Bei Hitze immer noch das Beste: Eine erfrischende Auszeit am See. Foto: Adobe Stock</figcaption></figure><p>Der Freizeitsee im Kreis Kleve am <strong>Niederrhein </strong>verbindet <strong>Sandstrand,</strong> Badevergnügen und vielfältige Möglichkeiten für <strong>Wassersport</strong>. Für Familien, Gruppen von Freunden oder gestresste Büroflüchtlinge bietet er die perfekte Kulisse für einen entspannten und abwechslungsreichen Tagesausflug.</p><h2>Urlaubsfeeling auf den ersten Blick</h2><p>Schon der erste Blick auf die weite, blaue Wasserfläche in der <strong>Wankumer Heide</strong> bei <strong>Wachtendonk </strong>befördert das Urlaubsgefühl. Palmen gibt es hier zwar nicht, dafür einen breiten Sandstrand, Liegewiesen und viel Platz zum Träumen und Entspannen. </p><p>Wasser-Fans können schwimmen oder einfach am Ufer die sommerliche Atmosphäre genießen. Die <strong>Wasserqualität</strong> wird nach Angaben des Betreibers regelmäßig kontrolliert.</p><h3>Chillen am Strand oder Wassersport</h3><p>Wer einfach nur abschalten möchte, verbringt den Tag am Strand mit einem Buch. Bei mehr Bewegungsdrang empfiehlt sich der <strong>Aquapark</strong> mit aufblasbaren Hindernissen, Rutschen und Kletterelementen. </p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/strandurlaub-am-see-deshalb-ist-die-blaue-lagune-ein-perfektes-sommerziel-1786348002082.jpeg" data-image="8cy4r8giorio" alt="Wachtendonk" title="Wachtendonk"><figcaption>Schön auch für einen Kurztrip: Wachtendonk besitzt eine attraktive Altstadt. Foto: Adobe Stock</figcaption></figure><p>Auch <strong>Stand-up-Paddling</strong> ist möglich. Im Wakepark kommen Wassersportler auf ihre Kosten: Eine Seilbahn zieht Anfänger und Fortgeschrittene auf Wasserskiern oder <strong>Wakeboards</strong> über den See.</p><h2>Tickets gibt's nur online</h2><p>Wer seinen Aufenthalt komfortabler gestalten möchte, kann an den Ufern der Blauen Lagune auch <strong>Strandliegen</strong> mit <strong>Sonnenschirm</strong> oder <strong>Daybeds</strong> reservieren.</p><p>Die Tageskarte kostet <strong>12 Euro für Erwachsene</strong> und 8 Euro für Jugendliche. Ab 17 Uhr ist ein günstigeres Sundowner-Ticket erhältlich. Wer spontan baden möchte, sollte im Blick haben, dass Tickets nur online verkauft werden. </p><h3>Tagestour oder Kurztrip?</h3><p>Sie haben sich in die Blaue Lagune verliebt? Aus dem Tagesausflug lässt sich auch ein längerer Aufenthalt machen. Rund um die Blaue Lagune gibt es einen <strong>Ferien- und Campingbereich </strong>mit Lodges, Ferienhäusern und Stellplätzen. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="774974" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/seen-fachwerk-burg-dieses-ausflugsziel-am-niederrhein-ist-ab-dusseldorf-schnell-erreicht.html" title="Seen, Fachwerk, Burg: Dieses Ausflugsziel am Niederrhein ist ab Düsseldorf schnell erreicht">Seen, Fachwerk, Burg: Dieses Ausflugsziel am Niederrhein ist ab Düsseldorf schnell erreicht</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/seen-fachwerk-burg-dieses-ausflugsziel-am-niederrhein-ist-ab-dusseldorf-schnell-erreicht.html" title="Seen, Fachwerk, Burg: Dieses Ausflugsziel am Niederrhein ist ab Düsseldorf schnell erreicht"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/seen-fachwerk-burg-dieses-malerische-ausflugsziel-am-niederrhein-ist-von-dusseldorf-aus-schnell-erreicht-1782115173637_320.jpg" alt="Seen, Fachwerk, Burg: Dieses Ausflugsziel am Niederrhein ist ab Düsseldorf schnell erreicht"></a></article></aside><p>Für die Hauptsaison 2026 ist der Betrieb des Strandbads bis zum <strong>6. September</strong> geplant. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. Bei passendem Wetter werden die Öffnungszeiten an Wochenenden und Feiertagen bis 21 oder 22 Uhr verlängert.</p><h2>So kommen Sie hin</h2><p>Die Blaue Lagune befindet sich im Wachtendonker Ortsteil <strong>Wankum</strong> unweit der <strong>niederländischen Grenze</strong>. </p><p>Von Aachen aus ist die Anreise mit dem Auto am bequemsten. Die Strecke führt unter anderem über die A44 und A61. Öffentliche <strong>Parkplätze</strong> sind kostenfrei und liegen gleich am Gelände. </p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="777223" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/urlaub-ohne-stau-mit-diesen-zugen-kommen-sie-vom-ruhrgebiet-entspannt-an-die-nordsee.html" title="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee ">Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee </a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/urlaub-ohne-stau-mit-diesen-zugen-kommen-sie-vom-ruhrgebiet-entspannt-an-die-nordsee.html" title="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee "><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/per-zug-vom-revier-ans-meer-mit-diesen-direktverbindungen-sind-sie-schnell-an-der-nordsee-1783267403764_320.jpeg" alt="Urlaub ohne Stau: Mit diesen Zügen kommen Sie vom Ruhrgebiet entspannt an die Nordsee "></a></article></aside><p>Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anfahrt leider mühsamer: Da das Freizeitgelände außerhalb des Ortszentrums liegt, sind <strong>mehrere Umstiege</strong> erforderlich. Die Fahrt kann dadurch drei Stunden oder sogar noch länger dauern.</p><section class="article-reference redactor-component non-editable reference" data-redactor-type="reference"><h3 class="article-reference__label">Artikelreferenz</h3><p class="article-reference__body"><cite data-author="t-online%20(jum)" data-year="2026" data-title="Ausflugstipp%20ab%20Aachen%3A%20Diese%20Lagune%20f%C3%BChlt%20sich%20an%20wie%20Urlaub%20im%20S%C3%BCden" data-url="https%3A%2F%2Faachen.t-online.de%2Fregion%2Faachen%2Fid_101367256%2Fausflug-ab-aachen-blaue-lagune-in-wachtendonk-ist-perfekt-fuer-den-sommer.html">t-online (jum). (2026). <a href="https://aachen.t-online.de/region/aachen/id_101367256/ausflug-ab-aachen-blaue-lagune-in-wachtendonk-ist-perfekt-fuer-den-sommer.html" target="_blank" data-mrf-recirculation="end_article_citation">Ausflugstipp ab Aachen: Diese Lagune fühlt sich an wie Urlaub im Süden</a>.</cite></p></section>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/freizeit/strandurlaub-am-see-deshalb-ist-die-blaue-lagune-ein-perfektes-sommerziel.html</guid><dc:creator><![CDATA[Stefanie Bisping]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Wetter im Spätsommer: Kommt jetzt der goldene Herbst? Wetterforscher sicher: "Die Chancen sind riesig"]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 08:06:00 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Der Sommer 2026 gibt noch längst nicht auf: Die neuen Langfristprognosen deuten auf einen außergewöhnlich warmen Spätsommer und Frühherbst hin – mit überraschend hoher Wahrscheinlichkeit.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xawdwjm"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xawdwjm.jpg" id="xawdwjm"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Wer den Sommer schon abgeschrieben hat, könnte sich gewaltig täuschen. Während viele Menschen bereits die dicken Pullover aus dem Schrank holen, zeichnet sich in den <strong>Wettermodellen</strong> etwas ganz anderes ab. Die Zeichen stehen auf <strong>Verlängerung</strong> – und zwar deutlich.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Die aktuellen <strong>Langfristberechnungen</strong> sind sich für die kommenden Wochen ungewöhnlich einig: Der <strong>Spätsommer 2026</strong> könnte noch einmal richtig auftrumpfen. Statt Herbststürmen und Dauerregen droht – oder besser gesagt: winkt – uns eine warme, freundliche Phase bis weit in den September hinein.</p><h2>80 Prozent – diese Zahl lässt aufhorchen</h2><p>Besonders eine Kennziffer sorgt in Meteorologenkreisen für Gesprächsstoff. Die neuesten <strong>Saisonprognosen</strong> rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund <strong>80 Prozent</strong>, dass der Zeitraum von August bis Oktober wärmer ausfällt als im langjährigen Mittel. Das ist kein Bauchgefühl, sondern das Ergebnis aufwendiger Modellrechnungen.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig-1786344721543.jpg" data-image="xfz24inl4xl1" alt="sommer, spätsommer, wetter" title="sommer, spätsommer, wetter"><figcaption>Deutschland steht nach dem Rekordsommer 2026 nun offenbar auch ein langer und warmer Spätsommer bevor. </figcaption></figure><p>Noch eindrucksvoller ist ein zweiter Wert: Mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa <strong>90 Prozent</strong> soll es in diesen drei Monaten <strong>mehr Sommertage</strong> geben als üblich – also mehr Tage mit über 25 Grad. Für einen Zeitraum, der eigentlich den Herbst einläutet, sind das bemerkenswerte Aussichten.</p><h3>Was das für Ihre Wochenenden bedeutet</h3><p>Für alle, die den Sommer noch einmal auskosten wollen, sind das gute Nachrichten. <strong>Badeseen</strong>, Biergärten und Freibäder dürften vielerorts länger geöffnet bleiben als in einem durchschnittlichen Jahr. Wer seinen Urlaub in den September gelegt hat, könnte mit spätsommerlichem <strong>Sonnenschein</strong> belohnt werden.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Auch für Landwirte und Winzer ist die Entwicklung nicht unwichtig. Eine warme, trockene Phase im <strong>September</strong> kann die Weinlese begünstigen und für einen guten Jahrgang sorgen. Gleichzeitig hoffen viele Gärtner auf ein paar zusätzliche Wochen, bevor der erste <strong>Nachtfrost</strong> droht.</p><h3>Doch Vorsicht – ein Denkfehler lauert</h3><p>So verlockend die Zahlen klingen: Sie bedeuten nicht, dass jeder einzelne Tag warm und sonnig wird. <strong>Eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen warmen Gesamtzeitraum schließt kühle, verregnete Wochen keineswegs aus</strong> – das wird gerne überlesen.</p><p>Solche Prognosen zeigen einen <strong>Trend</strong>, keine Tagesvorhersage. Wer jetzt für den 20. September schon Sonne pur verspricht, macht sich unseriös. Einzelne <strong>Gewitter</strong>, ein Kaltlufteinbruch oder ein nasser Abschnitt seien trotz aller Wärme jederzeit möglich.</p><h3>Der Klimawandel schreibt kräftig mit</h3><p>Dass ausgerechnet Spätsommer und Frühherbst immer häufiger zu warm ausfallen, ist kein Zufall. Der <strong>Klimawandel</strong> verschiebt die Jahreszeiten spürbar: Warme Perioden reichen weiter in den Herbst hinein, die ersten Fröste kommen im Schnitt immer später.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782273" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/die-weltorganisation-fur-meteorologie-bestatigt-el-nino-erreicht-eine-seit-jahren-nicht-mehr-gesehene-starke.html" title="Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt: „El Niño erreicht eine seit Jahren nicht mehr gesehene Stärke“">Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt: „El Niño erreicht eine seit Jahren nicht mehr gesehene Stärke“</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/die-weltorganisation-fur-meteorologie-bestatigt-el-nino-erreicht-eine-seit-jahren-nicht-mehr-gesehene-starke.html" title="Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt: „El Niño erreicht eine seit Jahren nicht mehr gesehene Stärke“"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/la-organizacion-meteorologica-mundial-confirma-el-nino-alcanza-una-fuerza-no-vista-en-anos-1785833605061_320.png" alt="Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt: „El Niño erreicht eine seit Jahren nicht mehr gesehene Stärke“"></a></article></aside><p>Schaut man auf die vergangenen Jahre, reiht sich ein <strong>Rekordwert</strong> an den nächsten. Monate, die früher als kühl galten, landen heute regelmäßig über dem langjährigen Durchschnitt. Der aktuelle Trend für den <strong>Herbst 2026</strong> passt damit erschreckend gut ins Bild einer sich erwärmenden Welt.</p><h2>So geht es jetzt weiter</h2><p>Kurzfristig bleibt es spannend: Nach der letzten <strong>Hitzewelle</strong> stellt sich die Großwetterlage um, kühlere Luft und Schauer gelangen zeitweise nach Deutschland. Das ist aber kein Widerspruch zu den warmen Aussichten – es ist genau die <strong>Schwankung</strong>, die in jeder Langfristprognose steckt.</p><p>Der Rat des Meteorologen: Lassen Sie sich von einzelnen grauen Tagen nicht täuschen. Der große Trend zeigt nach oben, und die Chancen auf einen <strong>goldenen Spätsommer</strong> stehen so gut wie selten. Behalten Sie die Entwicklung im Blick – der <strong>Sommer 2026</strong> hat sein letztes Wort womöglich noch nicht gesprochen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/wetter-im-spatsommer-kommt-jetzt-der-goldene-herbst-wetterforscher-sicher-die-chancen-sind-riesig.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Die WMO warnt vor Waldbränden: „Der Klimawandel erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache“]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-wmo-warnt-vor-waldbranden-der-klimawandel-erhoht-das-risiko-ist-aber-nicht-die-einzige-ursache.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 07:35:35 +0000</pubDate><category>Aktuell</category><description><![CDATA[<p>Der Klimawandel führt zu immer extremeren Waldbränden, erklärt deren Entstehung jedoch nicht vollständig. Die WMO warnt, dass die Waldbewirtschaftung und menschliche Aktivitäten weiterhin entscheidende Faktoren sind.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-aviso-de-la-omm-sobre-los-incendios-forestales-el-cambio-climatico-aumenta-el-riesgo-pero-no-es-el-unico-culpable-1785751856331.jpeg" data-image="ea54gq4b74q9"><figcaption>Waldbrände sind nicht mehr nur ein Problem in Regionen, die schon seit jeher davon betroffen sind.</figcaption></figure><p>Waldbrände sind zu einer der größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts geworden. Jeden Sommer sehen wir Bilder von hoch aufsteigenden Rauchwolken, Massenevakuierungen, Ausgangssperren und Tausenden von Acres, die in Schutt und Asche gelegt wurden – zuletzt in Spanien, Frankreich und Griechenland.</p><p>Experten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) betonen jedoch, dass diese großen Waldbrände auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückzuführen sind: extreme Wetterbedingungen, die Ansammlung von brennbarer Vegetation, Veränderungen in der Landnutzung und in den meisten Fällen eine durch menschliche Aktivitäten verursachte Zündquelle.</p><h2>Der Klimawandel schafft äußerst günstige Bedingungen</h2><p>Die WMO weist darauf hin, dass steigende Temperaturen, häufigere und länger anhaltende Dürren, sinkende Bodenfeuchtigkeit und Hitzewellen dazu führen, dass die Vegetation länger trocken bleibt und deutlich leichter entflammbar wird.</p><p>Mit anderen Worten: Der Klimawandel löst keine Waldbrände aus, sondern schafft die Voraussetzungen dafür, dass sich aus einem einzigen Funken ein Großbrand entwickeln kann.</p><p>Andere Faktoren sind ebenso wichtig, darunter die Anreicherung von Biomasse, eine nachlassende Waldbewirtschaftung und das Fehlen geeigneter, an die heutigen Bedingungen angepasster Landbewirtschaftungsmethoden.</p><p>Ein weiterer Faktor ist die Ausdehnung der Schnittstelle zwischen Wald und Siedlungsgebiet, wo Wohnhäuser und Infrastruktur zunehmend in der Nähe von Wäldern errichtet werden, was sowohl das Entzündungsrisiko als auch die Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung erhöht.</p><h2>Auch Rauch ist Teil des Problems</h2><p>Die Besorgnis der WMO geht über die Flammen selbst hinaus. Sie richtet sich auch auf die großen Mengen an Feinstaub und Luftschadstoffen, die durch Waldbrände freigesetzt werden und die Luftqualität erheblich beeinträchtigen können.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/el-aviso-de-la-omm-sobre-los-incendios-forestales-el-cambio-climatico-aumenta-el-riesgo-pero-no-es-el-unico-culpable-1786024156085.png" data-image="kuqs3m5ntww9"><figcaption>Rauch von Waldbränden kann sich über Dutzende oder sogar Hunderte von Meilen ausbreiten und zu einer erheblichen Verschlechterung der Luftqualität führen.</figcaption></figure><p>Rauch kann Hunderte oder sogar Tausende von Meilen weit getragen werden, wodurch auch Gemeinden in großer Entfernung vom Brandherd betroffen sind und das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, insbesondere bei älteren Menschen, Kindern und Menschen mit Vorerkrankungen.</p><p>Obwohl große Waldbrände traditionell mit Südeuropa in Verbindung gebracht werden, breitet sich die Gefahr nun auch auf Regionen aus, in denen sie früher relativ selten waren.</p><figure><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Severe drought has overtaken England and France, and satellite images showing the transformation of both countries from late May to late July are just shocking. <a href="https://t.co/Ej56zjmJAz">pic.twitter.com/Ej56zjmJAz</a></p> Colin McCarthy (@US_Stormwatch) <a href="https://x.com/US_Stormwatch/status/2082554874047422825?ref_src=twsrc%5Etfw">July 29, 2026</a></blockquote></figure><p>Die in den letzten Sommern verzeichneten hohen Temperaturen führen in Verbindung mit anhaltender Trockenheit zu einer zunehmenden Waldbrandgefahr in mittel- und nordeuropäischen Ländern wie Frankreich.</p><h3>Prävention wird immer wichtiger werden</h3><p>Nach Angaben der WMO besteht die Lösung nicht einfach darin, die Ressourcen für die Brandbekämpfung zu verstärken. Der Schlüssel liegt in einer vorbeugenden Waldbewirtschaftung.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="781811" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/waldbrande-griechenland-gro-feuer-bei-athen-alarmstufe-rot.html" title="Waldbrände Griechenland: Großfeuer bei Athen, Alarmstufe Rot">Waldbrände Griechenland: Großfeuer bei Athen, Alarmstufe Rot</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/waldbrande-griechenland-gro-feuer-bei-athen-alarmstufe-rot.html" title="Waldbrände Griechenland: Großfeuer bei Athen, Alarmstufe Rot"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/waldbrande-griechenland-gro-feuer-bei-athen-alarmstufe-rot-1785757922868_320.jpg" alt="Waldbrände Griechenland: Großfeuer bei Athen, Alarmstufe Rot"></a></article></aside><p><br>Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen der Abbau von überschüssigem Pflanzenmaterial, die Anlage von Brandschneisen, die Durchführung kontrollierter Brandrodungen unter kontrollierten Bedingungen sowie die Verbesserung von Überwachungs- und Frühwarnsystemen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/aktuelles/die-wmo-warnt-vor-waldbranden-der-klimawandel-erhoht-das-risiko-ist-aber-nicht-die-einzige-ursache.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[Niedrigwasser am Rhein: „Der Fluss ist zweigeteilt!" – doch dieser Satz führt Sie in die Irre]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 07:31:47 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Historisch niedrige Pegel, dramatische Warnungen, ein zweigeteilter Rhein: Die Schlagzeilen überschlagen sich. Doch was steckt hinter dem Aufreger bei Kaub – und wo wird maßlos übertrieben? Die Fakten.</p><figure id="first-video" class="video-dailymotion"><div id="player-xawe45u"><img src="https://services.meteored.com/img/video/preview/dailymotion-xawe45u.jpg" id="xawe45u"><span class="boton-video"><svg width="48" height="48" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 48 48"><circle cx="24" cy="24" r="24" style="fill:#fff"/><path d="m20.5 15.2 10.8 7.2c1.1.7 1.2 2.2.2 3l-11 7.3c-1.2.7-2.7-.2-2.7-1.6V16.8c0-1.4 1.5-2.3 2.7-1.6z" style="fill-rule:evenodd;clip-rule:evenodd;fill:#0074ad"/></svg></span></div></figure><p>Es sind Schlagzeilen, die Angst machen: Der <strong>Rhein</strong> sei „zweigeteilt", die Schifffahrt stehe still, an der berüchtigten Engstelle bei <strong>Kaub</strong> purzeln reihenweise die <strong>Rekorde</strong>. Und tatsächlich – so niedrig wie in diesen Tagen war der Wasserstand dort seit Beginn der Messungen kaum jemals.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Doch bei aller berechtigten Sorge lohnt sich ein zweiter Blick. Denn hinter der dramatischen Wortwahl verbergen sich gleich zwei Missverständnisse, die immer wieder durch die Berichterstattung geistern – und die ich hier für Sie geradeziehe.</p><h2>Historisch niedrig – und viel zu früh im Jahr</h2><p>Fangen wir mit dem an, was wirklich stimmt. Der Pegel bei <strong>Kaub</strong>, jener flachen Stelle zwischen Koblenz und Mainz, ist auf Werte gefallen, die man sonst höchstens im tiefsten Herbst kennt. Anfang August aber ist das absolut ungewöhnlich.</p><figure><img src="https://services.meteored.com/img/article/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre-1786346921500.jpg" data-image="fm4sywt9tqoh" alt="regen, dürre, deutschland" title="regen, dürre, deutschland"><figcaption>Die Regensummen bis Samstag sind weiterhin verschwindend gering. Vielfach bleibt es sogar komplett trocken.</figcaption></figure><p>In den großen Trockenjahren der Vergangenheit kamen die Tiefststände stets erst im <strong>September oder Oktober</strong>. Dass wir sie jetzt schon mitten im Hochsommer sehen, ist das eigentlich Alarmierende – ein Ergebnis aus wochenlanger <strong>Trockenheit</strong> und einer festgefahrenen Wetterlage, die dem Fluss schlicht den Nachschub verweigert.</p><h4>„Zweiteilung"? Der Rhein fließt weiter – versprochen</h4><p>Jetzt zum großen Aufreger: der angeblichen <strong>Zweiteilung</strong> des Rheins. Das klingt, als würde unser wichtigster Fluss in zwei Teile zerfallen, irgendwo austrocknen und einfach aufhören. Genau das passiert <strong>nicht</strong>.</p><p>Gemeint ist etwas viel Nüchterneres: Die durchgehende <strong>Güterschifffahrt</strong> kommt an der Engstelle Kaub an ihre Grenzen. Im Norden läuft der Verkehr zwischen den großen Nordseehäfen und dem Ruhrgebiet weiter, im Süden über Nebenflüsse wie Neckar, Main und Mosel. Nur der Durchgang in der Mitte stockt. Der Rhein selbst führt weiter Wasser – Tag für Tag, Kilometer für Kilometer.</p><h4>Der Denkfehler mit den Zentimetern</h4><p>Und damit zum hartnäckigsten Irrtum überhaupt. Wenn Sie lesen, der Pegel liege bei „nur noch 16 Zentimetern", denken viele automatisch: Da ist ja fast gar kein Wasser mehr drin. <strong>Falsch.</strong></p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Ein <strong>Pegelstand</strong> ist kein Maß für die Wassertiefe. Er wird von einem willkürlich festgelegten Nullpunkt aus gezählt – die tatsächliche <strong>Fahrrinne</strong> liegt deutlich tiefer und führt auch bei einstelligen Pegelwerten noch reichlich Wasser. Wer sich einen trockengefallenen Bachlauf vorstellt, liegt komplett daneben. Der Strom ist schmaler und flacher als sonst, aber von „leer" ist er meilenweit entfernt.</p><h4>Was das für die Schiffe wirklich bedeutet</h4><p>Trotzdem ist die Lage für die Binnenschifffahrt bitter. Je flacher das Wasser, desto weniger dürfen die Frachter laden – teils fahren sie mit einem <strong>Bruchteil</strong> ihrer normalen Ladung, damit sie nicht aufsetzen.</p><p>Das treibt die <strong>Transportkosten</strong> in die Höhe und trifft besonders die Industrie am Fluss, die auf Kohle, Erze, Getreide und Chemikalien angewiesen ist. Spezielle Leichtwasser-Schiffe fahren zwar noch, aber eben teuer und mit halber Kraft. „Kein Transport mehr" gilt also für den Normalbetrieb – nicht für jeden einzelnen Kahn.</p><h2>Kommt jetzt die Rettung von oben?</h2><p>Bleibt die entscheidende Frage: Wie geht es weiter? Die ehrliche Antwort lautet – vorerst leider nicht besser. Solange die große Wetterlage hängt und <strong>Regen</strong> in nennenswerter Menge ausbleibt, sinken die Pegel weiter oder verharren auf ihrem niedrigen Niveau.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782851" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten.html" title="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten">90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten.html" title="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten-1786343538475_320.png" alt="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten"></a></article></aside><p>Erst kräftige, flächendeckende <strong>Niederschläge</strong> im Einzugsgebiet würden den Rhein spürbar auffüllen – und danach sieht es kurzfristig nicht aus. Mein Rat: Lassen Sie sich von Dramawörtern wie „zweigeteilt" nicht verrückt machen. Ernst ist die Lage trotzdem – nur eben aus den richtigen Gründen.</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/niedrigwasser-am-rhein-der-fluss-ist-zweigeteilt-doch-dieser-satz-fuhrt-sie-in-die-irre.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item><item><title><![CDATA[„Zweimal Gänsehaut an einem Abend!" – Was am Mittwoch über Deutschland passiert, gibt's nur alle paar Jahre]]></title><link>https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/zweimal-gansehaut-an-einem-abend-was-am-mittwoch-uber-deutschland-passiert-gibt-s-nur-alle-paar-jahre.html</link><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 07:17:39 +0000</pubDate><category>Vorhersage</category><description><![CDATA[<p>Am Mittwoch lohnt sich der Blick nach oben gleich doppelt: Zwei seltene Naturschauspiele folgen an einem einzigen Abend aufeinander. Doch das Timing entscheidet über alles.</p><figure id="first-image"><img src="https://services.meteored.com/img/article/zweimal-gansehaut-an-einem-abend-was-am-mittwoch-uber-deutschland-passiert-gibt-s-nur-alle-paar-jahre-1786346145100.jpg" data-image="wzs3aug9dfey" alt="perseiden, himmel, astronomie" title="perseiden, himmel, astronomie"><figcaption>Am Mittwoch gibt es den Höhepunkt der Perseiden und zugleich eine Sonnenfinsternis am Himmel. </figcaption></figure><p><br>Manche Abende bleiben einfach hängen. Der kommende <strong>Mittwoch</strong> dürfte so einer werden – denn über Deutschland spielt sich am <strong>12. August 2026</strong> am Himmel etwas ab, das man so nur alle paar Jahre erlebt.</p><div class="texto-destacado"> <strong><strong>Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem<a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb5Vhe9KgsNxj9rtuO1r"> neuen WhatsApp-Kanal</a> beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.</strong></strong> </div><p>Das Beste daran: Es bleibt nicht bei einem einzigen Höhepunkt. Gleich <strong>zwei</strong> Naturschauspiele reihen sich an diesem Abend aneinander – erst am frühen Abend, dann tief in der Nacht. Wer clever plant, erwischt sogar beide.</p><h2>Zuerst verschwindet ein Riesen-Stück der Sonne</h2><p>Den Anfang macht ein Schauspiel am Abendhimmel, bei dem viele erst mal zweimal hinschauen. Zwischen etwa <strong>19:12 und 19:23 Uhr</strong> beginnt über Deutschland eine <strong>partielle Sonnenfinsternis</strong> – der Mond schiebt sich vor die tief stehende Sonne und knabbert Stück für Stück an ihr.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782851" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten.html" title="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten">90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/astronomie/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten.html" title="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/90-prozent-sonnenfinsternis-ueber-deutschland-bundesamt-warnt-ein-falscher-blick-kann-fuer-immer-das-augenlicht-kosten-1786343538475_320.png" alt="90-Prozent-Sonnenfinsternis über Deutschland: Bundesamt warnt – ein falscher Blick kann für immer das Augenlicht kosten"></a></article></aside><p>Zum Höhepunkt gegen <strong>20:05 bis 20:18 Uhr</strong> fehlt dann ein gewaltiger Bissen: Bis zu <strong>92 Prozent</strong> der Sonne sind verdeckt. Was übrig bleibt, ist eine schmale, glühende Sichel, die langsam Richtung Westhorizont sinkt – ein Anblick zum Dahinschmelzen.</p><h4>Dieser eine Fehler kann teuer werden</h4><p>Doch aufgepasst: So schön das Ganze ist, so tückisch ist es auch. <strong>Niemals ungeschützt in die Sonne blicken!</strong> Selbst wenn sie tief steht und harmlos wirkt, brennt sich ihre Strahlung in Sekunden in die empfindliche Netzhaut.</p><p>Das Gemeine daran: Es tut <strong>nicht weh</strong>, ein Warnsignal gibt es nicht – der Schaden aber kann bleiben. Sicher sind Ihre Augen nur mit einer <strong>zertifizierten Finsternis-Brille</strong>. Eine normale Sonnenbrille, ein Fernglas oder der schnelle Blick durchs Handy sind dagegen keine Option.</p><h4>Dann wird es dunkel – und der zweite Akt beginnt</h4><p>Kaum ist die Sonne untergegangen, steht schon das nächste Highlight in den Startlöchern. In der <strong>Nacht vom 12. auf den 13. August</strong> erreichen die <strong>Perseiden</strong> ihren Höhepunkt – der beliebteste Sternschnuppen-Strom des ganzen Jahres.</p><aside class="article-body-container redactor-component non-editable" data-article="782783" data-redactor-type="newsinserter" data-mrf-recirculation="cuerpo_relacionada"><article class="article-in-body articulo-mas-noticias foto-derecha non-editable"><div class="encabezado col"><span class="text_seccion_art">ähnlicher Artikel</span><span class="link_bold"><a class="non-editable" href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'">Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht"</a></span></div><a class="imagen " href="https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht.html" title="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"><img class="img-body non-editable" src="https://services.meteored.com/img/article/schnee-alarm-mitten-im-hochsommer-bauernregel-verrat-den-winter-2026-27-das-hatte-keiner-gedacht-1786282525216_320.jpg" alt="Schnee-Alarm mitten im Hochsommer! Bauernregel verrät den Winter 2026/27 – „das hätte keiner gedacht'"></a></article></aside><p>Bei klarem Himmel flitzen dann bis zu <strong>100 Sternschnuppen pro Stunde</strong> über den Nachthimmel. Los geht es schon <strong>ab etwa 22 Uhr</strong>, doch die ganz große Show startet erst <strong>nach Mitternacht</strong>. Wer also ein bisschen wach bleibt, wird an diesem Abend gleich doppelt belohnt.</p><h4>Warum gerade 2026 der Traum-Termin ist</h4><p>Und jetzt kommt der Grund, warum Fachleute schon seit Wochen von diesem Termin schwärmen: In dieser Nacht steht nur eine <strong>hauchdünne Neumond-Sichel</strong> am Himmel.</p><p>Kein grelles Mondlicht überstrahlt also die zarten Leuchtspuren – ganz anders als im Vorjahr, als der pralle Vollmond alles ausbremste. Perfekt dunkler Himmel, jede Menge Sternschnuppen: Für viele Beobachter ist das der <strong>schönste Nachthimmel des ganzen Jahres</strong>.</p><h3>Nur eines kann Ihnen jetzt noch die Show vermasseln</h3><p>Bei so viel Himmels-Kino bleibt am Ende nur ein echter Gegner: die <strong>Wolken</strong>. Für beide Ereignisse brauchen Sie freie Sicht – für die Finsternis den Blick nach <strong>Westen</strong>, für die Sternschnuppen einen möglichst <strong>dunklen Ort</strong> weit weg von Straßenlaternen.</p><p>Suchen Sie sich also rechtzeitig ein freies Plätzchen, packen Sie Decke und Schutzbrille ein und hoffen Sie auf einen klaren Himmel. Denn so ein <strong>doppelter Himmels-Abend</strong> kommt so schnell nicht wieder. Den ersten Wunsch dürfen Sie sich dann schon mal zurechtlegen!</p>]]></description><guid isPermaLink="true">https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/zweimal-gansehaut-an-einem-abend-was-am-mittwoch-uber-deutschland-passiert-gibt-s-nur-alle-paar-jahre.html</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Habermehl]]></dc:creator></item></channel></rss>