Von Frankreich bis zum Balkan zittert Europa: Die Wetterkarte zeigt, was jetzt auf Deutschland zukommt

Von Frankreich bis zum Balkan zittert Europa: Die Wetterkarte zeigt, was jetzt auf Deutschland zukommt

Die neue Wetterkarte färbt halb Europa tiefblau, von Frankreich bis zum Balkan. Mittendrin liegt Deutschland. Was das für Ihre Woche bedeutet und wo jetzt Frost droht.


Wer in diesen Tagen auf die aktuelle Wetterkarte schaut, sieht vor allem eine Farbe: tiefes Blau. Es zieht sich von der französischen Atlantikküste quer durch die Mitte Europas bis hinunter an die Adria. Jedes Blau steht für Temperaturen, die deutlich unter dem Normalwert liegen.

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Und Deutschland liegt genau in diesem kalten Band. Für Sie heißt das: nachts Frost, tagsüber zäher Nebel und oft nur wenige Grad. Eiskratzer und Handschuhe sollten Sie jetzt griffbereit haben, denn auf den Autoscheiben dürfte sich immer wieder eine dünne Eisschicht bilden.

Halb Europa friert, im hohen Norden ist es viel zu mild

Für die Woche vom 2. bis zum 9. November liegen die Temperaturen von Frankreich über Deutschland und die Alpen bis nach Ungarn verbreitet 2 bis 3 Grad unter dem Normalwert. Rund um Slowenien und Kroatien sind es stellenweise sogar bis zu 4 Grad.

Halb Europa friert und das Anfang November. Der Monat startet für die Jahreszeit "deutlich zu kalt".
Halb Europa friert und das Anfang November. Der Monat startet für die Jahreszeit "deutlich zu kalt".

Ganz oben auf der Karte zeigt sich dagegen ein völlig anderes Bild. Norwegen und Island leuchten dunkelrot und sind bis zu 4 Grad zu warm. Dort läuft der Herbst also deutlich milder als üblich, während bei uns ein kühler Ostwind die Kälte Tag für Tag spürbarer macht.

Heute und am Mittwoch bleibt es meist grau

Heute zeigt sich vom Westen bis in die Mitte zeitweise die Sonne, sonst überwiegen die Wolken. Im Norden fällt etwas Regen, in den Mittelgebirgen kann es vereinzelt nieseln. Die Höchstwerte reichen von 3 Grad in den höheren Lagen Süddeutschlands bis 12 Grad an der Nordsee. In der Nacht kühlt es auf 5 bis minus 3 Grad ab, nur an der See bleibt es mit 7 Grad milder.

Am Mittwoch hängen meist dichte Wolken am Himmel, Lücken gibt es am ehesten im Westen und Norden. Es bleibt trocken. Am Alpenrand wird es bei trübem Wetter kaum wärmer als 4 Grad, sonst sind bis zu 10 Grad drin. Im Bergland frischt der Ostwind kräftig auf, auf exponierten Gipfeln kann es sogar stürmisch werden.

Zäher Nebel und frostige Nächte zum Ende der Woche

Die Nacht zum Donnerstag bringt verbreitet 4 bis minus 4 Grad, Frost gibt es vor allem im Bergland und dort, wo es länger aufklart. Am Donnerstag löst sich der Nebel nur langsam auf. Wo er sich hält, bleibt es bei frischen 2 Grad, wo die Sonne durchkommt, werden 6 bis 9 Grad erreicht.

Der November ist recht frisch gestartet. Im Vergleich zum Oktober ist das ein echter Kaltstart.
Der November ist recht frisch gestartet. Im Vergleich zum Oktober ist das ein echter Kaltstart.

Auch am Freitag entscheidet der Nebel über den Tag. Vom Nordwesten bis in den Südosten wird es nach seiner Auflösung recht freundlich, anderswo bleibt es grau. Die Höchstwerte liegen je nach Sonnenschein zwischen 1 und 9 Grad. Achtung im Berufsverkehr: Wo Nebel auf Frost trifft, können Brücken und Nebenstrecken am Morgen glatt werden.

Am Wochenende kommt der Regen zurück

In der Nacht zum Samstag sinken die Werte noch einmal auf 3 bis minus 4 Grad. Tagsüber hält sich im Norden oft Hochnebel, in der Mitte zeigt sich teils die Sonne, und im Südwesten und Westen fällt gebietsweise leichter Regen. Dabei werden 2 bis 10 Grad erreicht.

Der Sonntag fällt meist trüb aus, immer wieder fällt leichter Regen oder Sprühregen, bei Höchstwerten von 3 bis 10 Grad. Der Wind spielt kaum noch eine Rolle. Die Nächte werden etwas milder, doch mit Werten von 5 bis minus 1 Grad bleibt es kalt, in der Osthälfte sind bei Aufklaren in der Nacht zum Sonntag sogar bis minus 3 Grad möglich.

Früher Winter oder nur ein Vorgeschmack?

Frost Anfang November ist für sich genommen keine Sensation, denn in vielen Regionen gehört er um diese Zeit dazu. Auffällig ist eher, wie großflächig sich die Kälte auf der Karte ausbreitet und wie zäh sie sich tagsüber im Nebel hält. Nach Schnee im Flachland sieht es derzeit aber nicht aus.

Ob daraus ein strenger Winter wird, lässt sich aus so einer Woche nicht ablesen. Eine kalte Novemberwoche ist erst einmal nur das: eine kalte Novemberwoche. Trotzdem lohnt es sich, jetzt zu handeln. Holen Sie empfindliche Kübelpflanzen ins Haus, stellen Sie die Gartenleitungen ab und lassen Sie die Winterreifen aufziehen, falls das noch nicht passiert ist.