Wetterforscher warnt: „Wenn der Polarwirbel kippt, wird es richtig ernst“ - Eiswinter im Februar 2026

Wetterforscher sieht Warnsignale für Februar 2026. Ein instabiler Polarwirbel könnte Deutschland einen Horrorwinter bescheren, mit Dauerfrost, Schneechaos und massiven Folgen für Alltag, Verkehr und Energieversorgung.
Seit Monaten beobachten Wetterforscher auffällige Entwicklungen in der oberen Atmosphäre. Im Zentrum steht der Polarwirbel, das entscheidende Stabilitätselement des Winters. Normalerweise hält er die kälteste Luft über der Arktis gebündelt.
Doch aktuelle großräumige Muster deuten auf eine deutliche Schwächung hin. „Ein instabiler Polarwirbel ist immer ein Warnsignal“, betonen Meteorologen. Gerade der Februar gilt als besonders sensibler Zeitraum, da sich Störungen dann häufiger bis in bodennahe Wetterlagen durchsetzen. Kippt das Gleichgewicht, kann aus einem normalen Winterausklang innerhalb kurzer Zeit eine extreme Kältephase entstehen.
Der mögliche Kipppunkt
Besonders kritisch wird es bei einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung. Innerhalb weniger Tage steigen die Temperaturen in großer Höhe stark an, was den Polarwirbel destabilisiert oder sogar spaltet. „Dann verliert der Jetstream seine Ordnung“, warnen Wetterforscher.
Die sonst dominante Westströmung bricht zusammen, blockierende Hochdruckgebiete gewinnen die Oberhand. Diese Blockaden wirken wie ein atmosphärischer Staudamm und verhindern, dass milde Atlantikluft nach Europa gelangt. Stattdessen öffnet sich ein direkter Transportweg für arktische Kaltluft.
Deutschland im Fokus der Kälte
Gerät Mitteleuropa unter den Einfluss solcher Strömungen, rückt Deutschland schnell ins Zentrum der Kälte. Nord- bis Ostlagen führen trockene, sehr kalte Kontinentalluft heran. Temperaturen können tagelang unter null bleiben, Nächte mit zweistelligen Minusgraden wären verbreitet möglich.
Schnee würde kaum abtauen und die Kälte zusätzlich verstärken. Städte, Verkehrssysteme und Energieversorgung geraten bei solchen Lagen rasch an ihre Belastungsgrenzen, während sich das Wetter über Wochen kaum verändert.
Lehren aus der Wettergeschichte
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass extreme Februare kein Ausnahmefehler sind. Ereignisse wie 1956, 1985 oder 2012 folgten ähnlichen Mustern. Auch damals spielten ein geschwächter Polarwirbel und blockierte Westlagen die Schlüsselrolle.

Der Unterschied zu heute liegt in der höheren Verwundbarkeit moderner Gesellschaften. Langanhaltender Dauerfrost trifft auf hohe Energienachfrage, sensible Infrastruktur und globale Lieferketten, die kaum Puffer besitzen.
Wie realistisch ist der Horrorwinter
Trotz aller Warnsignale mahnen Wetterforscher zur Einordnung. Ein Kollaps des Polarwirbels garantiert keinen Rekordfebruar. Schon geringe Verschiebungen im Jetstream entscheiden darüber, ob die kälteste Luft Deutschland erreicht oder weiter östlich verbleibt. Wahrscheinlicher als ein einzelner Extremrekord sind mehrere starke Kältewellen, die sich über Wochen aneinanderreihen und kaum Erholung zulassen.
Ein Februar mit Signalwirkung
Der Februar 2026 besitzt das Potenzial, als Horrorwinter-Monat in Erinnerung zu bleiben. Sollte der Polarwirbel kippen, drohen außergewöhnliche Kälte, Schnee und Dauerfrost. Noch ist nichts entschieden, doch die Voraussetzungen sind vorhanden. „Die Atmosphäre ist angespannt“, sagen Wetterforscher. Für Deutschland bedeutet das: Der Winter ist noch lange nicht vorbei.