Atmosphärenforscher spricht von "Frühlingsexplosion": Bis 22 Grad – milde Luft hält bis März durch!

Sehr milde Luft aus Südwesten bringt frühes Frühlingswetter. Temperaturen über 20 Grad sind möglich – und eine echte Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht.
Der Frühling dreht in dieser Woche richtig auf. Verantwortlich ist eine anhaltende Südwestströmung, die immer wieder sehr milde Luft aus dem Atlantik und dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa lenkt. Gleichzeitig sorgt relativ hoher Luftdruck über Süd- und Osteuropa dafür, dass kalte Luft aus Norden oder Osten kaum zu uns vordringen kann. Stattdessen dominieren ungewöhnlich warme Luftmassen für Ende Februar, die bei Sonnenschein schnell für Temperaturen nahe oder über 20 Grad sorgen können.
Besonders zur Wochenmitte wird das deutlich spürbar. Am Mittwoch und Donnerstag scheint vielerorts häufig die Sonne, während der Wind auf Südwest bis Süd dreht. Dadurch steigen die Temperaturen verbreitet auf 14 bis 21 Grad, im Südwesten örtlich sogar auf 22 bis 23 Grad. Es fühlt sich vielerorts wie voll entwickeltes Frühlingswetter an. Nachtfrost wird dabei zunehmend selten, was den Eindruck eines sehr frühen Saisonwechsels noch verstärkt.
Unbeständiger Start in die Woche
Am Montag zeigt sich das Wetter zunächst noch wechselhaft. Dichte Wolken, häufige Schauer und örtliche Gewitter bestimmen vielerorts das Bild. Die Temperaturen erreichen meist 11 bis 17 Grad, während es im Norden mit 6 bis 12 Grad etwas kühler bleibt. Dazu weht ein mäßiger bis frischer Westwind mit starken bis stürmischen Böen, der besonders in freien Lagen deutlich spürbar ist.
In der Nacht zum Dienstag lassen die Schauer vorübergehend nach, bevor aus Westen neue Regenfälle aufziehen, die sich bis zu den Alpen ausbreiten. Dort sinkt die Schneefallgrenze auf unter etwa 1500 Meter. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 6 Grad, im Nordosten zwischen 7 und 3 Grad, während es in höheren Lagen weiterhin stürmisch bleibt.
Milder Trend setzt sich fort
Am Dienstag fällt in einem Streifen vom Westen bis zu den Alpen noch Regen, der im Tagesverlauf nachlässt. Abseits davon lockert es zeitweise auf und es bleibt oft trocken. Die Höchstwerte erreichen im Nordosten 7 bis 11 Grad, sonst 12 bis 18 Grad, am Oberrhein lokal bis 20 Grad. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus West bis Süd.

Die Nacht zum Mittwoch verläuft überwiegend trocken. Im Osten halten sich zunächst noch Wolken, sonst lockert es zunehmend auf und örtlich bildet sich Nebel. Die Temperaturen sinken auf 8 bis 1 Grad, am mildesten im Westen und am kühlsten in Alpennähe.
Frühlingshöhepunkt zur Wochenmitte
Am Mittwoch dominieren abseits des Nordostens Sonne und nur wenige Wolken. Letzte Tropfen fallen höchstens noch im äußersten Nordosten. Die Temperaturen steigen auf 14 bis 21 Grad, im Südwesten örtlich bis etwa 23 Grad, während es im Nordosten mit 9 bis 16 Grad etwas kühler bleibt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen.
In der Nacht zum Donnerstag bleibt es meist klar oder nur locker bewölkt, stellenweise bildet sich Nebel. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 4 Grad, im Südosten zwischen 4 und 0 Grad.
Mild bis ins Wochenende
Am Donnerstag zeigt sich nach Nebelauflösung zunächst oft die Sonne, bevor aus Westen dichtere Wolken und etwas Regen aufziehen. Die Temperaturen erreichen 15 bis 21 Grad, im Nordosten und in Ostbayern etwa 15 Grad, im äußersten Norden um 12 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger, an der Nordsee frischer Südwestwind.
Auch am Freitag bleibt es überwiegend mild. Nach freundlichem Start ziehen besonders im Nordwesten wieder Wolken und Regen auf. Die Höchstwerte liegen im Norden bei 12 bis 16 Grad, sonst bei 16 bis 21 Grad. Am Wochenende wird es etwas kühler, doch mit 10 bis 16 Grad weiterhin deutlich zu mild für die Jahreszeit. Nachtfrost bleibt meist selten – ein klarer Hinweis auf einen bemerkenswert frühen Frühlingsabschnitt.