Nicht nur an Land wird es heißer - auch die Ozeane brechen neue Temperaturrekorde

In den letzten Wochen war die Hitze nicht nur auf dem Festland spürbar. Weltweit werden aktuell Rekordtemperaturen in den Ozeanen gemessen. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt circa 21 Grad Celsius.

Weltweit sollten die Ozeane zur Kühlung beitragen, doch sie werden wärmer
Weltweit sollten die Ozeane zur Kühlung beitragen, doch sie werden wärmer

Als mögliche Gründe für diese Wärme werden der Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño angegeben.

Alles wird aufgeheizt

Schon im Frühling haben die Klimaforscherinnen und Forscher einen besonders starken El Niño vorhergesagt. Dieses Phänomen sorgt immer wieder für starke Hitze über dem Pazifik. Die Meeresströmungen verändern sich und die Windrichtungen und Intensitäten ebenfalls.

Das Wetterphänomen El Niño wird nochmal für Hitze sorgen

Nach aktuellen Informationen des Copernicus Climate Change Service soll dieses Jahr sogar ein „Super-El-Niño“ stattfinden.

„Die aktuellen Bedingungen könnten auf den Beginn einer neuen Phase hindeuten, die uns erneut in unbekanntes Terrain führen wird. Angesichts dieser Meerestemperaturen und des sich abzeichnenden El Niño werden in den kommenden Monaten weitere Temperaturrekorde gebrochen.“, unterstreicht Carlos Buontempo, Leiter des Copernicus Climate Change Service

Generell gelten die Ozeane als die wichtigsten Akteure gegen die Erderwärmung und den Klimawandel.

Der Klimawandel sorgt für weitere Extremwetterereignisse
Der Klimawandel sorgt für weitere Extremwetterereignisse

Die Weltmeere nehmen circa 90 Prozent der Wärme auf, speichern Kohlenstoffdioxid und sorgen in der Regel für eine Kühlung des Festlandes. Diese Wirkung verschwindet jedoch immer mehr.

Die Klimaerwärmung verändert das Ökosystem gravierend

Durch die Erwärmung der Meere gibt es keine wirkliche Durchmischung der Meeresschichten mehr. Dadurch gibt es deutlich weniger Artenvielfalt und bereits sogenannte tote Zonen. Nicht zuletzt führt die Wärme zu neuen Meeresströmungen.

Wichtige Strömungen für Europa können sich für immer verabschieden. Die warmen Meere geben zudem mehr Wasserdampf in die Atmosphäre zurück.

Mehr Wetterextreme sind zu erwarten

Dieser Wasserdampf begünstigt die Bildung von Stürmen auf dem Meer. Dadurch erhöht sich das Risiko für Extremwettereignisse wie Starkregen oder Sturmfluten. Die Eisschmelze wird darüber hinaus durch das warme Meer weiter begünstigt. So verändert sich das Klima deutlich schneller als erwartet.

In den letzten drei Jahren war die globale Meeresoberflächentemperatur außerhalb der Polarregionen (zwischen dem 60. nördlichen und dem 60. südlichen Breitengrad) um 0,35 °C bis 0,73 °C höher als der langjährige Durchschnitt.

Die Temperatur der Meere steigt seit mehreren Jahren an

Bereits am 21. Juni 2026 wurde der Temperaturrekord von beiden europäischen Diensten erfasst.

Die Messdaten des Copernicus Climate Change Service (C3S) und des Copernicus Marine Service (CMEMS) präsentierten den Tagesmittelwert von 21 Grad Celsius.

Artikelreferenz

ECMWF/Copernicus Climate. (2026). Copernicus Marine and Copernicus Climate Change: Daily global sea surface temperatures break records for the time of year.
wissenschaft.de. (2026). Klima: Meeresoberflächen brechen Temperaturrekord.