Das Eis schmilzt: Die Begrenzung der Erwärmung könnte das bremsen!

Sollten wir es schaffen, die Erderwärmung bzw. den Temperaturanstieg der Erde auf unter 1,5 Grad zu begrenzen, dann hätte das extrem positive Auswirkungen auf das Meereis und den Meeresspiegel. Wir sagen Euch welche das sind.

Eisschmelze,Klimawandel
Wenn die Erwärmung auf 1,5 Grad gestoppt werden könnte, hätte das positive Folgen für das Meereis und den Meeresspiegel.

Wenn die Bemühungen um eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau erfolgreich sind, würde der durch das Abschmelzen des Eises verursachte Gesamtanstieg des Meeresspiegels effektiv halbiert werden. Dies ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forscherteams - darunter Ronja Reese, Ricarda Winkelmann, Torsten Albrecht und Reinhard Calov vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung -, das den Beitrag des Landeises zum Meeresspiegelanstieg im 21. Jahrhundert untersucht, der von den Gletschern der Welt und dem grönländischen und antarktischen Eisschild ausgeht.

Die aktuellen Zusagen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen der meisten Nationen reichen nicht aus, um das 1,5 °C-Limit einzuhalten. Wenn die Länder ihre Zusagen jedoch entsprechend aktualisieren, würde die Welt bis zum Ende dieses Jahrhunderts einen deutlich geringeren Anstieg der Küstenüberflutungen erleben: "Wären die Zusagen weitaus ehrgeiziger, würden die zentralen Vorhersagen für den Anstieg des Meeresspiegels durch schmelzendes Eis von 25 cm auf 13 cm im Jahr 2100 reduziert", sagte Hauptautorin Tamsin Edwards vom King's College London.

Pessimistische Prognosen zeichnen düsteres Bild

Während die Verluste des grönländischen Eisschildes um 70 % und die der Gletscher um 50 % im Vergleich zu den derzeitigen Zusagen reduziert würden, sind Vorhersagen darüber, wie viel die Antarktis unter den verschiedenen Szenarien zum Meeresspiegelanstieg beitragen wird, schwieriger: Bislang ist unklar, ob der Schnee, der im kalten Inneren des Eisschildes fällt, das Schmelzen an den Küsten ausgleichen wird.

Dürre, Hungersnot
Neben der Eischmelze begünstigt der Klimwandel auch Dürren und Hungersnöte. Eine besonders schlimme wütet aktuell auf der Insel Madagaskar.

Doch in ihrem pessimistischsten Szenario könnten die Eisverluste in der Antarktis fünfmal größer sein als in optimistischen Prognosen. Für ihre Vorhersagen, die in Nature veröffentlicht wurden, kombinierten Edwards und seine mehr als 80 Co-Autoren insgesamt 900 Simulationen von 38 internationalen Institutionen. Die Ergebnisse fließen in den sechsten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change ein, der noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.

Klimaschutz als wichtigste Aufgabe

Das Klima zu schützen ist und bleibt eine der wichtigsten Ausgaben und das gilt besonders für die "reichen" Länder. Diese müssen die "ärmeren" Länder in diesem Bestreben unterstützen. Solange es dort ganz andere Brennpunkte wie Armut oder Hungersnöte gibt, wird man die dortige Bevölkerung nur schwer für den Klimaschutz gewinnen können.

In diesen Tagen zeigen aktuelle Berichte aus Madagaskar, wie die Menschen dort seit Jahren immer mehr unter Missernten und Hunger leiden. Mittlerweile sind die Bewohner schon gezwungen Larven und Pflanzen zu essen. Wer in so einer Krise unterwegs ist, hat selbstredend keinen Nerv um sich dem Thema Klimaschutz anzunehmen. Hier müssen die reichen Industrienationen dringend helfen und unterstützen!