Klima in Gefahr: Brasiliens Urwald geht in Flammen auf!

Es brennt im Urwald von Südamerika und zwar so heftig wie seit 2013 nicht mehr. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Flächenbrände um 84 Prozent angestiegen. Für das Klima ist die Vernichtung der tropischen Wälder eine Katastrophe.

Tim Weingärtner Tim Weingärtner 22 Aug 2019 - 17:30 UTC
Regenwald Amazonas
Der Regenwald im Amazonas steht in Flammen. Viele Flächen stehen aktuell in Brand.

Die Region entlang des Amazonas in Brasilien beherbergt die größten Regenwälder der Welt. Doch ein nicht unbeachtlicher Teil steht derzeit in Flammen und ist heftigen Bränden ausgeliefert. Im Vergleich zum Jahr 2013 brennen nun etwas 84 Prozent mehr Fläche. In diesem Jahr sind die Feuer besonders heftig ausgefallen und vernichten riesige Flächen des Amazonas-Regenwalds.

Der Amazonas ist als größter Regenwald der Welt ein sehr wichtiger Speicher von CO2, also von Kohlendioxid. Dort findet man ungefähr 3 Millionen Pflanzen- und Tiefarten. Zudem leben dort gut 1 Million Ureinwohner. Sie alle sind durch die Brände ihrem Bestand massiv gefährdet.

Warum gibt es Waldbrände im Amazonasgebiet?

Waldbrände treten in Brasilien häufig in der Trockenzeit auf, aber sie werden auch gezielt eingesetzt, um illegal Land für die Viehzucht zu roden. Farmer beschaffen sich somit auf einfach Art und Weise neues Land für ihre Herden, zerstören so aber weite Teile des Amazonas-Regenwalds.

Waldbrände
Die Waldbrände im Regenwald von Brasilien erreichen in diesem Jahr große Ausmaße. Die genauen Gründe sind unklar.

Zwischen Januar und August gab Untersuchungen zufolge mehr als 74.000 Brände - die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2013. Seit Donnerstag wurden mehr als 9.500 Waldbrände verzeichnet, vor allem im Amazonasgebiet. Die Satellitenbilder zeigten den nördlichsten Bundesstaat Brasiliens, Roraima, bedeckt von dichten Rauchschwaden, während das benachbarte Amazonas-Gebiet einen Brandnotstand erklärte.

Schwere Schäden für das Klimasystem der Erde

Die genauen Gründe für die starken Waldbrände in diesem Jahr wird man wohl niemals ganz ausfindig machen. Es rühren einfach eine Menge Menschen mit. Waren es nun Farmer, die mehr Land zum Anbau ihrer Produkte bekommen möchte oder waren es Waldbrände die aufgrund der Trockenheit ausgebrochen sind? Anderen Medienberichten gab es in weiter entfernten Regionen auch Kurzschlüsse im Stromnetz. Auch diese könnten Brände auslösen.

Sicher aufklären wird man die Angelegenheit sicherlich nie. So oder so sind dem Klimasystem der Erde dadurch erneuert große Schäden entstanden. Man muss dringend daran arbeiten, dass sich dieser Umstand verbessert. Zudem ist es extrem wichtig am Aufforstungsprogramm festzuhalten, damit sich die Regenwälder wieder etwas erholen können.

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