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Jahreszeiten haben eigene Farben: Warum ist das so?

Jede Jahreszeit hat ihre eigene Farbenpracht. Sei es beim Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Manchmal sehr prächtig, manchmal weniger. Wir haben für Euch die Farben der einzelnen Jahreszeiten einmal zusammengestellt.

Sonnenaufgang
Die Sonne geht über dem Meer auf. Ein schönes Farbspektakel.

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Farben. Das ist nicht blos irgendein Sprichtwort, es ist wirklich so. Das Licht unterscheidet sich im Winter zum Teil erheblich von dem im Sommer, Herbst oder Frühling. Tage sind mal länger oder kürzer. Das liegt an den unterschiedlichen Positionen der Sonne am Horizont. Das Wetter dieser Tage ist dafür ein guter Beweis.

Was sich ändert, ist die Hintergrundfarbe, die uns in den ruhigen Sommertagen mit blau durchdringt, während es im Winter näher an orange heranrückt, um dann in den langen Dämmerungen, die den sehr langen und kalten Nächten von Dezember und Januar vorausgehen, sogar rot zu werden. Das bringt uns dann wirklich tolle Landschaftsbilder und ist genau das, was jeder gute Fotograf sehen möchte.

Warum haben die Jahreszeiten verschiedene Farben?

Dies hängt im Wesentlichen vom Sonnenlicht ab, das aus physikalischer Sicht nichts anderes als eine Energieform ist, die sich in der Leere auf elektromagnetischen Wellen ausbreitet, die je nach Länge die sogenannten sieben Farben der Iris erzeugen. Die sieben Farben der Skala reichen daher von violetter Farbe (die kürzeste Welle mit der größten Energie bis rot (die längste Welle mit der schwächsten Energie).

Sobald die Lichtwellen die Atmosphäre durchdringen, interagieren sie sowohl mit Feuchtigkeit als auch mit anderen mikroskopisch kleinen Schwebeteilchen wie "Schadstoffen", Wüstenstaub oder Vulkanasche. Mikroskopische Partikel sind Hindernisse für ihre Ausbreitung.Sie brechen und streuen das Sonnenlicht.

Wie verhalten sich Lichtwellen?

Ähnlich wie bei Meereswellen werden die kurzen Lichtwellen, die violett und blau entsprechen, von den suspendierten Partikeln abgefangen und dann umgeleitet und diffundiert (aufgrund des Beugungseffekts). Aus diesem Grund sind sie sichtbar, wenn das Sonnenlicht durch kleinere Luftteile fällt oder wenn die Sonne hoch am Horizont steht (im Sommer).

Das langwellige Licht überwindet dieselben Hindernisse ohne Schwierigkeiten und passiert daher größere Teile der Atmosphäre. Mit anderen Worten, die Beugungsfrequenzen von blau erreicht unser Auge und lässt uns die diffuse blaue Farbe des Himmels wahrnehmen.

Je mehr sich der Lichtstrahl innerhalb der atmosphärischen Schicht bewegt und je mehr diese Atmosphäre "dick" und voller Staub und Feuchtigkeit ist, desto mehr werden die blauen Frequenzen verteilt, bevor sie unser Auge erreichen. Daher werden nur die längeren Lichtwellen zwischen orange und rot wahrgenommen - wie bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.