Winter-Kehrtwende? Experte Habermehl: DWD-Modell sieht im Südosten bis 14 Grad – Schnee und Kälte vor dem Rückzug!

Der Winter wackelt. Glatteisgefahr, dann milde Luft. Besonders der Dienstag bringt eine Überraschung: Frühlingsgefühle im Südosten.
Der Wochenauftakt zeigt noch einmal die ganze Härte des Winters. Am Montag dominieren dichte Wolken, dazu breiten sich von Westen her Niederschläge aus. Zunächst fällt vielerorts leichter Schnee, der abseits des Nordostens rasch in gefrierenden Regen übergeht. Lokal droht markante Glätte, stellenweise mit ernstzunehmender Gefahr für den Verkehr.
Im Tagesverlauf setzt jedoch eine spürbare Erwärmung von Westen ein, wodurch sich die Lage allmählich entspannt. Die Höchstwerte liegen nun bei bis zu +10 Grad im Westen und -3 bis +5 Grad im Osten. Begleitet wird das Ganze von böigem Südwind, der in den Mittelgebirgen und an der Küste zeitweise stürmisch auffrischt.
Dienstag: Der große Aufhänger – bis zu 14 Grad im Südwesten
Der Dienstag wird zum Wendepunkt der Woche – und liefert den perfekten Aufhänger. Laut Lokalmodell des Deutschen Wetterdienstes schiebt sich außergewöhnlich milde Luft bis in den Südwesten. Während es im Osten anfangs noch gefrierenden Regen geben kann, trocknet es besonders im Süden ab dem Mittag verbreitet ab.
Und dann die Überraschung: Im Südwesten klettern die Temperaturen lokal auf bis zu 14 Grad – ein Wert, der eher an März als an Hochwinter erinnert. Am Oderhaff bleibt es mit rund 0 Grad deutlich kühler. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Süd, was das milde Gefühl zusätzlich unterstreicht.
Mittwoch: Grau dominiert, Winter nur noch auf Sparflamme
Am Mittwoch hält sich verbreitet eine zähe Wolkendecke, regional auch neblig-trüb. Gebietsweise fällt etwas Regen, winterliche Begleiterscheinungen sind nur noch vereinzelt ein Thema – etwa ganz im Nordosten oder in höheren Lagen. Am Alpenrand bleibt es überwiegend trocken, dort sind sogar größere Auflockerungen möglich.

Die Temperaturen erreichen +2 Grad an der Oder und bis zu +13 Grad am Oberrhein. Damit ist klar: Der Winter verliert weiter an Boden, auch wenn er sich optisch noch nicht überall verabschiedet hat. Auf exponierten Gipfeln treten stürmische Böen aus südlichen Richtungen auf.
Donnerstag: Süd und Südosten mit Sonne, Norden trüber
Der Donnerstag bringt eine klare Wetterteilung. In vielen Regionen überwiegen weiterhin Wolken, zeitweise fällt etwas Regen. Im Süden und Südosten bleibt es dagegen überwiegend trocken, an den Alpen zeigt sich häufig die Sonne. Dort fühlt es sich trotz Jahreszeit ungewöhnlich mild an. Die Höchstwerte liegen nun bei bis zu 13 Grad am Oberrhein, während Ostvorpommern und Teile Ostbayerns nur etwa 5 Grad erreichen. Der Südwestwind bleibt größtenteils moderat, im Bergland zeitweise böig.
Freitag: Mild, aber nicht überall freundlich
Zum Freitag setzt sich das wechselhafte Bild fort. In der Nordwesthälfte überwiegen Wolken, gebietsweise fällt etwas Regen. Die Südosthälfte profitiert erneut von sonnigen Phasen, an den Alpen sogar länger.
Die Temperaturen steigen auf bis zu 12 Grad am Niederrhein, während es im Nordosten und in Ostbayern bei rund 5 Grad bleibt. Im Westen frischt der südliche Wind lebhaft auf, während es im Osten und Süden vergleichsweise ruhig bleibt. Winterliche Kälte ist jetzt klar die Ausnahme.
Trend: Zieht sich der Winter endgültig zurück?
Der weitere Trend spricht eine deutliche Sprache: keine markanten Wintereinbrüche mehr. In der Westhälfte pendeln sich die Tageswerte bei 6 bis 11 Grad ein, im Osten bei 3 bis 7 Grad. Niederschläge fallen bevorzugt im Nordwesten, viele andere Regionen bleiben zeitweise trocken. Nachts kann es im Süden und Osten noch leichten Frost geben, doch das ist eher ein letztes Aufbäumen. Insgesamt deutet alles darauf hin, dass sich Kälte und Schnee vorerst zurückziehen – mit dem Dienstag als symbolischem Startschuss der Milderung. Aber wer weiß, was danach passiert … Die Wettermodelle wackeln, zumindest einige!