Alarmsirenen schrillen: Nächste Kältewelle formiert sich – droht Deutschland schon Ende Januar der eisige Winterhammer?

Nach kurzer Mildpause verdichten sich die Signale: Neue Kaltluft steht bereit, Modelle schlagen Alarm, und der Winter könnte mit voller Wucht zurückkehren.

Die aktuelle Milderung fühlt sich fast wie Entwarnung an, doch genau darin liegt die Gefahr. Wetterlagen mit westlicher Strömung wirken oft stabil, sind es aber nicht. Im Hintergrund laufen bereits Prozesse ab, die eine abrupte Wende begünstigen. Der Winter ist noch lange nicht vorbei, auch wenn es sich regional gerade so anfühlt.

Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem neuen WhatsApp-Kanal beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.

In der Atmosphäre gilt jetzt das Prinzip Spannung vor Entladung. Besonders auffällig ist, dass sich kalte Luftmassen über Nord- und Osteuropa sammeln, ohne sofort nach Süden auszubrechen. Solche Konstellationen enden selten harmlos. Meist reicht ein kleiner Impuls, und die Kälte setzt sich schlagartig in Bewegung. Genau dieses Szenario sorgt derzeit für wachsende Unruhe bei Meteorologen.

Modelle schlagen Alarm – der Zeitrahmen wird enger

Mehrere Wettermodelle deuten unabhängig voneinander an, dass sich das Wetterfenster für eine neue Kältewelle ab Ende Januar deutlich öffnet. Zunächst könnte die Kaltluft schleichend einsickern, doch das eigentliche Risiko liegt im plötzlichen Umschwung.

kalt, wetter, deutschland
Zum Wochenende könnte es in Deutschland schon wieder kälter werden.


Sollte sich eine nord- bis nordöstliche Strömung durchsetzen, wäre der Weg frei für eisige Luft direkt aus dem hohen Norden. Besonders kritisch: Solche Lagen können sich innerhalb von 48 Stunden etablieren. Ein schneller Temperatursturz, begleitet von Schnee und gefrierendem Wind, wäre dann sehr wahrscheinlich. Noch ist der exakte Startpunkt unscharf, doch das Zeitfenster rückt bedrohlich näher.

Polarwirbel nur geschwächt, nicht besiegt

Ein zentraler Faktor ist der Zustand des Polarwirbels. Aktuell wirkt er angeschlagen, aber keineswegs aufgelöst. Das spricht nicht für ein Winterende, sondern für eine kurze Atempause. In der Vergangenheit folgten auf solche Phasen häufig kräftige Rückschläge.

Sollte sich der Polarwirbel neu sortieren, kann er kalte Luftmassen regelrecht nach Süden drücken. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für extreme Kälteepisoden, die deutlich unter dem langjährigen Mittel liegen. Gerade Mitteleuropa liegt dabei oft genau in der Schusslinie solcher Ausbrüche.

Schneegefahr steigt – auch abseits der Mittelgebirge

Mit neuer Kaltluft wächst nicht nur das Frostpotenzial, sondern auch die Schneewahrscheinlichkeit. Besonders brisant ist die Kombination aus kalter Luft und feuchteren Tiefdrucksystemen.

kälte, wetter, deutschland
Aus Nordosten strömen ab kommenden Sonntag offenbar wieder frostige Luftmassen nach Deutschland.

Dann kann es rasch zu kräftigen Schneefällen kommen, selbst in tieferen Lagen. Straßenchaos, vereiste Oberflächen und Probleme im Bahn- und Flugverkehr wären mögliche Folgen. Die Erfahrung zeigt: Nach milden Phasen sind die Auswirkungen oft besonders heftig, weil Infrastruktur und Menschen nicht mehr im Wintermodus sind.

Könnte es härter werden als zuletzt?

Die große Frage lautet: Wird die nächste Winterphase stärker als die gerade überstandene? Ganz ausschließen lässt sich das nicht. Die Luftmassen, die derzeit bereitliegen, haben das Potenzial für markanten Dauerfrost. Sollten sie sich festsetzen, könnte uns eine längere Kälteperiode bevorstehen. Noch ist das Spekulation, aber die Zeichen verdichten sich. Deutschland sollte sich auf einen möglichen Winter-Nachschlag einstellen, denn der Januar hat meteorologisch noch einiges zu bieten.