Wetterforscher appelliert: "Verlassen Sie nicht die Wohnung" Schneechaos am Montag: Glatte Straßen, Eisregen, Stillstand

Heftiger Schneefall und Eisregen legen am Montagmorgen große Teile West- und Süddeutschlands lahm. Pendler erwartet Chaos, Experten raten dringend zur Vorsicht.


Der Montag beginnt für viele Menschen mit einem ernsten Wetterrisiko. Bereits ab den frühen Morgenstunden zieht von Nordwesten her ein intensives Niederschlagsgebiet über weite Teile von Deutschland. Zunächst fällt verbreitet starker Schnee, später geht dieser in gefährlichen Eisregen über.

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Besonders betroffen sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland sowie Baden-Württemberg. Der Berufsverkehr am Morgen wird dadurch massiv beeinträchtigt. Meteorologen sprechen von einer angespannten und kritischen Wetterlage, die vor allem zwischen 3 und 9 Uhr ihren Höhepunkt erreicht.

Glatteis-Gefahr auf Straßen und Wegen

Mit dem Übergang von Schnee zu Eisregen entsteht eine extrem glatte Eisschicht auf Fahrbahnen, Brücken und Gehwegen. Streudienste kommen vielerorts kaum hinterher, da der Regen auf gefrorenem Boden sofort gefriert. Autos geraten ins Rutschen, Auffahrunfälle häufen sich, selbst Hauptverkehrsachsen können zeitweise unpassierbar werden. Besonders tückisch ist sogenanntes Blitzeis, das optisch kaum erkennbar ist. Wer unterwegs ist, begibt sich in ein hohes Risiko – selbst bei langsamer Fahrweise.

Öffentlicher Verkehr stark eingeschränkt

Nicht nur Autofahrer sind betroffen. Auch Busse und Bahnen kämpfen mit den winterlichen Bedingungen. Glatte Straßen führen dazu, dass Busse Steigungen nicht mehr bewältigen können oder quer stehen bleiben. Regional- und S-Bahnen müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen, da vereiste Weichen und Oberleitungen den Betrieb stören. In einigen Regionen droht am Morgen zeitweise ein kompletter Stillstand des Nahverkehrs. Pendler sollten sich auf lange Wartezeiten einstellen oder ihre Fahrt ganz verschieben.

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Schneefront am Montagmorgen. Sie legt den Berufsverkehr im Westen lahm.

Klare Empfehlung: Homeoffice statt Risiko

Angesichts der Lage raten Experten dringend dazu, nicht zwingend notwendige Wege zu vermeiden. Wer die Möglichkeit hat, sollte konsequent auf Homeoffice umstellen. Arbeitgeber werden aufgefordert, flexibel zu reagieren und die Sicherheit ihrer Mitarbeiter an erste Stelle zu setzen. Jeder vermiedene Weg entlastet Straßen, Rettungskräfte und Winterdienste. Besonders für ungeübte Fahrer oder Menschen mit längeren Arbeitswegen gilt: Bleiben Sie besser zu Hause.

Entspannung nach dem Winterchaos in Sicht

So heftig der Montag auch ausfällt – es gibt einen Lichtblick. Diese Wetterlage dürfte die letzte ausgeprägte Winterstörung der kommenden Zeit sein. Mit dem Abzug von Schnee und Eisregen setzt von Westen her eine allmähliche Milderung ein. Die Temperaturen steigen langsam an, zunächst taut es im Westen, später auch in der Mitte des Landes. Lediglich im Osten kann sich leichter Dauerfrost noch bis Dienstag oder Mittwoch halten.

Der Winter verabschiedet sich vorerst

Im weiteren Verlauf der Woche werden dann auch im Osten leichte Plusgrade erwartet. Schnee und Eis verschwinden, Straßen entspannen sich, der Verkehr normalisiert sich. Nach aktuellem Stand ist kein weiterer Wintereinbruch in den nächsten beiden Wochen in Sicht. Der Montag bleibt damit als chaotischer, aber letzter winterlicher Höhepunkt in Erinnerung. Umso wichtiger ist es, diesen Tag mit Vernunft, Vorsicht und Geduld zu überstehen.