Wetterexperte nennt den 10. Februar als "Wetter-Schicksalstag": Kommt danach der Kältehammer?

Zwischen Frostluft im Nordosten und möglichem Polarwirbel-Umschwung wächst die Spannung. Der 10. Februar gilt als möglicher Wendepunkt – doch die Modelle schwanken weiterhin.

Mitten im Februar könnten uns erneut sehr kalte Polarluftmassen treffen.
Mitten im Februar könnten uns erneut sehr kalte Polarluftmassen treffen.

Zum Start ins Wochenende zeigt sich das Wetter zweigeteilt. Am Samstag fällt im Norden, Osten und in der Mitte gebietsweise Niederschlag, meist als Regen oder Sprühregen, örtlich aber auch Schnee oder gefrierender Regen mit erhöhter Glättegefahr.

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Im Westen und Südwesten dagegen wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab, Regen bleibt dort selten. Die Temperaturen steigen im Nordosten auf etwa 1 bis 6 Grad, sonst auf 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Breisgau. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen, an den Küsten zeitweise frischer aus Ost. Bereits hier zeigt sich: Die kalte Luft bleibt in Reichweite.

Nacht zum Sonntag: Schnee im Osten, Nebel im Westen

In der Nacht lockert es im Westen und Südwesten teilweise auf, regional bildet sich Nebel. Sonst dominieren dichte Wolken, besonders im Osten fallen gebietsweise Schnee, Schneeregen oder Regen, erneut mit rutschigen Straßen

Die Temperaturen gehen im Westen auf etwa 5 bis 1 Grad zurück, während es sonst auf -1 bis -5 Grad abkühlt. Damit rückt der Frost wieder näher an dicht besiedelte Regionen heran. Für viele stellt sich bereits die Frage, ob dies nur ein kurzer Wintergruß bleibt oder der Auftakt zu einer markanten Entwicklung ist.

Sonntag: Trüber Himmel, regional milder

Der Sonntag startet im Nordosten und Osten mit etwas Sprühregen oder Schnee, streckenweise bleibt es glatt. In den übrigen Regionen zeigt sich häufig ein grauer Himmel mit Nebel oder Hochnebel, erst im Westen und Südwesten lockert es später auf.

Dort sowie im südlichen Alpenvorland steigen die Temperaturen auf 6 bis 10 Grad, während sonst meist 1 bis 3 Grad erreicht werden. Ein schwacher bis mäßiger Ostwind weht, an der See sind einzelne steife Böen möglich. Insgesamt wirkt das Wetter ruhig, doch im Hintergrund laufen die Diskussionen um den möglichen Stichtag 10. Februar weiter.

Nacht zum Montag: Viel Grau, regional Frost

In der Nacht zum Montag fallen im Nordosten örtlich ein paar Schneeflocken. Sonst bleibt es oft stark bewölkt oder hochnebelartig bedeckt, während es im Südwesten anfangs klar ist und sich später dichter Nebel bilden kann.

Der Polarwirbel ist ein großes Windsystem in der hohen Atmosphäre rund um den Nordpol, das besonders im Winter stark ausgeprägt ist. Er hält normalerweise die sehr kalte Luft in der Arktis eingeschlossen, solange er stabil und kräftig bleibt. Wird der Polarwirbel jedoch geschwächt oder gestört, kann kalte Polarluft weiter nach Süden ausbrechen und bei uns deutlich kälteres Wetter bringen.

Im Nordwesten zieht kompaktere Bewölkung auf, aus der etwas Sprühregen mit Glätte entstehen kann. Abseits der Mittelgebirge bleibt es im Westen meist frostfrei, ansonsten sinken die Tiefstwerte auf -1 bis -6 Grad. Diese Temperaturspanne zeigt, wie knapp die Luftmassen derzeit verteilt sind.

Montag: Zäher Nebel und leichter Dauerfrost im Nordosten

Am Montag löst sich der Nebel im Süden nur langsam auf, sonst überwiegen Wolken. Aus dichter Bewölkung oder Hochnebel fällt vereinzelt etwas Sprühregen, im Nordosten als Schneegriesel, lokal mit rutschigen Abschnitten. Dort herrscht leichter Dauerfrost um -2 Grad, sonst liegen die Höchstwerte meist bei 2 bis 6 Grad, im Westen vereinzelt bis 8 Grad. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Südost bis Ost. Meteorologisch bleibt die Lage festgefahren – genau das macht den Zeitraum rund um den 10. Februar für Experten so spannend.

Stichtag 10. Februar: Kommt danach der große Umschwung?

In der Nacht zum Dienstag bleibt es wechselnd bis stark bewölkt, stellenweise bildet sich Nebel. Vereinzelt sind Sprühregen oder Schneegriesel möglich, mit entsprechender Glätte. Die Temperaturen liegen im Westen bei etwa 2 bis -1 Grad, sonst verbreitet frostig bis -6 Grad. Und genau hier beginnt die Spekulation:

Sollte der Polarwirbel tatsächlich ins Wanken geraten, könnten nach dem 10. Februar deutlich kältere Luftmassen nach Mitteleuropa vorstoßen. Für den Straßenkarneval wäre ein abrupter Wintereinbruch ein kritisches Szenario – mit möglichen Absagen und erhöhten Risiken für Millionen Feiernde im Freien. Noch jedoch schwanken die Modelle stark zwischen milderer Fortsetzung und markanter Kältephase.