Atmosphärenforscher sicher: "Da könnte noch einiges auf uns zukommen" - Winterwetter bis in den März

Neue Modellläufe sorgen für Unruhe: Ab Sonntag droht kalte Ostluft, später Schnee zur Fastnacht. Eine nachhaltige Milderung bleibt aus, während Prognosen den Winter bis weit in den März verlängern könnten.
Mehrere aktuelle Berechnungen deuten auf eine mögliche markante Umstellung der Großwetterlage hin. Ab Sonntag könnte sich eine kalte Ostströmung etablieren, die besonders im Norden und Osten für Dauerfrost, eisigen Wind und verbreitet negative Temperaturen sorgt.
Noch schwanken die Details zwischen den Modellen, doch auffällig ist, dass viele Läufe immer wieder ähnliche Druckverteilungen zeigen. Ein blockierendes Hoch über Nordeuropa würde milde Atlantikluft fernhalten und den Zustrom kontinentaler Kälte begünstigen. Genau diese Konstellation gilt als klassischer Auslöser für länger anhaltende Winterphasen.
Kältewelle könnte genau zur Fastnacht an Stärke gewinnen
Einige Szenarien lassen die kalte Luft zur Monatsmitte weiter nach Westen und Süden vorankommen. Das wäre ausgerechnet während der Hochphase der Straßenfastnacht möglich und könnte regional Schneefälle, Glatteis oder zumindest frostige Nächte bringen.

Während manche Modellvarianten eher trockene Kälte berechnen, zeigen andere eine aktivere Tiefdruckentwicklung mit Niederschlägen. Entscheidend bleibt die Lage der Luftmassengrenze, die sich oft kurzfristig verschiebt. Für die Planung bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit bleibt ein großes Thema.
Milde Temperaturen bleiben bislang nur kurze Ausreißer
Zwar wurden im Westen zuletzt vereinzelt zehn bis zwölf Grad erreicht, doch Experten sprechen eher von kurzlebigen milden Inseln statt einer echten Trendwende. Häufig betrifft die mildere Luft nur wenige Regionen und wird rasch wieder von kälteren Strömungen verdrängt.
Die Modelltrends zeigen weiterhin eine Grundtendenz zu unterdurchschnittlichen Temperaturen, besonders im Norden. Selbst wenn Atlantikluft vorübergehend Einfluss gewinnt, scheint sie derzeit nicht stark genug, um den Winter nachhaltig zu vertreiben.
Atmosphärenmuster begünstigen derzeit kalte Entwicklungen
Atmosphärenforscher verweisen auf großräumige Prozesse wie die Lage des Polarwirbels und stabile Hochdruckgebiete im Norden. Solche Muster können den Jetstream umlenken und kalte Luftmassen weit nach Mitteleuropa führen. In mehreren Ensemble-Rechnungen taucht dieses Szenario wiederholt auf, was die Wahrscheinlichkeit einer längeren Kältephase erhöht. Gleichzeitig zeigen die Modelle eine gewisse Blockade der Westdrift, wodurch milde Luft nur schwer nach Deutschland vordringen kann.

14-Tage-Trend liefert kaum Signale für einen Vorfrühling
Wer auf eine schnelle Milderung hofft, wird aktuell enttäuscht. Die Mehrheit der Prognosen bleibt deutlich unter den üblichen Temperaturwerten für Februar. Besonders auffällig ist die fehlende Entwicklung eines stabilen Hochdruckgebiets mit länger anhaltend milder Luft. Stattdessen rechnen viele Modelle mit einem Wechsel aus Frost, kurzen Tauphasen und erneutem Temperaturrückgang. Das deutet eher auf einen verlängerten Spätwinter als auf einen frühen Frühling hin.
Winter könnte sich laut Trend bis in den März hineinziehen
Langfristige Entwicklungen sind zwar unsicher, doch einige Berechnungen verlängern die winterliche Phase bis weit in den März. Sollte sich die Ostlage festsetzen, wären weitere kalte Abschnitte mit Schnee oder Dauerfrost möglich. Experten mahnen jedoch zur Vorsicht, da langfristige Modellläufe stark schwanken können. Dennoch zeigt der aktuelle Trend eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für anhaltend kühle Witterung, sodass Geduld gefragt bleibt, bis sich wirklich stabile Frühlingssignale durchsetzen.