Rekordnacht seit 1864 – Meteorologe fassungslos: „Das ist ein Wetter-Fiasko, das uns alle noch beschäftigen wird!

Nach der wärmsten Septembernacht seit über 150 Jahren rauschen die Temperaturen in den Keller – und bringen Starkregen, Wind und Frostgefahr.

Noch am Wochenende wurden in Deutschland historische Temperaturrekorde gebrochen. Mit 32,6 Grad in Huy-Pabstorf endete die extreme Hitzephase. Doch besonders die Nächte sorgten für Schlagzeilen: 21,3 Grad in Pabstorf stellten die wärmste Septembernacht seit Beginn der Aufzeichnungen 1936 dar. Auch Hannover meldete mit 19,9 Grad den höchsten Wert seit knapp 90 Jahren, während Leipzig sogar auf 19,2 Grad kam – ein Rekord, der bis ins Jahr 1864 zurückreicht. Solche Werte sind im September außergewöhnlich. Doch die warme Luft hält nicht durch: Schon jetzt kündigt sich der abrupte Wettersturz an.

Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem neuen WhatsApp-Kanal beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.

Montag: Kühle Luft verdrängt die Wärme

Der Wochenstart zeigt sich bereits von einer ganz anderen Seite. Während im Nordwesten und Norden Wolken und kurze Auflockerungen wechseln, bleibt es an der Nordseeküste nicht ganz trocken – vereinzelte Schauer sind möglich. Von Bayern bis Brandenburg hingegen breiten sich weitere kräftige Regengüsse aus. Die Temperaturen fallen drastisch: Statt Sommerhitze gibt es nur noch 13 bis 19 Grad, in den Mittelgebirgen stellenweise kaum 11 Grad.


Der Wind weht schwach bis mäßig, an den Küsten zeitweise auch mit starken Böen aus Nordwest. In der Nacht folgt der nächste Dämpfer: Im Süden und Südwesten hält der Regen an, gebietsweise intensiv. Dazu bilden sich Nebelbänke, die Sichtbehinderungen bringen. Besonders im Norden kühlt es stark ab – bis auf 3 Grad, vereinzelt sogar mit Bodenfrost.

Dienstag: Regen hält durch, Sonne nur im Norden

Am Dienstagmorgen sind im Norden noch einzelne Schauerreste möglich, danach lockert es zeitweise auf. Hier zeigt sich die Sonne, während der Rest Deutschlands unter einer dichten Wolkendecke liegt. Vor allem in den westlichen und südlichen Landesteilen regnet es anhaltend und kräftig. Im Dauerregen liegen die Höchstwerte kaum über 11 Grad, ansonsten werden maximal 13 bis 18 Grad erreicht. Der Wind bleibt schwach bis mäßig aus Nord. Die Nacht zum Mittwoch bringt im Norden trockenes Wetter mit klaren Abschnitten, sonst bleibt es regnerisch und trüb.

Regenfluten überschütten die Mitte und den Süden Deutschlands. Es drohen regionale Überschwemmungen.
Regenfluten überschütten die Mitte und den Süden Deutschlands. Es drohen regionale Überschwemmungen.

Mittwoch: Dauerregen und Sturmböen

Zur Wochenmitte verschärft sich die Lage. Während der Norden freundlich und trocken bleibt, breiten sich von der Mitte bis in den Südosten erneut intensive Regenfälle aus. In einigen Regionen fällt der Niederschlag über Stunden hinweg, begleitet von steifen bis stürmischen Böen in den Mittelgebirgen. Die Temperaturen unterscheiden sich deutlich: Im Regenfeld sind nur 11 Grad drin, während im Osten bis zu 19 Grad erreicht werden. In der Nacht kühlt es verbreitet ab – vielerorts auf Werte zwischen 4 und 9 Grad.

Der Ausblick: Nass im Süden, Sonne im Norden

Ab Donnerstag stabilisiert sich das Wetter langsam. Im Süden und in der Mitte hält der Regen zwar noch bis Freitag an, doch im Norden setzt sich zunehmend trockenes und freundliches Wetter durch. Die Temperaturen pendeln sich zwischen 11 und 18 Grad ein, ehe der Samstag vielerorts heiter bis wolkig und weitgehend trocken verläuft. Mit 13 bis 20 Grad zeigt sich dann ein erster Hauch von goldenem Herbst. In den Nächten kann es allerdings frisch werden – stellenweise mit Nebelbildung. Damit verabschiedet sich die Hitze endgültig, und Deutschland rutscht mitten hinein in den herbstlichen Wettercharakter.