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Gefühlte Temperaturen von minus 20 Grad und Schneechaos!

Die Kältewelle ist ab Sonntag bei uns. Wie bereits vor Tagen eingekündigt wird es eisig. Probleme machen der stramme Ostwind und der Lake-Effekt an der Ostsee. Dort könnten ganze Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten werden.

Dominik Jung Dominik Jung 23 Feb 2018 - 15:17 UTC
Schneeverwehungen machen Probleme
Im Nordosten kommt es aufgrund des Lake-Effekts zu starken Schneefällen und Schneeverwehungen. Örtlich sind Straßen unpassierbar.

Die eisige Kälte bahnt sich aktuelle ihren Weg über Sibirien und Russland bis nach Mitteleuropa. Vor uns stehen die kältesten Tage des aktuellen Winters. Neben der eisigen Kälte machen an der Ostsee starke Schneefälle zu schaffen. Diese werden durch den Lake-Effekt ausgelöst. Die kalte Luft strömt über das vergleichsweise warme Ostseewasser. Dabei bilden sich immer wieder recht stationäre Schauerstaffeln aus.

Von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern muss man daher mit erheblichen Neuschneemengen rechnen. Küstennah können es 20 bis 25 Zentimeter sein. Der strammer Ostwind sorgt dann für starke Verwehungen und dann können ganze Straßen ab Sonntag unpassierbar sein. Dort sollte man sich auf Straßen und Gehwegen auf erhebliche Glätte einstellen.

Gefühlte Tageswerte um minus 20 Grad

Der stramme Ostwind macht uns in der kommenden Woche besonders zu schaffen. Der bläst aktuell schon in Böen mit 30 bis 45 km/h. Nächste Woche wird das bei Dauerfrost ähnlich sein. Dann empfindet wir gemessene Werte von beispielsweise minus 7 Grad bei einer Windgeschwindigkeit von 45 km/h wie minus 20 Grad. Und dann drohen bei längeren Aufenthalten (ab 30 Minuten) im Freien Erfrierungen, wenn man sich nicht dick und schön warm einpacken. Am besten immer nach dem Zwiebelprinzip kleiden, dann kann man nicht viel verkehrt machen.

Die eisige Luft kommt direkt aus Sibirien und Russland zu uns. Das ganze erinnert etwas an die Kältewelle aus Februar 2012. Dieses Mal sollte es aber nicht ganz so lange und heftig werden. Trotzdem sollten sich die Behörden vorbereiten und besonders obdachlosen Menschen entsprechende Unterkünfte zur Verfügung stellen, um der Kälte zu entfliehen.

Während es an der Ostsee immer wieder zu starken Schneefällen kommt, scheint sonst meist durchweg die Sonne vom Himmel. Das ist der positive Aspekt der trocken-kalten Polarluft: Wir bekommen richtig viel Sonnenschein!

Wie lange bleibt es eisig kalt?

Am Samstag werden minus 2 bis plus 4 Grad erreicht. Dazu gibt es viel Sonne, im Nordosten an der Ostsee sind dann schon die ersten Schneefälle möglich. Ab Sonntag stellt sich dann Dauerfrost ein. Nachmittags werden nur noch minus 7 bis 0 Grad erwartet. Im Nordosten gibt es weitere Schneeschauer und Schneeverwehungen. Am Montag und Dienstag ändern sich an den Höchstwerten nicht viel. Rund um die Ostsee gibt es weitere kräftige Schneefälle, sonst scheint oft die Sonne. Mittwoch werden nur noch minus 9 bis plus 1 Grad erwartet. Nach Nordosten kann es noch Schneeflocken geben, bevor es dann ab Donnerstag insgesamt mehr Wolken gibt. Dann können auch im Südwesten und Süden Schneefälle einsetzen.

Damit ist dann allerdings auch eine Milderung verbunden. Diese setzt sich vor allen Dingen zum ersten Märzwochenende durch. Allerdings ist das Ganze noch unsicher, denn in der Regel unterschätzen Wettermodelle die kalte Luft und am Ende bleibt sie dann doch etwas länger als zunächst gedacht. Kalte Luft ist nämlich sehr schwerfällig. Genauer wissen wir das erst im Lauf der kommenden Woche.

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