Experte warnt vor kommender Nacht: "Kälter als im Gefrierschrank" - bis zu -25°C möglich! Erfrierungen drohen! DWD warnt

Schnee, Eis und extreme Kälte halten Deutschland fest im Griff. Der Winter zeigt seine gefährlichste Seite mit massiven Einschränkungen und Risiken für Leib und Leben.
Am Samstag fällt in vielen Regionen Deutschlands weiterhin Schnee, besonders häufig und intensiv im Süden. In Baden-Württemberg warnt der Deutscher Wetterdienst vor Unwettern durch starken Schneefall. Vor allem in den Hochlagen des Schwarzwaldes sind die Mengen extrem: bis zu 50 Zentimeter Neuschnee sind dort möglich. Straßen, Bahnverkehr und auch der Flugverkehr müssen sich auf erhebliche Behinderungen einstellen.
Räumdienste arbeiten vielerorts am Limit, dennoch sind gesperrte Straßen und Staus kaum zu vermeiden. Auch abseits der Hochlagen schneit es zeitweise kräftig, teils bis in tiefe Lagen, zumindest regional. Der Winter zeigt sich von seiner besonders rauen Seite und bringt die Infrastruktur an ihre Grenzen.
Mittelgebirge im Fokus – Schnee bis in tiefe Lagen
Nicht nur der Süden ist betroffen. Auch in den Mittelgebirgen fällt verbreitet Schnee. Besonders die Eifel, der Hunsrück, der Taunus und der Spessart geraten in den Fokus der Wetterwarnungen. In höheren Lagen kommt es dort ebenfalls zu glatten Straßen, Schneeverwehungen und eingeschränkter Sicht.

Autofahrer sollten dringend auf Winterausrüstung achten oder Fahrten ganz vermeiden. Selbst in tieferen Regionen kann es zeitweise weiß werden, was die Unfallgefahr zusätzlich erhöht. In der Nacht lässt der Schneefall in vielen Regionen zwar nach oder hört ganz auf, doch am Alpenrand sind noch letzte Schneeschauer möglich. Die kalte Luft bleibt jedoch überall erhalten und bereitet den Boden für die nächste extreme Phase.
Hamburg, beste Wintersportbedingungen
— Andi-Bar-jetzt (@BarJetzt) January 9, 2026
45cm bester Schnee! pic.twitter.com/7Lo9jAbOtJ
Auflockerungen im Norden – trügerische Ruhe
Im Norden Deutschlands hat es bereits tagsüber stellenweise aufgelockert. In der Nacht gehen die Wolken dort weiter zurück, wodurch sich der Himmel teils klar zeigt. Doch diese Auflockerungen sind trügerisch, denn sie begünstigen eine massive Auskühlung. Ohne schützende Wolkendecke kann die Temperatur ungebremst abstürzen. Die scheinbare Wetterberuhigung bedeutet daher keineswegs Entwarnung, sondern im Gegenteil die Vorbereitung auf eine der kältesten Nächte des Winters. Besonders in ländlichen Regionen und Senken drohen extreme Tiefstwerte, die weit unter das übliche Maß hinausgehen.
Bitterkalte Nacht – Deutschland wird zum Eiskeller
In der Nacht zum Sonntag stürzen die Temperaturen verbreitet auf minus 10 bis minus 15 Grad. Über Schneeflächen sind sogar minus 20 Grad möglich, lokal können am Sonntagmorgen Werte um minus 25 Grad erreicht werden. Damit wird Deutschland regelrecht zum Eiskeller – kälter als ein typischer Gefrierschrank mit minus 18 Grad. Die Kälte stellt eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar. Erfrierungen drohen bereits nach kurzer Zeit, wenn man sich nicht ausreichend schützt. Aufenthalte im Freien können lebensgefährlich werden, insbesondere nachts.
Lebensgefahr für Obdachlose – dringender Appell
Besonders dramatisch ist die Lage für obdachlose Menschen. Für sie besteht ein akutes Risiko, durch Unterkühlung oder Erfrieren zu sterben. Hilfsorganisationen und Kommunen rufen dazu auf, Notunterkünfte aufzusuchen oder Hilfe anzubieten. Jeder kann dazu beitragen, indem er hinsieht und Unterstützung organisiert. Diese extreme Kälte ist kein gewöhnliches Winterwetter, sondern eine ernste Bedrohung, die schnelles und verantwortungsvolles Handeln erfordert.
Kalter Sonntag und langsame Milderung ab Montag
Der Sonntag selbst bringt zwar hier und da Sonnenschein, doch die Temperaturen bleiben eisig bei etwa 0 bis minus 9 Grad. In der Nacht zum Montag wird es nochmals sehr kalt: Im Osten bis minus 15 Grad, im Westen meist um minus 5 Grad. Erst ab Montagmittag setzt von Westen her langsam eine Milderung ein. Die extreme Winterphase endet dort allmählich, während der Osten noch etwas länger in der Kälte verharrt.