Experte total perplex: Kommt der Mega-Winter? Modelle zeigen Dauerfrost – droht der kälteste Januar seit 15 Jahren?
Eine stabile Kältewetterlage bringt verbreitet Frost und Schnee. Wettermodelle deuten auf anhaltenden Winter hin. Doch wie extrem wird der Januar wirklich?
Die derzeitige Winterlage wird durch eine markante blockierende Hochdruckzone über Nordeuropa bestimmt. Kalte Kontinentalluft strömt aus Nordost- bis Ostlagen nach Mitteleuropa. Gleichzeitig ist der Jetstream stark mäandrierend, was den raschen Zustrom milder Atlantikluft verhindert.
In der Folge etabliert sich eine ungewöhnlich stabile Kältephase mit Dauerfrost, teils strengen Nachttemperaturen und wiederholten Schneefällen. Besonders in den Nächten kühlt es bei Aufklaren deutlich ab, was den winterlichen Charakter weiter verstärkt.
Warum die Modelle auf eine ganze Woche Winter setzen
Nahezu alle großen Wettermodelle, darunter ECMWF und GFS, simulieren mindestens sieben Tage mit durchgehend winterlichen Bedingungen. Entscheidend ist die geringe Verlagerungsgeschwindigkeit der Drucksysteme. Solange das Hoch im Norden bestehen bleibt, wird jede atlantische Milderung blockiert. Die Ensembles zeigen eine auffallend geringe Streuung, was die Prognosesicherheit erhöht. Das spricht klar dafür, dass der Winter nicht nur ein kurzes Intermezzo bleibt, sondern sich vorerst festsetzt.
Kann die Kälte noch länger andauern?
Über die Sieben-Tage-Marke hinaus nimmt die Unsicherheit zwar zu, doch die Großwetterlage bleibt bemerkenswert konsistent. Mehrere Modellläufe deuten an, dass sich die Kälte bis weit in die zweite Januarhälfte halten könnte. Voraussetzung dafür ist eine weiterhin geschwächte Westwindzirkulation. Sollte sich zusätzlich kalte Luft aus Osteuropa nachschieben, wären sogar erneute Schneefälle wahrscheinlich. Ein schneller Übergang zu mildem Tauwetter erscheint aus heutiger Sicht wenig wahrscheinlich.
Seit 20 Minuten Wintergewitter rund um Paderborn. Sowas hab ich noch nicht gesehen ️
— Robert B. #taxtherich #niemehrCDUCSU (@RobertBoni6) January 1, 2026
Das wird spannend die nächsten Tage in Sachen #schnee ️ pic.twitter.com/XSlJtPTslH
Wird der ganze Januar eisig kalt?
Ein durchgehend eisiger Januar ist meteorologisch selten, aber nicht ausgeschlossen. Aktuell sprechen die Signale eher für einen klar zu kalten Monatsabschnitt, insbesondere in der ersten Hälfte. Ob sich die Kälte bis Monatsende hält, hängt stark von möglichen Umstrukturierungen im Strömungsmuster ab. Kurzzeitige Milderungen sind selbst in strengen Wintern möglich. Dennoch liegt die Monatsmitteltemperatur nach jetzigem Stand deutlich unter dem klimatologischen Durchschnitt.
Ist das die kälteste Phase seit über 15 Jahren?
Diese Frage sorgt für besondere Aufmerksamkeit. Zwar gab es in den letzten 15 Jahren einzelne sehr kalte Episoden, doch die aktuelle Phase zeichnet sich durch ihre Dauer und räumliche Ausdehnung aus. Sollte der Frost über zwei Wochen anhalten, könnte sie zu den markantesten Kälteereignissen seit den späten 2000er-Jahren zählen. Absolute Rekorde sind jedoch nicht garantiert. Entscheidend ist weniger der einzelne Tiefstwert, sondern die anhaltende Frostserie.
Fazit: Viel Winter, aber mit Augenmaß bewerten
Zusammengefasst zeigt sich eine außergewöhnlich stabile Winterwetterlage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit noch länger anhält. Eine ganze Woche Winterwetter gilt als sehr sicher, eine Verlängerung ist gut möglich. Ob der Januar insgesamt extrem ausfällt, bleibt offen, doch ein klar zu kalter Monat ist realistisch. Von einem historischen Ausnahmeereignis sollte man jedoch erst sprechen, wenn die Kälte dauerhaft bestehen bleibt.