Winter-Horror für Vögel & Wildtiere: Mit diesen Tipps überstehen sie Schnee, Dauerfrost & eisige Kälte in Deutschland
Deutschland erlebt derzeit eine strenge Winterphase: Dauerfrost, Schneedecken in vielen Landesteilen und eisige Nächte setzen Vögeln, Eichhörnchen und Igeln stark zu. Viele Menschen möchten helfen, doch nicht alles, was gut gemeint ist, unterstützt die Tiere. Füttern kann richtig oder schädlich sein – je nach Art und Methode.

Dauerfrost & Schnee – Winter in Deutschland fordert Wildtiere heraus.Deutschland erlebt derzeit eine strenge Winterphase: Dauerfrost, Schneedecken in vielen Landesteilen und eisige Nächte setzen Vögeln, Eichhörnchen und Igeln stark zu.
Viele Menschen möchten helfen, doch nicht alles, was gut gemeint ist, unterstützt die Tiere. Füttern kann richtig oder schädlich sein – je nach Art und Methode.
Singvögel – richtig füttern ist entscheidend
Singvögel wie Meisen, Amseln, Finken oder Rotkehlchen brauchen im Winter Energie, besonders bei Schnee oder gefrorenem Boden. Natürliche Futterquellen wie Beerensträucher, Laubstreu oder Komposthaufen sind ideal. Wer zusätzlich füttern möchte, sollte Futtersilos nutzen, nur sauberes Futter anbieten und nie Brot, gesalzene Produkte oder Milch geben. Rosinen, Obststücke, Sonnenblumenkerne oder Meisenknödel ohne Plastiknetz sind optimal.
Wasservögel – Vorsicht, Füttern verboten
Schwäne, Enten und andere Wasservögel finden auch im Winter Nahrung in Seen und Flüssen. In Deutschland ist das Füttern gesetzlich verboten, da es die Tiere von natürlichen Verhaltensweisen entwöhnt und Krankheiten verbreiten kann. Genießen Sie die Tiere lieber aus der Distanz.
Kleinsäuger – nur gezielt unterstützen
Eichhörnchen freuen sich über Nüsse, ungesalzen und ungebraten, Igel dürfen im Winter nicht gestört werden, da sie Winterschlaf halten. Hund- oder Katzenfutter, hart gekochte Eier oder spezielles Igelfutter können im Herbst helfen. Achten Sie darauf, keine Ratten oder andere unerwünschte Gäste anzulocken.
Große Wildtiere – Abstand halten
Füchse, Wildschweine oder Rehe sollten nicht gefüttert werden. Die Tiere finden auch im Winter ausreichend Nahrung, das Anfüttern nimmt ihnen die Scheu vor Menschen und kann zu gefährlichen Situationen führen.
Natürliche Lebensräume sind der Schlüssel
Der beste Schutz für Wildtiere im Winter ist die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensräume. Stauden, Sträucher, Komposthaufen und Laub bieten Nahrung und Schutz. Insektenfreundliche Gärten, naturnahe Balkone und biologische Produkte sichern langfristig die Nahrung für viele Arten. Wer richtig füttert, unterstützt nur ergänzend, aber niemals als Ersatz für einen gesunden Lebensraum.

Ergo – so überstehen unsere Tiere den Winter
Die aktuelle Dauerfrost- und Schneelage stellt eine Herausforderung für unsere heimische Tierwelt dar. Mit den richtigen Maßnahmen – natürliche Lebensräume erhalten, gezielt füttern, Abstände einhalten – können Vögel, Eichhörnchen und andere Wildtiere gesund durch die Kälte kommen. Jede kleine Hilfe, richtig angewandt, zählt.
Quellen:
NABU, „Wildtiere füttern – Nötig, erwünscht oder verboten?“, Stand 2026
BUND Naturschutz (BN): „Vögel füttern im Winter?“, abrufbar unter bund‑naturschutz.de/oekologisch‑leben/tieren‑helfen/voegel‑fuettern‑im‑winter
Hammerich, Dr. Philipp: „Tiere füttern in der Stadt – Was ist erlaubt?“, Stand: 10.08.2025