Erst Sturmböen bis 95 km/h und Gewitter, dann übernimmt Hoch Thomas: Kommt jetzt die Septemberhitze nach Deutschland?
Deutschland startet stürmisch in die Woche: Gewitter bringen gefährliche Böen, bevor Hoch Thomas das Wetter beruhigt. Doch zum Wochenende simulieren die Wettermodelle hochsommerliche Hitze in Deutschland. Aber Achtung: neue Unwetter sind ebenfalls in den Modellen zu sehen!

Aufgepasst im Norden und Westen: der Wochenstart verlangt Obacht. Denn die Kaltfront von Tief Tessa bringt schauerartige Gewitter. Der Wind ist die größte Gefahr: Auch ohne Blitz und Donner treten in weiten Teilen Deutschlands Böen zwischen 55 und 70 km/h auf.
Lediglich der Südosten bleibt vom stärksten Windfeld verschont. In Verbindung mit Gewittern kann der Wind bis etwa 85 km/h beschleunigen. Auf dem Brocken sind schwere Sturmböen von den Modellen errechnet.
Gewitter können den Wind plötzlich verschärfen
Wer unterwegs ist, sollte Bäume, Baustellen und lose Gegenstände im Blick behalten. In der nördlichen Landeshälfte können gewtitrige Schauer am Nachmittag extrem plötzlich aufziehen. Neben heftigen Böen sind örtlich etwa 15 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde und kleine Hagelkörner möglich.
Wanderlust in den Alpen?
Dann solltet ihr besonders zwischen den Chiemgauer Alpen und dem Berchtesgadener Land die Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen. Einzelne Gewitter können dort in Staulagen binnen kurzer Zeit bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter abladen. Auf freien Höhen, an Graten und Gipfeln im Lee wird es bei Donner schnell gefährlich – wartet deshalb nicht auf den ersten Regenguss, sondern steigt rechtzeitig ab.
Zudem gibt es heute in der Atmosphäre einiges an Tornado-Potenzial. Tief hängende Wolken und starke Windunterschiede zwischen Boden und höheren Luftschichten liefern dafür einige der notwendigen Zutaten.
In diesen Regionen zeigt sich die Sonne
Ganz Deutschland bekommt keinen grauen und stürmischen Montag. Weiter südlich öffnen sich zwischen den Wolken sonnige Fenster, es bleibt trocken. Dort werden 22 bis 27 Grad erreicht, während es an der Nordsee und unter Schauern kaum 20 Grad warm wird.
In der Nacht zieht Tief Tessa weiter und die Gewitter klingen überregional ab. Abseits der Küsten beruhigt sich auch der Wind, lediglich auf Berggipfeln kann es anfangs stürmisch bleiben. Bei Wolkenlücken kühlt sich die Luft auf Temperaturen auf bis zu 9 Grad ab, örtlich kann sich Nebel bilden.
Hoch Thomas bringt noch keinen dauerhaften Sommer
Am Dienstag nähert sich Hoch Thomas von Südwesten. Unterstützung bekommt es in mehreren Kilometern Höhe: Dort wölbt sich ein Höhenrücken auf, in dessen Bereich Luft absinkt und neue Regenwolken schwerer wachsen.
Völlig dominieren kann das Hoch noch nicht. Im Norden ziehen weiterhin einzelne Schauer durch, während die Mitte meist trocken bleibt und im Süden häufiger die Sonne scheint. Die Temperaturen erreichen etwa 19 Grad an der Nordsee und bis zu 26 Grad im Süden.
Heute fast bundesweit stürmisch!
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) August 31, 2026
️ Außer im SO verbreitet 5570 km/h aus SW
️ In Gewitternähe Sturmböen bis 85 km/h
️ Brocken: schwere Sturmböen bis 95 km/h
In der Nacht lässt der Wind rasch nach
Alles zum Wetter
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Donnerstag wird der Wind erneut zum Thema
Das wechselhafte Wetter bleibt im Küstenumfeld erhalten. Am Donnerstag kommen Warm und Kaltfron eines Tiefs, mit Kern über der Ostsee über die nördliche Landeshälfte gezogen.
Im Norden und in Teilen der Mitte verdichten sich die Wolken, es fällt gebietsweise Regen. Nahe der Nord- und Ostsee können kurze Gewitter entstehen.
Zudem wird der Westwind kräftig bis stark aufleben mit stürmische Böen an Küstenabschnitten und auf dem Brocken auch Sturmböen. Der Süden profitiert stärker von Hoch Thomas, bleibt häufiger trocken und erreicht bei Sonnenschein 24 bis 28 Grad.
Bis zu 33 Grad – aber mit Gewitterrisiko
Zum ersten meteorologischen Herbstwochenende schafft es Hoch Thomas subtropische hochsommerlich warme Luft nach Deutschland zu lenken. Für Samstag sind in Süddeutschland 30 Grad plausibel, einzelne Modellläufe zeigen für Sonntag Spitzen um 33 Grad.
Allerdings kann die südwestliche Strömung neben der Wärme auch mehr Feuchtigkeit heranführen. Damit würde ausgerechnet mit der Septemberhitze das Risiko kräftiger Gewitter und örtlicher Unwetter wieder steigen.