Fachwerk und Weinberge: Was den Ausflug ins dieses Weindorf einzigartig macht
Zwischen steilen Hängen windet sich der Rhein durchs Tal, Rebstöcke bedecken seine Ufer. Es ist ein typisches Landschaftsbild im Mittelrheintal - doch ein kleines Dorf setzt mit seinem Zauber noch ein Schüppchen drauf.

Orte wie Rüdesheim, Boppard oder Cochem sind die touristischen Evergreens an Rhein und Mosel. Doch es gibt hier einen weiteren reizvollen Ort, in dem es dazu ein wenig ruhiger und ursprünglicher zugeht.
Ein weiterer Vorteil ist die gute Erreichbarkeit: Von Frankfurt am Main fährt die Regionalbahn in gut einer Stunde ohne Umstieg bis in den Ort, von Koblenz dauert die Fahrt nur etwas mehr als 30 Minuten. Auch mit dem Deutschlandticket lässt sich der Ausflug problemlos umsetzen.
Burg Stahleck: Hoch über dem Rhein
Eine Kraftprobe zum Auftakt bietet in Bacharach der Weg zur Burg Stahleck. Der Anstieg hat es stellenweise in sich, ist dafür aber nicht sehr lang. Immer wieder öffnen sich zwischen den Häusern und Bäumen Blicke über den Rhein und die Weinberge.
Oben wartet eine gut erhaltene Anlage mit Mauern, Türmen und verschiedenen Aussichtspunkten. Die Burg beherbergt heute eine Jugendherberge. In ihrem Café gibt es Kuchen und andere Kraftspender zu moderaten Preisen - eine günstige Gelegenheit zur Pause mit Rheinblick.

Für den Rückweg lohnt sich eine andere Route: Auf der gegenüberliegenden Seite des Burgbergs führt der Weg hinunter und eröffnet neue Perspektiven auf die Rebflächen.
Historische Architektur und Rheintal-Romantik
Dabei führt die Strecke direkt an einem der Wahrzeichen Bacharachs vorbei: der Wernerkapelle. Von dem im 13. Jahrhundert errichteten Sakralbau sind heute nur noch die Ruinen erhalten. Trotzdem wirkt das filigrane Mauerwerk über dem Ort noch immer eindrucksvoll.
Weiter unten trifft der Weg auf St. Peter. Die Kirche verbindet romanische und gotische Elemente und fällt mit ihrer weiß-roten Fassade sofort ins Auge. Zusammen mit der Wernerkapelle und Burg Stahleck bildet sie ein Markenzeichen der Stadt.
Bacharachs Reiz beschränkt sich nicht nur auf seine großen Sehenswürdigkeiten. Zwischen historischen Fachwerkhäusern führen enge Gassen durch den Ort, jede Biegung öffnet einen neuen Blick auf die Weinberge.
Die Mischung aus mittelalterlicher Architektur und Rheintal-Romantik macht das Dorf besonders reizvoll.
Kleiner als Cochem, weniger Andrang
Im Vergleich mit dem bekannteren Cochem an der Mosel hat Bacharach einen Vorteil: Der Ort ist weniger von Massentourismus betroffen.
Cochem lockt mit seiner Reichsburg und der hübschen Altstadt, kann in der Hauptsaison allerdings sehr voll werden. Bacharach bekommt ebenfalls viel Besuch, hat aber seinen ruhigen Charakter bewahrt.
Zum Weindorf-Ausflug gehört auch ein Glas Wein. Winzerhöfe und Weinlokale bieten Verkostungen mit regionalen Erzeugnissen an – und das zu moderaten Preisen.
Artikelreferenz
Dariusch Rimkus. (2026). Märchen-Idylle am Rhein: Dieses malerische Dorf ist ideal für einen Ausflug im Herbst.