Grün im Sommer, braun im Herbst: Das steckt hinter den Wanzen, die jetzt ins Haus kommen

Durch das kühle Herbstwetter mit Wind und Regen suchen die ersten Wanzen eine Überwinterungsmöglichkeit. Dabei kann es schnell passieren, dass sie aus Versehen in unseren Wohnungen und Häusern landen.

Die grüne Stinkwanzen verändert im Herbst ihre Farbe und wird grünlich braun. Eine perfekte Tarnung!
Die grüne Stinkwanzen verändert im Herbst ihre Farbe und wird grünlich braun. Eine perfekte Tarnung!

Besonders viele Wanzen konnten sich in diesem heißen Sommer entwickeln. Sie haben im Gegensatz zu uns Menschen und anderen Tieren kein Problem mit langen Hitze- oder Dürreperioden.

Wanzen sind fast überall zu finden

Wanzen gibt es fast in jedem Winkel unserer Erde. In Deutschland ist vor allem die grüne Stinkwanze heimisch. Insgesamt gibt es über 900 Arten in Deutschland.

Im Frühjahr und Sommer können wir sie gut an ihrem flachen Körper und der leuchtend grünen Farbe erkennen. Zum Herbst hin unterscheidet sie sich jedoch kaum noch von der marmorierten braunen Baumwanze, die aus Ostasien eingewandert ist. Die grünen Stinkwanzen verändern im Herbst ihre Farbe, so ähnlich wie die Blätter an den Bäumen ebenfalls rot und braun werden.

Grüne Stinkwanzen können ihre Farbe ändern

Dieser Farbwechsel wird in der dunklen Jahreszeit als Tarnung verwendet. So können die erwachsenen Tiere unentdeckt einen Platz für die Überwinterung finden.

Grüne Stinkwanzen und Baumwanzen sind vor allem im Wald zuhause.
Grüne Stinkwanzen und Baumwanzen sind vor allem im Wald zuhause.

Ursprünglich war die grüne Stinkwanze vor allem in Wiesen und Wäldern anzutreffen. Wanzen jeglicher Art sind zu dieser Jahreszeit auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier.

Auf der Suche nach einem Winterversteck

Da nehmen sie mit Vorliebe kleine Spalte in den Hauswänden oder kleine Verstecke im Dachüberstand.

Dabei können sie sich schnell mal verirren und in den Innenräumen landen. Am einfachsten lassen sich die Tiere mit einem Glas und einer Karte wieder einfangen und rausbringen.

Da sie fliegen können oder sich in Gefahr durchaus stinkend wehren, ist ein davonjagen oder besprühen mehr als kontraproduktiv.

Wanzen können gut eingefangen und rausgebracht werden

Das Umweltbundesamt rät von einer chemischen Bekämpfung ab. Solche chemischen Mittel sind nicht nur schädlich, sondern bei Wanzen nahezu unwirksam. Generell geht von solchen Wanzen keine Gefahr aus. Ihre Art sich zu bewegen, kann dennoch bei uns Ekel auslösen.

Zudem möchten die Wanzen nicht in den Innenräumen bleiben. Eine kleine Hilfe nach draußen in die Herbstluft ist somit völlig ausreichend.

Bei mehreren Wanzen in der Wohnung oder im Haus wäre ein Insektengitter eine effektive Möglichkeit. So verlaufen sich die Wanzen beispielsweise bei einem gekippten Fenster nicht mehr so einfach in die Innenräume.

Artikelreferenzen

geo.de. (2026). Im Herbst zieht es die Grünen Stinkwanzen ins Haus.
Umweltbundesamt. (2026). Wanzen: Aussehen und Vorkommen.