Beste Reisezeit Ägypten: Rotes Meer, Kairo, Alexandria und Luxor
Im Juli steigt das Thermometer in Assuan im Schnitt auf fast 42 Grad, in Alexandria nur auf gut 30. Ob Pyramiden, Tempel oder Strand: Die beste Reisezeit hängt davon ab, wohin es geht.

Ägypten hat nicht ein Klima, sondern mehrere. In Alexandria bleibt es im Sommer vergleichsweise mild, am Roten Meer kühlen die Nächte kaum ab, und im Niltal um Luxor und Assuan wird es am heißesten. Welche Monate die richtigen sind, hängt deshalb davon ab, was auf dem Programm steht: Tempel am Nil, Strand und Korallenriffe oder Kairo mit Ausflug in die Oase Fayum.
Rotes Meer: Im Herbst stimmen Luft und Wasser zugleich
Hurghada war einmal ein Fischerdorf. Heute zählt der Ort zu den wichtigsten Urlaubszielen Ägyptens, Taucher kommen wegen der Korallenriffe.
Im Hochsommer wird es dort heiß.
Im Mittel 1991 bis 2020 steigen die Höchstwerte im Juli und August auf gut 37 °C, nachts bleibt es bei rund 28 °C. Auch das Meer ist dann am wärmsten, im August mit knapp 29 °C, laut Satellitendaten der NOAA.
Besser passt der Herbst. Im Oktober liegen die Höchstwerte bei rund 32 °C, das Wasser hat noch gut 27 °C. Im Frühjahr ist es umgekehrt: Die Luft erreicht tagsüber 30 bis 34 °C, doch das Meer hinkt mit 23 bis 25 °C hinterher. Die Sonne scheint hier ganzjährig neun bis dreizehn Stunden am Tag.
Kairo und Fayoum: Milde Monate für Pyramiden und Altstadt
In Kairo stehen westlich des Nils die Pyramiden von Gizeh, darunter eines der antiken Weltwunder. Sie und die Altstadt mit ihren Moscheen und Koranschulen zählen zum UNESCO-Welterbe. Ein Ausflug führt in knapp zwei Autostunden nach Südwesten in die Oase Fayoum am Qarun-See.
Am angenehmsten ist Kairo von Oktober bis April. Im Oktober erreichen die Höchstwerte noch rund 30 °C, im März und April 24 bis 28 °C und von Dezember bis Februar 19 bis 21 °C. Nachts wird es im Winter mit 10 bis 12 °C frisch, im Sommer steigt das Thermometer auf rund 35 °C. Im Frühjahr kann zudem der Chamsin den Plan durchkreuzen, ein heißer Wüstenwind mit Sand und Staub.
Die Sonne scheint im Winter etwa sieben Stunden am Tag, im Sommer bis zu zwölf.
Alexandria: Badesaison im Sommer, Regen im Winter
Alexander der Große gründete Alexandria 331 v. Chr., in der Antike war die Stadt ein geistiges Zentrum. Heute locken griechisch-römische Ausgrabungen und die Bibliotheca Alexandrina.
Das Klima unterscheidet sich von dem Kairos. Rund 210 l/m² Regen fallen hier im Jahr, fast 90 Prozent davon zwischen November und Februar. Im Januar regnet es an rund acht Tagen, in Kairo fallen im ganzen Monat nur knapp 5 l/m². Das Meer kühlt bis Februar und März auf gut 17 °C ab.
Zum Baden sind die Monate Juni bis Oktober angenehmer. Im Juli und August erreichen die Höchstwerte 30 bis 31 °C, rund 4 Grad weniger als in Kairo. Am wärmsten ist das Wasser im August und September mit gut 27 °C.
Luxor und Assuan: Tempel besucht man am besten im Winter
Luxor liegt rund 700 Kilometer südlich von Kairo. Hier stand einst Theben, die Hauptstadt des Mittleren und Neuen Reichs. Am Ostufer des Nils erheben sich die Tempel von Karnak und Luxor, am Westufer beginnt das Tal der Könige. Weiter südlich bei Assuan folgen das Isis-Heiligtum auf Philae und die Felsentempel von Abu Simbel.
Im Sommer wird es hier sehr heiß. Von Juni bis August erreichen die Höchstwerte in beiden Städten rund 41 bis 42 °C, in Assuan bleibt es im Juli und August auch nachts bei rund 28 °C.
Tempelbesucher kommen deshalb besser im Winter. Von November bis Februar liegen die Höchstwerte bei 23 bis 30 °C, die Sonne scheint neun bis zehn Stunden am Tag. Nachts sind es in Luxor im Januar allerdings nur rund 7 °C.
Welche Reisezeit zu welchem Urlaub passt
Eine einzige beste Reisezeit gibt es also nicht. Wer Tempel und Strand verbinden will, reist im November: In Luxor sind es dann rund 29 °C, und das Wasser am Roten Meer hat noch rund 26 °C.