Traum in Türkis: Die Malediven Bayerns liegen nur zwei Stunden von München entfernt
Bayerns spektakulärstes Farbenspiel befindet sich am Fuß der Zugspitze. Dort funkelt ein Alpensee mit glasklarem Wasser vor prachtvollem Bergpanorama - und kann in Sachen Schönheit mit dem Indischen Ozean durchaus mithalten.

Es gibt Orte, die wirken wie eine Filmkulisse - oder wie ein Traum. Dieser See gehört definitiv dazu. Am Fuß der Zugspitze leuchtet sein Wasser je nach Sonnenstand in schimmernden Blau-, Grün- und Türkistönen, während sich die Gipfel der Alpen auf der spiegelglatten Oberfläche spiegeln. Kein Wunder, dass er zu den eindrucksvollsten Landschaften Deutschlands zählt.
Zusammen mit dem Walchensee wird er auch als die bayerische Karibik tituliert - oder als die Malediven Süddeutschlands. Schließlich besitzt er nicht nur in traumhaften Blau- und Türkistönen leuchtendes Wasser, sondern auch eine eigene kleine Inselwelt.
Ein Bergsee mit acht Inselchen
Nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt der Eibsee bei Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Seine acht kleinen Inseln, das außergewöhnlich klare Wasser und die eindrucksvolle Bergkulisse fügen sich zu einer Szenerie, die sich nicht nur mit den Jahreszeiten verändert, sondern sogar bei jedem Besuch anders wirkt.

Ab München ist der Eibsee schnell erreichbar. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund eineinhalb Stunden, mit Bahn und Bus etwas mehr als zwei Stunden. Die Route führt vorbei an einigen der schönsten Seen Oberbayerns, bevor sich hinter Garmisch-Partenkirchen der Blick auf Deutschlands höchsten Berg öffnet.
Wandern mit Panoramablick
Eine klassische Wanderroute bildet der rund sieben Kilometer lange Eibsee-Rundweg. Mit lediglich etwa 80 Höhenmetern ist er auch für nicht völlig austrainierte Wanderer gut geeignet und führt zu hübschen Buchten und Aussichtspunkten sowie durch schattigen Wald.

Besonders schön an heißen Tagen: Unterwegs kann man jederzeit eine Pause am Wasser einlegen - bei fantastischem Blick auf die Zugspitze.
Einkehr mit Aussicht und eine Höllen-Schlucht
Etwas mehr Kondition verlangt die Wanderung zur Hochthörlehütte auf österreichischer Seite. Rund 600 Höhenmeter sind dabei zu überwinden. Belohnt wird der Aufstieg mit einer Einkehr mit Aussicht. Wer jetzt noch Energie hat, kann die Tour von hier aus weiter verlängern.
Ein weiteres Highlight der Region ist die Höllentalklamm. Vom Eibsee aus erreicht man den Eingang in etwa zwei Stunden zu Fuß.
Tosende Wasserfälle, enge Felsschluchten und spektakuläre Stege machen die Wanderung zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse im Wettersteingebirge.
Ambitionierte Alpinisten können den Eibsee sogar als Ausgangspunkt für die Zugspitze wählen. Der Anstieg über den Klettersteig zählt zu den anspruchsvollsten Touren der Region und ist ausschließlich erfahrenen Bergsteigern mit entsprechender Ausrüstung vorbehalten. Je nach Route sollte für den Aufstieg etwa fünf bis sechs Stunden eingeplant werden.
Chillen, träumen, Tretboot fahren
Auch wer lieber am, im und auf dem Wasser entspannt, statt sich am Berg zu erschöpfen, hat am Eibsee zahlreiche Möglichkeiten.
Tretboote und Stand-up-Paddleboards können ausgeliehen werden, am Ufer lässt sich wunderbar träumen und chillen. Biergärten, Gasthäuser und eine Eisdiele sichern das Überleben auf angenehme Weise.
Artikelreferenz
Elisa Buhrke. (2026). Bayerns Malediven ziehen Besucher in ihren Bann - und liegen in bekannter Region.