Achtung -Lage wird ernst! Grillverbot, Gluthitze, Trockenheit: Rheingau und Hessen steuern auf die nächste Hitzewelle zu
Wiesbaden verhängt wegen extremer Trockenheit ein Grillverbot. Gleichzeitig rollt die nächste Hitzewelle auf Hessen zu. Im Rheingau steigen die Temperaturen bis zum Wochenende auf 35 Grad.

Die Sommeridylle am Rhein bekommt in diesen Tagen eine ernste Begleiterscheinung. Wegen der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt Wiesbaden die Waldbrand-Warnstufe 4 ausgerufen und ein umfassendes Grillverbot auf öffentlichen Grillplätzen verhängt. Selbst Gasgrills sind betroffen.
Grundlage der Maßnahmen sind der Waldbrandgefahrenindex (WBI) und der Grasland-Feuer-Index (GFI). Beide Indizes bewerten das meteorologische Potenzial für Wald- und Vegetationsbrände.
Bereits Warnstufe 4, die Vorletzte Stufe in der Warnskala, macht laut der Landeshauptstadt Wiesbaden ein generelles Grillverbot auf öffentlichen Grillplätzen erforderlich.
Die Maßnahme zeigt, wie angespannt die Lage inzwischen geworden ist. Nach Wochen mit deutlich zu wenig Niederschlag haben Böden, Wiesen und Waldflächen große Mengen Feuchtigkeit verloren. Die Vegetation trocknet weiter aus und jeder Funke kann schnell zum Problem werden.
Sonne brennt von einem wolkenlosen Himmel und heizt Hessen so richtig ein
Verantwortlich für die Wetterentwicklung ist eine großräumige Wetterkonstellatiom über Europa. Zwischen einem Cut-Off-Tief über den baltischen Staaten und einem Hochdruckgebiet über dem nahen Ostatlantik strömt sehr warme Meeresluft nach Deutschland.
Genau dieser Prozess sorgt dafür, dass sich die Atmosphäre über Hessen in den kommenden Tagen immer stärker aufheizt.
Der Rheingau wird erneut zum Hitzeschwerpunkt
Besonders entlang des Rheins spielt die geografische Lage ihre Stärken aus. Der Rheingau liegt geschützt zwischen Taunus und Oberrheingraben. Die Weinberge speichern Wärme, die trockene Luft lässt die Sonne ungehindert arbeiten und der schwache Wind kann die Erwärmung kaum bremsen.
Bereits am Donnerstag werden im Süden Hessens und im Rheingau häufig 28 bis 31 Grad erreicht. Während sich im Norden Deutschlands noch einige Wolken halten, dominiert hier bereits das Sommerwetter.
Am Freitag folgt die nächste Stufe. Die Temperaturen steigen im Rheingau und im Rhein-Main-Gebiet auf 31 bis 33 Grad. Die aktuellen Wettermodelle berechnen in besonders begünstigten Lagen sogar Spitzenwerte von 34 bis 35 Grad.
Am Wochenende erreicht die Hitze ihren Höhepunkt
Am Samstag setzt sich die Erwärmung weiter fort. Im Norden Hessens werden 29 bis 32 Grad erwartet, im Süden 32 bis 35 Grad.
Auch am Sonntag bleibt es sonnig und trocken. Erneut werden verbreitet 30 bis 35 Grad erreicht. Der Rheingau zählt damit zu den heißesten Regionen Deutschlands.
Trotz der Hitze bleiben die Nächte zunächst noch vergleichsweise erträglich. Häufig sinken die Temperaturen auf 12 bis 20 Grad. Direkt an Rhein und Main bleibt es lokal etwas wärmer und neue Wüstennächte drohen.
️ Europa-Wetter
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) July 9, 2026
nHochdruck sorgt in weiten Teilen Mitteleuropas für Sonne und trockenes Sommerwetter
Spanien bis 40°C, England bis 35°C
️ Nur im Baltikum und Osten Polens noch Regen + kühle Luft wegen Cutt-Off-Tief
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Blockade-Sommer-Hoch-Klaus zerstört jegliche Hoffnung auf Regen
Die Wettermodelle zeigen auch für die kommende Woche kaum nennenswerte Niederschläge. Deutschland verbleibt an der Nordostflanke des ausgedehnten Hitzebereichs über Westeuropa.
Für Hessen bedeutet das vor allem eines unter dieser Hitzeglocke: viel Sonne, hohe Temperaturen und weiter austrocknende Böden. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch und verschärft sich regional weiter.
Während viele Menschen das Sommerwetter genießen, wächst die Sorge vor einer weiteren Zuspitzung der Trockenheit. Für den Rheingau und große Teile Hessens bleibt Regen vorerst nicht in Sichtweite der mittelfristigen Wetteraussichten.
Artikelreferenz
Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden vom 8. Juli 2026:. Waldbrand-Warnstufe 4: Grillverbot auf allen öffentlichen Grillplätzen.