Sandsteinriesen und Felsspalten: Dieses Naturwunder ist ein perfektes Ziel ab Leipzig

Eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Mitteleuropas liegt nur 180 Kilometer von der sächsischen Metropole entfernt. Bizarre Felsformationen und steinerne Skulpturen bilden die Kulisse unvergesslicher Wanderungen.

Bizarre Felsformationen prägen das Adersbach-Gebirge. Foto: Pixabay
Bizarre Felsformationen prägen das Adersbach-Gebirge. Foto: Pixabay

Leipzig mag viele Vorzüge haben - schroffe Felslandschaften gehören eher nicht dazu. Wer aber den Wunsch verspürt, zwischen meterhohen Sandsteintürmen zu wandern, muss dennoch nicht allzu weit reisen: Nur 180 Kilometer entfernt befindet sich ein eindrückliches Naturwunder, das genau das ermöglicht.

Ideal für ein Wander-Wochenende

Aufgrund des Streckenverlaufs braucht man für die Anreise - über Dresden - zwar locker viereinhalb Stunden. Für einen Tagesausflug ist das ambitioniert, als Kurzreise dagegen ideal.

Denn dann ist eines der eindrucksvollsten Ziele Mitteleuropas erreicht: die Adršpach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Nordosten Tschechiens unweit des Riesengebirges - ein perfektes Ziel für einen erlebnisreichen Wochenendtrip.

Jede Biegung öffnet den Blick auf neue Felswunder. Foto: Marcin Nowakowski/Pixabay
Jede Biegung öffnet den Blick auf neue Felswunder. Foto: Marcin Nowakowski/Pixabay

Wer viel Zeit hat, kombiniert den Besuch der Felsenstadt mit einer Wanderung im Riesengebirge oder einem Zwischenstopp in Dresden. So lässt sich der Kurztrip zum erlebnisreichen Urlaub ausbauen.

Spanische Wand, Zahnstocher und Zuckerhut

Wie eine steinerne Skyline ragen die bizarren Sandsteinformationen der Felsenstadt in den Himmel. Manche wirken wie Burgen, andere wie überdimensionale Skulpturen – und fast alle tragen fantasievolle Namen. Da gibt es die Spanische Wand, den Bürgermeister oder Rübezahls Zahnstocher.

Der Doppelturm „Liebespaar" erreicht stolze 81 Meter Höhe, während der Zuckerhut scheinbar der Schwerkraft trotzt: Oben misst der Felsblock rund 13 Meter, an seiner schmalsten Stelle am Boden gerade einmal vier.

Durch ein Labyrinth aus Stein zum Wasserfall

Der Rundweg führt immer tiefer in dieses steinerne Labyrinth. An einer Passage bleibt zwischen den Felswänden nur ein 50 Zentimeter schmaler Spalt. Also: Bauch einziehen und seitlich drehen. Bald darauf öffnet sich die Landschaft wieder und gibt den Blick auf einen 15 Meter hohen Wasserfall frei.

Türkisfarben leuchtet der See: Die Gebirgslandschaft ist voller Wunder. Foto: Pixabay
Türkisfarben leuchtet der See: Die Gebirgslandschaft ist voller Wunder. Foto: Pixabay

Wenige Schritte weiter schimmert ein glasklarer Felsenteich zwischen den Sandsteinwänden – einer der schönsten Fotospots des Naturreservats.

Entstanden ist diese Landschaft vor Millionen von Jahren. Als die Region noch von einem Meer bedeckt war, lagerten sich hier mächtige Sandschichten ab.

Wind, Wasser und Frost formten daraus im Laufe der Zeit ein Labyrinth aus bis zu 100 Meter hohen Felstürmen, tiefen Schluchten und schmalen Klüften, das sich heute über rund 18 Quadratkilometer erstreckt.

In der Nähe warten weitere wilde Naturwunder

Die Teplicer Felsen liegen direkt neben der Adršpacher Felsenstadt. Zusammen bilden sie das größte Sandsteingebiet Tschechiens. Hier ist meist weniger los als in Adršpach, dafür sind die Schluchten und Felstürme noch wilder.

Und der Nationalpark Riesengebirge beginnt nur etwa 30 bis 40 Kilometer südlich. Hier lassen sich Wanderungen auf die Schneekoppe unternehmen, durch alpine Hochmoore und über spektakuläre Bergkämme.

Artikelreferenz

t-online. (2026). Diese spektakuläre Felsenstadt ist eine Reise wert.