Großwetterlage bringt Hamburg-Hoch: Altweibersommer zur Septembermitte erwartet

Der September in Hamburg startete mit Regen und spielt schon damit die Statistik von 10 Regentagen im September zu reißen. Die aktuelle Großwetterlage scheint jedoch etwas dagegen zu haben.

Ab nächster Woche Montag formt der Jet-Stream einen Ausschlag Richtung Norden über Deutschland. Oft geht dies mit Hochdruckgebieten südlich des Ausschlages einher. Ein Indikator für gutes Wetter in Deutschland und Hamburg.
Ab nächster Woche Montag formt der Jet-Stream einen Ausschlag Richtung Norden über Deutschland. Oft geht dies mit Hochdruckgebieten südlich des Ausschlages einher. Ein Indikator für gutes Wetter in Deutschland und Hamburg.

Ein sattes und nüchternes "Moin!" an alle Hamburger*innen! Der Septemberstart hatte den klassischen Hamburger Beigeschmack. Wechselhaftes Wetter mit Sprühregen steht seit einigen Tagen auf der Menükarte der Wetterküche. Auch am heutigen Mittwoch bleibt der Regen nicht aus und kommt pünktlich zur Feierabendzeit um 17.00 Uhr nach Hamburg. Zwar fällt der Regen nur leicht aus, aber bei den Spitzengeschwindigkeiten von Alsterrundradler*innen führt es wahrscheinlich trotzdem zur nassen Jeans. Statistisch gesehen sollte es nach dieser Woche jedoch trockener werden. Zwei Gründe sprechen dafür: im September regnet es im Mittel an 10 bis 11 Tagen vom gesamten Monat und der Altweibersommer könnte für stabileres Wetter sorgen.

Statistik und Altweibersommer: Hält sich Hamburg an die "Wetterregeln"?

Da Hamburg jetzt schon nah an der Statistik von 10 bis 11 Regentagen kratzt, könnte man vermuten, dass es trockenes Wetter wahrscheinlicher wird. Auch der Altweibersommer steht vor der Tür. Vertraut man dem Mythos des Altweibersommers, so müsste sich um die Septembermitte trockeneres Wetter einstellen. Wertet man die Statistik zum Mythos aus, so sprechen Meteorolog*innen tatsächlich von einer Singularität; also einer Wetterlage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes Jahr zu einer ähnlichen Zeit mit einem ähnlichen Muster wiederkehrt.


Im Falle des Altweibersommers handelt es sich dabei um ein blockierendes Hochdrucksystem über Mitteleuropa, was Tiefdruckgebiete ablenkt. Das sorgt für sonnige, trockene Tage mit Temperaturen oft über 20 Grad, während die Nächte aufgrund des klaren Himmels bereits stark abkühlen und morgens Nebel bilden.

Großwetterlage spricht für Altweibersommer und verspricht trockene Tage in Hamburg

Mit einem halben Auge schielt der Großlagenwetterfrosch Dieter Donner auf die Jet-Stream Position (siehe erstes Bild), um eine Ahnung zu erhaschen, ob der Altweibersommer nach Hamburg kommt. Während die restliche Woche in Hamburg noch wechselhaft bleiben soll und zumindest zum Sonntag nochmal stärker der Regen erwartet wird, so könnte es ab nächster Woche wirklich zu trockeneren Temperaturen kommen.

Am Sonntag kommt es in Hamburg vermutlich noch einmal zu Regen. Anschließend könnte es (außer am darauffolgenden Mittwoch) zu trockeneren Wetterlagen kommen.
Am Sonntag kommt es in Hamburg vermutlich noch einmal zu Regen. Anschließend könnte es (außer am darauffolgenden Mittwoch) zu trockeneren Wetterlagen kommen.


Am Montag formt der Jet-Stream einen nördlichen Wellenausschlag. Südlich von dieser Welle befinden sich oft stabile Hochdruckgebiete und genau dort befindet sich Deutschland in der kommenden Woche. Bildet sich der Jet-Stream also wirklich in dieser Form aus, spricht einiges für trockene Tage in Hamburg und Deutschland für die kommende Woche.


Dies zeigt sich auch in den Modellvorhersagen für Hamburg. Lediglich am Mittwoch, den 16.09.26 ziehen dort noch einmal Regenwolken auf. Anschließend bleibt es trocken mit Temperaturen um die 20 °C und kühlen Nächten. Also ganz so wie in dem Mythos des Altweibersommers. Ob Hamburg bis dahin die Regenstatistik von zehn Tagen gerissen hat, bleibt jedoch noch eine offene Frage.

Ich wünsche Ihnen in der kommenden Woche keine größeren Ausreißer aus der Statistik, es sei denn, sie sind von positiver Natur.