Kennen Sie diese faszinierenden Lost Places im Nordosten Deutschlands?

In Mecklenburg-Vorpommern verbergen sich zwischen Festland, Ostseeküste und einsamen Inseln Orte voller Geschichte und Geschichten. Dies sind die geheimnisvollsten Flecken im Bundesland - und so können Sie sie besuchen.

Lost Place mit Vergangenheit: Die Halbinsel Wüstrow wurde früher militärisch genutzt. Foto: Adobe Stock
Lost Place mit Vergangenheit: Die Halbinsel Wüstrow wurde früher militärisch genutzt. Foto: Adobe Stock

Zwischen Küste, Inseln und weiten Landschaften birgt Mecklenburg-Vorpommern Orte, die von Geschichte, Geheimnissen und besonderen Geschichten geprägt sind. Einige von ihnen waren lange Zeit unzugänglich und üben bis heute besondere Faszination aus.

Wustrow: Die verbotene Halbinsel

Die Halbinsel Wustrow an der Ostsee galt jahrzehntelang als Sperrgebiet. Während der NS-Zeit entstand hier eine der größten Flugabwehrschulen des Deutschen Reiches samt militärischer Infrastruktur. Nach dem Krieg blieb das Gelände für die Öffentlichkeit verschlossen.

Erst seit einigen Jahren können Besucher Wustrow im Rahmen geführter Touren erkunden und einen Blick auf die verlassenen Gebäude des Areals werfen.

Ruden: Abgeschiedener Posten in der Ostsee

Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns liegt die kleine Insel Ruden. Aufgrund ihrer strategischen Lage diente sie über Jahrzehnte als Beobachtungs- und Grenzstation. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von hier Raketenversuche überwacht, später kontrollierten DDR-Grenztruppen den Schiffsverkehr.

Abendstimmung auf der einsamen Insel Ruden. Foto: Adobe Stock
Abendstimmung auf der einsamen Insel Ruden. Foto: Adobe Stock

Die Insel verfügt bis heute über wenig Infrastruktur und wird nur von wenigen Menschen bewohnt. Gelegentlich werden Führungen angeboten, die Einblicke in ihre ungewöhnliche Geschichte ermöglichen.

Prora: Gigantisches Bauprojekt mit Vergangenheit

Auf Rügen befindet sich einer der bekanntesten historischen Orte des Bundeslandes: Prora. Der gewaltige Gebäudekomplex wurde in den 1930er-Jahren als Ferienanlage für Tausende Urlauber geplant, jedoch nie fertiggestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die DDR die Anlage als Militärstandort.

Heute werden die Gebäude schrittweise zu Wohnungen, Hotels und Freizeiteinrichtungen umgestaltet, während ihre Geschichte weiterhin Besucher fasziniert.

Vilm: Die exklusive Insel der DDR-Elite

Südlich von Rügen liegt die kleine Insel Vilm. Zu DDR-Zeiten war sie nur einem ausgewählten Personenkreis vorbehalten, darunter hochrangige Parteifunktionäre.

Kein Wunder, dass die Elite der DDR hier gerne urlaubte: Vilm ist wunderschön. Foto: Adobe Stock
Kein Wunder, dass die Elite der DDR hier gerne urlaubte: Vilm ist wunderschön. Foto: Adobe Stock

Heute steht die Insel unter Naturschutz und ist für Besucher nach Anmeldung im Rahmen geführter Exkursionen zugänglich. Ihre Natur und die abgeschiedene Lage machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel.

Greifswalder Oie: Vom Sperrgebiet zum Vogelparadies

Zwischen Rügen und Usedom liegt die Greifswalder Oie. Während der DDR war die Insel militärisches Sperrgebiet. Heute hat sich das Eiland zu einem wichtigen Rückzugsort für Zugvögel entwickelt.

Nur wenige Besucher dürfen täglich an Land gehen, um die einzigartige Natur zu erhalten. Die Insel zählt heute zu den faszinierendsten Naturlandschaften der Ostsee.

Artikelreferenz

Jasmin Kreulitsch. (2026). 10 besonders geheimnisvolle Orte an der Ostsee.