40 Grad und über 300 Landkreise im Unwetter-Alarm - "Es wird lebensgefährlich": Hitze-Hammer eskaliert

Jetzt schlägt die Glut richtig zu: Bis zu vier Tage am Stück um 40 Grad, über 300 Landkreise unter Warnung. Und im Südwesten reißt die Hitze danach einfach nicht ab.

Was sich gerade über Deutschland zusammenbraut, sprengt jeden Rahmen. Drei, in manchen Regionen sogar vier Tage hintereinander klettern die Werte auf rund 40 Grad. Das sind keine normalen Sommertage mehr, das sind echte Gluttage - eine Hitze, die einen schon morgens beim Aufstehen erschlägt.

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Die Luft steht regelrecht, kein Lüftchen, kaum eine Wolke. Wer mittags vor die Tür muss, spürt die Glut wie aus einem geöffneten Backofen. Und das Schlimmste: Es bleibt nicht bei einem Tag, sondern zieht sich gnadenlos durch.

Nachts keine Erholung - die Tropennächte zermürben

Besonders heimtückisch sind die Nächte. In den großen Städten kühlt es kaum noch unter 20 Grad ab - das sind klassische Tropennächte, in denen der Körper einfach nicht runterkommt. Wer schon mal bei 24 Grad im Schlafzimmer gelegen und sich von einer Seite auf die andere gewälzt hat, weiß, wie zermürbend das ist.

Der Kreislauf bekommt keine Pause, der Schlaf leidet, und am nächsten Morgen geht das Ganze wieder von vorne los. Genau diese Dauerbelastung macht eine Hitzewelle so gefährlich - nicht der eine heiße Nachmittag, sondern die Tage, die sich aneinanderreihen.

Über 300 Landkreise unter Warnung - und das ist Unwetter

Mehr als 300 Landkreise sind inzwischen mit Warnungen überzogen, der Löwenanteil davon wegen extremer Hitze. Und ja: Auch wenn am Himmel kein Gewitter tobt und kein Sturm wütet - das ist Unwetter. Hitze in dieser Wucht ist keine Lappalie.

Bis Sonntag herrscht in Deutschlande extreme Hitze.
Bis Sonntag herrscht in Deutschlande extreme Hitze.

Sie belastet Herz und Kreislauf massiv, vor allem bei Älteren, chronisch Kranken und den ganz Kleinen. Jeder kennt jemanden, der jetzt besonders aufpassen muss - die Nachbarin, die Oma, das Baby im Kinderwagen. Genau für die wird es jetzt brenzlig.

So kommen Sie durch die Glut

Das Einmaleins gegen die Hitze ist eigentlich simpel, wird aber gern vergessen: viel trinken, am besten Wasser und ungesüßten Tee, über den ganzen Tag verteilt. Die pralle Mittagssonne meiden, alles Anstrengende in die kühlen Morgenstunden verlegen.

Der "Heat Dome" hat weite Teile Europas fest im Griff. Die Temperaturen liegen 10 bis 15 Grad über den Normalwerten für die Jahreszeit.
Der "Heat Dome" hat weite Teile Europas fest im Griff. Die Temperaturen liegen 10 bis 15 Grad über den Normalwerten für die Jahreszeit.

Und nachts clever lüften: Solange es draußen frischer ist als drinnen, Fenster auf, tagsüber dann konsequent Rollläden und Vorhänge zu. Wer das beherzigt, kommt deutlich entspannter durch die nächsten Tage als jemand, der die Glut einfach ignoriert.

Ab Montag kühler - aber der Südwesten bleibt im Glutofen

Jetzt die Nachricht, auf die alle warten: Ab Montag geht es runter, um rund zehn Grad. Endlich durchatmen - zumindest in weiten Teilen des Landes.

Doch es gibt einen dicken Haken: Im Südwesten reißt die Hitze trotzdem nicht ab. Dort bleibt es bei 32 bis 34, stellenweise 35 Grad - also weiter Hitzetag um Hitzetag. Von echter Entspannung kann da keine Rede sein. Der Süden kommt aus der Glut so schnell nicht raus, und der Sommer dreht erst mal nur kurz auf Sparflamme, bevor er direkt wieder loslegt.