Fertignahrung ist praktisch, doch tatsächlich leidet unser Gehirn darunter
Eine neue Studie zeigt deutlich, dass vollverarbeitete Lebensmittel aus verschiedenen Gründen nicht gut für unseren Körper sind. Wer viel Fertigessen konsumiert, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit irgendwann unter Stoffwechselerkrankungen zu leiden.

Sehr schnell kommen wir heute an Fertiggerichten vorbei. Denn nicht nur Pommes Frites, Chips oder das vorgegarte Schnitzel in der Pfanne sind vollverarbeitet.
Das Erkennen ist gar nicht so einfach
Auch die industriell gefertigte Wurst, Schmelzkäse oder Müsli können so verarbeitet sein, dass sie zu einer Gefahr für unsere Gesundheit werden. Viele Krankheiten wie Adipositas, Krebs, Demenz, Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen.
Die sogenannten „Ulta-processed-Foods“ (UPF) erhalten vor allem viel Fett, Salz und Zucker. Die weitere Komponente ist tatsächlich die Verarbeitungsweise. Frische Produkte sind deutlich gesünder für unseren Körper.
Fertigprodukte werden anders verarbeitet
In der Studie wurden zwei Vergleichsgruppen gegenübergestellt. Sie sollten jeweils vollverarbeitete Lebensmittel oder frische Dinge, wie Obst, Gemüse oder Eier zu sich nehmen. Alle Teilnehmenden bekamen insgesamt dieselbe Anzahl an 300 Kilokalorien.

In den Bluttests wurde schnell deutlich, dass das Insulin bei der Testgruppe mit vollverarbeitetem Essen deutlich höher anstieg. Zeitgleich verbrannte die Testgruppe deutlich weniger Kohlenhydrate.
Der Stoffwechsel wird von UPFs stark beeinflusst
Die amerikanischen Forscherinnen und Forscher konnte so nachweisen, dass die Ultra-Processed-Food die Dynamik des Stoffwechsels veränderten und ins Negative beeinflussten. Darüber hinaus wurden Hirnscans bei den Probandinnen und Probanden mit Hilfe von Magnetresonanztomografie (fMRT) durchgeführt. So reagierte das Gehirn ebenfalls unterschiedlich auf die Nahrung.
Das Belohnungssystem wurde beispielsweise bei frischem Essen deutlich stärker aktiviert.
Studie belegt deutliche Reaktionen im Gehirn
Die neuronalen Reaktionen unterschieden sich ebenfalls aufgrund der unterschiedlichen Kohlenhydratverarbeitung. Durch die neue Studie konnten die Forschenden jetzt die Hypothesen stützen. Bereits seit mehreren Jahrzehnten vermutet die Wissenschaft, dass die hochindustrielle Verarbeitung von Lebensmitteln keinen guten Effekt für unsere Gesundheit haben kann.
Frische Nahrungsmittel aktivieren unser Belohnungssystem
Durch die neuen Erkenntnisse wird deutlich, dass nicht nur ein Blick auf die Nährstoffangaben ausreicht. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert demnach nicht nur unsere Gesundheit, sondern hat auch Einfluss auf unsere Psyche und unsere Hirnleistung.
Weitere Forschungen sollen nun detailreicher aufklären, inwieweit beispielsweise die industrielle Nahrung unsere Verdauungsprozesse verändert.
Artikelreferenz
Hutelin, Z., Ahrens, M., Baugh, M.E. et al. (2026). Metabolic and neural responses to ultraprocessed foods: a randomized, controlled, crossover study. Nat Metab 8, 2152–2164.