Überschwemmungen in Deutschland und der Dauerregen geht weiter

Die Flusspegel sind kräftig am Steigen. Das betrifft besonders Bayern und Baden-Württemberg. Stellenweise gibt es erste Überschwemmungen. Aber auch sonst ist es ziemlich nass, lokal gibt es unwetterartige Gewitter.

Tim Weingärtner Tim Weingärtner 21 Mai 2019 - 06:53 UTC
Dauerregen ohne Ende
In vielen Regionen Deutschlands regnet es derzeit ohne Ende. Vielfach herrscht schon Hochwasser.

Tief Axel hat derzeit weite Teile Deutschlands buchstäblich versenkt. Es regnet Bindfäden wie man so schön sagt. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen (Sauerland), Teile von Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen. Aber auch in den anderen Regionen gab es zum Teil heftige Gewitterschauer mit Sturzfluten.

Einzige Ausnahme: Der äußerste Osten. Dort ist es derzeit wieder vielfach trocken. Im östlichen Brandenburg kann es heute sogar wieder 25 Grad geben. Dagegen ist bei Dauerregen bei 7 oder 8 Grad schon Schluss. Der Wonnemonat Mai geht derzeit baden. Seit Montag 8 Uhr bis Dienstag 8 Uhr kam es zu erheblichen Niederschlagsmengen. So fielen in Ebersberg in Bayern fast 110 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Im hessischen Schotten waren es 91 Liter und in München 71 Liter. Quer durch Deutschland verteilt wurde es sehr nass.

Flusspegel steigen aktuell rasch an

Die Pegel von Bächen und Flüssen steigen derzeit in den Regengebieten sehr schnell an. Vielfach wird schon über vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen berichtet. Besonders im Alpenvorland haben sich schon wahre Sturzfluten eingefunden. Während in Berlin und Brandenburg bereits seit dem Morgen die Sonne vom Himmel lacht, ist es zwischen München und Frankfurt stark bewölkt bis bedeckt und es schüttet wie aus Eimern.

Regenschwerpunkt am Dienstagmittag
Abgesehen vom Osten fällt am Dienstag fast überall kräftiger Regen. Besoders stark regnet es von Rheinland-Pfalz bis nach Bayern.

Der Dauerregen reicht bis nach Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und teilweise Niedersachen sowie Thüringen. Da kann man nur dringend raten die Flusspegel genau im Auge zu behalten und sicherheitshalber gefährdete Gegenstände im Keller zu sichern. Doch aufpassen bei plötzlichen Sturzfluten: Da besteht mitunter Lebensgefahr, wenn diese plötzlich in den Keller schießen.

Dauerregen lässt erst ab Mittwochnachmittag langsam nach

An vielen Flüssen im südlichen Bayern herrscht Hochwasser. Die Pegel werden weiter steigen, denn der Regen hört erst im Laufe des Mittwochs langsam auf. Regional sind bis dahin am Alpenrand aber noch einmal bis zu 100 Liter Regen möglich. Auch sonst kann es in den Regengebieten heute bis morgen erneut 20 bis 40, lokal bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter geben. Von Dürre kann in diesen Regionen keine Rede mehr Sonne. Der Wonnemonat Mai geht baden.

Erst am Donnerstag wird es etwas ruhiger. Zeitweise scheint dann auch mal die Sonne und es ist trocken. Dann werden 17 bis 24, am Rhein auch bis zu 25 Grad erwartet. Doch bereits ab Freitag und am letzten Maiwochenende geht das nasse und wechselhafte Wetter weiter. Der Maisommer will sich in diesem Jahr wohl nicht mehr einstellen.

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