Folgen des Klimawandels: Über 5.000 Menschen sterben durch die Juni-Hitzewelle in Deutschland

Die Hitzewelle im Juni können wir heute noch spüren. Die warmen Temperaturen sollen bloß nicht wieder heißer werden. Auch international wurde die Hitzewelle in Deutschland thematisiert und der Regierung kritisiert.

Extreme Hitze sorgt in Deutschland für eine extrem hohe Sterberate
Extreme Hitze sorgt in Deutschland für eine extrem hohe Sterberate

Laut Daten des Robert-Koch Instituts verstarben in dem Zeitraum über 5.000 Menschen.

Viele ältere Menschen konnten der Hitze nichts entgegensetzen

So traf es besonders viele ältere Menschen vom 22. bis 28. Juni 2026. Generell ist es immer noch so, dass im Winter mehr Menschen versterben als im Sommer. Je nach weiteren Entwicklungen und Hitzesommern könnte sich die Zahl umkehren.

Die ausgewerteten Datensätzen des RKI zeigen auf, dass vor allem Leute über 85 Jahren sehr bedroht sind. Viele Alten-, Pflege, - und Seniorenheim verfügen über unzureichenden Schutz.

In Altenheimen hatten die Zimmer über 30 Grad

Die Zimmer heizen sich extrem auf und die Pflegekräfte kommen nicht hinterher. Stellenweise wurde in einzelnen Fällen über 30 Grad Zimmertemperatur gemessen.

Ähnlich wie in manchen Krankenhäusern ist die Anzahl der klimatisierten Räume sehr begrenzt. Manchmal werden nur die Medikamente kühl gehalten. So schwitzen die pflegebedürftigen Personen und die Pflegekräfte gemeinsam.

In Deutschland fehlen Abkühlungsmöglichkeiten - besonders in Innenstädten, im ÖPNV und im Gesundheitsbereich wie in Krankenhäusern
In Deutschland fehlen Abkühlungsmöglichkeiten - besonders in Innenstädten, im ÖPNV und im Gesundheitsbereich wie in Krankenhäusern

Eine Klimaanlage oder wenigstens Ventilatoren sind in der Regel nicht vorhanden.

„Hitzeeinwirkung führt selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es die Kombination aus Hitzeeinwirkung und Vorerkrankungen (unter anderem Herz-Kreislauf-, Lungen- und Nierenerkrankungen), die zum Tod führt“, erklärte das RKI

Deutschland war und ist auf solche Extremtemperaturen nicht vorbereitet. Neben Altenheimen und Krankenhäusern war eine funktionierende Klimaanlage in Bussen oder Bahnen eine Seltenheit.

Kritik an die Regierung wurde nicht gehört

Heftige Kritik an die deutsche Regierung wurde ignoriert. Die Opposition warf Kanzler Merz vor, zu schweigen und einfach zu hoffen, sich nicht zu dieser Situation äußern zu müssen, bis es wieder regnet.

Die Partei Bündnis90/die Grünen fordert ein fünf Milliarden-Euro-Programm zur Verbesserung des Hitzeschutzes.

Die Opposition fordert Milliarden für Hitzeschutz

Das Geld soll aus dem 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds der Bundesregierung für den Klimaschutz genommen werden. So können Innenstädte weiter begrünt werden, sodass mehr Bäume und Grünflächen Abkühlung ermöglichen.

So hat Berlin in ihrem Klimaanpassungsgesetz kürzlich beschlossen, dass bis zum Jahr 2040 mehrere Tausend Bäume gepflanzt werden sollen.

Alle 15 Meter soll es in der Idealvorstellung einen Baum auf den Straßen geben. Zeitgleich möchte Berlin mehrere Projekte verwirklichen, die das Regenwasser nachhaltig nutzbar machen.

Artikelreferenz

Elpais.com. (2026). Alemania cifra en más de 5.000 las muertes por la ola de calor de junio.