Offshore-Windparks können an deutschen Küsten zu weniger Regen führen
Ein Ausbau der Windenergie kann nach einer neuen Studie zu weniger Regen in den deutschen Küstenregionen an der Nord- und Ostsee führen. Eine Forschungsgruppe des Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht veröffentlichte eine Analyse.

Das Forschungsteam hat sich die möglichen Auswirkungen genauer angesehen. Große Offshore-Windparks gibt es vor allem an der schottischen Küste, in den skandinavischen Ländern und ein wenig kleinere Versionen an der niederländischen und an der deutschen Küste.
Ein massiver Ausbau von Windenergie könnte das Wetter beeinflussen
Ein großer Ausbau der Windenergie kann somit dazu führen, dass die Windparks Auswirkungen auf das regionale Wettergeschehen haben können.
Navid Akhtar und sein Team haben durch verschiedene Klimamodelle ihre Analyse durchgeführt und in Relation mit diversen Ausbauszenarien an der Nord- und Ostseeküste gesetzt.
Die Ergebnisse stützen sich auf lokale Klimamodelle
Die hochauflösenden und lokalen Klimamodelle zeigen die aktuellen Entwicklungen mit den bereits existierenden Windparks und werfen Blicke in die Zukunft. So wurden weitere Ausbauszenarien für die Jahre 2030 und 2050 unter die Lupe genommen.

Die maximale Veränderung des Niederschlags wird dann eintreten, wenn massiv weitere Offshore-Windparks Anlagen gebaut werden. So gäbe es beispielsweise in Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis zu 15 Prozent weniger Regen im Monat als noch im Jahr 2023.
Denkbar wären rund 15 Prozent weniger Niederschlag
In Durchschnitt wären es circa fünf bis acht Milimeter weniger Niederschlag pro Monat.
Die aktuelle Energiepolitik in Deutschland und den Niederlanden lässt jedoch wenig Raum für große Sorge. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien geht aktuell schleppend voran. In Deutschland wurden im Jahr 2025 nur 958 Windenergieanlagen hinzugenommen.
Der Ausbau der Windenergie in Deutschland stagniert
Der stärkste Ausbau geschah in Deutschland bereits in den Jahren 2001 und 2002 mit einem Zubau von jeweils rund 2250 Energieträgern.
So nimmt der Zubau von Windkraft im den letzten 10-20 Jahren immer weiter ab. Darüber hinaus lässt die Studie viele weitere Fragen offen. Nicht zuletzt kommt es in den Zeiten des Klimawandels zu Veränderungen des Wetters.
Klimaveränderungen sind deutlich stärker
So sind die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht zu betrachten. Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre oder Starkregen setzen der Umwelt und dem Menschen in Relation deutlich mehr zu und beeinträchtigen die Ökosysteme nachhaltig.
Artikelreferenz
Akhtar, N., Elizalde, A., Geyer, B. et al.. (2026). Projected impacts of future offshore wind farms on coastal precipitation over the Northwest European shelf. Commun Earth Environ 7, 651 (2026).
Bundesverband WindEnergie e.V.. (2026). Windenergie in Deutschland - Zahlen und Fakten.