„‚Das gab's so noch nie um diese Zeit' – Meteorologe mit düsterer September-Ansage

Noch lacht die Sonne, doch der große Umschwung steht schon in den Startlöchern. Ein Meteorologe zeigt, wann das goldene Wetter kippt – und was danach auf uns zurollt.


Noch zeigt sich der Spätsommer von seiner goldenen Seite – doch die große Ruhe trügt gewaltig. In den kommenden Tagen deutet sich ein Wetterwechsel an, der es in sich hat und viele Menschen in Deutschland auf dem falschen Fuß erwischen dürfte.

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Denn hinter der aktuellen Wärme lauert bereits die nächste Entwicklung: Ein Schwall kühler Luft steht bereit und könnte das ruhige Sommerbild schneller kippen, als vielen lieb ist.

Noch einmal richtig Sommer

Zunächst aber dürfen sich alle Sonnenanbeter freuen. Über weite Teile Deutschlands schiebt sich in den nächsten Tagen ein kräftiges Hoch, das noch einmal spätsommerliche Werte bringt. Verbreitet klettern die Temperaturen auf 24 bis 28 Grad, in den begünstigten Ecken am Oberrhein sind sogar Spitzen um die 29 Grad möglich.

Dazu gibt es viel Sonnenschein, trockene Luft und laue Abende – ein Wetter wie gemalt für den letzten großen Auftritt der warmen Jahreszeit. Wer noch Urlaub oder ein freies Wochenende hat, sollte diese Tage bewusst nutzen. Denn dieser Zustand hat ein Verfallsdatum.

Der Umschwung kommt schneller als gedacht

Ab der Wochenmitte dreht sich das Blatt. Von Nordwesten her greift eine Kaltfront auf Deutschland über und schiebt die warme Luft nach Süden ab. Mit ihr kommen dichte Wolken, Regen und ein spürbar frischerer Wind, der sofort einen ganz anderen Charakter in die Luft bringt.

Innerhalb von nur 48 Stunden geht es mit den Temperaturen bergab: Statt Sommer stehen dann vielerorts nur noch 15 bis 18 Grad auf dem Zettel. Im Bergland und in den Nächten wird es stellenweise sogar richtig kühl – der Herbst schickt damit seine erste ernst zu nehmende Visitenkarte.

Regen, Wind und ein Hauch von Herbst

Besonders der Nordwesten und die Mitte bekommen die Umstellung deutlich zu spüren. Zeitweise ziehen kräftige Schauer durch, örtlich sind sogar einzelne Gewitter mit dabei. An den Küsten frischt der Wind ordentlich auf und sorgt für erste stürmische Böen.

Die erste Septemberwoche könnte richtig frisch ausfallen. Selbst am Tag keine 20 Grad mehr.
Die erste Septemberwoche könnte richtig frisch ausfallen. Selbst am Tag keine 20 Grad mehr.

Der Süden hält sich zunächst noch etwas länger im Warmen, doch auch dort ist der Wetterumschwung nur eine Frage der Zeit. Spätestens zum Wochenende ist die Sommerpause flächendeckend beendet – und die Natur schaltet sichtbar in den Herbstmodus.

Blick auf den Frühwinter

Und wie geht es danach weiter? Die Langfristmodelle liefern bereits erste spannende Hinweise auf die kommenden Wochen und Monate. Vieles deutet auf einen wechselhaften, oft nass-kalten Herbst hin, bevor der Winter allmählich Fahrt aufnimmt.

Die erste Septemberwoche fällt laut dem ECMF ins Wasser. Es könnte deutlich nasser als normal werden.
Die erste Septemberwoche fällt laut dem ECMF ins Wasser. Es könnte deutlich nasser als normal werden.

Interessant wird vor allem, wie sich die großräumige Strömung einstellt. Kippt sie in eine Nordlage, drohen früh die ersten Nachtfröste und in den Hochlagen sogar die ersten Schneeflocken der Saison – ein Szenario, das noch vor wenigen Wochen kaum jemand auf dem Schirm hatte.

Das erwartet Sie in den nächsten Tagen

Unterm Strich heißt das: Genießen Sie den goldenen Spätsommer, solange er hält – denn lange bleibt er nicht mehr. Der Schalter Richtung Herbst wird in den kommenden Tagen umgelegt, und danach zeigt sich das Wetter spürbar unbeständiger.

Wer jetzt noch etwas draußen plant, sollte die warmen Stunden bewusst auskosten. Danach heißt es: Jacke raus, Schirm bereithalten und sich langsam auf die kühlere Jahreszeit einstellen. Der Herbst klopft schon deutlich hörbar an die Tür.