Extreme Wetterereignisse setzen unserem Herzen zu
Schon seit mehreren Jahren warten Kardiologinnen und Kardiologen vor den Folgen der Klimaveränderungen und fordern mehr Aufklärung und Hitzeschutz besonders in Großstädten und Gebieten mit schwacher bis geringer Infrastruktur.

Auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Präventive Kardiologie wurde abermals auf die erhöhten Risiken aufmerksam gemacht.
Extreme Wetterereignisse können unserer Gesundheit schaden
Hitzewellen, Kältewellen und eine stärkere Luftverschmutzung sind besonders negative Auswirkungen des Klimawandels.
Die großangelegte Studie hat es dem Forschungsteam ermöglicht kardiovaskuläre Notfälle, Erkrankungen und Todesfälle in Relation zu Extremwetterereignissen zu bringen. Insgesamt wurden aus den Jahren 2011 bis 2020 Daten aus akuten Krankenhausaufenthalten ausgewertet.
Im Studienzeitraum wurden in Ostpolen insgesamt 573.538 kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse, 377.373 kardiovaskuläre Todesfälle und 831.246 Todesfälle jeglicher Ursache erfasst. Besonders Hitzewellen ließen direkte Auswirkungen erkennen.
Hitzewellen stehen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf Ereignissen
Die Anzahl der kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse (MACCE) stieg direkt um 7,5 Prozent und die Zahl der kardiovaskulären Todesfälle um 9,5 Prozent. Bei Kältewellen treten die Folgen ein wenig verzögert ein.

Nach der starken Kälteeinwirkung auf dem menschlichen Körper erhöht sich das Risiko von 4 Prozent auf 5,9 Prozent für Herzerkrankungen und Herz-Kreislauf-Stillstände. Das Risiko für Todesfälle steigt von 4,7 Prozent auf 6,9 Prozent.
Auch die Luftverschmutzung hat laut den Studienergebnissen einen großen Einfluss auf Erkrankungen.
Besonders im Rahmen von starken Hitzewellen verstärkt die Luftverschmutzung das Risiko für starke Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine zukunftsfähige Klimastrategie ist wünschenswert
Die Ergebnisse der Studien zeigen deutlich, dass in Europa eine angepassten Klimastrategie etabliert werden sollte. Eine koordinierte und klimabewusste Gesundheitspolitik kann die Menschen im europäischen Raum schützen. In einigen Städten und Ländern gibt es mittlerweile Hitze- und Kälteschutzpläne. Doch die starke Luftverschmutzung sollte ebenso verringert werden, betonen die Forscherinnen und Forscher.
Quellenhinweise
European Society of Cardiology. (2026). Heatwaves and coldwaver are increasing cardiovascular events. Press releases. Press. News.
Michał Święczkowski, Gregory Yoke Hong Lip, Anna Kurasz et al. Association between exposure to air pollution and increased ischaemic stroke incidence: a retrospective population-based cohort study (EP-PARTICLES study). European Journal of Preventive Cardiology, ISSN 2047-4873, e-ISSN 2047-4881.
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