Bundesamt schlägt Alarm: Tückische UV-Strahlung über Deutschland – schon 20 Minuten reichen!

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht ab sofort wieder seine UV-Prognosen – und die Werte haben es in sich. Wer jetzt unvorbereitet rausgeht, riskiert schon nach kurzer Zeit fiese Hautschäden.
Was viele nicht auf dem Schirm haben: Die UV-Belastung in Deutschland zieht im April rasant an – und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat seine 3-Tages-Prognosen pünktlich zum Saisonstart wieder hochgefahren. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag liefern die Experten frische Werte für zehn Vorhersagegebiete quer durch die Republik.
Was die aktuellen Daten zeigen, sollte selbst hart gesottene Sonnenanbeter aufhorchen lassen: An klaren Tagen klettert der UV-Index hierzulande schon auf Werte um die 5 – und damit mitten in den Bereich „mittlere bis hohe Gefährdung".
20 Minuten – mehr braucht es nicht
Klingt zunächst harmlos, ist es aber überhaupt nicht. Bei einem UV-Index von 6 reichen rund 20 Minuten ungeschützte Sonne, bis sich die Haut den ersten Sonnenbrand holt – bei UVI 5 sind es maximal 30 Minuten. Das Heimtückische: Im April ist die Haut nach dem langen Winter noch überhaupt nicht an die Strahlung gewöhnt.

„Die Haut steckt nach Monaten unter Pulli und Jacke regelrecht im Schonprogramm – sie reagiert jetzt deutlich empfindlicher als im Hochsommer", warnt ein Wetterforscher Habermehl. Wer also denkt, ein bisschen Frühlingssonne sei harmlos, der irrt gewaltig.
Diese Regionen erwischt es besonders hart
Spannend wird der Blick auf die einzelnen BfS-Prognosegebiete: Während der Norden meist etwas niedrigere Werte verzeichnet, ziehen die Höhenlagen im Süden schon jetzt kräftig an. Im Hochgebirge sind Spitzenwerte um 7 möglich – pro 1.000 Höhenmeter klettert die UV-Belastung spürbar. Wer also am Wochenende einen Ausflug in die Alpen plant, sollte Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung definitiv ins Gepäck packen
Auch reflektierende Flächen wie Schnee, Sand oder Wasser treiben den UV-Wert zusätzlich nach oben – am Wasser können bis zu 30 Prozent der Strahlung zurückgeworfen werden.
Was das BfS jetzt dringend empfiehlt
Ab einem UV-Index von 3 ist Sonnenschutz laut BfS Pflicht – und genau diesen Wert reißen wir aktuell mit links. Die Faustregel der Strahlenschützer: Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens doppelt so hoch sein wie der UV-Index.
Bei einem UVI von 5 also LSF 10 aufwärts, bei empfindlicher Haut und Kindern eher LSF 30 oder mehr. Hinzu kommt: Zwischen 11 und 15 Uhr möglichst den Schatten suchen, lange luftige Kleidung tragen und eine ordentliche Sonnenbrille mit UV-Filter aufsetzen. Säuglinge gehören laut BfS überhaupt nicht in die direkte Sonne.
Hautkrebs-Zahlen mit beunruhigendem Trend
Was viele unterschätzen: Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen verdoppelt sich in Deutschland etwa alle zehn Jahre. Aktuell registrieren Mediziner rund 120.000 neue Fälle pro Jahr – Tendenz weiter steigend. Genau deshalb fährt das BfS sein Monitoring an inzwischen 43 Messstationen bundesweit hoch und veröffentlicht die Werte tagesaktuell im Netz. Die Botschaft der Strahlenschützer ist eindeutig: Wer jetzt schon konsequent auf UV-Schutz achtet, kommt nicht nur entspannt durch den Frühling – sondern beugt im wahrsten Sinne vor.
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