Belasten Extremwetter wie Dürre und Hitze unsere Psyche?

In dem heißen und trockenen Sommer werden wir immer wieder mit Hitzeperioden konfrontiert. Es prasseln negative Nachrichten ein, Waldbrände werden stärker und nicht zuletzt werden mancherorts die Talsperren immer leerer.

Extremwetter beeinflussen unsere mentale Gesundheit. Je nach Lebenslage und Alter können Extremwetter starke Emotionen auslösen.
Extremwetter beeinflussen unsere mentale Gesundheit. Je nach Lebenslage und Alter können Extremwetter starke Emotionen auslösen.

Das Leben mit häufigeren Extremwetterereignissen kann auf unsere Stimmung drücken. Wir werden empfindlicher, sind leichter verletzt oder gekränkt.

Unsere Emotionen sind stärker

Unsere Niedergeschlagenheit kann sich in Form von Wut und Impulsivität bei anderen Mitmenschen entladen.

Schon länger sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von den sogenannten Klimagefühlen. Dieser Obergriff soll alle Gefühle sammeln, die durch die Auswirkungen des Klimawandels entstehen können. In Deutschland ist die Studienlage dazu noch sehr dünn. Generell waren wir in den letzten Jahren nicht so stark beeinträchtigt wie andere Länder.

Klimagefühle sind in Deutschland durchaus zu spüren

Jedoch sorgte die Flutkatastrophe 2021 für ein Umdenken. So können wir mittlerweile sagen, dass Flut und Trockenheit uns seither immer Sorgen bereiten. In Deutschland herrschen durchaus „Milde Klimasorgen“.

Die stärksten Gefühle sind vor allem bei jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zu finden.

Engagement stärkt die mentale Gesundheit. Das können kleine Projekte in der Nachbarschaft sein oder aktive Mitarbeit in Umweltschutzprojekten..
Engagement stärkt die mentale Gesundheit. Das können kleine Projekte in der Nachbarschaft sein oder aktive Mitarbeit in Umweltschutzprojekten..

Die Sinus-Jugendstudie 2024, der Bundeszentrale für politische Bildung stellte fest, dass mit Angst, Ohnmacht und Frust reagiert wird.

„Aus Sicht der Befragten läuft die Menschheit sehenden Auges in eine Katastrophe, jedoch tut niemand etwas dagegen“, schreiben die Autorinnen und Autoren der Studie.

Ein entscheidender Schritt gegen die Emotionen und für mehr Stabilität ist ein Engagement zu beispielsweise mehr Naturschutz oder in sozialen und ökologischen Projekten.

Ein aktiver Mensch, der das Gefühl bekommt, selbst etwas gegen den Klimawandel zu tun, hat deutlich weniger Klimaemotionen.

Aktivitäten und Projekte helfen gegen Ängste und Sorgen

Bei zu starker Klimaangst sind jedoch auch viele junge Erwachsene und Jugendliche wie gelähmt. Grundsätzlich gilt Angst als ein lähmendes Gefühl. Wer nicht mehr allein aus dem Zustand herauskommt, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Sehr wirksam ist bereits die Veränderung des Blickwinkels.

Mal den Blickwinkel wechseln

So können wir den Blick auf die positiven Veränderungen legen und die negative Brille mal für eine Weile absetzen. Negative Nachrichten bekommen wir tatsächlich viel zu häufig.

Auch der sogenannte Klimaangst-Kompass kann ein erster Schritt sein. Der Kompass verortet Bewältigungsstrategien in drei Dimensionen:

  • Lösungsorientiert versus emotionsorientiert
  • Abschwächung versus Anpassung
  • Selbstorientiert versus gemeinwohlorientiert

Artikelreferenz

DGUV.de. (2026). Effekte auf Psyche und Gesundheit.
Quarks.de. (2026). Was macht der Klimawandel mit unserer Psyche?.