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Deutschland zittert vor der neusten Winterprognose 2022/23 des ECMWF!

Nun hat auch der europäische Wetterdienst seine Winterprognose aktualisiert und es sieht nach einigen Überraschungen aus. Vor allen Dingen ist diese Prognose im Vergleich zur Winterprognose von NOAA völlig anders. Wir schauen uns die beiden aktuellen Wintervorhersagen für Deutschland genauer an. Müssen wir zittern vor Kälte, Eis und extrem hohen Energiekosten?

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Der europäische Wetterdienst hat nun ebenfalls seine Winterprognose aktualisiert und das mit einem erstaunlichen Ergebnis.

NOAA ist seit Monaten auf Mildwinterkurs. Der Winter 2022/23 soll nach dem aktuellen Langfristtrend der US-Wetterbehörde rund 1 bis 2 Grad wärmer ausfallen als das neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit würde der kommende Winter im Bereich der wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen landen und das war immerhin schon im Jahr 1881. Für unseren Energieverbrauch wäre das eine gute Nachricht. Wir müssten deutlich weniger heizen. Jedes Grad über dem Klimamittel ist gut für unseren Geldbeutel, natürlich nicht unbedingt gut für Natur und Umwelt, Stichwort Klimaerwärmung.

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Die US-Wetterbehörde NOAA rechnet nach wie vor mit einem sehr warmen Winter 2022/2023. Was sagen die europäischen Kollegen?

Die Monate Dezember bis Februar sollen allesamt zu warm ausfallen und weisen laut dem Langfristwettermodell CFS der NOAA deutliche Abweichungen im Vergleich zum Klimamittel auf, und zwar in positive Richtung. Doch was sagt NOAA zu den Niederschlägen? Da machen die Amerikaner Hoffnung auf etwas mehr Regen als üblich, besonders in Westdeutschland. Das wäre perfekt, um die aktuelle Trockenheit etwas zu reduzieren. Doch nun kam die neuste Wintervorhersage für Deutschland vom europäischen Wettermodell ECMWF raus und die sieht das alles etwas anders.

ECMWF sieht keinen klassischen Mildwinter

Der europäische Wetterdienst sieht unterdessen in seiner neusten Winterprognose für Deutschland überhaupt keinen kalten Winter. Ganz im Gegenteil: Keiner der drei Monate Dezember, Januar und Februar soll zu warm ausfallen, aber auch nicht zu kalt. Alle drei Monate sollen durchschnittlich temperiert ausfallen. Damit weicht das ECWMF von der Linie des US-Wetterdienstes NOAA deutlich ab. Das würde unseren Winter ein ganzes Stück "teurer" werden lassen.

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Der Dezember 2022 soll laut dem europäischen Wettermodell anders als bei der NOAA nicht deutlich zu warm ausfallen.

Ein durchschnittlicher Winter würde wahrscheinlich bei den meisten von uns als ein zu kalter Winter ankommen. Wir sind ja "normale" Winter kaum noch gewohnt und kannten aus den vergangenen Jahren eigentlich nur noch sehr milde Winter. Heizkosten freundlich wäre das nicht, wenn ECMWF mit seinem Wintertrend recht behalten sollte.

Winter 2022/23 könnte die Dürre weiter verschärfen

Besonders tragisch: Der europäische Wetterdienst rechnet im Winter mit mehrheitlich trockenen Monaten. Das würde das Dürreproblem in Deutschland weiter verschärfen, statt entspannen. Besonders der Februar 2023 soll laut den Berechnungen des ECMWF deutlich zu trocken ausfallen.

Wir brauchen allerdings endlich mal einen nassen Winter. Seit der großen Trockenheit im Jahr 2018 gab es im Winter kaum noch nennenswerte Niederschlagsmengen. Einige Winter waren sogar zu trocken ausgefallen und danach gab es oft recht trockene Sommer. Nur der Sommer 2021 bildet da eine Ausnahme. Letztlich müssen wir uns natürlich gedulden und im Hinterkopf behalten, dass das alles nur Wettertrends und eben keine Wettervorhersagen sind. Es kann sich nochmal alles ändern...