Wetterforscher warnen: Sturmhammer im Anmarsch? Wettermodelle deuten auf Advent mit Orkanpotenzial über Europa hin

ach Wochen der Ruhe droht jetzt der Wetterknall: Der Jetstream erwacht – und könnte im Advent eine Serie heftiger Stürme nach Europa lenken.

Droht Deutschland unmittelbar vor der Adventszeit ein ungemütlicher Wetterwechsel? Sturmlage könnte sich einstellen.
Droht Deutschland unmittelbar vor der Adventszeit ein ungemütlicher Wetterwechsel? Sturmlage könnte sich einstellen.

Noch genießen viele das ruhige, oft goldene Oktoberwetter unter Hoch Sieglinde. Kaum Wind, kaum Regen, kaum Bewegung – doch genau diese Stille könnte bald vorbei sein. Hinter den Kulissen der Atmosphäre beginnt sich etwas zusammenzubrauen. Meteorologen beobachten über dem Nordatlantik eine markante Aktivierung des Jetstreams – jenes Starkwindband, das das Wetter über Europa steuert.

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Was heute noch nach einem unspektakulären Herbst klingt, könnte schon bald in ein explosives Tiefdruckszenario kippen. Denn die Kontraste zwischen der immer kälter werdenden Arktis und den ungewöhnlich warmen Luftmassen über Südeuropa nehmen zu – und das ist der Zündstoff für eine stürmische Wetterphase.

Jetstream im Turbo-Modus – die Tiefdruckfabrik läuft heiß

Die aktuellen Modellläufe des ECMWF und GFS sind sich erstaunlich einig: Gegen Ende November wird der Jetstream deutlich kräftiger und schiebt massive Tiefdrucksysteme Richtung Europa. Das bedeutet: Sturmgefahr, anhaltender Regen und möglicherweise Orkanböen über dem Nordatlantik und Teilen Westeuropas.

Sobald sich diese Westlage etabliert, läuft die sogenannte „Tiefdruckfabrik“ zwischen Neufundland und Island auf Hochtouren. Innerhalb weniger Tage können dann mehrere Sturmtiefs entstehen, die in einer Art Wetterkette auf Mitteleuropa zusteuern. Schon jetzt erinnern erste Modellkarten an bekannte Sturmserien wie „Xaver“ (2013) oder „Sabine“ (2020) – mit Böen jenseits der 100 km/h-Marke.

Positive NAO-Phase – der Motor für das Chaos

Meteorologisch deutet vieles auf eine positive NAO-Phase hin. Sie entsteht, wenn über Island tiefer Luftdruck und über den Azoren hoher Luftdruck herrscht. Dieses Muster beschleunigt den Westwind und sorgt dafür, dass sich Tiefdruckgebiete in Serie bilden und Europa treffen.

In solchen Phasen wird das Wetter oft mild, nass und windig – aber nie langweilig. Schnee bleibt Mangelware, stattdessen dominieren Wind, Regen und Temperaturspitzen von über 10 Grad. Ein klassischer Winterstart? Fehlanzeige! Statt Schneeflocken dürfte es eher Sturmwarnungen und Flugausfälle geben, wenn die Modelle recht behalten.

Advent mit Power – und Risiko für Unwetter

Für viele klingt das nach „endlich Bewegung“, doch Meteorologen warnen: Die mögliche Sturmserie hätte es in sich. Besonders im Nordwesten und an der Küste könnten einzelne Tiefs orkanartige Böen bringen, begleitet von Starkregen und Gewittern. Im Süden bleibt es etwas ruhiger, dort dominiert der Föhn – aber auch dort ist die Luft ungewöhnlich warm.

Wenn sich der Jetstream tatsächlich so positioniert, wie es die Modelle aktuell zeigen, dann steht uns ein turbulenter Advent bevor. Ein ruhiger Weihnachtsmarktbesuch könnte dann schnell zum Drahtseilakt werden – mit Schirmen, die durch die Luft fliegen, und Bäumen, die umknicken.

Der Winter wartet – aber nicht ewig

Noch ist offen, wie lange die Westlage durchhält. Sollte der Polarwirbel im Dezember an Stabilität verlieren, könnte sich das Blatt plötzlich wenden – mit Kaltlufteinbruch und Schnee kurz vor Weihnachten. Doch bis dahin gilt: Der Wind übernimmt das Kommando.

Der Herbst verabschiedet sich mit einem Paukenschlag, und der Dezember dürfte mit voller Kraft starten. Nach dem trockenen, ruhigen Oktober bahnt sich über Europa eine Wetter-Explosion an – und wer glaubt, der Winter beginnt immer leise, könnte in diesem Jahr eines Besseren belehrt werden.