Wetterforscher über Februar: "Wehe, wenn sich diese Wetterlage festfährt" - Polarwirbel kollabiert

Mehrere Wettermodelle schlagen Alarm: Der Februar könnte extrem kalt ausfallen. Experten warnen vor Dauerfrost, Energieproblemen und einem Winterhöhepunkt mit historischem Potenzial.

Aktuelle Langfristmodelle und Ensemble-Berechnungen zeichnen ein erstaunlich einheitliches Bild: Der Februar droht ein deutlich zu kalter Monat zu werden. Nicht einzelne Kaltphasen stehen im Fokus, sondern eine durchgehende Frostdominanz. In vielen Simulationen liegt Deutschland über Wochen deutlich unter dem klimatologischen Mittel. Meteorologen sprechen bereits vom möglichen Winterhöhepunkt 2025/26.

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Besonders auffällig ist, dass milde Atlantikluft nahezu vollständig blockiert wird. Stattdessen setzt sich trockene, kontinentale Kaltluft fest, die kaum Spielraum für kurze Tauphasen lässt und den Winter noch einmal verschärft.

Wenn sich die Wetterlage festfährt

Wehe, wenn sich diese Wetterlage festfährt“, warnt Wetterforscher Johannes Habermehl mit Blick auf die aktuelle Großwetterlage. Gemeint ist eine blockierende Hochdruckstruktur über Osteuropa, die Deutschland in eine starre Ostlage zwingt.


Solche Wetterlagen gelten als besonders langlebig. Ist die Kälte erst einmal etabliert, fehlt der dynamische Antrieb für einen raschen Wetterwechsel. Nachtfrost wird zur Regel, selbst tagsüber bleiben die Temperaturen oft bei minus 2 bis minus 9 Grad. In klaren Nächten sind minus 10 bis lokal minus 20 Grad realistisch.

Der Februar könnte bitterkalt ausfallen. Deutschland muss sich warm anziehen.
Der Februar könnte bitterkalt ausfallen. Deutschland muss sich warm anziehen.

Der Polarwirbel als Schlüssel zum Extremwinter

Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch den Polarwirbel, der in den oberen Luftschichten deutliche Schwächesignale zeigt. Ein teilweise kollabierender Polarwirbel begünstigt massive Kaltluftausbrüche Richtung Europa. Die arktische Kälte kann sich dabei nicht nur kurzzeitig zeigen, sondern immer wieder nach Mitteleuropa nachfließen.

Die Kältewelle könnte schon Ende Januar vielen Regionen Dauerfrost bringen.
Die Kältewelle könnte schon Ende Januar vielen Regionen Dauerfrost bringen.

Genau dieses Muster taucht aktuell in mehreren Modellläufen auf. Das Zusammenspiel aus gestörtem Polarwirbel und blockierendem Hoch gilt als klassische Voraussetzung für extreme Winterphasen.

Dauerfrost wird zur Belastungsprobe

Ein Februar mit zwei bis drei Wochen Dauerfrost hätte spürbare Auswirkungen auf Alltag und Infrastruktur. Böden würden tief durchfrieren, Gewässer Eis ansetzen und der Winterdienst käme vielerorts an seine Grenzen. Besonders in Städten steigt bei anhaltender Kälte die Belastung durch glatte Straßen und gefrorene Leitungen. Gleichzeitig würde der Heizbedarf stark ansteigen, was die Versorgungssysteme zusätzlich fordert. Dauerfrost ist weniger spektakulär als Schneestürme, aber deutlich zermürbender.

Leere Gasspeicher verschärfen die Lage

Die Ausgangslage ist heikel, da sich die Gasspeicher aktuell ohnehin deutlich leeren. Ein extrem kalter Februar würde den Verbrauch massiv erhöhen. Experten warnen davor, dass eine langanhaltende Frostperiode den Energiemarkt unter Druck setzen könnte. Steigende Preise, Sparappelle und politische Diskussionen wären kaum zu vermeiden. Der Winter würde damit nicht nur meteorologisch, sondern auch wirtschaftlich zur Herausforderung.

Der große Kälteschock steht noch bevor

Noch ist nichts endgültig entschieden, doch die Anzeichen verdichten sich. Auffällig ist die Übereinstimmung vieler Modelle, die einen außergewöhnlich kalten Februar berechnen. Für Wetterexperten ist klar: Sollte sich dieses Muster bestätigen, steht Deutschland der große Kälteschock erst noch bevor. Der Winter hätte sein Pulver dann nicht verschossen, sondern würde im Februar mit voller Härte zuschlagen.