Wetter kippt über Nacht: Nach dem letzten 23-Grad-Tag rollt ein Regenband an – eine Region trifft es mit voller Wucht

Freitag noch Sonne satt und Spätsommer-Gefühl. Doch schon in der Nacht ändert sich alles. Was dann aufzieht, wird für eine Region richtig ungemütlich.
Morgen ist so ein Tag, an dem man den Oktober fast vergessen könnte. Im Südwesten scheint die Sonne, die Werte klettern auf 22 bis 23 Grad, und in den Straßencafés werden noch einmal die Stühle rausgestellt. Viele werden denken, der Herbst macht einfach noch ein bisschen Pause.
Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Während Sie am Freitag die Wärme genießen, rückt aus Westen bereits etwas heran, das das Wochenende in Teilen Deutschlands komplett umkrempelt. Und eine Region bekommt davon deutlich mehr ab als alle anderen.
In der Nacht zum Samstag kippt alles
Der Umschwung kommt nicht schleichend, sondern mit einem Schlag. Ab Samstag zieht ein kräftiges Regenband in den Südwesten und schiebt die milde Luft einfach beiseite. Wer am Freitagabend noch im Biergarten sitzt, wacht am nächsten Morgen in einer völlig anderen Wetterwelt auf.

Das eigentliche Problem: Das Band zieht nicht einfach weiter. Im Süden bleibt es regelrecht hängen und kommt kaum noch vom Fleck. Genau dadurch regnet es über viele Stunden immer wieder auf dieselben Gebiete, und dort summiert sich das Wasser dann schnell.
Bis zu 18 Grad weniger in nur 24 Stunden
Wie brutal der Wechsel ausfällt, zeigt ein Blick aufs Thermometer. Nach den 23 Grad am Freitag sind am Samstag im Südwesten teils nur noch 5 bis 9 Grad drin. Ein Temperatursturz von bis zu 18 Grad, und das binnen eines einzigen Tages.
Dazu kommen Wind und Dauerregen, was die Kälte noch spürbarer macht. Gefühlt springt das Wetter direkt vom Spätsommer in den November. Wer auf solche Wetterwechsel mit Kopfschmerzen oder Kreislauf reagiert, dürfte das am Wochenende deutlich merken.
Im Südschwarzwald wird es richtig heftig
Und jetzt zu der Region, die es am härtesten trifft. Von Samstag bis Sonntag regnet es im Süden von Baden-Württemberg und in Teilen von Bayern verbreitet 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter. Schon das ist für ein Wochenende eine stattliche Menge.

Doch im Südschwarzwald legt das Wetter noch eine Schippe drauf. Dort werden die Wolken an den Bergen förmlich ausgewrungen, örtlich sind bis zu 45 Liter Regen möglich. Kleine Bäche können rasch anschwellen, auf den Straßen drohen Aquaplaning und volle Unterführungen.
Der Rest Deutschlands hat richtig Glück
Ganz anders die Lage im übrigen Land. Von der Mitte über den Osten bis in den Norden bleibt es am Wochenende oft ruhig. Wenn überhaupt, fallen nur ein paar Tropfen, vielerorts bleibt es sogar den ganzen Tag trocken.
Dort ist das Wochenende also durchaus brauchbar. Ein Spaziergang durchs bunte Laub, eine kleine Radtour oder noch etwas Gartenarbeit sind gut machbar. Auf Werte wie am Freitag im Südwesten sollten Sie allerdings auch dort nicht mehr hoffen.
Das sollten Sie jetzt unbedingt noch erledigen
Nutzen Sie den Freitag konsequent für alles, was draußen ansteht. Gartenmöbel und Polster reinholen, Laub aus den Dachrinnen holen, Gullys und Abläufe freimachen. Gerade im Süden kann eine verstopfte Rinne bei solchen Regenmengen schnell zum Ärgernis werden.
Wer fürs Wochenende eine Wanderung im Schwarzwald oder im Alpenvorland geplant hat, sollte die Tour besser verschieben. Nasse Wege, rutschige Wurzeln und einstellige Temperaturen sind keine gute Kombination. Spätestens ab Samstag ist klar: Der Herbst übernimmt jetzt endgültig das Kommando.