Unwetterwarnung! Wetterforscher spricht von "lebensgefährlicher Wettersituation": Eisregen und Starkschneefall

Schnee, Eisregen und extreme Glätte drohen. Experten warnen vor lebensgefährlichen Straßen, möglichen Stromausfällen und massiven Problemen zum Berufsverkehr am Donnerstagmorgen.
Eine neue Unwetterwarnung sorgt für große Aufmerksamkeit: In der kommenden Nacht zieht von Sachsen her ein Mix aus Schnee und gefrierendem Regen auf. Weil der Boden vielerorts noch tief gefroren ist, kann Niederschlag sofort festfrieren und Straßen in gefährliche Eisflächen verwandeln.
Besonders kritisch ist der Übergang von Schnee zu Regen, denn dabei entsteht unsichtbares Glatteis. Experten betonen, dass bereits kleine Mengen gefrierender Niederschläge ausreichen, um die Lage eskalieren zu lassen. Autofahrer und Fußgänger sollten sich daher frühzeitig auf schwierige Bedingungen einstellen.
Zwischen Schnee und Eisregen droht Chaos
Regional sind bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich, bevor der Niederschlag in Eisregen übergeht. Genau dieser Wechsel gilt als besonders riskant, weil sich auf dem Schnee eine schwere Eisschicht bilden kann. Straßenmeistereien rechnen mit einem extremen Einsatz, doch selbst intensive Streumaßnahmen könnten an ihre Grenzen kommen.
Meteorologen sprechen von einer dynamischen Entwicklung, bei der sich die Situation innerhalb weniger Stunden verschärfen kann. Wer nachts oder früh am Morgen unterwegs sein muss, sollte zusätzliche Zeit einplanen und unnötige Fahrten möglichst vermeiden.
Ausbreitung Richtung Berlin und Ostsee
Im Laufe der Nacht ziehen die Niederschläge weiter über Brandenburg und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern und an die Ostsee. Dort kann sich verbreitet Spiegelglätte entwickeln, die besonders auf Brücken, Nebenstraßen und Gehwegen gefährlich wird. Pendler müssen am Donnerstag mit Verspätungen im Straßen- und Bahnverkehr rechnen.
Behörden warnen bereits vor möglichen Sperrungen einzelner Streckenabschnitte. Die Kombination aus Schneefall und gefrierendem Regen kann regional zu einer Lage führen, die selbst erfahrene Winterdienste vor große Herausforderungen stellt.
Gefahr durch Eislast auf Leitungen
Neben dem Verkehrschaos wächst die Sorge vor Schäden an Stromleitungen. Wenn sich Eis an Kabeln festsetzt, steigt das Gewicht erheblich an. Kommt Wind hinzu, beginnen die Leitungen zu schwingen – sogenannte Leiterschwingungen können entstehen. Diese Bewegungen verstärken sich gegenseitig und könnten im Extremfall dazu führen, dass Leitungen reißen.

Experten warnen deshalb vor möglichen regionalen Stromausfällen, falls die Eislast zu stark wird. Auch Äste können abbrechen und zusätzliche Risiken für Infrastruktur und Verkehr darstellen.
Bäume unter enormer Belastung
Die schwere Eisschicht kann sich zudem an Bäumen festsetzen und Äste gefährlich nach unten ziehen. Schon leichte Böen reichen dann aus, um Bäume umstürzen zu lassen. Besonders betroffen sind Wälder, Parks und Straßenränder, wo Fahrzeuge häufig abgestellt werden. Wer sein Auto draußen parkt, sollte auf Abstand zu großen Bäumen achten. Einsatzkräfte bereiten sich darauf vor, blockierte Straßen schnell zu räumen, denn herabfallende Äste können plötzlich auftauchen und eine erhebliche Gefahr darstellen.
Experten raten zu Vorsicht
Meteorologen empfehlen, aktuelle Warnmeldungen regelmäßig zu verfolgen und das Verhalten an die Lage anzupassen. Wichtig ist vor allem, Geschwindigkeit zu reduzieren, ausreichend Abstand zu halten und unnötige Wege zu vermeiden. Auch zu Fuß kann es gefährlich werden, da vereiste Gehwege kaum sichtbar sind. Arbeitgeber könnten flexible Arbeitszeiten prüfen, um den Berufsverkehr zu entzerren. Die kommende Nacht zeigt erneut, wie schnell winterliche Wetterlagen ernst werden können – und warum rechtzeitige Vorbereitung entscheidend ist.