Atmosphärenforscher warnt eindringlich: "Wenn er fällt, dann ändert sich alles" Eiszeit an Karneval!

Ein möglicher Polarwirbel-Split sorgt für Wetter-Alarm. Drohen Schnee und Frost genau zwischen Altweiberfastnacht und Faschingsdienstag? Das sagen aktuelle Prognosen und Meteorologen.

Der Blick in die obere Atmosphäre zeigt derzeit eine ungewöhnlich spannende Entwicklung. Meteorologen beobachten eine deutliche Störung des Polarwirbels, ausgelöst durch starke Wellenbewegungen aus der Troposphäre. Diese Wellen drücken warme Luft nach oben und bringen den Wirbel aus seinem Gleichgewicht. Noch ist er nicht zusammengebrochen, doch viele Signale deuten darauf hin, dass er ins Straucheln geraten könnte.

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Genau solche Phasen sorgen im Winter oft für plötzliche Wetterumschwünge. Wichtig ist dabei: Veränderungen in rund 30 Kilometern Höhe wirken sich meist erst verzögert auf unser Wetter am Boden aus. Und genau diese Verzögerung fällt zeitlich brisant in Richtung der Karnevalstage Mitte Februar.

Stratosphärische Erwärmung – der Auslöser für Chaos?

Ein möglicher Schlüssel liegt in einer sogenannten plötzlichen Stratosphärenerwärmung. Dabei steigen die Temperaturen über der Arktis innerhalb weniger Tage extrem an, während die starken Westwinde des Polarwirbels an Kraft verlieren. Wird dieser Prozess stark genug, kann der Wirbel kippen, sich verschieben oder sogar aufspalten.

Genau das diskutieren Meteorologen aktuell. Für Mitteleuropa bedeutet das zunächst nur eines: Die Atmosphäre wird dynamischer. Statt stabiler Westwetterlage entstehen häufiger blockierende Hochdruckgebiete – und diese können den Weg für kalte Luft aus dem Norden oder Osten öffnen.

Was passieren muss, damit der Polarwirbel wirklich kollabiert

Ein echter Zusammenbruch ist selten und braucht mehrere Zutaten. Entscheidend sind kräftige planetare Wellen, eine deutliche Umkehr der Höhenwinde und ein anhaltender Wärmeschub in der Stratosphäre. Erst wenn diese Faktoren zusammenkommen, verliert der Wirbel seine stabile Kreisform.

Was braut sich denn da nordöstlich von Deutschland zusammen? Der Polarwirbel scheint zu kollabieren! Kaltlufteinbrüche bis nach Mitteleuropa wären möglich.
Was braut sich denn da nordöstlich von Deutschland zusammen? Der Polarwirbel scheint zu kollabieren! Kaltlufteinbrüche bis nach Mitteleuropa wären möglich.

Dann kann er sich teilen – ein Szenario, das oft zu extremen Wetterlagen führt. Doch selbst ein Split garantiert keinen Frost in Deutschland. Der entscheidende Punkt ist die spätere Druckverteilung über dem Atlantik und Europa. Entsteht ein blockierendes Hoch im Norden, kann eisige Luft nach Mitteleuropa gelenkt werden. Bleibt diese Blockade aus, verpufft der Effekt häufig.

Altweiberfastnacht bis Faschingsdienstag – wie hoch ist die Frostchance?

Die Tage zwischen 12. und 17. Februar liegen genau im typischen Zeitfenster, in dem sich eine gestörte Stratosphäre auf das Bodenwetter auswirken kann. Einige Modelltrends zeigen ein erhöhtes Risiko für Nord- oder Ostströmungen, die kühlere Luft bringen könnten. Das würde bedeuten: kalte Morgenstunden, vielleicht sogar Schnee oder Graupelschauer während der Umzüge.

Gleichzeitig existieren aber Szenarien mit milderen Atlantikluftmassen. Die Unsicherheit bleibt also hoch. Für Karneval bedeutet das momentan vor allem eines – alles ist möglich, vom frostigen Straßenkarneval bis zum eher milden, grauen Februarwetter.

Warum ein schwacher Polarwirbel nicht automatisch Kälte bringt

Viele erwarten bei jeder Polarwirbel-Schwäche sofort arktische Temperaturen. Doch die Realität ist komplexer. Entscheidend ist nicht nur die Stärke des Wirbels, sondern wo sich die Kaltluft sammelt. Wird sie nach Nordamerika gelenkt, kann Europa sogar ungewöhnlich mild bleiben.

Erst wenn sich Hochdruck über Skandinavien oder Grönland aufbaut, entsteht eine klassische Kältebrücke nach Mitteleuropa. Genau diese Entwicklung ist aktuell zwar im Gespräch, aber noch keineswegs sicher. Kleine Verschiebungen im Jetstream entscheiden darüber, ob wir nasskalt oder bitterfrostig durch den Februar gehen.

Fazit: Spannender Wetterkrimi bis zum Karneval

Der Polarwirbel zeigt derzeit tatsächlich Anzeichen von Schwäche, doch ein kompletter Kollaps ist noch nicht garantiert. Die Voraussetzungen für markante Wetterwechsel sind vorhanden, und die zweite Februarhälfte könnte deutlich abwechslungsreicher werden als der bisherige Winter. Für die Narren heißt das: Kostüme besser flexibel planen.

Ein Szenario mit kalten Episoden und vielleicht winterlichen Überraschungen steht auf dem Tisch – aber ebenso die Möglichkeit, dass der große Frost ausbleibt. Die kommenden Tage werden entscheiden, ob der Karneval 2026 unter blauem Himmel, im Schneetreiben oder bei typischem Schmuddelwetter stattfindet.