Meteorologe schlägt Alarm: Super-El-Niño entscheidet über ersten Schnee – doch DIESER Faktor kippt alles

Ein Winter, drei Giganten, ein Rätsel: Über dem Pazifik tobt ein Rekord-El-Niño. Doch ob bei uns früh Schnee fällt, entscheidet am Ende ein ganz anderer.

Verschiedene Wetterphänomene könnten diesen Winter aufeinanderstoßen.
Verschiedene Wetterphänomene könnten diesen Winter aufeinanderstoßen.


Es gibt Winter, die kündigen sich leise an. Und dann gibt es diesen. Über dem Pazifik brodelt gerade eine Kraft, wie sie Klimaforscher seit Jahrzehnten nicht gesehen haben – und sie könnte darüber mitentscheiden, wann in Deutschland die erste Flocke fällt.

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Doch der Reihe nach. Denn wer glaubt, ein einziger Schalter regele unseren Winter, der irrt gewaltig. Es sind gleich drei Giganten, die sich in den kommenden Wochen ins Gehege kommen.

Der Pazifik brodelt – und alle schauen hin

Der Star dieser Saison heißt El Niño – und er tritt in einer Wucht auf, die selbst hartgesottene Meteorologen aufhorchen lässt. Der entscheidende Messwert im tropischen Pazifik ist auf über plus 2,6 Grad geklettert. Solche Zahlen hat es seit den 90er-Jahren nicht mehr gegeben. Manche sprechen bereits vom stärksten Ereignis seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.

Spielt beim Winter auch eine nicht unwichtige Rolle.
Spielt beim Winter auch eine nicht unwichtige Rolle.

Was in tausenden Kilometern Entfernung im Ozean passiert, klingt erst mal weit weg. Ist es aber nicht. Denn diese gewaltige Wärme pumpt Energie in die globale Luftzirkulation – und die Wellen schwappen bis zu uns nach Europa. Nur eben nicht so direkt, wie viele jetzt denken.

Der heimliche Chef sitzt woanders

Denn der wahre Entscheider über unser Winterwetter schwebt in rund zehn Kilometern Höhe: der Jetstream, ein reißendes Starkwindband, das den Atlantik überquert. Wellt er sich, kippt eiskalte Polarluft weit nach Süden – und der Schnee kommt bis ins Flachland. Läuft er dagegen schnurgerade, drückt er milde Atlantikluft heran, und der Winter fällt buchstäblich ins Wasser.

Und genau hier wird es spannend. El Niño kann diesen Windgürtel anschubsen, ihn stören, ihn ins Schlingern bringen. Aber garantieren kann er nichts. Es ist ein Tauziehen – und der Ausgang ist offen.

Die Wildcard, die alles sprengen kann

Bleibt der dritte im Bunde – und der ist der unberechenbarste von allen: der Polarwirbel hoch über der Arktis. Ist er stabil, hält er die Kälte wie in einem Tresor über dem Nordpol fest, und bei uns bleibt es mild. Doch bricht er zusammen, passiert das, was Wetterfans jedes Jahr herbeisehnen.

Fachleute nennen es plötzliche Stratosphärenerwärmung. Im Klartext: Die eisige Luft ergießt sich schlagartig über halb Europa, und aus einem lauen Dezember wird über Nacht Väterchen Frost. Ob und wann das passiert, sieht man frühestens ein bis zwei Wochen vorher. Kein Modell der Welt schafft es früher.

Diese Regionen bekommen zuerst weiße Dächer

Trotz allem Chaos lässt sich eine Reihenfolge abstecken – und die dürfte viele nicht überraschen. Zuerst dran sind wie immer die Alpen und die Hochlagen oberhalb von rund 1800 Metern. Dort kann schon im Oktober alles weiß sein.

Danach folgen die Mittelgebirge: Schwarzwald, Harz, Erzgebirge und Bayerischer Wald. Hier hängt der erste Schnee meist im November in den Gipfellagen fest. Das Flachland – und damit die große Mehrheit der Deutschen – muss sich in aller Regel bis in den Dezember gedulden. Es sei denn, der Polarwirbel funkt dazwischen. Dann kann es blitzschnell gehen.

Wann fällt bei IHNEN die erste Flocke?

Und damit sind wir bei der Frage, die alle umtreibt: Wann schneit es endlich vor der eigenen Haustür? Die ehrliche Antwort lautet – noch weiß es niemand ganz genau. Zu viele Kräfte ziehen gleichzeitig am Winter, und ausgerechnet der stärkste Spieler wirkt bei uns nur aus der zweiten Reihe.

Sicher ist nur eines: Dieser Winter hat das Zeug, ein außergewöhnlicher zu werden. Ob er als Schnee-Wunder oder als milde Enttäuschung in die Bücher geht, entscheidet sich in den nächsten Wochen – Grad für Grad, Welle für Welle. Wir behalten es für Sie im Blick. Und wenn sich das Blatt wendet, erfahren Sie es hier zuerst.