"Kein Witz": Wintereinbruch mitten im Juni – arktische Kälte stürzt Deutschland in Frost und tief einstellige Nächte

Kaum zu glauben, aber wahr: Mitten im Juni rauscht arktische Luft heran, der Sommer fällt in sich zusammen – und in den Alpen droht sogar Bodenfrost und Schnee.
Noch zeigt sich der Sommer von seiner schönsten Seite. Am Samstag und Sonntag, dazu am Montag, schiebt sich warme Luft vor allem in den Süden. Dort klettern die Werte örtlich über die 25-Grad-Marke, es riecht förmlich nach Freibad, Eisdiele und lauen Sommerabenden.
Doch dieses Hoch ist nur ein kurzes Gastspiel. Im Hintergrund baut sich über Nordeuropa längst eine Strömung auf, die uns kalte Luft polaren Ursprungs direkt vor die Haustür kippt. Was sich da zusammenbraut, hat mit einem normalen Junitag nicht mehr viel zu tun.
Ab Dienstag drehen die Temperaturen durch
Die Wende kommt dann schlagartig. Schon ab Dienstag rutschen die Temperaturen bundesweit nach unten, von Flensburg bis hinunter nach München. Statt sommerlicher Wärme wird tagsüber nur noch um die 20 Grad gekämpft, in vielen Regionen bleibt es sogar deutlich darunter.

Dazu gesellt sich ein lebhafter, kühler Wind, der die gefühlte Temperatur noch einmal kräftig drückt. Wer die kurze Hose und die Sandalen schon herausgeholt hat, packt sie besser wieder weg. Jacke, Pullover und vielleicht sogar ein Schal kehren mitten im Hochsommermonat zurück in den Alltag.
Frostgefahr in den Nächten – Gärtner aufgepasst
Besonders heikel wird es nachts. Die Temperaturen sacken verbreitet unter die 10-Grad-Marke, in einigen Regionen wird es empfindlich frisch. In den Muldenlagen der Alpen ist sogar Bodenfrost möglich – und das mitten im Juni, wenn man eigentlich an Grillabende und kurze Nächte denkt.
Für Gärtner, Landwirte und alle, die ihre Pflanzen bereits ins Freie gestellt haben, ist das ein ernstes Thema. Ein später Frost kann jungen Trieben, Tomaten und empfindlichen Blumen massiv zusetzen. Wer kann, holt die Kübel über Nacht lieber wieder ins Warme oder deckt die Beete sorgfältig ab.
Wann kommt der Sommer zurück
Die große Frage ist nun: Wie lange dauert dieser kalte Spuk? Die Modelle von ECMWF und Copernicus zeigen den kühlen Trend erstaunlich einheitlich, eine schnelle Rückkehr der Sommerwärme ist vorerst nicht in Sicht.
Erst zum übernächsten Wochenende deutet sich ganz zaghaft eine mögliche Erwärmung an. Sicher ist die aber noch lange nicht – die kalte Luft sitzt hartnäckig fest. Bis dahin heißt es: Der Sommer macht Pause, und der Juni fühlt sich phasenweise eher nach spätem Herbst an.
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