Achterbahnsommer in NRW pünktlich zu den Sommerferien - "Weiterhin große Trockenheit und Niedrigwasser"
Pünktlich zur ersten Sommerferienwoche in Nordrhein-Westfalen fahren die Temperaturen Achterbahn. Was jedoch bleibt, ist die große Trockenheit und ein extremes Niedrigwasser auf dem Rhein. Gibt es denn mal Hoffnung auf flächigen Regen?

Mittlerweile ist der Rheinpegel dank einiger Regenfälle im Südwesten Deutschlands leicht gestiegen. Am Dienstag (21.07.) lag er um 10.45 Uhr am Pegel in Köln bei 119 Zentimetern. Drei Tage zuvor, am vergangenen Samstag, fiel der Pegel sogar deutlich unter die 1 Meter-Marke und lag bei nur 91 cm.
Der niedrige Pegel hat Folgen weit über das Rheinufer hinaus. Vor allem die Binnenschifffahrt muss ihre Ladung deutlich reduzieren. Je weniger Wasser der Fluss führt, desto geringer darf der Tiefgang der Schiffe sein und desto weniger Fracht können sie transportieren.
Juli extrem trocken
Der aktuelle Pegel in Köln liegt noch deutlich über dem historischen Tiefststand vom 23. Oktober 2018 mit 69 Zentimetern. Damals kam es zu erheblichen Einschränkungen im Güterverkehr, einzelne Fährverbindungen wurden eingestellt und die Bundesregierung griff sogar auf Treibstoffreserven zurück. Die angezeigten Werte entsprechen allerdings nicht der tatsächlichen Wassertiefe des Rheins. Selbst bei einem Pegel von 91 Zentimetern beträgt die Tiefe in der Fahrrinne noch rund 1,91 Meter und damit etwa ein Meter mehr als die Pegelanzeige.
Der bisherige Juli ist in Nordrhein-Westfalen weiterhin von sehr großer Trockenheit geprägt. Abgesehen von wenigen Stationen mit einem Gewittertreffer fiel bisher kaum nennenswerter Regen in diesem Monat. Die Wetterstation in Mechernich-Kommern (Kreis Euskirchen) in der Eifel hat überhaupt noch keinen Niederschlag im Juli registriert. Dabei war vielerorts auch der Juni schon viel zu trocken gewesen.
In diesem Jahr ist zum erste Mal seit Beginn von Messungen möglich, dass es in NRW Orte geben kann, an denen im ganzen Monat Juli (üblicherweise der nasseste Monat im Jahr) kein messbarer Regen gefallen sein wird.https://t.co/yhI3IZ8ZRv
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) July 20, 2026
Wenn auch die große Hitze seit einigen Tagen Geschichte ist, nennenswerter Regen ist weiterhin Fehlanzeige. Die erste Sommerferienwoche bringt nach der vorübergehenden Abkühlung zum Wochenende nochmal hochsommerliche Temperaturen. Dieses auf und ab bei den Temperaturen scheint sich jetzt erst einmal fortzusetzen. Und wie sieht es mit dem dringend benötigtem flächendeckenden Regen aus?
Aber der Reihe nach: Nach einer erneut angenehm kühlen Nacht zum Mittwoch mit Tiefstwerten von 13 bis 8 Grad gibt es am Mittwoch tagsüber oft starke Bewölkung mit etwas Regen oder einem schwachen Schauern. Viel Regen wird dabei aber nicht zusammenkommen bei Höchstwerten von 19 bis 23 Grad und einem mäßigem Wind aus West bis Nordwest.
Sonntag endlich mal größere Regenfälle?
Der Donnerstag wird zunächst meist stark bewölkt, im Tagesverlauf kann sich die Sonne aber immer besser durchsetzten. Dazu bleibt es nur mäßig warm bei 19 bis 23 Grad. Am Freitag kann es im Nordwesten von NRW noch länger wolkig sein, sonst scheint aber verbreitet die Sonne und es wird sommerlich warm bei 23 bis 26 Grad, im höheren Bergland um 20 Grad.
Der Samstag wird dann sonnig und hochsommerlich warm bis heiß bei Temperaturen von 26 bis 30 Grad. Die große Wärme wird allerdings nur von kurzer Dauer sein, denn mit einer Kaltfront ziehen am Sonntag von Westen teils kräftige Schauer und Gewitter ins Land und könnten zumindest regional mal für größere Regenmengen sorgen. Die Temperaturen erreichen dann nur noch Werte um die 20 Grad.