Garten im Klimawandel: Welche 11 robusten Pflanzen wenig Wasser benötigen

Für den kommenden Sommer sollten wir uns vorbereiten. Der anstehende Herbst und Winter kann gut zum Planen und Umgestalten genutzt werden. Denn robuste Pflanzen, die der Hitze standhalten, gibt es durchaus.

Lavendel, Thymian oder Steppensalbei wachsen auch in der Dürreperiode gut
Lavendel, Thymian oder Steppensalbei wachsen auch in der Dürreperiode gut

Ein großer Vorteil für Pflanzen in der Dürreperiode sind ihre langen Wurzeln. Dadurch können sie gut auf das Wasser zurückgreifen, das tief in der Erde gespeichert ist und sind nicht dauerhaft auf Regen oder Gießwasser angewiesen.

Lange Wurzeln helfen der Pflanze an das tiefliegende Wasser zu kommen

Solche Pflanzen sind beispielweise Tulpen oder Federgräser. Ebenfalls haben Pflanzen einen Vorteil, die von Natur aus das Sonnenlicht reflektieren oder ihre Blätter von selbst kühlen können. Dies sind vor allem der Salbei und der Lavendel. Sonnenreflektierende Pflanzen lassen sich gut an ihren Blattformen und Gehölzen erkennen. Eine Dattelpalme ist die Pionierin und kann durch ihre dicken Blätter sogar bis zu 50 Grad Celsius in der Sonne ertragen.

Sukkulenten können das Sonnenlicht reflektieren

Sukkulenten, wie Mauerpfeffer oder die Mittagsblume verfügen über eine Wachssicht an den Blättern. Neben der Sonnenreflektion können sie sogar Wasser in den Blättern speichern. Weitere Pflanzenarten mit feinen Häärchen oder silberfarbenem Einschlag können ebenso der Hitze trotzen und die Sonnenstrahlen reflektieren.

Große Wildblumenwiesen können der Hitze und Trockenheit etwas entgegensetzen
Große Wildblumenwiesen können der Hitze und Trockenheit etwas entgegensetzen

Darüber hinaus macht eine Initiative des Botanischen Gartens Berlin Hoffnung. Die Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschen, wie Pflanzen mit dem Klimastress umgehen.

Selbst Städte und Kommunen passen ihre Bepflanzungen an

Als Stadtbegrünung in Parks können besonders gut Stauden oder Kräutergehölze verwendet werden. Steppensalbei, Seifenkraut und Thymian können die Hitze und Dürre gut vertragen und sind zudem in der Kombination noch recht farbenfroh.

Dazu eignen sich die klassische Margerite und die Bastard-Luzerne. Beide liefern mit der gelben Farbe besondere Möglichkeiten für Akzente.

Vorsicht: Manchen Mischungen enthalten invasive Arten

Die Pflanzung der Bastard-Luzerne sollte jedoch nicht unkontrolliert geschehen. Die Pflanze kann sich extrem schnell verbreiten. In kurzer Zeit kann sie ganze Grünflächen komplett belagern und die Artenvielfalt gefährden. Durch ihren entspannten Umgang mit Hitze und Dürre setzt sie sich gut durch und verdrängt konkurrenzschwachere Pflanzen.

Immer wieder kommt es vor, dass manche Pflanzen aus Blumenmischungen zu einer invasiven Pflanze werden. Hier ist es ratsam bei Blumenmischungen, die für Hitze ausgelegt sind, genau hinzuschauen. Mittlerweile enthalten einige Mischungen die Bastard-Luzerne nicht mehr.

Artikelreferenz

ardalpha.de. (2026). Welche Pflanzen Hitze vertragen und wie ihr richtig gießt.
welt.de. (2026). Mit diesen pflegeleichten Pflanzen blüht Ihr Garten trotz Dürre.