"Hört das denn nie auf?" - Hitze und Trockenheit bleiben Baden-Württemberg auch im September treu
Das altbekannte Muster des Sommers 2026 setzt sich auch im September fort: Einem wechselhaften und gemäßigterem Norden Deutschlands steht die fast durchgehende Hitze und Trockenheit im Südwesten gegenüber. Ein Ende ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.

Die teils markante Zweiteilung beim Wetter in Deutschland setzt sich auch in dieser Woche fort. Wenn auch der meteorologische Sommer (Juni, Juli, August) mit dem September endet, beim Wetter hat der Hochsommer in Baden-Württemberg noch lange nicht fertig.
Dabei war der Sommer 2026 in Deutschland einer der wärmsten seit Beginn flächendeckender Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der Fläche kam der diesjährige Sommer aber nicht ganz an den "Jahrhundertsommer" 2003 dran. Dies lag an den immer wieder erwähnten großen Unterschieden im Land mit einem deutlich gemäßigterem Norddeutschland.
Mittelmeersommer am Oberrhein
In Baden-Württemberg aber hat der diesjährige Sommer den Sommer 2003 übertroffen. Im Mittel war dieser Sommer hier 3,1 Grad wärmer als in der Referenzperiode von 1991 bis 2020, der bisherige "Jahrhundertsommer" 2003 lag seinerzeit im Mittel 2,9 Grad über dem Wert der Referenzperiode.
Zudem ist der Sommer 2026 in Baden-Württemberg ein extrem trockener gewesen. Auf das ganze Land gemittelt, ist noch nicht mal die Hälfte (48,9%) des sonst üblichen Sommerniederschlags gefallen. Die Folgen waren das extreme Niedrigwasser an Rhein, Donau, Neckar oder auch am Bodensee, Probleme in der Landwirtschaft sowie das Begünstigen von Waldbränden aufgrund der großen Trockenheit.
Klimawandel bedeutet bisher nicht, dass jedes Jahr konstant der Sommer immer wärmer wird als sein Vorgänger. Es pendelt nur auf immer höherem Niveau. Ich habe den Sommer 2026 in der DWD Grafik schonmal dazu gezeichnet. /FR pic.twitter.com/G7DHUhy1l8
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) August 30, 2026
Ein Klima wie "früher am Mittelmeer" gab es im gesamten Oberrheingraben mit fast ununterbrochener Hitze und etlichen Tropennächten, in denen die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad sank. In Freiburg-Stühlinger gab es bisher 35 Tropennächte in diesem Jahr. Spitzenreiter bei den heißen Tagen (30,0°C oder mehr) war Rheinfelden mit unglaublichen 63 Hitzetagen, davon 24 Tage mit 35,0°C oder mehr. Einen neuen Hitzerekord für Baden-Württemberg markierte Waghäusel-Kirrlach am 27.06.2026 mit 41,4°C Höchsttemperatur.
Und wie geht es jetzt weiter? Baden-Württemberg bleibt auch zu Beginn des Septembers der Hotspot beim "Sommerwetter" in Deutschland. Nach einem noch leicht wechselhaften und sehr windigen bis stürmischen Montag (31. August) mit nur mäßig warmen 20 Grad im Bergland und 26 Grad am Rhein, gibt es am Dienstag erneut viel Sonnenschein. Dazu wird es sommerlich warm, aber noch nicht heiß mit 22 bis 27 Grad und einem abschwächenden Wind.
Septemberhitze zum Wochenende
Der Mittwoch wird (ähnlich wie der Dienstag) mit einem Mix aus Sonne und Quellwolken und sommerlichen 21 bis 26 Grad. Die Nächte sind jetzt im September schon spürbar länger und so kann es sich bei 15 bis 8 Grad jeweils gut abkühlen. Der Donnerstag wird durchweg sonnig bei weiterhin spätsommerlich warmen 22 bis 28 Grad.
Zum Freitag steigert sich die Wärme weiter und mit viel Sonne wird es mit 27 bis 33 Grad nochmal sehr warm bis heiß. Auch das Wochenende und wahrscheinlich auch der Beginn der nächsten Woche werden sehr sonnig und spätsommerlich warm bis heiß werden. Einige Modelle sehen am Oberrhein sogar wieder das Potential für 35 Grad. Das Thema Hitze und Trockenheit ist damit auch im September in Baden-Württemberg noch lange nicht vorbei.