Eiskalt erwischt! Schnee, Frost und Sturm – wann endet der Märzwinter wieder in Europa?

Eisige Luft hält Europa im Griff: Schnee, Frost und Sturmböen bestimmen die Tage. Doch wann kommt die Wende – und wie lange dauert dieser Kälteschock wirklich?

Tulpen versinken im Schnee.
Tulpen versinken im Schnee.



Der Märzwinter zeigt sich weiterhin von seiner unberechenbaren Seite. Schon am Donnerstag dominieren dichte Wolken, immer wieder ziehen Schauer und einzelne Gewitter durch, die selbst in tieferen Lagen mit Schnee vermischt sein können. Besonders an den Alpen fällt zunächst noch kräftig Schnee, bevor die Intensität langsam nachlässt.

Die Temperaturen bleiben deutlich gedämpft und erreichen nur etwa 3 bis 7 Grad, im Bergland sogar nur um 0 bis 3 Grad. Dazu kommt ein spürbarer Nordwestwind mit teils stürmischen Böen, besonders an der Nordsee wird es richtig ungemütlich.

Gefährliche Frostnächte

In der Nacht zum Freitag beruhigt sich das Wetter zwar etwas, doch die eigentliche Gefahr lauert am Boden. Bei auflockerndem Himmel sinken die Temperaturen verbreitet auf -6 bis -2 Grad, im Bergland sogar noch darunter. Besonders tückisch ist die Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Nur an den Küsten bleibt es mit +1 bis -1 Grad etwas milder. Auch am Freitag selbst zeigt sich der Himmel zweigeteilt: Während an den Alpen noch letzte Schneereste fallen, gibt es sonst einen Mix aus Sonne und Wolken. Die Temperaturen steigen nur leicht auf 4 bis 10 Grad, bleiben aber insgesamt für die Jahreszeit zu kalt.

Neue Front bringt Regen und Schnee

Doch die nächste Wetterwende kündigt sich bereits an. In der Nacht zum Samstag ziehen von Nordwesten her dichte Wolken auf, die Regen und in höheren Lagen Schnee bringen. Die Temperaturen zeigen ein starkes Gefälle: Im Nordwesten bleiben sie bei etwa +3 Grad, während im Süden erneut -7 Grad möglich sind. Am Samstag selbst bleibt das Bild gespalten: Der Süden zeigt sich freundlicher, während es in der Mitte und im Norden immer wieder Regen, Schauer und Schneeflocken im Bergland gibt. Die Höchstwerte liegen bei 5 bis 11 Grad, also weiterhin eher kühl.

Unruhiger Sonntag

Auch am Sonntag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Vor allem an den Alpen bleibt es grau und nass, mit Schnee in höheren Lagen. In anderen Regionen entwickeln sich Quellwolken und einzelne Schauer, bevor am Abend aus Nordwesten bereits die nächste Front heranzieht. Die Temperaturen verharren bei 5 bis 11 Grad, begleitet von einem zunehmend auffrischenden Wind. Besonders an den Küsten sind erneut starke bis stürmische Böen möglich, was das Wetter zusätzlich ungemütlich macht.

Sturm und Dauerregen zum Wochenstart

In der Nacht zum Montag spitzt sich die Lage erneut zu: Eine breite Front überzieht das Land mit dichten Wolken und anhaltendem Niederschlag. Oberhalb von etwa 500 bis 700 Metern fällt weiterhin Schnee. Die Temperaturen liegen zwischen +4 und -3 Grad, regional begleitet von kräftigem Wind. Vor allem im höheren Bergland und an den Küsten sind Sturmböen nicht ausgeschlossen. Damit bleibt das Wetter auch zum Wochenstart deutlich unter Frühlingsniveau.

Wann kommt die Wende?

Die entscheidende Frage bleibt: Wie lange hält das an? Die aktuelle Wetterlage deutet darauf hin, dass sich die kalte Luft nur langsam zurückzieht. Zwar gibt es zwischendurch mildere Phasen, doch insgesamt bleibt es zunächst wechselhaft, kühl und windig. Ein stabiler Frühling ist noch nicht in Sicht. Immerhin: Solche Märzwinter sind oft nur ein letztes Aufbäumen, bevor sich die Temperaturen langfristig durchsetzen. Bis dahin heißt es aber: Durchhalten – der Frühling kommt, aber er lässt sich Zeit.