"Das wäre ein extremer Wettersturz" Wetterforscher gibt ersten Ausblick auf den April!

Nach frühsommerlichen Temperaturen im März könnte der Frühling abrupt bremsen. Meteorologisch ist es durchaus möglich, dass sich der April deutlich kälter anfühlt.
Der Frühling startet in vielen Jahren mit einer raschen Erwärmung. Besonders der März kann in bestimmten Wetterlagen erstaunlich mild ausfallen. Hochdruckgebiete über Mittel- oder Südeuropa sorgen dann für viel Sonne und ungewöhnlich hohe Temperaturen. In solchen Phasen sind bereits im März Tageswerte von 18 bis über 20 Grad möglich.
Bleibt diese milde Witterung über mehrere Wochen bestehen, entsteht schnell das Gefühl, dass der Frühling endgültig angekommen ist. Genau hier lauert jedoch eine typische meteorologische Falle: Der April ist bekannt für seine plötzlichen und teilweise drastischen Wetterwechsel.
Warum der April plötzlich kälter wirken kann
Klimatologisch ist der April in Deutschland normalerweise deutlich wärmer als der März. Im Durchschnitt steigt die Monatsmitteltemperatur um mehrere Grad an. Doch Wetter fühlt sich nicht nur nach Statistik an. Wird der März ungewöhnlich warm, während der April lediglich normale Temperaturen bringt, entsteht ein starker Kontrast.

Meteorologen sprechen dabei von einem thermischen Vergleichseffekt. Wer sich bereits an frühsommerliche Temperaturen gewöhnt hat, empfindet typische Aprilwerte von 10 bis 15 Grad mit Wind und Schauern plötzlich als kühl.
Das mögliche Szenario: Warmer März, wechselhafter April
Langfristige Wettermodelle zeigen immer wieder solche Konstellationen. Ein stabiler Hochdruckblock kann im März sehr milde Luft nach Mitteleuropa lenken. Im April verändert sich die großräumige Zirkulation jedoch häufig. Dann gewinnen atlantische Tiefdruckgebiete wieder Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Diese bringen wechselhafte Bedingungen, Schauer und kühlere Luft aus Nordwesten. Selbst wenn der Monat am Ende im Durchschnitt landet, können mehrere kühlere Phasen auftreten, die den April deutlich frischer erscheinen lassen.
Typischer April: Dynamik statt Stabilität
Der April gehört zu den dynamischsten Wettermonaten des Jahres. Innerhalb weniger Tage können sich die Bedingungen komplett ändern. Ein sonniger Frühlingstag mit 18 Grad kann rasch von einem Tag mit kräftigem Wind, Graupelschauern und Temperaturen unter 10 Grad abgelöst werden. Auch späte Nachtfröste sind in dieser Jahreszeit keineswegs ungewöhnlich. Gerade nach einem ungewöhnlich milden März wirken solche Wetterlagen besonders drastisch. Der Frühling scheint dann kurzfristig wieder einen Schritt zurückzugehen.
Das gab es bereits mehrfach
In der Vergangenheit gab es mehrere Jahre, in denen der März ungewöhnlich mild ausfiel und der April danach deutlich kühler wirkte. Beispiele finden sich etwa 2017 oder 2021, als im April sogar Schnee und markante Kaltlufteinbrüche möglich waren. Entscheidend ist dabei weniger der reine Monatsdurchschnitt, sondern das Gefühl der Menschen. Wenn nach frühem T-Shirt-Wetter plötzlich kalter Wind, Schauer und Frostnächte auftreten, wirkt das wie ein abrupter Wettersturz.
Wie realistisch ist das im Frühjahr 2026?
Ob der April tatsächlich kälter als der März wird, lässt sich natürlich nicht Wochen im Voraus sicher vorhersagen. Dennoch ist ein solches Szenario meteorologisch durchaus plausibel. Sollte der März deutlich zu warm ausfallen und der April anschließend nur durchschnittliche Temperaturen bringen, könnte der Monat subjektiv deutlich kälter wirken. Der Frühling würde dann scheinbar ins Stocken geraten – obwohl das Wetter eigentlich nur wieder in den typischen Rahmen eines mitteleuropäischen Aprils zurückkehrt.